... Janina Maier, es gibt keinen Alltag & der Schüler mit dem Hamster
Shownotes
In dieser Episode nehme ich dich mit in einen Ort, den wir alle kennen – aber selten wirklich verstehen: die Schule.
Janina Maier unterrichtet seit über 17 Jahren, heute ist sie stellvertretende Schulleiterin am Schiller-Gymnasium Offenburg.
Wir sprechen darüber, wie sich Unterricht vom reinen Faktenwissen hin zu Kompetenzen verschoben hat, warum die Lebensrealität der Jugendlichen heute eine andere ist und wieso Beziehung und "gesehen werden" oft darüber entscheiden, ob Lernen gelingt. „Wenn sie dich mögen, lernen sie besser“ – dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch unser Gespräch.
Digitalisierung klingt groß – im Alltag heißt das oft: iPad, Beamer, Drucker … und die eine Minute, in der nichts so will wie geplant. Dabei ist das eigentliche Thema größer: Wie integrieren wir digitale Werkzeuge sinnvoll, wenn Prüfungen weiter analog bleiben? Wie fördern wir Medienkompetenz, ohne das Schreiben per Hand zu verlieren? Und wie gehen wir mit KI um: vom ehrlichen Umgang mit Hausaufgaben bis zu didaktischen Lösungen, bei denen sich die Klasse Argumente generieren lässt – schreiben aber weiterhin selbst.
Janina erzählt von einer Schülerschaft zwischen Informationsflut und Unsicherheit (Kriege, Jobbilder von morgen, KI-Fragen), von Berufsorientierung in Klassen 9/10 und der Rückkehr zu G9 mit weniger Nachmittagsunterricht – und von Eltern, die heute häufiger hinterfragen. Ihr Wunsch: Vertrauen. Niemand in der Schule sitzt da, um es komplizierter zu machen; am Ende wollen alle dasselbe: dass Kinder sich sicher, gesehen und zugehörig fühlen.
**Wir schauen in die Schulleitung: **ein hochdynamischer Kommunikationsort ohne „typischen Tag“. Räume umplanen, Ausfälle abfangen, Statistiken liefern, Entscheidungen im Minutentakt treffen – und zwischendrin die wirklich menschlichen Momente. Schule ist hier nicht nur Unterricht, sondern auch Management: 1.100 SchülerInnen, etwa 100 KollegInnen, Baufragen, Erweiterungen – und täglich neue Lagen, die gelöst werden wollen.
Worum es Janina im Kern geht? Haltung. Resilienz lernen (auch als Lehrkraft), Empathie zeigen, Grenzen kennen und rechtzeitig an Beratungs- und Unterstützungssysteme geben. Und vor allem: das tägliche Miteinander – die Tür-und-Angel-Gespräche, der Blick für den Skiurlaub-Teint, das „Wie geht’s dir wirklich?“.
Schule ist dann gut, wenn Kinder morgens aufstehen und sagen: „Ich hab Bock aufs Schiller.“
Du hast Fragen oder willst Janina etwas zur Folge mitgeben? Kontaktiere sie gerne über die offizielle Webseite des Schiller Gymnasiums Offenburg: www.schiller-offenburg.de
Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!
Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: info@adrian-hoffmann.de
Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:
Instagram: adrian_moderiert Facebook: [adrian.moderiert] (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))
Transkript anzeigen
00:00:01: Ja hallo meine Lieben.
00:00:02: hier bei einer weiteren Folge von Adrian lädt ein und in dieser Folge werfen wir einen Blick hinter die Kulissen eines Ortes, jetzt Achtung, den wir alle kennen, da bin ich mir sicher, aus unserer Kindheit, aus unserer Jugend oder vielleicht auch jetzt als Eltern, aber kaum jemand wirklich weiß was dort im Hintergrund alles passiert, die Schule.
00:00:23: Jetzt werde ich ja sagen, oh mein Gott, ich bin froh, dass ich die Schule hinter mir habe, vielleicht, ich will es gar nicht mehr, doch wir werfen da jetzt heute einen Blick rein, denn mein heutiger Gast ist seit über siebzehn Jahren mit Herz und Leib und Zähle im Schuldienst und inzwischen Teil der Schulleitung eines großen Gymnasium.
00:00:38: Sie liebt ihren Beruf, das habe ich schon erfahren, auch wenn er in den letzten Jahren enormen Veränderungen und Herausforderungen ausgesetzt war.
00:00:46: Vom gesellschaftlichen Wandel über Digitalisierung bis hin natürlich auch zum Einfluss von KI künstlicher Inszen... wir sprechen über die Realität an Schulen heute.
00:00:57: Was bewegt vielleicht Lehrerinnen und Lehrer?
00:00:59: Was braucht es um Schülerinnen und Schüler nicht nur zu unterrichten, sondern auch wirklich zu erreichen?
00:01:04: Und warum ist das Vertrauen zwischen Schule, Elternhaus und eben auch Schülerinnen und Schüler wichtiger denn je?
00:01:10: Eine Folge über Bildung, Wandel und den vielleicht wichtigsten Job der Welt.
00:01:15: Und darüber, was es heißt, mit jungen Menschen Zukunft zu gestalten.
00:01:20: In diesem Sinne herzlich willkommen und so schön, dass du mir zugesagt hast.
00:01:24: Du bist stellvertretende Schulleiterin des Schiller Gymnasiums in Offenburg und an dieser Stelle herzlich willkommen bei Arthranet ein, die Janina Meier.
00:01:32: Vielen Dank.
00:01:32: Ich freue mich, dass ich hier bin und danke für die Einladung.
00:01:35: Ja,
00:01:35: ich freue mich sehr, Nina.
00:01:36: Das ist nämlich nicht selbstverständlich, dass wir mal einen Blick hinter die Schulkulissen werfen dürfen.
00:01:41: Und dass du sagst, ja wohl, da spreche ich mit dir drüber bei Adrian Lat ein.
00:01:44: Ich habe es schon im Intro erwähnt.
00:01:46: Die meisten sind wahrscheinlich froh und sagen, oh Gott, meine Schulzeit, da mag ich mich gar nicht mehr erinnern.
00:01:51: oder ich bin froh, dass ich das hinter mir gelassen habe.
00:01:53: Ich gehe mal mit dir an den Punkt, nämlich du bist seit über siebzehn Jahren jetzt als Lehrerin tätig.
00:01:58: Erinnerst du dich noch an den Moment vielleicht?
00:02:01: wo du gesagt hast, ja, ich will in die Schule, aber eben als Lehrerin.
00:02:06: Ich glaube, genau kann ich den nicht festlegen, aber ich war immer eine Schülerin, die wahnsinnig gerne in der Schule war.
00:02:12: Das war für mich nicht nur Lerner, das war so Social Happening.
00:02:16: Also ich habe da meine Freundin getroffen und vielleicht haben wir auch ein bisschen zu viel getraht nebenher.
00:02:21: Aber es war einfach ein schöner Ort.
00:02:23: Ich habe mich wahnsinnig wohlgefühlt in Schule und hatte auch einfach unfassbar tolle Lehrer.
00:02:29: Und auch vielleicht welche, wo ich heute sage.
00:02:32: Okay.
00:02:34: Aber das war einfach, das war für mich irgendwie überhaupt nichts Schlimmes, dass ich da wieder hin zurückkehren möchte eben auf die andere Seite.
00:02:42: Andere Seite der Macht.
00:02:43: Andere Seite der Macht.
00:02:44: Und ja, ich hab mich eigentlich entschieden zwischen Medizinstudium, Lehramtstudium.
00:02:50: Total interessant, warum es dann Lehramt wurde.
00:02:53: Das kann ich eigentlich gar nicht mehr so genau beschreiben.
00:02:55: Es war einfach, es war nicht der NC.
00:02:57: Aber
00:02:58: es ...
00:02:59: war einfach, nee, ich war auch immer in Jugendgruppen und Leiterin und es hat mir einfach immer Spaß gemacht, mit Kindern zu arbeiten und auch im Sportverein viel aktiv gewesen.
00:03:08: Und da war der Weg irgendwie gefühlt schon
00:03:10: vorprogrammiert.
00:03:11: Ja, spannend, gell?
00:03:11: Weil ich glaube, du hast jetzt schon damals deine Lehrerin und Lehrer angesprochen.
00:03:14: Ich glaube schon auch, dass das viel macht.
00:03:17: Also, wen habe ich da schon als, sagen wir mal, Rollmodel oder als Vorbild, um dann auch zu begeistern für den Beruf?
00:03:23: Ja,
00:03:23: absolut.
00:03:24: Also, da gab es, also eine fällt mir ganz spontan immer ein.
00:03:28: Mit der bin ich auch noch heute befreundet.
00:03:30: Das ist wirklich ... Ich hatte einfach tolle Lehrer.
00:03:33: Vielleicht hatte ich aber auch einfach Glück.
00:03:35: Ja, klar.
00:03:35: Und ich denke halt auch, es ist so ein bisschen ... Ich hab's schon im Intro angesprochen, hat sich schon auch viel verändert in der Gesellschaft.
00:03:41: Auch, ich glaube, mit Jugendlichen ist es inzwischen anders.
00:03:43: Wobei, ich glaub, das Vorurteile, dass man sagt, früher war alles besser.
00:03:46: Nein.
00:03:47: Das wirst du mir auch entkräften heute.
00:03:49: Also, ich glaube, wir waren, oder ich, zumindest in meiner Schulzeit, wir waren genauso anstrengend und genauso unkonzentriert.
00:03:55: Und du hast selber schon gesagt, du hast ein bisschen zu viel gequatscht.
00:03:58: Ich glaube nicht, dass sich das und sich verändert hat.
00:04:00: Ich glaube nur die Bedingungen und die Umstände drumherum.
00:04:03: Definitiv.
00:04:04: Also wir sind einfach noch analog aufgewachsen.
00:04:07: Viel analoger als die Kinder heute.
00:04:09: Die bringen natürlich ganz andere Voraussetzungen mit.
00:04:12: Ja, da kommen wir sicher nachher dazu.
00:04:14: Auf jeden Fall.
00:04:15: Da bin ich eh mit dir rein.
00:04:16: Was würdest du jetzt sagen, was hat sich so in den Laufen der siebzehn Jahre, wo du jetzt auch schon in dem Beruf tätig bist, am meisten verändert, ist dann tatsächlich irgendwie der Unterricht an sich, die Gestaltung oder ist es der Alltag, der Schulalltag oder ist es auch eine Haltung, was hat sich da so verändert im Laufe der Zeit?
00:04:33: Ich glaube schon, dass ich noch eingestiegen bin, als es viel mehr um Wissensvermittlung ging.
00:04:40: Diese Kinder mussten einfach Fakten wissen und dieser Transfer, der kam eigentlich später dazu, oder wir nennen es ja auch Kompetenzerweiterungen, dass die in den Fokus gerückt sind.
00:04:50: Nicht mehr, was weißt du, sondern wie lernst du und wie erfährst du davon?
00:04:55: Und ich glaube schon, dass sich das wahnsinnig gewandelt hat, aber eben gerade auch im Hinblick mit dem Internet.
00:05:01: Ich bin eingestiegen, wenn mir jetzt mal zurückblickt, iPhone.
00:05:07: Das ist ja noch nicht mal zwanzig Jahre.
00:05:09: Und ich bin auch noch eingestiegen, da war das alles überhaupt erst gerade neu.
00:05:13: Und von daher, die Welt hat sich wahnsinnig verändert.
00:05:16: Also wenn ich überlege, ich überlege gerade in meiner Schulzeit, also ich glaube, da habe ich... Ich müsste jetzt lügen, aber kaum das Internet bemüht.
00:05:24: Also da war damals noch für alle die Einschalten, das war noch vorm Krieg.
00:05:27: Also nein, aber da hat da Opa Adrian tatsächlich seine Hausaufgaben mit Büchern noch gemacht.
00:05:32: Also da hast du nachgeschlagen noch im Lexikon, das übrigens auch keiner mehr erkennt, ja in der Buchform wahrscheinlich.
00:05:38: Und Internet war bei uns so, das war gerade so der Anfang.
00:05:41: Da musstest du, wenn du dich eilogst, musstest du kein anderer telefonieren.
00:05:45: Dann hat so ein komisches Mode mit ganz komischen Geräuschen.
00:05:50: Und dann war da der Anfang von Schülervz und Studivz und so, das war ein wow, was für ein tolles Universum.
00:05:56: Aber da hast du, wenn du überlegst, was du heute mit Chachibiti und Co.
00:05:59: was da alles abgeht, da hat niemand darüber nachgedacht.
00:06:02: Ja.
00:06:03: Also das hat sich schon sehr, sehr verändert.
00:06:05: Das spürt ihr wahrscheinlich mehr denn je.
00:06:07: Ja und das ist ja auch so, dass das war ja wahrscheinlich früher genauso.
00:06:10: Die Schüler sind doch... Komischerweise immer ein Schritt weiter als wir.
00:06:13: Das müssen wir ehrlicherweise einfach sagen.
00:06:15: Die wachsen viel schneller damit auf.
00:06:17: Die gehen sehr schnell in die Materie rein.
00:06:21: Da tun wir uns wahrscheinlich ein bisschen schwerer wie die Älteren.
00:06:25: Und das macht es so schwierig, sie anzuleiten.
00:06:28: Was jetzt gerade auf sie so einprasselt, irgendwie auch kritisch zu hinterfragen.
00:06:31: Ich glaube, das können wir vielleicht noch besser oder eher.
00:06:36: Während wir ein bisschen hinterher hinken, weil eigentlich ... wissen sie schon viel mehr als wir.
00:06:41: Ja, ja, absolut.
00:06:41: Ich glaube, gerade wenn man so zum Thema Medienkompetenz, da will ich nachher auch noch mit ihr abbiegen, wie ihr das bei euch vielleicht wahrnimmt oder realisiert, dann muss man ja schon fast, denke ich, mal unseren All das mitgebieten.
00:06:52: Also, so geht es mir oft mit meinem Patenkind, dass die mehr wissen an den ganzen Geräten und so wie ich.
00:06:56: Das heißt, ich würde mich da plamieren, wenn ich den versuch, was zu erklären.
00:07:00: Ja, dann sagen die Hoffmann, das ist ja schon acht Jahre ums Eck.
00:07:03: Ja, ja.
00:07:03: Und ich denke schon mal, was ich jetzt entdeckt habe.
00:07:05: Ja, es ist schon echt heftig.
00:07:07: Ich habe an Silvester zum Beispiel, da war der Sohn von einem Bekannten meiner besten Freundin, also der ist noch keine Treizehn oder ist vielleicht gerade Treizehn, der konnte über sämtliche Funktionen von Apple und allem Möglichen erklären.
00:07:20: Da hat keiner von uns am Tisch, hat er eine Ahnung davon.
00:07:23: Überlegt mal, ich mir denke, wow, also der hätte direkt eine Apple Store anfangen können, wirklich.
00:07:27: Und das ist natürlich schon auch eine Herausforderung an Schulen, dass die wahrscheinlich dann euch eher belächeln und sagen, jo.
00:07:33: Ja, vor allem weil wir ja manchmal schon scheitern, das iPad mit dem Beamer zu verbinden, weil halt irgendwas mal wieder nicht funktioniert.
00:07:38: Aber nicht weil wir es nicht können, sondern weil irgendwas mit der Technik halt wieder nicht passt.
00:07:43: Und das dann verdrehen die Schüler schon die Augen und ich kann sie auch verstehen.
00:07:46: Ja, absolut.
00:07:47: Beamer sind aber sowieso eine ganz eigene Gattung.
00:07:50: Funktioniert irgendwas nie.
00:07:51: Ist immer irgendwas... Ja, ja.
00:07:53: Es ist
00:07:53: unfassbar.
00:07:54: Du kannst fünfmal vorher ausprobiert haben.
00:07:56: Es ist völlig egal, wenn du dann reingehst.
00:07:58: Ja.
00:07:59: Warum auch immer, ja?
00:07:59: Ich weiß auch, was da los ist.
00:08:00: Also Beamer und Drucker.
00:08:03: Halt dich für Verschwörungstheorie.
00:08:04: Haben
00:08:04: einen Eigenleben.
00:08:04: Definitiv.
00:08:06: Was würdest du sagen, wenn jetzt Lehrkräfte, du hast ja auch schon gesagt, manche sagen auch, sie haben es schwerer, wie früher, sind es dann wirklich diese technischen Herausforderungen?
00:08:13: Oder was würdest du sagen, was nimmst du da wahr, was da die neuen Herausforderungen sind?
00:08:19: Definitiv die Digitalisierung.
00:08:21: Also es sind ja auch viele Lehrer, die nicht so eingestiegen sind.
00:08:25: Die müssen jetzt wirklich im ganz schönen Horokverfahren das alles auch... Lernen, die Lebensrealität der Schüler hat sich so dermaßen verändert, glaube ich in den letzten fünfzehn Jahren.
00:08:36: Die sehen nicht mehr unbedingt den Sinn des Lernens, weil sie es nicht mehr mit ihrer Realität verbinden können.
00:08:43: Und das ist was, was total schwierig ist, weil wir Lehrer ja doch drauf gepolt sind, noch diese Büchertexte und wir analysieren die jetzt.
00:08:51: Und die sitzen halt schon da und sagen, warum?
00:08:55: Also das hat nichts mehr mit uns zu tun.
00:08:57: Und dann ist so die Diskrepanz zwischen eben dieser digitalen Lebensrealität zu unserer analogen Schule.
00:09:04: Das kann man nicht, muss man ehrlich sein, das ist leider so.
00:09:09: Kann ich mir gut vorstellen und ehrlich gesagt, ohne dass ich jetzt da meine Schulzeit ich manchmal schon auch heute das Gefühl, dass ich denke, warum habe ich das damals gelernt?
00:09:17: Weißt du, also klar, du hast es gemacht, du hast es nicht hinterfragt.
00:09:20: Ich glaube, das hinterfragen passiert jetzt mehr.
00:09:23: Aber wo ich auch oft denke, also das finde ich ein spannender Punkt, den du ansprichst, weil was sind deren Realitäten dann?
00:09:29: Was nimmst du da wahr?
00:09:30: Was sind deren Realitäten?
00:09:31: Ist es dann wirklich, ich will Influencer werden?
00:09:33: Wahrscheinlich nicht bei allen.
00:09:36: Nee, aber ich glaube schon, dass deren Welt deutlich unsicherer geworden ist, als sie es für uns vor zwanzig Jahren ... Oder Schien vielleicht.
00:09:45: Deutlich mehr Kriege.
00:09:46: Sie haben ja viel mehr zu ... viel mehr ... Möglichkeiten auf Information zurückzugreifen, als wir das hatten und vielleicht ist auch einfach irgendwann zu viel Information.
00:09:57: Zu viel Angst.
00:09:58: Gerade das KI-Thema ist ein großes Thema.
00:10:00: Was ersetzt denn KI in, sagen wir mal, zehn Jahren?
00:10:03: Welchen Job sollen sie denn jetzt wählen?
00:10:05: Ist der bei den zehn Jahren überhaupt noch aktuell oder hat die KI sie dann ersetzt?
00:10:09: Das sind Dinge mit denen mussten wir uns, glaube ich, noch nicht so extrem auseinandersetzen und das ist eine, ich finde, eine große Unsicherheit gegenüber der... Lebensrealität gerade äußern.
00:10:21: die das dann auch konkret euch gegenüber zum beispiel
00:10:24: ja doch also das passiert schon.
00:10:26: es gibt es gibt jetzt schon einige abiturierenden die wissen wohin sie wollen.
00:10:29: merkt bei manchen die sind völlig ja lost würden sie jetzt sagen weil sie einfach in keine richtung eine idee haben und irgendwie ja sowieso alles so unsicher
00:10:41: und was gebt ihr ihnen dann mit?
00:10:42: also was kann ich jetzt als leerkraft tun um diese engste irgendwie aufzufangen?
00:10:47: Da helfen nur Gespräche und zwar wirklich stundenlange Gespräche, Aufzeigen von Optionen überlegen lassen, tatsächlich die KI mal befragen.
00:10:56: Das ist ja total spannend, die auch sinnvoll einzusetzen.
00:10:59: In welche Richtung, was meinst du, was in zehn Jahren ersetzt wird?
00:11:03: Wo sind deine Stärken?
00:11:04: Das muss man viel mehr rausfiltern.
00:11:06: Das habe ich gefühlt, das wissen sie gar nicht mehr so extrem.
00:11:10: Weil sie so überflutet sind mit Reizen, mit Informationen, die sie gar nicht mehr filtern können.
00:11:18: Und natürlich gibt es schon so welche, die so klassisch in die Medizin und in die Jurarichtung gehen und die sind da auch völlig.
00:11:24: Aber so ein Schüler, der so gar nicht weiß, wohin will, da muss man echt Beratungssysteme aufbauen, die an Schulen, Gott sei Dank, aber auch vorhanden sind durch ... Ja, ja,
00:11:34: ja.
00:11:34: ... ja, Akkenturverfahren.
00:11:34: Bei uns war es damals auch die Praktika, die man gemacht hat.
00:11:37: Das ist wahrscheinlich immer noch Thema, oder?
00:11:39: Es wird immer mehr sogar.
00:11:40: Also Berufsorientierung heißt das jetzt bei uns am Gymnasium.
00:11:43: Da sind wir in der neunten Weg, sie sind in der zehnten Klasse weg.
00:11:46: Wir haben ja bald wieder eine elfte Klassenstufe, eine, die eingeschoben wird.
00:11:50: Vielleicht hilft es auch, dass sie ehrlicherweise ein bisschen älter wieder sind, bis der Abschluss da wirklich in der Tasche ist.
00:11:56: Ja
00:11:56: sicher.
00:11:57: Und ich glaube auch, weil du jetzt schon die Reizüberflutung angesprochen hast, einfach mal auch noch mal eine Entschleunigung glaube ich in diesem ganzen Schulprozess, weil ich glaube die ganze Reizüberflutung in der äußeren Welt sage ich mal außerhalb Schule plus dann noch... Du musst jetzt in Windeseile irgendwie dein Abi da durchziehen.
00:12:13: Das stelle ich mir schon auch heftig vor.
00:12:15: Also, dass dann einige sagen, so jetzt mache ich einen Rolladen komplett runter.
00:12:18: Definitiv.
00:12:18: Es ist auch, wenn man die Stundenpläne der Schüler anguckt, dann wundert man sich auch nicht, dass die einfach auch nicht mehr können.
00:12:25: Als wenn ich auch bedenke, was ich in der Oberstufe leisten musste oder auch vom Unterricht her, war das einfach nicht weniger leisten an Stoff, aber es war deutlich weniger Unterricht.
00:12:36: Die sind einfach... überladen, meiner Meinung nach.
00:12:39: Ja, und zwar schon in den frühen Stufen schon, wo ich dann, da hatte ich zum Beispiel nie Nachmittagsschule, was jetzt schon selbstverständlicher einfach da ist, auch schon, ich sage jetzt mal, fünfte, sechste, siebte Klasse fängt das ja zum Teil schon an.
00:12:51: Jetzt gehen wir gerade wieder den Schritt rückwärts mit der G-neuen Umstellung und da haben sie deutlich weniger Nachmittagsunterricht wieder, was wieder die Elternschaft heutzutage vor extreme Problemen stellt, weil das jetzt immer jemand zu Hause ist, das ist nicht bei so vielen Familien gegeben.
00:13:11: Also Eltern finde ich gut, dass du es ansprichst, weil ich habe so auch so das Gefühl bekommen jetzt zu den jüngeren Eltern, also nämlich jetzt die Generation meiner Eltern raus.
00:13:20: Da ist natürlich schon echt viel los.
00:13:22: Du hast ein Job, du hast dann das Kind, wie du sagst, jetzt dann vielleicht nachmittags wieder nach Hause kommen.
00:13:27: hat Hunger.
00:13:28: Es gibt vielleicht keine Oma und kein Opa, die dann da sind und dann sind Hausaufgaben irgendwie noch Thema.
00:13:34: Und dann merke ich oft, dann kommt ja auch noch hinzu, dann sollten wir aber bitte noch ins Flöten oder zum Klavier oder da noch hin oder am besten noch drei verschiedene Sportarten.
00:13:43: Das macht ja schon was, auch mit einer Familie, also auch mit Eltern.
00:13:46: Und vielleicht auch dein Blick, weil Eltern schafft an sich.
00:13:49: würde ich bei Behaupten hat sich schon auch verändert, oder?
00:13:51: Wie nimmst du da das Zusammenspiel?
00:13:54: Wird da mehr hinterfragt?
00:13:56: Oder was hat sich da verändert?
00:13:59: Ich finde es jetzt gar nicht so eine wahnsinnige Veränderung in der Elternschaft.
00:14:03: Ich empfinde das immer noch, dass das Problem, wenn man das als Problem bezeichnet, er darin liegt, dass jeder Schule erlebt hat.
00:14:10: Und jeder meint, er kennt Schule und er weiß Schule und er weiß, wie es funktioniert.
00:14:16: Und das ist natürlich ... wirklich schwierig, wenn es immer versuchen, dazwischen zu gehen.
00:14:21: Und da habe ich das Gefühl, das Vertrauen in die Lehrerschaft ist ein bisschen weniger geworden.
00:14:26: Vielleicht ist es das, was sich verändert hat.
00:14:28: Es wird deutlich mehr hinterfragt.
00:14:30: Es wird viel schneller gefühlt in die Schulleitung einbezogen.
00:14:36: Das hat sich definitiv gewandelt, aber dass die Eltern etwas uninteressierter sind auf gar keinen Fall, aber interessierter, wie finde ich es jetzt auch nicht.
00:14:46: Und man muss ja auch sagen, man kann mit neunzig Prozent super sprechen.
00:14:49: Also das finde ich eigentlich ja.
00:14:53: Ja, ja, nee, dass man jetzt so das Mysterium hat, ist sicherlich ein Vorurteil, dass jetzt alle Helikoptereltern sind und euch mit einem Anwalt drohen.
00:14:59: So ist es wahrscheinlich nicht.
00:15:01: Also klar, wie du sagst, das wird vielleicht mehr hinterfragt.
00:15:03: Und gleichzeitig haben wir gesagt, die Jugendlichen tun es ja auch.
00:15:06: Genau.
00:15:07: Also ich glaube, das ist so eine Haltung, die kann man jetzt gut oder schlecht finden.
00:15:10: Ich finde es an manchen Stellen gut, wenn hinterfragt wird, weil ich kann mich noch erinnern, meine Zeit in der Schule, da war natürlich... Auf jeden Fall die Lehrkraft, eine Respektsperson, das ist ganz klar.
00:15:21: Und was dann da gesagt wurde, wurde gemacht, unhinterfragt.
00:15:24: So, meine Eltern, die hätten mir die Hölle heiß gemacht, wenn ich in irgendeiner Form da nicht irgendwie mich gefügt hätte.
00:15:31: Klar, wenn es völliger Mumpitz war, hat man das auch mal hinterfragt, aber schon finde ich deutlich weniger.
00:15:36: Da war klar, hey, das ist von der Schule so und das wird jetzt gemacht.
00:15:39: Ich glaube, da meinst du auch das Hinterfragen, dass da nochmal geguckt wird.
00:15:42: Was soll das eigentlich?
00:15:43: Ja, und das in manchen Fällen hat es ja auch Sinn.
00:15:45: Das ist ja nicht, dass die nur mit Schelden bei uns ankommen, sondern schon auch hinterfragen, ob das jetzt wirklich Sinn macht oder ob wir das mal überarbeiten könnten.
00:15:53: Und das finde ich auch gewinnbringend an der ganzen Sache.
00:15:56: Und natürlich gibt es die Eltern, die mit dem Anwalt drohen oder dass sie zum Regierungspräsidium gehen und dann, um die kommst du nicht rum.
00:16:04: Das ist stimmt, ja.
00:16:06: Da braucht es auch eine gute Resilienz, oder?
00:16:07: Wahrscheinlich an eurer Stelle.
00:16:09: Oder wie geht man damit um, dass man das nicht zu persönlich nimmt?
00:16:12: Vielleicht auch.
00:16:14: Da hilft mir immer mein Satz.
00:16:15: Der kann ja nicht mich meinen.
00:16:17: Also das ist so ein Mantra.
00:16:19: Da sitzt man dann da und oft... Ich meine, was ist der Sinn der Eltern?
00:16:23: Oder wenn sie da böse ankommen, was wollen die?
00:16:26: Die wollen immer nur das Beste für ihr Kind.
00:16:28: Und wenn man sich das immer wieder klar macht, dass es hier um ihr Kind geht und sie da einfach emotional darauf reagieren, dann kann man sich da ein bisschen besser distanzieren von und auch fernhalten, das persönlich zu nehmen.
00:16:41: Gesprächsführung ganz, ganz wichtig, dass man die halt auch abholt, dass man die kann und oft hilft, die einfach... poltern lassen und dann geht es den meistens auch besser.
00:16:54: Ja, ich glaube, man muss es einfach raus.
00:16:55: Das ist ja bei uns auch so, sind wir mal ehrlich.
00:16:59: Ja, auf jeden Fall.
00:17:01: Die werden das dann alles los und dann... kann man auch eigentlich immer auf einer guten Ebene miteinander sprechen.
00:17:08: Was bedeutet heute so für dich?
00:17:10: Weil wir haben jetzt schon Vertrauen angesprochen, Respekt, aber auch die Autorität im Klassenzimmer und vielleicht auch darüber hinaus.
00:17:17: Was bedeutet diese Schlagworte heute für dich, wenn du sagst jetzt in deinem Berufsalltag, vielleicht start damals vor siebzehn Jahren oder während den siebzehn Jahren jetzt start heute?
00:17:28: Ich glaube schon, dass Autorität noch irgendwie vorhanden ist, aber das hat jetzt für mich manchmal so ein Freundschaftsfaktor bekommen.
00:17:37: Und jetzt meine ich damit nicht, dass ich deren Best-Buddy bin von den Schülern, aber die brauchen ein wahnsinniges Vertrauen zu dir.
00:17:46: Und es ist, glaube ich, schon so, wenn sie dich mögen, lernen sie besser für das Fach.
00:17:51: Und ich glaube, der Faktor ist mehr dazu gekommen, dass sie einen Vertrauen in dich haben müssen.
00:17:57: Dich, das ist eigentlich total blöd, aber irgendwie für Dich quasi zu lernen.
00:18:03: Ja, klar.
00:18:03: Weil im Prinzip, man sagt ja immer, der Satz früher hieß, du lernst nicht für mich, sondern für Dich.
00:18:07: Und gewissermaßen ist ja schon eine Motivation, dass ich mich daheim am Nachmittag noch hinsetzt und sage, komm, ich lerne jetzt die Vokabeln damit, keine Ahnung, die Frau Meier, die finde ich halt cool.
00:18:16: Und damit mir da irgendwie, dass sie auch stolz ist, dass sie uns was beigebracht hat und dass wir sie cool finden.
00:18:20: Ja.
00:18:21: Und ich finde, der Faktor ist extrem dazu gekommen, dass die jemanden suchen, dem sie mögen.
00:18:28: Ich glaube, mehr als wir das früher gemacht haben.
00:18:31: Und weil du hast schon gesagt, best buddy heißt gar nicht unbedingt, ja, aber was hat sich dann verändert?
00:18:36: Vielleicht auch von der Rolle oder von der Erwartung an die Lehrkraft?
00:18:39: sind es dann die Gespräche, die ich einfach mehr für, wie ich sie vielleicht früher geführt habe oder dass ich sage, hey, ich interessiere mich jetzt auch für, keine Ahnung, was Moment in ist.
00:18:47: Ich bin ja auch schon um die Kurve für irgendwelche Influencer.
00:18:50: oder was ist es dann, um diese Nähe zu kriegen?
00:18:53: Tatsächlich auch... Während des Unterrichts mal hinzugehen, wenn man irgendwas von dem Schüler mitbekommen hat, was da jetzt gerade los war zu Hause und gefragt hat, wie es geht und ob es oder wie der Skiurlaub war.
00:19:06: Also einfach überhaupt diese persönliche Bindung aufbauen, dass sie das Gefühl haben, sie werden gesehen.
00:19:11: Also die Frau Meier, die sieht mich jetzt und die sieht anscheinend anhand meiner Bräune an der Skibrillenbräune, dass
00:19:19: ich im Skiurlaub war.
00:19:23: Ich glaube darauf, das brauchen die viel, viel mehr, weil es gibt ja auch Schüler, die haben auch schwierige Elternhäuser.
00:19:29: Da ist es vielleicht noch wichtiger.
00:19:31: Oft wissen wir das ja gar nicht davon.
00:19:33: Das heißt, so diese Tür- und Angelgespräche, die man eigentlich verdammt, die sind da, glaube ich, essentiell.
00:19:41: auch mal ein bisschen langsamer aus dem Zimmer rausgehen und so ein paar Gesprächsfloskeln aufschnappen und vielleicht auch einfach mal dann mitsprechen.
00:19:48: Das mögen schon viele.
00:19:49: Ich kann mich noch erinnern, ich habe mal eine Zeit lang an der Schule, ich sage jetzt auch kein Name, alles gut, in eine AG leiten dürfen oder führen dürfen.
00:19:57: Da waren Kinder an der Schule, die waren schon sehr schwierigen Verhältnissen daheim, teilweise auch Gewalt etc.
00:20:04: Also wo man leider Gottes in einer zivilisierten Gesellschaft sagen würde, das ist so der Abschaum, mit denen will keiner zu tun haben.
00:20:11: und wir hatten damals so eine Hip Hop AG angeboten und halt wirklich die durften ihre eigenen Hip Hop Texte schreiben und Videos dann dazu noch sich überlegen mit Drehbuch und die dann auch letztendlich aufnehmen.
00:20:21: und es war so krass, am Anfang war natürlich für die war klar, wir sind für Außenstehende wirklich da abschauen, keiner will mit uns zu tun haben.
00:20:29: und dann hat man die plötzlich gesehen und ihre Interessen aufgegriffen.
00:20:32: und welchen Rapper finden sie jetzt cool, warum finden sie den cool und Dings?
00:20:35: und dann durften sie selber sich einbringen, ey das war Wahnsinn wie die Kinder aufgetan wie du auch sagst, wie du plötzlich eine Nähe geschaffen hast, Interesse, da plötzlich konnten die hinsetzen, sich konzentrieren, vorher war das undenkbar, aber da hast du das Gefühl gehabt, hey, mich nimmt jemand wahr in meiner Lebensrealität, ich krieg Respekt, ich werde gesehen und da ist jemand mit mir auf Augenhöhe und das war für mich unglaublich berührend, was da passiert ist.
00:21:00: Also so ist das eigentlich, wie du das beschrieben hast.
00:21:02: Genau und das ist natürlich das Problem, wenn du dreißig vor dir hast, die Lebensrealität von allen dreißig irgendwie zu filtern und einzufallen.
00:21:09: Aber ich glaube, dass das heut wichtiger, denn je ist er, dass Schule in Ort wird, die stehen auf und sagen, boah, ich hab jetzt echt Bock aufs Schiller.
00:21:18: Ich hab jetzt einfach Lust dahin zu gehen.
00:21:20: Und auch nach dem Fern auch heute war natürlich ... Wie waren die Fern?
00:21:23: Die waren super, aber zu kurz, wo ich denke, zweieinhalb Wochen als Kinder.
00:21:28: Sag ich auch immer, wenn ich zweieinhalb Wochen Urlaub gehabt hab.
00:21:30: War schön, aber zu
00:21:31: kurz.
00:21:32: Aber die entscheidende Frage war dann die zweite.
00:21:34: Ja, aber bist du heute gerne da?
00:21:38: Und dann kommt so ein ... Moment, Pause.
00:21:41: Und manche sagen, ja, doch eigentlich schon.
00:21:43: Und dann denke ich,
00:21:44: ach.
00:21:46: Ja, klar, weil man, ich kann es von mir sehen.
00:21:48: Ich mein, Ferien waren immer cool, aber man hat sich auch immer wieder gefreut, alle zu sehen.
00:21:52: Und irgendwie war das schon schön.
00:21:53: Jeder hat einem anderen wieder erzählt, man hat wieder ein Miteinander.
00:21:56: Und also, ja, das war wirklich schön.
00:21:58: Ja, ich glaube, dass das auch extrem unter Corona tatsächlich gelitten hat.
00:22:03: Diese Schulgemeinschaft, das wird gar nicht mehr so empfunden, man ist gar nicht mehr stolz auf diese Schule zu gehen.
00:22:08: Und das muss wieder ein bisschen mehr... zusammenwachsen das ganze.
00:22:12: Ja, weil du jetzt Corona schon ansprichst, finde ich gut, weil ich glaube, damals hat es ja schon auch was gemacht mit Jugendlichen und teilweise, du hast ja Leute, die haben da noch nie ein Klassenzimmer gesehen, ja, in der Zeit, sondern alles nur über online und geschweige denn ihre Klassenkameraden persönlich getroffen.
00:22:27: Jetzt wird ja immer so Lapida gesagt von älteren Menschen, also nehme ich mich jetzt auch mit dazu.
00:22:32: Jo, die sollen sich allen nicht so anstellen und schauen mal, früher war Krieg und unsere Großeltern und Dings und wir hatten es auch schwer.
00:22:39: Wobei ich heute auch anders denke, weil ich andere Aussagen kenne.
00:22:42: Wie siehst du das ganze Thema?
00:22:43: Was hat das gemacht mit jungen Menschen?
00:22:46: Ich glaube schon, dass es sehr viel in die Einsamkeit getrieben hat.
00:22:49: Mehr als uns das vielleicht auch lieb war, als wir auch realisieren wollten.
00:22:54: Klar, für ganz wenige war es super.
00:22:57: Sie durften endlich zu Hause ohne Ablenkung lernen, aber ich glaub für die meisten.
00:23:01: Man kann sich das ja gar nicht vorstellen, weil als ich vierzehn war, was haben wir da gemacht?
00:23:05: Wir waren eben schwimmbad.
00:23:08: Und wenn ich jetzt überlege, das wäre alles nicht gewesen.
00:23:12: Ich glaub, das hätte auch mit uns was gemacht.
00:23:14: Definitiv.
00:23:15: Und ich glaub schon, dass man das in den Schulen immer noch merkt.
00:23:18: Die sind ja immer noch nicht quasi aus der Schule raus, die das so massiv getroffen hat, ganz im Gegenteil.
00:23:24: Die sind ja eigentlich erst auf die weiterführende Schule jetzt überhaupt gekommen.
00:23:28: Und ja, manchem hofft man schon, dass das ... sich auch wieder ein bisschen legt, weil es die jetzige Generationen erst zwei Trittlässler eben nicht erlebt haben.
00:23:36: Die waren noch so klein, dass es für die vielleicht im Kindergarten gar nicht so relevant war.
00:23:41: Aber ich glaube, für Schulkinder hat das extreme Einsamkeit.
00:23:45: Und da waren natürlich die Unterstützung des Elternhauses.
00:23:48: Wenn die nicht gegeben war, dann war echt zappendusthaft.
00:23:52: Also das muss man ehrlicherweise zugeben, auch als Lehrer.
00:23:56: Ja, das fängst du auch nicht auf, als Lehrkraft.
00:23:57: Also das geht nicht.
00:23:58: Das waren ja zwei Jahre.
00:24:00: Das waren zwei Jahre und vor allem auch, also so schnell konnten wir gar nicht auch als Lehrer dazu lernen.
00:24:06: Wie musst du plötzlich alles online stellen?
00:24:08: Das ging dann von der ganz analogen in der wahnsinnig digitale Welt und von der haben wir uns, glaube ich, einfach nicht erholt.
00:24:15: Wir können jetzt diese digitale Welt nicht einfach... Pausen drücken und dann ist fertig.
00:24:21: Aber gut, dass du es schon ansprichst, weil Digitalisierung ist ja dieses Damokles-Schwer, das über Schuleinrichtungen schwebt.
00:24:27: Mit ihr müsst digitaler werden und digitaler und Dings.
00:24:30: Wie digital ist die Schule heute wirklich?
00:24:33: Das kommt drauf an, was wir heute digital machen.
00:24:37: Also jeder hat einen Dienstgerät.
00:24:39: Bei uns ist jetzt das iPad und wir haben wirklich in jedem Klassenzimmer ein Bima oder auch ein Computer.
00:24:45: Wenn man das als digital bezeichnet, dann sind wir eigentlich ganz gut aufgestellt, glaube ich.
00:24:51: Ob das für die Schüler so relevant ist, ist so ein bisschen die Frage.
00:24:54: Es kommt ja auch auf den Einsatz des Ganzen drauf an.
00:24:57: Und ich glaube, unser Hauptproblem ist mit dieser digitalen Welt.
00:25:01: Wir würden sie sehr gerne viel mehr integrieren, wenn wir könnten.
00:25:06: Und dann stehen aber noch die klassischen Prüfungsformate an.
00:25:10: Das heißt, die Glasenarbeiten werden immer noch mit Papier und Stift geschrieben.
00:25:14: Auch das Abitur, wo wir ja darauf hinführen oder dazu hinführen.
00:25:18: Und solang sich in dieser Prüfungswelt, glaube ich, nicht anfängt, was zu verändern, haben vielleicht auch die Kollegen keinen Mut.
00:25:28: reinzubringen, weil dann geht es natürlich wieder um Noten.
00:25:31: Jetzt lasse ich Schülern Podcast herstellen.
00:25:33: Wie bewertig das denn?
00:25:36: Das braucht es dann wieder.
00:25:37: Schulungen zu, Noten ist ein generellen Heiß-Thema, dann ist wieder total unfair die Note.
00:25:43: Bei einer Klassenarbeit, wo halt so Grammatik abgefragt wird, ich ganz glaub, das ist jetzt richtig oder falsch.
00:25:48: Und das ist was, was digitale Welt glaube ich, was es so schwer macht, die in die Schule zu bringen, solange sich... da auch nicht was ändert, was Prüfen an eingeht.
00:25:57: Ja,
00:25:57: genau.
00:25:58: Weil ich glaube, viele haben diesen Ehrglauben, ich auch, dass diese iPad-Klassen
00:26:01: etc.,
00:26:02: dass das die gemeinte Digitalisierung der Schule ist, wo du ja den Kopf schildert und sagst, nee, nee, das ist ja noch viel mehr, ja, auch die ganzen bürokratischen Sachen, die ihr ja auch müsst, ja.
00:26:12: Also ihr könnt ja dann einfach sagen, wir machen das jetzt alles digital, wenn das aber flächendeckend so gemacht wird, ja, dann hat es ja eine Auswirkung auf ganz Deutschland beispielsweise, ja.
00:26:19: Also auch da ist ja eine Herausforderung, wie kriege ich das hin mit Prüfungsaufgaben?
00:26:24: Und gleichzeitig habt ihr dann wahrscheinlich wieder das Vorurteil, die Kinder können gar nicht mal richtig schreiben, weil alles nur noch digital.
00:26:29: Also wie werde ich da beiden Welten irgendwie gerecht?
00:26:32: Und das ist aber das Schwierige.
00:26:33: Also selbst wenn du gerecht werden möchtest, du kannst es ja fast gar nicht.
00:26:38: Weil wo schreiben die Kinder heutzutage?
00:26:40: Die schreiben keine Briefe mehr.
00:26:41: Ich weiß nicht mal, ob sie Postkarten schreiben oder ob sie einfach ein Bild vom Strand in WhatsApp verbreiten.
00:26:46: Ganz genau.
00:26:46: Oder Snapchat.
00:26:47: Genau.
00:26:48: Und natürlich, ich meine, das wissen wir auch, auf iPads zu schreiben ist nun mal was ganz ganz anderes.
00:26:54: als auf Papier wirklich den Stift bewegen zu müssen.
00:26:57: Und wir merken es ja auch in den ganzen Ländern, die wir ja so als große Vorbilder haben, Finnland, Schweden und so, die alle wieder zurück rudern.
00:27:05: Von diesem Tablet weg wieder zu analog Büchern.
00:27:09: Und auch das hat einen Grund.
00:27:11: Aber eigentlich würde man, glaube ich schon, man kann ja auch echt richtig tolle Sachen machen.
00:27:15: Und von diesem Fakten wissen weg eher zu dem, die Welt verstehen.
00:27:20: Wie funktioniert es?
00:27:22: Ist das jetzt ein gutes Video?
00:27:23: Nein, warum nicht?
00:27:25: Mach's besser.
00:27:26: Wer für mich eigentlich ein viel sinnvoller Ansatz?
00:27:28: Ich glaube, dass sie den auch spannender finden würden.
00:27:31: Aber der ist noch nicht so richtig, glaube ich, in den Schulen wirklich.
00:27:35: Es gibt sicherlich Schulen, die können das einfach besser umsetzen schon als andere.
00:27:40: Ja, ich denke auch, weil zum Beispiel ich bin im Prüfungsausschuss der IHK für angehende Ausbilder.
00:27:46: und Ausbilderinnen natürlich.
00:27:47: Und da geht es gerade zu die Diskussion, also du bist nicht mehr der typische Ausbilder wie früher, sondern wirklich dieser Lernprozessbegleiter.
00:27:54: Genau.
00:27:55: Ja und jetzt war das erstmal ein Spagat unter uns prüfen denn sogar, ja was heißt das jetzt?
00:28:00: Also was ändert sich als Lernprozessbegleiter?
00:28:03: Hört sich jetzt so krass an, aber das ist eigentlich der Ansatz, den du vorhin schon in den Raum geworfen hast, nicht dieses typische ich leere die Inhalte an sich, sondern ich vermittel eher Kompetenzen wie die Leute sich selber Inhalte beibringen.
00:28:16: Und das finde ich schon interessant, was natürlich einen kompletten Transfer macht.
00:28:19: Und das ist nicht einfach, das überall zu etablieren.
00:28:21: Genau.
00:28:23: Der ist auch dieser schmale Grad zwischen, wie sollen sie aber transferleisten, wenn sie kein Wissen haben?
00:28:28: Ja, klar.
00:28:29: Also ich finde, man kann es auch gar nicht komplett voneinander lösen.
00:28:33: Das ist schön, wenn die sich alles selber beibringen können.
00:28:35: Aber so ein Grundwissen, glaube ich, braucht es schon, weil es sonst ist ja gar kein Verständnis dahinter.
00:28:39: Absolut.
00:28:40: Und auch keine... Also ich spiele jetzt davon aus, ich bin im ersten Ausbildungsjahr und jetzt habe ich da keine Ahnung von dem Job oder sehr wenig, sag ich jetzt mal.
00:28:48: Und dann sagt mein Ausbilder so, du kannst jetzt mal lernen, wie du das und das machen möchtest.
00:28:52: wie du das lernst, ist völlig egal.
00:28:54: Mach mal, da wäre ich ja maximal überfordert.
00:28:57: Also ja, okay, was mache ich jetzt?
00:28:59: Und klar, unterstellt man jetzt der jungen Generationen.
00:29:02: Ja, ihr habt doch YouTube und ihr habt GmbT und ja klar, aber das wird nicht gelehrt, das zu nutzen, in dem Sinne, wie ich das mir erlernen kann oder wie ich da Informationen, sondern es ist eher noch eine Unterhaltung, sagen wir mal so.
00:29:16: Und das macht natürlich eine Medienkompetenz dann auch aus.
00:29:19: Wie vermittel ich das?
00:29:22: Ja.
00:29:24: Ich finde es halt so schwierig, weil sie können die Information so schnell bekommen.
00:29:28: Viel schneller als wir das jemals konnten.
00:29:30: Dann kann man natürlich hinterfragen, müssen die überhaupt noch Fakten wissen?
00:29:34: Weil sie haben sie ja quasi auf der Hand.
00:29:37: Ja, aber wer sagt, dass sie
00:29:37: stimmen?
00:29:38: Das ist eben das Problem.
00:29:39: Und das ist eine der größten Probleme, die wir haben, ihn beizubringen, das kritisch zu hinterfragen.
00:29:46: Weil ich meine, das wissen wir selber.
00:29:48: Wie schnell geht eine Stunde auf Instagram?
00:29:50: Fünfzehn Sekunden Videos, die scrollst du da so durch.
00:29:53: Das ist auch eine wahnsinnige Informationsflut, die sie überhaupt nicht mehr filtern können oder sich da ja ablenken.
00:29:59: Aber das tut man nicht.
00:30:00: Man merkt sich das ja irgendwie doch auf irgendeine Art und Weise.
00:30:03: Damit hängt auch viel zusammen, finde ich, die Konzentrationsfähigkeit hat extrem abgenommen und ich glaube auch dadurch.
00:30:12: Die Videos sind ja nicht mehr auf zwanzig, fünfvierzig Minuten ausgelegt.
00:30:16: sondern nur dieses schnelle Wischen.
00:30:21: Also ich glaube, es würde keiner bei Adrian nicht ein davon einscheiden, weil die Folge, die über eine Stunde geht, das geht gar nicht.
00:30:28: Aber wir hoffen es natürlich,
00:30:29: wenn man eine
00:30:30: Folge möchte.
00:30:30: Du bist jetzt der neue Star.
00:30:34: Ich glaube nicht.
00:30:36: Aber ich denke, was es natürlich auch braucht, das hast du vorhin angesprochen, wenn man jetzt mal Medienkompetenz und KI und wie es alles, was es alles heißt, es braucht natürlich auch Leute, die abgeholt werden bei euch im Collegium.
00:30:46: Weil nicht jeder kann man erwarten, dass die Person jetzt da schon fit ist.
00:30:50: Und du hast auch gesagt, es gibt Kolleginnen und Kollegen, die haben gar nichts noch von dieser neueren Welt früher mitbekommen in ihrer Herangehensweise.
00:30:58: Und das ist natürlich auch die erst mal technisch abzuholen, dass es funktioniert.
00:31:01: Ja.
00:31:02: Also das ist, ja, obwohl ich wenn ich jetzt meinen Kollegen angucke, würde ich sagen, da gibt es eigentlich gar niemand mehr, der sich da auch so völlig verwehrt.
00:31:10: Das gibt es nicht.
00:31:11: Und vielleicht ist für die Schüler auch genau dieser... Dieser Wechsel zwischen Lehrern, die sie jetzt auch Podcast herstellen und anderen, die vielleicht doch mehr wieder auf dieses Analoge zurückgreifen.
00:31:21: Vielleicht ist es aber auch gar nicht so schlecht.
00:31:25: Sie müssen ja auch lernen, dass unterschiedliche Persönlichkeiten unterschiedliche Anforderungen stellen.
00:31:29: Ganz
00:31:29: klar.
00:31:29: Aber die Kollegen jetzt mitzunehmen ist sicherlich eigentlich nur durch Fortbildung möglich und das müssen sie aber auch noch wollen, weil das kommt ja on top.
00:31:38: Ja, klar.
00:31:38: Dafür kann ich sie ja nicht einfach aus dem Unterricht rausnehmen.
00:31:42: wenn man bedenkt, was für Lehrer inzwischen alles an Aufgaben sind.
00:31:46: Und dann sag ich jetzt so, und jetzt machen wir noch eine KI-Fortbildung fürs ganze Kollege beim besten am Freitagmittag.
00:31:52: Ich glaube, die können ja auch einfach... Ja, das sind richtige Freude.
00:31:54: Ja.
00:31:56: Okay, machen wir Mittwochmittag, ich weiß nicht, ob es was ändern würde, aber die Kapazität ist irgendwann einfach voll.
00:32:03: Und dann nochmal drauf, aber eigentlich müssten wir.
00:32:06: Klar.
00:32:07: Eigentlich wollten wir auch, aber es ist wirklich
00:32:09: schwierig.
00:32:10: Ich glaube auch, dass ich in dieser Diskussion die Katze so ein bisschen selber in Schwanz weiß, weil man sagt, ich will ja eigentlich und andererseits habe ich die Kapazitäten nicht und gleichzeitig habe ich sehr viel Stoff, den ich vermitteln muss und gleichzeitig muss ich noch Arbeiten korrigieren und dann habe ich noch eine Elterngespräche, die ich führen muss.
00:32:25: Das sieht ja keiner in der Form, sondern dann kommen immer die schönen Vorteile, die Lehrer haben alle nichts zu tun.
00:32:30: Aber da ist schon noch mal echt was im Hintergrund, was ja wir jetzt von außen gar nicht mitbekommen.
00:32:36: über Diskussionen da wahrscheinlich miteinander umgehen müssen, machen wir das jetzt, machen wir es nicht, kann man das noch zumuten oder nicht?
00:32:42: Also wie in einem anderen Job ja auch.
00:32:43: Ja, absolut.
00:32:45: Weil wir KI schon hatten, gibt es schon bei euch so diese einschleichenden Bequemlichkeiten, dass man einen Aufsatz zu schreiben hat und dann ist er aber von der KI gemacht.
00:32:55: und wenn ja, kriege ich das überhaupt mit als Lehrkraft.
00:32:58: und wie gehe ich dann damit um?
00:32:59: Also
00:33:00: ich behaupte, wir bekommen es mit.
00:33:02: Die Schüler wollen es vielleicht nicht wahrhaben.
00:33:04: Klar, ich glaube, dass inzwischen... ...achtzig Prozent mit KI gelöst wird an Hausaufgaben.
00:33:11: Das stellt uns wirklich für... Vorprobleme, weil eigentlich haben sie ja wieder jetzt weniger Unterricht durch den Neunungsteigen.
00:33:16: Das heißt, sie hätten ja wieder mehr Zeit zu üben, was wir bemängelt haben, dass sie das gar nicht mehr haben, so ungefähr.
00:33:23: Und jetzt lösen sie es natürlich mit KI und ja, das merkt man, man kann es halt schwierig nachweisen.
00:33:27: auf der anderen Seite, vor allem weil die KI ja immer besser wird.
00:33:30: Du kannst ja sagen, ich bin ein Schüler aus der zwölften Klasse, habe eigentlich immer eine drei in Englisch gehabt.
00:33:35: und jetzt schreib den Text bitte so.
00:33:40: An der Stelle noch.
00:33:41: Vielen Dank, Frau Meier, für den Prompt, den Sie uns hier mitgeben.
00:33:46: Ja, super.
00:33:47: Alles
00:33:47: gut.
00:33:52: Was ich früher, wenn ich jetzt meine Karriere anschaue, die siebzehn Jahre ist, was undenkbar früher war, war Text im Unterricht schreiben lassen.
00:34:00: Viel zu viel Zeit verblämmen, das geht gar nicht.
00:34:03: Aber da muss man inzwischen hin.
00:34:05: Weil dann sagt man auch jetzt Tablet zu, da ist ein Papier und jetzt schreibt ihr diesen Text oder fängt zumindest mal überhaupt diesen Text an, die Analyse oder die Erörterung.
00:34:16: Das ist wirklich was.
00:34:17: Man kann die KI trotzdem, finde ich, sinnvoll einsetzen.
00:34:20: Man kann davor sagen, okay, ihr müsst jetzt eine Erörterung schreiben und jetzt lasst euch mal von der KI die Argumente dafür erörtern.
00:34:27: Aber geschrieben.
00:34:31: Da verbinden.
00:34:32: Weil dann gibt es auch keinen Nachteil mehr für irgendjemanden, der das von zu Hause vielleicht auch nie bespricht mit seinen Eltern.
00:34:42: Der kriegt die Argumente ja trotzdem.
00:34:44: Aber trotzdem muss er sie verschriftlichen oder in eine irgendwie adäquate Form auch bringen.
00:34:49: Und das hat sich schon geändert.
00:34:54: Aber auch Klassennarbeit.
00:34:56: Wer natürlich mit K.I.
00:34:57: gelöst.
00:34:57: Also wenn wir Lehrer nicht aufpassen, nickt das Handy.
00:35:00: Nein.
00:35:01: Natürlich.
00:35:02: Jetzt hör auf.
00:35:03: Ach was.
00:35:04: Ja, aber schon so Schüler, die sind da schon sehr dreist, aber ... Ja, bis die auch unsere Aufgabe eigentlich da zu sitzen und zu schauen, dass dem nicht so ist.
00:35:11: Oder die Handys, die zwei Handys liegen auf den Toiletten und dann gucken sie halt doch kurz nach.
00:35:16: Okay, krass.
00:35:17: Das hat wirklich Ausmaße angenommen.
00:35:19: Und das ging so unfair gegenüber denen, die es wirklich ehrlich machen wollen und lernen.
00:35:26: alles selber lösen wollen.
00:35:27: Das ist eine der Hauptaufgaben.
00:35:31: einzufangen.
00:35:31: Ja, ja.
00:35:32: Und ich finde es aber den Ansatz jetzt spannend, wenn du beschrieben hast, das wirklich zu integrieren, zu sagen, klar, es ist ja auch Realität.
00:35:39: Also ich finde das wegzuschieben und zu sagen, Nö, Nö, KI ist böse, ihr dürft es nicht nutzen, macht ja keinen Sinn, weil es ist Lebensrealität von uns allen, auch im Job.
00:35:47: Ja, also viele Firmen überlegen sogar strategisch, wie wir KI einsetzen, dann kann ich ja nicht in der Schule sagen, Nö, Nö, KI ist alles Quatsch, ja, bitte nicht benutzen, aber eben die Frage, wie?
00:35:57: Ja.
00:35:58: Und das finde ich ganz cool.
00:35:59: Und natürlich, weil du das hängst, ansprechst, ja klar.
00:36:01: Also jeder hat inzwischen ein Handy ja mit dabei und das ist ja auch okay, aber wie nutzt sich das sinnvoll, ohne dass ich jetzt bescheiß bei einer Klassenarbeit natürlich, aber wenn ich überlegt zu meiner Zeit, war der Internetknopf auf dem Handy der Entgegner.
00:36:14: So, da hast du ja nicht benutzt, heute hat jeder eine Flatrate, ganz klar, dass das irgendwie so funktioniert.
00:36:19: und dann aber nicht zu sagen, ich verbiete das grundsätzlich, sondern wie kann ich es sinnvoll einbauen?
00:36:24: und trotzdem die Handlungsfähigkeit finde ich, das macht schon Sinn, aber klar, das sind natürlich bei euch auch wieder andere Konzepte.
00:36:30: Wie gehe ich an Unterricht dran?
00:36:32: Ja, und ich bereite sie auf die Welt von morgen vor.
00:36:38: Mit einem Job, der seit hundert Jahren dergleich ist, auf Papier.
00:36:43: Und jetzt soll ich sie für irgendwas vorbereiten, auf einen Job, den es jetzt vielleicht noch gar nicht gibt.
00:36:50: Stimmt.
00:36:51: Und dann zu sagen, nee, die KI.
00:36:53: Und klar, wir haben ein Handyverbot an der Schule.
00:36:56: Das mehr oder
00:36:57: weniger funktioniert.
00:36:59: Nee, das glaube ich.
00:37:00: Ja, ich meine, eigentlich finde ich es ganz gut, aber natürlich dürfen sie es dafür nutzen.
00:37:06: Aber eben gerade dieses kritische Denken, das muss man einfach fördern.
00:37:10: Ist das ein guter Text von
00:37:11: K.E.,
00:37:12: sind denn da Fehler drin?
00:37:13: Warum sind da Fehler drin?
00:37:14: Haben wir den falschen Prompt gestellt?
00:37:17: Und wie verbessern wir den jetzt?
00:37:18: Und das muss dann aber wieder auf Papier einfach erfolgen.
00:37:21: Dann lernen Sie wenigstens das mal zu hinterfragen und nicht ... geben ihre Stichpunkte ein und dann, ah ja, der Text klingt super, ja, aber bist du dir sicher, dass der gut ist?
00:37:31: Ja klar, das fällt ja unzuckersprachlich.
00:37:34: Also ganz ehrlich, wenn ich mir manchmal Sachen von KI erstellen lasse, dann muss ich schon echt manchmal drüber gehen und habe ich auch schon grobe Fehler entdeckt.
00:37:41: Wenn ich das nicht gemacht hätte, dann wäre es aber richtig peinlich geworden.
00:37:44: Und von dem her dieses zu hinterfragen, das bleibt essentiell wichtig und ich glaube auch dafür braucht es auch Menschen.
00:37:50: Also weil man dann sagt, ja KI wird uns irgendwann alle ersetzen, das glaube ich nicht.
00:37:54: Nee, das glaube ich auch nicht.
00:37:55: Sie wird vieles verändern, aber... Die Moral von Menschen, die ist einfach immer noch nicht Maschinen gegeben.
00:38:06: Ja, die Ethik hinter uns, ich glaube, die kann man schwer ersetzen, aber den Schülern zu sagen, wir benutzen KI nicht.
00:38:13: Wenn die wahrscheinlich ziemlich wahrscheinlich in fünf Jahren in ihrem Job das hundertprozentig verwenden müssen,
00:38:19: dann
00:38:19: halte ich halt auch für falsch.
00:38:20: Absolut.
00:38:22: Du hast jetzt so ein bisschen die Ethik schon angesprochen.
00:38:24: Ich glaube, hinter eurem Job steckt ja auch eine ganz besondere Ethik oder auch eine Haltung, warum ihr das überhaupt macht.
00:38:29: Man könnte ja jetzt sagen, oh, Lehrer halt, haben gute Rente irgendwann und das war es dann.
00:38:34: Aber eure Motivation ist ja sicherlich eine ganz... andere tatsächlich.
00:38:37: Was wirst du sagen?
00:38:37: Was ist deine Motivation?
00:38:39: Oh, die Schüler.
00:38:40: Die Schüler?
00:38:41: Oh, die Schüler.
00:38:43: Also ich lieb dir einfach.
00:38:46: Ja, doch die Schüler, das ist einfach, das habe ich vorhin schon, wenn die aufstehen und sagen, ich habe richtig Lust auf Schule und da fühle ich mich wohl und zu Not verbringe ich den ganzen Tag, weil der Stundenplan auch doch schlecht ist, dann haben wir doch was gewonnen.
00:39:00: Also das... Ja, Motivation sind definitiv die Schüler.
00:39:05: Die Welt für die so gestalten, dass sie das Gefühl haben, dass sie ein bisschen nach Hause kommen.
00:39:12: Ach, das ist schön oder wie.
00:39:13: wir haben es ja oft besprochen.
00:39:15: Das haben jetzt hier alle die Einschalten noch nicht mitbekommen.
00:39:17: Aber ich bin schon heute immer mal wieder an dem Punkt, wo ich sage, ach, ich würde schon nochmal gerne in die Schule gehen.
00:39:22: Irgendwie war es eine schöne Zeit.
00:39:24: Es war auch, sind wir mal ehrlich, eine ruhige und lässige Zeit.
00:39:27: Ja, also wenn ich jetzt heute so ein Berufsalltag drin stecke mit Kunden
00:39:30: etc.,
00:39:31: dann merke ich schon oder dann kommt es finanzamt und was weiß ich ja.
00:39:34: Denke ich schon auf Mensch, das war damals echt schön.
00:39:37: Du hast dich da in deiner Klassengemeinschaft getroffen.
00:39:39: Klar, für manche vielleicht auch nicht, ja.
00:39:41: Und Gottes Willen, für mich war es halt so.
00:39:43: Und ich hatte auch tolle Lehrerinnen und Lehrer, wo ich echt, wir hatten lustige Zeiten.
00:39:47: Hey, wenn ich überleg, was wir in Quatsch gemacht haben in der Schulzeit, heute undenkbar, ja.
00:39:52: Und wie du auch sagst, dass jetzt vielleicht jemand hingeht und nach lange Jahre zurückdenkt, sag ich mal, an dich und sagen, oder an euch generell und an die Schule und sagt, Mensch, das war toll.
00:40:03: Ich würde gerne wieder mit zurück.
00:40:04: Das ist doch
00:40:05: toll.
00:40:06: Also, ich, auch wenn Schüler jetzt, ich habe einmal ja die Schule gewechselt für die jetzige Stelle und manche schreiben dich dann über Instagram plötzlich an und dann schreiben sie und was alles so toll war, ne?
00:40:18: Denkst du, ja, man kann schon als Lehrer echten, ja, man hat wahnsinnigen Einfluss auf die Schüler und wähle, weise, wie du unterrichtest, weil sie werden sich an dich erinnern.
00:40:32: und wie schön ist doch, wenn sie sich an dich erinnern.
00:40:34: und dieser Erinnerungsgedanke ist nur positiv belegt.
00:40:37: Egal, ob jetzt dein Unterricht gerade, vielleicht gerade nicht ganz so prickelnd war, aber das ist den egal, solange du siehst und sie einfach wahrnimmst.
00:40:46: Und das finde ich einfach, das treibt mich an, einen Ort zu gestalten für die, dass es gut ist.
00:40:54: Ja.
00:40:55: Du hast jetzt schon angesprochen, wie unterrichte ich, wähleweise, wie unterrichte ich, wie frei... Ist man als Lehrkraft in der Unterrichtsgeschaltung, also klar, ihr habt ein Lehrplan, das muss vermittelt werden.
00:41:06: Aber jetzt sage ich mal in der Methodenwahl, bin ich da eher frei oder gibt es da schon noch Vorgaben, bitte mit Medium XY oder so?
00:41:13: Normalerweise hat jede Schule auch ein Medienentwicklungsplan oder Methodencurriculum.
00:41:20: Da gibt es schon, das wird dann speziellen Fächern wird, weiß ich zum Beispiel Englisch jetzt der Podcast zugeteilt.
00:41:27: Das kann man dann schon alles machen.
00:41:29: Ich glaube schon, dass wir extrem viel Freiheit haben und die kann man halt auch richtig toll nutzen.
00:41:35: Und trotzdem läuft es eben immer auf dieses Prüfungs-Dings.
00:41:39: Genau, erzielt zwar.
00:41:42: Und das ist natürlich was, was man... was einen wahrscheinlich wieder einschränkt.
00:41:47: Und man muss auch sagen, also wenn man jetzt zu fünf, zwanzig Stunden Unterricht pro Woche hat, das klingt jetzt erstmal aus, glaube ich, wirtschafts sich nicht zu viel.
00:41:55: Aber diese Stunden dann vorzubereiten, Podcasts vorzubereiten, das ist eigentlich, das ist halt nicht erledigt in der Viertelstunde.
00:42:02: Da ist Buch aufglappen und wir machen jetzt das Present Perfect.
00:42:06: Geht halt deutlich schneller.
00:42:07: Ja, brauchst du mir nicht erzählen.
00:42:11: Also, mein Job ist auch nicht nur jetzt Mikrofonräte.
00:42:13: Aber das sieht natürlich keiner.
00:42:15: Das ist wieder der Eisberg, sozusagen, hinter den Kulissen, die ja keiner sieht.
00:42:19: Und dann kommen vielleicht Eltern auf die Idee und sagen, Frau Meyer, dann schlankt ein Top.
00:42:23: Macht sie da ein bisschen Podcast mit den Kindern und dann setzt sie sich ein Stuhl.
00:42:26: Ja, aber jetzt muss ja vorbereitet werden.
00:42:28: Ja, genau.
00:42:29: Und gerade, was du auch vorhin gemeint hast, wir sind ja inzwischen, oder die Vorstellung ist, dass die Schule von morgen so eher Lernbegleiter sein sollen, Coaches im Englischen.
00:42:41: Aber damit ich... ein Kind begleiten kann auf dem Weg zu seinem Podcast.
00:42:46: Bedarf ist ja einer Struktur, die ich hervorgeben muss.
00:42:49: Und die ist nicht einfach da.
00:42:52: Vielleicht kann ich sie mir irgendwann von KI schreiben
00:42:54: lassen.
00:42:56: Und das sind voll Nutzen.
00:42:58: Aber ja, doch, ich glaube schon, dass die Kollegen sehr frei sind in ihrer Ausführung.
00:43:03: Und das macht es vielleicht eben auch aus.
00:43:05: Also ich bin eine wahnsinnig Affine, was ... Videos, Analysen von Videos, von Reden von Präsidenten angeht.
00:43:14: Und dann habe ich eine Kollegin, die ist wahnsinnig toll in diesem Theater.
00:43:19: Und das kann ich
00:43:19: überhaupt nicht.
00:43:20: Null.
00:43:22: Und dann denke ich mir, okay, jetzt habe ich die in den Jahren Englisch.
00:43:23: Und dann sieht, das ist so eine super Ergänzung, weil ich bin nicht ... ja, ich kann das einfach nicht.
00:43:30: Ja, und ich denke, das ist immer wieder beim ... Echten Leben
00:43:33: auch draußen.
00:43:34: Jeder hat seine Fähigkeiten und es ist auch völlig okay so und auch das zu lernen, dass man dann miteinander schafft.
00:43:40: Statt und gegeneinander finde ich ganz, ganz wichtig.
00:43:42: Weil dafür haben wir alle unterschiedliche Stärken und auch die Schwächen sind ja vielleicht an anderer Stelle für andere Sachen wieder dienlich.
00:43:49: Ja, also das zu sehen finde ich auch super wichtig.
00:43:52: Und man muss da auch nicht alles können.
00:43:54: Also ich meine.
00:43:56: Und vor allen Dingen jeder Mensch gibt ja dann auch wieder als Lehrkraft jemandem etwas mit ne Facette von sich.
00:44:01: Und das ist ja auch wieder ein Lernen miteinander.
00:44:04: Ja, absolut.
00:44:05: Ja, aber jetzt haben wir schon dieses Lehrer-Kosmos-Thema aufgegriffen.
00:44:09: Jetzt hängt ja auch immer so ein bisschen diese Theorie des Lehrermangels.
00:44:12: Wir haben zu wenig Lehrkräfte.
00:44:14: Es steht ja oft in den Medien auch tatsächlich als Riesen, ja, wie soll man so sagen, Schande überschrift, Lehrer-Mangel, wir haben keine Lehrer mehr.
00:44:21: Woran liegt das aus deiner Sicht?
00:44:23: Und da haben wir denn überhaupt Fragezeichen.
00:44:28: Gut, da bin ich natürlich in einer sehr glücklichen Position an einem Gymnasium zu sein.
00:44:32: Unser Lehrermangel ist deutlich geringer als der an Grundschulen oder Sonderbildungszentren.
00:44:38: Das muss man ganz ehrlicherweise sagen.
00:44:41: Warum der Lehrerberuf so unattraktiv geworden?
00:44:43: Das ist echt eine gute Frage, weil es ist ein so toller Beruf, aber... Man hört halt immer mehr Negatives.
00:44:51: Die Eltern werden anstrengender, die Schüler werden anstrengender.
00:44:55: Wir haben mehr Probleme in der Gesellschaft, mehr Probleme in den Familien und vielleicht schreckt es auch einfach ab.
00:45:02: Und ich glaube schon, dass der Lehrerberuf eine wahnsinnige Entwicklung machen musste in den letzten zwanzig Jahren und da wahnsinnige Aufgabenfelder dazugekommen sind, die es einfach nicht gab vor dreißig Jahren.
00:45:14: Also das braucht man nicht.
00:45:16: Wie du es wochen auch erwähnt hast, also die Autorität und es wurde hinterfragt.
00:45:19: Das passiert halt schon deutlich mehr.
00:45:24: Gängelungen auch manchmal durchs System, kann natürlich auch abschreckend sein, aber vom Prinzip ja ehrlicherweise verstehe ich es eigentlich nicht.
00:45:31: Ja,
00:45:32: ich finde es spannend eben, weil auf der einen Seite kursiert es ja und ist sicherlich irgendwo da und wir haben jetzt schon über diese Punkte gesprochen, wie es hat sich viel verändert etc.
00:45:41: Pp, ja klar.
00:45:42: Und gleichzeitig hast du auch gesagt, naja, das sind vielleicht fünf Prozent der Eltern, wo du sagst, puh, schwierig und die anderen fünf und neunzig ist alles toll.
00:45:50: Ja, also deswegen... Frage ich mich oft, wird es einfach medial aufgebaut?
00:45:54: mit Sicherheit?
00:45:56: Ja, mit Sicherheit.
00:45:57: Also da bin ich absolut überzeugt von, dass das zu negativ, das Bild einfach zu negativ, ich meine, wer hat auch ein positives Bild von der Lehrerschaft in der Gesellschaft?
00:46:09: Das haben nicht so viele.
00:46:10: Krass, gell?
00:46:11: Also wenn du hörst, ja, die sind alle faul, die haben nachmittags frei, die haben Ferien.
00:46:16: Wenn man dieses, ja, wenn man das natürlich nimmt,
00:46:21: Ja, ja, ja.
00:46:22: Ich glaube, du hast die Vorurteile jetzt schon eigentlich angesprochen, mit der Male Freie und Ferien.
00:46:27: Ich glaube, das sind einfach auch falsche Vorstände
00:46:29: vom leeren
00:46:31: Beruf.
00:46:32: Absolut.
00:46:32: Ich glaube, diese Flexibilität... Die, die der Lehrerberuf bietet, also das ich halt, ich bin oft um eins, also ich jetzt nicht, aber ich glaube, dass die Kollegen schon oft um eins auch zu Hause sind.
00:46:44: Und die können natürlich die Kinder abholen und so.
00:46:47: Dass sich ganz viele Kollegen abends um acht wieder hinsetzen bis zwei Uhr nachts.
00:46:51: Das sieht keiner aus.
00:46:53: Sie sehen relativ wenig ist, sondern ach ja, Mittag sind sie im Schwimmbad.
00:46:57: Ja, definitiv.
00:46:59: Aber das heißt ja nichts.
00:47:01: Ja, und das, das ... macht es halt so schwierig dagegen anzugehen, den mal zu sagen, was da alles dazugehört und wie viele Gespräche wir inzwischen führen müssen.
00:47:11: Die sind halt auch einfach viel mehr geworden, weil die Schüler mehr persönliche Bindung brauchen, glaube ich.
00:47:19: Ja, ganz klar.
00:47:20: Ich habe jetzt gerade so parallel den Transfer aufgemacht, weil du gesagt hast, die oder der liegt mittags um eins im Schwimmbad.
00:47:26: Ich sehe es jetzt mal aus Sicht eines Selbstständigen.
00:47:29: der jetzt vielleicht nicht rund um die Uhr in der Firma sein muss, weil er gerade irgendwie einen Job gewählt hat, wo das auch geht, irgendwie remote oder so zu machen.
00:47:37: Wo ich dann nicht sagen muss, ja klar, dann kann ich ja auch mich abends noch mal hinsetzen und sage halt dafür, ich will im Sommer mittags zwei Stunden am See verbringen, weil sonst sehe ich das Tageslicht wahrscheinlich nie.
00:47:47: Ja, aber genau so.
00:47:48: Und so ist es ja ähnlich, im Prinzip, dass man sagt, okay, dann... Klar, dann ist halt um nach dreizehn Uhr schon Feierabend und dann lege ich mich halt zwei Stunden an den See und dafür mache ich halt abends die ganzen Korrekturen und so.
00:47:59: Oder ich mach's halt umgekehrt, das ist ja jedem freigestellt.
00:48:02: Ja, und der Lehrerberuf ist ja nicht nur... Das weiß ich, ich bin am Gymnasium und dann bereite ich den ein bisschen vor und noch vielleicht ein bisschen nach, sondern von Elterngesprächen über.
00:48:14: Ich organisiere Ausflüge.
00:48:17: Ich muss das Geld eintreiben.
00:48:18: Ich muss die Briefe rausgeben.
00:48:20: Ich organisiere Klassenfeste.
00:48:23: Wir sind ja alle irgendwo in irgendeinem Kremium, um Schule auch weiterzubringen.
00:48:29: Das ist nur der Anfang von dem.
00:48:31: Und irgendwann ist die Zeit auch endlich von Lehrern.
00:48:34: Wie bei jedem von uns.
00:48:36: Gibt es Personen aus deiner Sicht, die geeignet sind für einen Lehrberuf oder geeigneter?
00:48:41: Was sollte ich mitbringen für einen Beruf?
00:48:45: Das ist eine gute Frage.
00:48:48: Nicht, dass die anderen fragen.
00:48:53: Witzigeweise hatte ich mit einer Kollegin heute gerade davon.
00:48:58: Eine gewisse Resilienz ist, glaube ich, inzwischen unerlässlich.
00:49:03: Obwohl wir ja eigentlich auch wissen, dass man Resilienz Gott sei Dank lernen kann.
00:49:06: Das ist ja was, was erlernbar ist.
00:49:09: Also ein gewisses Interesse an Menschen ist
00:49:13: schon von
00:49:16: Vorteil.
00:49:17: Definitiv.
00:49:18: Die Arbeit mit Kindern muss einem wirklich Spaß machen und manchmal muss man auch einfach denken, es sind halt Kinder.
00:49:27: Die funktionieren nicht alle in unserem Schema, wo wir sie gerne drin hätten, aber Empathie ganz, ganz wichtig.
00:49:35: Und trotzdem zu wissen, jetzt ist ein Punkt erreicht, da kann ich vielleicht auch nicht mehr helfen, da muss ich quasi andere Stützungssysteme dazu holen.
00:49:44: Aber ein Interesse an lebenslangen Lernen.
00:49:47: Also ein Lehrerproof ist, glaube ich, nicht mehr so, ich fange an und kann, wie wir es vielleicht manchmal noch erlebt haben, die vergildeten Blätter für sich jahrelang
00:49:55: benutzen.
00:49:57: Das ist es nicht.
00:49:58: Und wenn ich nicht den Willen habe, dass zwei Jahre später eventuell schon wieder was Neues, der Bildungsplan, Buchwechsel.
00:50:06: dann werde ich es schwer haben im Lehrerberuf.
00:50:08: Also das ist nicht mehr ein... jeder Tag ist anders, das ist unglaublich.
00:50:13: Ja, ja.
00:50:14: Und ich denke, das ist auch... oder weiß ich noch eine Frage, was müsste sich dann ändern, eben um wieder mehr Menschen zu bewegen, dass man das alles auch klar mal herausstellt?
00:50:21: Oder was ist es?
00:50:23: Was kann man tun?
00:50:25: Spannende Frage.
00:50:27: Ja.
00:50:31: Ja, ich glaube, wenn man den Schülern mehr positive... Erlebnisse mit Lehrern mitgibt, dann gehen sie auch nicht mit einer negativen Haltung aus der Schule raus und können sich es vielleicht auch eher vorstellen, wieder Lehrer zu werden.
00:50:41: Das ist eher so.
00:50:42: dieses und willst du eine Lehre mehr?
00:50:44: Was?
00:50:45: Oh Gott, nein!
00:50:46: Nein, oh
00:50:47: Gott, dann muss ich mich ja mit denen beschäftigen.
00:50:49: Ja, dann solltest du es auch vielleicht lassen, wenn du so denkst.
00:50:52: Aber gute Frage, dafür habe ich echt keine Ahnung.
00:50:56: Ich finde es auch schwierig tatsächlich, weil ich mir oft überlege, ich glaube, es ist wie bei allem, es braucht Vorbilder.
00:51:01: Ja.
00:51:02: Weil ich sehe es in jedem Beruf, egal wie, wenn mein Auszubildender, sag ich mal, in mir jemand sieht, wo er sagt, wow, den finde ich toll, auf den schaue ich hoch, jetzt nicht vor Respekt und Angst, sondern eben weil die Person mich begeistert oder weil die mich motiviert oder besonders abholt, dann ist es eigentlich egal, was für ein Job das ist, also ob es Lehrer ist oder nicht, aber da kann ich Menschen begeistern und wieder mitnehmen.
00:51:25: Und ich glaube, das dürfen wir uns alle an die Fahne oder auf die Fahne schreiben, dass wir da einfach alle Vorbild sind.
00:51:31: Definitiv.
00:51:32: Also unterschreibe ich zu hundert
00:51:34: Prozent.
00:51:34: Ja, weil ich glaube, dann ist es gerade egal, ob es jetzt in euren Berufsfeld ist oder wo.
00:51:39: Ja, aber es ist eine spannende Frage, wie man wieder mehr Leute dafür begeistern kann, weil es ja gerade so ein Beruf ist, der ja eigentlich nie das Gleiche gibt.
00:51:48: Natürlich hast du deinen Unterricht und der liegt und den machst du, aber die Schnelllebigkeit, die finde ich halt gerade, ist cooler.
00:51:55: Ja, ja, klar.
00:51:57: Umrohr hilft.
00:51:58: Absolut.
00:51:59: Und ich muss manchmal so lachen, weil viele dann auch behaupten, wir sind hier in einer verweichlichten Gesellschaft und alle werden da irgendwie gepämpert und jeder muss abgeholt werden, wo er gerade steht und Dings.
00:52:10: Und dann siehst du halt teilweise Japan und so, wie da halt wirklich ein Drill herrscht.
00:52:14: Da gibt es ja kein rechts und links.
00:52:15: Da ist ganz klar, was abgeht, wo man sich die Frage stellen muss, was ist jetzt besser.
00:52:20: Und ich weiß nicht, wie nimmst du es?
00:52:23: Klar, die haben auch einen Respekt wahrscheinlich, viel mehr teilweise wie hier noch.
00:52:27: Nur die Frage ist, ist das ein positiver Respekt?
00:52:29: Und das weiß ich manchmal nicht.
00:52:31: Oder ob es eine Angst ist.
00:52:33: Ich würde das jetzt eher mit Angst gleich setzen, nichts ahnend und noch nie in dem Land gewesen zu sein, muss ich ja auch dazu sagen.
00:52:40: Aber ich... Ich finde die Entwicklung, die wir machen, schon spannend und eigentlich auch richtig.
00:52:46: Vielleicht waren wir auch sehr gegängelt als Schülern, wissen es nur einfach nicht mehr so.
00:52:51: Vielleicht hätten wir uns auch ganz anders entfalten, hätten wir die Möglichkeiten gehabt, aber die Schüler haben sich nun mal verändert und da kann ich nicht wie vor fünfzig Jahren rangehen.
00:53:01: Das ist meine Meinung.
00:53:03: Wie schaffst du diese Grenze zwischen ich bin Lehrkraft und ich bin aber auch Vertrauensperson?
00:53:09: Gibt es da auch ein Cut, wo du sagst, okay, da muss ich mich jetzt zurücknehmen, weil ich das stelle ich mir nicht einfach vor.
00:53:14: Ich bin zum Beispiel ein sehr empatischer Mensch und ich glaube, wenn ich jetzt merke, da würde das zu eng werden, das könnte mir sehr schnell passieren, dass es zu eng wird.
00:53:23: Okay.
00:53:25: Ich glaube, das meine ich, habe ich ganz gut in Griff, aber ich glaube, da habe ich einfach Glück.
00:53:31: Also ich glaube, dass das auch das Problem von vielen Kollegen ist, dass sie das sich, also nicht Problem im Sinne von... Das ist doof, sondern die Nebene ist so zu herzen, dass sie es nicht mehr loslassen können.
00:53:43: Und das kann auch ganz, ganz gefährlich sein, weil du hast jeden Tag der Hundertfünfzig Schüler vor dir.
00:53:47: Und wenn du die Schicksale mal hörst, die bekommen wir ja auch mit, dann macht das was mit dir.
00:53:54: Aber ich glaube, ich kann sehr viel mit Humor regeln und merke, glaube ich, einen Punkt, wo ich weiß, da ... Dafür bin ich nicht ausgebildet.
00:54:06: Ich bin keine Psychologin.
00:54:08: Ich bin kein Schulsozialarbeiter.
00:54:12: Und dann zu wissen, auch den Mut zu dem Schüler zu sagen, du, jetzt ist der Punkt erreicht.
00:54:22: Ich
00:54:22: kann nicht mehr.
00:54:23: Ich kann dir nicht beide helfen, aber ich kann dir aufzeigen, wo du jetzt hinkannst.
00:54:27: In der Hoffnung, dass der Schüler das macht, das ist genau so viel Wert.
00:54:31: und diesen Schritt muss man gehen, weil sonst kann man glaube ich wirklich irgendwann nicht mehr.
00:54:34: Ja,
00:54:34: das stimmt.
00:54:35: Ja, die nötige professionelle Abgrenzung.
00:54:37: Ganz klar.
00:54:38: Und wie du sagst, zu wissen, ab wo beginnt meine Kompetenz und wo endet sie hier und dann abzugeben.
00:54:44: ist ganz wichtig.
00:54:46: Gibt
00:54:46: es so etwas, was du dir von Eltern wünschen würdest, unterstützen vielleicht in Zukunft?
00:54:49: Was können auch Eltern mitnehmen aus unserem Gespräch?
00:54:54: Dass wir
00:54:55: echt
00:54:55: nur Gutes im Sinn haben.
00:54:57: Keiner sitzt im Zimmer und überlegt, wie er es noch kompliziert machen kann.
00:55:01: Also wirklich gar niemand, sondern das Vertrauen in die Schule, das Vertrauen in die Lehrerschaft.
00:55:07: dass sie eigentlich nur das Beste für die Kinder wollen.
00:55:10: Das würde manchmal, glaube ich, schon helfen.
00:55:14: Also da diesen Transfer auch von Elternseite zu machen?
00:55:16: Ja, dass das kein Gegeneinander ist und irgendwo Lösungen immer gefunden werden, aber auch müssen und die nicht immer zufriedenstellend sind.
00:55:28: Aber gerade dieses, wenn man bedenkt, wie sitzt sie nicht nur im Büro und machen?
00:55:34: und haben Formulare vor uns, die wir irgendwie ausfüllen.
00:55:36: Das machen wir schon und sehr viel auch.
00:55:39: Ob ihr wollt oder nicht.
00:55:40: Ob ihr
00:55:40: wollt oder nicht ist da völlig irrelevant.
00:55:42: Aber gerade dieses Vertrauen, dass wir alles machen, weil wir eben Sinn haben, dass es besser wird.
00:55:50: Das wäre schon schön.
00:55:51: Ja, finde ich ein schönes Gedanke.
00:55:53: Und du hast schon angesprochen, ihr habt viele Formulare, die ihr manchmal ausfüllen müsst, ob ihr wollt oder nicht.
00:55:58: Jetzt will ich noch ganz gerne mit dir in den Bereich der Schulleitung einblicken, weil ich glaube, das ist auch ein Kosmos, den sich viele Garnen vorstellen können.
00:56:05: Also Schulleitung, was macht man da?
00:56:07: Also ich glaube, Lehrkraft kann man sich noch vorstellen, aber Schulleitung... Ehe, keine Ahnung.
00:56:12: Die sind halt die, sag mal, die Federvührenden.
00:56:15: Aber ihr habt ja schon einen ganzen Bereich, auch ein Organisationen, was alles dahintersteckt.
00:56:18: Vielleicht kannst du uns danach mitnehmen.
00:56:20: Du bist ja stellvertretende Schulleiterin.
00:56:22: Was bedeutet das im Alltag?
00:56:25: Das bedeutet im Alltag, dass es keinen Alltag gibt.
00:56:28: Also, wenn ich dann morgens herkomme und ich habe mal eine To-Do-Liste, dann kann ich dir sagen, ab Acht Uhr ist diese To-Do-Liste schon nicht mehr existent.
00:56:35: Weil dann kommt noch vier Lehrer, die brauchen einen neuen Raum, weil die Haltung mal wieder nicht geht.
00:56:41: Dann kommt noch ein Schüler, der fragt, ob er seinen Hamster vorstellen darf.
00:56:44: Dann bekommt der Kopierer Nervenzusammenbruch.
00:56:49: Dann muss man die Hausmeister wieder ins Boot holen.
00:56:52: Also, diese Schnelllebigkeit ist wahnsinnig.
00:56:56: Und manchmal ... ist von acht, dann ist es dreizehn Uhr, ich denke, was habe ich eigentlich gerade, also was habe ich eigentlich die letzten vier, fünf Stunden gemacht, gefühlt, gar nichts.
00:57:04: Und dann muss ich aber noch diese Formulare eben ausfüllen.
00:57:07: Aber Schule ist ein hochdynamischer Ort mit eigentlich nur Kommunikation.
00:57:14: Es ist Kommunikation von morgens bis abends und als in einer Schulleitungsposition muss so viel Entscheidung innerhalb von einer Millisekunde treffen.
00:57:23: Das muss auch jeder Kollege im Unterricht.
00:57:24: Also Aber ich gehe da ans Lehrerzimmer in den Pausen und muss aufpassen, dass ich mit achtzig Aufgaben wieder dabei rauskomme, weil irgendjemand wieder irgendwas wissen will oder noch was braucht.
00:57:33: Aber genau das liebe ich auch so.
00:57:35: Dieses schnelllebige und kein Tag ist wie der andere.
00:57:39: Und dann Sekretärinnen, die brauchen dann irgendeine Unterschrift, dann ruft es Regierungspräsidium an, dann ist das auch noch.
00:57:47: dann steht wieder der Hamsterschule
00:57:49: vor, weil
00:57:50: der Hamster weggerannt ist.
00:57:51: Das ist natürlich überspitzt, aber irgendwie auch gar nicht.
00:57:57: Der Kern ist vorhanden und dann Statistiken.
00:58:00: Wir müssen ständig Statistiken ausfüllen und abschicken und Entscheidungen treffen, Gott sei mit einem tollen Schulleitungsteam, wie wir Schule voran bringen wollen, was wir Schwerpunkte setzen mit dieses Schuljahr in der Hoffnung.
00:58:15: dass sie sind ergeben für die Schüler.
00:58:17: Du warst jetzt gerade schon der Schüler mit dem Hamster, irgendwelche kuriosen Ereignisse, die plötzlich dastehen.
00:58:23: Vielleicht für die ein oder anderen.
00:58:25: Es gibt ja auch inzwischen Comedians, die sich diesen Bereich der Schule vereinnahmt haben.
00:58:30: Würdest du sagen, dass es überspitzt oder sind es wirklich manchmal genau diese kuriosen Geschichten?
00:58:36: Es ist überspitzt, aber... Der Funken war halt der, der ist das Entscheidende.
00:58:42: Wohl nie, mach nicht mal, ist das echt nicht überspitzt?
00:58:44: Das ist wirklich...
00:58:45: Hast du so eine Geschichte, wo man vielleicht erzählen darf, wo jetzt niemand natürlich namentlich genannt wird, wo du sagst, das werde ich nie vergessen.
00:58:51: und wenn mich da heute einer fragt, müsste ich sagen, das glaubt mir keinen Mensch.
00:58:55: Du hast viele, so wie du überlegst.
00:58:57: Ich
00:58:58: hab viele und überlege jetzt gerade, wo ich quasi... unerkannt erzählen könnte, ohne dass sich jetzt jemand da drin erkennt und das ist mir jetzt fast ein bisschen zu gefährlich.
00:59:09: Okay, okay.
00:59:10: Aber du sagst, es gibt schon tatsächlich so viele Kuriositäten.
00:59:14: Ja, aber
00:59:14: das macht es ja auch so schön und so witzig und du kannst es zu Hause kaum erzählen, weil du musst es erlebt haben.
00:59:22: Also mein Mann ist auch so gar nicht aus dem Schulbereich und wenn ich das dem erzählen will, dann... Erstens glaubt das gar nicht, dass so eine Hamster-Story kommt.
00:59:32: Aber doch, also klar, die Comedians, ich kenne sie auch und ich liebe die Videos und lach herzlich mit und denk, ja, negend aus, so ist es.
00:59:42: Ja,
00:59:42: klar.
00:59:43: Also, deswegen, ich kann mich an meine Schulzeit erinnern, das sind auch teilweise Sachen passiert, wo du dir denkst, das kannst du dir nicht erklären, aber doch, ja, es funktioniert.
00:59:51: Ja.
00:59:52: Aber ja, der Schulleitungsalltag ist einfach ... Ich glaube, hauptsächlich Kommunikation, Beratung, Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe von unten bis oben im gesamten Schulgebäude für Ruhe, Sorgen, auch wieder Elterngespräche, Schülergespräche, weil die, die bei uns landen, sind ja normalerweise die, wo echt was vorgefallen ist.
01:00:12: Dann musst du der Sache, wenn da nachgehen und dann mit der Stadt natürlich telefonieren, weil das und das gebraucht wird und wie wir dahin kommen.
01:00:21: Ja, das hört nicht auf.
01:00:23: Ja, oder was du mir ja in unserem Vorgespräch erzählt hat, das war ja auch so was wie eine Schule, die sich räumlich erweitert.
01:00:28: Das wird neues Gebäude beispielsweise angebaut und dann ein Anbau.
01:00:32: Das sind ja auch Herausforderungen, die landen auf deinem Tisch.
01:00:35: Genau, und dann bin ich ja plötzlich auch Bauleiter und habe überhaupt keine Ahnung von gar nichts.
01:00:39: Und dann werde ich gefragt, ob ich jetzt die Farbe möchte oder die Farbe möchte und ich denke, mir
01:00:43: egal.
01:00:44: Was macht denn Sinn?
01:00:46: Und dann habe ich plötzlich Kompetenzen.
01:00:49: von denen ich mich frag, wie ich sie eigentlich jeweils erlangt habe.
01:00:52: Und
01:00:52: muss sie aber dann ausfüllen.
01:00:55: Und das macht es aber irgendwie so spannend.
01:00:56: Ja, ja klar.
01:00:57: Und da steckt ja auch eine Herausforderung beispielsweise in dem Moment, wo ihr erweitert wird, wo es schonerweise zu wenig Platz ist.
01:01:03: So, dann muss auch du wieder koordinieren.
01:01:05: Also wie bringen wir die alle unter,
01:01:06: etc.,
01:01:06: dann ist es vielleicht Baustelle und und und.
01:01:08: Also das sieht ja auch keiner.
01:01:09: Wo, was passiert dann da?
01:01:11: Ja, und das stellt man sich auch so leicht vor, dass man einen Raum für einen Kollegen, der jetzt einen Raumwechsel haben möchte, dass das, ja, das passiert ja immer.
01:01:17: in zehn Sekunden, man geht ins Programm rein, aber da hängt so viel mehr zusammen.
01:01:21: Und das ist, wem manche auch, das ist so hochdynamisch.
01:01:25: Und manche stellen sich das viel zu starr vor, glaube ich.
01:01:29: Das ist nicht die Realität.
01:01:32: Ja, es ist eigentlich sogar, ich will mal sagen, ein großer Teil, ein Management, der im Schulalltag steckt, oder?
01:01:39: Was würdest du sagen, wie könnte man das gewichten?
01:01:41: Also es ist schon fast fünftig, fünftig, oder?
01:01:44: Ja,
01:01:45: ja.
01:01:46: Also wir fühlen einen gefühlt mittelständischen Unternehmen.
01:01:50: Wir haben hundert Kollegen, wir haben elfhundert Schüler.
01:01:53: Die müssen ja irgendwie, ich muss ja irgendwie versuchen, dass das nicht im Chaos ändert, das Ganze.
01:01:59: Und das jeden Tag
01:02:00: von neun.
01:02:01: Hundert Kollegen, wow.
01:02:03: Und die haben ihre Stundenpläne, die haben Anfragen, die brauchen Genehmigungen und deswegen, das endet nie.
01:02:12: Da ist immer irgendwas, irgendeine Frage.
01:02:15: Der Hausmeister braucht neun Besen und was weiß ich, passiert
01:02:18: auch.
01:02:18: Ah, den darf er sich selber machen.
01:02:20: Und es machen die zwei Gott sei Dank auch grandios.
01:02:24: Aber ja, es sind so Mini-Entscheidungen, die da einfach oder rechtlich beraten, wenn ein Kollegin rechtliche Frage hat, dann kommt er natürlich zu uns und... Ja, und dann kann man nicht einfach sagen, mein Bauch sagt jetzt das.
01:02:39: Schönen, wenn das Bauchgefühl stimmt, aber da muss man sich dann auch einfach informieren.
01:02:45: Wenn du vielleicht abschließst, bevor ich mit dir in Entweder-Oder gehe.
01:02:49: Ja, Nina, das habe ich natürlich auch noch vor.
01:02:51: Mit dir.
01:02:52: Jemandem, der jetzt vielleicht wirklich sagt, hey, Ko, ich habe Interesse am Beruf oder möchte da auch in den Bereich einsteigen.
01:02:58: Wenn du der Person was mitgeben könntest, vielleicht sogar einen Moment, wo du gesagt hast, ja, genau dafür mache ich das oder dafür bin ich Lehrerin.
01:03:06: Wenn du das mitgeben könntest, was wäre das?
01:03:09: Machen.
01:03:10: Einfach machen.
01:03:11: Einfach machen.
01:03:12: Es ist so ein erfüllender Beruf, wenn man... weiß, wie man sich organisiert.
01:03:19: Okay, das ist jetzt ein bisschen doof, aber zu doof ausgedrückt.
01:03:22: Aber es ist so ein toller Beruf, wenn es gelingt, all die Aufgaben, die auf einen einprasseln, irgendwie Sinnstiften zu sehen.
01:03:33: Dass da irgendwas dahinter steckt und nicht nur Gängelung ist und manchmal hilft es vielleicht auch der Gedanke so, okay, irgendjemand hat sich daraus gedacht und Jetzt hoffe ich mal, dass es gut ist.
01:03:45: Und deswegen mache ich das jetzt einfach.
01:03:47: Und machen.
01:03:48: Einfach machen.
01:03:50: Ich glaube, dass man weniger in kaum einem Beruf so viel Einfluss haben kann.
01:03:57: Und das meine ich jetzt nicht Einfluss.
01:03:58: Die gehen jetzt in die Richtung, die ich sie gebe oder in diese Schicke.
01:04:02: Sondern wie viele Generationen man da mit mitgestalten kann, finde ich.
01:04:08: Wahnsinnig.
01:04:09: Ja
01:04:09: klar, weil selbst wenn jetzt jemand sagt, ich werde danach keine Lehrkraft, was auch völlig illegitim ist, hat die Person vielleicht auch Familie und Kinder oder was auch immer und gibt ja auch etwas mit.
01:04:19: Das darf man auch nicht vergessen.
01:04:21: Also deswegen hatte ich ja auch im Intor so schön geschrieben, du gestaltest mit Unterleben.
01:04:25: Ja
01:04:25: und zwar über Generationen hinweg.
01:04:27: Also ich mein, siebzehn Jahre ist jetzt auch schon ein Wort.
01:04:31: Ich denke, ich habe noch mal dies Jahre vor mir, wie viele Schüler dadurch meine Hände laufen.
01:04:38: Und die Verantwortung, die da dahinter steht, der muss man sich bewusst sein, aber es ist eine für mich der besten Verantwortung, die man haben kann.
01:04:45: Ja, und ich sage es auch selber, kann ich es dir nur bestätigen.
01:04:48: Ich habe heute noch Lehrerinnen und Lehrer, wo ich darauf zurückdenke und immer wieder erzähle und das schau mal, das war schön und das war lustig oder die hat mich motiviert.
01:04:56: Ja, es kann man auch mal in der Stille sagen, ich war eine richtige Pfeife in Mathe.
01:04:59: So.
01:04:59: Und ich muss ehrlich sagen, ich habe dann in der Oberstufende Lehrerinnen bekommen, da hat es einfach auch gemetscht so persönlich und die hat auch... erkannt, dass das nicht dran liegt, dass ich doof bin, sondern einfach, ja, weiß nicht, was hat halt irgendwas gefehlt, so dieses Interesse zu diesem Fach und so.
01:05:12: Und ich weiß noch, sie hat mit mir gewettet, also schaut out geht raus an sie, kurz vor dem Abitur gesagt, ich habe gesagt, das schaffe ich nie und ich werde auch keinen Mathe ab, ich werde mal fünf Punkte schaffen.
01:05:21: Sie hat gesagt, es ist heute auch ein bisschen grenzwertig, aber ich danke ja dafür, weil es hat mich irgendwie motiviert, gesagt, wenn du mindestens, und ich bin da überzeugend, du schaffst es, du schaffst mindestens fünf Punkte in deine Mathe, Abi, dann zahl ich dir ein Kasten Bier.
01:05:35: Und das war halt damals so, hey cool, da ist jemand, die die Person glaubt an mich, ja.
01:05:38: Und ich hatte tatsächlich, darf man auch nicht sagen, aber genau fünf Punkte.
01:05:41: Ich
01:05:42: hoffe, der Kassenbier kam auch.
01:05:44: Ja,
01:05:44: und ich war so stolz irgendwie dann auf mich selber.
01:05:46: Und das war dann einfach schön zu sehen, da glaubt jemand an mich und geht nicht hin und sagt, na ja, er hat eh keinen Farbplan von Martin.
01:05:53: Und das gibt ja echt viel mit und ich werde diese Person nie vergessen.
01:05:57: Da muss ich jetzt gerade denken, weil... Also ich hab gerade nur um Dublo gewettet und zwei Spülern, aber ich hab verloren und ich musste die Dublos auch liefern.
01:06:06: Und vielleicht... Bier würde ich mich jetzt wahrscheinlich heutzutage nicht mehr trauen, aber genau diese, das meine ich eben, diese Verbindung zu sagen, von der dritten Reihe, wenn du jetzt den Mülleimer triffst, dann kriegst du ein Dublo von mir und dann alles, glaub ich, dann trifft der natürlich auch noch diesen Mülleimer.
01:06:25: Aber ja, genau das ist es nämlich.
01:06:27: Und
01:06:27: das macht dich ja nicht weniger autoritär oder weniger kompetent, sondern du bist einfach dann auf Augenhöhe mit den Menschen.
01:06:33: Ja, genau.
01:06:34: Und stehst dann auch ein
01:06:35: und löst dein Versprechen
01:06:37: auch ein.
01:06:38: Okay, Janina, vielen, vielen Dank.
01:06:40: Erst mal für diesen tollen Einblick.
01:06:42: Jetzt habe ich natürlich noch ein paar Entwederoderfragen und da werden wir mit Sicherheit auch nochmal einen Blick kriegen.
01:06:46: Wahrscheinlich nochmal mehr, wie denn die Janina auch so tickt und vielleicht auch wie sie lebt und was sie gerne hat.
01:06:52: Du darfst, ich werde dir immer zwei... Auswahlmöglichkeiten stellen, entweder oder.
01:06:57: Du darfst natürlich dann für dich entscheiden, ob du noch was dazu ausführen willst oder nicht.
01:07:02: Aber es ist natürlich schön, dann erfahr mal noch ein bisschen was von dir hinter dem Beruf an sich.
01:07:06: Also wir haben schon sehr viel erfahren, aber
01:07:08: gucken wir mal.
01:07:09: Also dann bleiben wir mal noch bei deinem beruflichen, wenn du wählen musst oder müsstest, Hofaufsicht oder Lehrerzimmerpause.
01:07:19: Okay, jeder sagt da Lehrerzimmerpause.
01:07:23: Warum sagt jeder Lehrerzimmerpause?
01:07:25: Ah, Hofaufsicht.
01:07:27: Ja, Hofaufsicht.
01:07:28: Hier noch Wetterlage, nein.
01:07:30: Man hat da eine wahnsinnige Verantwortung in dieser Hofaufsicht.
01:07:34: Es sind ja schon viele Kollegen, die Aufsicht führen, aber da sind halt tausend Schüler auf dem Schulhof, weil bei uns müssen eigentlich alle raus.
01:07:42: Und die musst du im Blick behalten, Streitereien schlichten.
01:07:45: Wenn ein Kind plötzlich auf dem Fußballtor klettert, dann musst du den da wieder runterholen und hoffen, dass halt auch nichts passiert, während der da wieder runtergeht.
01:07:53: Und es ist ... Man kann sich das, glaube ich, gar nicht vorstellen, wenn du eine Viertelstunde lang diese Kinder angucken musst, dass einfach den Blick schweifen lässt.
01:08:02: Das ist anstrengender, als man das erwartet.
01:08:05: Und Lehrerzimmer, da gibt es einfach auch tolle Gespräche mit der Kaffeetasse zusammen, noch drüber über die Ferien sprechen oder ... Auch dienstlich, das ist schon ein bisschen, es ist ruhiger.
01:08:18: Es ist einfach ruhiger.
01:08:19: Ganz
01:08:19: klar.
01:08:19: Dann
01:08:20: rettet noch jemand hinterher, der eigentlich nicht in der Raucherecke stehen dürfte und, und, und.
01:08:24: Das sind ja alles Teebeißen.
01:08:25: Darf bei euch noch geraucht werden?
01:08:27: Nein.
01:08:27: Es
01:08:27: gibt auch keine Raucherecken mehr.
01:08:30: Also klar, bei uns dürfen auch nur die Oberstufenschüler das Schulgelände verlassen, wenn die... In der Seitenstraße habe ich das nicht mehr im Blick.
01:08:39: Und wahrscheinlich die Chancen sind hoch.
01:08:40: Das machen
01:08:41: Sie das auch?
01:08:41: Ja, das würde ich mal behaupten.
01:08:43: Aber auf dem Schuhgelände geht das nicht mehr.
01:08:45: Krass, bei uns gab es das
01:08:46: noch.
01:08:46: Ja, bei uns auch noch.
01:08:48: Aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo es dann immer mehr abgeschafft wurde.
01:08:51: Und dann hast du dich natürlich in irgendwelchen Hecken oder so versteckt.
01:08:54: Ja, ja, klar.
01:08:55: Da habe ich auch Zeiten hinter mir.
01:08:57: Da gab es sogar noch raucher Lehrerzimmer.
01:08:59: Es gab ein Lehrerzimmer und ein Raucherzimmer.
01:09:03: Stimmt.
01:09:03: Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
01:09:06: Ja, klar.
01:09:07: Ich schau mal, was ich darf.
01:09:09: Okay, dann bleiben wir mal noch etwas im Fach an sich, und zwar Mathe oder Deutsch?
01:09:15: Mathe.
01:09:16: Oh,
01:09:16: du bist Mathe begeistert.
01:09:17: Ganz klar.
01:09:18: Sehr gut.
01:09:18: Ja, das ist der.
01:09:19: Okay.
01:09:20: Perfekt.
01:09:21: Noten oder Feedback?
01:09:23: Feedback.
01:09:24: Ah ja.
01:09:25: Du bist kein Freund, Freundin von Noten.
01:09:29: Ich weiß nicht, ob ich sagen würde, ich bin kein Freund, weil sie geben ja einem auch Struktur, sie geben einem ein bisschen Halt.
01:09:35: Ich glaube aber von Feedback können Schüler mehr lernen.
01:09:39: Ja, stimmt.
01:09:39: Ja klar, logisch.
01:09:41: Ja, es ist natürlich aufwendiger für dich.
01:09:44: Aber
01:09:45: auch das kann man ja inzwischen über Sprachnachrichten regeln, mit QR-Codes drunter kleben und wenn sie es anhören ist super und wenn nicht, dann halt auch nicht.
01:09:53: Oh, echt?
01:09:56: Ja, mein Englischkurs wird sagen, echt, das macht die.
01:09:58: Ja!
01:09:59: Ich finde das
01:10:00: mega!
01:10:01: Ja, und die Frage ist halt, wenn ich sie drunterschreibe, lesen sie es durch.
01:10:06: Ich glaube, dass die Schüler heute mehr anhören würden, als dass sie es... lesen würden.
01:10:11: Also auch ja völlig losgelöst, aber so Artikel in Zeitungen wären auch immer kürzer.
01:10:16: Das stimmt.
01:10:17: Ja, also die machen nicht mehr diese fünf Seiten Artikel, weil einfach immer weniger.
01:10:24: Das wäre ja fast schon ein neues Berufsfeld, auch für mich.
01:10:27: Ich bewerb mich jetzt an Schulen, dass ich die Feedbackgespräche einspreche.
01:10:30: Sehr gut,
01:10:32: oder?
01:10:32: Das können wir doch mal einführen.
01:10:34: Sehr gut, also ich empfehle mich an der Stelle selber.
01:10:39: Schule dieser Welt.
01:10:40: Nein, aber ich finde es eine coole Idee.
01:10:41: Also ich hätte mich gefreut, glaube ich, wenn ich das von meiner Lehrperson, das kann ja auch wirklich toll besprochen sein, gehört hätte, hätte ich eher angenommen, glaube ich, wie eine vier Minus.
01:10:51: Also die habe ich dann auch gesehen.
01:10:52: Verstehst du?
01:10:53: Und
01:10:53: die siehst du auch trotzdem.
01:10:54: Aber vielleicht hilft es mehr.
01:10:57: Also wenn mich überlegt, wie oft Kollegen sagen, jetzt stand ich relativ die ganze Pause, weil ich denen quasi sagen wollte, wie es dazu gekommen ist.
01:11:03: Und ich denke, das ist echt cool.
01:11:06: Aber dann haben die das einmal gehört.
01:11:08: Und haben die das wirklich verstanden?
01:11:10: Oder gehen die weg und sagen, die Maya hat ja doch nicht einen.
01:11:14: Und was mir gerade einfällt, das ist natürlich auch genial, wenn sie das auf der Arbeit als QR-Code haben, sag ich jetzt mal.
01:11:20: Wie oft ist das passiert?
01:11:22: Das ist mir auch passiert.
01:11:23: Also ich halte mich an der eigenen Nase, dass ich eine blöde Note bekommen habe oder irgendwas war.
01:11:27: Hab dann vielleicht noch mit meiner Lehrperson gesprochen, aber... Stille Post.
01:11:32: Bin nach Hause gegangen.
01:11:34: Meine Eltern fragen, warum hast du da eine Vier?
01:11:37: Und plötzlich war natürlich die Frau Meierschuld.
01:11:39: Selbstverständlich.
01:11:39: Weil die Aufgabe
01:11:40: war ja so doof gestellt.
01:11:42: Und so könnte ich natürlich auch Eltern besser abholen oder einbinden, indem ich ja dann auch ein gehörtes Feedback von dir habe zu dem ganzen Thema.
01:11:48: Bin
01:11:48: ich cool?
01:11:49: Ja.
01:11:50: Ach cool.
01:11:50: Mega.
01:11:51: Hey, innovativ.
01:11:52: Also gut.
01:11:53: Dann will ich natürlich jetzt noch von dir aus deiner Sicht als Schülerin wissen.
01:11:58: Lieblingsfach.
01:11:59: Deutsch oder Bio?
01:12:02: Wahrscheinlich bio.
01:12:02: Echt?
01:12:03: Okay.
01:12:03: Ja, Deutsch war langweilig dann oder?
01:12:09: Nee, aber ich glaube, Textarbeit ist halt auch anstrengend.
01:12:15: Oh Gott, jetzt.
01:12:16: Denk die Biolärztin
01:12:18: anstrengend.
01:12:18: Nein, nein, nein, nein.
01:12:21: Nein, wir wissen es wie du es meinst.
01:12:23: Ja, obwohl ja, ich meine Analyse von Texten, was hat der Autor gemeint damit und sonstiges, da habe ich halt lieber übers Herz gelernt.
01:12:32: Wie funktioniert ein Herz?
01:12:33: Wie ist es aufgebaut?
01:12:35: Und ich glaube, dass das eher spannend ist als jetzt.
01:12:42: Ja, es kommt halt drauf an wieder.
01:12:43: Da sind wir wieder bei den Trefferentzen.
01:12:45: Die einen sagen, oh Gott, Mathe bleibt mehr weg.
01:12:47: Manche finden es super spannend, irgendwelche Kurven zu analysieren.
01:12:51: Kann man sich auch nicht aussuchen.
01:12:53: Du hast halt eine gewisse Talente oder Vorlieben und dann ist das halt so.
01:12:57: Keine, keine, keine Diskreditierung, die Bio-Kollegin und Kollegen.
01:13:02: Also unkordeswillig.
01:13:03: Ich hatte zum Beispiel Bio-LK.
01:13:06: Super.
01:13:06: Also ich hatte ja, kam ja bei mir im Sportstudium auch viel vor, die Biologie.
01:13:12: Von daher, ja, aber ich glaube, das ist den Schülern, dass die lieber sowas lernen, weil es vielleicht griffiger ist.
01:13:21: Als das weiß ich doch nicht, was der Autor damit gemeint hat.
01:13:25: Ist ja auch viel in der Predation Spielraum.
01:13:27: Richtig, genau.
01:13:27: Und mich meinen Herbst ist halt ein Herz.
01:13:29: Richtig, hoffentlich.
01:13:33: Also dann gehen wir doch mal nochmal, bevor wir mit dir in die private Janina gehen.
01:13:38: Wenn du wählen müsstest, Klassenfahrt oder Elterngespräch.
01:13:41: Oh, Klassenfahrt.
01:13:42: Oh, okay.
01:13:42: Sofort.
01:13:43: Echt?
01:13:43: Oh, ich liebe Klassenfahrt.
01:13:44: Für
01:13:44: viele ist es ja, oh Gott, das Willen, Klassenfahrt.
01:13:48: Ja, ist auch nicht immer leicht, Kollegen zu finden, die das wirklich gerne machen.
01:13:55: Aber ich war jetzt gerade eine Woche mit der Abschlussklasse vor den Herbstferien weg und das war einfach nur... Da kannst du wirklich Bindung aufbauen.
01:14:05: Da lernt sie die Schüler wirklich ganz anders kennen und ich habe noch nie eine schlechte Vaterlebt.
01:14:11: Noch nie, nie, nie.
01:14:11: Selbst wenn irgendwas jetzt vorgefallen ist, was vielleicht jetzt nicht ganz so toll war.
01:14:17: Glaub ich.
01:14:18: Und auch jetzt auch eine Frage an dich.
01:14:20: An was erinnerst du dich denn aus der Schulzeit?
01:14:21: An den tollen Biounterricht oder an die außerunterrichtlichen Aktivitäten?
01:14:26: Es kommt auch da wieder, muss ich ehrlich sagen, auf die Personen drauf an.
01:14:29: Es gab auch tollen Unterricht, wo wir halt auch tatsächlich, ohne das jetzt zu Labidab zu betrachten, viel gelacht haben oder wo es lustig war oder schön war, wo wir heute noch drüber schmunzeln.
01:14:39: Also ich kann mir einen Spoiler kann ich mal geben.
01:14:41: Das ist ja euch rückblickend peinlich.
01:14:43: Wir waren da.
01:14:44: im Musikunterricht und der armen Musiklehrer ohne Witz.
01:14:47: Also wir haben da halt auch rum geblödelt und irgendwie musste dann einer halt voll lachen und dann hat sich diese Lachkette so weiter und der wusste halt gar nicht, was es geht und hat dann der Reihe nach den Leuten vor der Tür gesetzt und irgendwann stand die ganze Klasse bis auf zwei Personen vor der Tür.
01:15:01: Und das denke ich mir heute noch, denn wir lachen da jetzt heute herzlich drüber, aber dann denke ich mir der arme Kerl da vorne.
01:15:06: Ja, der war wahrscheinlich, ich habe keine Möglichkeiten mehr, das läuft nicht voll aus dem Bruder, aber das Lustige war, jemand wurde vor die Tür gesetzt und dann wurde, und er hat vorne Klavier weiter gespielt, er hat quasi nur aufgehört, um die vor die Tür.
01:15:18: Das ist heute eigentlich eine Comedy, wenn du drüber nachdenkst, aber natürlich hat mir auch mega Klassenfahrten.
01:15:23: Und das war einfach schön,
01:15:24: du hast
01:15:25: Karna Berlin und so, war cool, bis heute noch.
01:15:30: Griechenland.
01:15:32: Also, ich erinnere mich aber mehr an das und ich glaube, dass das extrem wichtig ist für die Schüler, dass es nicht nur dieses Lernen, Lernen, reine Pauken ist, sondern dass Schule so viel mehr ist und so viel mehr bietet.
01:15:44: und ja, deswegen sofort Klassenfahrt, obwohl ich jetzt echt kein Typ bin, der quasi vor Elterngesprächen zittert, nur finde ich, ja, für mich ist es vielleicht mehr auf Schüler gerichtet, wenn ich mit vielen so was erleben kann.
01:16:00: Auch bereichernder, weil du vorhin angesprochen hast.
01:16:02: Das sind ja auch die Schülerinnen und Schüler, die sich dann da begeistern.
01:16:07: Dann gehen wir doch mal ins Private, wobei es kann ja auch beruflich sein, nämlich die Frage deiner Wahl Kaffee oder Tee.
01:16:13: Oh, Kaffee.
01:16:14: Brauche
01:16:15: ich zum Überleben.
01:16:16: Okay, ist das also nicht nur ein Klischee, sondern tatsächlich auch...
01:16:19: Nein, aber nur besuchen eins, zwei, sonst kann ich nicht mehr schlafen.
01:16:23: Aber nee, ganz klar Kaffee.
01:16:25: Ich glaube, die Kaffeemaschine wird auch hauptsächlich von mir benutzt im Secken.
01:16:31: Ja, du, seid ihr gegönnt?
01:16:32: Ja.
01:16:34: Dann möchte ich von dir wissen, wenn du vielleicht mal privat unterwegs sein darfst oder wie du es halt natürlich bevorzugst, Jogginghose oder Business Look?
01:16:44: eher Business Look.
01:16:45: Ah, okay.
01:16:46: Ja.
01:16:47: Ich
01:16:48: habe Jogginghose.
01:16:50: Nee.
01:16:51: Nee?
01:16:52: Ich muss gerade überlegen.
01:16:55: Nee.
01:16:57: Der Unterschied zwischen Tag und Nacht ist ganz klar bei mir durch Kleinung.
01:17:04: Und ja, vielleicht liegt es auch an meinen kleinen Kindern.
01:17:06: Wir sind ja auch jetzt nicht den ganzen Tag zu Hause, du gehst sowieso raus.
01:17:10: Also, ich weiß nicht, ob Business Look das Richtige wurde oder einfach ... Jeans
01:17:15: holen.
01:17:16: Ja, lass mal Jeans gelten, auf jeden Fall.
01:17:19: Aber es ist ja tatsächlich bei uns in der Schulzeit, hat das schon angefangen, dass auch viele in Jogginghosen gekommen sind.
01:17:24: Oh ja.
01:17:24: Die
01:17:24: Jogginghosen-Game, das ist so ein richtiges Gang.
01:17:28: Aber ja, ich meine, zur Abitursprüfung empfehle ich das immer, weil es wenig
01:17:33: zwingt.
01:17:34: Es ist gemütlich, sie fühlen sich normalerweise wohl in diesen Klamotten.
01:17:38: Das ist unfassbar wichtig, wenn sie in Prüfungen schreiben, dass es sich... Wohlfühlen dabei.
01:17:42: Da finde ich es auch völlig okay.
01:17:44: Sonst denke ich immer, in welchem Beruf kann man denn in Jogginghose aufkreuzen?
01:17:48: Ja, ja klar.
01:17:49: Also ich denke heute auch darüber anders nach.
01:17:53: Also ich bin sogar so, dass ich sage, die Jogginghose am Telefon kannst du hören.
01:17:57: Ist meine Meinung.
01:17:59: Aber da kann sich jetzt auch jeder mit mir anlegen.
01:18:01: Ich glaube schon, das Kleidung, was mit dir macht.
01:18:03: Ja,
01:18:03: genau.
01:18:04: Und deswegen, ja.
01:18:05: Okay, dann bleiben wir doch noch mal ein bisschen privat.
01:18:08: Wenn du dich vielleicht entspannst oder auftangst oder auch neues Wissen dir anreignest, ist es dann eher der Film oder das Buch?
01:18:13: Film.
01:18:14: Ich
01:18:15: war sehr visueller Lerner, schon immer gewesen.
01:18:18: Deswegen war das für mich ein großer Segen als YouTube.
01:18:22: Und ich meine, wir lernen damit ja auch irgendwelche Sachen, die wir auch nicht konnten davor.
01:18:26: Aber nee, ich habe mehr Geduld für Videos als für tatsächlich Texte lesen.
01:18:32: Ja, ich bin auch visuelle und auditiv.
01:18:35: Genau, das muss ich auch nur einmal gehört haben.
01:18:37: Dann glaube ich, habe ich es auch ganz gut im Kopf und beim Text mehrmals lesen.
01:18:42: Bist du es dann richtig?
01:18:43: Ja, ich habe mich auch immer mehr, aber ich glaube, das ist unsere Schnelllebigkeit auch mit Social Media, zack, zack, zack.
01:18:49: Dass ich manchmal einen Textabschnitt lesen, dann denke ich am Ende, was habe ich jetzt gerade gelesen.
01:18:53: Und dann muss ich wieder anfangen.
01:18:55: Der merkt mir auch, wie man, ja.
01:18:57: Auch wir sind Opfer von Social Media Unicorn.
01:19:01: Ich sag ja, wie schnell eine Stunde auf Instagram rum ist, das ist ja fast erschreckend.
01:19:04: Und wie viele Katzenvideos es gibt, unglaublich.
01:19:09: Okay, in diesem
01:19:10: Algorithmus befinde ich mich noch nicht.
01:19:12: Ich bin da drin, Katzenhund.
01:19:16: Aber ja, wenn du dann Urlaub machen darfst, weil ihr habt ja so viel Ferien, ja, quasi das ganze Jahr, das ist dann eher der Urlaub am Meer oder in den Bergen.
01:19:29: Da muss ich mich jetzt entscheiden.
01:19:32: Bestenfalls.
01:19:34: Okay, Winterbergesommer, Strand.
01:19:37: Okay, das lassen wir gelten.
01:19:39: Aber dann schließe ich doch an.
01:19:40: Bist du eher Typ Winter oder Typ Sommer?
01:19:42: Winter.
01:19:43: Ganz klar.
01:19:45: Ich liebe den Winter.
01:19:46: Skisport dann auch?
01:19:47: Ja.
01:19:49: Normalerweise finde ich, kehrt da so eine Ruhe ein mit Winter.
01:19:53: Vielleicht weil auch weniger Leute draußen sind.
01:19:56: Aber wenn es schneit, finde ich das immer eine ganz besondere Atmosphäre.
01:20:00: Und ich mag diese Zeit, wo überall Lichter hängen.
01:20:04: Das lieb ich.
01:20:05: Und Sommer, ich hitze es für mich nicht so, ist nicht so meins.
01:20:11: Ich hab immer das Gefühl, im Winter ich kann immer mehr anziehen, aber im Sommer irgendwann nicht mehr weniger.
01:20:15: Ja, das stimmt.
01:20:16: Also, man könnte schon, aber dann wäre es auch irgendwann schwierig.
01:20:20: Und deswegen ganz klar winter, schon immer.
01:20:23: Okay.
01:20:25: Dann bleiben wir doch noch mal ein bisschen so im Hobby oder Erholungsmodus.
01:20:28: Ist es dann eher das Konzert oder dann doch eher Theater?
01:20:35: Tendiere zu Theater.
01:20:36: Ah, schön.
01:20:39: Ja, was ich gut finde.
01:20:40: Was nämlich immer mehr abnimmt, leider.
01:20:42: Ja, aber das andere ist ja auch... Das sind jetzt beides so künstlerische Konzerteater.
01:20:48: Nee, eher Theater, weil ich dann, glaube ich, doch noch mehr auf die gesprochene Sprache.
01:20:53: Mimik Gestik als... Und meine Musikkollegen mögen das jetzt verzeihen, als Musik quasi.
01:21:02: Aber schwierig.
01:21:03: Also...
01:21:04: Ja, ein gutes Konzert hat auch was.
01:21:05: Ja, absolut.
01:21:07: Aber ich muss mich hier entscheiden, deswegen würde ich eher Theater ein.
01:21:10: Also gut, dann locken wir Theater ein.
01:21:12: Und dann möchte ich natürlich zuletzt bei Entweder oder von dir wissen, wenn du quasi deine persönliche Superkraft, die du jetzt wählen darfst, wählen müsstest.
01:21:19: Entweder du kannst alle Fächer... Unterrichten, also überall, kennst du dich aus?
01:21:24: Oder du bist in einem Fach die Beste?
01:21:28: Alle.
01:21:28: Alle?
01:21:29: Alle Fächer.
01:21:30: Weil
01:21:30: dich das interessiert?
01:21:31: Einfach die ganze Thematiken oder?
01:21:35: Was bringt mir das in einem super zu sein?
01:21:38: Und
01:21:40: die anderen fallen hinten runter?
01:21:42: Ja, das stimmt.
01:21:46: Nee, dafür ist das Leben zu bunt.
01:21:49: Ja, und zu interessant auch.
01:21:50: Zu interessant
01:21:51: nur eins zu können anstatt lieber alles und dadurch auch mit allen Jahren Bezugspunkte entwickeln zu können.
01:21:58: Ah, ja.
01:21:59: Da hab ich das Gefühl, dass wenn ich Spezialistin bin, dann reden wir jetzt über die Katzenmedien.
01:22:03: Ja.
01:22:05: Und über die können wir stundenlang reden, aber ich kann jetzt dann nicht mehr darüber reden über die Comedians und ob das Video jetzt real ist oder nicht real ist.
01:22:12: Stimmt.
01:22:13: Da hab ich dir recht.
01:22:13: Ja.
01:22:14: Und auch nochmal andere Zugang vielleicht auch zu deinen Schülerinnen und Schülern, weil die haben ja auch unterschiedliche Interesse.
01:22:18: Richtig.
01:22:19: Und dann kannst du überall mit sprechen.
01:22:20: Stimmt.
01:22:21: Ja.
01:22:21: Ja.
01:22:22: Hey, schlaue Wahl.
01:22:23: Sehr gut.
01:22:24: Mega.
01:22:24: Ja, Nina, jetzt griebst du natürlich hier auch die knallharte Wahrheit.
01:22:28: Du kennst meinen Format und da gibt's immer eine Kategorie gestern, heute oder morgen.
01:22:33: Jeder darf sein Schicksal selber ziehen und es ist tatsächlich so, dass ich auch nicht alle Fragen kenne.
01:22:38: Das heißt, ich kann dir jetzt nichts spoilern, was könnte dich erwarten?
01:22:40: Es kann auch was sein, was ich selber noch nie gehört habe.
01:22:43: Aber du darfst dein Schicksal nämlich selbst bestimmen.
01:22:45: Über was wollen wir beide heute reden?
01:22:47: Über's gestern, heute oder morgen?
01:22:50: Heute.
01:22:51: Ja, du bist im Hier und Jetzt, finde ich gut.
01:22:54: Dann holen wir mal für dich die Karten der Wahrheit hier raus.
01:22:56: Im Heute-Stabel.
01:22:57: Ich mische sie natürlich auch für Dejanina.
01:22:59: Da ist nichts vorbereitet oder so.
01:23:01: Das ist ja klar, alles schon gemacht.
01:23:05: Dejanina darf die Karte ihrer Wahl auch selber ziehen.
01:23:08: Alles klar.
01:23:09: Und wir sprechen, was auch immer durcheinander gekommen ist, weil es war gerade gestern, wir sprechen heute über, liebe Dejanina.
01:23:19: Oh, wie fühlt es sich an, geliebt zu werden?
01:23:23: Ist aber vielleicht auch schön mit deinen Schülerinnen und Schülern.
01:23:30: Wie fühlt es sich an, geliebt zu werden?
01:23:35: Ist das nicht die Basis auch fürs Leben ein bisschen?
01:23:38: Ja, mit Sicherheit.
01:23:39: Oder?
01:23:41: Nicht nur geliebt, sondern gewollt zu fühlen.
01:23:44: Man ist richtig am Platz.
01:23:48: Ja, finde ich schwierig.
01:23:50: Ja, ich glaube auch, dass es schwierig ist, zu beantworten, wie sich so was anfühlt.
01:23:54: Anfühlt.
01:23:54: Also klar, man kann sagen so ein... Also was es schon in mir jetzt ausgelöst hat, ist so ein warmer Bauch.
01:24:00: Aha, herstimmt.
01:24:02: Ja?
01:24:02: Ja.
01:24:02: Und dann so die Gedanken, wann fühle ich mich denn wirklich geliebt?
01:24:08: Ja?
01:24:08: Ja, definitiv.
01:24:09: Ja.
01:24:09: Ich
01:24:10: glaube, da dürfen wir auch einfach mal für uns alle nochmal genauer hingucken oder hinfühlen, auch in dem Moment, weil, wann fühle ich mich in der Form dann geliebt?
01:24:17: Oder wie du sie, das ist ja auch gesehen.
01:24:19: Ja, genau.
01:24:20: Ein Stück weit.
01:24:20: Ja.
01:24:22: Spannend.
01:24:23: Also ich glaube, dass du dich auf jeden Fall in der Form schon mal, das kann ich jetzt schon mal sagen, geliebt fühlst oder zumindest gesehen fühlst, wenn nämlich genau das passiert, was wir vorhin besprochen haben, nämlich wenn Schülerinnen und Schüler nach Jahren, ja, nachdem sie mit dir Kontakt dann immer noch von tollen Zeiten erzielen.
01:24:38: Und darauf hoffe ich, dass ist die Basis eigentlich für meine Arbeiten.
01:24:41: Sehr schön.
01:24:43: Ja, gut.
01:24:43: Mensch, toll.
01:24:44: Dann habe ich jetzt natürlich noch die allerletzte Frage hier für dich, liebe Janina.
01:24:48: Dann habe ich natürlich jetzt auch diese Kategorie, die ich jetzt wieder trifft, nämlich die Kettenfrage.
01:24:53: Und zwar jeder Gast, der zuvor bei mir war, dafür den folgenden Gast in der nächsten Folge, ohne dass die Person weiß, wer das ist, auch immer eine Frage hinterlassen.
01:25:02: Find ich sehr spannend, weil die Leute ja oft nicht wissen, in welchem Beruf oder in welchem Feld.
01:25:06: Und zuletzt war bei mir in der Folge die Alexandra Weirer, die ist Make-up Artist professionell.
01:25:11: Und sie hat mir eine Frage für dich mitgegeben, nicht wissen, dass du bei mir sein wirst.
01:25:16: Und die darfst du abschließen jetzt hier noch beantworten.
01:25:19: Und zwar möchte die Alexandra von dir wissen, was gibt oder gab dir in Momenten, in denen du vielleicht gedacht hast, zum Beispiel es geht nicht mehr weiter oder ich schaffe das nicht, also in denen du wirklich an etwas gezweifelt hast, die Kraft weiterzumachen.
01:25:33: Also was hat er da die Kraft gegeben, an dich oder eben an die Sache an sich zu glauben und es doch weiter durchzuziehen?
01:25:42: dass Umwege zum Leben dazugehören.
01:25:47: Also es gibt keinen geraden Weg.
01:25:49: Der Weg auf dem Berg, auf dem Gipfel ist auch nicht gerade.
01:25:52: Der geht über sonstige Umwege, geht einfach weiter und irgendwie ging es ja auch immer weiter.
01:26:00: Ich glaube, das ist was, was man wirklich lernt, je älter man wird, es geht immer weiter und es lohnt sich einfach immer auch weiter.
01:26:07: zu gehen.
01:26:07: und ein Umweg bietet wieder eine neue Chance, die man davor vielleicht gar nicht im Blick hatte.
01:26:13: Und das ist wichtig, die Umwege zu gehen.
01:26:15: Die Formen einen,
01:26:17: die helfen einen.
01:26:17: Also, es ist quasi einfach schon dieser, wie soll man sagen, ja, diese These, dass du sagst, es geht immer weiter.
01:26:24: Umwege gehören dazu und kann nicht unbedingt eine bestimmte Person oder so, sondern wirklich diesen Glauben daran, es geht weiter.
01:26:30: Es geht
01:26:30: immer weiter.
01:26:34: Es gibt immer einen Weg zum Ziel und der mag einfach nicht gerade sein und man lernt aus Aalung und darf sich davon einfach nicht abbringen lassen.
01:26:42: Das Leben ist einfach schön.
01:26:42: Ja, auch schön.
01:26:44: Was auch auf jeden Fall auch schön war, liebe Alexander.
01:26:48: Also danke, Alexandra, für die Frage.
01:26:49: Ist das Gespräch heute zwischen uns?
01:26:51: Ich finde es so toll, dass du einen Einblick gegeben hast in diese Welt rund um Schule, rund um deine Aufgaben.
01:26:56: Vielleicht auch vermeintliches Falschwissen oder Halbwissen oder Vorurteile, die wir aus dem Weg räumen konnten durch unsere Folge.
01:27:03: Einfach toll den Blick mal zu kriegen, weil, wie gesagt, ich kenne auch nur die eine Seite und du kennst jetzt die andere Seite, der macht sozusagen.
01:27:10: Und ich glaube, wir haben mal auch was Schönes geschaffen, was wir auch vielleicht angehenden Kolleginnen und Kollegen mitgeben dürfen.
01:27:15: Und natürlich auch Eltern, die jetzt einschalten und vielleicht mal noch mal noch mal neues gelernt haben über das Universumschule.
01:27:21: Vielen Dank,
01:27:22: dass ich da sein durfte.
01:27:24: Das war super.
01:27:25: Selbstverständlich, toll, dass du so offen warst.
01:27:27: Und ich wünsche natürlich dir alles Gute für deinen weiteren Weg und natürlich für eure Schule.
01:27:32: An alle, die einschalten von der Schule, liebe Grüße.
01:27:34: Ja, Nina, Maya ist auf jeden Fall eine sehr, sehr coole Lehrkraft.
01:27:37: Kann ich bestätigen?
01:27:38: Also, da könnt ihr sie ab sofort wirklich als Star in der Schule feiern und unterstützen.
01:27:43: Da gibt
01:27:43: es noch viele andere.
01:27:44: Davon bin ich überzeugt, dass ihr ein tolles Kollegium habt auf jeden Fall.
01:27:48: Ja, Nina, du darfst jetzt ganz zum Schluss eine Frage noch hinterlassen.
01:27:52: eine stellen magst, vielleicht sogar was dich umtreibt, was der nächste Gast bei mir beantworten darf.
01:27:58: Alles klar.
01:27:59: Da würde ich... Puh.
01:28:03: Das schneidst du raus, die Pause.
01:28:04: Ja, ja, natürlich.
01:28:05: Die Gedankenpause, die werde ich immer ausgestitten.
01:28:06: Nein, nein.
01:28:07: Die kreative Pause.
01:28:08: Das hält die Spannung.
01:28:09: Mhm.
01:28:10: Was die
01:28:10: Person.
01:28:12: Vielleicht möchtest du wissen, welches Lieblingsfach sie hatte oder was sie an Schule...
01:28:15: Ich überlege tatsächlich, ähm, welcher... Welche Lehrkraft ist dir im Gedächtnis und warum?
01:28:25: Sehr gut, finde ich jetzt eine gute Frage.
01:28:27: Ja, passt sehr gut.
01:28:29: Auch zu dem Gedanken von vorhin.
01:28:30: Genau.
01:28:30: Wie bleibe ich in Erinnerung?
01:28:31: Richtig.
01:28:32: Ja.
01:28:33: Cool, nehmen wir die doch noch abschießen mit dem Gepäck.
01:28:35: Ja, schön.
01:28:36: Welche Lehrkraft und warum bin ich schon sehr gespannt, was mein nächster Gast hier hinterlässt?
01:28:39: Den Podcast
01:28:41: höre ich auf jeden Fall.
01:28:42: Auf jeden Fall, sehr gut.
01:28:43: Ja, Nina, vielen, vielen Dank.
01:28:45: Danke euch allen fürs Einschalten natürlich und trakte es natürlich auch hier wieder gerne hinaus in die Welt.
01:28:50: Also ich freue mich immer über jedes Feedback auch zu den Folgen.
01:28:53: Es ist immer echt schön, finde ich, wenn Leute sich nochmal die Mühe machen und mir extra schreiben nach der Folge, was sie besonders fanden oder was ihnen in Erinnerung blieb.
01:29:01: Und ich werde die Kontaktdaten über eure Webseite zu dir, Janina, auch gerne in die Show notes stellen.
01:29:07: Denn ich denke, wenn vielleicht Fragen sind oder doch noch irgendwie Interesse an dir oder an dem Beruf, dann bist du offen und dann dürfen sich die Leute gerne bei.
01:29:14: selbstverständlich schön in diesem zene.
01:29:17: bis zum nächsten mal meine lieben.
01:29:18: danke dir alles gute anina und tschüss
01:29:20: tschüss.
Neuer Kommentar