... Nele Schutzbach, Stille am Start & die halbe Stunde ohne Ergebnis

Shownotes

In dieser Folge lernt ihr Nele Schutzbach kennen – jung, ehrgeizig, Ski-Alpin im Nationalteam der Gehörlosen und mit einer Geschichte, die weit über Ergebnisse hinausgeht.

Nele wurde gehörlos geboren, bekam ihr erstes Cochlea-Implantat mit rund einem 3/4 Jahr, das zweite mit anderthalb; sie hat hören und sprechen gelernt, wuchs in einer hörenden Familie auf, besuchte Kindergarten, Grund- und Regelschule – und merkte früh, wie sehr sie Bewegung liebt.

Skifahren kam über den Heimatverein, aus einem Kinderrennen wurde Training, aus Training Leistungssport. Heute pendelt ihr Alltag zwischen Sportinternat, Schule, Kraftraum, Joggen/Radfahren und Wettkämpfen – mit der klaren Erkenntnis, dass Schule genauso wichtig bleibt, um nach der Karriere Türen offen zu halten.

Wir sprechen über ihre Jahre im hörenden Kader, über Wettertage, an denen der angeschlagene Gleichgewichtssinn den Unterschied macht – und über den Moment, an dem ein Anruf des Nationaltrainers der Gehörlosen die Perspektive verändert.

Nele wechselt in den Gehörlosen-Kader, fährt Europacups, gewinnt Wertungen und erlebt die Deaflympics in der Türkei als prägendes Kapitel: von Teamgeist und Unterstützung bis zu dieser halben Stunde ohne Ergebnisanzeige im Zielraum, in der niemand wusste, wie das Rennen ausgegangen war – bevor klar wurde, dass da ihre erste Medaille hing. Schnee in der Türkei? Ja – gute Berge, guter Schnee, sagt Nele – und ein Gefühl von „Wir“, das bleibt.

Warum sie bei den Gehörlosen startet, obwohl viele sie „hörend“ erleben? Weil CIs bei Gehörlosenrennen abgenommen werden und sie dort die absolute Ruhe findet, die ihr Fokus schenkt – und weil der Gleichgewichtssinn ihr in schwierigen Sichtverhältnissen Grenzen setzt.

In der Community erlebt sie Respekt und Fair Play, weniger Neid, mehr Miteinander. Gleichzeitig fährt sie weiterhin gelegentlich hörende Rennen – und kennt die Fragen, Vorurteile und Stirnrunzler, die damit einhergehen.

Wir reden über Kopf und Kurs: Skifahren sei mental „fast A und O“; es gab Saisons, in denen fast jedes Rennen mit einem Aus ausschlug – und Phasen, in denen Team, Servicemann, Trainer und Familie sie zurück auf Spur brachten. Musik pusht manchmal vor dem Start, doch die Stille bleibt ihr stärkstes Werkzeug. Erfolg bedeutet für Nele nicht nur Medaillen, sondern eigene Ziele zu erreichen – das kann auch ein Schulabschluss sein.

Und wenn sie jungen Menschen mit Hörbeeinträchtigung etwas mitgeben darf, dann: einfach machen und schauen, welche Wege sich auftun – vielleicht auch im Gehörlosensport.

Zum Schluss blickt sie auf Herausforderungen, die sie wieder annehmen würde: den Wechsel zu den Gehörlosen, den Umzug nach Freiburg ins Internat – und die Deaflympics.

Folgt Nele Schutzbach auch gerne auf ihrem Weg und begleitet sie bei ihren weiteren sportlichen Momenten auf Instagram: @nele.schutzbach

Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, hallo meine Lieben.

00:00:02: hier bei einer weiteren Folge von Adrien lädt ein und in der heutigen Folge geht es um Geschwindigkeit.

00:00:08: Aber es geht auch um Mut, es geht um Ausdauer, es geht um Barrieren und auch um Durchhaltevermögen.

00:00:14: Es geht für mich um ein Leben, das zeigt, dass man selbst mit einer Einschränkung Dinge erreichen kann, die für andere ganz selbstverständlich wirken und ja sogar Manchmal aber auch unerreichbar.

00:00:27: Mein heutiger Gast ist jung, sportlich, ehrgeizig, so viel kann ich sagen.

00:00:30: Und ja, meine Lieben von Geburt an Gehörlos Taub.

00:00:35: Doch was viele vielleicht als Hindernis sehen würde, hat sie einfach mal zu ihrer Stärke gemacht.

00:00:40: Mit nicht einmal einem Jahr wurde ihr nämlich ein Kochlehr implantiert.

00:00:46: Da werden wir nachher noch mal drauf eingehen.

00:00:47: Das hört sich jetzt vielleicht etwas komisch an.

00:00:49: Heute kann sie hören, sie kann natürlich sprechen und vor allem kann sie eins nämlich begeistern.

00:00:55: Sie ist eine leidenschaftliche Ski-Alpine-Athletin, fährt für das Nationalteam der Gehörlosen, lebt im Sport im Internat aktuell und besucht ganz normal in der Regelschule, hat bereits zahlreiche Medaillen, so viel Zeit zu sagen, bei Weltmeisterschaften und auch den Deaflympics gewonnen.

00:01:11: Also ich bin unglaublich stolz, dass ich hier zu Gast ist.

00:01:13: Sie ist eine wahre Ausnahmeathletien mit einer Geschichte, die ja schon berührt, motiviert und zeigt meine Lieben, alles ist möglich, wenn man an sich glaubt.

00:01:23: Freut euch also auf ein Gespräch über das, was wirklich zählt, nämlich Mut, Chancen, Perspektiven und die Freude an der Bewegung.

00:01:30: Und ich freue mich sehr, dass sie hier zu Gast ist.

00:01:32: Herzlich willkommen hier bei Adriane Lettein.

00:01:34: Hallo, Nele Schutzbach.

00:01:35: Hallo.

00:01:38: Du hast mich ganz aufgeregt jetzt angeguckt in einem Intro.

00:01:41: Ja,

00:01:41: es ist auch mein erstes Mal, dass es Podcast gibt für mich und ich bin echt gespannt, wie es wird.

00:01:47: Ich freue mich richtig auf die Folge

00:01:49: heute.

00:01:49: Ja, ich finde es richtig toll, dass du mit dabei bist.

00:01:51: Und ich finde, mit einem so beeindruckenden Weg auch.

00:01:54: Und ich meine, du bist gerade mal achtzehn und hast schon eine Geschichte.

00:01:57: Da können manche, ja, sich eine ordentliche Scheibe von abschneiden.

00:02:00: Du könntest wahrscheinlich schon eine Biografie schreiben jetzt mit achtzehn.

00:02:03: Ja, Nele, mir gehen doch mal rein, nämlich ich habe schon gesagt, du lebst aktuell im Sportinternat.

00:02:08: Du hast echt eine beeindruckende sportliche Laufbahn schon hinter dir, hoffentlich noch vor dir.

00:02:13: Sag mal, nimm uns mal mit vielleicht auf deinen Weg.

00:02:15: Ich weiß, das ist jetzt viel, weil du hast vieles schon erlebt, aber vielleicht zu den letzten zwei, drei, vier, fünf Jahre.

00:02:21: Was, wo man sagen kann, hey, hast du schon alles erreicht?

00:02:24: Was vielleicht anderen deinem Alter noch gar nicht mal dran glauben, dass sie da hinkommen könnten?

00:02:29: Und wie fühlt sich das so heute am Status quo für dich an?

00:02:33: Ja, wie du schon gesagt hast, ich habe die letzten Jahre echt viel erlebt.

00:02:37: Also jetzt gerade besonders die letzten drei Jahre.

00:02:40: Das ganze Jahr hat einfach angefangen, da war ich vierzehn, also ungefähr jetzt vor vier Jahren.

00:02:45: Da bin ich an den nationalen Kader von den gehörlosen Athleten gekommen eben.

00:02:51: Und dann hat sich das relativ schnell entwickelt.

00:02:53: Ich habe dann die ersten Europa Cups eingefahren, wo ich dann auch gewonnen habe, dann die Gesamtwertung gewonnen.

00:02:59: Das ist dann auch zweiter Platz.

00:03:01: Also es gab natürlich dann auch Momente, wo es dann jetzt nicht so gut gelaufen ist.

00:03:05: Gehört

00:03:05: dazu im Sport.

00:03:06: Ja, gehört dazu eben.

00:03:09: Wie du sagst, ich habe jetzt sehr viel Medaillens schon eingefahren und jetzt auch gerade die Defflympics waren jetzt ein sehr großes Ereignis für mich vor zwei Jahren in der Türkei tatsächlich.

00:03:21: Aber ja, also ich würde schon sagen, dass ich jetzt gerade die letzten drei Jahre für mich einfach eine sehr bewegende Zeit war und auch einfach sehr viel erlebt habe und auch einfach gerade für mich als junger, sportlicher Athleting auch sehr beeindruckend war.

00:03:38: Ja, das kann ich mir nur im Ansatz vorstellen, weil du hast vorhin schon im Off, da haben wir noch nicht aufgenommen gesagt, es ist so krass, wenn du überlegst, was allein in den letzten zwei Jahren alles war und das vergisst man immer, weil halt einfach so viel wahrscheinlich dann auch stattfindet.

00:03:51: Ja, eben, also wie gesagt, ich habe es vorhin auch schon gemacht, ja, dass es dann halt Ehrungen gegeben hat, wie jetzt zum Beispiel beim Präsidenten Steymer Meier.

00:04:02: die ich dann auch einfach öfters mal vergesse.

00:04:04: So ist es mir echt total peinlich manchmal, aber es sind halt einfach so viele Sachen.

00:04:09: Ich war dann in Berlin vier Tage, dann bin ich wieder nach heim, in die Schule ganz normal, die Klassenarbeit geschrieben, bin wieder zum Training für sechs Tage gefahren und dann hatte ich hier den nächsten Termin und dann wieder in die Schule und das sind dann so Tage, da geht zu Schlag auf Schlag und dann bin ich total... Was habe ich jetzt eigentlich gerade erlebt, alles?

00:04:27: Krass,

00:04:27: ja, ja.

00:04:28: Und vor allen Dingen, ich könnte mir vorstellen, halt auch das alles unter einen Hut zu bringen.

00:04:32: Also ich meine, du bist im Profisport unterwegs.

00:04:34: Das ist nicht einfach.

00:04:34: Ich mache es mal, weil ich gerade Lust und Laune drauf habe.

00:04:37: Also, hoffentlich macht es dir Spaß, davon gehe ich aus.

00:04:39: Aber es ist schon anstrengend.

00:04:40: Ihr habt Trainings wahrscheinlich, ihr habt Wettkämpfe.

00:04:42: Da musst du dabei sein.

00:04:44: Und nebenbei die Schule irgendwie zu stemmen, stelle ich mir schon anstrengend vor.

00:04:47: Ja, also jetzt gerade schreibe ich dieses Jahr noch meinen Abschluss und dann habe ich jetzt schon so in der Vorbereitung gemerkt, ich muss halt schauen, dass ich auf die Klassenarbeit noch gut lerne, weil ich halt auch gute Noten brauche.

00:04:58: Und später hat auch nach der Karriere einen guten beruflichen Abschluss oder einen guten Beruf ausüben kann.

00:05:05: Und somit ist die Schule halt genauso wichtig wie jetzt.

00:05:07: der Sport und dann... Die Balance, dann manchmal noch mit dem privaten Leben zu kombinieren, ist dann schon echt manchmal, dann denke

00:05:13: ich, ja.

00:05:14: Ja klar, da hat man noch ein Freundeskreis, der möchte einen vielleicht auch bestenfalls noch sehen.

00:05:17: Also ich kann mir das schon sehr anstrengend vorstellen, dass das ja gerade im Profisport, man hat ja auch Erwartungen, ja, du musst ja auch eine gewisse Leistung bringen, um mithalten zu können.

00:05:25: Ja

00:05:26: sicher, also eben und erzählt auch nicht nur Ski-Training ja zu, sondern auch das Sommertraining jeden Tag, mindestens zwei, drei Stunden im Kraftraum.

00:05:33: Jeden Tag.

00:05:34: Ja, jeden Tag.

00:05:36: Und dann ist nicht nur Kraftraums für ihn, wer er ist, aber dann halt auch mal joggen gehen, Radfahren gehen, Dinge, die man nicht so gerne macht, vielleicht dann auch einfach am Ende des Tages und ja.

00:05:47: Da gehört dann schon viel dazu und da steckt noch viel dahinter.

00:05:49: Ja,

00:05:49: ja.

00:05:50: Bevor ich jetzt noch mal ein bisschen mit dir den sportlichen Bogen spannen, ich habe es im Intro über dich schon gesagt für die Leute, die einschalten, du bist gehörlos zur Welt gekommen.

00:05:58: Also wirklich taub, wie man das kennt, als Begriff.

00:06:01: Und jetzt werden die sicherlich alle sagen, hey, aber die sitzt doch jetzt beim Atrian und redet mit dem ganz normalen, wie funktioniert denn das?

00:06:07: Ich habe keine Gebärdensprache gelernt in den letzten paar Monaten.

00:06:10: Also würde ich zwar mal gerne, finde ich, interessant, aber nee, wir nehmen sie mal mit hier alle Nele.

00:06:14: Warum ist das möglich?

00:06:16: uns beide hier heute so toll unterhalten können?

00:06:19: Ja, das ist tatsächlich eine ganz tolle Technik, die Kochlehr-Implantate.

00:06:23: Das sind dann die Implantate, die dann als Kind oder auch als Erwachsener implantiert werden und das dann sozusagen wie eine Hybridhese ist.

00:06:30: Also ich habe dann dann halt auch erstmal hören gelernt und auch sprechen gelernt, aber es ist viel möglich heutzutage mit der Technik und das sind dann Ich sag immer Hörgeräte zu anderen Leuten, weil es halt einfach mir schwer fällt, den Leuten zu erklären, was C.I.

00:06:47: sind.

00:06:49: Weil die Hälfte guckt mich dann erst mal blöd an.

00:06:52: So, ich sag dann zwar im Nachhinein, okay, Leute, das sind aber nicht die Hörgeräte, wie jetzt deine Oma zum Beispiel hat oder dein Opa oder dein schwerhöriger Onkel, sondern das sind wirklich einfach Portesen.

00:07:03: So kann man es einfach wirklich

00:07:04: einfach sagen.

00:07:05: Ja, ich glaube, um... Wer tiefer reingehen will, es gab ja auch noch die Folge hier bei mir mit der Ulrike Berger, die hat es auch noch mal technisch super gut erklärt.

00:07:12: Im Prinzip kann man ja sagen, es ist wie eine Art Spirale, die dann auch über einen Zeradenfeld im Prinzip, was im Gehirn ja auch implantiert oder im Kopf implantiert wird unter der Kopfhaut oder Kopfdecke.

00:07:23: Genau, verbindet sich das wie eine Spule und das schafft ja diese Energie, was die Frequenzen wieder

00:07:28: überträgt.

00:07:28: Ja, genommen den Elektronen verbindet sich das dann irgendwie ein bisschen.

00:07:33: Mega faszinierend einfach.

00:07:34: Ja, ich finde es total faszinierend.

00:07:35: Also wie gesagt, wenn ich jetzt deine Geschichte nicht kennen würde, würde ich davon null mitbekommen, gar nicht.

00:07:41: Ja, ich kenne viele Leute, die dann zu mir gesagt haben, das habe ich gar nicht gemerkt beim ersten Mal, dass du, also das ist einfach echt wirklich bei mir, weil ich halt einfach so früh implantiert worden bin und hab dann sehr viel Logopädie machen müssen und hab einfach auch den Vorteil gehabt, dass ich nachher in der Familie aufgewachsen bin.

00:08:00: Also heißt mein Vater, meine Mutter, meine Geschwister hören alle und sprechen alle normal.

00:08:04: Ich bin auch in der normalen Kindergarten gegangen.

00:08:06: Normale Grundschule und jetzt auch in der normale Regelschule.

00:08:10: Und somit habe ich einfach das Leben eher als jetzt wie du zum Beispiel erlebt.

00:08:16: Ja, als gehörende, teurende Person, wo eigentlich gar keine Abstriche gemacht werden, in Form von der Beeinträchtigung.

00:08:21: Genau.

00:08:22: So, und das ist halt, was ist denn auch gerade, wenn ich meine Haare über den Hörgeräten habe oder halt Zis korrigiere?

00:08:29: sind dann schon viele Leute dann echt so, hey, die funktionierten das.

00:08:33: Okay, das wusste ich gar nicht.

00:08:35: Und das hört man dir auch nicht

00:08:37: an.

00:08:37: Und

00:08:38: deswegen verstehe ich die Leute dann, dass sie dann immer total sind, so, hey, aber sie kann auch hören, warum kann sie, warum fährt sie dann bei den Gehörlosen mit?

00:08:45: Ja,

00:08:47: genau finde ich eine.

00:08:48: Danke, dass du sie in den Raum werfst, weil da würde ich eh mit ihr noch abgebogen, begegnen dir da Vorurteile, weil ich könnte mir vorstellen, dass jetzt Leute wie... Wie ich jetzt sagen, die davon gar keine Ahnung haben, ja gut, da bist du ja auch doch ganz normal.

00:08:59: Ja, also natürlich, es sind echt viele Leute, die dann wo man dann echt ab und zu wieder mal wieder hört.

00:09:05: Ja, aber du kannst doch hören, dann fährst du dann bei den Gehörlosen mit und es ist dann halt einfach... Man merkt dann doch immer ein bisschen einen Unterschied.

00:09:15: Also ich habe jetzt halt einfach auch den Nachteil, dass mein Gleichgewicht sind.

00:09:19: Einfach angeschlagen, dass es richtig funktioniert, wenn mir einfach ein Organ fehlt im Sinne des Organes.

00:09:25: Und somit ist es halt einfach schief geworden, weil es ein totaler Gleichgewicht Sport ist.

00:09:32: Auch einfach anstrengender für mich oder auch gerade, wenn jetzt die Sichtverhältnisse nicht gut sind.

00:09:36: ... bin ich einfach schlechter als hören den Menschen.

00:09:40: Das ist einfach so.

00:09:41: Und daran kann ich nichts ändern.

00:09:43: Und ... ... das war auch der Grund, warum ich halt gesagt habe, ich möchte ... ... zu den Gehördosen wechseln.

00:09:50: Ah, okay.

00:09:50: Du hast das dann gefordert im Prinzip?

00:09:52: Also man hat gar nicht gesagt, du musst es machen aufgrund ...

00:09:54: Nein, gar nicht.

00:09:55: Ich bin früher ganz normale Rennen gefahren.

00:09:57: Also ich war früher bei ... ... ich bin ... ... Baden-Württemberg-Kader ... ... hören denn nicht gefahren und alles.

00:10:03: Und war auch bei den Deutschland-Cups ... ... der hören denn.

00:10:06: Aber es war halt immer so bald ... ... schlechtes Wetter, aber dann wusste man direkt, ... ... es kann sich eine

00:10:12: Schublade

00:10:12: schieben, ... ... dann funktioniert nichts mehr.

00:10:14: Und das war auch wirklich so.

00:10:16: Und ja, ... ... so deswegen ...

00:10:19: Ach okay, und dann hast du dich dafür entschieden, ... ... hast gesagt, ich würde gerne den Kader der Gehörlosen, ... ... war das dann, ich sage jetzt mal eine Entscheidung, ... ... und sagt, dann habe ich es halt einfacher, ... ... weil dann ist es besser, ... ... oder auch welchen Kriterien ... ... trifft man zu einer Entscheidung?

00:10:30: Nee, also tatsächlich war das dann bei mir, ... ... ich wusste davon gar nichts ... ... von den Gehörlosen, dass es das gibt.

00:10:37: Also, ich dachte, ich wusste von den Paras, wusste, kennt man ja heutzutage.

00:10:40: Total.

00:10:41: Und wir haben ja auch überall irgendwie die olympischen Spiele.

00:10:45: Paralympics, die werden ja immer präsent getreten im, der Presse, im Fernseher.

00:10:50: Aber von den der Olympics hört man nix.

00:10:52: Und ich wusste auch selber nichts davon.

00:10:54: Und das ist halt auch krass, wenn du selber als gehörlose Person nichts davon weißt.

00:11:01: Und dann hat der Nationalthelner damals mich dann angeschrieben und dann war das so.

00:11:04: für mich so ein Grund.

00:11:05: Ich probiere mal was Neues aus, was ich gemerkt habe bei den Hüren.

00:11:09: Dann wurde es immer schwerer für mich.

00:11:12: Ja, aber toll, dass es ja auch solche Möglichkeiten gibt.

00:11:14: Schade, umso mehr, dass der mediale Fokus da nicht drauf gerichtet ist.

00:11:18: Dafür haben wir ja Adrian nicht ein, dass wir hier ein bisschen mehr machen können.

00:11:23: Jetzt gehen wir noch mal ganz kurz in deinen sportlichen Weg, Nele, weil ich es einfach total interessant bin.

00:11:27: Du hast schon so viel beschrieben, was du schon erlebt hast.

00:11:30: Was würdest du sagen?

00:11:31: Welchen Moment vielleicht von diesen ganzen vielen haben dich so jetzt auf deinem Weg am meisten geprägt?

00:11:37: Vielleicht, wo du sagst, sportlich, aber auch persönlich?

00:11:40: Ich würde schon sagen, meine ersten Deffel und Bix in der Türkei, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

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00:11:50: Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.

00:12:07: sehr beeindruckend für mich.

00:12:09: Auch einfach das ganze Team drum rum, wenn die ganze Saison richtig waren, richtig abschwitzen und einfach richtig geackert wird.

00:12:16: Und dann war auch mein Vater dabei und das war dann echt auch von der Unterstützung von daheim.

00:12:22: Haben sich alle getroffen zum Frühstück, haben sie es dann angeguckt und das war total ... Also für mich einfach mega schön.

00:12:27: Was

00:12:28: geht da in einem vor, wenn man realisiert, ich habe die erste Medaille gewonnen?

00:12:32: Ja, also ich war total, es war totales Chaos an dem Tag.

00:12:36: Da war wirklich, die hatten unten am Zielbereich, hatten sie keine Zeiten und keine Ranglisten.

00:12:42: Gut.

00:12:43: Und dann habe ich wirklich eine halbe Stunde gewartet auf dieses... Ergebnis.

00:12:49: Und dann auch alle nimmt meine ganzen Konkurrenten neben dran und die waren alle so, hey, was ist jetzt?

00:12:54: Was ist

00:12:54: jetzt?

00:12:55: Schlimmste halbe Stunde.

00:12:56: Ja, das war wirklich

00:12:57: richtig schlimm.

00:12:58: Es gibt auch ein Bild von mir.

00:12:59: Da sitze ich auf so einem Rucksack mit den Händen vor den Augen.

00:13:02: Ich war komplett fertig.

00:13:04: Ich habe zu meinem ersten Rennen gefahren und wollte natürlich wissen, wie war es jetzt.

00:13:08: Man kann es ja gar nicht einschätzen, war man jetzt gut oder hat man jetzt nicht so gut

00:13:12: abgeschnitten?

00:13:13: Vor allem in Türkei würde ich halt so gar nicht mit Ski oder nix verbinden.

00:13:17: Also haben die das dann günstig hergestellt oder

00:13:19: im

00:13:20: Winter schon dann wahrscheinlich?

00:13:21: Die

00:13:21: Türken haben tatsächlich richtig guten Schnee.

00:13:24: Sonst war sie auch richtig gute Berge.

00:13:27: Aber das ist dann echt, also ich war dann auch selber verrascht.

00:13:30: Das war echt total, also wenn sie auch einfach nah an Georgien an den Splocks sind und somit einen guten Schnitt.

00:13:40: Tatsächlich doch.

00:13:41: Und jetzt bei den Death Olympics sind ja nicht nur Menschen, die jetzt, wie du mit dem CI, das ist der Kochleihimplantat, ausgestattet sind, sondern wahrscheinlich auch Menschen, die immer noch gehörlos sind oder wenig hören.

00:13:52: Wie ist das so?

00:13:53: vielleicht innerhalb der eigenen Community der Umgang, wenn jetzt du kommst und sagst, hör ich, hör ich, total gut.

00:13:59: Also wird man da irgendwie miteinander noch mal mehr verschweißt als Community?

00:14:04: Oder merkst du schon, dass das vielleicht dann eher sogar ein bisschen komisch

00:14:08: ist?

00:14:09: Ja, es gibt schon Unterschiede.

00:14:12: Also ich habe jetzt gerade auch eine österreichische Freundin, die hüllt gar nichts.

00:14:15: Und ich selber spreche leider auch keine Gebärdensprache.

00:14:19: Sorry an der Stelle.

00:14:20: Ich auch nicht.

00:14:21: Ich bin damit

00:14:21: nicht aufgewachsen.

00:14:22: Also meine Mutter hat es zwar mal gelernt, aber ich habe sie ja relativ früh gesagt, sie soll das lassen.

00:14:26: Ich will das nicht.

00:14:29: Heute bereu es, aber ist so wie es ist.

00:14:31: Und ich kann es tatsächlich auch ein bisschen.

00:14:33: Ich verstehe es, wenn jemand spricht mit mir.

00:14:36: Und es ist gut, dass sie gut Lippen lesen kann.

00:14:38: Und ich dann ein bisschen versuch, zu improvisieren.

00:14:41: Was könnte das heißen mit den Händen?

00:14:43: Okay.

00:14:44: Und so verständigen wir uns dann eigentlich schon.

00:14:46: Und im schlimmsten Fall muss dann halt WhatsApp her.

00:14:48: Ja, klar.

00:14:49: Ja, logisch.

00:14:50: Man

00:14:50: findet immer dann irgendwelche Brücken auf jeden

00:14:52: Fall her.

00:14:53: Aber so innerhalb vom Sport, da merkt ihr dann nicht nochmal zusätzlichen Konkurrenzkampf wahrscheinlich.

00:14:58: Gar nicht.

00:14:58: Also ich finde tatsächlich bei den Gehörlosen, was ich auch eben so entspannend fand, Weil ich kannte das aus dem Hörnendenbereich, da waren nur Konkurrenz und da waren Freunde, wo danach dann plötzlich keine Freunde mehr waren.

00:15:11: und bei den Gehörlosen ist das alles sehr mit viel Respekt.

00:15:15: Also die gehen da echt alle super toll miteinander um und klar, es sind alle Sportsfrauen, Sportsmänner dort und klar, will jeder gewinnen.

00:15:24: Aber nach dem Kampf ist jeder erstmal, okay, hey, gratuliere dir.

00:15:28: Zwar schade für mich, aber ich freue mich für dich.

00:15:31: Sportlicher, fair Playgeist sollte eigentlich ja überall sein, aber ich kann mir das vorstellen, dass es vielleicht gerade aufgrund von Einschränkungen nochmal mehr gefestigt wird, wie ich sage jetzt mal in diesem Profisport, der halt medial überall präsent ist.

00:15:45: Ja, also das kann ich mir schon gut vorstellen, dass dann auch meine andere Zusammenhalt dann vielleicht auch da ist bei euch.

00:15:50: Ja, doch, mega.

00:15:52: Also jetzt raten auch mit den anderen Nationen und mit den Jungs dann auch zusammen, wenn wir dann immer zusammen sind, auf die Wettkämpfe zusammen hingehen.

00:15:59: Ist schon eine ganz eigene Bubble.

00:16:01: muss man schon sozusagen.

00:16:03: Merkst du jetzt am Status Quo noch, dass du in irgendeiner Form dich selbst beeinträchtig fühlst im Sport?

00:16:10: Durch vielleicht auch deinen Cochlear Implantat?

00:16:13: Nee, also im Sport, jetzt selber gerade beim Skifahren, es hat eben das Problem mit dem Gleichgewichtssinn, dass es bei eben bei schlechten Wetter dann halt einfach für mich schwierig wird und anstrengend wird und ich dann ja relativ schnell aufschöpft bin.

00:16:27: Aber jetzt im Alltag... gar nicht.

00:16:30: Also klar, was man sagen muss, wenn es eine laute Umgebung ist und viele Menschen sind, aber da haben ja eigentlich alle Profilene, oder?

00:16:36: Ja,

00:16:37: also ganz ehrlich, da könnte ich mich hier neben die Stellen, ich würde da auch nichts hören.

00:16:40: Ich hab das oft, wenn ich so irgendwo bin, wo viele Menschen auf einmal sprechen, dann verwurschtelt sich das alles so irgendwie und dann verstehe ich auch die Leute gar nicht mal wirklich, oder ich weiß da gar nicht, was sie mich konzentrieren sollen, dann ermüde ich auch total schnell.

00:16:53: Also ich merke, ich werde müde, obwohl das Gespräch vielleicht super interessant ist, aber das ist halt wahnsinnig anstrengend.

00:16:58: Und

00:16:59: das ist halt auch einfach für mich dann am Ende des Tages, wo ich dann halt selber dann in der Bar bestehe und dann meine Freunde alle.

00:17:05: Und dann verstehe ich nur jeden zweiten Satz und denk mir so, oh, Leute, ich würde gern mitsprechen, aber ich verstehe euch alle nicht.

00:17:10: Und ich will ja auch nicht die ganze Zeit sagen, so, hey, jetzt sag noch mal, lass ich mitkommen, jetzt komm, bitte.

00:17:15: Und das ist dann schon echt, also ich hab dann echt gute Freunde, die mir das immer wieder sagen, hey, Nele, das war's jetzt gerade.

00:17:23: Aber ...

00:17:25: Das sind so Dinge.

00:17:25: Das finde ich auch wichtig.

00:17:26: Ganz ehrlich, ich freue mich auch, wenn mir dann jemand sagt, du warst da gerade gesprochen wird.

00:17:30: Ja, also ich finde, ganz klarer Fall.

00:17:32: Ja, auf jeden Fall.

00:17:34: Jetzt hast du ja mit zwei, wenn ich weiß, angefangen, Skizu voran.

00:17:37: Also, wow, ab brutal früh.

00:17:38: Wann hattest du das Kochlerimplantat bekommen?

00:17:42: Das erste mit so einem dreiviertel Jahr, das zweite mit einer halb.

00:17:45: Oh wow.

00:17:47: Ja, aber jetzt sind wir ehrlich, da ist man ja noch nicht im Alter, wo man sagen kann, ja super, Mama und Papa, das will ich.

00:17:52: Also

00:17:52: das heißt, die haben im Prinzip entschieden, wir machen das deine Eltern.

00:17:55: oder war das irgendwie schon Konsens?

00:17:57: Also das war so, meine Eltern sind beide hier dabei, geil statt der Leute und bei uns war das so fix, dass ihre Kinder müssen Skifahren können.

00:18:05: Also es war nicht mal mit Rennen, sondern es war einfach gut Skifahren.

00:18:08: Und ich bin dann selber dann irgendwann mal mit fünf, gab es bei uns im Chiaulab so einen Kinderrennen und dann war immer so Tore, hab ich immer durchgefahren, hab ich irgendwann mal mit dem Papa gezeigt, ja, ich möchte da jetzt gern mitfahren, bin dann erster geworden bei dem Rennen.

00:18:22: und dann war Papa so, ja, wirst du das mal trainieren, öfters machen, ja, ja, und dann gab es bei uns im Heimatverein, gab es dann so einen tollen Trainer, der das dann echt schön mit uns durchgezogen hat, bis ins Jugendalter oder halt bis zwölf, elf.

00:18:38: Und so kam das dann so ein bisschen.

00:18:40: Eigentlich war das immer so nur ein Hobby für mich, das dann plötzlich zu meiner Leidenschaft geworden ist und auch dann eben zum Leistungssport.

00:18:47: Ja krass, also mehr als Leidenschaft tatsächlich inzwischen.

00:18:51: Und ich meine, das Kochlehr-Implantat, hattest du ja dann, warst du noch Jünger im Prinzip, war das für deine Eltern klar, das zu machen?

00:18:57: oder war das dann ein Zufall eigentlich, dass sie davon erfahren haben?

00:19:00: Also bei den Geburtstcheck, da gibt es ja immer so ein Checks, ob die Kinder irgendwie Probleme haben und da... Ich hieß bei mir eigentlich alles okay.

00:19:07: Ich sollte hören, auch alles gut.

00:19:10: Und dann nach einem halben Jahr reagieren eigentlich die ersten Kinder ja auf irgendwelche Signale.

00:19:14: Und das habe ich halt absolut nicht.

00:19:15: Und dann war meine Mutter schon so, hm, das ist komisch.

00:19:18: Ist dann zu einem Ordenarzt, der ja so und so ist es, der sie hört echt nichts.

00:19:24: Er hat schlecht zumindest.

00:19:25: Ja, wir probieren es mal mit einem Hörgerät.

00:19:27: Also das ganz normale.

00:19:29: Aber das hat halt bei mir auch nicht angeschlagen.

00:19:31: Und dann haben sie gesagt, ja, sie sollen mal nach Freiburg gehen und sich raten lassen.

00:19:35: Und dann war das relativ schnell klar für sie.

00:19:37: Sie probieren es auf jeden Fall, weil schlechter kann es ja nicht werden.

00:19:42: Klar, ja, aber ich find's toll, dass sie dann halt auch schon die Offenheit hat, um zu sagen, ich probier das, weil ganz ehrlich, da warst du noch sehr, sehr klein.

00:19:49: Und da hätt ich jetzt als Elternteil vielleicht schon sorgegeht, da war's schief oder klappt's überhaupt.

00:19:53: Ja, klar,

00:19:54: also das hatten sie auf jeden Fall.

00:19:56: Also, sie sind da nicht zwingig, ja, ja, das passt auf jeden Fall.

00:20:00: Machen wir mal.

00:20:00: Ja, machen wir mal.

00:20:01: Aber nein, sie waren dann schon so, meine Mutter ist dann eh so eine zichträbige Person, die das dann auch sagt, hey.

00:20:08: Sie möchte ihr im Kind alles geben, dass es überhaupt geben kann.

00:20:11: Und das war halt auch eine Sache, was sie dann halt eben auch so gesagt hat, dass es halt eben dieses Hörgerät oder dieses CI, der ist ja dann für mich eigentlich nur Profit.

00:20:22: Und ich kann dann wie ganz normaler Mensch in dem Fall aufwachsen.

00:20:26: Und das war für sie so, ja.

00:20:28: Das muss man auf jeden Fall machen.

00:20:29: Ja, ich finde das toll.

00:20:31: Ich meine, deine Sportart finde ich auch sehr faszinierend.

00:20:34: Ich bin ehrlich, ich gehöre nur zu der Schlittenfahrkategorie, danach ist Ende.

00:20:38: Ich habe es aber auch nie gelernt, ehrlich gesagt.

00:20:39: Also, ich glaube, jetzt würde ich mich nicht mehr trauen, anzufangen.

00:20:44: So, das sagen mir auch viele, dass sie sagen, ja, ich verstehe es, weil ich glaube, das muss man schon sehr früh beginnen, wahrscheinlich den Skisport oder dass man sich da traut auch.

00:20:51: Also, ich sage immer, das kommt auf den Typ drauf an.

00:20:53: Also... Klar, es gibt Leute, die können es noch mit dreißig lernen.

00:20:57: Keine Frage.

00:20:57: Ich kenne auch Leute, die haben es mit vierzig und eineinhalb von einer Woche noch gelernt.

00:21:00: Wow, ja.

00:21:01: Aber es gibt Leute, eben wie ich, mit zwei Jahren.

00:21:06: Dann gibt es Leute, die mit achtzehn angefangen haben.

00:21:08: Also ich habe auch einen Freund von mir, der hat erst vor zwei Jahren Skifahren angefangen.

00:21:12: Und ich denke immer so, das kommt ja dann drauf an.

00:21:15: Wie wirst du es betreiben?

00:21:16: Klar,

00:21:16: ja.

00:21:17: Jetzt klar, wie ich, da sage ich schon, da wird es ein bisschen schwierig.

00:21:21: Aber solange du den Berg runterkommst, dann fangst du an, probierst wenigstens.

00:21:26: Und wenn du es dann probiert hast, dann kannst du immer noch sagen, oh nee, die Knochen, das geht nicht mehr.

00:21:31: Ja, also

00:21:31: runterkommen würde ich auch.

00:21:32: Die Frage ist nur, wie?

00:21:33: Ja,

00:21:34: und ob Spaß macht.

00:21:35: Das ist das Wichtigste, dass es Spaß macht.

00:21:38: Wenn es keinen Spaß macht, dann.

00:21:40: Ja, das heißt, du bist ja eigentlich mehr oder weniger unverhofft in diesen Profisporten so rüber reingekleitet mit den Skiern.

00:21:48: Aber das sind ja noch mal ganz andere Bedingungen.

00:21:50: Also ich könnte jetzt wahrscheinlich nicht, wenn ich mit den Sechzehn anfange Skid zu fahren, es macht Spaß sagen.

00:21:54: Ich werde jetzt Profi Skialpin fahren, oder?

00:21:56: Ja,

00:21:56: das ist dann schon, da fällt dann die jahrelange Training, Erfahrung, Technik auch am Ende des Tages.

00:22:02: Das ist so, Skifahren ist schon sehr komplex.

00:22:05: Und was man halt auch sagen muss, beim Skifahren ist es sehr viel Kopf.

00:22:08: Ja, ja.

00:22:09: Also das ist schon echt, da habe ich selber schon Erfahrung gemacht mit dem Kopf.

00:22:14: Da gab es dann echt Jahre, wo ich dann oder ein Jahr, da bin ich jedes Rennen ausgeschieden.

00:22:19: Also da war wirklich ein Lauf, wo ich durchgekommen bin.

00:22:22: Aber sonst jedes Rennen war ich draußen.

00:22:23: Und was würdest du sagen, weil du sagst, wie man im Kopf ist, ist es dann eine mentale Geschichte?

00:22:27: Ja, hundert Prozent.

00:22:29: Also mental ist echt beim Skifahren fast so.

00:22:32: Echt?

00:22:32: Okay.

00:22:33: Denkt

00:22:33: man gar nicht, aber... Du stehst am Start und dann musst du so überzeugt sein von dir selber, dass du da jetzt runter fährst und so per Lauf fährst.

00:22:42: Und das zwei Läufe.

00:22:43: Und das sind eineinhalb Sekunden, die du performust.

00:22:46: Ich wollte gerade sagen, es geht ja nie lang.

00:22:47: Nee, das sind eineinhalb Sekunden, wo man performen muss.

00:22:49: Und wenn man nicht performt, dann kann es halt so aus sein, dass der ganze Tag kacke ist.

00:22:55: Du bist nicht durchgekommen, bist eingefädelt, bist rausgeflogen, bist gestürzt, auch am Ende des Tages.

00:23:01: Das ist dann schon echt komplex.

00:23:03: Was hilft dir, um da, sagen wir mal, hundert Prozent am Start Vollgas geben zu können?

00:23:08: Also was brauchst du da mental?

00:23:10: Zwischen Musik.

00:23:11: Tatsächlich, inzwischen denkt man gar nicht als Gehörlose, aber inzwischen tatsächlich ist schon so ein bisschen die Musik am Start, so ein bisschen pust und dann brauche ich die absolute Ruhe im Starthaus.

00:23:22: Also da bin ich dann echt dankbar dafür, dass dann die CIs dann rauskommen bei den Gehörlosen und dann müssen die CIs dann raus.

00:23:30: Und da finde ich absolut den Fokus.

00:23:33: Also das merke ich auch, wenn ich heutzutage noch hörende Rennen fahre und Mitziis fahre.

00:23:37: Ich bin nicht so konzentriert wie bei den

00:23:38: Gehörlosen.

00:23:39: Ja klar, du bist abgelenkt halt immer

00:23:40: durch.

00:23:40: Ja, immer irgendjemand, dann hörst du den Funk.

00:23:43: An der Stelle ist gerade schwierig, an der Stelle ist Eis.

00:23:47: Oh, an der Stelle ist der Vollläufer vor dir rausgeflogen.

00:23:49: Dann denkst du auch immer so, ach, toll.

00:23:51: Das muss ich jetzt nicht wissen, dass der jetzt rausgeflogen ist, oder?

00:23:54: Ja, super.

00:23:54: Jetzt komm ich, Klasse.

00:23:55: Ja, super.

00:23:57: Das heißt aber, du kannst wechseln zwischen Rennen fahren mit CI und ohne?

00:24:01: Okay.

00:24:02: Ja,

00:24:02: das mache ich heute noch.

00:24:03: Ach cool.

00:24:03: Ich fahre jetzt heute noch tatsächlich ab und zu mal noch höher in der Rennen.

00:24:07: Und fahre aber auch noch gehörlose Rennen, weil ... Bei den Gehörlosen gibt es einfach leider nicht mehr diese Rennhärte oder halt auch nicht mehr dieses viele Rennen jedes Wochenende.

00:24:15: Es sind immer weniger.

00:24:18: Es wissen einfach weniger Leute davon.

00:24:21: Klar, also ehrlich gesagt habe ich vor dir noch nie was davon gehört.

00:24:24: Deswegen ich lerne hier immer, auch bei Adrian nicht ein von meinen Gästen.

00:24:28: Ich finde es total spannend.

00:24:29: Also weil ich fand jetzt auch toll, dass du quasi selber sagst.

00:24:32: Ich fahre auch Gehörlose, aber ich fahre genauso für hörende Rennen.

00:24:36: Was machst du lieber?

00:24:38: Also von den Leuten her tatsächlich über Gehörlosen.

00:24:40: Okay, doch die Community dann.

00:24:42: Also bei den Hörlenden, ich fahre jetzt zwar nicht mehr so hochklassig Hörländerinnen, aber selbst da ist schon so bisschen irgendwie, man kennt die Leute ja doch schon früher und dann ist halt auch immer wieder auch der wieder und da kommt sie wieder mit ihren Gehörlosen rennen und da ist schon echt viel Neid.

00:25:00: dann noch, wo ich mir denke, Leute, gönnt es mir doch einfach, ich fahre doch hier einfach nur aus Spaß mit.

00:25:07: Lass es doch einfach, aber...

00:25:10: Ja gut, ich glaube, das haben wir überall.

00:25:13: Was würdest du sagen im Gegensatz zu anderen Sportarten?

00:25:15: Was fasziniert dich am Skialpien?

00:25:18: Was ist es dann letztendlich, warum du sagst, dafür schlägt mein Herz?

00:25:21: Das ist für mich... Also, das ist so ein einzelnes Sport, wo ich halt sage, ich bin halt so ein bisschen die Person, wenn es ein Problem gibt, also jetzt gerade beim Fußball, das könnte ich gar nicht, wenn dann... irgendwie einer kein Bock hat auf den Platz zu stehen und dann irgendwie ein ganz schönes Kick spielt und ich selber aber alles gibt.

00:25:43: Und dann spielte da ein Scheiß rum und ich selber denke mir so, ja, danke schön, so.

00:25:47: Leute,

00:25:48: jetzt mach doch mal ein bisschen hin.

00:25:49: Da wär ich so sauer.

00:25:50: Ja,

00:25:51: ich kann's verstehen.

00:25:51: Ich hab Fußball gespielt und ich war im Tor.

00:25:53: Das heißt, eigentlich war ich auch so ein bisschen für mich.

00:25:56: Und trotzdem hast du auch davon gelebt, ob deine anderen zehn Kollegen das gut gemacht haben.

00:26:01: Das ist der schlimmste Moment, wenn du merkst, du kannst nichts ausrichten.

00:26:04: Ja, genau.

00:26:04: Und du kannst nichts mehr ändern an der ganzen Sache.

00:26:06: Und das ist beim Einzelsport das Geile.

00:26:07: Es ist zwar hart, aber du bist immer der Fehler.

00:26:11: Wenn's irgendein Fehler ist, dann musst du bei dir suchen.

00:26:14: Und das find ich geil, weil man selber so, okay, das hast du selber verkackt.

00:26:19: Jetzt musst du selber gucken, wie du das singst.

00:26:20: Okay, viele scheuen sich ja davor, dass man sich selber mit sich reflektieren muss und sagen,

00:26:25: das war auch was

00:26:27: hab ich

00:26:28: dazu.

00:26:28: Ist das klipp und klar vorgegeben, so, hey, wir können zwar mit dem Physio, mit dem Trainer, was auch immer arbeiten.

00:26:34: Aber es ist jetzt nicht mehr jemand, der irgendwie auf den Platz rumrennt und kein Bock hat.

00:26:38: Und du selber denkst, super, danke schön.

00:26:40: Ich will es, spiel jetzt aber gewinnen.

00:26:42: Aber gewinnst dich, weil du kein Bock hast.

00:26:44: Ja,

00:26:44: absolut.

00:26:45: Wobei, soweit ich weiß, tritt man doch auch immer in so Mannschaftsteams an, oder?

00:26:49: Ja, beim Skifahren ja.

00:26:51: Aber dadurch, dass alle so ein Einzelsport, also Einzelkämpfer sind,

00:26:56: sind

00:26:56: alle ambitioniert, ihr bestes da zu geben.

00:27:00: Weil es dann schon immer relativ schnell so ist, wenn man in dem Team dann nicht so gut ist.

00:27:04: Dann ist schon direkt so, oh Scheiße, die anderen sind schneller als ich.

00:27:07: Ich muss noch ein bisschen mehr drauf geben.

00:27:09: Da ist schon eher mal der Gedanke, ich muss da alles geben, sonst fliegt es relativ schnell raus.

00:27:16: Wow, also finde ich toll, auch danke, dass du uns mal den Blick da gibst in deinen Alltag eigentlich, weil das ist ja wirklich bei dir nicht nur Hobby, sondern es ist ja wirklich, kann man auch sagen, ein Stück weit Beruf.

00:27:26: Ja, ein Stück weit schon Beruf jetzt.

00:27:27: Also du hast gesagt, klar machst du die Regelschule, aber dein Wunsch ist es wahrscheinlich so lange, als möglichen Profisport zu bleiben.

00:27:34: Ja, also so lang wie es finanziell auch möglich ist, weil wer einfach als gehörlose Sportler leider nicht so viel verdient, jetzt normale, die halt einfach die Präsent.

00:27:43: Also in der Medien, die Sponsoren, also das geht selbst im Parabereich besser als uns.

00:27:51: Leider.

00:27:52: Ja.

00:27:52: Bevor ich noch mit dir, auch noch in Entweder-Oder, Geli Venele, weil es gibt ja immer hier bei Adrian Ledein, habe ich noch zwei Fragen an dich.

00:27:59: Und zwar würde ich gerne, wenn du jetzt jungen Menschen auch was mitgeben könntest.

00:28:03: Ich meine, du bist ja jetzt noch voll in der Piercoupe.

00:28:05: Ich bin schon ein bisschen weit weg davon so langsam.

00:28:08: Aber die vielleicht selber jetzt auch eine Hörbeeinträchtigung haben und trotzdem vielleicht auch eine Begeisterung.

00:28:12: zu Sport.

00:28:13: Was würdest du den Menschen mitgeben?

00:28:15: Was dürfen sie von dir und deinem Weg lernen?

00:28:17: Es einfach machen.

00:28:19: Also ich denke mir dann immer so, hey, wenn sie auch noch bei den gehörenden Rennen sind oder was auch immer sie machen, sollen sie es machen und aber sie sollen immer noch so ein bisschen im Hinterkopf behalten.

00:28:31: Die Sportadvorsierung aus eben gibt es vielleicht auch im gehörlosen Bereich und das könnt dann auch vielleicht einfach... für sie einfach, einfach auch irgendwie ein Stück weit sein, weil dann lernen sie vielleicht neue Leute kennen.

00:28:41: Also ich bin schon einfach.

00:28:43: Absolut.

00:28:44: Und auch Sport ist ja auch bereichernd.

00:28:45: Also ich meine, wie du sagst, neue Menschen kennenlernen, Teamgeist je nach Sportart zu entwickeln, auch, wie du sagst, eine Resilienz zu entwickeln.

00:28:52: Du hattest sicherlich auch Zeiten, hast ja vorhin beschrieben, wo es mal nicht so gut lief oder du hast vielleicht auch Verletzungen gehabt, Stürze und so, sich dann wieder aufzuraffen und zu sagen, ich gehe wieder an Start.

00:29:01: Das ist auch nicht so einfach.

00:29:02: Ja, das ist tatsächlich Verletzungs.

00:29:04: frei bin ich geblieben.

00:29:05: Das war echt mein Glück, dass ich echt nicht großartige Verletzungen hatte.

00:29:09: Vielleicht mal parteilasehende Entzündungen, zwei Wochen Ausfall, aber das war jetzt nicht schlimm.

00:29:14: Also da war dann eher schon mentale Probleme, dass es dann wirklich mal zwei Jahre hatte, wo gar nicht gelaufen ist und dann plötzlich... Olympische Saison und dann ging es bergauf.

00:29:25: Ja, weil du wahrscheinlich mental anders dann auch daraufhin gearbeitet hast,

00:29:28: ne?

00:29:29: Ja, man muss auch etwas sagen.

00:29:30: Ich hatte ein super Team um mich drum.

00:29:31: Also ich hatte zwei Jungs, die auch noch in meinem Team waren und das war einfach mega.

00:29:36: Ich hatte einen super Serviceman, ich hatte damals einen super Code-Trainer, mit dem ich echt gut und viel gearbeitet habe und auch einfach, was man sagen muss, Skifahren ist doch einfach sehr elternlastig noch.

00:29:47: Also meine Eltern stehen immer noch hundert Prozent hinter mir und habe auch viel mit denen noch gesprochen oder auch mit dem Kindheitstrainer, wo ich vorhin angesprochen hatte.

00:29:55: Den habe ich dann auch echt viel gearbeitet, dann noch ab und zu mal.

00:29:58: Und einfach, ich finde manchmal hilft einfach reden.

00:30:00: Jetzt hilft immer.

00:30:02: Ich hab's immer.

00:30:02: Wenn irgendjemand

00:30:05: was ist, redet mit den Leuten.

00:30:06: Definitiv.

00:30:07: Und es ist ja auch schön, wie du beschreibst sogar dein Kindheitstrainer.

00:30:09: Der kriegt ja sicherlich auch ultra stolz.

00:30:11: Ja,

00:30:12: der platzt fast voll stolz.

00:30:15: Okay, dann möchte ich von dir noch wissen, bevor wir in Entwederoder gehen, weil ich es gerade wegen deinem Weg so toll finde.

00:30:20: Was bedeutet Erfolg für dich?

00:30:24: Erfolg ist eigentlich so ein bisschen, man setzt sich ja selber als Mensch so ein bisschen seinen Ziel.

00:30:31: Und das zu erreichen.

00:30:32: Das heißt nicht unbedingt, irgendwelche Siege einzufahren, irgendwelche Werden zu gewinnen, Spiele zu gewinnen, Medaillen zu holen, sondern einfach dasselbe für sich zu erreichen, was man immer wollte.

00:30:43: Seine Vision oder seine...

00:30:44: Ja, genau.

00:30:45: Die Visionen einfach zu verwirklichen.

00:30:47: ... die man als Kind hatte.

00:30:48: Ja, ich geb dir Rechen.

00:30:49: Das muss nicht immer eine Medaille sein ... ... oder irgendwas.

00:30:51: Das kann einfach sein, ich möchte das ... ... bis dann erreicht haben.

00:30:54: Ja, es

00:30:55: reicht

00:30:55: auch schon einen Schulabschluss.

00:30:56: Wenn man sagt, ich will ein Eins, ... ... fünf war Abi haben, dann ... ... wenn man es dann schafft, dann ist ein Erfolg.

00:30:59: Ja, jetzt

00:31:00: wissen wir mal, ... ... was du für ein Abi haben willst.

00:31:04: Ja, das wird's wahrscheinlich nicht, aber

00:31:05: ... ... mit den

00:31:07: Fehlzeiten, wo ich hab ...

00:31:08: Ja, aber da ist der Schwach halt ... ... deinen Herzensding.

00:31:10: Ja, das ist einfach ... ... also ich habe jetzt ... ... wir haben jetzt September-Schule, ... ... der gab jetzt Dezember.

00:31:15: Ich war glaube ein Monat in der Schule, wenn man es so hochrechnet.

00:31:18: Also das ist dann schon echt.

00:31:20: Naja.

00:31:21: Also schön für mich.

00:31:22: Das klappt schon, keine Sorge.

00:31:23: Aber

00:31:24: ich denke immer, es schaffen hier so viele Leute, dann schaffst du es auch, nachher durchzurücken.

00:31:28: Auf jeden Fall.

00:31:28: Auf jeden Fall.

00:31:29: Also ich kann es dir aus meiner Vergangenheit berichten.

00:31:31: Es haben viele Leute geschafft, wo ich gedacht habe, okay.

00:31:34: Und sie haben es geschafft.

00:31:35: Genau.

00:31:35: Eben.

00:31:36: So muss man es ja lachen.

00:31:37: Das ist ein

00:31:38: positives Ding.

00:31:38: Irgendwie geht es immer.

00:31:40: Nele, da nehme ich dich mit in Entwederoder.

00:31:42: Das heißt, du darfst ganz spontan aus dem Bauch heraus entscheiden.

00:31:45: Ich werde dir immer zwei Wahlmöglichkeiten geben.

00:31:48: Geht um dich, geht um deine Person.

00:31:49: geht aber auch nur ein bisschen um Sport und du darfst einfach sagen, was du vielleicht gerade dazu fühlst und wenn du noch kurz was dazu sagen willst natürlich auch.

00:31:57: Also wir wissen ja, du bist viel unterwegs, du hast hartes Training, du bist echt ein Kalender, ist voll bis oben hin.

00:32:03: Dennoch will ich von dir wissen, wie sieht denn so der Alltag aus?

00:32:06: Morgenmensch oder Nachtäule?

00:32:08: Morgenmensch.

00:32:09: Oh echt?

00:32:10: Ja, also ich war früher in der Nachtäule.

00:32:12: Also früher nur gelernt in der Nacht.

00:32:15: Aber inzwischen so seitdem ich wirklich ein so dieses Training dann schon in der Früh um fünf Uhr aufstehen habe, ist schon inzwischen schon eher Morgenmensch.

00:32:24: Auch wenn ich tatsächlich Krafttraining am Morgen nicht mag, das geht gar nicht.

00:32:27: Also da könnte ich dann manchmal echt.

00:32:29: Ja, was geht morgen?

00:32:31: Joggen oder so?

00:32:32: Joggen, so ab neun Uhr.

00:32:34: Okay, dann können wir darüber reden.

00:32:36: Aber nee, ich finde tatsächlich so Dehnungsübungen oder Sprümmen am Morgen früh voll in Ordnung.

00:32:42: Aber der Rest, der könnte mich

00:32:43: jagen.

00:32:44: Okay, wenn du wählen müsstest, ich sag es schon ein bisschen gespoilert, aber ich will es trotzdem wissen, Teamwork oder Einzelkämpferin?

00:32:51: Ja,

00:32:51: Einzelkämpfer.

00:32:52: Okay, auf jeden Fall.

00:32:53: Okay, Berge oder Meer?

00:32:56: Boah, das ist schwierig.

00:32:59: Ich weiß, ich bin gemeint.

00:33:01: Ich würde sagen sogar mehr.

00:33:02: Ach was?

00:33:03: Ja, weil das Meer hilft mich zum Ausgleich.

00:33:07: Ah, okay, ja klar.

00:33:08: Also die Berge sind so mein, ich bin da immer.

00:33:11: Also ich bin bis mal in den Bergen, dann bin ich wieder ab September in den Bergen und dann freue ich mich einfach nach der Saison.

00:33:18: So richtig schön, drei Wochen anzumehr zu gehen.

00:33:21: Kann

00:33:21: ich völlig verstehen.

00:33:22: Das ist

00:33:22: so ein richtig cooler Ausgleich, wo ich dann hab.

00:33:25: Und deswegen würde ich schon sagen, fast mehr.

00:33:27: Okay, dann locken wir das ein.

00:33:29: Alles gut.

00:33:29: Und dort fährst du dann Wasserski.

00:33:30: Genau.

00:33:32: Das steht auch doch über ein Tattoo.

00:33:35: Du hast schon erzählt, deine Liebes, auch die Musik inzwischen, auch die dich mental so ein bisschen ärdet.

00:33:40: Das heißt, für mich als Wahlmöglichkeit habe ich dabei Musik spüren oder Stille genießen.

00:33:47: Ich weiß, ich bin gemein.

00:33:48: Das ist echt gemein.

00:33:49: Aber die Stille ist halt auch schon richtig schön.

00:33:53: Einfach mal komplett runterkommen.

00:33:56: Also am Abend sind so Stille echt schon schön.

00:34:00: Nach

00:34:01: einem

00:34:01: stressigen Tag ist es schon echt ganz cool, wenn ich die Hörgeräte rausziehen kann und nichts hören

00:34:07: muss.

00:34:07: Da beneide ich dich tatsächlich, weil ich habe das immer noch so, gerade im Sommer oder so, wenn du noch Geräusche hörst, hey,

00:34:12: furchtbar.

00:34:13: Ja, ich kann es voll verstehen.

00:34:15: Ich verstehe das voll.

00:34:16: Also, ich denke mir dann immer so, boah, wenn ich da noch meine Schwester rumhör, wenn sie draußen rumschreit mit meiner Mutter

00:34:22: oder

00:34:23: sei es auch die kleinen Kursor, sei es ein Hund, wo ich mir denke, ach komm, sei doch mal bitte einfach

00:34:28: ruhig.

00:34:28: Da hast du definitiv den Bodus damit, also auf jeden Fall.

00:34:32: Dann bin ich doch noch abschließend hier, will ich von dir wissen, ja, war es eigentlich so ein bisschen noch... Es wird am Schluss emotional, aber wir beantworten es trotzdem mit den Augen hören oder mit dem Herz verstehen.

00:34:44: Mit dem Herz verstehen.

00:34:46: Ja.

00:34:46: Doch, Herz verstehen.

00:34:47: Ja, ist ein Herzmensch.

00:34:48: Ja, doch.

00:34:48: Total.

00:34:49: Also, ich bin auch total mitfühlend.

00:34:52: Also, wenn mir Menschen irgendwas erzählen, was total krass ist, dann ist dann schon voll auch, dass ich dann übergeschockt bin und dann weiß ich grad nicht, was ich sagen soll, obwohl ich eigentlich am liebsten grad so gern schon was sagen möchte, weil die Menschen reden ja mit mir, um irgendeine Antwort zu

00:35:04: bekommen.

00:35:04: Ja, ja, klar.

00:35:05: Und dann bin ich total erst mal so, okay, darauf muss ich jetzt erst mal klarkommen.

00:35:09: Gib mir kurz den Minute, dann sage ich schon, was ich denke.

00:35:12: Ja,

00:35:13: aber es ist schön.

00:35:13: Also, das heißt, du machst dir auch Gedanken, wenn jemand was erzählen will, ist dir nicht

00:35:16: egal.

00:35:16: Ja, ja, sicher.

00:35:17: Also, manchmal zu viel.

00:35:18: Ich muss grad sagen.

00:35:19: dass das nicht zu nahe ist.

00:35:20: Ja, manchmal auch noch zu viel.

00:35:23: Liebe Nelly, jetzt darfst du natürlich auch wie alle anderen hier aus einer Kategorie über das Gestern, heute oder morgen wählen.

00:35:29: Ich kenne auch manche Fragen noch nicht, aber die werden wir abschließend jetzt miteinander besprechen.

00:35:33: Und du bestimmst über was wir reden.

00:35:35: Gestern, heute oder morgen?

00:35:36: Morgen.

00:35:37: Einen Morgen.

00:35:37: Aha, ja klar.

00:35:38: Blicken die Zukunft.

00:35:39: Genau.

00:35:40: Das ist keine Vergangenheit mehr.

00:35:42: Also dann mische ich für dich hier.

00:35:44: Du bist Zeugen.

00:35:45: Ist ja nix gefelgt.

00:35:46: Und du darfst dir dein Schicksal auch selber ziehen.

00:35:48: Oh

00:35:49: je, schauen wir mal, dass ich das ziehe.

00:35:51: Ja, ich spreche... ... über

00:35:52: die goldene Mitte.

00:35:53: Ja,

00:35:53: genau.

00:35:54: Ich spreche mit der Nele im Morgen über...

00:35:57: Soll ich es vorlesen oder du?

00:35:58: Du darfst es auch gerne.

00:36:01: Als welches Tier möchtest du wieder geboren werden?

00:36:04: Oh.

00:36:04: Der Löwe.

00:36:05: Oh.

00:36:06: Löwe, warum Löwe?

00:36:08: Die sind so starke Tiere.

00:36:09: Ja, das stimmt.

00:36:10: Die sind schnell.

00:36:12: Stark.

00:36:13: Und ich finde... Die haben so eine Ausstrahlung von Mut, auch am Ende, so eine klitzekleine Arroganz.

00:36:23: Bisschen ja, wobei die sind ja auch super vorhin, schlafen viel.

00:36:27: Ja, das tue ich auch gerne, schlafen, aber nee, aber ich finde schon der Niveau.

00:36:32: Ja,

00:36:32: Niveau finde ich auch schön.

00:36:33: Ich finde ein schönes Tier.

00:36:34: Was würde ich gern, wenn ich wieder geboren werden würde?

00:36:37: Ich weiß es gar nicht.

00:36:39: Klappt ein Bär.

00:36:40: Bär?

00:36:41: Bär könnt ich mir schön ... So der

00:36:42: Winterschlaf.

00:36:42: Ja, genau.

00:36:44: Im Winter verkrieg ich mich dann meine ... Ja, genau, in die Höhle.

00:36:46: Im Sommer komme ich ganz verflattert wieder raus und denke, oder?

00:36:49: Jetzt beginnt

00:36:50: die schönste Zeit.

00:36:51: Zum Bär, die finde ich irgendwie so gemütlich.

00:36:52: Aber es ist trotzdem auch stark, können sich auch wehren, wenn mal was ist so.

00:36:55: Stimmt,

00:36:56: ja.

00:36:56: Doch ein Bär ist auch eigentlich ganz cool.

00:36:58: Bär geht halt bei mir nicht, weil ich im Winter halt meine Arbeit zu tun ... Ja, das

00:37:01: stimmt.

00:37:01: Da kann ich den Winterschlaf machen.

00:37:03: Da kann ich den schlechten Winterschlaf

00:37:04: machen.

00:37:04: Nele, jetzt hast du noch die verantwortungsvolle Aufgabe.

00:37:07: Ich kriege ja immer von einem Mensch ... der in der Folge davor war, eine Kettenfrage mit für meinen nächsten Gast.

00:37:12: Wohlwissend, dass die Person nicht weiß, wer kommt.

00:37:15: Das ist noch nicht so ganz alt bei Adrian Lett ein.

00:37:18: Deswegen haben wir da das neu eingeführt.

00:37:20: Du darfst natürlich dann auch eine Frage hinterlassen, wenn du möchtest.

00:37:24: Mein Gast vorher möchte von dir wissen, was ich jetzt im Sportlichen natürlich auch wieder interessant finde.

00:37:29: Welche Herausforderungen würdest du noch einmal annehmen, selbst wenn du wüsstest, dass du scheitern könntest?

00:37:39: dass der Wechsel zu den gehörlosen Stückweiß-Jahrausforderungen war.

00:37:43: Wäre das schon andere Menschen waren und ich damit halt absolut nicht vertraut war.

00:37:50: Und dann auch ein Stückweise ja dann auch die der Olympics sind ja dann ein bisschen verbunden damit, also ich würde schon sagen.

00:37:57: Und vielleicht sogar auch der Umzug nach Freiburg.

00:38:00: Ich komme eigentlich nicht von hier.

00:38:02: Ich bin eigentlich aus Tuttling und bin eben ins Wortetag nach vor drei Jahren gewechselt.

00:38:07: Und das war auch schon so ein Stück weit.

00:38:10: Auch eine Herausforderung.

00:38:11: Das glaube ich.

00:38:12: Das war so ein bisschen mit dem Wechsel grad zu den Gehörlosen.

00:38:16: Auch der Wechsel vom Wohnort.

00:38:19: Neue Leute.

00:38:22: Also für mich persönlich dann auch stückweise nicht mehr die Bubble daheim gehabt und das war dann schon echt manchmal hart.

00:38:29: Aber war schön.

00:38:30: Würdest du sagen, jetzt was würdest du wieder machen?

00:38:32: Okay.

00:38:33: Schön, würdest du auch eine Frage für den nächsten Gast hinterlassen?

00:38:36: Mal schauen,

00:38:37: was wir von dir bekommen.

00:38:38: Oh, das

00:38:39: ist echt schwer.

00:38:41: Also, was würdest du sagen, was du in deinem Leben wieder machen würdest?

00:38:50: Also, kappst du schon mal, dass jemand, was er bis heute noch nicht bereut?

00:38:55: Ja, wir hatten nur mal was das Verrückteste war, quasi.

00:38:58: Aber

00:38:58: das können wir ja machen.

00:38:59: Also, was bereust

00:39:00: du?

00:39:00: Und wenigstens soll ein Leben vielleicht dann auch einstecken.

00:39:04: Also ein Moment oder ein Tag, wo die Person sagt, das bereue ich auf gar keinen Fall und würde

00:39:08: ich wieder tun.

00:39:08: Ja, würde ich wieder so machen oder?

00:39:09: Also, nehmen wir doch mit.

00:39:10: Finde ich gut.

00:39:11: Finde ich interessant.

00:39:12: Super.

00:39:13: Perfekt.

00:39:14: Ey, Nele, ich danke dir von Herzen, dass du Gast hier bei Adrian Let ein warst, dass du

00:39:18: so

00:39:18: viele Facetten irgendwie jetzt von dir gezeigt hast.

00:39:21: Ja, einmal natürlich auch nochmal das Thema Gehörlosigkeit und Kohleimplantat, was ich super interessant finde.

00:39:26: Also für alle, die da tiefer eintauchen wollen, wie gesagt, es gibt ja auch noch die Folge mit der Ulrike Berger.

00:39:30: Absolut, anhören gerne.

00:39:30: Da geht man ein bisschen technisch rein.

00:39:32: mir dir die Daumen für alles, was noch auf deiner sportlichen Laufbahn oder Karriere auf dich wartet.

00:39:38: Jetzt ist ja Hochsaison, wir nehmen ja im Winter auf, also von dem her, jetzt bist du eifrig unterwegs.

00:39:43: Alles Gute dir, wirklich vielen, vielen Dank und ich würde sagen, bleibt gesund.

00:39:46: Das ist das Wichtigste, keine Verletzung, keine Stürze.

00:39:49: Ja,

00:39:49: absolut, danke schön.

00:39:50: Ich drück dir die Daumen von Herzen.

00:39:52: Danke.

00:39:53: Danke.

00:39:54: Dann bedanke ich mich auch bei allen, die eingeschaltet haben.

00:39:56: Hier wieder bei Adriane Lett ein.

00:39:58: Wenn ihr wollt, ich werde auch die Kontakt dann von der Nele in die Shownutz packen.

00:40:01: Dann könnt ihr sie gerne verfolgen, wo sie vielleicht gerade unterwegs ist, sportlich oder was sie so macht.

00:40:05: Ihr könnt natürlich, wenn ihr Fragen habt, auch noch gerne ihr schreiben.

00:40:08: Ganz klar.

00:40:09: Vielleicht sind ja noch Fragen offen zum Sport oder zum Thema Gehörlosigkeit etc.

00:40:13: Pp.

00:40:13: Dann meldet euch oder dürft auch mir schreiben natürlich und ich leid's dann an die Nele

00:40:17: weiter.

00:40:17: Ja, also gerne.

00:40:19: Also jetzt gerade euch können wir vorstellen, dass dann auch Fragen kommen.

00:40:22: kann ich dann auch in der Sparta zum Gehörlosenverband wechseln.

00:40:26: Also gerne schreiben, dann einfach, wenn was ist.

00:40:28: Perfekt.

00:40:29: In diesem Sinne, danke fürs Einschalten.

00:40:30: Bis zum nächsten Mal bei Adriane Lett ein und alles Gute, Diannele.

00:40:33: Tschüss.

00:40:34: Danke.

00:40:34: Tschüss.

00:40:34: Tschüss.

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