... Markus Knoll, feuchte Hände im Wunsch-Punsch & die letzten 2 Minuten im Auto
Shownotes
In dieser Episode tauchen wir mit **Markus Knoll **tief in die Radiowelt ein – vom ersten Casting und der Ausbildung zum Bankkaufmann, über BWL und das Volontariat bei Radio IN bis zum Wechsel ins Funkhaus Ortenau.
Aus „nur moderieren und um 13 Uhr an den Baggersee“ wurden Jahrzehnte Radiopraxis: Heute Geschäftsführer/Gesellschafter, Moderator und leidenschaftlicher Programm-Mensch bei HITRADIO OHR (regional) und SCHWARZWALDRADIO (bundesweit).
Markus erzählt, wie Vorbereitung und Spontanität zusammenspielen, warum Redaktion, Hörer-Talks, Schnitt & Produktion während der laufenden Sendung echte Handarbeit sind – und weshalb die Musikplanung mit Trennregeln, Dekaden-Mix und Rotation den Unterschied macht.
Wir sprechen über das, was man selten hört: Kosten & Verantwortung. Radio ist Team, Timing und Struktur – von Nachrichten & lokalen Beiträgen bis zu Höreraktionen wie Orbits und Schwarzwaldtaler. Gleichzeitig bleibt das Herzstück live: Menschen schreiben Karten, schneiden O-Töne, fahren Sendungen, improvisieren, wenn etwas anders läuft. Genau darin sieht Markus die Seele des Mediums – auch im digitalen Zeitalter.
Natürlich geht’s auch um Relevanz zwischen Streaming, Podcasts & KI. KI hilft bei Vorbereitung & Textbausteinen, aber den Live-Begleiter ersetzt sie nicht – „Verrat am Hörer“, wenn niemand mehr im Studio sitzt.
Entscheidend sind Persönlichkeiten am Mikro, an denen man sich reiben darf: nicht glatt, sondern nahbar, mit Geschichten, die dich noch zwei Minuten im Auto sitzen lassen, weil du wissen willst, wie’s ausgeht. Und ja: Lampenfieber gehört dazu – als Schutzmechanismus, der Fokus schafft. Auf der Bühne wie im Studio.
Zum Schluss blicken wir auf Karrierewege ins Radio (Praktikum, Volontariat, „Learning by doing“), auf Publikumsbindung (Päckchen zu Weihnachten für Moderatoren inklusive) und auf Zukunftswünsche.
Mehr zu **Hitradio Ohr **gibt es auf der offiziellen Webseite: www.hitradio-ohr.de oder auf Instagram: @hitradioohr
Alle Informationen zu Schwarzwaldradio (bundesweiter Sender) findet ihr auf der Webseite: www.schwarzwaldradio.com oder auf Instagram unter: @schwarzwaldradio
Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!
Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: info@adrian-hoffmann.de
Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:
Instagram: adrian_moderiert Facebook: [adrian.moderiert] (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))
Transkript anzeigen
00:00:00: Jetzt kommt das Europawallett, oder?
00:00:01: Jetzt kommt
00:00:01: das Europawallett, genau.
00:00:03: Ja, hallo, hier bei einer weiteren Folge von Adrian Lät ein und heute schauen wir hinter die Kulissen eines Mediums, das viele von uns täglich begleitet.
00:00:12: Aber ich gehe davon aus, dass die wenigsten wirklich wissen, was dahinter steckt.
00:00:16: Wir tauchen ein in die Welt des Radios.
00:00:19: Mein heutiger Gast ist seit Jahrzehnten im Funkhaus Ortenau aktiv.
00:00:23: Dort, wo auch Hit Radio Ohr für Südbaden und Schwarzwald Radio für höhere Bundesweit einzuhause im Digitalen Radio geschrieben hat.
00:00:30: Er ist nicht nur in der Geschäftsführung, er ist nämlich auch Gesellschafter, sondern er ist auch Moderator, da haben wir was gemeinsam und Radio-Macher aus Leidenschaft.
00:00:38: Ein bisschen, gell?
00:00:39: Wir sprechen über seinen persönlichen Weg in die Radio-Welt, über Erfolgsmodelle im regionalen und auch bundesweiten Radio, darüber, was heute hinter einer Radiosendung steckt und warum dieser klassische Sender trotz Streaming, Podcasts und Algorithmen nach wie vor eine wichtige Rolle spielt.
00:00:55: Achtung Schande.
00:00:56: Ja,
00:00:56: Achtung Schande.
00:00:58: Das wird super gut.
00:00:59: Denn was steckt denn hinter den Studios?
00:01:01: Wie baut man vielleicht auch ein Programm auf?
00:01:03: Wer ist beteiligt und wie verändert sich Radio?
00:01:05: Vielleicht auch gerade im digitalen Zeitalter.
00:01:08: Ich freue mich sehr.
00:01:09: Ich darf nämlich live zu Gast sein hier im Studio.
00:01:11: Das ist ein Luxus für mich.
00:01:13: Freut euch auf einen spannenden Einblick in die Welt.
00:01:15: Dieses Audio-Medium ist in
00:01:16: einer... Abwarten, abwarten, abwarten.
00:01:18: Ja, in eine Branche.
00:01:19: Mein Lieber mit Geschichte, Herz und auch Zukunft.
00:01:22: Herzlich willkommen bei Adrian Lett ein.
00:01:23: Der Markus Knoll ist hier.
00:01:24: Dankeschön,
00:01:25: dankeschön, dankeschön.
00:01:26: Markus, ich freue mich... dass du mein Gast bist, nachdem du mich beim Live-Podcast schändlicherweise als Moderator ja auch darauf hingewiesen hast, dass ich dich noch gar nicht eingeladen habe.
00:01:34: Ja, richtig.
00:01:35: Also, normalerweise kostet es ja ein Schweinegeld.
00:01:37: Du hast es gespart über die Jahre.
00:01:39: Und jetzt ist der Scheck da.
00:01:40: Jetzt bin ich bereit.
00:01:41: Jetzt habe ich es endlich möglich gemacht, zwei tausend sechsten zwanzig Jahr.
00:01:44: Markus, ich will mal mit dir einsteigen.
00:01:45: Du bist ja schon seit vielen Jahren im Radio aktiv.
00:01:48: Das hat sich übrigens ganz, ganz furchtbar angehört.
00:01:50: Seit Jahrzehnten.
00:01:51: Oh Gott.
00:01:51: Ich
00:01:51: bin uralt.
00:01:52: Ja, okay.
00:01:53: Steinhalt.
00:01:53: Ja, du, wir werden alle älter, Markus.
00:01:55: Also, ich bin im Geiste.
00:01:56: mit dir vereint, aber jetzt möchte ich mal gerne mit dir auf den Weg gehen, wie denn deine Karriere damals eigentlich begonnen hat und was dich überhaupt zu diesem Medium Radio geführt hat.
00:02:04: Mhm,
00:02:06: gut.
00:02:06: Also, für den Laufstück zu hässlich.
00:02:10: In meinem nächsten Leben werde ich stripper, wenn der Körper anders aussieht.
00:02:12: Aber ich war in der Schule tatsächlich schon so ein bisschen auffällig.
00:02:16: Also, ich hatte so einen Deal mit meinem Englischlehrer.
00:02:19: Ich durfte da sogar schlafen im Unterricht.
00:02:21: Hauptsache, ich halte die Klappe.
00:02:22: Hauptsache, ich störe den Unterricht nicht.
00:02:24: Und mein Erdkundelehrer war das damals.
00:02:26: Der hat irgendwie gemeint, irgendwie medienmäßig, das wäre vielleicht was für dich.
00:02:31: Und hat mich damals zu so einem Casting irgendwie gebracht beim Saalen.
00:02:35: Ah, hab ich beim Casting mitgemacht, das wird nix, aber so das Interesse war geweckt und ich dann nach Hause gegangen bin, ich geh jetzt in die Medien und dann meine Eltern gesagt, das glaubst du, du machst mal irgendwas anderes nach dem Abi.
00:02:47: Also sie hätten ganz gerne, dass ich erst mal eine klassische Ausbildung mache oder ein Studium.
00:02:51: Das habe ich dann getan.
00:02:53: Meine Eltern kannten damals, also damals die Bankenlandschaft war noch anders als heute.
00:02:57: Da gab es ja irgendwie in jeder größeren Stadt von jeder Bank irgendwie eine Filiale mit dem Filialdirektor und hast so eine Ausbildung machen können.
00:03:03: Und ich bin dann tatsächlich bei der Kommerzbank gelandet.
00:03:07: Und habe dann zwei Jahre eine Bankkaufmannsausbildung durchgezogen.
00:03:11: Und dann hast du den so viel gequatscht.
00:03:14: Das war jetzt ganz lustig.
00:03:15: Weil das war ein junges Team und meine Ausbilder waren glaube ich zwei, drei Jahre plus älter als ich.
00:03:19: Und wenn man Spaß haben kann in der Bank, war es tatsächlich damals so.
00:03:23: Wir hatten richtig Fun.
00:03:25: Und dann gab es aber nach der Ausbildung keine Übernahme.
00:03:28: Ich war damals noch in Ingolstadt, in Bayern.
00:03:30: Und ich hätte dann so als Springer nach München gehen müssen.
00:03:32: Also irgendwie nach München pendeln, nach sich Kilometer und dann dort halt so Schwangerschafts- und Urtausvertretungen machen.
00:03:37: Also jetzt einmal Auslandsabteilungen, dann wieder Kreditabteilungen, dann wieder Anschalter, dann wieder Kassafis, das ist halt nötig.
00:03:41: So doof.
00:03:42: Und was macht man dann, wenn man Bankkaufmann gelernt hat und dann doch noch sagt man will studieren, wo geht man dann hin?
00:03:49: Zum Radio.
00:03:51: Dann studieren wir natürlich BWL.
00:03:53: Ah, das habe ich dann versucht.
00:03:56: Das Studentenleben war toll.
00:03:58: Also Party natürlich ohne Ende und würde ich eine coole Klicke gehabt.
00:04:02: Aber das Studium selber, das war ein Hochschulstudium.
00:04:05: Allein schon der Name der Uni, das war ja in Ingolstadt damals.
00:04:09: Erste Bayerische Landesuniversität, die hatten dann wieder ein Ableger aus Eichstedt bekommen.
00:04:13: Das war dann die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt der katholischen Universität Eichstedt.
00:04:18: Okay.
00:04:18: Ein kurzergriffiger Name.
00:04:21: Es war super langweilig, es war wirklich entsetzlich und ich hatte damals eine Freundin, die hat mir dann immer in den, wie heißt das Vorlesungen, den ganzen Kram mitgeschrieben.
00:04:32: Ich war da eigentlich kaum da und hab dann zum Vordiplom tatsächlich auch schon meine Zelte abgebrochen, weil ich nebenbei dann reingeschnuppert hab in einem lokalen Radiosender eben von Chaos Ingolstadt damals bei Radio Inn.
00:04:44: Okay,
00:04:44: du warst quasi Praktikant oder?
00:04:46: Warst du mal Praktikant?
00:04:47: Und hab dann tatsächlich auch einen einen Voluntariat angeboten bekommen und habe dann volontiert.
00:04:53: Ich habe dann zwei Jahre Ausbildung gemacht in Ingolstadt, war dann zwischenzeitlich noch bei der damals wirklich sensationellen Antenne Bayern.
00:05:01: Da bin ich noch ein bisschen hospitiert, ein halbes Jahr.
00:05:03: Ich kam dann wieder zurück nach Ingolstadt und bin dann bis nirgundneunzig, Ende neunundneunzig dort in Ingolstadt geblieben.
00:05:10: Okay.
00:05:10: Und dann verlief er so in dein Weg weiter, in dieser Radio-Welt.
00:05:14: Also der bist du ja treu geblieben bis heute.
00:05:16: Jetzt habe ich ja vorhin schon im Intro erwähnt, du bist ja sogar jetzt ein... Geschäftsführung oder Gesellschafter hier vom Funkhaus Ortenau, kannst du dich noch erinnern?
00:05:22: Vielleicht an den ersten Moment, das wird mich jetzt interessieren, wo du an dem Mikro standest und wusstest, wow, jetzt hören mich irgendwie alle, die hier einschalten.
00:05:30: Klar, so feuchte Hände hatte ich da schon bei meiner ersten Sendung.
00:05:33: Das war ein Ingolstadt, da war ich noch Wolo.
00:05:36: Und da gab es dann abends so eine Wunschpunschsendung, so ein Kram, da so ein Achtzehnhundertreißig bis Neunzehn Uhr, da gab es halt ein paar Hörerwünsche und das war jetzt nicht journalistisch, das war das Wahnsinnsding.
00:05:45: Aber du hast zumindest an deinem Wetterbericht vorgelesen, dass da ein bisschen was erzählt.
00:05:48: Und das war dann immer so eine Spielwiese, die wollte keiner machen, die Sendung.
00:05:52: Und an dem Tag da gab's irgendwie grad keinen, die haben irgendwie in der Redaktion, glaub ich, in den Geburtstag gefeiert.
00:05:57: Die waren alle schon blau ich nicht.
00:05:59: Und dann hieß es, hey, ich soll hier ganz was machen.
00:06:00: Und dann hieß es, okay, geht ihr rein im Studio.
00:06:03: Und das war dann meine erste Sendung, also meine erste dreißig Minuten.
00:06:06: Und das hab ich dann so gut gemacht, dass ich das dann in der Folge also regelmäßig abends machen durfte.
00:06:11: Und kurz darauf war ich auch noch als Voluntär schon in der Morgensendung dann zugegangen.
00:06:17: Ja, und ich glaube für alle, die jetzt hier einschalten, deswegen will ich ja auch mal mit dir in die faszinierende Welt des Radios eintauchen.
00:06:22: Ich höre oft das Vorurteil von Menschen, die sagen, ach, das ist ja schon ein cooler schlanker Job, die stehen dahinter Mikrofon, quatschen ein bisschen.
00:06:29: Radio ist ja viel mehr, als nur ich spreche ins Mikrofon.
00:06:31: Nein, es ist genau so.
00:06:32: Es ist genau so.
00:06:33: Es ist genau
00:06:33: so.
00:06:35: Du stehst im Studio Babels ein bisschen blöd, verdienst ein Schweinegeld und kannst in der Regel mit vierzig in Rentewald einfach so kackreich geworden, bis du mit dem Job so willst.
00:06:41: Ja, unglaublich.
00:06:42: Ja, ja, und Multitasking muss man auch nicht sein, auf gar keinen Fall, einfach nur reden können.
00:06:47: Ja, genau.
00:06:47: Ne, aber Markus, wir sind ja hier im Fuggenkreis Ortenau.
00:06:49: Für alle, die jetzt vielleicht hier zuhören, Hitradioor, Schwarzwaldradio ist vielleicht ein Begriff hier in der Region.
00:06:55: Du stehst ja für zwei, würde ich schon mal sagen, unterschiedliche Sender, doch an sich.
00:06:59: Der eine ist ja eher regionales Radio für Südbaden, also Hitradioor und dann auch eben im bundesweit empfangendes Programm, also mit Schwarzwaldradio.
00:07:06: Was unterscheidet für dich diese beiden Welten?
00:07:09: Der Name.
00:07:10: Der Name.
00:07:12: Drinnen ist das gleiche.
00:07:13: Das ist wie im Handel.
00:07:14: Die Chips kommen alle aus der gleichen Fabrik.
00:07:16: Nein.
00:07:18: Ohr, damals Radioohr, gab es schon, als ich hier in Offenburg angefangen habe.
00:07:21: Das war im Februar, zweitausend.
00:07:23: Damals hieß der Sender Radioohr die größten Hitz für Baden, was ja per se schon nonsetzt ist, weil unser Sendegebiet UKW geht halt von Bühl bis Emmendingen und Baden, wissen wir alle, geht halt von Lörer bis Mannheim.
00:07:35: Und deswegen war das irgendwie schon geografisch ein falscher Zuschnitt.
00:07:39: Witzigerweise, ich war in meinem alten Stall in Ingolstadt, war ich zum Schluss Programmchef und hatte dann aber keinen Bock mehr irgendwie auf Personal.
00:07:48: Personal ist ein ganz, ganz schwieriges Thema.
00:07:50: Bis heute können wir nicht später drüber quatschen.
00:07:52: Auch in der Programmentwicklung war nicht so mein Ding.
00:07:54: Und da habe ich gesagt, ich möchte jetzt einfach mal wieder moderieren.
00:07:58: Ich möchte einfach plus Moderator sein, möchte meine Sendung haben.
00:08:00: Meine Wegen auch die Morgensendung.
00:08:01: Und dann mache ich meine Show Prep, also meine Vorbereitung für den nächsten Tag und bin spätestens um dreizehn Uhr am Packersee im Sommer.
00:08:08: Das wäre so mein Traum.
00:08:09: Und das hätte auch fast geklappt.
00:08:12: Meine Chefin, die mich damals eingestellt hat, die Nina Schardt, die hat gesagt, ja irgendwie ein bisschen seltsam, dass du Programmchef warst.
00:08:20: Sind es eigentlich bloß noch irgendwie freier Mitarbeiter sein willst, aber nur gut, wir brauchen Leute, mach das mal.
00:08:25: Und wäre die nicht schwanger geworden, also ich weiß nicht, dann hätte ich wahrscheinlich immer noch einen freien Modjob.
00:08:32: Aber dann hat dann im Verlag dann die Familie Reif dann in meinem Lebenslauf geguckt und gesagt, also hast du was ähnliches schon mal gemacht, du warst auch schon Programmchef.
00:08:40: Jetzt machen wir die Schwangerschaftsvertretung bis die Frau Schardt wieder kommt.
00:08:43: Da war aber dann relativ schnell klar, dass sie nicht wieder kommt und dann hieß es, dann machst du halt.
00:08:47: Ich dachte, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach, ach,
00:09:06: ach, ach, ach, ach.
00:09:06: Oh, bist du schon tätig?
00:09:07: Leck, Omi.
00:09:08: Also, und ich meine, dein Weg war ja jetzt gar nicht so die klassische Ausbildung, irgendwie, oder zum Moderator.
00:09:12: Du bist ja quasi als Quereinsteiger, so kann man es verstehen.
00:09:15: Ich habe ein ganz normales Radio-Voluntariat gemacht.
00:09:17: Also da lernt man ja alles.
00:09:19: Die redaktionelle Arbeit kriegst du damit.
00:09:22: Aber natürlich bist du auch ein Mikrofon in der Ausbildung.
00:09:24: Wir machen unsere Voluntäre hier jetzt auch und da bin ich hängen geblieben.
00:09:27: Ich habe aber kein Kommunikationswissenschaftsstudium oder sonstigen Kram.
00:09:31: Also das, was ich jetzt im Radio zu können glaube, das habe ich mir wirklich durch durch den Job irgendwie beigebracht.
00:09:38: Ja, aber das ist, glaube ich, auch ein sehr, sehr guter Weg, den ich auch sofort wieder machen würde und den ich auch allen jungen Menschen empfehle.
00:09:44: Also wir studieren zu viel, wir arbeiten zu wenig.
00:09:47: Ja, und ich glaube auch, dass das so ein Mysterium ist, was immer mitschwingt rund um den Beruf.
00:09:51: Also ich glaube, viele fragen sich, da nehme ich mich gar nicht raus.
00:09:54: Noch vor einigen Jahren, wie werde ich eigentlich Radiomoderator?
00:09:57: Und du sagst ja auch, das klassische Voluntariat oder Praktika ist schon der Einstieg.
00:10:01: Es ist kein Ausbildungsberuf, kein klassischer, das ist keine IHK.
00:10:04: Rufung hinten dran und steht und fällt natürlich in einen Voluntariat mit dem Haus, in dem du das machst.
00:10:10: Ja.
00:10:11: Gibt es natürlich auch im Radio, gibt es bestimmt Sender, die halt ihren Nachwuchs wenig machen lassen.
00:10:17: Aber da wo du wirklich von Anfang an viel machen kannst, da kannst du dann am Ende dann eine Ausbildung auch sagen, Mensch, ich habe jetzt eigentlich das erlebt, ich bin fit für den Job.
00:10:24: Ja.
00:10:25: Wenn wir mal zum Radio gestalten gehen, Markus, wie geht ihr vor?
00:10:29: Was habt ihr?
00:10:29: Habt ihr vielleicht eine persönliche DNA, die sagt, die ist uns wichtig hier bei uns, dafür steht wir auch oder für unsere Hörerinnen und Hörer?
00:10:37: Also der Spaß muss im Vordergrund stehen und ich sage mal auch die Authentizität.
00:10:44: Also die Leute sollen halt schon so sein wie sie sind und vielleicht weniger die Fokus auf die eigene Person zu haben als auf den Hörer.
00:10:53: Wir sind ein Tagesbegleiter von von Menschen, die sehen uns nicht, aber wir sind halt trotzdem da und wir sind den Leuten ganz, ganz nahe.
00:11:01: Wir stehen da, was ich, die stehen nackig in der Dusche, Babykätzchen und da dodelt das Radio oder beim Frühstück oder im Auto.
00:11:08: Wir begleiten die Menschen jeden Tag und das ist dann schon spannend.
00:11:12: Und wir sind ganz nah dran, deswegen unser Slogan einfach näher dran bei die Radio.
00:11:16: Und das kann man schon hervorragend spielen.
00:11:19: Ich glaube, das ist nach wie vor die Faszination vom Radio.
00:11:21: Ja,
00:11:21: und ich finde das ja auch so wahnsinnig.
00:11:22: Ich höre den ganzen Tag irgendwie parallel beim Arbeiten oder so Radio, also wie selbstverständlich uns ja dieses Medium begleitet.
00:11:28: Und man denkt, naja, okay, wie gesagt, da spricht jemand und da läuft ein bisschen Musik.
00:11:32: Aber hinter so einer Radiosendung steckt ja viel, viel mehr.
00:11:34: Und da steckt ja auch Planung, da steckt ein ganzes Team, eine Redaktion.
00:11:37: Ja, da sind
00:11:37: wir wieder beim Thema von wegen bloß reinstellen und irgendwas quatschen.
00:11:41: Also, du bist ja selber Moderator, du weißt ja auch, dass es ohne Vorbau nicht geht.
00:11:47: Da kommt natürlich viel spontan dazu und ab und zu passieren auch Dinge gerade auf der Bühne oder auch im Studio, wo der sagt, da werde ich die mit gerechnet.
00:11:54: Dann nimmt die Sendung ein bisschen eine andere Richtung.
00:11:58: Aber so eine grundsätzliche Gerüst, eine Vorbereitung zu überlegen, was mache ich, was setze ich auf welchem Punkt, wo kann ich möglicherweise auch musikalische Akzente setzen, weil der Einstellimpuls für Radio ist zu achtzig Prozent Musik.
00:12:11: Das muss vorher passieren.
00:12:12: Und wer seine Sendung nicht vorbereitet, der Ja, wird dann irgendwie... bisschen rumeiern und ehren.
00:12:18: das hört man dann auch
00:12:19: vielleicht weil wir jetzt gerade beim thema sind sendung vorbereiten etc.
00:12:23: kannst du uns mal mitnehmen so von der idee zur sendung eben bis zur ausstrahlung bis zum live gehen?
00:12:27: was passiert da alles?
00:12:28: also ich weiß ja dass manche moderatoren machen ja sowohl die inhalt selber als auch dann die sendung fahren als solches.
00:12:34: wie ist es bei euch also gibt seine redaktion wird davor bereitet oder liegt es um liegt es auch dem jeweiligen moderatoren?
00:12:40: bei hit radio wird tatsächlich eine redaktion die natürlich dann auch lokale themen auf aufarbeitet möglicherweise auch die wir bei uns in den Regionalnachrichten hat, nochmal weiterdreht und noch ein bisschen vertieft mit Ansprechpartnern und dann noch Interviews dazu liefert oder Beiträge liefert oder Korrespondenten, die vor Ort irgendwo sind und sich melden in die Sendung.
00:12:58: Aber jeder Moderator kann natürlich auch seinen eigenen Themen einbringen und sagen, das habe ich gesehen, ich war neugig beim Beckett, haben so das und das gesprochen.
00:13:06: Das Thema würde ich ganz gerne mal mal aufrollen und diese Themen kann man dann selber auch ausbauen, Interviews selber führen, selber schneiden.
00:13:13: Ja.
00:13:14: Und die Freiheit haben wir hier bei Jeter Radio ist auch schön, weil ich sage mal, wenn ich was selber mache und dann noch wirklich dahinterstehe, ist besser als wenn ihr mit reinkommt und sagt, du mach das mal.
00:13:22: Ja, absolut.
00:13:22: Klar.
00:13:23: Und so Thema Musik und so, habt ihr da eine Redaktion, die das vorbereitet?
00:13:26: Oder wie kann man sich das vorstellen?
00:13:27: Weil ich kenne Leute, die sich manchmal aufregen und sagen, jetzt läuft schon wieder das Lied.
00:13:30: Das lief doch heute Morgen schon.
00:13:32: Wie regelt man das?
00:13:33: Oder wer kümmert sich da drum?
00:13:35: Also wir haben bei uns eine Musikredaktion, also die Auswahl.
00:13:38: Also ich rede das mal für die Radio.
00:13:39: Die Schwarzwaldradio ist noch ein bisschen anders.
00:13:42: Da haben wir schon das Grobkonstrukt, der Moderator kriegt, die Musik vorgelegt, die er spielen sollte.
00:13:48: Natürlich, wenn er einen Akzent setzt, ist das keine Ahnung.
00:13:51: eine Woche Dauerregen, da macht er irgendwie ein Special, macht ein paar Songs in den Regen, vorkommt, dass das geht auch schon mal.
00:13:56: Aber so generell, das Konstrukt ist vorgegeben, muss auch sein, weil man möchte eben vermeiden, dass halt alle zwei Stunden das Gleiche zu euch läuft.
00:14:03: Und deswegen ist dahinter auch ein Algorithmus, da ist ein Musikplanungsprogramm, der dann auch Interpreten trennt, der dann weiß, okay, wenn ich viel Collins hatte, dann kann die Stunde drauf nicht Genesis laufen.
00:14:15: Oder Queen of the Mercury, das muss getrennt werden, nicht drei Frauentitel am Stück.
00:14:20: dann wieder fünf Jungs, dass uns alles gemischt werden.
00:14:22: Auch die verschiedenen Dekaden müssen natürlich im Reports dann vorkommen.
00:14:28: Achtziger, neunziger und das, was aktuell gerade den Charts rumgeistert.
00:14:31: Oftmals natürlich gerade im kommerziellen Funk, da nehmen wir uns ein bisschen aus mit unseren beiden Stationen, ist die Musikrotation ziemlich eng.
00:14:38: Da kommen schon Doppler, je jünger das Format ist, dass du schneller drehen die Titel.
00:14:44: Da kommen also die heißen Titel aus den Charts, die kommen gefühlt alle zwei, nicht nur gefühlt, sondern alle wirklich zwei bis drei Stunden.
00:14:50: Aber da machen wir ein bisschen weiter die Tür auf.
00:14:52: Also wir rotieren deutlich weiter bei Hit Radio Ohr.
00:14:57: Und bei Schwarzwaldradio haben wir die Besonderheit, dass die Moderatorin tatsächlich auch ihre eigene Musik mitbringen können.
00:15:03: Weil wir da so einen breiten Spektrum haben von den Fünfzigern bis darauf zu zweitausend.
00:15:07: Da gibt es so unendlich viele Songs.
00:15:09: Und da bringt der Moderator tatsächlich auch sehr viel eigene Signatur mit rein und die Hörer gestalten das Programm auch aktiv mit.
00:15:15: Weil wir da sehr, sehr viel Interaktion machen bundesweit mit unseren Hörerinnen und Hörern, die da sagen, Mensch, den Song den habe ich schon tausend Jahre nicht im Radio gehört, spiel den mal.
00:15:23: Ja,
00:15:24: absolut.
00:15:24: Und ich meine gerade, weil du es jetzt auch gesagt hast, hast du die Mischung zwischen Content, also inhaltlich redaktionell, dann Musik.
00:15:30: Das ist ja auch für alle vielleicht die Einschaltung.
00:15:32: Eine Leistung von demjenigen, der die Sendung moderiert.
00:15:34: Also du musst ja wirklich... Das ist sehr leicht und locker den Leuten näher bringen, so viel zum Thema, dass es sich nicht schwer anhört, dass Übergänge einfach gestaltet sind.
00:15:43: Also da muss man ja auch schon, oder wie siehst du das aus deiner bisherigen Erfahrung?
00:15:46: Ja,
00:15:46: wir haben auch mal den Hörer natürlich.
00:15:48: Bei Schwarzwald Radio speziell haben wir sehr, sehr viele Hörer Talks, sehr viele Interaktionen.
00:15:51: Da muss man mit den Hörern natürlich sprechen.
00:15:53: Das meiste machen wir dann während Songs dann laufen.
00:15:56: Also während Musik gespielt wird, hat der Moderator irgendwas anderes zu tun.
00:16:00: Dann hat er entweder, oft eher heißt das, ein Hörer am Telefon.
00:16:05: schneidet das während der Sendung mit und dann werden die EES rausgeschnitten.
00:16:08: oder wenn dann irgendwas Komisches gesabbelt wird oder sagt, da kommt da irgendwie von Thema ab oder der quatscht fünf Minuten, ich will aber nur zwei Minuten.
00:16:15: Das wird während der laufenden Sendung geschnitten und produziert und danach eingefügt.
00:16:19: Deswegen hört sie sich in der Regel immer so an, Mensch, die Hörer, die reden immer so schön drauf los.
00:16:24: Auf dem Punkt.
00:16:24: Auf dem Punkt, die machen die Gatzen nicht, die husten nicht.
00:16:27: Das liegt daran, dass in der Regel das Zeug vorproduziert wird.
00:16:30: Und das ist die Hauptarbeit hinter den Kulissen.
00:16:34: dieses Radio- und Schwarzwald-Radio, unser Bonusprogramm, diese Orbits- und Schwarzwald-Taler, funktioniert so ähnlich wie Paybackpunkte.
00:16:42: Durch Interaktion mit unseren Programmen kann man diese Punkte sammeln.
00:16:45: Und auch das muss dann gut geschrieben werden.
00:16:46: Dann haben unsere Einwahlmasken, dann müssen wir dann irgendwie die WhatsApp-Süsselbe-Nachricht, da kommen Mails rein, da werden Anrufe entgegengenommen.
00:16:53: Also es ist nicht langweilig.
00:16:55: Du hast jetzt schon gerade die Orbits, euer Prämienprogramm angesprochen.
00:16:58: Also kann man schon sagen, Radio ist ja auch viel mehr als nur die eigentliche Sendung, als nur die Musik.
00:17:04: sprechen.
00:17:04: Ihr müsst euch ja wahrscheinlich auch Marketingtechnisch ausrichten und gucken, was können wir bieten hier als Sender, damit die Leute Lust haben, einzuschalten.
00:17:11: Jetzt sind wir ja in Zeiten von Podcasts, da nehme ich mich gar nicht raus, zum Beispiel Adrian wird ein.
00:17:15: Streaming spielt
00:17:16: eine Rolle.
00:17:17: Kann man wirklich anhören.
00:17:18: Wir haben auch heute reingezogen, doch ohne Schmel, das ist gut gemacht.
00:17:21: Vielen,
00:17:21: vielen Dank.
00:17:21: Danke schön.
00:17:22: Wenn du das sagst, es ist ein Rhetor Schlag tatsächlich.
00:17:25: Ja, KI ist ein Thema, Streaming ist ein Thema, Podcast ist ein Thema.
00:17:27: Was macht für dich Radio trotzdem noch relevant?
00:17:30: Die Tatsache, dass da jemand ist.
00:17:32: Dass jemand im Studio ist und ich sage auch, dass der Hörer das bewusst oder eher unterbewusst mitbekommt, ist das eine Aufzeichnung.
00:17:40: Das gibt es ja auch im Radio, dass Sendungen komplett aufgezeichnet sind.
00:17:43: Oder steht er jetzt wirklich einer?
00:17:45: dem auch vielleicht mal was daneben geht, der mal einen falschen Knopf drückt oder der sich auch mal verhasst bildt.
00:17:49: Aber einfach so einen Ansprechpartner zu haben, einen Begleiter.
00:17:53: Und da finden auch wirklich enge Bindungen statt.
00:17:56: Menschen, die Lieblingsmoderatoren haben, die wird auch gezielt auch heute noch einschalten, weil Person X und Y auf der Antenne ist.
00:18:03: Das ist schon eine Besonderheit.
00:18:06: Merken wir auch gerade bei Schwarzwaldradio, wenn dann irgendwie zu Weihnachten welche.
00:18:09: Päckchen kommen mit irgendwie Hundefutter für den Hund vom Uwe
00:18:13: oder
00:18:13: sehr viel Backen, Kekse, Schokolade, ein Karton Wein, Blumen.
00:18:18: Also die Leute, die uns dann wirklich auch Dankeschön sagen dafür, dass wir ein ganzes Jahr lang an ihrer Seite sind, da ist schon eine sehr, sehr starke emotionale Bindung.
00:18:27: Und Podcast und noch eine andere Nummer, da reden auch zwei Leute miteinander, auch wenn das jetzt nicht unbedingt ein Live-Charakter hat.
00:18:33: Aber so diese ganzen Streaming-Geschichten, so Spotify und Co, das ist halt sehr, sehr anonym.
00:18:38: Und wir merken auch jetzt gerade, dass in den jüngeren Zielgruppen jetzt auch wieder Menschen mehr Radio hören.
00:18:45: Und Radio tatsächlich, auch über die ganzen Jahre, wir sind immer noch bei einer Nutzung, glaube ich, von achtzig Prozent, fünfundachtzig Prozent, machen irgendwelche Audiodienste.
00:18:53: Das Podcast ist natürlich auch mit drin.
00:18:55: Aber das ist schon eine Wahnsinns- eine Wahnsinnsmenge noch, die dieses Medium nutzt und ist eigentlich nur das letzte verbliebene Massenmedium.
00:19:04: Also für ein Fernsehen ist ja komplett jetzt irgendwie kleinteilig geworden und den Rest kann sein auch vergessen, noch Print ist schwierig.
00:19:11: Aber Radio hält sich da wirklich wacker.
00:19:12: Und wo wir ja schon irgendwie zu Beginn von MTV damals totgesungen wurden.
00:19:16: Stimmt.
00:19:17: Video Kill the Radio Star.
00:19:18: Allerdings.
00:19:19: Hat es
00:19:19: nicht passiert.
00:19:20: Nein,
00:19:20: das stimmt.
00:19:20: Ja, weil du hast jetzt gerade schon angesprochen, was mich jetzt gerade mega verwundert hat, dass ihr sogar beobachtet, dass die jüngere Hörerschaft auch wieder mehr zum Medium Radio sogar geht.
00:19:29: Kann man da so eine Veränderung auch im Nutzerverhalten feststellen über die Jahre?
00:19:33: Also was merkt ihr da?
00:19:34: Wie hat sich vielleicht auch das Hörerverhalten verändert?
00:19:36: Also natürlich sind die Jungen weniger geworden.
00:19:41: Das liegt zum einen natürlich an der demografischen Entwicklung.
00:19:43: Es gibt einfach weniger junge Menschen und alles was hier so boomer ist aufwärts oder abwärts besser gesagt, da ist halt noch ein ordentlicher Batzen da.
00:19:51: Was die Nutzungsdauer anbelangt, da sind wir ziemlich konstant und auch so sitzt Radio nach wie vor eigentlich gut im Satteln.
00:19:58: Okay, also da beobachtet ihr jetzt keine bestimmten Trends oder so, die sich dahin verschieben, sondern da bleibt Radio schon... Klar, aber
00:20:03: wir haben schon, also Verschiebungen Richtung Spotify haben wir gemerkt, die Verschiebungen Richtung Podcast da rein haben, das merken wir natürlich, merken wir das.
00:20:12: Und so Thema KI, ich meine jetzt auch in eurer Arbeit, ist es eher Fluch oder Segen, nutzt ihr das?
00:20:16: Beides natürlich, nutzt du KI.
00:20:18: Okay.
00:20:18: Besser, du findest nicht, machst du.
00:20:19: Ja, klar.
00:20:20: Also, gerade auch zur Sendungsvorbereitung, wie gesagt, ich habe das Thema XY, keine Ahnung, Blutoranchen aus den Zielen, es gibt ja nichts, was du die KI nicht fragen kannst.
00:20:28: Natürlich musst du nicht eins zu eins übernehmen und ich bin noch nach wie vor überzeugt, dass es da schon noch einen Kreativling braucht, der da nochmal nachguckt, also eins zu eins das aus der KI zu übernehmen, das ist nicht.
00:20:39: Aber auch jetzt gerade, ob das ist Bühnenmoderation oder Studiumoderation, da ist KI schon wirklich, wirklich klasse.
00:20:46: Ja, aber weil wir so ein Puls, du stehst gerade auf dem Schlauch und sagst, was ist das für ein Thema?
00:20:50: Und dann hast du schon ein paar Kniffen, ein paar Drehs, da ist KI tatsächlich wertvoll.
00:20:55: Oder ein paar Sachen, auch irgendwie Texte zu schreiben, wo ich jetzt dann keinen Redakteur hinsetzen muss, wenn ich jetzt ein lokales Thema habe, eine Pressekonferenz mit einem kniffligen Thema, keine Ahnung, Krankenhaus Neuber oder komplett der Flugplatz weg in Offenburger oder auch nicht.
00:21:09: Da muss ich den Redakteur hinsetzen.
00:21:11: Aber wie bringe ich meinen Oliander über den Winter?
00:21:14: Das kann medikai schreiben.
00:21:16: Da muss ich jetzt keiner hinsetzen und irgendwie ein Text zusammenklöppeln.
00:21:18: Ja,
00:21:19: das stimmt.
00:21:20: was auch richtig ist.
00:21:21: Übrigens, ich auch.
00:21:22: Also es geht ja schon darum, wie du sagst, komplexe Themen manchmal aufzutreusen und die leicht zu machen, leicht verständlich zu machen und da hilft es absolut.
00:21:29: Also ich finde dieses Thema mit dem Fluch KI, das sollte man da auch mal ein bisschen aus dem Weg rollen, weil es wird unser Begleiter sein.
00:21:35: Irgendein schlauer Mensch hat es mal gesagt, ich weiß nicht.
00:21:37: Also KI wird die Menschen kassieren und die Jobs von den Menschen kassieren, die sich auf KI nicht einlassen.
00:21:42: Und ich glaube, da ist tatsächlich was dran.
00:21:43: Ja, definitiv.
00:21:44: Es gibt auch Senderdien natürlich auch schon mit KI arbeiten.
00:21:47: Da gibt es ein paar witzige Projekte.
00:21:50: wo ein Moderator mit einem KI-Moderator zusammen eine Sendung gestaltet.
00:21:53: Das ist ziemlich spannend.
00:21:54: Es gibt auch Sender, die ein anderes Format fahren, als wir es mit Hit Radio und Schwarzwaldradio, die teilweise vorproduzieren und dann Service Breaks wie Wetter oder Verkehrsnachrichten oder sowas, die das von KI lesen lassen, fehlerfrei.
00:22:09: Die macht das auch gut und wenn du das nicht weißt, dann hört sich das ganz normal an, auch von Internationalen und von der Anmutung.
00:22:18: Kann man das einen von einem Original-Sprecher kaum mehr weg kennen.
00:22:20: Das sind wir schon irrsinnig weit.
00:22:22: Also für mich persönliches Verrat am Hörer hat jetzt im normalen Tagesformat im Radio für nichts für mich verloren, weil da verkauft Radio seine Seele, wenn da keiner mehr sitzt.
00:22:31: Ja, klar.
00:22:32: Und ich meine, ihr habt jetzt zum Beispiel auch Werbeblöcke, etc.
00:22:34: mit drin.
00:22:34: Also Radio lebt ja vermutlich auch von den Werbeeinnahmen.
00:22:37: Das
00:22:37: kommt darauf an.
00:22:38: Die öffentlich-rechtlichen müssen nichts wingen.
00:22:40: Die haben trotzdem Werbung, kriegen aber auch die Haushaltsabgabe so schön, wie es heißt.
00:22:45: Von der Kohle kriegen wir nichts.
00:22:46: Also unser Haus muss sich komplett privat finanzieren.
00:22:49: Und wenn man sich da überlegt, das jetzt bloß nur um eine Zahl zu nennen, jetzt ohne zu sehr in die Bilanz hineinzugehen, dass wir im Monat jetzt nur für Übertragung, also dafür, dass die Luft schäpert, dass wir unsere Antennenanlagen haben, dass wir unsere Apps bespielen, also den Webspace quasi zur Verfügung haben, die Bandbreite, damit die Leute uns im Internet hören können.
00:23:09: Die Antennenanlagen für DAW Plus und UKW Plus, Zuführung und einem Schnick und Schnuck sind im Monat
00:23:16: ca.
00:23:16: Da ist aber noch kein Kaffee draußen durchgelaufen durch die Maschine.
00:23:20: Es ist noch kein Gehalt bezahlt.
00:23:21: Das ist schon mal eine Maßgabe.
00:23:23: Und dann hat man natürlich verschiedene Rechte, die man kaufen muss, dafür, dass wir die Musik spielen dürfen.
00:23:30: Zum einen an die Musikverlage, von dem wir dann die Musik einspielen, plus GEMA und GVL.
00:23:35: Das ist dann noch mal ein ordentlicher Batzen, ungefähr nur vier Millionen im Jahr.
00:23:40: Ja krass, also ich glaube, das ist jetzt allen die Einschalt so nicht bewusst, aber es ist ja Wahnsinn, was das auch für eine Maschine ist, auch noch für eine Verantwortung, die ihr macht.
00:23:46: Am Ende vom Podcast gehen wir so ein Spendenkonto durch.
00:23:48: Ja, genau.
00:23:49: Die E-Bahn verlinke ich in den Show Notes.
00:23:52: Markus, ich will mal noch mit dir in deine Rolle als Moderator reingehen, denn du bist ja nicht nur im Radiopräsenz, sondern auch auf der Bühne.
00:23:58: Hier vor allen Dingen auch, ich sage mal, moderierst du alles weg, was irgendwie Regionalrang und Namen hat und das finde ich wahnsinnig.
00:24:04: Du machst es auch toll und ich muss dir tatsächlich sagen, die Frage, die ich dir stelle, natürlich als Profi, Was macht für dich eine gute Moderation aus?
00:24:13: Wenn keiner pfeift und am Ende vom Abend noch die Hälfte im Mindestens von den Leuten da sitzt.
00:24:17: Okay.
00:24:19: Kann man gar nicht so betiteln, oder wahrscheinlich?
00:24:21: Schwierig ist das Gefühl zu haben, dass man auch ähnlich wie im Radio bei den Leuten halt im Prinzip ankommt.
00:24:26: Du musst so dieser Funke ein bisschen überspringen.
00:24:28: Das kennst du ja dann auch.
00:24:29: Wenn du da ins Publikum schaust, dann merkst du ja schon, hast du zumindest einzelne Nester von Menschen, die fanden das ganz witzig, was du jetzt gemacht hast.
00:24:37: oder sitzen alle mit verschränkten Armen da und gucken dich an und siehst in ihren Augen hoffentlich es bald rum.
00:24:44: Hat dich zum Glück sehr selten, gab es tatsächlich auch schon mal und das ist kein schönes Gefühl.
00:24:49: Ich
00:24:49: wollte gerade sagen, wie gehst du da mit oben als Profi?
00:24:52: Ausblenden oder weitermachen?
00:24:53: Babykätzchen,
00:24:54: weder Babykätzchen.
00:24:56: Das geht halt irgendwann vorbei.
00:24:57: und du weißt, okay, diese Art der Moderation machst du nicht mehr und vor allem für diesen Veranstalter machst du es nicht, weil die dich nicht mehr buchen.
00:25:03: Das finde ich aber auch gut, dass du das ansprichst.
00:25:05: Also glaube auch zu wissen, was du nicht mehr machen willst oder wo du sagst, hey, das passt einfach nicht für mich.
00:25:09: Das kann ja auch sein, dass es einfach eine Typfrage ist.
00:25:12: Das sagst, nee, möcht ich nicht.
00:25:13: Absolut.
00:25:13: Also ich bin dann eher jemand für die leichten Geschichten.
00:25:16: Das kann natürlich schon mal ein Filmjubiläum sein oder... neues Empfang, aber überall im Augenzwinkern.
00:25:22: Also jetzt ein spezielles politisches Thema oder in Sinne, eine richtig bierernste Podiumsdiskussion, wo man dann als Moderater auch sehr, sehr starkes Hintergrundwissen haben muss.
00:25:32: Da sage ich lieber, nein, ich habe so eine schöne Couch zu Hause, dann machen wir das mal lieber nicht.
00:25:36: Das soll dann der Adrian machen.
00:25:38: Ja, genau, super, genau.
00:25:39: Das ist der für die harten und trockenen Jobs, ja.
00:25:42: Aber ich bin bei dir, also ich kann mich da anschließen.
00:25:44: Ich habe jetzt auch schon ein paar Erlebnisse gemacht, wo ich einfach merke, das ist gar nicht meins, da fühle ich mich und da gehe ich voll auf.
00:25:50: Also nacktmoderation.
00:25:51: Ich habe mich völlig abgelegt, meine ich nicht
00:25:54: mehr.
00:25:54: Auch so Themen rund um große Menschen mache ich nicht mehr, weil da passiert irgendwie eine.
00:25:58: dazu zur Zielgruppe.
00:25:59: Nein, was würdest du sagen, was hast du vielleicht über die Jahre gelernt, was du jetzt vielleicht auch jungen Moderatorin weitergeben würdest?
00:26:05: oder Moderatoren?
00:26:07: Sich einfach auf alles einzulassen und sagen, den Jankster sage ich immer, wenn du auf die Bühne gehst und das erste Mal entweder stell dir sie alle nackt vor.
00:26:15: Das ist ein sehr, sehr lustiges Bild.
00:26:17: Ich weiß auch nicht, warum ich ständig unter Textil bin.
00:26:20: Aber egal, hilft tatsächlich?
00:26:22: Oder sucht ihr irgendwie so einen Punkt weiter hinten in den Raum und guckt da irgendwie eine Joggerpalme an oder irgendeinen Strahler und moderiert Leute ein bisschen hinweg.
00:26:30: Das hilft dann schon.
00:26:32: Aber letztendlich, wenn du auf eine Bühne gehst, auch die Erfahrungen, wenn du mit dem Mikrofon unterwegs bist in der Stadt, ich sag mal, ninety-fünf Prozent der Menschen kriegen ja schon mal absolut einen Ausschlag und Stresspickl, wenn sie bloß einen Mikrofon sehen.
00:26:46: Wechseln die Straßenseite ganz schnell.
00:26:49: Ich muss auf eine Bühne oder ich muss vielleicht schon bei einer Familienfeier vor zwanzig Leuten muss ich irgendwas sagen.
00:26:55: Da kriegen mindestens drei Viertel der Menschen einen Herzklappenabriss und von dem her die meisten begegnet ihr dann eh schon mit ein bisschen, ich nenne es jetzt mal Bewunderung oder Respekt, dass sich überhaupt immer auf die Bühne stellt.
00:27:07: Also wenn man so weit ist für sich selber und sagt man stellt sich in Studio, im Radio von Mikrofon oder man stellt sich auf eine Bühne, dann ist man in sich schon ziemlich weit.
00:27:17: Hast du schon mal, andersherum hast du noch Angst?
00:27:19: Angst?
00:27:21: Nein.
00:27:21: Angst jetzt nicht.
00:27:23: Also Angst, dass vielleicht hinter der Bühne nichts zu trinken gibt und bloß im Mineralwasser rumsteht oder sowas.
00:27:27: Also das ist wirklich schlimm.
00:27:29: Wenn es so trockene Baustellen gibt es auch.
00:27:31: Respekt habe ich tatsächlich.
00:27:33: Und so eine gewisse Aufregung muss sein.
00:27:37: Ich bin heute noch aufgeregt, wenn ich ins Ende Studio gehe.
00:27:40: Das liegt auch daran, dass ich mittlerweile nicht mehr so häufig im Studio bin und dann erst am Anfang mal gucken muss, wo sie sich die ganzen Knöpfe.
00:27:47: und da bin ich jetzt so richtig.
00:27:50: bis ich da wieder reinkomme und bei der Moderation ähnlich, also so ein bisschen so ein Lampenfieber dieses klassische, das musst du haben.
00:27:56: Auch wenn es eine Moderation ist, die du schon x mal gemacht hast und es kann immer was passieren und in dem Moment, wo du das Lampenfieber hast, das ist ja auch ein Schutzmechanismus, den der Mensch hat, der in der Körper hat, das einfach alles ausblendet, dass er automatisch deinen Fokus findet auf das, was du tust.
00:28:14: Anders geht's nicht.
00:28:15: Und wenn ich mal in den wenigen Momenten von einer Bühnenmoderation oder von einer Studiomoderation nicht nervös bin, dann mach' ich das der Wös, der sich nicht nervös bin.
00:28:24: Und dann bin ich wieder nervös, dann passt's wieder.
00:28:26: Spannend, ja.
00:28:26: Ich glaube auch, dass es der Gedanke ist.
00:28:28: Ich glaube auch, es gehört dazu, das Lampenfieber lieben zu lernen, weil das ist ja der Motor jetzt endlich, dass du sagst, ich möchte jetzt was Tolles machen hier.
00:28:35: Das ist Kick.
00:28:36: Da wird auch ein bisschen Nationalin ausgeschüttet.
00:28:38: Und dann sagt okay, Sport, vielleicht hast du noch einen Intron, jetzt kommt, jetzt springt der Kasper auf die Bühne.
00:28:43: und dann geht der Spot und du bist auf der Bühne und du bist jetzt im Licht und hast ein paar hundert Leute oder paar tausend Leute vor dir, das macht mit einem schon was.
00:28:51: Absolut.
00:28:52: Und was ich schon gemerkt habe, weil du es vorhin angesprochen hast, dieses auch mal machen und die Leute lieben das ja auch im Radio, dann geht halt mal was daneben, da drückt mal jemand einen falschen Knopf.
00:28:59: Ich glaube, es geht viel mehr um dieses Authentischsein, um wirklich der Mensch zu sein und gar nicht so sehr um die Perfektion da oben auf der Bühne oder im Studio.
00:29:07: Nein,
00:29:07: null.
00:29:08: Und auch auf der Bühne kann man was verschieflaufen, keine Ahnung, hängt das Hemd raus oder verlierst den Faden.
00:29:13: Du sagst, okay, ich gehe noch mal raus, ich gehe dann wieder rein, fange wieder von vorne an.
00:29:16: Kann man alles machen, weil wirklich keiner ist perfekt.
00:29:19: Das war abgedroschen, aber das stimmt auch in dem Fall.
00:29:22: Ja, und
00:29:22: ich glaube, die Menschen wollen das auch.
00:29:23: Die wollen sehen, da ist jemand wie du und ich und eben niemand, der diese glatte Perfektion mitbringt, sondern einfach ein nahbarer Typ.
00:29:29: Und deswegen lieben sie dich dann vielleicht auch oder da kannst du auch diese Nähe herstellen.
00:29:32: Und die Zukunft, vor allem im Radio.
00:29:35: besteht aus Persönlichkeiten.
00:29:38: Das ist natürlich für mich als Chef ein bisschen schwieriger, wenn du Menschen mit Persönlichkeit hast.
00:29:42: Die haben natürlich auch ein bisschen andere Ansprüche.
00:29:44: Das ist dann wie am Theater.
00:29:47: Ich bin nicht Geschäftsführer, ich bin eher so Intendant.
00:29:49: Also jeder meint natürlich, er muss die erste Geige spielen, jeder sagt, er braucht die wichtigste Sprecherolle und jedes davon überzeugt, dass er beim Publikum am besten ankommt.
00:29:56: Also sehr, sehr viele.
00:29:57: Du vereinigst schon sehr, sehr ausgeprägte Persönlichkeiten in so einem Laden.
00:30:03: Aber die brauchst du auf der Antenne.
00:30:04: Da müssen sich die Leute auch mal reiben können.
00:30:07: Da muss es auch Menschen geben, die den Moderator X zum Kotzen finden.
00:30:09: Andere finden den super toll.
00:30:11: Alles was so in der Mitte so umher mehr andert und keinen so richtig wehtut, aber auch keinen so richtig bockt, das kann weg.
00:30:18: Moderator mehr, der sagt, es ist so und so viel Uhr, das war Tina Turner und jetzt hören wir die neue von, keine Ahnung, dafür brauche ich kein Radiomoderator mehr.
00:30:27: Also es müssen Geschichten sein, da muss der Moderator auch ein bisschen was von sich preisgeben.
00:30:32: Er muss spannend durch die Sendung führen und im besten Falle Themen so anschneiden, das wenn nicht mit dem Auto.
00:30:41: irgendwo ankommen und sagt, es müsste ja nicht aussteigen, sagt, nee, ich will nochmal wissen, wie hört das jetzt auf.
00:30:45: Diese Minute, diese zwei Minuten bleibe ich noch sitzen, entweder weil der Song geil ist oder weil die Moderation so spannend war.
00:30:50: Dann haben wir es richtig gemacht, dann hat Radio auch die nächsten dreißigvierzig Jahre noch auf jeden Fall eine Relevanz und auch eine Daseinsberechtigung, aber alles andere, was so dahinter hinstübbelt, das kann weg.
00:31:03: Es hat sich auch irrsinnig viel von den Inhalten getan.
00:31:05: Also früher hatten die Nachrichten ganz anderen Stellen.
00:31:08: Auch Tagesschau früher, da hast du ja keinen auf der Straße gesehen, weil alle haben sich über zwanzig Uhr vor den Glotze gerockt.
00:31:13: Mittlerweile kann ich jederzeit sämtliche Nachrichten zugeschnitten auf mich konsumieren über diverse Kanäle.
00:31:20: Und wenn ich sage, ich habe es jetzt irgendwie nicht so mit den Ökothemen, dann suche ich mir was anderes und das wird mir geliefert und zwar zu jedem Zeitpunkt am Tag, wenn ich das haben möchte.
00:31:29: Uhrzeiten war früher wichtig.
00:31:31: Da hast du vielleicht eine Anbandur gehabt, vielleicht auch nicht.
00:31:33: Heute schaust du aus Handy.
00:31:34: Verkehrsnachrichten ist ganz nett.
00:31:37: Ja?
00:31:37: Ja, aber jeder hat seinen Navi, das ist mit Google gekoppelt.
00:31:42: So schnell kann eigentlich kaum ein Verkehrservice sein.
00:31:45: Das sind alles so ein bisschen relikte Wetterberichte, das Gleiche.
00:31:48: Das ist halt so gelernt, das gehört dazu.
00:31:50: Aber ich denke mal, das sind Sachen, die irgendwann früher oder später aus der Radiowelt rausfallen, weil die einfach andere Zuspielwege jetzt mittlerweile haben.
00:31:57: Dafür brauchst du das Radio nicht mehr.
00:31:59: Ja, ich find's halt immer nett, dass ich weiß, in welchem Stau ich gerade stehe.
00:32:01: Also danke, da dacht er in der Radio.
00:32:03: Oh ja, stimmt.
00:32:03: Ja, stimmt.
00:32:04: Hier stehe ich gerade, ja.
00:32:06: Markus, vielleicht noch bevor ich mit dir in Entwederoder abtrifte, du hast das Personalthema vorhin auch mal angerissen, du hast jetzt gerade drüber gesprochen.
00:32:12: Eigentlich müssten doch die Menschen dir die Bude einrennen und sagen, ich will ins Radio, weil geil, ich habe eine eigene Sendung.
00:32:17: kann Radio machen.
00:32:18: Wie ist es so?
00:32:19: Also wie kann man Menschen oder muss man sie motivieren, ins Radio zu kommen?
00:32:23: Wir hatten so eine Zeit, da war Radio ziemlich uncool.
00:32:26: Das war so gerade, weil es ja dieser super Influencer-Hype kam und auch diese Podcasterei, wo jeder gesagt hat, okay ich kann jetzt, ich habe ein Mikrofon zu Hause, ich habe einen Rechner, ich mache jetzt ein Podcast oder ich kann Lippenstift bedienen, deswegen werde ich Influencer.
00:32:41: Das war eine Zeit lang, war das schon nicht so gut für uns, weil da haben einige haben Bewerbe und Interessenten gefehlt.
00:32:48: Das ist so die letzten Jahre ein bisschen gekippt.
00:32:50: Ich muss sagen, ich habe hier das Glück jetzt in unserem Funkhaus, dass ich drei Gen Z-Leute habe, die wirklich engagiert sind und diese Radio-DNA, die gibt es auch bei den jungen Leuten noch.
00:33:01: Also da, Nachwuchs-Sorgen haben wir da jetzt momentan eigentlich nicht.
00:33:05: Aber Personal ist halt insgesamt schwieriger.
00:33:08: natürlich, dieses Thema Work-Live-Balance und wie viel gebe ich jetzt von mir rein und was mache ich vielleicht noch extra, weil es mir einfach so viel Spaß macht.
00:33:16: Das hat sich insgesamt gesellschaftlich verändert.
00:33:19: Das geht am Radio auch nicht spurlos vorbei.
00:33:21: Ja
00:33:21: klar und dann je nach Zendezeit wahrscheinlich auch, habe ich jetzt so es heute morgen aufzustehen und so, das ist ja auch wahrscheinlich ein Thema.
00:33:25: Ja, aber
00:33:26: das ist halt wie in allen anderen Jobs auch.
00:33:29: Du kommst mit Nein, zu fünf kommst du gut durchs Leben, wenn das für dich in Ordnung ist.
00:33:34: Aber wenn ich sage, ich möchte irgendwie mehr rausholen und ich möchte am Ende meiner Tage, in der meines Lebens oder meiner beruflichen Tätigkeit sagen, das war richtig geil, da hab ich wirklich was gerissen.
00:33:45: Das wird mit einem normalen vierzig Stunden Woche nicht so machen sein, in keinem Bereich.
00:33:50: Über Nacht wird nur der Reich der Tages überarbeitet.
00:33:52: Schöner Satz, das finde ich sehr, sehr gut.
00:33:54: Markus, was soll dich mitbringen, wenn ich sage, ich will jetzt auch ins Radio, ich hab da Bock drauf.
00:33:58: Schnapsen.
00:33:58: Schnapsen.
00:34:00: Biskikola.
00:34:01: Biskikola
00:34:01: schnappst.
00:34:02: Also generell eine Neugier.
00:34:04: Warum ist das so?
00:34:06: Was bewegt die Menschen über?
00:34:07: Was reden die Leute?
00:34:08: Und ja, wie ich damals in der Schule.
00:34:11: Irgendwann ein gesteigendes Mitteilungsbedürfnis.
00:34:14: Und jetzt würde ich persönlich mit Hitradio Orsch, Schwarzwaldradio, wenn wir mal in die Zukunft blicken, wo darf die Reise für dich hingehen?
00:34:19: Oder gibt es so was, was du dir wünscht?
00:34:21: Ja, in
00:34:21: Ruhestand natürlich.
00:34:23: Ich hängematte unter den angesprochenen Rotweinen.
00:34:26: Nein, also ich, wenn es irgendwann mal, ja.
00:34:30: tatsächlich dann hier ein bisschen weniger wird, weil altersbedingtes mit siebenundfünfzig muss du ja auch mal gucken.
00:34:36: Wo stellst du deine Häuschen hin?
00:34:37: Wo kaufst du mit deinem vielen Geld, das du verdienst hast, irgendwelche Altersruhe?
00:34:42: Ich wünsche mir, dass das Radio nach wie vor eine Relevanz hat.
00:34:45: Dass es nach wie vor auch junge Menschen gibt, die sagen, ich finde das toll, ich mache das gerne.
00:34:49: Und hier für unser Haus wünsche ich mir, dass wir Schwarzwaldradio weiterentwickeln als bundesweites Programm.
00:34:57: Das ist natürlich eine andere Nummer, wenn du fünf Du hast auf einmal ein bundesweites Produkt gemacht.
00:35:03: Das ist so ähnlich in der Kreisliga, super erfolgreich.
00:35:06: Jetzt spielt es dabei in der Bundesliga.
00:35:08: Da vergleichen wir uns schon ein bisschen hier.
00:35:10: und dann auch andere Wellen, auch andere Sender, die auch finanziell ganz anders dastehen, weil es große Verlagshäuser dahinter sind oder große Sendegruppen, wie die Antenne Bayerngruppe oder sowas mit vier, fünf, sechs verschiedenen Programmen.
00:35:24: Da wird die Luft dann schon dünn.
00:35:26: Da musst du dir schon was einfallen lassen, damit du da nicht abschmierst.
00:35:29: Und deswegen bin ich froh, dass wir mit, damals waren wir so die digitalen Frühblüher im Ländchen, dass DHB Plus dann irgendwie aufkam, haben wir relativ schnell gesagt, wir wollen das selber machen und wollen ein eigenes Format.
00:35:40: Und Schwarzwaldradio gibt es in diesem Jahr zehn Jahre schon bundesweit.
00:35:42: Und wir haben einige Formate gesehen, die es nicht geschafft haben, sowohl auf regionaler als auf nationaler Ebene.
00:35:49: Und da Schwarzwaldradio noch ein bisschen so zu positionieren.
00:35:53: dass wir uns ein personell... Intensiveres Programm wie Hitradioer.
00:35:57: Also Schwarzwaldradio kommt mit weniger Mitarbeitenden aus als Hitradioer, dass wir uns das lokal auch noch leisten können.
00:36:03: Weil das kostet wirklich Geld.
00:36:05: Menschen kosten Geld, aber damit wir etwas guft, dann brauchst du Menschen.
00:36:09: Und deswegen hoffe ich, dass wir da den Weg weiterziehen, den wir seit ein paar Jahren beschreiten, dass wir auch in zehn Jahren wirtschaftlich noch sagen, okay, da dringt sich, muss keiner Geld mitbringen.
00:36:18: Es gibt sogar am Monatsende was raus.
00:36:20: Ja,
00:36:20: sehr gut.
00:36:21: Kann man das bezeichnen?
00:36:21: Vielleicht noch gerade kurz, weil du das Team angesprochen hast.
00:36:24: Mecken hier für Hitradio-Ohren und vielleicht auch Schwarzwaldradio.
00:36:26: Ich hab die
00:36:27: schon länger nicht mehr gezählt, aber sie hat sich rum.
00:36:29: Also
00:36:30: nicht alles Vollzeit, wenn ich alles auf Vollzeit runterdampfe, sind es vielleicht, ja, dreißig, aber das ist schon... Wow,
00:36:35: ist schon...
00:36:36: Wir haben zwei Radustationen, allein schon für die Moderation hast du drei Sendeschienen pro Tag, pro Sender sind wir da schon mal sechs weg.
00:36:43: Dann haben wir noch einen Vertriebsteam, dann haben wir noch ein paar allgemeine Dienste, dann haben wir in der Redaktion noch vier, fünf Leute, dann noch ein bisschen Marketing, da bist du schnell dabei.
00:36:49: Ja,
00:36:49: ja, klar, auf jeden Fall.
00:36:50: Okay.
00:36:51: Hey, Mensch, Markus, dann gehe ich jetzt mit dir in Entweder-Oder bei Arschernlet ein.
00:36:54: Ja, ja, klar.
00:36:55: Jetzt haben wir ja ein bisschen was um deinen Beruf, um deinen Weg erfahren, aber noch nicht so wirklich wie der Markus... hinter dem Leben des Radios tickt.
00:37:02: und da möchte ich dich natürlich auch noch mitnehmen.
00:37:03: Vorher habe ich jetzt Angst.
00:37:04: Das ist ganz so schlimm jetzt, ich verspreche es dir.
00:37:06: Wir bleiben mal noch ein bisschen bei der Radioarbeit oder generell bei deinem Beruf.
00:37:10: Da möchte ich nämlich von dir wissen zuallererst, wenn du wählen müsstest, Moderation, also wirklich Live-Moderation in der Sendung oder Produktion der Sendung.
00:37:18: Lieber Millionär.
00:37:19: Lieber
00:37:19: Millionär.
00:37:20: Nein, nein, nein.
00:37:20: Moderation, ganz klar, Moderation.
00:37:22: Ja,
00:37:22: okay.
00:37:22: Weil du jetzt Millionär ansprichst, ihr hattet ja übrigens einen großen Fernseherauftritt, ne?
00:37:26: Das war vor zwei Jahren.
00:37:27: Weil wer will Millionär?
00:37:28: Da war ein Fan von Schwarzwaldradio und der hat also, ich glaube, drei Minuten über Schwarzwaldradio philosophiert und fand das toll.
00:37:34: Und witzigerweise hat das der ja auch nicht rausgeschnitten.
00:37:37: Das ist ja alles nicht live.
00:37:38: Der hätte ja locker sagen können, also ne, er hat drei Minuten Dauerwerbesendung, so Schwarzwaldradio will ich nicht haben.
00:37:43: Nee, der hat das drin gelassen.
00:37:44: Ausgründen.
00:37:45: Vielleicht hört er uns auch irgendwie... Heimlich selber.
00:37:48: Danke, Günther.
00:37:49: Ja, auch wenn Sie jetzt einschalten.
00:37:50: Danke.
00:37:50: Danke an der Stelle.
00:37:52: Okay, dann will ich von dir wissen, Markus, Planung oder Spontanität?
00:37:55: Spontanität ganz klar.
00:37:56: Also da bin ich wirklich... Der King.
00:37:59: Ausgestattet worden.
00:38:00: Nein, das hat man oder hat man nicht.
00:38:01: Also, es sind auch viele Sachen, wo du merkst, okay, die Synapsen sind super verknüpft und es geht einfach rasend schnell.
00:38:08: Absolut Spontanität.
00:38:09: Und das hilft mir auch oftmals, wenn die Vorbereitung mal zeitlich nicht so funktionieren sei, wenn ich zumindest weiß, mit wem ich auf der Bühne... in den Rest, der Rest wird mir schon irgendwie zufliegen.
00:38:19: Ja, ja, ich finde es aber auch eine Kunst dieses Freestyle fahren zu können.
00:38:22: Also das ist schon, da muss echt, wie du sagst, diese Napsten müssen in Windeseile funktionieren, weil sonst, ja, wird's peinlich.
00:38:28: Also das würde ich gerne in Flaschen füllen und verkaufen, das wäre gut.
00:38:30: Ja, da wird man ganz viel davon kaufen, nicht auf jeden Fall.
00:38:33: Markus, wenn du wählen müsstest Musikformat oder News oder Berichterstattung?
00:38:37: Auch
00:38:37: ganz klar Musik.
00:38:38: Musik.
00:38:38: Das ist ja das, was wir bei Schwarzwaldrad ja auch machen.
00:38:40: Wir nehmen unsere, unsere Hörer zurück in die Zeiten des Mixtapes noch die wo man einfach damals seine Lieblingslieder mitgeschnitten hat.
00:38:49: und jeder verbindet in seinem Leben, also fast jeder, verschiedene epochale Ereignisse oder Etappen mit Musik.
00:38:56: Sei das irgendwie irgendwelche Italo-Hits, die meine Eltern beglut heißen im Fiat-Fünfhundert, bei der Brennerüberquerung im Autoradio gehört haben.
00:39:06: Der erste Kurs, das erste Auto, der erste Job, die erste unglückliche Trennung.
00:39:13: Es gibt so so viele Erlebnisse.
00:39:15: im Leben eines Menschen.
00:39:16: Fast alle sind mit Musik begleitet und deswegen ganz klar Musik.
00:39:20: Ja,
00:39:20: Musik was bei First Love, wie es das schön heißt.
00:39:23: Markus, hast du so für dich ein Genre, wo du gern hast, musikalisch oder sagst du berufsbedingt, bin ich eh offen, muss ich sein.
00:39:28: Also so richtig heavy metal kann ich nicht so, so Punkrock, da hört es auf.
00:39:33: Jazz ist auch nicht so ganz mein Ding.
00:39:36: Country würde ich mir jetzt auch nicht stundenlang reinpfeifen, ansonsten gezielt Pop und Rock, gerne auch mal ein bisschen Klassik.
00:39:42: Also mal so am Wochenende mal so einen halben Tag, mal ein bisschen Klassik.
00:39:46: tuteln lassen ist fein ansonsten klar achtziger jahre junkie aber natürlich durch meine eltern auch musik der siebziger jahre wo ich dann auch ein bisschen mittlerweile aussteig ist so dass dieses ganze lidermacher geklampfe.
00:39:58: und und die die heutigen songs wo ich dann sage den hat mir doch gerade erst schon das ist es hört sich vieles ja sehr gleich an diese.
00:40:05: wenn ich in die gucknetiner törner in any landerson michael jackson in dem badonna einfach so unverwechselbar die machen vier fünf akkorde und du weißt wo du bist.
00:40:14: das ist heute bei den bei der neuen Popmusik jetzt eher weniger der Fall.
00:40:18: Wenn man so zwei, dreißig ist alles rum und dann irgendwie nach drei Stunden denkst du aber jetzt können Sie mal ein neues Lied spielen.
00:40:23: Aber ist halt der Zahn der Zeit?
00:40:25: Ja, und natürlich auch der Verkaufsdruck der Zeit und der Musikindustrie, der sich da gewandelt hat.
00:40:29: Und was natürlich auch fantastisch ist, dass man schon guckt oder merkt, wie die Späten-Siebziger und vor allem auch die Achtziger.
00:40:37: Bis heute, das musikalische Geschehen prägen.
00:40:40: Da gibt es ja irgendwelche Klassiker, die mittlerweile zum vierten oder fünftmal gecovert wurden.
00:40:47: Also solche Persönlichkeiten vermisse ich tatsächlich auch.
00:40:49: Aber klar, das ist der Zeitgeist, der jetzt halt so gekommen ist, auch durch Streaming-Zeitalter.
00:40:53: Wir gehen nochmal zurück.
00:40:54: Ich glaube, das schließt sich fast an das Thema Spontanität von dir an, wenn du wählen müsstest, Live-Sendung oder aufgezeichnendes Format.
00:41:00: Ja, auch ganz
00:41:01: klar live.
00:41:01: Auf jeden Fall.
00:41:02: Was ist dir wichtiger, der Technik-Fokus oder der Content-Fokus?
00:41:07: Content.
00:41:07: Wenn wir Technik habe, ist nicht so.
00:41:09: Also ich kann Pover, On und Pover Off, ich kann Haar föhnen.
00:41:11: Und wenn technisch, ich bin auch auch technisch jetzt gar nicht begeistert.
00:41:14: Ich wollte es auch früher und die durchstiegen haben.
00:41:16: Wie funktioniert ein Auto?
00:41:17: Nehm ich einen Schlüssel umdrehen, da fährt es halt los.
00:41:20: Also nein, nein, nein,
00:41:21: nein, nein.
00:41:22: Ja, weißt du, bei der Technik hier komme ich schon ins Schwärm.
00:41:24: Da käme jetzt mein Technik-Monk wieder raus.
00:41:27: Ja, du kannst an meinen Fuß in die Tür stellen oder in den Schuh und dann kommst du abends noch mal wieder und baust dir was aus.
00:41:31: Also gut.
00:41:32: Da gehen wir noch ein bisschen privat mit dir, wenn wir über den Markus Wasser fahren wollen.
00:41:36: rund um seinen Alltag, bist du eher früh aufsteher oder spät?
00:41:41: Eigentlich beides.
00:41:42: Ich bin hyperaktiv.
00:41:43: Also das ist völlig egal, ich bin sowohl euer als auch lärcher.
00:41:48: Tagesform abhängig.
00:41:49: Aber ich kann noch mal nach wie vor nicht mehr so leicht wie früher, aber schon mal durchziehen.
00:41:52: Von der Früh fünf bis abends vierundzwanzig Uhr, das geht auch.
00:41:55: Also ich habe dann eher so am Nachmittag so eine Delle.
00:41:58: Also jetzt auch im fortschreitenden Alter im Zersetzungsprozess merkt man so so um vierzehn, fünfzehn Uhr jetzt so ein bisschen Bubu machen wäre schön, aber ja.
00:42:05: Ja.
00:42:06: Also, okay.
00:42:07: Ich
00:42:07: hatte über Jahre, ich glaube, ich habe die dreißig Jahre Frühschicht gemacht.
00:42:09: Also, wenn ich es froh, dass ich das nicht mehr mache, so Aufstehen um vier muss nicht mehr sein.
00:42:13: Aber Stellenweise gab es ja früher, bei der junge Knolle, der ist aus der Kneipe rausgefallen in den Studio rein.
00:42:17: Wow,
00:42:18: das gab es noch.
00:42:19: Geht heute nicht mehr.
00:42:20: Ja.
00:42:20: Weil die Kneipen zu haben.
00:42:21: Weil die Kneipen zu haben, genau.
00:42:23: Bist du dann der Typ Kaffee oder Wasser?
00:42:26: Kaffee?
00:42:28: Ja, alle im Rad, du trinkst ein bisschen Kaffee.
00:42:30: Also Kaffee ein bisschen, wenn ein bisschen Konjak drin ist und sonst ein Wasser.
00:42:33: Eigentlich beides nicht, kann ich was anderes sagen?
00:42:35: Ich biete dir an, vielleicht noch Studierlicht oder Tageslicht.
00:42:39: Tageslicht.
00:42:40: Ah ja, okay.
00:42:41: Jetzt natürlich aus eigener Mission will ich von dir wissen, ist jetzt gemein.
00:42:45: Aber ich vertrags, wenn du jetzt das sagst, was dir am Herzen schwer podcast hören oder Radio.
00:42:49: Das
00:42:49: muss Radio sein natürlich.
00:42:52: Ich sette aber beide seine Relevanz.
00:42:54: Weil Radio ist natürlich flüchtig, Radio ist schneller.
00:42:57: Man sagt immer sei, was ich will, sei gut und fleißig, aber nicht über eins, dreißig.
00:43:01: Podcast kann natürlich mehr und mehr in die Tief gehen, was halt ein Radio als Tagesbegleiter nicht kann.
00:43:06: Wir können das ja nicht in der dreiviertel Stunde sabbeln im Radio, weil die Leute irgendwie von A nach B. oder daheim irgendwie beim Bügel unterhalten werden wollen.
00:43:13: Das ist halt beides eine Berechtigung, finde ich.
00:43:15: Und es gab ja auch schon Podcasts.
00:43:17: jetzt in dem Sinne jetzt nichts Neues.
00:43:19: Es gab ja immer schon Talk-Formate im Fernsehen, im Radio.
00:43:22: Es gibt ja auch auch Radio-Stationen, Infokanäle, wo eigentlich ausschließlich gesprochen wird.
00:43:27: Äh, darf, darf alles.
00:43:29: Ja, klar, ich finde zum Beispiel auch, es gibt ja dieses Leute-Heute-Format oder so, finde ich auch super interessant.
00:43:33: Wenn da die Mischung ist aus Radio und dann habe ich ein Interview-Format mit jemandem zu einem bestimmten Thema, das liebe ich, also macht Spaß, ja.
00:43:39: Markus, abschließend, ich weiß, du hast zwei Herzen in der Post, will ich von dir wissen, Radio-Studio oder Bühne.
00:43:45: Das ist in der Tat schwierig.
00:43:46: Ja, ich weiß.
00:43:48: Da würde ich tatsächlich, wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, durch Bühne nehmen.
00:43:51: Ah, doch.
00:43:52: Okay, raus auf die Bühne und das echte Feedback.
00:43:55: Ja, weil da halt Backstage der Rotwein steht hier im Studio nicht.
00:43:58: Ja, okay, das ist natürlich ein sehr gravierendes Argument.
00:44:01: Markus, weil wir natürlich jetzt von dir auch noch in meiner Kategorie gestern heute oder morgen wissen wollen, was du dafür ein Schicksal wählen möchtest, darfst du jetzt einfach selber entscheiden.
00:44:10: Ich bin jetzt ein bisschen weiter von dir entfernt hier auf der anderen Seite des Studietiffs.
00:44:13: Ich werde aber dennoch die Karte für dich ziehen und vorher mischen.
00:44:16: Über was reden wir im Gestern heute oder morgen?
00:44:18: Oh Gott, wie sagt man so schön, dass ich gestern war die Zukunft klare, bevor die Gegenwart dazwischen kam.
00:44:24: Also das einzige, was man wirklich beeinflussen kann, ist ja heute.
00:44:27: Jetzt über heute sprechen wir heute.
00:44:28: Also gut, dann sprechen wir über heute.
00:44:29: Jetzt, pass auf.
00:44:30: Markus, ich ziehe die... Also ich mischle natürlich erst mal hier für dich, weil dann heißt es jetzt, da hat er extra die Frage leicht vorbereitet oder wie auch immer.
00:44:36: Steht auf jeder Karte das Gleiche drauf.
00:44:38: Super Spaß, okay.
00:44:39: Genau.
00:44:39: Ich ziehe jetzt einfach für dich, da musst du nicht hier rüber sprinten.
00:44:42: Eine Karte raus.
00:44:44: Und ich spreche mit dem Markus.
00:44:46: Oh, das ist auch spannend, vielleicht jetzt hier rund um diesen Beruf.
00:44:48: In der Heute Kategorie über welches Gefühl, lieber Markus, versuchst du zu vermeiden?
00:44:54: Das Völle-Gefühl, wenn ich eine Schweinshaxe in Bayern gegessen habe, mit zwei Knödeln.
00:44:59: Welches Gefühl?
00:45:01: Angst.
00:45:01: Angst ist ganz schlimm.
00:45:02: Angst ist ein ganz schlechter Berater für alle Entscheidungen.
00:45:05: Alles, was du mit Angst machst, ist in der Regel nicht gut am Ende.
00:45:11: Es gibt ja gerade auch für uns, sag ich mal, hier in diesem Breitengrad, in dieser Gesellschaft, in dem wir leben, eigentlich keinen Grund, richtig Angst zu haben.
00:45:18: Also ständig nicht im täglichen Leben, nicht in Extremsituationen, aber so ganz normal Angst vor der Zukunft oder Angst vor, keine Ahnung, nö.
00:45:26: Es gibt eigentlich gar keinen Grund, Angst zu haben.
00:45:28: Und mit ein bisschen Fröhlichkeit und tatsächlich Optimismus klappt das eigentlich immer ganz
00:45:32: gut.
00:45:32: Das stimmt, das ist doch eine sehr schöne Antwort.
00:45:34: Jetzt lieber Markus, zum Ende bei Adrian, lädt ein.
00:45:36: hier in der Folge mit dir, habe ich natürlich auch die Fortsetzung der letzten Frage an meinen letzten Gast mitgebracht.
00:45:42: Und die Person, das war nämlich die Nele Schutzbach, hat dir eine Frage hinterlassen, nicht wissen, dass du heute bei mir sein wirst in der nächsten Folge.
00:45:49: Und die darfst du natürlich jetzt beantworten.
00:45:51: Danke mal kurz, wer ist Nele Schutzbach?
00:45:53: Nele
00:45:53: Schutzbach ist eine Ski-Alpine-Sportlerin.
00:45:56: Tatsächlich fährt sie im Nationalteam, der Gehörlosen, die hatte ich beim Herzugast, genau.
00:46:02: ein schönes Gespräch geführt und was für dich hinterlassen.
00:46:04: Podcast
00:46:05: mit der Gehörlosen, wie funktioniert
00:46:06: das?
00:46:06: Ja, es ist ganz spannend.
00:46:07: Sie ist von Geburt an Taub und hat dann aber mit ungefähr einem Jahr ein Kochlehr im Plantat bekommen.
00:46:12: Und das ermöglicht ihr, dass das so
00:46:14: eine Schule geht.
00:46:15: Und
00:46:16: das ermöglicht sie, dass sie hört.
00:46:18: Aber sie fährt halt im Team der Gehörlosen, weil sie da die rausnimmt und dann halt quasi in völliger Stille Skialpin nach unten saust.
00:46:25: Unglaublich.
00:46:25: Unfassbar.
00:46:26: Sie ist achtzehn Jahre jung, also ich habe höchsten Respekt vor ihr.
00:46:29: Gut, dann gehen wir doch hin.
00:46:31: von dir wissen, lieber Markus, gibt es einen Moment oder einen Tag, von dem du sagen würdest, dass du diesen bis heute nicht bereut hast und was du wieder machen würdest?
00:46:39: Also, was ich nicht wieder machen würde, weiß ich sofort.
00:46:43: Es braucht einen Anfang.
00:46:44: Ah, da bin ich bei dir.
00:46:45: Das ist wirklich ein absolutes Scheißzeug.
00:46:46: Also junge Menschen, die jetzt den Podcast hören, Lass das.
00:46:49: Macht irgendwas anderes, geht gleich auf LSD.
00:46:52: Aber lasst diese Scheißraucherei sein.
00:46:55: Das ist wirklich wie ein Rotweinfleck im weißen Teppich.
00:46:58: Das kriegst du nicht so leicht weg.
00:47:00: Was ich jederzeit wieder machen würde, tatsächlich, mir eine kleine Hütte im Wald, im Zentralmassiv, in Frankreich kaufen.
00:47:09: Die hast du, gell?
00:47:10: Das
00:47:10: habe ich in den Neunzigern gemacht.
00:47:12: Damals haben meine meine Kumpels ihr erste Karre gekauft und für das gleiche Geld, ich glaube, ungerechnet, waren das acht Tausend Euro.
00:47:19: habe ich mir so eine kleine Hütte im Wald gekauft.
00:47:21: Das ist mein Lucky Place, mein Happy Place, mein Rückzugsort und das würde ich sofort wieder tun und das ist ein Moment, den ich nie vergessen werde.
00:47:31: Ja, was natürlich auch in deinem Job essentiell, denke ich, wichtig ist, dass du auch ein Rückzugsort hast.
00:47:35: Ja, keine Menschen.
00:47:37: Also wenn es einen Arsch der Welt gibt, dann ist er dort, sagt der Franzose.
00:47:41: Okay, Markus, ich weiß, du bist spontan, deswegen mache ich mir da gar keine Sorgen, denn auch du darfst jetzt für meinen nächsten Gast natürlich eine Frage hinterlassen, etwas, was dich vielleicht brennend interessiert, oder wo du sagst, das wollte ich schon immer mal von jemandem wissen.
00:47:52: Outsch,
00:47:52: okay, also egal welche Richtung, oder?
00:47:53: Total
00:47:54: egal.
00:47:54: Okay.
00:47:55: Es
00:47:55: sollte so sein, dass die Person vielleicht nicht ganz errötet und aus dem Raum rennt.
00:47:59: Ja, also okay, dann frage ich nicht, ob jemand schon persönliche Flüssigkeiten in Flächen, im Kühlschrank hat, denn nein, das machen wir nicht.
00:48:05: Nein, nachdem ja oft Deutschland ein bisschen schlecht geredet wird, und das sagt mein One.
00:48:10: immer schöner und hier gut bei Deutschland und Auswanderer und so weiter.
00:48:13: An welchem Ort in Deutschland ist es für die Person, die du diese Frage stellst, am allerschönsten und warum?
00:48:22: Gut, das nehmen wir doch mit.
00:48:23: Machen wir mal einen Blick hier in Deutschland.
00:48:25: Find ich gut.
00:48:25: Markus, ich möchte an der Stelle Danke sagen für den Blick hier ins Studio.
00:48:29: Ich darf ja bei dir zu Gast sein heute bei Adriane Lett ein.
00:48:31: Für den Blick aber vor allen Dingen auf deinen Weg und auch in die Radiowelt.
00:48:35: Ich denke für die einen oder anderen, die einschalten, sicherlich mega interessant ab sofort mal mehr zu verstehen, was da morgens vielleicht so aus dem Lautsprecher dodelt beim Frühstück und wie das entsteht und was alles dahinter steckt, dass das überhaupt möglich gemacht wird.
00:48:47: Und ich freue mich einfach, dass ich mit dir das Gespräch jetzt endlich führen konnte hier bei Adriane Lett.
00:48:51: ein und dass wir hoffentlich noch viele Zeiten auch gemeinsam erleben in dieser Welt.
00:48:55: Wir
00:48:55: werden uns wieder treffen auf dem Bühnen dieser Welt.
00:48:57: Lieber Adlern, danke schön, dass ich da sein durfte bzw.
00:48:59: dass wir uns heute getroffen haben.
00:49:00: Ja, wir kommen wieder.
00:49:01: Ich verlinke natürlich lieber Markus auch eure Website etc.
00:49:04: Insta in meinen Shownotes, weil wenn da vielleicht noch Fragen sind oder Interesse an einem Thema, dann dürft euch natürlich auch gerne bei Markus und seinem Team melden.
00:49:12: Und in diesem Sinne danke ich euch jetzt hier fürs Einschalten bei Adlernet ein.
00:49:15: Danke in die Reise mit uns in die Radiowelt und ich freue mich schon auf die nächste Folge.
00:49:19: Danke dir Markus.
00:49:20: Lono bekommst du hundert Schwarzwald-Taler auf schwarzwaldtaler.com.
00:49:23: Gut geschrieben.
00:49:24: Such dir eine schöne Prämie aus.
00:49:25: Mega, danke.
00:49:26: Macht's gut.
00:49:27: Ciao, ciao.
Neuer Kommentar