... Gianluca Marburger & Lara Stehlin, Besitz macht besessen & die Wäsche waschende Katzenlady
Shownotes
In dieser Folge treffe ich Gianni & Lara, das Duo hinter Exploreaholic – kennengelernt im Backstage von „Immer wieder sonntags“: er als Kabler, sie als Lichtdouble; irgendwo zwischen Proben fällt ein flapsiger Satz von Moderator und Entertainer, Stefan Mross – und später wünscht Heino eine gute Nacht.
Von da an geht’s gemeinsam los: erst gemeinsames Lernen im Studium, dann Reisen. Aus Fragen von FreundInnen wird Exploreaholic: Reels, Tipps, Routen – Inspiration, die Lust macht, selbst aufzubrechen.
Gianni erzählt, wie Neuseeland ihn nach dem Abi geprägt hat: frei sein, Menschen treffen, Kulturen verstehen. Kirgisistan entsteht durch ein Gespräch im Fitnessstudio – Einladung zur Familie, Dorfleben, Jurte bauen, zwei Schafe für ein Fest, ein Geburtstag im 2.000-Seelen-Ort. Sieben Tage fühlen sich an wie drei Monate – und man kommt „als anderer Mensch“ zurück. Genau um solche Begegnungen geht es den beiden: Reisende statt TouristInnen, nah an Menschen, die dort leben, zuhören, lernen.
Auf dem Jakobsweg (Portugal) erleben die beiden, wie Sprache zweitrangig wird: Ein Abend mit einem älteren Pilger, eine Küche, Nudeln, Wein – Hände, Füße, Spanisch-Italienisch-Mix, und trotzdem tiefe Gespräche über Gründe, Glaube, Wege. In Marrakesch widerlegt die Realität die Angst: Skepsis ja, aber Menschlichkeit siegt oft; nachts durch die Medina, ins Gespräch kommen, respektvoll bleiben.
Praktisch wird’s beim Budget: reisen geht günstig, wenn Prioritäten klar sind. "Shoulder Season" statt Hauptsaison, Airbnb/Ferienwohnung zum Kochen und Kennenlernen der Hosts, Preisvergleiche, Zelt für Wochenenden, Erlebnisse vor Dingen.
„Besitz macht besessen“ – deshalb reduzieren die beiden vor der Weltreise bewusst: 70- bzw. 80-Liter-Rucksack, wenige Outfits, Fokus auf das, was man wirklich nutzt. Fehlgriffe gehören dazu und werden zur Story – etwa die „wäschewaschende Katzenlady“ in Québec oder das missratene Airbnb in Amsterdam: feucht, Spinnen, verschimmelte Dusche – weiterziehen und daraus lernen.
Sicherheit & Offenheit schließen sich nicht aus: gesunde Skepsis, im Zweifel alles abgeben statt riskieren, altes Handy/zweite Geldbörse – und gleichzeitig fragen, reden, Hilfe annehmen. Trampen? Ja – und oft sind die Tramper am Ende Deutsche. Die Quintessenz: 98 % der Dinge, vor denen man Angst hat, treten nicht ein – und für das meiste findet man unterwegs Lösungen.
Jetzt wird’s konkret: Die beiden starten ohne starre Route – bewusst spontan, im Jetzt leben, improvisieren und weitersehen. Den Startpunkt hat ein Zufall bestimmt: „Wir haben ChatGPT ein Land ziehen lassen – es wurde Madagaskar.“ Dort wollen sie mithelfen (z. B. Schule/Waisenhaus) und Begegnungen vertiefen, bevor die Reise weiterführt. Orte entdecken sie gern über Google Maps/Earth oder Inspiration durch andere Kanäle. Exploreaholic wächst derweil mit – mehr Reisetipps, Off-the-beaten-path-Spots, Routenvorschläge.
Die Kanäle der beiden habe ich für euch wie folgt verlinkt: – dort findet ihr ihre Routen, Tipps und die nächsten Schritte in Richtung Weltreise. Und ja: Träume dürfen bitte groß sein:
Instagram: @exploreaaholic TikTok: @exploreaaholic YouTube: youtube.com/@exploreaholic Webseite mit Blog-Artikeln: www.exploreaholic.com
Schon jetzt der Link für euch zur Reise-Dokumentation ab Ende Februar 2026, von der Gianni spricht: www.youtube.com/@guygianni
Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!
Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: info@adrian-hoffmann.de
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Transkript anzeigen
00:00:01: Ja, hallo zusammen hier bei einer weiteren Folge von Adrian Lead ein.
00:00:05: Diese Folge, meine Lieben, ist eine Einladung zum Aufbrechen und zwar zum Losgehen und zum Entdecken.
00:00:10: Mein heutiger Besuch besteht aus einem Duo.
00:00:12: Das hatten wir gleich bei Adrian Lead ein, soweit ich weiß auch noch nicht, finde ich es richtig toll.
00:00:17: Das nicht nur privat, sondern eben auch, ja, sozusagen auf Reisen ein echtes Team ist.
00:00:23: Diese beiden kreativen Köpfe hinter dem Reise- und Storytelling-Projekt Explorer Hall liegt, da werden wir später noch drauf eingehen.
00:00:30: Die durfte ich auch schon etwas früher kennenlernen und heute werden wir mit den beiden tatsächlich in ein Thema eintauchen, was ich sehr mutig finde, beeindruckend finde.
00:00:38: Sie haben sich bei der TV-Sendung, das habt ihr ja auch schon mehrfach gehört, hier von mir immer wieder Sonntags kennengelernt und natürlich auch durch den Europapark, so ist zumindest unsere Verbindung auch zustande gekommen.
00:00:49: Ja, wer hätte damals gedacht, dass sich daraus zwischen uns jetzt hier eine Freundschaft entwickelt und natürlich auch zwischen den beiden eine Beziehung.
00:00:56: Ich spreche heute mit zwei Menschen, die in wenigen Wochen das muss man sich mal vorstellen, ihre Wohnung auflösen, ihre Jobs gekündigt haben und einfach losziehen, nämlich auf Weltreise.
00:01:06: Was treibt zwei junge Menschen an, alles auf Anfang zu setzen?
00:01:09: Was braucht es, um den Sprung ins Unbekannte zu wagen?
00:01:12: Und warum kann genau das der größte Gewinn im Leben sein?
00:01:16: Wir sprechen über Aufbrüche, über Vertrauen ins eigene Können, über Mut statt Angst und natürlich über die Sehnsucht nach echten Begegnungen fernab von touristischen Hotspots.
00:01:25: Freut euch auf eine Folge, ja, über Jakobsweg.
00:01:29: Hier Gissistan, was ich auch echt schwierig fand, das zu lernen.
00:01:32: jetzt hier für das Intro.
00:01:33: Kreative Projekte, große Träume und natürlich auch die Magie von Neugier.
00:01:38: Herzlich willkommen, dass ihr bei Adrien Lett einseitig findest.
00:01:40: Großartig der Chan Lukas Marburg und die Lara Stelien ist hier.
00:01:43: Hi!
00:01:43: Hallo,
00:01:44: vielen Dank.
00:01:46: Ja, super, gerne.
00:01:47: Und ich meine, dieses Thema, das braucht tatsächlich eine Bühne.
00:01:50: Und ich finde es umso cooler, dass ihr heute bei mir seid und wir zu dritt darüber sprechen, was ihr für einen mutigen Schritt natürlich auch geht.
00:01:56: Jetzt möchte ich euch aber noch so ein bisschen an eure Anfänge mitnehmen, bevor wir in das große Reisefieber einsteigen.
00:02:01: Ich habe schon erwähnt, wir kennen uns über ein Europapark, auch über die Fernsehsendung, immer wieder Sonntags.
00:02:05: Und da hat ihr auch euer Weg so ein bisschen zusammengefunden.
00:02:08: Vielleicht nehmen wir alle mal mit, wer seid ihr und wie hat euch denn tatsächlich diese Bühne?
00:02:14: im wahrsten Sinne des Wortes auch zusammengebracht.
00:02:16: Ja, genau.
00:02:17: Also damals als Studenten haben wir beide bei immer wieder Sonntags gearbeitet.
00:02:22: Also hinter den Kulissen.
00:02:23: Du warst als Kabler und ich als Lichtdubel.
00:02:27: Auch sehr
00:02:28: toller Job kann
00:02:30: ich jedem
00:02:30: empfehlen.
00:02:32: Da verliert man auf jeden Fall ein bisschen Lampenfieber.
00:02:35: Genau.
00:02:35: Und dann war quasi mein erster Tag.
00:02:38: Der Johnny hatte schon mal ein Jahr vorher dort gearbeitet und Dann habe ich mich direkt mit ihm und den anderen Kablern angefreundet, habe dann mit ihm tatsächlich während den Proben geredet.
00:02:50: Und dann war so ein witziger Moment, so zwischen den Proben, kam der Stefan Ross an uns vorbeigelaufen und dann meinte er, so wie er halt so ist, immer ein flapsiger Fruch.
00:03:00: Wir haben ihn ja auch schon erlebt.
00:03:03: Meinte er zu uns.
00:03:04: Ja, nicht, dass er hier noch Kinder bekommt.
00:03:07: Im tiefsten Beide stand
00:03:08: er.
00:03:09: Also, er hat schon ein bisschen lundige Rochen auf jeden Fall.
00:03:13: Er hat es uns schon angemerkt.
00:03:14: Tatsächlich
00:03:14: wusste er es, bevor wir es wussten.
00:03:17: Ich denke, von allen Kablern habe ich die meiste Zeit mit Laura verbracht und da hat Stefan schon was gesehen, was wir.
00:03:25: Was wir noch nicht gesehen haben.
00:03:26: Wir müssen noch als Ausdrucksführer
00:03:28: organisieren.
00:03:30: Es
00:03:30: wurde uns auch schon oft gesagt, dass wir das mal machen sollten, auf jeden Fall, wenn wir heiraten.
00:03:37: Ja, und das war dann eigentlich ganz witzig, weil wir haben dann dort festgestellt, dass wir dann doch dasselbe studieren, also es war ja Covid.
00:03:44: Das heißt, wir haben von zu Hause aus studiert, dass wir dasselbe studieren im selben Semester.
00:03:49: Und ja, dann hat man halt mal zusammen gelernt.
00:03:54: Genau, das war eigentlich die erste Frage, die Lara mir dann gestellt hat, ob wir mal zusammen lernen wollen.
00:04:02: Da wollte
00:04:03: ich dann begeistert, hab mir gedacht, ja, dann lass uns doch mal das ausprobieren und zusammen lernen.
00:04:08: und das haben wir dann auch gemacht am Anfang und haben uns halt immer besser verstanden und auch dann privat verabredet.
00:04:16: und ja, so ist das Ganze dann immer größer geworden, sag ich mal.
00:04:20: Man muss ja auch noch dazu sagen, dass unser erster Kurs auch in dem Zusammenhang war.
00:04:26: Also es gibt dabei immer wieder Sonntag, so Adrian Kenz, immer das Bergfest.
00:04:31: Also es
00:04:31: gibt zwölf Sendungen und nach sechs Sendungen ist dann quasi das Bergfest, weil die Hälfte vorbei ist.
00:04:37: Das bedeutet, da feiert man halt schön und euch fröhlich zusammen.
00:04:41: Und wir waren irgendwie mit einem Europa Park im isländischen Themenbereich.
00:04:46: Der war komplett
00:04:47: leer, also es war dunkel und alles aus.
00:04:50: Nur dieser eine Bereich, quasi für uns, gar den Arwischen, war für uns quasi gerichtet als Party.
00:04:54: Und wir sind aber dann mal spazieren gegangen durch den ganzen Park.
00:04:57: Ich weiß gar nicht, ob ich das sagen darf, weil das war eigentlich, glaube ich, nicht so ganz erlaubt.
00:05:07: Tatsächlich zum ersten Mal geküsst haben, da ist dann der Haino auf uns zugekommen danach und hat uns eine gute Nacht gespielt.
00:05:15: Das ist so unsere Kennenlern-Story.
00:05:18: Okay, das bleibt natürlich auch unverkennlich.
00:05:21: Haino dann noch persönlich über den Weg läuft.
00:05:23: Okay, krass, also das heißt eigentlich war das so, es war ja schon auch skurril, dann wahrscheinlich euer Kennenlern.
00:05:29: Absolut,
00:05:30: weil Haino auch nachts eine Sonnenbrille trägt.
00:05:32: Also das muss man sich auch mal vorstellen.
00:05:35: Ja, wenn der dir dann gute Nacht wünscht.
00:05:37: Weißt du?
00:05:37: Dann ist es wirklich cool.
00:05:38: Hast es geschafft und der Tag war ein Erfolgreich.
00:05:41: Ja,
00:05:42: das stimmt.
00:05:43: Ja, cool.
00:05:43: Und jetzt ging ja irgendwie eure Geschichte weiter bis zum heutigen Tag, dass wir ja hier sitzen.
00:05:48: und für alle, die euch jetzt noch nicht kennen, ihr seid ja, ja, kann man schon sagen, nicht nur im Beziehungsbereich verliebt, sondern ihr habt ja auch eine große Liebe, nämlich fürs Reisen.
00:05:57: Absolut, ja.
00:05:58: Habt ihr das so im Zuge erst eurer Beziehung kennengelernt oder war das eigentlich schon vorher klar, dass ihr beide gerne unterwegs seid?
00:06:05: Ja, also ich glaube, wir... waren beide sehr aktive Menschen immer und haben immer viel unternommen.
00:06:12: Ich war direkt nach dem Abitur in Neuseeland für ein halbes Jahr und für mich hat sich damals schon halt direkt so angefühlt, als würde mich das nicht mehr loslassen und ich habe es einfach geliebt, also auch das Land Neuseeland an sich, aber allgemein auch einfach Leute kennenzulernen und Kulturen kennenzulernen und... einfach dieses Freiheitsgefühl hat mich direkt gecatcht.
00:06:38: Das war noch bevor wir uns kannten.
00:06:40: Aber ich glaube auch, bei dir war es ähnlich.
00:06:45: Tatsächlich
00:06:46: nicht.
00:06:47: Also es kamen durch dich dann auch wirklich.
00:06:51: Also ich bin auch gerne in den Urlaub gegangen.
00:06:54: Ich war aber dann doch eher jemand, also ich würde es jetzt nicht schüchtern nennen, eher ein bisschen introvert.
00:06:59: Also ich bin nicht so proaktiv auf Leute zugegangen.
00:07:02: Und auch beim Reisen war ich dann so jemand, ja, dann geht man halt nochmal nach Spanien und nochmal nach Griechenland.
00:07:09: Das fand ich jetzt nicht.
00:07:10: Hauptsache weg.
00:07:11: Und dann war ja eben auch Covid und man konnte gar nicht weg.
00:07:16: Und dann habe ich dich kennengelernt und durch dich hat sich auch ein bisschen bei mir so die Liebe zum Reisen entwickelt, weil ich gemerkt habe, da gibt es ja doch
00:07:26: mehr
00:07:27: in der Welt und ... Man kann andere Kulturen kennenlernen und vor allem zu zweit ist das halt super.
00:07:34: Also gerade mit dir muss man sagen, also der Johnny ist dann doch jemand, der ist fünf Minuten irgendwo und dann hat er schon drei neue Freunde gefunden.
00:07:44: Das kam tatsächlich doch eher durch dich.
00:07:46: Also ich hatte
00:07:47: früher
00:07:47: mal... Auch während des Abiturs habe ich mir das auch überlegt, ob ich dann, ob ich so ein halbes Jahr nach Australien gehen soll.
00:07:55: Dann muss ich aber tatsächlich sagen, war das für mich doch ein zu großer Schritt und ich hatte da irgendwie zu sehr Angst, was Falsches zu tun.
00:08:04: Also ich wollte damals tatsächlich auch nach Australien erst.
00:08:07: Beziehungsweise ich wollte so weit weg wie möglich.
00:08:10: Hawaii war immer ein großes Ziel.
00:08:12: Dann habe ich gedacht Südafrika oder eben Australien.
00:08:14: Und dann habe ich diesen kleinen Fleck Neuseeland noch entdeckt und dachte mir, der ist ja noch weiter weg.
00:08:19: Da muss ich hin.
00:08:20: Und tatsächlich war es aber so, dass ich mir Neuseeland auch ausgesucht habe, weil ich dachte, dass da nicht so viele Deutsche und so viele Leute, die ich dann kenne, hingehen.
00:08:31: hat sich dann rausgestellt, dass es doch anders kommt.
00:08:33: Und dann am ersten Tag direkt im Hostel ankommt und im Gepäckraum steht, der quasi von Fenstern umrandet ist oder umrand ist und man aus dem Fenster guckt und da direkt ein Mädchen vorbeiläuft, mit dem man Abitur gemacht hat und die auch nochmal zwei Leute dabei hatte.
00:08:49: Das heißt, ich habe direkt drei Leute gehabt, die mit mir Abi gemacht haben auf derselben Schule, in derselben Stufe quasi.
00:08:57: Und ja, so sieht man sich dann achtzehntausend Kilometer weiter, wieder am anderen Ende der Welt.
00:09:04: Genau deshalb bin ich eigentlich noch in Neuseeland gegangen, aber es war dann trotzdem schön.
00:09:07: Man hatte direkt irgendwie einen Anhaltspunkt und Personen, mit denen man sich besprechen kann.
00:09:15: Und die hatten dann tatsächlich ... Ein Freund schon gefunden, der war aus Berlin, mit dem ich dann auch zum späteren Zeitpunkt ein Monat im Auto zusammengelebt habe.
00:09:23: Also es so kommt dann eins zum anderen und das ist auch, würde ich sagen, was mich so am Reisen auch fasziniert, dass man, wenn man ein bisschen Vertrauen hat und einfach offen ist für Neues und auch für andere Menschen, dass dann immer alles irgendwie so rauskommt, wie es kommen soll.
00:09:40: Ja, ich finde es auch ein spannender Punkt, den du ansprichst, weil du jetzt gerade gesagt hast, Vertrauen und auch... weniger Angst zu haben.
00:09:45: Ich glaube schon, dass das für viele Menschen eine Hürde ist, die dann doch eher den fünften Spanien Urlaub nehmen, hat ja auch was so ein bisschen mit Gewohnheit zu tun.
00:09:52: Wir Menschen sind ja auch Gewohnheitstiere und wenn ich halt die Ligen irgendwann auswendig kenne, dann weiß ich halt okay, wenn ich aus dem Bett fall, dann ist es genau das.
00:10:00: Also woher kam das dann bei dir?
00:10:02: Vielleicht Johnny, dass du sagst, ich will möglichst weit weg und eben genau diese Furcht, sag ich mal, wo viele ja mitbringen, zu durchbrechen.
00:10:12: Ja, interessant.
00:10:13: Da müsste ich jetzt selber so überlegen, wo das eigentlich herkommt.
00:10:16: Also da könnte man jetzt alle möglichen Schmerzpunkte aus der Kindheit
00:10:21: aussehen.
00:10:21: Glaubensetzen, wir jetzt gehen mal die Glaubensetzen.
00:10:23: Ja,
00:10:23: genau.
00:10:23: Und zum Beispiel auch das.
00:10:24: Aber ich glaube, für mich war es einfach so die Schulzeit und auch zu Hause dann mit einem kleinen Bruder nur mit der Mutter zu Hause.
00:10:34: Also meine Eltern haben sich früh getrennt und es war dann für mich auch sehr... anstrengend zu Hause oft.
00:10:40: Und ich war dann einfach froh, dass eben die Schule vorbei war und ich mal so einfach machen konnte, was ich wollte.
00:10:47: Und ich habe einfach auch gewusst, dass es mehr gibt als das kleine Dorf, in dem ich aufwachse.
00:10:53: Also ich bin in Herbalzeichen größtenteils aufgewachsen, hat zwar Stadtrechte, aber ich glaube, mit zehn tausend Einwohnern ist es halt doch irgendwie sehr kleingehalten und jeder kennt sich.
00:11:04: Ich wollte einfach was Neues sehen, um auch einfach eine neue Perspektive zu bekommen auf die Welt und auf das Leben.
00:11:12: Ich kann das jetzt zurückblicken sagen.
00:11:14: Früher war mir das glaube ich noch nicht so klar.
00:11:16: Also ich wollte einfach nur weg und am besten so weit wie möglich.
00:11:23: Einfach eine neue Sichtweise.
00:11:25: Heutzutage würde ich sagen, Neuseeland ist da vielleicht gar nicht der richtige Ort dafür.
00:11:30: dass es einfach auch trotzdem sehr westlich ist und englische Kolonie.
00:11:34: Also das Leben dort ist ähnlich wie das zu unsern.
00:11:40: Allerdings gibt es da ja auch die Maori Kultur, also auch ein bisschen was anderes zum sehen.
00:11:47: Und das war einmalig.
00:11:49: Und ja, das hat mich dann am Ende dazu gebracht, dass ich einfach mich in das Reisen verliebt habe.
00:11:56: Und Lara hat sich dann anstecken lassen für dieser Liebe?
00:11:59: Ja, schon.
00:12:00: Also wie gesagt, ich bin auch immer gerne in Urlaub gegangen.
00:12:03: Aber dann war es eben so, dass während der Corona-Zeit gab es dann mal so Lockerungen, dass man dann doch irgendwo hinreisen konnte, wenn man geimpft war oder genesen, keine Ahnung.
00:12:13: Und da haben wir angefangen.
00:12:15: Also wir sind total spontan nach Rom geflogen.
00:12:19: Weil wir wollten beide immer mal nach Rom.
00:12:21: Im Januar, muss man nicht
00:12:22: sagen.
00:12:23: Ganz spontan nach Rom geflogen.
00:12:25: Und so hat es dann einfach irgendwie angefangen, dass ich gemerkt habe, hey, das macht richtig Spaß, so neue Orte zu entdecken.
00:12:33: Also sei es jetzt irgendwie sowas touristisches wie Rom oder keine Ahnung, man geht da in den hinterletzten Ort, in Belgien irgendwo.
00:12:44: Und ja, dadurch hat sich das bei mir halt auch so entwickelt.
00:12:47: Und ich habe das so ein bisschen von dir absorbiert.
00:12:50: Und ich kann mir jetzt auch irgendwie nichts schöneres vorstellen, als neue Orte zu entdecken, irgendwie auch so Abseits vom Touristenfahrt.
00:12:59: Und das Wissen dann halt auch zu teilen.
00:13:01: Das finde ich so schön, wenn Leute auch wirklich auf uns zugehen und sagen, hey, eure Tipps finde ich so toll.
00:13:07: oder eure Videos.
00:13:09: Das ist dann schon echt schön zu hören.
00:13:11: Genau, das hast du jetzt.
00:13:12: Danke für die Überleitung, Lara.
00:13:14: Da wollte ich nämlich jetzt mal mit euch rein.
00:13:15: Es ist ja eigentlich euer kreatives Projekt.
00:13:17: oder im Endeffekt tut ihr genau das.
00:13:18: Ihr teilt Tipps, Einblicke an Orte, wo vielleicht nicht jeder Tourist automatisch auf dem Schiarm hat oder wo ihr sagt, das war ganz besonders, auch kulinarisch vielleicht für euch dann an dem Ort.
00:13:28: Daraus entstand ja Explorer Holic.
00:13:30: Nehmt uns doch da mal mit.
00:13:31: Alle die einschalten.
00:13:32: Was steckt hinter Explorer Holic?
00:13:33: Was war die Intention?
00:13:35: oder was kam nicht auch?
00:13:36: Aber warten, wenn ich jetzt sage, cool, da will ich mal draufklicken.
00:13:39: Tatsächlich war das so, dass wir eben schon immer viel unterwegs waren.
00:13:43: Und dann kam auch immer Freunde und Verwandte auf uns zu und meinten, hey, hast du irgendwie Tipps für das und das?
00:13:50: Und ich möchte im Sommer da und da hingehen.
00:13:52: Was kann ich machen?
00:13:53: Und da haben wir eigentlich immer schon hier unseren ganzen Freundeskreis und unsere Verwandtschaft mit Tipps versorgt.
00:13:59: Und dann haben wir gedacht, ja, wir könnten das ja auch eigentlich auf Instagram machen.
00:14:04: Ja, also.
00:14:06: macht absolut Sinn da direkt auf instagram zu gehen.
00:14:09: ich mein für uns war das oder ich sag mal dass der der driving factor war eher lager bei dem ganzen weil sie auch immer gerne so ein bisschen instagram benutzt hat und auch gepostet hat und Für mich war das eher so ein bisschen.
00:14:25: ich habe am anfangen tatsächlich eher abstand gehalten davon.
00:14:27: ich habe sie unterstützt und Es war.
00:14:30: es war als witziges projekt habe ich das gesehen so aber es war für mich nicht so ernst weil ich mit Social Media eigentlich am Anfang eher immer vorsichtig war.
00:14:41: Also ich hatte auch mal ein Jahr, wo ich gar kein Social Media benutzt hab.
00:14:45: Und das hat mir eigentlich auch gut getan, wobei man ganz schnell merkt, dass man viele Sachen einfach nicht mitbekommt in der heutigen Zeit, was vielleicht hier und wieder gar nicht so schlimm ist.
00:14:54: Aber deswegen war das für mich eher so ein Projekt am Rande.
00:14:59: Aber dadurch, dass wir das einfach dann konsistent immer weiter gemacht haben, damals noch während dem Studium, hat es einfach auch immer mehr Spaß gemacht und dadurch wurde es einfach immer größer und wir wurden auch besser darin, einfach Content zu kreieren und die Tipps so zu verpacken, dass es für andere einfach verständlich ist und währenddessen sind wir natürlich immer mehr gereist, haben dadurch auch mehr Erfahrung gesammelt und haben dann eben auch angefangen zusammen an Orte zu reisen, die vielleicht nicht so wie Rom jetzt touristisch sind oder wo jeder irgendwie schon mal war oder zumindest jemanden kennt, der da war, sondern halt auch Orte wie Montenegro, Albanien, Slowakei.
00:15:41: Gergisistan?
00:15:41: Gergisistan kam halt
00:15:42: so später am Zeitpunkt, das ist auch zufällig entstanden durch eine Bekanntschaft im Fitnessstudio.
00:15:51: Also im Europapark arbeiten ja alle möglichen Menschen aus allen möglichen Ländern, also ich glaube, hundertdreißig Nationen, circa.
00:15:58: Und da kam ein Kyrgyser auf mich zu in fast perfekten Deutsch und hat mich gefragt, was ich da mache, für eine Übung und was ich ihm empfehlen kann.
00:16:05: Und dann hat mir kurz zwei Minuten darüber geredet und dann habe ich ihn gefragt, woher er kommt, weil ich seinen Akzent wirklich nicht erkannt habe.
00:16:13: Und dann sagt er eben Kyrgys ist dann.
00:16:16: und dann habe ich gesagt, ich habe schon mal von gehört und auch schon ein paar Bilder gesehen und dass sie eben... Wundervolle Landschaft und Natur haben und habe ihn dann einfach ausgefragt über sein Land und wie es da ist und weil es mich einfach interessiert hat.
00:16:29: Also mich interessieren solche Geschichten halt immer.
00:16:32: Und er hat sich mir offenbart und hat dann direkt gesagt, ich lade dich zu meiner Familie ein, wenn ich mal hingehe.
00:16:37: Und das war für uns eher so ein Gag, glaube ich.
00:16:40: Wir haben dann Instagram eben die Kontaktdaten ausgetauscht.
00:16:43: Und dann waren wir im Albanien Urlaub.
00:16:47: Zusammen war es ja für uns auch schon so ein bisschen... oder ja für die meisten wahrscheinlich auch so ein bisschen auf der beaten path ist also so ein bisschen abseits von dem was man normalerweise sieht frankreich sparen in italien und vielleicht auch wo viele sagen da ist gefährlich.
00:17:03: und also wir haben viele dinge gehört wo wir bis jetzt noch nicht fassen können.
00:17:07: wo man hier gesagt haben wie ihr geht nach albanien ist da nicht noch krieg die sind doch kein eu mit glied.
00:17:12: und also unglaubliche sachen die man hört wo man sich denkt wahnsinn wie eingeschränkt manchmal die Sichtweise ist.
00:17:22: Und wir da aber wirklich auch eine sehr, sehr gute Zeit hatten in Albanien.
00:17:26: Und dort war es dann, dass mir eben der Kyrgyzern namens Eridan, Grüße geht raus an der Stelle, falls er sich das anhört, mich gefragt hat über Instagram oder gesagt hat, da und da gehe ich nach Kyrgyzern, möchtest du mitkommen?
00:17:40: und das war tatsächlich schon irgendwie in zwei Wochen.
00:17:43: Und da im ersten Moment dachte ich, Ach Gott, das kann ich nicht machen.
00:17:48: Also ich muss nächste Woche wieder arbeiten.
00:17:50: Wir sind jetzt gerade schon im Urlaub.
00:17:52: Ich kann nicht dahin.
00:17:53: Aber es hat mich halt nicht losgelassen.
00:17:55: Und Laura war da dann auch unterstützt und hat gesagt, du musst das machen.
00:17:58: Und für mich war es auch klar, eigentlich muss ich es machen.
00:18:01: Und wir haben danach Flügen geguckt.
00:18:02: Und die waren auch relativ teuer dann schon, als es so kurzfristig war.
00:18:06: Aber... Im Endeffekt war es für mich ganz klar, ich muss da hin, ich muss mir das anschauen.
00:18:11: Es gibt keine bessere Möglichkeit, wie mit jemandem, der dort Familie hat, dort hinzugehen.
00:18:16: Und es waren nur sieben Tage, die sich aber angefühlt haben wie drei Monate.
00:18:20: Und ich habe so viel erlebt und so viel Neues gesehen, dass ich einfach wirklich als anderer Mensch zurückkam.
00:18:26: Also ich kam schon von Albanien als anderer Mensch zurück.
00:18:29: Aber... von Kyrgyzstan dann halt nochmal einfach.
00:18:33: Und das ist einfach in einer Woche, wenn einen Hinflug geht, zehn Stunden, der Rückflug sogar drei zehn mit den Pausenzeiten.
00:18:39: Dann wohl glaube ich fünf Stunden gesessen, weil es halt einfach keinen anderen Flug gab so.
00:18:47: Aber es hat sich gelohnt, also das Aufsicht zu nehmen, einfach für sieben Tage dort in Kyrgyzstan reisen.
00:18:52: Und ich habe, ja, ich war dabei.
00:18:56: Wie zwei Schafe geschlachtet worden.
00:18:58: Ich war bei einem Geburtsdag dabei von dem kirgisischen Vater in dem Dorf, wo zweitausend Leute gelebt haben.
00:19:06: Und es ist einfach ein ganz anderes Leben, was sie dort leben.
00:19:08: Und das gibt ja eine Perspektive aus dem... Du hast eine
00:19:11: Jurte gebaut?
00:19:12: Ja,
00:19:12: eine Jurte haben wir gebaut.
00:19:13: Was ist
00:19:13: eine Jurte?
00:19:15: Das ist eben, wo die Nomaden quasi wohnen.
00:19:19: Also das
00:19:19: sieht aus wie ein Zelt, aber...
00:19:20: Genau.
00:19:21: Also in der Mongolei und Kirgisistan und auch natürlich in den... umliegenden Ländern.
00:19:27: Dort lebten die Menschen früher in Jurten.
00:19:31: Die hatten nur ihr Pferd und hatten dann quasi so runde Zelte, die meistens aus Holz mit so einem Tuch quasi drum herum gebaut sind.
00:19:42: Und das konnte man halt eben auf und wieder abbauen, aufs Pferd packen und dann wieder weiterziehen.
00:19:47: Und dort in der Kultur ist das immer noch halt groß.
00:19:51: Also die leben in Steinhäusern.
00:19:54: Aber Ja, bauen halt hin und wieder mal eine Jurte und gerade für so Feste, dort wird dann das Essen zubereitet, deswegen haben sie die Jurte gebaut einfach.
00:20:02: Ja, also ich finde es eh schon jetzt, was du allein schon erzählt, ich glaube wirklich, weil die Leute ja so Angst haben oder das Unbekannte, ich glaube es ist wirklich das Unbekannte, was viele so erschrecken lässt oder halt auch Vorurteile, die irgendwo herkommen, keiner weiß wirklich woher.
00:20:15: Ich habe zum Beispiel vor zwei Tagen mich mit jemandem unterhalten, die kommt aus Washington und ich fand es so interessant, weil wir kriegen ja hier medial einen gewissen Trump Trump und dann unterhält sich plötzlich mal mit jemandem wie ist das Leben dort vor Ort?
00:20:29: wie ist es denn wirklich, wie läuft es denn wirklich ab?
00:20:31: und wie sehen die das auch?
00:20:32: und keine Angst also sie sieht genauso kritisch was da passiert aber diesen Alltag mal mitzukriegen.
00:20:38: was bedeutet es als Familie dort zu leben?
00:20:40: was haben die für Herausforderungen?
00:20:41: ja wie sieht es dann wirklich aus?
00:20:43: weil man immer denkt oh amerika ist das gesegnete land und allen geht es gut so.
00:20:47: und es war nicht so interessant.
00:20:48: und wie man dann plötzlich in diesen austausch kommt ist ja das was ihr jetzt auch beschrieben habt wenn man sich schon die Haare kennen würde und ein Mensch sich dann plötzlich teilhaben lässt an dem Leben, an dem Lifestyle und an der Kultur und dann wieder dich ausquetscht.
00:21:02: Wie ist es denn hier?
00:21:03: Und ich fand es so spannend.
00:21:04: Ich hätte mich glaube ich noch zwei Stunden mit der Person unterhalten können und fand es aber auch schön, wie offen die Person war.
00:21:09: Und da merke ich auch.
00:21:10: Ja, es braucht einfach auch so ein, wie sagt man so, Open Minded auch von sich selbst, ja, zu sagen, ich frag jetzt einfach mal und nicht nur dieses Un, wie geht's?
00:21:17: Tschüss.
00:21:18: Ja, genau.
00:21:19: Das macht es eben aus, das Reisen.
00:21:21: Also da lernt man die Leute wirklich nochmal anders kennen, wie eben als Tourist.
00:21:26: Weil ich würde schon sagen, wir sind... Reisende, keine Touristen, weil wir schon immer versuchen, nah an den Leuten, die dort leben zu sein und uns auch mit denen zu unterhalten und zu fragen, also wirklich, wie geht's euch?
00:21:39: Wie ist es hier?
00:21:40: Wie sieht euer Leben aus?
00:21:42: Und das hinterlässt dann oder das hinterlässt dann schon mehr Spuren in dir.
00:21:51: Also man kann jetzt natürlich auch nach Kyrgyzstan gehen und dann macht man die Touristentouren und dann sagt man okay, ich war jetzt hier zwei Wochen in Kyrgyzstan, aber... Man war da quasi nur als Tourist.
00:22:03: Ja gut, und gleichzeitig natürlich auch, es gibt es wie überall auf der Welt, natürlich auch Orte, wo man einfach auf vorsichtig sein muss.
00:22:09: Das ist so, es gibt es ja auch bei uns hier in Deutschland, so ist es ja nicht.
00:22:12: Also es ist nicht nur ein globales Problem, dass alle anderen Länder jetzt irgendwie gefährlich sind, sondern auch hier gibt es Orte und zu Recht, wo man sagt, hey, da sei da einfach ein bisschen vorsichtiger.
00:22:20: Wie ist es bei euch, wenn jetzt wirklich so Kyrgyzstan... Keine Ahnung, war es noch nie dort.
00:22:25: Gebt man da mit einer Freude hin und hat man da auch schon mal ein bisschen das Gefühl, man hört ja viel, mal gucken, ob das stimmt.
00:22:31: Ich habe tatsächlich ein sehr gutes Beispiel dazu.
00:22:34: Und zwar waren wir letztes Jahr in Marrakesch.
00:22:38: Und ich habe mich davon natürlich auch so wie ich das immer mache.
00:22:41: Also ich bin diejenige, die alles organisiert und sich einliest.
00:22:44: und dann habe ich schon gesehen, oh Gott, nachts in der Medina, da muss man aufpassen.
00:22:49: Da wird man überfallen und keine Ahnung was.
00:22:51: Und dann... Die Leute wollen einen nur abziehen und über ein Tisch ziehen.
00:22:56: Und dann waren wir dort und dann waren wir auch öfters nachts in der Medina und haben uns auch mit vielen Leuten unterhalten.
00:23:04: Und ich war diejenige, die am Anfang so sehr skeptisch war, auch wenn wir irgendwie angesprochen wurden, dann habe ich Johnny immer weggezogen.
00:23:11: Aber dann habe ich mich auch mal gesagt, lass dich doch einfach mal drauf ein.
00:23:16: Und es war wirklich so, dass meistens die Leute Nichts Böses von der Wolken nachts in der Medina wurden wir auch also da waren.
00:23:24: erstens war da niemand.
00:23:25: Wir haben da irgendwelche Kinder gesehen, die da am Handy gespielt haben.
00:23:29: Niemand wollte was Böses von uns.
00:23:30: und genauso, wenn man auch mit den Leuten geredet hat.
00:23:33: Auf dem Markt klar, man wurde angesprochen.
00:23:35: Hallo, möchtest du was kaufen und so?
00:23:37: Aber selbst da, wenn man gesagt hat, nein danke, haben die dich auch in Ruhe gelassen.
00:23:42: Und das war sowas.
00:23:44: Also klar, man sollte schon mit einer gewissen Skepsis und Vorsicht auf Reisen gehen, dass es nicht verkehrt, aber auch vielleicht im Hinterkopf behalten, dass nicht jeder etwas Böses von dir möchte und manchmal also doch die Menschlichkeit siegt.
00:24:02: Ja, klar.
00:24:03: Also wie gesagt, deswegen habe ich ja gesagt, hier ist es ja bei uns genau so.
00:24:06: Also es gibt hier auch Orte, wo man sagt Da wäre ich vorsichtiger und trotzdem sind mit allen Menschen, die dir dort begegnen, schlecht.
00:24:12: Also, man muss, glaube ich, diese gesunde Skepsis schon haben und gleichzeitig aber auch eine Offenheit.
00:24:18: Ja, also Skepsis ist immer am Anfang ganz gut, aber ich glaube eben, dass medial auch viel einfach aufgeputscht wird mit Geschichten, die man halt so hört, die halt auch zum Teil echt schlimm sind und sich schlimm anhören.
00:24:38: Es trifft immer wieder Leute.
00:24:41: Nur, man muss halt auch sehen, dass eben die positiven Dinge gar nicht besprochen werden.
00:24:47: Also in acht, neunzig Prozent der Fällen geht alles gut und es ist alles toll und alle Menschen sind nett.
00:24:52: Und die zwei Prozent sind halt, die werden halt medial durchgenommen und dann hat man halt da genau das, was man hört und dann verbindet man das einfach damit.
00:25:02: Dann hört man hier, okay, dieses dann, da gab es irgendwie einen Angriff auf.
00:25:06: Ein Supermarkt und dann weiß man, oh, da gehe ich nicht hin.
00:25:10: Dabei kann das in Frankfurt genauso gut passieren, vielleicht sogar wahrscheinlicher.
00:25:14: Also, klar sollte man aufpassen und ich würde sagen, man darf halt auch nicht dumm sein, wenn es um seine materiellen Dinge geht, die man so dabei hat und sollte die einfach hergeben, im Ernstfall.
00:25:28: Also, wenn man irgendwie überfallen wird, ich glaube, ich bin noch nie überfallen worden, kann aber passieren, was sich immer lohnt, ist irgendwie eine zweite Garnitur mitzunehmen, zweites altes Handy oder einen zweiten Geldbeutel.
00:25:44: Aber im Notfall gibt man einfach alles ab und dann besorgt man sich später neu und geht aber mit seinem Leben davon und lässt es nicht dort, weil man irgendwie, weil einem etwas wichtiger ist.
00:25:57: Und ich glaube, da kommt auch das Vertrauen her, selbst wenn man jetzt ein Handy verliert oder es gestohlen wird oder irgendwie eine Situation eintrifft, wo man sagt, da komme ich nicht mehr raus.
00:26:06: Das ist das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann.
00:26:08: Am Ende findet man für alles eine Lösung.
00:26:10: Und ich glaube, wenn man mit dem Mindset in solche Reisen geht, dann kommt man da auch einfach weit und muss sich keine großen Gedanken machen.
00:26:21: Klar, und ich glaube, jetzt nochmal für alle vielleicht auch die Einschalten.
00:26:24: Die Intention ist ja immer, was verspreche ich mir vom Reisen.
00:26:26: Ihr sagt ja auch, für euch ist Reisen nicht mehr dieses typische Touri-Ding, sondern ihr macht das ja wirklich wegen den Begegnungen, wegen den Kulturen, wegen den Menschen, die ihr kennenlernt.
00:26:35: Es ist völlig legitim, finde ich, wenn Menschen sagen, ich reise halt gerne seit zwanzig Jahren in meinen All-Inclusive, dann macht das auch.
00:26:41: Also ich glaube, jeder muss da seinen Weg finden.
00:26:43: und ich finde es trotzdem, weil ihr eben... Weil und auch gerade darum, weil er ja so jung sei, dass ihr sagt, hey, ich gehe da mit einer totalen Offenheit jetzt ran und habt da einfach Bock drauf.
00:26:53: Und ihr habt mir ja im Vorhinein geschrieben, euch geht es eben gar um Sehenswürdigkeiten an sich.
00:26:57: Klar, die sind auch schön, dass man die mal sieht.
00:26:59: Euch geht es aber um diese Begegnungen.
00:27:01: Und da würde ich mal gerne einen Blick mit euch reinnehmen.
00:27:03: Ihr habt jetzt schon viel gesehen.
00:27:04: Ihr werdet noch viel, viel mehr sehen.
00:27:05: Gibt es denn Begegnungen?
00:27:07: Du hast jetzt von Kyrgyzstan gesprochen, wo ihr nach nach hinein sagt, wow, das war unglaublich oder das hat uns auch unglaublich bereichert.
00:27:14: Ja, definitiv.
00:27:15: Also ich weiß nicht, ob dir das selber einfällt, aber wir waren ja letztes Jahr auch auf dem Jakobsweg.
00:27:20: Also wir sind quasi eine Fünftag-Teiletappe vom Jakobsweg gelaufen und da waren wir in einer Herberge, mittenden Portugal, irgendwo.
00:27:30: Das war echt ganz aktuell.
00:27:35: Haben wir dann tatsächlich abends gekocht, weil es gab so eine Gemeinschaftsküche und dann kam so ein alter Mann rein, der ist auch eben auf dem Jakobsweg gelaufen und er konnte gar kein Englisch.
00:27:45: Der kam irgendwie von den, von den Cupwerden.
00:27:48: Von den Kanaren.
00:27:49: Von den Kanaren, genau.
00:27:50: Von den Kanaren und er hat so ein Mix aus Portugiesisch und Spanisch gesprochen und... Ich konnte ein bisschen spanisch, Dani konnte italienisch, das ist ja so ähnlich.
00:28:01: Ähnlich, ja, ja.
00:28:02: Mit Händen, Füßen und allem hat man sich dann unterhalten und dann haben wir echt zwei, drei Stunden mit dem verbracht und mit ihm geredet.
00:28:10: und trotz dieser sprachlichen Barriere kann ich sagen, also ich habe mich super gut mit dem unterhalten und das war so schön, das ist, also heutzutage sagt man ja, wholesome.
00:28:21: Das war wirklich sehr wholesome.
00:28:23: haben wir mit dem gegessen, also wir haben dann quasi Spaghetti gekocht oder Nudeln waren es und haben dem das auch angeboten und er hat sich so gefreut mit uns gemeinsam zu essen, dann haben wir noch zusammen Wein getrunken.
00:28:35: Das muss ich sagen, das war schon so eine der schönsten Begegnungen.
00:28:38: Das hat mir auch ein bisschen gezeigt, dass Sprache nicht alles ist, weil man kann sich auch so ganz gut unterhalten und man versteht sich auch irgendwie.
00:28:47: Und nicht nur oberflächlich, also wir haben über... Religion, über Essen, über warum er den Jakobsweg läuft und wie lange schon und welche er schon alle gelaufen ist.
00:28:57: Also wir haben wirklich über tiefe Dinge geredet.
00:29:00: Und ohne
00:29:01: Google-Übersetzer.
00:29:02: Also natürlich musste man bei manchen Sachen nachhaken, aber das macht es auch aus.
00:29:06: Ich glaube am Ende, dass es nicht mal irgendwie zwei, drei Stunden waren, aber es hat sich halt so angefühlt.
00:29:11: Also das war auch was, was ein anderer Pilger zu mir gesagt hat aus England tatsächlich, der jedes Jahr den Jakobsweg läuft.
00:29:18: Es sich so anfühlt, wenn man eine Stunde mit jemandem verbringt wie ein ganzer Tag und ein ganzer Tag wie eine ganze Woche und eine Woche wie ein ganzes Jahr, weil man einfach offener ist und sich auch mal die Geschichten von anderen anhört und nicht nur mit seinem Handy rumdattelt und so ein halbherzig zuhört, sondern wirklich voll und ganz zuhört und dadurch auch einfach die Menschen viel besser kennenlernt, indem man einfach über tiefe Themen spricht und das passiert ganz natürlich.
00:29:47: wenn man einfach mit einem offenen Mindset daran geht und auch sein Herz dafür öffnet und nicht irgendwie verschlossen ist und sagt keine Ahnung, aufgrund von... Äußerlichkeiten, dass ihr mit dem gar nicht reden will oder der kann einem eh nichts beibringen.
00:30:03: Das ist ja so, was man auch in Deutschland, finde ich, viel hat, dass Leute nur noch dem Äußerlichen gehen.
00:30:09: oder was fährt der für ein Auto?
00:30:11: Okay, der fährt jetzt das und das Auto, deswegen höre ich dem mal besser zu oder der fährt nur das Auto, deswegen kann der mir nichts beibringen.
00:30:18: Vielleicht gibt es aber auch wichtigere Dinge als als materielles und man kann von Leuten was lernen, wo man es vielleicht im ersten Moment gar nicht glaubt und ich bin auch nicht frei von Vorurteilen.
00:30:28: Also das ist glaube ich bei jedem so automatisch auch unterbewusst, dass man Leute in Schubladen steckt.
00:30:34: Und trotzdem sollte man da einfach manchmal, ja, das dann überspielen und sagen, ich höre dem jetzt mal zu und höre, was er sagt.
00:30:42: Und danach kann ich das dann für mich einordnen und trotzdem noch sagen, das war völliger Stuss, was er erzählt hat.
00:30:48: Aber es war trotzdem interessant und ich glaube, da haben wir so einige Begegnungen schon gehabt.
00:30:56: Und auch einfach Leute überall kennengelernt und dadurch jetzt auch Freunde überall.
00:31:01: Also wenn ich jetzt nach Marokko ins Atlasgebirge zu den Berbern möchte, dann kann ich eine WhatsApp schreiben und bin nächste Woche dort.
00:31:09: Und das ist einfach, weil ich mich mit Leuten unterhalte und denen auch gerne zuhöre.
00:31:13: Und das sind einfach unbezahlbare Dinge, würde ich sagen.
00:31:18: Weil an solche Orte kommt man nicht
00:31:21: mit viel Geld.
00:31:22: Ja, absolut.
00:31:24: Viele wollen da auch gar nicht hin und das ist auch völlig in Ordnung.
00:31:27: Nur für uns, glaube ich, ist das einfach das, was die unbezahlbaren Momente im Leben da bietet.
00:31:34: Wenn man da einfach so in so Orte geht, wo man eingeladen wird zu Familien, zu Menschen, die dort ihr ganzes Leben leben und ein ganz anderes Leben leben als du.
00:31:44: Und das bringt einen, würde ich sagen, im Leben weiter und es verbessert einfach die sich.
00:31:51: Ich würde sagen ungern, es verbessert die Sichtweise, es verändert die Sichtweise, in dem Sinne, dass man einfach auch mal glücklicher ist mit dem, was man hat und auch mal wieder sieht, was man eigentlich selber alles hat und machen kann.
00:32:04: Ja, oder halt auch eben zu lernen, wie leben andere Menschen.
00:32:09: Ich war ja früher, muss ich ehrlich gestehen, da war ich eher so ein Hosencheißer.
00:32:13: Wenn mich jemand jetzt auf die Reise geschickt hat, das war der völlig Panikmoment.
00:32:16: Es fing schon an mit, wo muss ich hin und dann bin ich im Flugplatz und keine Ahnung.
00:32:20: Und dann kam ich da an und wenn da alles nicht so funktioniert hat, dann war bei mir schon vorbei.
00:32:25: Heute bin ich eher neugierig und ich habe es auch erlebt, vielleicht jetzt auch berufstechnisch, wie ihr auch beschrieben habt, wenn ich auf Menschen zugehe und aktiv vielleicht nach Hilfe frag oder da einfach offen bin.
00:32:35: Also ich habe so viele tolle Begegnungen jetzt auch schon gehabt mit Menschen, die alle offen... Also da hat keiner gesagt, ich kenne dich nicht, helfe ich nicht weiter.
00:32:42: Und je nach Land ist es ja richtig bereichern, dass du da wirklich Gefühl ins Wohnzimmer eingeladen wirst.
00:32:47: Und hey, ist noch mit und Dings und die teilen ihre ganze Familiengeschichte.
00:32:50: Also ich finde es auch so bereichern, was man auch lernt von anderen Menschen.
00:32:53: Und das verwerbt man sicher alles, indem man sagt, nö, nö, kenne ich nicht, da gehe ich nicht hin.
00:32:57: Also das ist ja im doppelten Sinne eigentlich bereichert.
00:32:59: Hast du
00:32:59: da auch eine Geschichte?
00:33:00: Also ich möchte jetzt nicht den Podcast übernehmen, aber
00:33:02: es würde mich jetzt interessieren, was du da... Ja, jetzt übernimmt jetzt hier Adrien Lett ein.
00:33:05: Was
00:33:05: du da vielleicht für eine interessante Begegnung hattest.
00:33:09: Also das muss jetzt gar nur mit dem Ausland sein.
00:33:11: Ich erlebte es auch hier.
00:33:11: Ich war jetzt zum Beispiel auf der Filmpremiere, die ich moderiert habe, oben beim Münster.
00:33:15: Und da war ich untergebracht in einer total süßen Pension.
00:33:17: Das war ein alter Bauernhof im Prinzip.
00:33:20: Und das war so völlig fernab von dem Leben hier.
00:33:23: Also du kamst da hin und nach dem Bauernhof war einfach nichts gefühlt, außer Wald.
00:33:27: Und die waren aber so eine herzliche Familie.
00:33:30: Und du bist da jeden Morgen da.
00:33:31: Ich glaube, das war sogar das Wohnzimmer.
00:33:33: Zum Frühstück gesessen haben sie dir frische Eier von ihren Hühnern.
00:33:37: Frühstückstisch gesetzt, was ja im Hotel niemand machen würde.
00:33:40: Und setzte sich hin und hat mir dann irgendwie ein YouTube-Film, was jemand gedreht hat über seinen Opa.
00:33:45: Und ich habe die komplette Firm-Firm-Familien-Kronik da am Frühstückstisch.
00:33:49: Aber der war so voller Stolz über seine Familiengeschichte und Dings.
00:33:52: Und irgendwie war das so nach dem zweiten Tag, als würde ich da schon immer
00:33:55: wohnen.
00:33:56: Und es fand ich einfach so schön, dass du da schon nach Gefühl einem Tag einfach Teil von dem Leben dort warst und das selbstverständlich war.
00:34:03: Das war so ein Urvertrauen, aber beiderseits.
00:34:05: Und das fand ich irgendwie auch... auch einen Moment, wo ich denke, wow, wenn man einfach offen ist und freundlich und sich auch interessiert für das Gegenüber, was dann da passiert plötzlich?
00:34:14: Und es ist hier im Kopf geblieben und das war sogar im selben Land, also in Deutschland.
00:34:18: und deswegen, also man muss nicht nach Kigisistan oder nach Hawaii oder nach Marokko reisen, um irgendwie gute Erfahrungen zu machen, sondern einfach offen sein und mit Menschen reden und auch wenn man mal Hilfe braucht, dass man einfach anspricht.
00:34:33: Wenn man ein Problem hat, einfach ... anderen erzählt und man merkt ganz schnell, dass Leute einem helfen wollen und es hilft beim Reisen, es hilft aber auch im normalen Leben.
00:34:43: Einfach den Leuten deine Geschichte erzählen und was dir gerade irgendwie auf dem Herzen liegt und man merkt ganz schnell, die Leute suchen dann nach Lösungen für dich.
00:34:51: und das ist auch was, was mich oder was uns ganz viel beim Reisen auch schon weitergebracht hat in Situationen, wo wir gesagt haben, oh wie kommen wir da jetzt wieder raus, dass man es einfach Leuten erzählt.
00:35:00: und ja, ich glaube, das ist sehr cool, dass du jetzt auch Was von Deutschland erzählt?
00:35:07: Ja
00:35:07: voll!
00:35:07: Weil
00:35:07: ich einfach sage, man muss nicht überall hinreisen, sondern... Gerade in Deutschland gibt es auch Menschen, die ganz anders leben, wie du selbst.
00:35:13: Und man kann dadurch einfach seine Perspektive erweitern.
00:35:16: Ja,
00:35:16: definitiv.
00:35:17: Und halt so dieses Miteinander.
00:35:18: Als ich merke, so der Gedanke vom Miteinander, den finde ich auch irgendwie erfüllend.
00:35:22: Anstatt jeder da seine Suppe kocht und sagt, ich mach so mein Ding.
00:35:25: Ganz egal, ob das mit meinem Nachbar ist oder halt im Ausland, wurscht er, als ich finde, wenn ich jemanden unterstützen kann.
00:35:30: Da war zum Beispiel Schneekaus an einem einen Tag und da war ein junger Typ, da übernachte, der musste am nächsten Tag nach Münster, da war Sommerreifen drauf.
00:35:38: Ja, hey, also da bin ich... Ich muss eh in die Richtung.
00:35:40: Natürlich.
00:35:41: Ich kenne den Zwang nicht.
00:35:42: Aber weißt du, wo ich mir denke, das ist ja das Stück Menschlichkeit, worüber ich mich auch freuen würde.
00:35:48: Ich bin jetzt irgendwo.
00:35:49: Jetzt ist mir das passiert.
00:35:50: Ich habe Sommerreifen.
00:35:51: Ja, da lass ich doch auch niemand in der Pampa sitzen.
00:35:53: Ja, absolut.
00:35:54: Also
00:35:54: vielleicht ist es auch die Menschlichkeit, die man dadurch auch mehr lernt, was ihr ja auch erlebt habt.
00:35:59: Genau, deswegen nehmen wir immer Trampenpaar mit.
00:36:03: Also ich
00:36:04: bin dann immer diejenige, die sagt, nee, kommen wir, nehmen die mit.
00:36:07: Und meistens sind sie Deutsch am Ende, ne?
00:36:08: Das ist ja egal, wo man ist.
00:36:10: Sie tremmen sie meistens Deutsch.
00:36:12: Also ich hab in Neuseeland auch einmal selber getremmt, weil ich keine andere Wahl hatte.
00:36:17: Wow, da
00:36:17: hätt ich jetzt aber Schiss vorher.
00:36:19: Ja, also es war für mich dann... gar kein großes Thema, weil ich wirklich keine andere Wahl hatte.
00:36:24: Ich musste weg, es war eben während Covid.
00:36:27: Es sind eine der letzten Fähren rübergefahren, wieder auf die Nordinsel, also Neuseeland besteht aus zwei Inseln und ich war auf der Südinsel, hatte aber einen Kontakt zu einem Kaffee, wo ich zwei Monate gearbeitet hatte.
00:36:38: die für mich quasi noch eine Wohnung hatten, aber die war eben auf der Nordinsel.
00:36:42: Und wenn ich es nicht geschafft hätte, noch eine Fähre zu kriegen, dann hätte ich auf der Südinsel irgendwie selber dann die Wohnung bezahlen müssen oder wie auch immer.
00:36:49: Und das hätte ich auch einfach nicht können.
00:36:50: Und deswegen war das dann für mich auch gar kein Thema.
00:36:53: Ich wusste, ich muss hier einen Schild schreiben Richtung Picten.
00:36:56: Also Picten war der Ort, wo die Fähre abgefahren ist.
00:36:59: Und das habe ich hochgehalten.
00:37:00: Und dann ging es auch ganz schnell.
00:37:03: Also eine halbe Stunde später kam direkt ein Auto.
00:37:05: Und es war halt dann ein Van.
00:37:07: Ja, der war dann am Ende, also wir hatten dann zwei Minuten auf Englisch geredet, haben dann direkt gemerkt, dass wir müssen beide Deutsch sein und dann haben wir auch auf Deutsch weiter geredet.
00:37:15: Und der hat mir erzählt, dass er eben jetzt so früh schon zur Fähre fährt.
00:37:19: Also es war relativ früh für die Fähre, weil Lara lacht schon, weil sie die Geschichte kennt, weil er keinen Rückwärtsgang hatte.
00:37:27: Und bei den Fähren ist es so, dass man eben vorwärts drauffährt.
00:37:30: Und wenn man ganz vorne ist, kann man dann vorwärts direkt wieder los.
00:37:33: Und der konnte nicht rückwärts aus.
00:37:35: Ich weiß nicht, wie es am Ende rausgekommen ist, weil die Fähre eben schon abends gefahren und ich bin dann ins Hostel dort.
00:37:42: Aber ich hoffe für ihn, dass es gut geklappt hat.
00:37:44: Auf jeden Fall ein witziges Toy, das er ihm nicht ausparken konnte.
00:37:48: Und solche Sachen.
00:37:49: Die bleiben einfach im Kopf und man lernt jemand kennen und ich habe keinen Kontakt mehr zu dem.
00:37:54: Ich weiß auch gar nicht mehr seinen Namen.
00:37:56: Wenn ich ehrlich bin, er wahrscheinlich schon gar nicht mehr meinen.
00:37:58: Aber es war einfach dieser kurze Moment, den man geteilt hat mit einem anderen Menschen.
00:38:03: und deswegen nehmen wir auch immer Tramper mit, weil es einfach, ja, es macht mehr Spaß.
00:38:08: Also ich muss von mir sagen, Lara hat jetzt auch gesagt, sie ist dann eher diejenige, die dann sagt, komm, die nehmen wir mit, weil ich tatsächlich auch... Ich lerne zwar überall immer Leute kennen, aber ich würde mich selber eher auch als Introvertid bezeichnen.
00:38:22: Also ich habe auch gerne mal meine Ruhe und also gerne auch oft.
00:38:26: Das merkt man mir meistens gar nicht an, wenn ich so unter anderen Menschen bin.
00:38:31: Aber dann oft im Auto, ich höre dann gerne meine Musik oder habe einfach meine Ruhe beim Auto fahren.
00:38:35: Ich fahre auch sehr gern Auto.
00:38:39: Ja manchmal habe ich dann gar keinen Bock auf andere, aber am Ende ist es immer die bessere Entscheidung, dass man dann Leute mitnimmt, weil es einfach Spaß macht und man lernt neue Leute kennen, hört andere Geschichten.
00:38:51: Man hat auch was zu erzählen.
00:38:52: Ja und man kriegt auch immer wieder was zurück, also wenn man einfach mal was gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, kriegt man immer wieder was zurück.
00:39:00: und das haben wir in den meisten Fällen.
00:39:03: Aber jetzt mal bei all dem Ding, ich meine, wenn ihr reißt, dann reißt ihr ja nicht nur das, oder doch vielleicht auch in der Wochenendtrip, ist ja auch vielleicht mal irgendwo hin mit dabei, aber so eine Reise ist ja dann doch auch aufwendiger.
00:39:13: Auch zeitintensiv, je nachdem, wo ihr hingeht und auch natürlich finanziell nicht unbedingt immer nur für fünf Euro.
00:39:19: Jetzt habt ihr ja bei den Job, ich meine, bevor wir jetzt noch mal in euer großes Projekt reingehen, wie habt ihr das vereinbart?
00:39:25: Also sowohl zeitlich als auch finanziell, weil ich könnte mir jetzt vorstellen, dass viele auch jüngere Menschen einschalten und sagen, das kann ich mir gar nicht leisten, dass ich da ständig so viel unterwegs bin.
00:39:33: Also tatsächlich muss das gar nicht so viel kosten.
00:39:35: Also ich erinnere mich da auch irgendwie an irgendwelche Wochenend-Trips, wo wir mit dem Zelt irgendwo geschlafen haben.
00:39:42: Ansonsten... muss man halt auch sagen, sind wir da auch echt gut, da Preise zu vergleichen, schauen welche Flüge sind jetzt günstig.
00:39:51: Vor
00:39:51: allem du halt, also im Plan bin ich nicht so gut.
00:39:54: Was
00:39:55: ist ein günstiges Hotel?
00:39:56: Also ich muss sagen, wir haben noch nie irgendwie teure Urlaube gemacht, also da haben wir schon immer ein straffes Budget, was dann halt auch darin resultiert, dass wir halt wirklich sieben, acht Mal im Jahr irgendwo hingehen können und sei es nur ein Wochenende oder so, dann halt natürlich... Wenn man jetzt im August nach Griechenland gehen möchte, dann zahlt man halt das Doppelte.
00:40:22: Genauso zahlt man halt nur die Hälfte, wenn man im Januar nach Rom geht.
00:40:26: Oder dann nach Griechenland im Oktober, weil einfach da... Also es gibt sowas, das nennt sich Shouldersseason.
00:40:31: Da haben wir auch zum Beispiel auch schon Beiträge auf Instagram gepostet.
00:40:34: Das sind einfach die Monate, wo dann eher weniger Leute verreisen.
00:40:37: Natürlich ist das immer schwieriger, wenn man dann Kinder hat und so.
00:40:40: Deswegen sind wir da einer... Privilegierten Situation als, äh, vierundzwanzigjährige.
00:40:45: Ähm, aber ich glaube, es am Ende kommt auch darauf an, wie man so sein, ja, seinen Ausgabeverhalten managt und die Budgetierung einfach...
00:40:56: Ja, man muss auch sagen, wir gehen sehr selten essen.
00:40:59: Also wir, wir sparen dann schon halt auch im Alltag.
00:41:02: Also wo andere Leute dann halt öfters mal irgendwie ausgehen und so, sind wir halt zu Hause.
00:41:08: Ja, also ich... Ich würde es nicht mal sagen, dass wir, also wir gehen wenig feiern, weil wir... Also auch
00:41:14: im Alltag hier jetzt, wenn wir nicht auf der Heisenzeit.
00:41:16: Also auf Reisen gehen wir natürlich auch ständig essen, aber auch da gucken wir, dass wir oft dann einfach ein Airbnb buchen oder eben eine Ferienwohnung statt ein Hotel, was meistens schon mal ein bisschen was einspart.
00:41:28: Man auch wieder neue Leute kennenlernt, weil meistens die Hosts von den Ferienwohnungen sind immer super nett und kennen sich aus.
00:41:37: Ja, auch dort kann man dann auch mal kochen oder auch so einen schönen Abend verbringen, ohne immer High End irgendwo essen gehen zu müssen.
00:41:44: Und ich würde nicht mal sagen, dass unser Budget so straff ist.
00:41:47: Also wir gehen trotzdem dann, wenn wir Urlaub machen, gönnen wir uns auch mal.
00:41:51: Oder auch in Griechenland haben wir dann mal ein Boot ausgeliehen für den ganzen Tag.
00:41:56: Und also wir unternehmen dann auch schon Sachen und dafür geben wir auch gerne Geld aus.
00:42:01: Und das ist, glaube ich, auch der Hauptpunkt.
00:42:03: legen einfach Wert darauf, dann Dinge zu erleben und geben lieber dafür unser Geld aus, als für irgendwelche materiellen Dinge.
00:42:09: Also ich habe vielleicht dieses Jahr, ich glaube, eine neue Badehose und eine neue Jogginghose gekauft und mehr.
00:42:18: nicht, also oder nicht dieses Jahr, sondern letztes Jahr, weil dieses Jahr ist noch nicht alt.
00:42:23: Aber das ist so, ich leg da kein Wert mehr drauf und halt eher darauf dann das Geld.
00:42:30: zu benutzen, um einfach was zu erleben und irgendwo hinzufahren.
00:42:33: Und dann hat man auch plötzlich ganz viel Geld übrig, wenn man sich solche Dinge einfach raus streicht.
00:42:38: Und viele legen da einfach einen Wert drauf, auch irgendwie ein großes Auto oder ein schnelles Auto zu fahren oder wie auch immer.
00:42:45: ist auch jedem selber überlassen, nur dann muss man natürlich an anderer Seite Abstriche machen.
00:42:49: Ja, und es sind halt die Prioritäten.
00:42:51: Ihr habt es ja einfach anders gesetzt.
00:42:53: Ich habe gesagt, ich möchte von der Welt möglichst viel sehen und oft.
00:42:56: Und dann ist es ja auch völlig legitim, dass ihr sagt, na ja, dann spare ich halt hier im Alltag eher mehr.
00:43:01: Und ich bin bei euch.
00:43:01: Also man kann auch reisen, indem man einfach sinnvoll und gut vergleicht beispielsweise und halt nicht das Erste, was irgendwie aufbloppt, dann halt bucht.
00:43:08: Oder vielleicht kennt man sogar jemand irgendwo.
00:43:10: Und da klickt dann ein Tipp von jemandem.
00:43:12: Das ist
00:43:13: ein großer Punkt.
00:43:14: Ich glaube schon auch, dass es, oder das wäre jetzt wahrscheinlich auch ein Live-Hecterniertal, würde das Gute zu vergleichen und auch zu gucken, was gibt es da alles für Möglichkeiten und halt eben nicht das erste Roll-Inclusive wahrscheinlich zu buchen.
00:43:24: Genau.
00:43:24: Auf jeden Fall.
00:43:25: Also davon teilen wir auch ganz viel.
00:43:27: dann auf Instagram und das wird auch immer mehr werden dann mit unserem großen nächsten Projekt.
00:43:33: Ja, also ich glaube, dass darauf kommt es einfach an am Ende, dass man einfach richtig priorisiert und...
00:43:42: Und es kommt auch drauf an so... wie man reisen möchte.
00:43:45: Weil es gibt dann natürlich auch Leute und also das ist absolut gar kein Problem.
00:43:50: Die möchten dann halt, die gehen dann vielleicht zwei Mal im Jahr im Urlaub und dann möchten die sich richtig was gönnen und dann.
00:43:56: Und ja, da kommt es natürlich auch drauf an, in welchem Stil man reisen möchte.
00:44:01: Bei uns ist es dann schon oft sehr einfach.
00:44:03: Also ich würde jetzt nicht sagen, dass wir als in Absteigen sind.
00:44:06: Also wir haben schon immer irgendwie schöne Hotels oder Ferienwohnungen.
00:44:10: Wir haben schon auch Absteigen erlebt.
00:44:12: Das war eher versehentlich.
00:44:14: Das hat jeder schon hinter sich.
00:44:16: Mittlerweile wissen wir da auch besser, auf was wir gucken müssen.
00:44:19: Ich erinnere da an Kanada, Quebec City, wo wir irgendwie... Zweihundert Euro oder Dollar in dem Fall.
00:44:25: Das sind dann hundertfünfzig Euro bezahlt haben für zwei Nächte, meine
00:44:29: ich.
00:44:29: Und dann auf
00:44:30: dem Kopfkissen geschlafen, haben wir sich angefühlt, hat wie eine Tüte.
00:44:33: Und das Hostel irgendwie wirklich an den Horrorfilm, das Hostel erinnert hat.
00:44:37: Also, es war ...
00:44:38: Da war auch so eine Frau, die hat den ganzen Tag irgendwie ... war so eine alte Frau, die war gruselig geredet, der den ganzen Tag Wäsche gewaschen.
00:44:44: Also, es
00:44:45: war wirklich gruseliger.
00:44:46: Hatte
00:44:46: die doch noch so eine Katze oder so?
00:44:48: Ja, also ... Also,
00:44:49: es war ganz ... Ich hab dort auch nicht geduscht.
00:44:52: Die wäschewaschende Katzenlady.
00:44:54: Gute folgen, Kittler.
00:44:56: Die wäschewaschende Katzenlady.
00:44:59: Klar, weil er liegt da natürlich auch.
00:45:01: Es passiert auch uns mal, dass wir da irgendwie in Fehlgriff landen.
00:45:04: Aber es wird mit der Zeit immer weniger, weil man einfach dann Erfahrung sammelt und merkt, okay, da eher nicht rein.
00:45:10: Also ich hatte auch schon in Amsterdam.
00:45:12: relativ am Anfang meiner Reisekarriere, sage ich mal, direkt als ich von Neuseeland heim kam, bin ich mit ein paar Freunden nach Amsterdam.
00:45:18: Dann waren wir da in einem Airbus.
00:45:20: und es war tatsächlich das erste Mal, dass ich BNB gebucht habe und dann auch erst mal lange das letzte Mal, weil wir da eingecheckt sind.
00:45:28: und dann waren wir da irgendwie im Keller und das war feucht, also das Bett war total nass und es waren Spinnen in allen Ecken.
00:45:35: Das wäre genau meins.
00:45:36: Das Badezimmer, also die Dusche war verschimmelt, die Klo-Tür hatte quasi gar keinen Schloss und da war ein großes Loch drin, also so ein eingetretenes Loch und plötzlich ist auch jemand durch die Wohnung gehuscht und wir haben da wahrscheinlich irgendwas gebl- wo man mit jemanden zusammenlebt, haben das aber gar nicht gemerkt.
00:45:52: Und dann wollten wir da nicht bleiben.
00:45:54: Und der, der uns vorher noch die Wohnung gezeigt hat, der war dann irgendwie oben drüber in der Wohnung.
00:45:58: Dann haben wir den Hausmeister gesehen und der hat gesagt, der holt ihn mal, dann ist er wieder runtergekommen, hat gesagt... Der ist völlig zugedrönt, den kann man nicht mehr ansprechen.
00:46:07: Das sind wir da gestanden und haben gesagt, okay, was machen wir jetzt?
00:46:10: Dann haben wir uns halt in den U-Bahn genommen, sind in den Hotel gefahren.
00:46:13: Wir haben das Geld auch nie wieder bekommen, leider von Airbnb.
00:46:16: Auch Grüße gehen raus, vielleicht nochmal drüber schauen.
00:46:18: Ich glaube, heutzutage sind da die Regularien ein bisschen anders, aber auch sowas haben wir schon erlebt.
00:46:24: Also das kann passieren.
00:46:27: Aber
00:46:28: es ist die Ausnahme.
00:46:30: Meistens haben wir da gute Erfahrungen gemacht.
00:46:34: Ich glaube, es kommt einfach darauf an, dass man da ein bisschen darauf vertraut, wie man sich dabei fühlt beim Buchen und vielleicht auch noch mal was extra checkt oder auch mal noch mal eine Nachricht schreibt an den Host.
00:46:47: Das macht dann am Ende den Unterschied.
00:46:48: Ja, also ich mein, bevor es jetzt hier ernst wird mit euch, ich werde ja natürlich auch euer Profil und alles verlinken, entsprechen in Show Notes und ihr teilt wirklich gute Erfahrungen.
00:46:55: Also wo ich, ihr habt mir jetzt zum Beispiel für meinen Windtrip auch tolle Places to Be verraten in eurem Reel damals über Österreich, wo ich echt, da war ich dann echt aufgrund von eurem Ding und es war cool.
00:47:06: Also sogar eine waschechte Österreicherin, die sehr oft schon in ihrem Leben in Wien war, kannte diese Flecken nicht.
00:47:14: Sehr
00:47:14: cool,
00:47:15: das freut uns natürlich.
00:47:17: Ich müsste selber noch mal gucken, was es dann war, aber sie hat auch gesagt, das kannte sie jetzt, das fand sie echt cool.
00:47:21: Und von dem her danke da an euch, das war echt cool.
00:47:23: Also ich kann alle einladen, da wirklich auf euer Profil zu gehen und zu folgen.
00:47:27: Denn jetzt wird es ernst, ihr Lieben, es wird nämlich noch interessanter bei euch auf euren Profil, denke ich mal, in Zukunft.
00:47:33: Ich habe es ja im Intro schon erwähnt.
00:47:35: Ihr habt ja wirklich einen mutigen Schritt jetzt, ihr habt schon eure Wohnung aufgegeben, ihr habt eure Jobs gekündigt.
00:47:41: Ihr geht jetzt volle Möhre hier all in und zwar ihr geht auf Welt.
00:47:45: Reise.
00:47:45: Und da will ich natürlich einfach mal wissen, wie kam es denn zu Zodementschluss?
00:47:50: Ja, also tatsächlich verfolgt uns der Gedanke schon ein bisschen länger.
00:47:56: Es war aber immer so, dass, also ich zum Beispiel wollte noch ein Master machen.
00:48:01: Und für mich war das dann so, ja, ich möchte meinen Master machen und dann danach wollen wir vielleicht auf Weltreise gehen.
00:48:07: Dann hat es, Adrian, du weißt, hat es nicht so geklappt, wie wir uns das gedacht haben.
00:48:12: Und bei Tanni war es auch so, dass bei ihm so ein paar Sachen nicht so geklappt haben, wie er sich das vorgestellt hat.
00:48:19: Und dann war da so ein Moment in Italien, da waren wir tatsächlich über Silvester in Italien, wo ich dann zu ihm gesagt habe.
00:48:29: Was ist, wenn jetzt der richtige Moment ist, um auf Weltreise zu gehen, weil offensichtlich sagt uns das Universum ja gerade so, dass was ihr jetzt machen wollt, ist nicht der richtige Weg.
00:48:41: Vielleicht ist das ja der richtige Weg für uns und dann haben wir uns da tatsächlich relativ schnell dafür entschieden.
00:48:49: Man muss sagen, wir haben davor auch lange überlegt, ob wir vielleicht... eine große Europareise machen sollen und irgendwie nebenher remote arbeiten.
00:48:58: Aber dann haben wir gesagt, nee, ganz ehrlich, lass uns doch jetzt eine Weltreise machen.
00:49:04: Alles andere kann man später noch machen, arbeiten kann man sein Leben lang.
00:49:10: Lass uns das durchziehen.
00:49:12: Und dann witzigerweise wussten wir nicht, wo sagen wir denn jetzt starten, die Welt ist groß.
00:49:20: Haben wir das Zufallsprinzip angewandt und haben Chatibiti gefragt, ob er uns ein zufälliges Land auf der Welt nennen kann.
00:49:26: Und das war Madagaskar.
00:49:28: Und dann war für uns am ersten Januar, im Jahr ist es für uns klar, für uns geht es nach Madagaskar.
00:49:34: Mega, okay.
00:49:35: Ja, aber das finde ich jetzt ein spannender Punkt.
00:49:37: Danke.
00:49:37: Ich meine, Chatibiti hilft jetzt natürlich enorm.
00:49:39: Aber wie wählt ihr eure Länder oder eure Orte aus?
00:49:42: Ist es wirklich, ich werfe mit einem Datpfeil auf eine Karte und mal gucken?
00:49:45: Ja, schon
00:49:46: ähnlich.
00:49:47: Das haben wir tatsächlich noch nie gemacht mit einem Datpfeil.
00:49:49: Das haben wir aber auch schon lange im Kopf, dass wir das mal machen.
00:49:53: Aber es ist immer so, dass man einfach meistens digital auf Google Maps oder Google Earth einfach mal rumschaut und dann Dinge entdeckt.
00:50:02: Da auch eben an Silvester oder über Silvester sind wir nach Italien gefahren, weil Lara einfach den Lago di Seo entdeckt hat.
00:50:08: Der liegt zwischen Lago Maggiore und Lago Tigarda, was das ja irgendwie jeder Deutsche kennt und auch irgendwie deutsches Domizil ist, wie Mallorca auch.
00:50:17: Aber der Lago di Seo, das ist ein kleinerer See, der dazwischen liegt in der Nähe von Bergamo.
00:50:22: den einfach keiner so wirklich kennt.
00:50:24: und dann haben wir gedacht, da fahren wir jetzt mal hin und haben uns auch eine Airbnb gebucht, am Ende auch gar nicht teuer gewesen das ganze und haben dann einen coolen Trip gehabt.
00:50:33: Und so finden wir auch oft unsere Worte, indem wir einfach so durch die Weltkarte gehen und einfach dann mal da drauf klicken.
00:50:41: Und dann sieht man ja immer auch Bilder.
00:50:42: Und wenn man, wenn es uns dann gefällt, dann sagen wir, jetzt schauen wir, wie wir da hinkommen.
00:50:46: Und natürlich auch oft durch andere Instagram-Kanäle muss man natürlich auch mal sagen, da gibt es auch echt coole Leute, die da... auch einfach auf ihre Art und Weise reisen und da kann man auch sich inspirieren lassen.
00:50:58: Das ist es noch so, was ihr euch jetzt einlassen wollt.
00:51:00: Ich meine, Weltreise ist ja nochmal eine andere Hausnummer.
00:51:02: Habt ihr euch da was vorgenommen?
00:51:04: oder sagt ihr einfach, da gehen wir jetzt einfach mal drauf los und schauen, was passiert?
00:51:07: Ich glaube, wir haben uns oder ich habe mir vorgenommen, mir nichts vorzunehmen.
00:51:12: Also einfach sich so da ein bisschen drauf einlassen, wenig zu planen und spontan zu sein.
00:51:19: Natürlich ist es uns halt auch wichtig, dass wir dann vor Ort den Menschen sind.
00:51:23: Wir würden auch gerne bei unterschiedlichen Hilfsorganisationen arbeiten.
00:51:28: Nebenher natürlich vielleicht schauen, dass man sich die Reise noch ein bisschen finanziert.
00:51:32: Also wir haben ja das Glück, dass wir auch digital Geld verdienen können.
00:51:37: Aber sonst, also alles andere, sind wir offen.
00:51:41: Und ich glaube, das ist auch gut so, weil ich habe auch schon von Leuten gehört, die haben Weltreisen so komplett auf den letzten Cent durchgeplant.
00:51:51: Das kommt nie so, wie man es plant.
00:51:53: Und es ist ja auch so ein bisschen das Schöne, wenn man so in den Tag rein lebt.
00:51:58: Und das macht das Ganze ja so aufregend, wenn man nicht weiß, okay, was passiert morgen.
00:52:03: Und ich glaube, das ist auch eine Lebensweise, die schon, also die schon sehr interessant finde.
00:52:09: Und ich glaube, die erfüllt einen auch ein bisschen.
00:52:12: Ja.
00:52:12: Und ich glaube, die haben wir beide noch nicht zu hundert Prozent verstanden bzw.
00:52:18: machen das auch noch nicht zu hundert Prozent so, weil es einfach hier auch viel, oder ich sag mal gerade in Deutschland, diese oder Mitteleuropa, geht viel darum, einfach immer voran zu kommen und nach vorne.
00:52:29: und das nächste große Ding und arbeiten, arbeiten, arbeiten.
00:52:33: Und ich bin ein Fan von Arbeiten, also Grüße gehen raus auch an unseren Bundeskanzler, gar kein Problem
00:52:38: damit.
00:52:39: Und dem gefällt wahrscheinlich die Entscheidung nicht so gut, aber wir wollen ja jetzt nicht politisch werden.
00:52:43: Ich bin Fan vom Arbeiten, aber auch ein bisschen so... Ja, das arbeiten, was man einfach gerne macht und nicht nur wegen des Geldes wegen oder halt.
00:52:55: Ja, also ich schweife ich schweife jetzt ein bisschen ab.
00:52:57: Aber ich glaube, wir haben das noch nicht.
00:53:00: zu hundert Prozent leben wir so, wie wir leben wollen.
00:53:05: in den Tag rein, das hört sich zwar ein bisschen doof an, aber es ist so, da kommen wir wieder zurück zu dem Vertrauen.
00:53:11: Und ich glaube auch zu dem Punkt, wo ja viele von uns auch viel Geld bezahlen, um sowas zu lernen, nämlich im Moment zu leben und den Moment zu genießen.
00:53:19: Und das ist ja wirklich so.
00:53:20: das Einzige, was wir beeinflussen können, ist es jetzt.
00:53:23: Klar kann ich mir Ziele vornehmen, wo ich morgen hingehe, ob das dann so funktioniert oder klappt oder warum auch immer.
00:53:28: Das sei ja nicht gesagt.
00:53:30: Also das ist immer, glaube ich, das Streben der Menschen, dass sie das alles beeinflussen.
00:53:33: Aber egal auf welchem Fleck der Erde du bist, uns geht es ja allen gleich.
00:53:37: So, wir haben den Moment und dann ist es ja völlig legitim zu sagen, morgen guckt man mal, was man dann halt vielleicht doch anders machen
00:53:42: kann.
00:53:42: Und man weiß ja nicht mal, ob es morgen überhaupt gibt.
00:53:47: Das sind so Dinge, die, finde ich, auch wichtig sind, sich einfach auch das Todesbewusstsein.
00:53:52: Also man muss das mal so hart sagen, wie es klingt.
00:53:57: wirklich einfach das Beste aus dem Tag rauszuholen und gar nicht erst an morgen denken, sondern wirklich im jetzt zu leben.
00:54:03: und das glaube ich ist eines der schwersten Sachen, die wir Menschen üben können gerade in der heutigen Zeit.
00:54:09: und ich glaube, dass das so dieser Hauptfaktor ist, warum wir das Ganze auch machen.
00:54:15: und wir haben uns eben Madagasker ausgesucht, klingt auch irgendwie cool, wir haben uns dann direkt auch den Film angeschaut, Madagaskar, weil das auch einer meiner Lieblingsfilme aus der Kindheit war und das hat einfach gezeigt, dass das passt und wir haben eben auch eine Doku geschaut, schon auf der Rückfahrt von Italien über Madagaskar und dass es da auch eben viele arme Kinder gibt und weisen Kinder, die auf der Straße leben.
00:54:40: und wir haben echt beide geheult auf der Heimfahrt von Italien, weil wir eben diese Doku geschaut haben.
00:54:48: Beide echt tränen in den Augen.
00:54:49: und das hat uns auch wieder gezeigt, da wollen wir hin und das ist so der erste Plan einfach dort, bei einem Projekt mitzuarbeiten an der Schule oder bei den Mitweisenkindern und da gibt es Unzählige, wo man einfach unterstützen kann, wo man dann auch meistens umsonst was zu essen kriegt und eine Unterkunft und von da aus schauen wir dann weiter, wie es weitergeht.
00:55:09: Das ist auch was meine Mutter zum Beispiel gar nicht versteht.
00:55:13: dass wir keinen Plan so wirklich haben.
00:55:16: Also sie fragt mich, glaube ich, zum achten Mal, wo wir jetzt überall hingehen.
00:55:20: Aber ich verstehe sie da auch ein Stück weit, nur wollen wir genau das einfach nicht.
00:55:26: Ja, und ich denke auch... Ihr seid ja auch ein Mutmacher vielleicht.
00:55:30: Ihr habt jetzt die Möglichkeit, ihr habt vorhin schon gesagt, ihr habt keine Kinder, keine anderweitigen Verpflichtungen in dem Sinne hier vor Ort, dass ihr sagt, keine Ahnung, ich habe hier ein Haus gebaut und jetzt kann ich einfach aufbrechen oder ich habe hier eine Wohnung, wenn ich die verlasse, keine Ahnung, wo ich dann wieder hin kann.
00:55:43: Das ist natürlich ein Luxusproblem jetzt in dem Moment.
00:55:46: Ich kann natürlich auch Menschen verstehen, wie jetzt seine Mama, die sagen, hey, aber wieso, das ist ja völlig absurd, dass ich jetzt da irgendwo hinreiß und ich weiß eigentlich gar nicht, wie es morgen weitergeht oder wo ich jetzt da genau bin.
00:55:57: und deswegen schließt sich der Kreis mit dem, was ihr vorhin gesagt habt.
00:56:00: Wie viele Menschen hört man, die irgendwann sagen, hätte ich das nur gemacht?
00:56:04: Ja.
00:56:04: Und das finde ich immer so traurig, wo ich mir denke, mach's doch einfach, oder ich höre heute noch Sätze auch von meinem Vater, der sagt, ja, das machen wir dann mal in zwei, drei Jahren und ich hab's erlebt, am eigenen Leib, meine Mutter ist plötzlich verstorben.
00:56:16: Ja, machen wir dann mal, weißt du nicht, ob dieser Punkt noch kommt.
00:56:19: Und wenn ja, bist du dann gesund, kannst du es überhaupt noch machen.
00:56:23: Also von dem her finde ich das ein Riesenmutmacher, dass er auch sagt, ich ziehe es jetzt einfach durch, weil ihr habt ja auch nur dieses eine Leben, wie wir alle.
00:56:30: Ja, genau.
00:56:30: Und was soll schon schiefgehen?
00:56:33: Genau, also das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass wir kein Geld mehr haben und dann bei unseren Eltern wieder einziehen müssen.
00:56:39: Und das ist halt auch, also klar, da sind wir natürlich auch privilegiert, aber das müssen wir dann auch in dem Moment nutzen.
00:56:46: Und wie du schon sagst, also man hat nur ein Leben, man sollte das so nach seinen Vorstellungen leben.
00:56:54: Und ich glaube, selbst wenn man nicht die Eltern hat, als Auffangnetz, ist man gerade in Deutschland.
00:56:58: Ich glaube, die meisten wohnen in Deutschland.
00:57:00: Schweiz, Österreich, die vielleicht den Podcast hören.
00:57:04: Dass man einfach trotzdem das soziale Netz hat und selbst wenn dann alles schief geht, kommt man irgendwie wieder raus.
00:57:09: Und da geht es halt auch darum, einfach sich selbst dann zu vertrauen.
00:57:13: Und selbst wenn man dann kein Job hat, keine Wohnung und zurückkommt, irgendwie findet man zurück ins Leben.
00:57:21: Ja, meistens treten die... Also, also, der Dinge, über die man sich Gedanken und Sorgen macht, treten ja auch gar nicht ein.
00:57:28: Das muss man auch mal dazu sagen.
00:57:30: Ja,
00:57:30: genau.
00:57:30: Ich möchte euch jetzt eine philosophische Frage stellen oder vielleicht auch eine Materielle, je nachdem, wie man sieht.
00:57:35: Was nehmt ihr mitten, was lasst ihr zurück?
00:57:40: Also, tatsächlich haben wir siebzig und achtzig Liter.
00:57:45: Ja,
00:57:47: was ja nicht viel ist.
00:57:49: Ja,
00:57:49: das hört sich erst mal viel an.
00:57:50: Also wir haben da schon ein bisschen Platz, aber klar, wenn man jetzt gerade eine Wohnung hat, mit drei bis vier Zimmern, also da hat man schon viel Zeug einfach angesammelt.
00:58:00: Ich meine, wenn ich jetzt in unseren Keller schaue, weiß ich nicht, ob wir wirklich auf Weltreise gehen.
00:58:03: Weil da halt alles möglich rumsteht, aber genau das wollen wir auch im Los werden.
00:58:09: Genau, also... Johnny sagt immer einen Satz, den finde ich eigentlich ganz gut und er lautet Besitz macht besessen und es stimmt einfach.
00:58:18: und wenn man jetzt deine Frage so ein bisschen im übertragenden Sinn nimmt, dann möchte ich auch das zurücklassen Materialismus.
00:58:27: und eben mich so auf das einfache Leben drauf einlassen.
00:58:30: Ich habe es ja vorhin schon gesagt, wir waren auf dem Jakobsweg, da hatten wir noch viel weniger dabei.
00:58:34: für sieben Tage waren es dann insgesamt, also da hatten wir nur zwei ganz kleine Rucksäcke und jeweils nur zwei, drei Outfits und da hatten wir ja natürlich auch viel Geschwitzen.
00:58:45: Aber da hat man dann halt auch mal gemerkt, wie wir schon vorhin darüber gesprochen haben, so dieses im Moment Leben und in den Tag hineinleben, weil wir hatten da jeden Tag ein Ziel und es war zu laufen.
00:58:57: Und da hat man mal gemerkt, dass es wirklich, also, dass das Leben so simpel ist und man braucht nicht viel.
00:59:04: Alles was man braucht ist was zu essen, Wasser und ein Schlafplatz.
00:59:08: Und im besten Fall hat man dann da noch eine Dusche.
00:59:12: Und das fand ich so schön, das hat mir auch echt im Endeffekt, also es hat mich wirklich nachhaltig geprägt.
00:59:18: Und da habe ich sehr viel mitgenommen und das möchte ich auch so ein bisschen auf der Weltreise weiter erleben, dass man da so ein bisschen anbindet und auch merkt, dass man einfach nicht viel braucht.
00:59:30: Ja, es ist auch dann schön manchmal, Dinge loszuwerden.
00:59:33: Also wenn du fragst, was wir loswerden wollen, auch einfach... diese ganzen großen und kleinen Dinge, die sich so am Sammeln, die man dann einfach hat und die einem auch irgendwie die Übersicht über sein eigenes Leben verbauen.
00:59:47: Wenn man nur ein Rucksack hat, dann hat man nur das, was im Rucksack ist und man weiß ganz genau, man kann es aufzählen.
00:59:54: an vielleicht zwei Händen, was man besitzt.
00:59:59: Und das macht den Kopf einfach frei auf eine ganz eigene Art und Weise.
01:00:03: Woher
01:00:03: stelle ich mir das aber schwierig vor, zu überlegen, was nehme ich jetzt da konkret mit und was nicht?
01:00:08: Ja, auch das am besten gar nicht planen.
01:00:11: Also kurz vorher entscheiden, dass das, wonach ich mich gerade fühle, nämlich mit.
01:00:15: Und am Ende wird man merken, dass man sowieso was vergisst, was man gebraucht hätte.
01:00:20: unbedingt gebraucht hätte was man am ende auch wieder merkt dass man es nicht unbedingt braucht und vielleicht auch dass man da selbst da dann wieder Sachen hat dabei hat, die man gar nicht braucht.
01:00:30: Und dann freut man sich auch wieder, wenn man was los wird.
01:00:32: Also ich weiß noch, ich hatte in Neuseeland auch nur einen Rucksack.
01:00:35: Nee, ich hatte zwei Rucksäcke, ich hatte einen großen und noch einen kleinen dabei.
01:00:39: Und hatte dann immer noch so eine Tasche, wo ich mein Essen drin hatte.
01:00:43: Und ich war immer froh, wenn ich dann wieder was leer gegessen habe, damit ich einfach das, dass die Tasche einfach runter wird und ich wieder meinen Überblick habe.
01:00:49: Und das ist einfach eine... eine ganz andere Weise zu leben, aber auch eine wirklich schöne Weise zu leben.
01:00:56: Ich denke, dass jedes Mal jetzt, wo ihr jetzt auch ansprecht, was ich mitschleif, wenn ich irgendwo hingehe und dann komme ich da im Zimmer an, denke ich mal, so will ich jetzt da einziehen oder was ist da los?
01:01:05: Also ich nehm das Klassische, du gehst zwei Tage weg, nehmst aber fünf Unterhosen mit, weil du könntest, ja, dich zwischendurch, also ihr wisst alle, ja, wo ich dann einfahre und denke mir, ich habe Gefühl, acht Polis für drei Tage dabei, was soll denn passieren, das Schneesturm ausbrechen oder selbst dann reicht ja nur ein oder... Genau.
01:01:22: Da hat man aber zu wenig T-Shirts dabei.
01:01:24: Immer.
01:01:25: Von einem zu viel, von anderen zu wenig.
01:01:26: Socken vergessen
01:01:26: oder was auch immer.
01:01:28: Aber das ist unglaublich.
01:01:29: Ich glaube, es ist diese menschliche Angst.
01:01:32: Man hat jetzt was nicht dabei und dann denke ich mir, mein Gott, überall gibt es einen Laden.
01:01:35: Ich könnte es ja auch einfach
01:01:36: kaufen.
01:01:36: Genau.
01:01:38: Also selbst auf Madagaskar haben die Leute Klamotten.
01:01:40: Also ich denke,
01:01:44: man braucht nicht so viel, wie man denkt.
01:01:47: Und das ist so, was wir vielleicht auch ein bisschen auf Instagram zeigen wollen, aber auch uns selber natürlich beibringen wollen.
01:01:53: Also immer mehr.
01:01:54: Und es ist jetzt nicht so, dass ich mich dann total von diesem Leben hier abwende und sage, ich will nie wieder eine Wohnung haben.
01:02:02: Und also so ist es nicht so.
01:02:04: Ich bin auch... immer am Aktienmarkt interessiert, also auch auf die andere Seite bin ich da, bin ich da bewandert und das interessiert mich, aber es ist dann schön, wenn man einfach diesen Blickmal hatte und das gibt mir auch ganz viel, einfach beim Reisen in, sag ich mal, Länder, die vielleicht nicht so privilegiert sind oder wo es einfach Dinge zu sehen gibt, die eine Perspektive ändern.
01:02:31: und wenn man dann zurückkommt ist man immer dankbar für das was man hat und alles was dazu kommt ist eine Kirsche auf der Sahnetorte und die Sahnetorte besteht einfach nur aus Duschen, essen, trinken und schlafen.
01:02:44: Also mit Dach über den Kopf und das ist so worauf es ankommt.
01:02:47: und der Rest ist Bonus.
01:02:48: Ja,
01:02:49: das stimmt.
01:02:49: Der Bonus ist auch das, was ihr uns hier allen gibt, nämlich nicht nur auf Explorer Horlicks, also Instagram, sondern ich weiß, er von euch erplant ja sogar eine eigene YouTube-Doku.
01:02:58: Also ihr gebt ja Einblicke in eure Reisen sowieso schon, aber jetzt gibt es ja dann auch noch eine Doku oder sie steht uns bevor.
01:03:03: Was hat es damit auf sich und wie kommt es dazu?
01:03:06: Genau, also das... Das ist so ein bisschen mein Projekt, aber natürlich mit freundlicher Unterstützung als Kamerafrau Beraterin von
01:03:13: Lara.
01:03:14: Einmal
01:03:16: alles.
01:03:17: Also ich schaue sehr gerne Reisedokos und ich habe da auch so ein paar... Vorbilder, zum Beispiel Indigo Traveler.
01:03:25: Ich weiß nicht, ob den viele kennen, der reist eben auch in... Also ich habe damals ein Video über Nordkorea gesehen, wo er nach Nordkorea gereist ist und seither verfolge ich ihn und er reiste eben in Länder wie
01:03:34: H.I.T.,
01:03:35: Nigeria oder Ghana oder was auch immer und... einfach mit einer sehr neutralen Art und Weise dokumentiert er das, aber eher so im Vlogging Style.
01:03:46: Und dann gibt es zum Beispiel Anthony Badaen, der schon verstorben ist, ein US-amerikanischer Koch von damals, also in New York war er Koch und hat dann irgendwann sich aufgemacht, die Welt zu bereisen mit einem großen Fernsehsender, natürlich mit einem großen Team, das heißt seine Doku sind dann eher mehr... auf Kino ausgerichtet, was ich auch sehr cool finde und ich sage mal, das sind so meine beiden Vorbilder und ich möchte so mein eigenes Ding draus machen.
01:04:14: Und genau das, was wir eigentlich jetzt die ganze Zeit besprechen, eben mit Leuten, also Begegnungen und mit Leuten zu sprechen, die einfach ein normales, ein Anführungszeichen, Leben führen, das finde ich interessant und ich glaube, es finden auch ganz viele Leute interessant und das ist so mein Ziel.
01:04:31: mit dieser Doku und vielleicht auch nur mit weiteren.
01:04:34: Und die Doku handelt eben von Portugal, aber auch von dem Jakobsweg.
01:04:39: Und ich rede dort mit Portugiesen, jung bis alt und auch mit Pilgern.
01:04:44: Und stellt denen aber auch eben solche tiefen, nicht psychologischen,
01:04:51: philosophischen, vielleicht
01:04:52: aber eher philosophischen Fragen.
01:04:55: auch viel über deren Glauben.
01:04:56: und da kommt zum Beispiel auch der ältere Herr aus Robayesh, der Herminio drin vor, mit dem wir eben italienisch und spanisch reden und dann gibt's das mit Untertitel zu sehen.
01:05:07: und genau ich habe natürlich auch auf der anderen Seite versucht dann so ein bisschen einfach schöne schöne Bilder zu machen und die da unterzubringen und möchte einfach so ein bisschen dann ja die Philosophie in Leuten wecken und einfach zeigen, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt zu leben und auch andere Sichtweisen, aber dass auch alle ein bisschen was gemeinsam haben und gemeinsame Probleme haben.
01:05:35: Und genau die Doku kommt Ende Februar raus auf meinem YouTube-Kanal.
01:05:42: Ja, ich freu mich schon wahnsinnig.
01:05:43: Ich glaube, Lara freut sich auch schon.
01:05:45: Ja, ich durfte noch gar nicht so viel sehen.
01:05:47: Aber das, was ich sehen durfte, das war wirklich sehr schön.
01:05:49: Also, es hat mich sehr berührt.
01:05:51: Ja,
01:05:51: also... Ja, was sind da so eure Rollen?
01:05:53: Das heißt, du bist eher der Mensch hinter der Kamera?
01:05:55: Oder ihr seid da zusammen kreativ, ne?
01:05:58: Denke ich auch.
01:05:59: Also tatsächlich habe ich manchmal gefilmt.
01:06:01: Also wie gesagt, das ist Johnnys Projekt eher.
01:06:04: Das ist auch auf seinem YouTube Kanal.
01:06:07: Und ich habe ihn da manchmal eben unterstützt.
01:06:10: Aber er hat da von Regie bis Kameramann, Moderator, Interviewer, der alles gemacht.
01:06:20: Genau, ich hab Lara als bewegliches Stativ benutzt, sag ich mal.
01:06:25: Aber sie war auch eben, ja genau, kann man so sagen.
01:06:27: Sie hat mich oft gefilmt, wenn ich dann eben mit Leuten gesprochen hab, weil es halt einfach schwerer geht, als dann die Kamera selbst zu heben und es einfach dann auch für die ganze Aufmachung der Doku einfach was hermacht, weil wenn man dann die Kamera hebt, das ist dann eben dieser Vlogging-Style, den ich nicht so unbedingt wollte.
01:06:45: Und ja, aber auch ... Als Beraterin hat sie gedient in vielen oder als Mutmacherin manchmal auch, weil es auch nicht immer einfach ist, dann Leute zu fragen, ob sie vor die Kamera wollen.
01:06:56: Ich habe da auch manchmal Absagen bekommen, die gesagt haben, sie wollen das nicht.
01:06:58: Und das ist auch für mich dann völlig in Ordnung gewesen.
01:07:00: Und so soll es dann auch sein.
01:07:02: Und diese Leute kommen halt eben nicht in meiner Doku vor, was auch völlig in Ordnung ist.
01:07:05: Aber die Leute, die da zusammen kamen, habe ich auch alle mit untergebracht.
01:07:10: Und es ist echt cool geworden.
01:07:14: es fehlen noch die die feinheiten aber ich habe jetzt noch eben trailer gedreht der kommt jetzt demnächst auf youtube und dann kommt eben die ganze doku und ich freue mich schon wahnsinnig drauf einfach auf die resonanz.
01:07:25: also vielleicht sehen es auch nicht viele leute aber ich bin schon für mich einfach wahnsinnig stolz drauf und
01:07:32: es
01:07:33: war schon wahnsinnig arbeit allein schon das film und auch die interviews zu machen aber eben dann auch das alles zusammen zu setzen.
01:07:40: und ja Es hat aber auch wahnsinnig viel Spaß gemacht und es war echt interessant und ich bin wirklich stolz drauf und hatte auch schon an der einen oder anderen Stelle selber wieder Tränen in Augen, weil ich aber gesagt habe, Wahnsinn, wie das jetzt alles so zusammengepasst hat, nachdem man da mit verschiedenen Leuten an verschiedenen Tagen Gespräche führt und das alles irgendwie dann auf ein Thema zurückfällt und man dieses Thema von vorne bis hinten behandeln kann und man wirklich auch so einen roten Faden in der Doku hat, der dann einfach entsteht.
01:08:09: Und das ist einfach toll zu sehen und ich freue mich wahnsinnig, die rauszubringen.
01:08:13: Also ich denke, ihr werdet auch auf euren Profil noch mal die Leute mitnehmen oder?
01:08:16: Auf jeden Fall.
01:08:17: Also Ende Februar habt ihr auf jeden Fall gesagt, wollt ihr das raushauen, da seid ihr ja sogar noch hier.
01:08:21: Ja, das sind wir noch hier
01:08:23: genau.
01:08:23: Sag mal, gab es auch Momente jetzt, so während euren Überlegungen, Weltreise, ja, nein etc.
01:08:27: oder vielleicht auch schon in der Vormomente, wo ihr gesagt habt, soll man das wirklich machen, also wo sie der Moment des Zweifelns da war?
01:08:33: Ja, also direkt, als wir eigentlich heim kamen, wir waren ja in Italien, als wir die Entscheidung getroffen haben, also es war Ansel Wester, dann hatten wir ein super Abend und es war alles toll und am nächsten Morgen auch noch und wir wussten jetzt, startet unser neues Leben und wenn man dann aber zu Hause ankommt, wieder in seiner Wohnung steht und das war eigentlich auch Marc dort.
01:08:51: Also, wir hassen das ja nicht hier und wir sehen dann die Wohnung und uns fällt auf.
01:08:56: Wir haben noch drei Monate Frist.
01:08:58: Wir sollten jetzt dann kündigen und dann haben wir gemerkt, jetzt wird es ernst und dann wird einem dann doch so ein bisschen, ja, genau, mulmig und man weiß nicht so ganz, sollen wir das wirklich durchziehen?
01:09:10: Weil, wenn man es dann macht, dann hat man es gemacht und dann sollte man auch irgendwie einen Schritt weitergehen.
01:09:15: Und da war, sag ich mal, für mich vor allem der erste Moment.
01:09:19: Und dann hat Lara erst noch gesagt, ja doch, wir machen das.
01:09:22: Und dann später hat sie mir dann... Ja,
01:09:24: so mitzigerweise waren da unsere Rollen vertauscht, weil normalerweise bin ich diejenige, die so bisschen Angst hat und Johnny derjenige, nee, lass doch einfach machen.
01:09:33: Aber ja, da war ich dann im ersten Moment, die gesagt hat, nee, also komm, wir machen das jetzt.
01:09:38: Ich verstehe gar nicht, was du da hast.
01:09:41: Und dann tatsächlich, so ein Tag später sind wir ja auch ein bisschen so die Zweifel gekommen.
01:09:45: Dann haben wir aber auch darüber geredet und haben gesagt, nee, also wir müssen das machen.
01:09:49: Wir müssen jetzt quasi unsere Angst überwinden.
01:09:53: Und wir sind auch zu dem Entschluss gekommen, dass Angst ja eigentlich was Gutes ist, weil das zeigt ja auch, dass du da irgendwie was Großes erreichen kannst und dass da was Tolles aufregendes so vor dir steht.
01:10:08: Also die Momente kraftest du schon
01:10:10: auf jeden Fall.
01:10:11: Und jeder wird dann immer so ein bisschen selber damit fertig, aber man hilft sich einfach gegenseitig.
01:10:16: Ich
01:10:16: glaube bis Mai kommt das auch noch so ein paar Mal, dass man sich denkt, oh je.
01:10:21: Ja, ja klar und ich denke auch also vielleicht auch stimmen von außen das ist ja auch sowas, dass die Leute sagen, sei ich euch wirklich sicher oder wie habt ihr das erlebt, als ihr es dann auch, ich sag jetzt mal, Familie, Freunden aufwahrt habt.
01:10:33: Also
01:10:33: ich würde sagen, wir waren überrascht.
01:10:35: Ja, wir waren also wirklich sehr überrascht auch, als ich gekündigt habe bei meinem Arbeitgeber, habe ich nur positives Feedback gehört, also nur... Ja, klar, es ist traurig, dass du gehst, aber macht es.
01:10:48: Wir finden das alle toll, macht es auf jeden Fall.
01:10:50: Und das muss ich sagen, das hat mich dann auch schon sehr berührt.
01:10:54: Ich habe auch so viele tolle und nette Nachrichten bekommen.
01:10:59: Da habe ich echt gemerkt, ja, okay, das ist wirklich das Richtige, was wir machen.
01:11:02: Und das war, ich glaube, nicht mal bei unseren Eltern.
01:11:05: Das hat mich auch sehr überrascht.
01:11:07: Kam da irgendwie schlechtes Feedback und oh, seid ihr euch sicher.
01:11:14: Mich hat es tatsächlich auch eher ein bisschen verwirrt, weil ich mir eher erwartet habe, dass alle sagen, sei ihr komplett verrückt, jetzt alles zu kündigen und einfach abzuhauen.
01:11:23: Und was wollt ihr denn da?
01:11:25: Und das habe ich eigentlich erwartet, aber es kam gar nicht so, auch zum Beispiel von meinem Vater, wo ich auch nicht so ganz wusste, wie soll ich es ihm sagen.
01:11:33: Und dann habe ich es ihm gesagt und habe so eben gesagt, Madagaskar.
01:11:36: Und dann später hat er dann nochmal gefragt, ja, wo geht er denn eigentlich hin?
01:11:40: Und dann habe ich gesagt, ja, Madagaskar.
01:11:41: Und dann hat er gesagt.
01:11:42: Jetzt wirklich, oder wie?
01:11:43: Weil er mir das gar nicht so geglaubt hat, dass Madagasker erdacht, ich sag das so als Witz.
01:11:48: Und er mir aber jetzt vorgestern auch noch mal gesagt hat, wie toll er das findet und wie mutig er das findet und dass er selber mit zweiundfünfzig halt jetzt, sag ich mal, zurückschaut und sagt, er hatte nie den Mut dazu und er findet, das ist die richtige Entscheidung immer.
01:12:06: Also das kann nicht... kann keine bessere Entscheidung geben.
01:12:10: Und mich verwirrt es tatsächlich ein bisschen, weil ich eher diesen Gegenwind erwartet habe und mich schon darauf eingestellt habe, sei ich mal mit dem Regenschirm voraus und sei ich... Ich will davon nichts hören, ich gehe da trotzdem durch.
01:12:20: Aber dieser Sturm ist einfach ausgeblieben.
01:12:22: Wir haben eher Rückenwind, was mich jetzt auch freut.
01:12:25: Ja, was ja für die Menschen um euch spricht.
01:12:27: Also es könnte ja wirklich anders sein, dass alle für euch versuchen, das auszureden oder schlecht zu reden.
01:12:31: Und das ist ja unglaublich schön, wenn ihr Menschen im Rücken habt, die sagen, hey, mach.
01:12:35: Und gleichzeitig merke ich auch einig auch schon ein bisschen traurig, wie viel Sehnsucht dann aber auch bei anderen steckt, das eigentlich auch zu tun.
01:12:41: Ja, auf
01:12:42: jeden Fall.
01:12:44: Das hat man jetzt auch viel gesehen, dass dann viele so ihr eigenes Leben überdacht haben.
01:12:51: Ja, ich glaube jeder hat dann aber trotzdem seine eigenen
01:12:54: Gründe
01:12:56: und ist dann trotzdem mit sich selber auch glücklich.
01:13:00: Aber klar, viele haben da nochmal drüber nachgedacht.
01:13:03: Und ich glaube aber auch, dass dieser Rückenwind auch kommt, weil viele uns einfach so auch schon kennen und wussten, dass es, also meine Mutter hat zum Beispiel gesagt, sie wusste, dass es irgendwann passieren wird.
01:13:12: Ja, ich glaube unsere Eltern haben das schon irgendwie erwartet.
01:13:15: Ja, also deswegen, ich glaube, das ist auch so ein Prozess, wenn wir jetzt die letzten vier, fünf Jahre schon... einfach immer viel verreist sind und deswegen glaube ich war es nicht mal so eine große Überraschung für viele, was jetzt vielleicht bei anderen eher so wäre, was macht ihr?
01:13:33: Ihr wart jetzt nur in Spanien und Italien und jetzt wollt ihr danach Afrika, das ist so bei uns ein bisschen... Man ist es schon gewohnt.
01:13:40: Klar.
01:13:40: Und ich meine vielleicht auch der Punkt, dass viele sagen, hey, sie haben hier halt einfach ihr soziales Umfeld.
01:13:45: Und das ist ja auch nicht einfach, dann zu sagen, ich bin jetzt erstmal weg für was ich auch nicht.
01:13:48: Unbestimmte Zeit vielleicht.
01:13:50: Ja, das ist ja auch komisch.
01:13:51: Klar ist man heutzutage überall vernetzt und kann sich anrufen, etc.
01:13:54: Weil es ist schon was anderes.
01:13:55: Ja, als wenn ich sage, ich komme schnell durch.
01:13:57: Ja, absolut.
01:13:58: Also ich habe da auch dann zum Beispiel bei meinem besten Freund ein bisschen Bedenken gehabt, weil seine Freundin jetzt auch schon in die Schweiz gezogen ist, um im Store das zu werden.
01:14:06: Und dann für ihn war das jetzt auch natürlich... oder ich sage mal, ist nicht so einfach, wenn die dann, ich meine es sind nur zwei Stunden, ist in Zürich, aber trotzdem ist es für ihn auch schon schwer und jetzt hau ich auch noch ab.
01:14:18: Ich habe dann schon schlechtes gelissen gehabt, aber meistens ist es dann auch okay.
01:14:23: und erst heute wieder habe ich es noch einem guten Freund gesagt, der dann auch erst mal ein bisschen... Der hat dann aus Spaß erst mal aufgelegt und hat dann direkt wieder angerufen.
01:14:33: Der war ziemlich getroffen davon.
01:14:37: Aber wir sind ja nicht auf ewig weg.
01:14:39: Ich denke nicht.
01:14:42: Und selbst wenn.
01:14:43: Man hält den Kontakt zu den Menschen, die wichtig sind.
01:14:46: Und das merkt man dann auch wieder.
01:14:48: Und ich glaube, dass es einfach auch nicht so schlimm ist.
01:14:55: Ja,
01:14:55: bevor ich jetzt mit euch in entweder oder abbiege, möchte ich noch gerne wissen, weil ich finde es immer ein bisschen schön für alle, die einschalten.
01:15:01: Ihr habt jetzt schon ganz viel geteilt, was ihr ja auch gelernt habt oder was ihr mitgenommen habt.
01:15:05: Vielleicht für alle, die jetzt so ein bisschen Lust bekommen haben, auch so was zu machen oder die vielleicht noch zögern.
01:15:11: Was würdet ihr sagen habt ihr bisher?
01:15:12: Ich meine jetzt die Weltreise ist nochmal eine andere Nummer, da unterhalten wir uns mal, wenn wir uns dann wiedersehen darüber oder vielleicht auch mal zwischendurch geht ja alles auch online wäre ja auch mal cool, dass ihr uns da mitnehmt, was ihr schon alles erlebt habt.
01:15:22: Was habt ihr so bisher?
01:15:23: durch das Reisen oder durch die Begegnung über euch gelernt, was ihr vielleicht anderen mitgeben würdet, die sagen, irgendwie, das würde ich auch gerne machen.
01:15:33: Ja, also auch da haben wir auf Instagram schon den einen oder anderen Post.
01:15:37: Weiß nicht, ob dir jetzt direkt was einfällt.
01:15:40: Also ich sage, dieser Perspektivwechsel ist das größte, weil dadurch lernt man einfach auch Dankbarkeit und ja, es sind viele Dinge.
01:15:53: die man einfach lernt.
01:15:53: Ich weiß nicht, ob man da jetzt konkret so wirklich was sagen, also man kann da vieles sagen.
01:15:58: Ich habe tatsächlich was.
01:15:59: Und zwar, also ich war ja davor auch nicht so der Weltenbummler und derjenige, der proaktiv Leute anspricht und ich habe wirklich gelernt, dass man sein, also es ist schwieriger, dass ich anhör, man muss seinen Kopf ausschalten.
01:16:18: Wichtig ist auch irgendwie nichts zu erzwingen, aber man muss ein bisschen seinen Kopf ausschalten und dieses, was ist wenn, das muss man wegbekommen.
01:16:28: Und dann merkt man auch eigentlich, wie einfach das eigentlich ist.
01:16:33: Und natürlich auch, wenn man Wünsche hat, sollte man die sich auch erfüllen und sollte seinem Traum auch hinterher jagen.
01:16:44: weit weg das jetzt scheint also bei uns war das jetzt auch hat das jetzt lange gedauert bis wir wirklich den schritt gegangen sind.
01:16:51: aber das ist auch einfach wichtig da so alles andere so das ganze rauschen aus zu blenden und auch bis hin auf seine innere stimme zu hören und auch einfach mal über seinen schatten zu springen das ist glaube ich das was viele leute nicht schaffen.
01:17:03: über ihren eigenen schatten zu springen und wenn einem eine situation angst macht dann ist es eigentlich ein gutes Zeichen und man sollte auch mal ein bisschen hinter die Angst schauen, wie es auf der anderen Seite quasi aussieht.
01:17:19: Und ich glaube einfach der Intuition zu folgen, also das ist mir jetzt eingefallen, nachdem du das gesagt hast, der Intuition zu folgen ist was ganz wichtig ist beim Entscheidungtreffen auch und manchmal einfach den Kopf auch vielleicht mal abzuschalten und dafür eher auf sein Bauch zu hören.
01:17:38: dass wäre auch was, wo ein großes Thema in meiner Doku ist, dieses innere Kind auch wiederzufinden, weil man ja als Kind eigentlich schon alles weiß.
01:17:47: Also, da gibt es auch unzählige Sachen, also Texte in der Musik, wo man einfach sagt, das Herz weiß schon alles.
01:17:57: Also, als Kind lebt man einfach und weiß eigentlich schon, wie man alles macht, nur man verlernt das wieder, weil man eben Konditioniert wird immer von der Gesellschaft, von den Eltern, von der Schule, von den Lehrern, von allen möglichen.
01:18:11: Und ich glaube, das ist auch, was man auf den Reisen lernt, weil in anderen Ländern sind Leute anders konditioniert und leben daher anders.
01:18:20: Und daran sieht man, da kommen wir auch wieder auf Perspektivwechsel zurück.
01:18:23: Aber ich glaube, das sind so die größten Dinger Perspektivwechsel, Intuition und einfach auch Dankbarkeit.
01:18:29: Dankbarkeit für das, was man hat.
01:18:34: Abschließend kann man auch sagen einfach machen nicht viel drüber nachdenken einfach machen in neunzig Prozent der Fälle.
01:18:42: kommt was Gutes bei raus.
01:18:44: Ich würde sogar so weit gehen, ich würde sagen, in achtund neunzig Prozent der Fälle kommt was Gutes bei raus.
01:18:48: Ja klar.
01:18:49: und das andere ist natürlich, wie du sagst, Anna zogen irgendwann ja, das ist unser Umfeld, was uns irgendwie formen und dann natürlich auch ganz klar, mir Menschen sind halt einfach in der Komfortzone gerne zu Hause.
01:18:58: Und in dem Moment ist das du sagst Lara, wo sich halt was verändert, da brauche ich Mut, da kann es halt sein, dass es nicht mehr so planbar ist, wie es mal war.
01:19:06: Ja, also letztendlich ist eine Einladung zum Wachsen, denke ich, dann auch dadurch.
01:19:09: Ja.
01:19:11: Hey, ich möchte mit euch noch gerne entweder oder hier abtauchen bei Artreanlet ein, weil da geht es natürlich auch noch ein bisschen um euer Reisefieber und natürlich auch ein bisschen um euch, dass man euch noch mehr kennenlernt.
01:19:21: Ja, jetzt müsste euch halt gegenseitig dann prügeln oder hier einig euch über Blickkontakt.
01:19:25: Dann
01:19:25: haben wir dann nachher zu Hause raus.
01:19:28: Na vielleicht sind wir ja auch wirklich da vor allem dem Geiste.
01:19:31: Wir müssen uns da gar nicht für eins irgendwie quälen oder entscheiden.
01:19:35: Ich bleibe mal noch ein bisschen persönlich, beziehungsweise auch bei eurem Lifestyle.
01:19:38: Und da möchte ich von euch wissen, morgens früh los oder lieber ausschlafen und später los.
01:19:43: Früh los.
01:19:45: Scheint gelacht.
01:19:46: Ausschlafen, ja.
01:19:47: Ja,
01:19:48: also es ist schon besser, wenn man früher losgeht, dann ist man früher
01:19:51: da.
01:19:52: Ja, wobei man auch sagen muss, eigentlich... komisch, dass wir jetzt so antworten, weil ich eigentlich eher dann der Morgenmensch bin, der auch morgens viel redet, am besten gleich Musik an und irgendwie gleich Input und aber auch Output, also und Lara eher morgens gar nicht mit sich reden lässt und dann eher abends, wenn ich müde bin, sag ich mal, sagt sie dann, da fängt es ja an zu reden und ich habe eigentlich gar keinen Kopf mehr für, also eigentlich sind wir in dem Sinne ganz unterschiedlich, aber ich schlafe gerne morgens aus und sie steht gerne früh auf, also es ist irgendwie, ja.
01:20:23: Ich glaube, beides so ein bisschen.
01:20:24: Aber das stimmt.
01:20:25: Wenn wir jetzt irgendwo hinfahren, dann stehen wir meistens früh auf oder fahren sehr, sehr früh los, damit wir einfach viel vom Tag haben und viel erleben können.
01:20:32: Und da bin ich dann auch immer gerne dabei.
01:20:34: Okay, dann springst du über den Schaden.
01:20:37: Dann will ich von euch wissen, Airbnb oder Hotel mit Wellness?
01:20:40: Airbnb.
01:20:41: Au, okay.
01:20:41: Ich werde euch ziemlich einig.
01:20:43: Karte in der Hand oder einfach treiben lassen?
01:20:46: Ja, ich bin tatsächlich
01:20:48: diejenige mit der Karte in der Hand.
01:20:51: Aber man muss doch sagen, ich hab keinen so guten Orientierung.
01:20:56: Deswegen bin ich dann doch gerne mit Google Maps unterwegs und Offline-Karten und so.
01:21:01: Und Johnny ist dann doch derjenige, der dann so... Also gerade zum Beispiel in Marrakesch, in der Medina ist ja so, dass das alles sehr verwinkelt ist.
01:21:09: Er ist doch jemand, der dann so schnell die Orientierung findet.
01:21:13: Und wenn nicht, dann frage ich einfach jemanden.
01:21:15: Also ich lass mich da echt gerne treiben und dadurch entstehen dann auch viele Bekanntschaften und Begegnungen.
01:21:20: Dadurch, dass man einfach nicht... ... mit Scheuklappen auf seinem Plan hinterher geht.
01:21:23: Ja, das
01:21:24: stimmt.
01:21:24: Ich bin so eine Mischung auch tatsächlich.
01:21:26: Also ich ... ... inzwischen, früher habe ich da echt ... ... Probleme gehabt, Leute an zu quatschen, ... ... aber ... ... war nur ich auch in Stuttgart, ... ... habe überhaupt nicht gewusst, wo ich parken soll, ... ... weil ich einfach mein Auto hingesteckt habe, ... ... weil ich einfach irgendwie mal angequatscht habe.
01:21:36: Man hat gesagt, ja mein Gott, ... ... also was soll jetzt passieren?
01:21:38: Und dann ... ... ja.
01:21:40: Okay.
01:21:41: Dann möchte ich von euch wissen, ... ... offline oder permanent verbunden?
01:21:45: Ich bin gerne offline.
01:21:47: Ja, ich finde es auch schön, offline zu sein.
01:21:50: Also es ... Es ist schwierig, das dann auch auszuführen, aber wenn man dann mal offline ist, ist es schon schön, so den Moment zu genießen.
01:21:57: Das ist auch ein bisschen paradox natürlich mit unserem Instagram-Präsenz.
01:22:01: Und manchmal auch ein bisschen schwer, das so zur Hand haben.
01:22:06: Aber ja, ich bin schon auch gerne mal jemand, der das Handy weglegt, auch gerade morgens.
01:22:11: Also ich lasse mein Handy immer erst mal... liegen.
01:22:14: Wir hatten auch mal eine Zeit, wo wir das Handy aus dem Schlafzimmer verbannt haben, aber manchmal ist es einfach dann doch wieder schwer und dann nimmt man es doch wieder mit.
01:22:20: Also jetzt im Moment haben wir es auch wieder beide.
01:22:23: Und ich gucke aber dann, dass ich morgens nicht direkt draufschau und es erstmal noch auf dem Nachtisch lasse und dann erstmal rausgehe aus dem Schlafzimmer und es mir erst dann später holen, wenn ich dann schon mal ein bisschen was von meiner Arbeit gemacht habe oder so.
01:22:35: Und das hilft mir enorm.
01:22:37: da einfach den Kopf auch morgens direkt frei zu haben.
01:22:40: Ja,
01:22:41: also kann ich euch auch nur mitgeben, ich mach das jetzt seit Jahren, dass mein Handy liegt immer in der Küche und Läder.
01:22:45: Ja, super.
01:22:46: Im Schlafzimmer wie so ein richtig oldschool Radio-Wäcker, da geht dann morgens irgendwie keine Ahnung, wo es wär heiz oder irgendwas.
01:22:51: Und dann muss ich ja doch duschen und Dings und jenes und dann brauche ich mindestens bis zum ersten Kaffee, bis ich da überhaupt mal ansatzweise in die Richtung gehe und man startet echt andershin einen Tag.
01:23:00: Ja,
01:23:00: wir haben uns auch eigentlich beide einen Wecker gekauft aus dem Grund, aber jetzt haben wir trotzdem beide wieder das Handy dabei, weil man einfach abends dann doch... noch irgendwie schnell was bearbeitet für Instagram oder dann doch nur auf YouTube irgendwie noch mal was anschaut.
01:23:12: Vielleicht jetzt wieder ein Anreiz, dass wir das wieder durchziehen.
01:23:15: Genau.
01:23:16: Kann ja auch das sein.
01:23:18: Dann Roadtrip oder Backpacking?
01:23:19: Oh,
01:23:20: schwierig.
01:23:21: Das
01:23:21: wäre nicht schwierig.
01:23:22: Ich
01:23:23: sag Roadtrip.
01:23:24: Ich sag
01:23:24: auch Roadtrip.
01:23:26: Also Backpacking ist schon sehr schön.
01:23:30: Beim Roadtrip kommt halt einfach noch dazu, dass man noch... mehr Freiheit hat.
01:23:35: Also wenn man da noch ein Auto hat, das ist natürlich Luxus, dann kann man sich einfach entscheiden, wo man hin möchte und muss nicht irgendwie tremmen oder schauen, welcher Bus fährt dahin.
01:23:45: Ja, das stimmt.
01:23:45: Und es ist auch lange nicht so anstrengend.
01:23:47: Ich finde, Backpacken ist für den Kopf aber auch körperlich sehr, sehr anstrengend.
01:23:52: Und mit dem Auto ist halt einfach super entspannt.
01:23:54: Und dadurch, dass ich auch gerne Auto fahre, also ich... Ich bin schon auf der Seite Roadtrip.
01:23:59: Mein Backpacking ist sehr nicht cool, ist auch eine Erfahrung.
01:24:01: Ich mache beides gerne.
01:24:03: Gut, wir waren jetzt sehr viel Backpack.
01:24:06: Ich denke auch.
01:24:08: Jetzt habe ich so ein bisschen eine Kombi zwischen Reise und Alltag.
01:24:11: Ich bin mal gespannt, was ihr jetzt antwortet.
01:24:12: Und zwar Neugier oder Planung.
01:24:14: Ich glaube Neugier.
01:24:18: Ja, also früher war ich wirklich der Kraseplaner, da war bei mir alles durchgetaktet.
01:24:23: Also die Reiseplanung war wirklich, also jede Sekunde war schon vorher geplant.
01:24:29: Und jetzt bin ich mittlerweile doch so, dass ich sage, spontan ist schön.
01:24:34: Und ja, das lässt einem auch so ein bisschen Freiraum auch eben für einmalige Erlebnisse, die man halt nicht hat, wenn man schon den ganzen Tag geplant hat.
01:24:44: Naja, absolut.
01:24:44: Ja, ja.
01:24:45: Bin ich auch bei euch.
01:24:47: Packliste oder spontanen Koffer?
01:24:49: Spontan.
01:24:51: Ja, spontan, ja.
01:24:52: Meistens vergisst man dann halt die Hälfte aber.
01:24:57: Spontan ist trotzdem besser.
01:24:59: Ja, absolut.
01:25:00: Also ich packst sowieso immer fünf Minuten vorher gefühlt oder halt am Abend vorher.
01:25:04: Lara hat früher echt... Manchmal schon vier, fünf Tage früher gepackt.
01:25:08: In der Weile ist es auch eher so, dass sie es nur noch auf zwei runtergehandelt
01:25:11: hat.
01:25:11: Nee, ich packe am Abend vorher auch tatsächlich oft.
01:25:15: Ich glaube, das ist aber auch irgendwann zu dem Alltag geschuldet.
01:25:17: Weißt du, wenn du von Job und alles hast, du musst an so viel denken, dann vielleicht noch Wäsche waschen und das.
01:25:22: Also ich merke das auch früher auch Tage vorher, mein Zeug gerichtet wird.
01:25:25: Das ist wirklich so ein Last-Middlet-Zack rein.
01:25:28: Und los, weil du einfach keine Zeit nimmst.
01:25:31: Aber je öfter man reist, desto mehr hat man die Routine und weiße... was man wirklich braucht oder was man mitnehmen will.
01:25:38: Das ist dann doch zwei Unterhosen reichen.
01:25:41: Je
01:25:41: nachdem wie lange man weggeht.
01:25:43: Ich meine, jetzt bei der Weltreise kann ich gar nicht genug Unterhosen mitnehmen, aber ich muss da eine Möglichkeit finden, so waschen.
01:25:54: Das geht auch.
01:25:55: Man kann wirklich überall waschen.
01:25:58: Man
01:25:59: denkt
01:25:59: das gar nicht, aber es geht wirklich.
01:26:03: Okay, neues Land oder Lieblingsort nochmal?
01:26:07: Neues
01:26:07: Land.
01:26:07: Ja, okay, ja, die Frage wird euch ja hinstellen.
01:26:10: Lokales Essen oder Notfall Snacks von zu Hause?
01:26:13: Ja,
01:26:15: schwierig, aber schon ein lokales Essen.
01:26:17: Also wir nehmen gerne Snacks mit, aber überall wo wir hingehen, probieren wir die... die traditionellen Gerichte dort.
01:26:24: Und meistens ist auf das, was man so mit dem Reiseland so am meisten verbindet, das Essen, muss ich sagen.
01:26:29: Ja.
01:26:30: Also es ist oft so, dass ich mich an der Reise erinnere und mir denke, oh, da war das Essen richtig gut.
01:26:35: Ja,
01:26:35: das ist auch in meiner Doku kommt es dann vor am Ende oder ich sage mal, ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber Essen auch gerade mit Herminio zum Beispiel, mit dem Eltern her in Portugal.
01:26:45: Das gibt einem noch mal eine ganz andere Grundlage für ein gutes Gespräch auch.
01:26:49: Und es lässt einem auch wirklich im Moment Leben, finde ich.
01:26:52: Also, gutes Essen ist einfach schön.
01:26:54: Ja, natürlich, ja.
01:26:55: Also, das finde ich auch immer interessant, zu entdecken, was so in anderen Ländern irgendwie dann so das Gericht ist.
01:26:59: Und allein jetzt in Münster wieder ganz anders wie hier.
01:27:01: Ja, kommst du gut, ja.
01:27:02: Ja, du denkst, okay, krass, ja.
01:27:03: Also, hab ich jetzt auch schon noch nie gegessen, aber schmeckt irgendwie gut, ja.
01:27:06: Ja.
01:27:06: Ja.
01:27:07: Okay, dann möchte ich abschließen von euch noch wissen, wenn ihr wählen müsstet, wahrscheinlich eher dann nach Rückkehr im Grafeldreis, aber könnt ihr mal einen Blick... vorausnehmen.
01:27:15: Traumhaus in Deutschland oder Ferienhaus in eurem Lieblingsland der Wahl.
01:27:19: Ferienhaus.
01:27:23: Da sage ich, ihr hätt Traumhaus in Deutschland.
01:27:25: Eier.
01:27:25: Ja, weil also so ein Ferienhaus bedeutet ja, dass man da dann das hat und da einmal im Jahr hinfährt.
01:27:31: Aber wie Lara auch vorgesagt hat, mein Spruch Besitz macht besessen.
01:27:35: Man fährt dann jedes Jahr da hin und man muss quasi da hinfahren.
01:27:39: Man zählt ja dieses Haus und man muss sich darum kümmern und man will ja dann auch das nutzen.
01:27:44: Und das ist genau das, was ich eben eigentlich nicht möchte, mich dann an einen Ort so zu binden.
01:27:50: Und dann hätte ich lieber eine Base, sage ich mal, wo ich immer wohne und dann von dort aus gehe ich überall hin und gehe eben nicht jedes Jahr an denselben Ort.
01:27:57: Also die beste Lösung wäre natürlich vielleicht ein Haus in Italien oder in Spanien.
01:28:03: Spannend, weil ich habe mir tatsächlich das so gedacht.
01:28:06: Die Ferienwohnung, die kann man ja vermieten.
01:28:09: Und wenn man dann will, kann man in der Wohne.
01:28:11: Ja, schon.
01:28:12: Ach so, ja
01:28:14: klar.
01:28:14: Kann man natürlich auch.
01:28:15: Ich mir gedacht, das ist ja super.
01:28:16: Da brauche ich kein Haus in Deutschland, dann bin ich hier nicht.
01:28:20: Das stimmt.
01:28:22: Wobei es ist ja eigentlich egal, glaubst du, wie gesprungen, weil Eigentum verpflichtet.
01:28:25: Da muss man einfach sein.
01:28:26: Das heißt, man muss ja dann auch wieder gucken, wer kümmert sich drum und wer ... Besitz
01:28:29: macht besessen.
01:28:30: Aber da reden wir später noch mal drüber.
01:28:32: Also es stinkt auf jeden Fall so, dass ihr bereit seid.
01:28:34: Da mache ich mir keine Sorgen, egal was euch erwartet auf das, was jetzt vor euch steht.
01:28:38: Also ich wünsche euch sowieso, dass euch viele Türen und Wege da irgendwie und magische Begegnungen offenstehen.
01:28:43: Das klingt alles echt mega.
01:28:44: Ich habe auch echt Respekt, weil ich glaube, diesen Schritt, das wäre mir dann, glaube ich, im Moment eine Nummer ... zu krass, aber ich finde es einfach cool und ich bin echt schon gespannt, vielleicht können wir ja wirklich von unterwegs mal einen blicken noch mal kriegen.
01:28:54: Gerne, klar.
01:28:56: Auf der
01:28:57: Tonqualität halt dann so gut sein wird, aber wir haben auch Mikrofone dabei, also theoretisch können wir da auch schauen, dass wir dann vielleicht noch ein paar Kassfolge machen oder so.
01:29:04: Ja,
01:29:04: ja klar.
01:29:06: Also gar kein Thema.
01:29:07: Und da haben wir dann auch einen guten Hintergrund für vielleicht ein Videopodcast.
01:29:12: Wir sind immerhin in der Dolomiten.
01:29:17: Aber da würden
01:29:18: wir uns auf jeden Fall
01:29:20: voll
01:29:20: ein paar Updates geben.
01:29:21: Vielleicht sind wir auch in einem Monat wieder zurück, weil uns das Geld ausgeht.
01:29:27: Ich hoffe es auch
01:29:29: nicht.
01:29:29: Also ich denke, das wird eine coole Zeit und gerne, also ich denke alle, die hier einschalten... Schauen wir mal, wo wir uns dann an welcher Stelle sehen.
01:29:36: Hey, und ganz ehrlich, ich habe ja gehört, dass an mancher Orte der Welt das W-Land deutlich besser sein soll, als in Deutschland.
01:29:41: Ja, ich
01:29:41: bin gespannt.
01:29:42: Genau,
01:29:44: ist gar nicht so schwer.
01:29:44: Das würde gut für mich nur hinkriegen.
01:29:46: Okay, ihr Lieben, dann habe ich jetzt natürlich noch für euch die Kategorie gestern, heute oder morgen.
01:29:50: Und dann dürft ihr natürlich los selber ziehen, euer Schicksal wählen, so wie ihr das Urlaubsland der Wald wählt.
01:29:57: Über was wollen wir denn sprechen?
01:29:58: Über eine Frage im Gestern, heute oder morgen?
01:30:01: Also ich... Ich würde sagen, ganz klar heute, weil im Moment, aber wir können auch mal Lara fragen, was sie sagt.
01:30:07: Nein, finde ich gut.
01:30:09: Im Moment bleiben.
01:30:09: Im Moment
01:30:10: bleiben, ja.
01:30:10: So, dann mische ich natürlich auch für euch, weil das hier keiner mehr was unterstellt, dass wir uns abgesprochen hätten im Freundinnen.
01:30:16: Jetzt dürfte entscheiden, wer von euch zieht.
01:30:18: Du darfst.
01:30:20: So ist das immer, ne?
01:30:21: Also, dann sagen wir jetzt mal Ladies First, würde ich sagen.
01:30:24: Also, Lara, du darfst dein Schicksal oder euer Schicksal selber ziehen.
01:30:29: Und wir sprechen im Heute zusammen über.
01:30:33: Was ist etwas, das du nicht mehr brauchst?
01:30:35: Andere anscheinend schon.
01:30:37: Olle.
01:30:37: Also ich, das ist so swanky.
01:30:38: Ohne Witze.
01:30:39: Aha, das passt doch jetzt super.
01:30:42: Ja, also wir haben ja eigentlich schon alles ausgepackt.
01:30:45: Das ist ein Besitz.
01:30:47: und ja, viele, viele Dinge, materielle Dinge.
01:30:51: Ich glaube, wir... Wir haben uns wirklich schon in den letzten Jahren dazu entwickelt, dass wir das nicht mehr brauchen.
01:30:57: Ich glaube aber immer noch, dass wir uns da auch auf einem Lernweg befinden und da immer noch Dinge lernen werden, gerade auch dann in den nächsten Monaten oder Jahren, wo wir sagen, das hätte ich mir vor zwei Jahren nicht vorstellen können, dass ich das nicht mehr brauche.
01:31:13: Aber es sind tatsächlich für mich auf jeden Fall materielle Dinge.
01:31:17: Also ich brauche das nicht.
01:31:19: Ich hab's gerne, ganz klar.
01:31:22: Aber ich brauche es nicht.
01:31:23: Ja,
01:31:24: gehe ich mit.
01:31:24: Ich will sogar so weit gehen, dass wir jetzt momentan in unserer Situation, wenn wir dann auf Weltreise gehen, keinen Lebensmittelpunkt mehr brauchen.
01:31:34: Ja, oh ja.
01:31:35: Also so was wie eine Wohnung, das ist ja schon was, wo Leute sagen, oh Gott, wenn ich da keinen zu Hause hab.
01:31:42: Ja.
01:31:43: Also da, ja, das... brauchen wir nicht.
01:31:46: Oder wir haben uns als Zuhause.
01:31:48: Ja, finde
01:31:50: ich jetzt richtig schön, weil es ja wirklich so letztendlich... Ja,
01:31:52: stimmt schon.
01:31:53: Also wenn man dazu zweit unterwegs ist, da hat man schon immer so ein Stück Zuhause dabei und auch ein Stück von seiner Familie und ich glaube, das macht das Ganze dann auch nochmal einfacher.
01:32:03: Also ich wüsste jetzt nicht, ob ich den Schritt wagen würde ohne dich, ob ich mich das trauen würde.
01:32:09: Weil alleine ist es schon noch mal was anderes.
01:32:11: Also ich glaube, dann hat man schon irgendwie Heimweh oder man fühlt sich irgendwie einsam.
01:32:17: Auf jeden Fall.
01:32:18: Aber ich würde da auch gerne Leuten Mut machen, die jetzt vielleicht alleine sind und das auch vielleicht alleine gerne machen würden, aber dann noch Bedenken haben, ob das alleine so eine gute Idee ist.
01:32:29: Also, man kann auch sich selber als zu Hause haben und einfach, sag ich mal, mit sich selbst so... so im Rhein sein, dass man da... auch gut alleine unterwegs sein kann und auch das ist ein Prozess und da muss man dann erstmal durch Dinge gehen und auch seine Komfortzöle verlassen, um das vielleicht zu erreichen, dass man da...
01:32:48: Ganz klar, also ich meine, ich war auch schon alleine im Urlaub und ich muss ganz ehrlich sagen, es war am Anfang ganz komisch und dann habe ich es aber auch lieben gelernt, weil ich mich eben nach niemandem richten musste, sondern ich konnte bestimmen, weil ich es jetzt gerade machen möchte.
01:33:00: Gleichzeitig war ich dann auch gezwungen, offenbar zu sein, weil, ja, sonst sitzt er halt allein, so in dem Moment.
01:33:05: Und natürlich ist... und deswegen kann ich das verstehen, trotzdem schön, wenn du jemanden dabei hast, mit dem... den Moment teils, sondern auch darüber sprechen kann.
01:33:11: Das ist natürlich ein Unterschied, wie wenn man das dann erst im Rückblick erzählt.
01:33:15: Das
01:33:15: macht schon einiges einfacher.
01:33:16: Ja, ja.
01:33:17: Und auch, es kann ja auch mal sein, man hat mal mal Sorgen oder es kommen mal Themen hoch und da ist auch irgendwie schön, wenn man jemand hat, den man vertraut.
01:33:22: Total.
01:33:23: Ja.
01:33:24: So, dann dürft ihr jetzt noch die Kettenfrage hier bei mir beantworten.
01:33:27: Und die passt natürlich super, aber nicht, weil ich sie abgesprochen habe.
01:33:30: Aber ich finde es unglaublich, weil die Person, die die Frage hinterlassen hat, war der liebe Markus Knoll von Hit Radio.
01:33:35: Und er hat nicht wissen, dass ihr zu mir kommt, eine Frage hinterlassen.
01:33:38: die zu eurem Thema eigentlich nicht besser passen könnte, nur wir machen jetzt einen kleinen Blickwechsel und das finde ich nämlich spannend.
01:33:44: Achtung, er will nämlich von euch wissen, nachdem er Deutschland als auch so ein bisschen schlecht geredet wird oder oh Gott Deutschland und wir waren dann alle aus und alles schlimm, will er nämlich wissen, bevor ihr jetzt die große Weite der Welt entdecken wollt, an welchem Ort in Deutschland ist es für euch am allerschönsten und
01:34:00: warum.
01:34:02: Ja, da kann ich glaube ich ganz klar sagen hier Südbaden ist schon schön und wir sind sehr oft sind wir schon vom Urlaub heimgekommen und wir sind auch natürlich wir wandern gerne sind hier wandern gegangen im Wald und das ist schon echt schön hier.
01:34:17: also gerade unser schwarzwald hier das ist also das hat man so nicht überall und das lernt man auch wirklich zu schätzen wenn man viel auf reisen ist.
01:34:27: das ist sowas nicht überall auf der welt.
01:34:29: das sagen wir dann immer gerne auf badisch auch Das kriegst du halt in Griechenland mit.
01:34:33: Also so eine schöne deutsche Wald.
01:34:36: Das hat man halt nicht überall.
01:34:37: Und ich
01:34:37: glaube, man verkennt oft, weil man hier lebt, was wir eigentlich für schöne Orte haben.
01:34:41: Auch der Kaiserstuhl und so.
01:34:42: Das sind echt wunderschöne Flecken.
01:34:44: Das ist
01:34:45: auch was Schönes am Reisen.
01:34:47: Wenn man zurückkommt, einfach auch sein, das, was man jeden Tag sieht, einfach mehr wieder wertschätzt.
01:34:52: Ja, deswegen.
01:34:54: Was ich natürlich auch sehr schön finde ist Bayern.
01:34:57: Danke auch.
01:34:57: Grüße an Markus Söder.
01:35:00: Und Stefan
01:35:01: Ross.
01:35:02: Und Stefan natürlich.
01:35:04: Also Bayern hat auch wunderschöne Ecken und uns Sehen und Berge.
01:35:09: Wir lieben Sehen und Berge vor allem.
01:35:11: Also auch die Dolomiten sind hier rechts neben uns.
01:35:14: Wundervoll.
01:35:15: Aber ich würde schon sagen den Süden von Deutschland.
01:35:18: Wobei ich auch mich in Hamburg verliebt habe, als ich damals aufruf.
01:35:21: Und glaube ich vier Jahre.
01:35:24: Da war aber auch wundervolles Wetter und wir hatten kein Regen.
01:35:27: Und das ist sehr selten für Hamburg.
01:35:28: Und deswegen halte ich für mich da noch zurück, bis ich mal da war, wenn es den ganzen Tag ging.
01:35:32: Also ich
01:35:32: glaube, da kann unser Südbaden schon sehr gut mitkongubieren.
01:35:37: Also wettertechnisch ist das ja auch mega.
01:35:38: Also von dem
01:35:39: her.
01:35:39: Die meisten Sonnenstunden im Jahr.
01:35:41: Deswegen bleibe ich, also ich finde Bayern auch wirklich wunderschön.
01:35:44: Aber ich bleibe bei Südbaden, weil es halt auch wirklich so einfach dieses Heimatgefühl hat.
01:35:49: Und dann kommt man wirklich wieder hierher, egal wo auf der Welt man war und denkt sich.
01:35:54: Es ist einfach schön hier.
01:35:55: Einfach schön.
01:35:56: Einfach schön.
01:35:57: Jetzt möchte ich natürlich zum Abschluss noch von euch eine Frage, die ihr für meinen nächsten Gast oder Gästin hinterlassen dürft.
01:36:06: Also was wolltet ihr schon immer mal wissen oder was interessiert euch über die Person zu erfahren?
01:36:13: Wenn dir was einfällt, gerne.
01:36:15: Ich habe sowas auf der Zunge, aber wenn dir was einfällt, ich glaube, deinst ist besser.
01:36:20: Also ich möchte von der Person wissen.
01:36:23: Was denn Ihr größter Wunsch ist für die Zukunft?
01:36:28: Wow, also für die persönliche?
01:36:29: Ja, also egal.
01:36:31: Ja.
01:36:31: Ich kann man es auch selber, selber dann interpretieren.
01:36:34: Interpretieren,
01:36:34: genau.
01:36:34: Das ist ja das
01:36:35: letzte Interpretationsspielraum.
01:36:38: Da wollen wir das gar nicht vorweg nehmen und in eine Richtung lenken.
01:36:40: Einfach, was ist der größte Wunsch für die Zukunft?
01:36:43: Cool.
01:36:44: Hey, Johnny, Lara, ich wünsche euch von Herzen alles Gute.
01:36:47: Ich werde euch hier vermissen im schönen Südbahn, definitiv.
01:36:50: Wir werden dich auch vermissen.
01:36:51: Auch den schönen Südbahn und die Leute.
01:36:53: Ja, wir müssen halt
01:36:53: ganz viel Einsichtkarten schicken, ja.
01:36:57: Nein, aber ich finde den Gedanken echt cool, dass wir uns da weiterhin vielleicht up to date halten und euch nochmal begleiten, wo ihr gerade seid, was so bisher eure Erfahrung ist oder vielleicht auch eure Herausforderungen.
01:37:07: Mal gucken, wird es sicherlich auch mal dabei sein an der einen oder anderen Stelle.
01:37:11: Ich drück euch die Daumen.
01:37:12: Ich wünsche euch ganz viele coole Momente und echt tolle bereichernde Menschen und auch Begegnungen, die ihr da machen dürft.
01:37:17: Ich bin echt gespannt, was ihr erzählt, wenn wir wieder mal hier live vor Ort sitzen, dann oder online oder wo rüber zugeschalten sind.
01:37:24: und ja an alle, die jetzt einschalten.
01:37:26: Ich werde natürlich eben, wie gesagt, eure Kontaktdaten da verlinken, euer Instaprofil.
01:37:31: Das heißt, wenn ihr Fragen habt oder wenn ihr natürlich jetzt irgendwie noch mal brennend was von den beiden wissen wollt rund um ihre Entscheidung, rund um die Weltreisediabladen, die Doku, die jetzt dann rauskommt, dann schreibt ihnen unbedingt, die freuen sich drauf, folgt ihnen und dann denke ich, wenn wir mal viele Einblicke auch von euch sehen, wo ihr euch gerade so rumtreibt.
01:37:48: Absolut, ja.
01:37:48: Vielen
01:37:48: Dank, dass wir
01:37:50: da sind.
01:37:50: Vielen Dank auch, dass wir da sind.
01:37:51: Ich fand es super schön.
01:37:52: Es waren echt gute Gespräche und ich glaube, wir haben uns beide ein bisschen... besser kennengelernt oder alle drei.
01:37:57: Wir uns auch nochmal.
01:37:58: Ja, finde ich schön.
01:38:01: Also deswegen vielen Dank.
01:38:02: Ich
01:38:03: bringe Menschen zusammen hier.
01:38:04: Wir lernen sich auch in der Beziehung besser
01:38:07: kennen.
01:38:08: Der Paartherapie-Podcast hier.
01:38:12: Nein, alles Gute euch.
01:38:13: Danke euch fürs Einschalten hier an der Stelle.
01:38:15: Und wir drücken die Daumen.
01:38:16: Wir sind weiterhin gespannt, was wir von euch sehen und hören.
01:38:19: Und ich hab's auch sinnvollen mal.
01:38:20: ein echt schöner Einblick, ein schönes Gespräch.
01:38:22: Und für mich auch ein Mutmacher, dass ich mutiger sein darf, mal ein bisschen die Welt kennenzulernen.
01:38:27: Alles Gute euch und danke, dass ihr dabei war.
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