... Paulina Hornbachner, Karteikarten im Kopf & ein Leben, das endlich passt

Shownotes

In dieser Folge ist Paulina Hornbachner bei mir zu Gast und wir sprechen über ein Thema, das viele Menschen im ersten Moment vielleicht noch immer eher mit Kindern oder Jugendlichen verbinden: Autismus.

Genauer gesagt geht es um Autismus und Neurodivergenz im Erwachsenenalter und vor allem im Berufsleben. Denn genau dort werden viele Herausforderungen oft übersehen, kleingeredet oder falsch eingeordnet.

Paulina ist selbst Autistin, Unternehmerin und Business Coach für neurodivergente Selbstständige. Sie begleitet Menschen dabei, ihren eigenen beruflichen Weg zu finden – häufig auch in die Selbstständigkeit. Und genau das ist ihr Schwerpunkt: alternative Wege finden, weil die klassischen Wege viele neurodivergente Menschen oft überfordern. Es geht ihr darum, einen erfüllten, gesunden und langfristig erfolgreichen Weg im Beruf möglich zu machen.

Sehr offen erzählt Paulina von ihrer Kindheit und davon, dass sie eigentlich immer schon das Gefühl hatte, "anders" zu sein. Nur konnte sie lange keinen Finger darauf legen. Sie brauchte fixe Strukturen, hat stundenlang geschaukelt, was sie heute als eine Art Regulation ihres Nervensystems einordnet, und hatte schon früh andere Interessensfelder als Gleichaltrige. Ihr frühestes Spezialinteresse war das Römische Reich und eine Achtjährige mit diesem Spezialinteresse fällt eben auf…

Gleichzeitig beschreibt Paulina, wie früh sie begonnen hat, sich anzupassen. Klassische soziale Spiele wie Vater, Mutter, Kind interessierten sie nicht wirklich, aber sie lernte, andere zu imitieren, um sozial nicht aufzufallen. Wegen Mobbing und Ausschluss versuchte sie schon als Kind, sich möglichst gut einzufügen. Sie nennt das Masking – also eine Maske tragen, um in der Gesellschaft nicht negativ aufzufallen.

Paulina spricht auch darüber, dass sie vieles über ihre Intelligenz kompensiert hat. Nach außen war sie kommunikativ, erfolgreich, engagiert, leistungsstark. Doch der Preis war hoch. Schon früh zeigte ihr Körper Stresssymptome: Hautausschläge, häufige Krankheiten, Überforderung. In der ersten Klasse Volksschule übergab sie sich sogar täglich. Heute ordnet sie das rückblickend als Ausdruck eines überforderten Systems ein.

Der große Einschnitt kam später im Berufsleben. Paulina beschreibt, dass sie im Schnitt etwa alle zwei Jahre die Firma wechselte. Auf dem Lebenslauf sah das gut aus: mehr Verantwortung, größere Projekte, fachliche Weiterentwicklung. Dahinter steckte aber etwas anderes: Sie konnte einfach nicht mehr. Zwischen den Jobs brauchte sie Pausen, um überhaupt wieder genug Energie für die nächste berufliche Runde zu haben.

Die Diagnose Autismus kam spät – und trotzdem genau rechtzeitig.

Der Moment, in dem ihr gesagt wurde „Ich habe keinen Zweifel“, war für Paulina sehr emotional. Endlich glaubte ihr jemand. Endlich gab es eine Erklärung. Für sie ging es dabei nie um eine Ausrede oder darum, sich Vorteile zu erschleichen. Es ging darum, die Ursache zu kennen – und dann Lösungen zu finden, die ihre Lebensqualität erhöhen.

Denn vorher lebte Paulina im Überlebensmodus. Sie sagt ganz klar: Der Job, für den sie hochqualifiziert war und den sie auch gut ausgeführt hat, raubte ihr alles an Energie. Unter der Woche hatte sie kein Privatleben mehr. Sie kam nach Hause und war aus. Das Wochenende war nicht Erholung im schönen Sinne, sondern notwendig, um die nächste Arbeitswoche überhaupt wieder zu schaffen.

Wir sprechen ausführlich über Autismus im Berufsleben und warum klassische Arbeitsumfelder für neurodivergente Menschen oft so schwierig sind.

Auch Arbeitgeber bekommen in dieser Folge klare Impulse. Paulina sagt: Unternehmen sollten davon ausgehen, dass sie wahrscheinlich bereits autistische Menschen im Team haben – oft ohne es zu wissen. Wenn jemand mit Diagnose kommt oder Unterstützung braucht, empfiehlt sie dringend, einen Profi an Bord zu holen. Denn nicht-autistische Menschen können sich nicht einfach eins zu eins hineinversetzen, weil die Welt unterschiedlich wahrgenommen wird. Gleichzeitig liegt darin eine große Chance: loyale Mitarbeitende zu halten, Potenziale sichtbar zu machen und Arbeitsumfelder so zu gestalten, dass weniger Energie für Anpassung verloren geht.

Auch ihre Selbstständigkeit spielt eine große Rolle. Paulina sagt, viele neurodivergente Menschen landen in der Selbstständigkeit, weil die Barrieren am ersten Arbeitsmarkt zu hoch sind. Für sie selbst ist die Selbstständigkeit eine enorme Erleichterung geworden, weil sie heute vieles selbst steuern kann: Arbeitsraum, Termine, Pausen, Energiemanagement, Marketing, Kommunikation und Grenzen. Sie beschreibt, dass sie extreme High-Peak-Phasen hat, aber auch Phasen, in denen nur Alltag möglich ist. In der Anstellung musste sie trotzdem funktionieren. In der Selbstständigkeit kann sie ihr System besser auspendeln.

In ihrem Business Coaching arbeitet Paulina vor allem mit neurodivergenten High Performern und Selbstständigen. Viele ihrer Kundinnen und Kunden sind Coaches, Berater, Designer oder aus ganz unterschiedlichen Feldern. Was viele eint: Sie wurden spät diagnostiziert, stehen am Anfang der Auseinandersetzung mit dem Thema oder merken, dass klassische Business-Tipps nicht zu ihnen passen.

Bei Entweder-Oder lernen wir Paulina noch ein bisschen persönlicher kennen. Sie ist inzwischen Frühaufsteherin, wählt Kaffee, reist gerne, braucht aber gleichzeitig viel Downtime zu Hause. Im Urlaub ist sie weder Team Berge noch Team Meer, sondern Städtereisende. Kulinarisch eher herzhaft, jahreszeitlich am liebsten Frühling und Herbst, vom Denken her eher Kopf als Bauch, und bei Selbstständigkeit oder Angestelltenverhältnis fällt ihre Antwort ganz klar aus: definitiv Selbstständigkeit.

Eine Folge über Autismus, Neurodivergenz und Arbeit. Über Masking, Burnout, Diagnose und das tiefe Bedürfnis, endlich verstanden zu werden. Über High Performer, die jahrelang funktionieren und irgendwann merken: So geht es nicht weiter. Und über die große Frage, wie Arbeit, Selbstständigkeit und Leben aussehen können, wenn sie wirklich zu den eigenen Bedürfnissen passen.

Mehr Informationen zu Paulina und ihrer Arbeit findest du unter den folgenden Links:

Webseite: www.autismus-im-job.com LinkedIn: Paulina Hornbachner Podcast auf Spotify: Neurodivergentes Unternehmertum Youtube-Kanal: @AutismusImJob

Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, herzlich willkommen hier meine Lieben zu einer neuen Folge von Adrian Lät ein.

00:00:06: Es gibt Menschen die verbringen tatsächlich ihr ganzes Leben mit dem Gefühl irgendwie nicht richtig dazu zu gehören.

00:00:12: Das kann in ganz verschiedene Richtungen gehen Nicht weil sie zum Beispiel jetzt weniger können oder weniger leisten Sondern weil Sie einfach die Welt auch ein Stück weit anders wahrnehmen.

00:00:22: Und mein heutiger Gast kennt genau dieses Gefühl Denn nach außen wirkt es ihnen erfolgreich engagiert Leistungsstark.

00:00:29: Doch hinter dieser Fassade, meine Lieben steckte etwas das viele Menschen gar nicht gesehen haben und teilweise auch gar nicht sehen können weil sie es nämlich gar nicht auf dem Schirm haben.

00:00:39: Sie sagt von sich selbst, sie hat funktioniert.

00:00:41: Sie hat Erwartungen erfüllt und sich angepasst.

00:00:43: Klar oder wie sie es selbst beschreibt könnte man auch sagen sie hat eben eine Art Maske getragen.

00:00:49: Und erst ein Burnout ja so ist es ja manchmal leider bei vielen von uns brachte sie dann auch dazu genauer hin zu schauen.

00:00:56: die Diagnose Autismus kam spät und war gleichzeitig glaube ich der Beginn eines völlig neuen Lebens für sie.

00:01:04: heute begleitet sie als Business Coach nämlich beruflich vor allem Neuro divergente Menschen dabei, ihren eigenen beruflichen Weg zu finden einmal und häufig sogar für diese in die Selbstständigkeit.

00:01:15: Ja wir werden natürlich nochmal genauer drauf eingehen was es denn bedeutet dieses Wort Neurodivergent?

00:01:20: ich möchte heute mit ihr darüber sprechen wie sich eben ein Leben verändert wenn man sich ja endlich auch selbst versteht und warum viele neurodivergente menschen eben jahrelang sich selbst maskieren welche stärken teilweise auch oft Gerade in Berufsleben, mein Lieben.

00:01:36: Übersehen werden, völlig ausgeblendet werden und warum Arbeit eben nicht krank machen muss wenn sie zu den eigenen Bedürfnissen passt.

00:01:43: Und darüber spreche ich heute mit meinen Gasten.

00:01:45: Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch!

00:01:47: Herzlich willkommen bei Adriane Lätein die Paulina Hornbach-Neist hier.

00:01:51: Hallo!

00:01:52: Hallo Adriane, Dankeschön für dieses Intro.

00:01:55: also du hast unser Vorgespräch perfekt zusammengefasst.

00:01:59: nochmal eine kurze Vorstellung von mir.

00:02:01: wie Edwin schon gesagt hat Ich bin Paulina Hornbachner, Selbstartistin und jetzt auch Unternehmerin.

00:02:08: Und habe da den Schwerpunkt Business Coaching für neurodivergenten Selbstständige zu bieten weil ja wir werden dann im Gespräch sicher noch drauf kommen.

00:02:16: Wir brauchen halt überall so ein wenig Alternative Wege, weil die klassischen Wege uns sehr oft überfordern und das gilt auch in der Selbstständigkeit.

00:02:25: Und genau hier setze ich an und helfe meinen Klienten und Klientinnen dabei ihren erfüllten gesunden und langfristig erfolgreichen Weg im Beruf zu finden!

00:02:36: Ja, also danke dass du es auch noch mal in der Form so auch komprimiert zusammenfasst.

00:02:40: Ich hab's ja Paulina im Intro schon ein bisschen angedeutet.

00:02:43: jetzt werden vielleicht viele sagen Autismus oder auch Neurodivergents im Job?

00:02:48: irgendwie das ist mir völlig fremd.

00:02:49: ja da seid ihr nicht alleine mit und genau deswegen ist umso wichtiger dass wir darum sprechen denn es gibt viele viele Menschen die das betrifft tatsächlich Und ja Pauliner nickt schon ihr könnts nicht sehen aber ich kann seh'n Es sind auch echt Umstände Das muss man sich klar machen Die is menschen in unserem ich sage jetzt mal alltäglichen Berufsrat oder Hamsterrat gar nicht so einfach machen, aber die einfach übersehen werden.

00:03:10: Oftmals vielleicht auch so dieses stelle ich nicht an ja?

00:03:13: Oder die Person ist vielleicht einfach nicht fähig den Job auszuführen und so.

00:03:16: Und da gehen wir heute natürlich genauer rein.

00:03:18: was heißt das denn?

00:03:19: Denn mir geht es ja genauso.

00:03:21: des Vorurteils habe ich oft eher in Verbindung Autismus etc.

00:03:25: mit Kindern oder mit Jugendlichen und wir sprechen eben heute vorwiegend auch was heißt sein für Erwachsene und vor allen Dingen auch im Berufsleben weil ich glaube dass haben die meisten so gar nicht auf dem Schirm.

00:03:35: Was wir auf jeden Fall vorweg schicken, die Paulina und ich das darf ich an der Stelle schon sagen.

00:03:39: Wir unterhalten uns rund um das Thema Neurodivergenz.

00:03:42: allerdings mein Lieben wenn ihr jetzt sagt oh wow während der Folge das betrifft mich oder ich kenne jemanden oder ich habe Fragen medizinischer Hinsicht ja also wirklich medizinisch fachlich dann bitte wendet euch da auch in den entsprechenden Anlaufstellen die medizinische da euch weiterhelfen können.

00:03:58: Das soll einfach jetzt mal ein Einblick sein in dieses Thema von uns natürlich auch in die berufliche Expertise von der Paulina da tiefer reingehen wollte oder medizinische Hintergründe, auch selbst Diagnoseverfahren etc.

00:04:10: für euch braucht.

00:04:11: dann guckt er bitte auch an den entsprechenden Fachstellen.

00:04:13: also das ist einfach noch vorweg liebe Paulina.

00:04:16: aber jetzt machen wir beide einen Backlash und zwar gehen wir mal ganz an den Anfang und zwar zurück in deine Kindheit.

00:04:22: ja ich glaube jeder von uns kennt es an irgendeinem Punkt dass man vielleicht oftmals sich selbst beobachtet mein Beobachter der Mitschülerinnen mit Schüler und vielleicht gab's auch bei dir ein Punkt wo du gesagt hast oder hattest du vielleicht das Gefühl, Mensch irgendwie habe ich das Gefühl.

00:04:37: Ich bin

00:04:37: anders.".

00:04:38: Kannst du dich daran noch erinnern und wie hat sich das so bei dir geäußert?

00:04:42: Ja also ich hatte diesen Eindruck immer schon ja und ich hab's aber nie so wirklich den Finger drauf legen können.

00:04:49: Und ich halte mich hier kurz wer es genauer wissen will.

00:04:53: Ich habe dazu auf meinem YouTube Channel auch schon mal ein Video dazu gemacht wo ich eben die übersehenden Kindheitssymptome so ein wenig zusammengefasst habe.

00:05:03: Da war vor allem mein durchaus repetitives Verhalten auffällig.

00:05:08: Also ich brauchte gewisse fixe Strukturen, ich hab zum Beispiel auch stundenlang geschockelt.

00:05:13: inzwischen weiß ich dass das so einen gewissen Druck auf den Körper ausübt und das Nervensystem beruhigt.

00:05:21: Und mit dem habe ich z.B die Überlastung aus dem Alltag scheinbar sehr stark kompensiert.

00:05:28: Ich weiss da sich im Kindergarten, aber auch Volksschule.

00:05:32: Da ging es mir im Prinzip ganz gut.

00:05:35: Muss ich Rückblickensagen?

00:05:37: Ich glaube das liegt doch daran... ...ich wurde meiner Erinnerung nach nicht in Gruppensituationen gezwungen sondern es wurde damals akzeptiert wie man halt eher mal mit einem Buch da saß oder vielleicht nur mit einem spielte und nicht in der Gruppe.

00:05:51: Und ich hatte aber immer schon so eher die Probleme dann in diesen Gruppensituationen.

00:05:56: Vor allem auch, weil meine Interessensfelder ganz andere waren wie die von Gleichaltrigen.

00:06:02: Also mein frühestes Spezialinteresse ist das Römische Reich und eine achtjährige mit dem Spezial-Interesse fällt halt schon auf.

00:06:14: Wofür ich mich überhaupt nicht begeistern konnte, waren diese klassischen sozialen Spiele?

00:06:19: Vater,

00:06:19: Mutter, Kind und lauter sowas.

00:06:22: Was aber gerade in den weiblichen Sozialisierungskreisen eigentlich ein Masthef ist.

00:06:29: Und ich habe das dann schon sehr früh damit begonnen, dass zu imitieren, damit ich eben sozial nicht auffalle weil ich hab halt schon seit Frühes der Kindheit an auch das Problem mit Mobbing und Ausschluss und so gehabt.

00:06:42: Das heißt, ich habe eigentlich immer versucht so gut wie möglich die anderen zu spielen und zu imitieren.

00:06:47: Auch wenn es mich selbst überhaupt nicht interessiert hat einfach nur um sozialen Nicht-Aufzufallen.

00:06:52: Wahnsinn!

00:06:53: Wie früh man sich dann ja auch schon in eine Rolle oder wie du gesagt hast, in eine Maske reinmanifriert wo man eigentlich gar nicht hin will?

00:07:00: Das ist schon heftig.

00:07:02: Ja Und auch zum Beispiel Ich weiß jetzt inzwischen dass ich mir selbst Lesen und Schreiben beigebracht hatte schon im Kindergartenalter und ich habe auch sehr, sehr früh gesprochen.

00:07:14: Weil oft sagt er verbindet man Autismus ja mit einer Entwicklungsferzügerung.

00:07:20: aber dann gibt es halt auch Fälle wie mich die halt damit anderthalb sprechen und mit drei grammatikalisch korrektes Satzkonstruktionen von sich geben und mit fünf selbst lesen und schreiben und rechnen lernen weil es halt nun mal ein Spektrum ist und auch so dieses.

00:07:37: Ich wollte eigentlich am liebsten immer zu Hause spielen, weil da hatte ich quasi die Hand drauf und konnte auch dann mal decompressen wenn ich wollte.

00:07:46: Und so dieses überaktive Immer draußen und immer mit Leuten und immer in der Gruppe das wollte ich eigentlich überhaupt nicht.

00:07:54: Also meine Familie hat mir auch erzählt Wenn wir auf Urlaub waren und es gab irgendwo einen Kittys Club Eigentlich wollte ich da gar nicht hin.

00:08:02: Wir haben mich halt dann ermutigt und dann Kontakte für mich auch vorbereitet, weil ich von mir aus hatte nämlich gar kein Interesse an anderen Kindern.

00:08:11: Ja Wahnsinn!

00:08:12: Und natürlich klar, ich denke von außen ist es wahrscheinlich für andere erstmal gar nicht so wirklich einordnbar wird dich ja selber nicht als Kind.

00:08:20: Du sagst ja selber?

00:08:21: Ich habe da noch gar nicht gecheckt was da los ist.

00:08:24: Du hast das ja nur von dir beobachtet.

00:08:25: letztendlich also deswegen... Also da würde es mich jetzt interessieren Hattest du auch von außen vielleicht mal Leute, die irgendwie in eine Impulsrichtung ... Das könnte so was sein.

00:08:36: Das gab's wahrscheinlich damals überhaupt nicht oder?

00:08:38: Absolut

00:08:39: gar nicht!

00:08:39: Weißt du ich war ein ... Man merkt es ja... Ich bin ja kommunikativ und das war ich immer schon und vor allem sehr intelligent und ich glaube dass ich seit meines Lebens sehr vieles an meinen Herausforderungen schlichtweg mit meiner Intelligenz kompensiert habe.

00:08:58: Heßt aber auch dass man ja dann sein Potenzial, wie es so schön heißt, gar nicht wirklich ausschöpfen kann.

00:09:05: Und bei mir hatte das auch dann seit frühester Kindetuch als gesundländliche Auswirkungen.

00:09:10: Ich hatte zum Beispiel immer wenn ich emotional sehr gestresst war... ...ich habe das nach außen hin maskieren können, hab dafür aber Haardauschläge bekommen, war ständig krank!

00:09:23: Und lauter so Sachen, also das sind was mir halt meine Familie erzählt hat und es war halt besonders wenn ich irgendwo in einer emotionalen Stresssituation war.

00:09:31: Volksschule!

00:09:32: Ich habe mich in der ersten Klasse Volksschulle täglich übergeben weil ich war zwar gerne in der Schule weil ich dort etwas gelernt habe aber ich glaube dass das Umfeld mich total überfordert hat Und ich kann mich sogar noch an das Arztgespräch damals erinnern, da kommt nämlich alles wörtlich nehmen.

00:09:55: Der Arzt hat mich untersucht, also der Hausarzt und hat gesagt Paulina du hast nichts sondern du speibst auf Knopfdruck!

00:10:02: Und ich als sechsjährige müsste ich da damals gewesen sein habe mir nur gedacht aber ich drück doch gar keinen Knopf.

00:10:12: was meint der?

00:10:13: Das hat sich so bei mir eingebrannt, weil ich es so irritiert war.

00:10:17: Weil ich es nicht verstanden habe, dass ich mir das gemerkt hab bis heute.

00:10:20: Das heißt was würdest du sagen stand heute?

00:10:22: Was hätte die jüngere Paulina damals gebraucht?

00:10:25: A.)

00:10:26: Dass man das erkannt hat.

00:10:30: B.)

00:10:30: dass man mich nicht in Situationen zwingt, die mich dazu zwingen mit sehr viel Energie aufhören zu tun als wäre ich ewe alle anderen.

00:10:39: C. mich schützt für diesen ganzen sozialen, harten Sanktionen wie Mobbing und Ausschluss Und da auch weißt du bei den anderen auch eingreift weil so habe halt ich auf meiner Seite alles lösen müssen und Ich bin sehr stolz auf die kleine Paulina der hat das wirklich super gemacht.

00:10:58: Aber man muss es auch ganz klar sagen dass wir halt überleben.

00:11:03: Ja voll krass.

00:11:04: und ich finde, man merkt ja da auch so viel zum Thema Masking.

00:11:08: Man zieht eine Maske auf, man will halt irgendwie dazugehören was ja völlig klar ist.

00:11:12: Also es ist nicht nur im Kinder- und Jugendlichenalter, wir sind alle in der Form irgendwie nach Zugehörigkeit bestrebt.

00:11:18: Und das Schlimmste ist ja Ausschluss oder wie du auch sagst Mobbing dann sogar noch.

00:11:22: Das ist echt die härteste Sache sowieso für ein Kind oder für eine jugendliche Person.

00:11:27: Ich glaube schon deswegen auch so Formate wie jetzt Podcastgespräche

00:11:31: etc.,

00:11:32: so wichtig, dass wir einfach über Themen sprechen.

00:11:34: Dass wir die sichtbar machen und dass wir sagen hey das gibt's!

00:11:37: Und es ist völlig normal so und wir müssen unseren Blick da ändern auf die haben nichts an der Waffel sondern das sind Menschen wie du und ich auch und es gibt da einfach Möglichkeiten wie man auch Menschen eben in dem Bereich unterstützend helfen kann.

00:11:50: ja und das ist einfach Teil unserer Gesellschaft.

00:11:53: Punkt Ja, also super wichtig.

00:11:55: Was denkst du?

00:11:56: Wir wollen ja heute ein bisschen den Blick auf auch spätdiagnostizierte Personen richten.

00:12:00: Warum lernen gerade auch viele die eben spät Diagnostiziert sind aus deiner Sicht so gut sich eben anzupassen vielleicht gerade auch in der beruflichen Welt.

00:12:08: ist es da wieder das Thema Ausgrenzung?

00:12:11: Es muss!

00:12:13: Weil das muss man schon sagen wenn man im Spektrum ist Die natürlichen Reaktionen werden von der Gesellschaft als außerhalb der Norm wahrgenommen.

00:12:24: Wenn neben dir ein Lkw vorbeifährt und du plötzlich die Fähigkeit verlierst zu sprechen, so wie es bei mir ist.

00:12:31: Ist das komisch?

00:12:33: Wenn man dich zwingt einen, weiß ich nicht, Wohlpullober anzuziehen... ...und du an nichts anderes denken kannst als dem Wollpullover und nicht mal mehr am Gespräch teilnehmen kannst,... dann wird das das Komische wahrgenommen!

00:12:49: Oder auch wenn du eben in der Kommunikation fachliche, sachliche konkrete Kommunikations bevorzugst und mit diesen ganzen Subtext-Sozialkommunikationen über Status das nicht mal dekorieren kannst.

00:13:05: Sondern da stehst du und sagst ich weiß nicht was du von mir willst?

00:13:09: Dann wird es als komisch wahrgenommen.

00:13:10: Das heißt dieses Masking ist eine Reaktion des artistischen Systems um eben Sanktionen zu hingehen.

00:13:20: Und das ist ja sicherlich auch vermutlich sehr anstrengend, du musst während du sowieso damit zu kämpfen hast beobachtest du ja noch dein Umfeld.

00:13:27: Thema Masking wie kann ich jetzt möglichst gut mich da irgendwie wie so ein Camellion irgendwie reinpassen?

00:13:33: Das muss ja unglaublich anstrend sein.

00:13:35: Also als Beispiel Als Jugendliche ist es mir dann erst recht bewusst geworden, dass ich einfach anders bin.

00:13:42: Und da habe ich's auch angefangen, dass sich sehr, sehr bewusst andere beobachte und hat mich wirklich bildlich vorgestellt... Ich hab eine Kartei in der Hand, ich beobache Person A, schaue wie Person B darauf reagiert und insgesamt tut beide Reaktionen gesellschaftlich akzeptiert sind ... Visuell als Kartei-Karte abgeschwächert.

00:14:06: und beim nächsten Mal, wenn ich eine Person sah die das Verhalten von Person A gezeigt hat habe ich die Karteikarte wirklich hervorgehoben und so reagiert wie die gesellschaftliche akzeptierte Version damals war.

00:14:20: So hab' ich als Jugendliche Sozialverhalten studiert und gelernt andere zu imitieren.

00:14:27: Also du bist weiter nicht jetzt Meisterrit im Dekodieren von Sozialverhalten.

00:14:31: Ja, also das ist ja ein Drehbuch schon fast was du da auswendig lernst ne?

00:14:36: Also wie komm ich da in der Welt?

00:14:37: zu Recht krass!

00:14:39: Ich habe ja schon dem Intro angedeutet dann gab es ja auch einen einschneidenden Moment.

00:14:42: liebe Paulina Du hattest beruflich vermutlich bedingt oder weil alles zusammenkam Ein Burnout.

00:14:48: ja.

00:14:48: also plötzlich ging halt eben nichts mehr Der Klassiker den vielen Menschen tatsächlich so geht bei dir ist dann irgendwann auch die Maske in diesem Zuge gefallen.

00:14:56: Was es damals passiert, kannst du uns da mitnehmen?

00:14:59: Warst das Burnout beruflicher Natur oder war's einfach weil dein Nervensystem wahrscheinlich gesagt hat so jetzt ist mein Endgültig Schluss.

00:15:07: Also es ist sicherlich eine Kombination gewesen.

00:15:09: Es war einfach eine über Jahre andauernde Überlastung.

00:15:14: Rückblicke.

00:15:15: und jetzt durch die Therapie, die ich gemacht habe, die eben autismusgerecht auch ist weiß ich dass das nicht mein erstes Burnout war sondern das erste wo ich wirklich gecrashed bin.

00:15:26: Ja, man ignoriert es halt oft.

00:15:28: Ganz ehrlich ich wusste halt auch nicht wie artistisches Börnot aussieht weil die in den Börnotstich davor hatte... Ich habe das dann reflektiert.

00:15:38: mit meiner Therapeuten hab' ich halt Zeichen und Symptome gezeigt.

00:15:42: übrigens dazu habe ich auch mal ein Video gemacht wo ich das verarbeitet habe.

00:15:45: wenn sie interessiert gerne auf YouTube schauen wo ich diese Zeichen mal zusammengetragen habe und die sind einfach weit ab von dem was man normal kennt.

00:15:55: Also ein Zeichen war zum Beispiel, ich habe mich dann immer als sozial inkompatibel wahrgenommen.

00:16:02: Übersetzt meine Maske ist gefallen und dadurch war halt die soziale Reaktion auch erst recht negativ.

00:16:10: oder was war noch?

00:16:11: Ich hab mich vom körperlichen her total abgekoppelt gefühlt also auf meine Körperreaktionen überhaupt nicht mehr zugreifen können.

00:16:20: ob ich jetzt da... Taub, Stumm und Leer habe ich mich gefühlt.

00:16:26: Ich glaube so habe ich es beschrieben im Video.

00:16:28: Das habe auch nicht gewusst.

00:16:30: Heute weiß ich mein System war so überlastet, so überfordert dass ich einfach diese ganzen Emotionen nicht zusätzlich verarbeiten konnte.

00:16:39: Ich habe da nur mehr funktioniert und erst bei diesem wirklich schweren Burnout, das ich vor ein paar Jahren hatte, kamen so eher die klassischen Sachen dazu.

00:16:49: Schlafstörungen, Lichtgeräusche ist alles insaurische Eindrücke viel intensiver

00:16:57: usw.,

00:16:58: also auch diese tiefe Erschöpfung hatte ich vorher schon aber da war sie halt so schlimm dass sich teilweise wie erstarrter war, ja.

00:17:08: Und erst da wusste ich es ist in Bernhardt und entstanden ist das Ganze eigentlich dann im Berufsleben.

00:17:16: also wie gesagt in meiner Ausbildungstheiz ging's mir im Grunde eigentlich ganz gut die ganze Schulzeit hindurch.

00:17:23: Ich hatte zwar schon Symptome wegen der Überforderung.

00:17:27: Keiner sagt einem ja, dass du eher körperlich ist Artismus und nicht so sehr psychisch.

00:17:32: Zumindest bei mir sind die Auswirkungen immer sehr körperlig.

00:17:36: aber das war alles noch im Rahmen gekippt dieses mitten mit dem Berufslimm.

00:17:41: ich habe es einfach... Ich hab im Schnitt alle zwei Jahre Firma gewechselt weil ich's nicht mehr ausgehalten habe weil ich so fertig war so tief mehr schöpft hat mich dann dazwischen Pausen genommen von ein bis drei Monaten, die ich einfach brauchte und überhaupt wieder genug Energie zu haben um in die nächste Iteration zu gehen.

00:17:58: Am Lebenslauf sieht das alles toll aus weil ich kann alles gut rechtfertigen fachlicher größeres Projekt mehr Verantwortung bla bla bla.

00:18:05: dahinter steckt Ich konnte einfach nicht mehr Und der finale Knieschuss für mich war die Führungsposition Weil da bist du endgültig nicht mehr in der Fachlichkeit, sondern nur im Befindlichkeitsmanagement.

00:18:20: Und das hat dann meine Kapazitäten und meine Fähigkeiten einfach endgütig überlastet.

00:18:26: Dann bin ich ins schwere Burnout gerutscht, wo ich ein gutes Jahr brauchte um wieder rauszufinden.

00:18:32: Ja krass!

00:18:33: Ich denke dieses Burn-Out oder so habe ich es zumindest von dir wahrgenommen?

00:18:36: Das war ja auch der Startschuss für die eigentliche Diagnose.

00:18:41: Nicht

00:18:41: ganz?!

00:18:42: Okay...

00:18:42: Also ich habe Ende zwanzig ein Zettungsartikel gelesen über eine Erwachsene Autistin.

00:18:49: und ob da war es für mich eigentlich klar.

00:18:51: Jahre später in der Therapie wurde das dann bestätigt, weil die Therapeuten gesagt hat so wie sie Emotionen beschreiben, beschreiben das normal Asperger.

00:19:04: Und das hat mir dann den Mut gegeben dass sich in die Diagnostik gehe Und ich habe die Diagnose drei Monate von Bernhard bekommen.

00:19:13: Also ganz, ganz knapp zusammen.

00:19:16: Weil ich war damals schon komplett fertig und ich weiß auch noch diese Diagnosetermine in Wien.

00:19:22: Ich musste da ja extra hinfahren vom Oberösterreich aus und ich war eigentlich schon ziemlich fertig.

00:19:26: Es war so viel los!

00:19:28: Ukrainekrieg ist gerade ausgebrochen.

00:19:30: Das war auch noch zusätzlich und das weiss ich nämlich noch weil ... Mein Mann dann nämlich in die kurze Arbeit kurzfristig geschickt wurde von seiner Firma.

00:19:39: Und das war einfach furchtbar dort, aber dadurch waren halt meine Autismus-Symptome wahrscheinlich auch besser sichtbar für die Diagnostiker.

00:19:48: und hab dann die Diagnose bekommen und drei Monate später bin ich wirklich ins Burnout gekresht hat mir aber geholfen.

00:19:54: Aha okay!

00:19:56: Weil... habe ich dank Diagnose mir eine Therapeuten suchen können, die Erfahrung mit erwachsenen Autisten hatte und hat es somit schon eine professionelle Betreuung als ich in Bernhard gelandet bin.

00:20:08: Und B wusste ich dann fix ich bin Autistin und der Tag... also ich hab die Woche bevor ich quasi krankgeschrieben wurde nichts mehr gegessen und nichts mehr geschlafen.

00:20:20: und am Tag wo ich dann, wo dann mein Mann auch gesagt hat so ist recht ja wir müssen das Maßnahmen ergreifen ... habe ich dann mir so eine Checkliste ausgedrückt, ... ... Artistic Burnout.

00:20:32: Ich glaube da waren zwölf Punkte drauf und ... ... ich hab halt mit Leichtigkeit gleich mal acht oder ... ... neun angehackt und dachte mir okay!

00:20:39: Und mit dieser Liste bin ich zum Hausarzt?

00:20:41: Ich bin mit der Liste zum Haus arzt weil die haben mich ja überwiesen zu Diagnostik das heißt sie wussten es eher ... ... und hab gesagt ich glaub' Es geht mir nicht gut

00:20:49: Ja

00:20:50: Und die haben dann gesagt, ok sofort zu Hause bleiben auf unbestimmt krankgeschrieben.

00:20:54: Sie kommen jetzt einmal in der Woche zum Checkup wenn meine Therapeuten da gerade auf Urlaub war und bis sie wieder da ist und dann können wir es ein bisschen breitmaschiger machen.

00:21:04: Ich war zuhause weil ich nur ein paar Monate aber insgesamt würde ich sagen wie sich das Börner trotz Bekleidung der Therapie halbwegs überwunden hatte.

00:21:13: Ein Jahr.

00:21:14: Und wie es

00:21:15: ganz ganz aufgeräumt war.

00:21:18: Ja, weil du jetzt gerade schon so schön gesagt hast die Diagnose.

00:21:20: Vielleicht können wir da mal kurz noch darauf eingehen?

00:21:23: Das ist ja nicht so wie wenn ich zum Hausarzt gehe und sagt mir Kratz zum Hals und der sagt, ahja sie haben eine Erkältung!

00:21:28: Sondern das ist ja echt ein aufwendiges Diagnoseverfahren.

00:21:31: also es ist jetzt nicht so dass du da wieder ausspazierst nach fünf Minuten und dann hast du die Diagnose auf dem Zettel.

00:21:36: kannst du uns das mal noch bisschen greifbarer machen?

00:21:38: natürlich also bei uns in österreich.

00:21:40: ich kann halt hier nur von österreich sprechen.

00:21:42: wenn man es über die krankenkasse abrechnen will dann ist der erste weg zum hausarzt.

00:21:48: der muss dann eine bescheinigung ausstellen dass er einen körperlich also physisch untersucht.

00:21:54: hat das diese symptom nicht?

00:21:56: von was physischen kommen sie so ein eigener zitter und wenn du den nicht kriegst kommst du gar nicht weiter Und erst dann überweist er einen zu einem diagnostizierenden Institut.

00:22:08: Das sind Spezialinstitute in Österreich, also das was wir da in Oberösterreich haben die beim herzigen Brüder haben.

00:22:15: eine Warte frisst damals von anderthalb Jahren.

00:22:17: ich weiß gar nicht wie es jetzt gerade aussieht.

00:22:19: Ich hatte Glück und bin nach Wien ausgewichen.

00:22:21: da habe ich nur drei Monate gewartet Und dann kriegt man da vorab schon mal ziemlich viele Fragebögen zugeschickt, weil natürlich Differenzialdiagnostik gemacht wird.

00:22:33: Das heißt ist es vielleicht ein anderes Bild?

00:22:36: Also Borderline

00:22:38: etc.?

00:22:39: Und dann hatte ich dort vor Ort auch sicher drei oder vier Termine.

00:22:45: Sehr intensive, zwei Stunden wo dein ganzes Leben durchleuchtet wird und du wirklich von allen Dingen befragt wirst und zusätzlich auch noch vor Ort Testungen und all das fließt dann in die Diagnostik mit ein.

00:23:00: Auch meine Therapeutin, mit der ich ja damals schon gearbeitet hat, hat dann auch ihre Einschätzung abgegeben.

00:23:06: Warte mal!

00:23:06: Mit ihr habe ich nicht die davor die ihm den Verdacht ausgesprochen hat.

00:23:10: Die hat mir dann auch da nochmal ein Schreiben gegeben, dass das unterstützt hat und dann habe ich das Diagnose-Gespräch gehabt und die hat eröffnet mit Ich hab keine Zweifel.

00:23:21: Da kamen wir jetzt nach die Tränen und ich bin in Träne ausgebrochen weil mir ähnlich wer geglaubt hat weißt du?

00:23:26: Ähnlich hat wer das validiert und mir geglaubт, dass es mir wirklich uns miserabel derweise geht

00:23:32: Ja voll, ich finde es also im Endeffekt ist das eine Erleichterung.

00:23:35: ja dann auch.

00:23:35: Dass man endlich jemand sagt hey du hast Diagnose XY weil ich kann mir vorstellen dass dann eben Menschen immer dieses Symptom abgesprochen wird oder diese Diagnase abgesprochen werden die ja du selber noch gar nicht wusstest.

00:23:47: zu dem Zeitpunkt aber in anderen Bereichen habe ich das schon mitbekommen Thema Depression etc.

00:23:53: Man bügelte es dann immer so ein bisschen klar und sagt ja das ist nur ne Phase oder du bist halt gerade überarbeitet oder erschöpft und so und es ist wirklich super.

00:24:01: dann, wenn man einfach mal wirklich weiß hey was ist eigentlich los?

00:24:04: ja deswegen glaube ich dir auch diese emotionalität die du da beschreibst dass das auch echt schön ist einfach zu wissen hey das habe ich und jetzt weiß ich wenigstens was mit mir los ist.

00:24:13: Und genau darum geht es weißt Du weil es wird immer einem nachgesagt Besonders wenn es so um Diagnosen wie ADHS und Autismus geht, ja da will man nur eine Ausrede.

00:24:24: Aber es geht nicht um die Ausreden und damit man sich Vorteile erschleicht sondern es geht darum endlich die Ursache zu kennen und dann noch Lösungen zu finden, die einem die Lebensqualität erhöhen.

00:24:37: Damals hatte ich keine Lebensqualität mehr, weil der Job für den ich hoch qualifiziert war und ihn auch super gut ausgeführt habe hat mir alles an Energie geraubt.

00:24:47: Und zwar so viel dass sich abends einfach Ich konnte nicht mehr duschen gehen, mein Mann hat gekocht.

00:24:54: Weil ich bin eigentlich nur mehr heimgekommen und das war's!

00:24:57: Dann waren Aussehnsäte.

00:24:58: Das heißt, ich hatte unter der Woche absolut kein Privatleben mehr sondern das habe ich einfach nur gebraucht damit ich überhaupt den nächsten Tag irgendwie überstehe und das Wochenende gebrauchten damit ich mich so weit erhole dass sich die nächste Woche überstehen.

00:25:14: Das war ein Überlebensmodus.

00:25:18: Die Diagnose hilft halt dabei, da mal zu verstehen warum bin ich im Überlebensmodus und dann auch wieder rauszukommen.

00:25:26: Ja

00:25:27: ja in Prinzip kann man sagen dass die Diagnosis eigentlich dein Leben verändert hat

00:25:30: Auf jeden Fall.

00:25:31: Ja, also im positiven Sinne.

00:25:33: jetzt muss man auch ganz klar sagen ja vor allen Dingen was ich auch krass finde was du jetzt beschrieben hast so gesagt über Lebensmodus in der Form weil du vorhin die Symptome angesprochen hast.

00:25:44: Also was kann man sich da vorstellen?

00:25:45: das ist wirklich diese Überschöpfung oder diese Überflutung des Nervensystems.

00:25:52: wie hat sich das so geäußert?

00:25:53: Also zum einen tiefe Erschöpfungen.

00:25:56: Ich habe diesen Status damals genannt Status-Tiefen entleert.

00:26:01: Du bist ja ähnliche Generation wie ich.

00:26:03: Früher die ersten Handys, Akkus, die die drinnen hatten ... Wenn du die Tiefen entleert hast, musstest du sie mal einen halben Tag laden bevor er das eigentliche Laden begann?

00:26:14: Ja, stimmt!

00:26:15: Dieser Status.

00:26:17: So hat sich das angefühlt.

00:26:18: Ich hatte keinen Funkenenergie mehr in mir.

00:26:21: Dann war auch ... Wie soll ich das beschreiben?

00:26:25: Diese ganzen sensorischen Sachen... Ich habe dann das Problem, wenn ich eben so überflutet bin.

00:26:32: Dass ich dann auch Kleidung, die ich normal gut tragen kann überhaupt nicht mehr aushalte und dass ich dann nachts munter werde, weil mein Körper Schmerzimpulse wegen der Kleidungen sendet.

00:26:43: Oh wow!

00:26:44: Ja?

00:26:51: Mit Kopfschmerzen, die teilweise zwei Wochen angedauert haben und nicht zu normalen Kopfschmärz.

00:26:55: Sondern Kopfschmetz, wo ich inzwischen mit Medikamenten vom Neurologon das so weit in den Griff habe dass es dann halt in ein paar Stunden abebt ja?

00:27:05: Und auch nur dann wenn ich sie gleich nehme weil wenn ich sich zu spät nehme Dann bin ich so hoch oben Da reagiert mein Nervensystem so über dass ich gar nicht mehr runter komme.

00:27:16: Ich war andauernd krank.

00:27:18: Also ich war fünf Wochen im Jahr mit Fieber, im Bett und jetzt bleibe ich seit anderthalb Jahren nicht mehr krank.

00:27:24: Ja krass, gell.

00:27:25: Also ich finde das schon wahnsinnig wenn man dann mal so dieses ganze an Symptomen mal anschaut ja wie oft der Körper sich auch meldet.

00:27:33: also Wahnsinn was da auch passiert ne?

00:27:34: Was bei unseren Nervensystemen da auch auslöst.

00:27:36: und ich meine du hast vorhin beschrieben hey!

00:27:38: Du hast dir gewisse Karteikarten sag' ich jetzt mal im sinnbildlichen geschrieben für jede Interaktion zwischen menschlich.

00:27:44: ja also man muss immer überlegen was dein Kopf kein Monast du Kopfschmerzen da auch verarbeitet ja und was für Reizüberflutung ja du da auch in deinem Alltag hart ist.

00:27:53: krass Ja, boah krass.

00:27:55: Wir sind an der richtigen Stelle denn jetzt gehen wir doch mal wirklich in das Thema Autismus im Berufsleben weil da kümmerst du dich ja auch unter anderem als Coaching für deine, wie sagt man den Coachies wahrscheinlich bei euch drum?

00:28:08: Du setzt sich ja wirklich auf das Thema ein Autismus im Job.

00:28:10: was denkst du?

00:28:11: warum geraten eben gerade neurodivagierende Menschen im klassischen Arbeitsleben oft an ihre Grenzen?

00:28:17: Was hast du erfahren?

00:28:18: oder was kriegst du von deinen Coaches mit?

00:28:20: Ja, im Endeffekt eine Kombination aus dem was ich ja schon bisher gesagt habe.

00:28:25: Also der große Punkt sind sensorische Reize.

00:28:30: Das autistische Gehirn lässt erwiesenermaßen oder gibt es wissenschaftliche Studien dazu mehr Reize durch.

00:28:38: das heißt wir müssen aktiv mehr Reze verarbeiten.

00:28:41: So, das können sein Geräusche.

00:28:44: Ein Lüfter beim ... Mir hat letztens jemand erzählt da war der Lüftar vom Drucker kaputt und er ist fast wahnsinnig geworden weil das so laut war und kein anderer hat es gehört.

00:28:55: aber er kann dieses Geräuschen nun mal nicht ausblenden ja?

00:28:58: Das können sein Nähmengespräche an den anderen Tischen wenn man in Großraumbüro sitzt die man wirklich nicht aus blenden kann weil das Gehirn genau diese Rätsel genauso durchlässt und du nicht bewusst sagen kannst, da höre ich nicht hin.

00:29:13: Sondern die sind halt da und du musst mit ihnen leben!

00:29:16: Das können aber genauso sein.

00:29:19: Licht weil es zu hell ist zum Beispiel oder weil's flackert.

00:29:23: noch viel schlimmer das kann Business-Kleidung sein.

00:29:26: also ich habe mal bei Hofer als er Alte Süd gearbeitet Da mussten wir Business Kleidung tragen.

00:29:30: Ich hab' das nicht ausgehalten Weil die Stoffe sind... Also inzwischen gibt schon ein bisschen bessere.

00:29:35: Aber damals waren alle noch so fest Und gerade bei den Frauen sehr eng anliegend geschnitten und ich habe das nicht ausgehalten, heißt bei mir aber auch.

00:29:45: Ich kann an nichts anderes denken als an dieses eng anligende Ding.

00:29:50: Ja klar.

00:29:51: Das heißt ich kann es kaum übersteuern.

00:29:53: und wen kostet mich wahnsinnig viel Energie mein Gehirn dazu zu bringen, nicht an den Rätsel grad zu denken sondern was anderes zu tun.

00:30:02: Ja ja.

00:30:02: Und dann kommen ja noch die ganzen wahrscheinlich zwischenmenschlichen Interaktionen auch noch dazu.

00:30:07: Das ist dann erst das quasi der dritte Schritt, weil du hast zuerst diesen großen Punkt des sensualischen Rätsel, der dir schon mal die Energie total runterreißt.

00:30:17: Wo du sehr viel schon ertragen und verarbeiten musst, dass andere nicht verarbeiten müssen.

00:30:22: Dann haben wir ganz viel über Masking gesprochen – das ist das nächste.

00:30:29: Wenn du von dem Autisten verlangst, er soll dich anpassen bedeutet das verlangst von ihm seine natürlichen Reaktionen zu unterdrücken und den ganzen Tag zu schauspielern.

00:30:39: Wahnsinnig energieintensiv, das heißt da sind schon zwei Komponenten in klassischen Arbeitsumfeldern wo du extrem viel Energie reinsetzen musst die dann nicht für die Arbeitsleistung zur Verfügung stehen.

00:30:51: Und dann kommen wir erst zum sozialen weil Autisten halt eigentlich gern Fakten passiert direkt und am besten auch schriftlich kommunizieren Weil schriftliche muss man nicht in echt Zeit verarbeiten sondern kann man drüber nachdenken und dann in seiner eigenen, quasi in seinem eigenen Tempo dann antworten.

00:31:09: Und die gesellschaftliche Kommunikation besonders in Firmen ist aber sehr subtext zwischen den Zeilen lesen, sehr auf Sozialstatus und Macht und bevorzugt mündlich.

00:31:24: Sprechen wir kurz darüber!

00:31:26: Ich rufe dich spontan an?

00:31:27: Ja genau.

00:31:29: Das ist dann so.

00:31:30: das Dritte, wo sehr viele Missverständnisse auch entstehen die dann oft aber auch zum Lasten der autistischen Personen gehen.

00:31:37: Ja, ich meine wir haben jetzt schon also du hast jetzt auch über die Belastungen auch gesprochen.

00:31:42: Ich würde es mal interessieren weil du nimmst ja jetzt auch wahr vielleicht von deinen Coaches die du begleitest.

00:31:47: Also ich mein ganz ehrlich Autismus im Job ist jetzt kein Kriterium dass man sagt man kriegt sein Leben nicht auf die Reihe.

00:31:52: Ich könnte mir vorstellen das auch wahnsinnig viele Stärken oder bei autistischen Menschen vorhanden sind diese mit auch in Unternehmen bringen können was die meisten Unternehmen aber eben gar nichts sehen Ganz

00:32:02: genau, weil wir halt damit kämpfen, dass wir es überhaupt ertragen.

00:32:05: Und das ist eigentlich das Schade und ich muss schon sagen, seit ich jetzt mit Autismus im Job angefangen habe sehe ich erst wie viele der High-Performa die aber ständig anecken und ihr Potenzial gar nicht wirklich zeigen können in den Unternehmen unterwegs sind oder auch selbst schon gegründet haben.

00:32:22: ja?

00:32:24: Da kann man jetzt natürlich pauschal auch nicht so sagen, weil Autismus halt trotzdem auch sehr vielfältig.

00:32:30: Aber womit wir halt immer wieder auffallen ist zum Beispiel die Mustererkennung.

00:32:34: Das heißt, wir sind sehr gut darin, Muster zu erkennen.

00:32:38: das heißt wenn wir den selben Aufgaben über Jahre machen aber speichern wir ab, wenn das passiert wird wahrscheinlich das passieren.

00:32:46: Wenn das passiert, wird wahrscheinlich dass passieren ja?

00:32:49: Das heißt wir sind in der Lage nicht nur die Musta zu erkennen sondern oft auch ins Szenarien zu verwandern und in die Zukunft zu werfen.

00:32:56: Wir sehen oft Risiken viel, viel früher wie alle anderen.

00:32:59: nicht umsonst werden Autisten und Autistinnen gerne von Versicherungen im Risikomanagement eingesetzt.

00:33:04: Ah guck an!

00:33:05: Das ist das was da dahinter steckt.

00:33:08: ja wir sind aber auch oft gar nicht so schlecht was das kommunikative Anbelangt.

00:33:17: man findet uns oft in so brattenden Funktionen.

00:33:20: Also ein Großteil meiner Coaches, aber auch ein Großteil meiner Podcast-Gäste sind Brater und Coaches in jeglicher Kolore.

00:33:29: Weil wir ja trotzdem dadurch dass wir Menschen so studieren unser Leben lang weil wir rausfinden wollen wie verhalten sich die?

00:33:37: Und wie muss ich mich verhalten damit ich eben Anschluss finde?

00:33:41: Sind wir oft so unglaublich gut darin den Menschen einzuschätzen und denen individuell helfen zu können, dass wir oft in genau solchen Schnittstellenfunktionen oder sogar beratenden Funktionen langfen.

00:33:54: Ja ja und ich weiß es ist jetzt zwar auch ein bisschen in der Vorurteilskiste rumgekramt aber zum Beispiel im IT-Bereich sind auch oft Menschen eingesetzt die Diagnose haben weil sie du bist ja schon bei dem Punkt wenn dann also auch dieses analytische Unteilweise sogar auch bei der Polizei.

00:34:09: Weißt du ich bestätige dieses Klischee?

00:34:11: Weil ich komme ja selbst aus der IT Ich

00:34:14: bin

00:34:14: ja ursprünglich IT-Projector, Product Managerin.

00:34:17: Also ich bestätige genau dieses Klischee.

00:34:20: hier muss man aber sagen da hat sich in den letzten Jahren noch viel verändert in der IT weil früher konnte man viel mehr für sich arbeiten und das ist auch etwas was Autisten, Artistinnen brauchen einen Verantwortungsbereich für den sie selbst verantwortlich sind Das heißt wo man ihnen zwar klare und konkrete Arbeitsaufträge gibt Aber innerhalb dessen Sie selbst entscheiden können wie und wann Sie es machen.

00:34:44: Heutzutage ist es so viel Teamwork, so viel Abstimmung, so viele Meetings.

00:34:48: Dass sich da stark was verändert hat und dass es sicherlich herausfordernd jetzt ist noch eine divergenten Person in der IT zu arbeiten.

00:34:57: aber auch dafür gibt's gute Lösungen wie man eben das gestalten kann.

00:35:00: Ja, gute Lösung finde ich jetzt schon ein super Übergang, liebe Paulina.

00:35:04: Was denkst du denn?

00:35:04: oder was können den Arbeitgeber besser machen damit es eben Menschen mit Autismus im Job einfach auch einfacher fällt?

00:35:11: Das ist eine sehr, sehr gute Frage.

00:35:13: wenn die Situation kommt und ich sage jede Firma sollte sich darauf vorbereiten dass sie wahrscheinlich jetzt schon Autisten und Autistinnen im Team hat, die auch kommen können sagen können Du weißt du eh ich habe da ja eine Diagnose erhalten Ist meine dringende Empfehlung holt euch einen Profi an Bord.

00:35:32: Ihr müsst davon ausgehen, dass ihr euch nicht in die Person hineinversetzen könnt weil ihr nun mal die Welt unterschiedlich wahrnimmt.

00:35:40: und die Person hat wahrscheinlich ihr Leben lang maskiert?

00:35:43: Ja klar!

00:35:44: Hat ihre natürlichen Verhaltensweisen unterdrückt und kann das Problem an sich gar nicht benennen, weil diese Person wahrscheinlich im Überlebensmodus ist.

00:35:54: Da meine dringende Empfehlung Profi am Bord holen Aber es birgt halt auch die unglaubliche Chance einen extrem loyalen Mitarbeiterinnen zu halten, weil das sind wir.

00:36:07: Wir artistischen Personen sind unglaublich loyal und jemandem der halt auch Dinge sieht aufgrund der Mustererkennung – die Andere nicht sehen!

00:36:16: Ob das nun die Detailgenauigkeit ist, ob dass die Risiko-Einschätzung ist.

00:36:23: Aber auch im Kreativen sind viele Autisten extrem gut weil sie halt da auch out of the box denken oder für sich eigentlich die Box gar nicht erst existiert und deswegen oft auch in kreativen auf Lösungen und Ideen kommen wo andere überhaupt nicht draufkommen.

00:36:41: Das heißt man hat da wahnsinnige Chancen einen Mitarbeitenden das volle Potenzial zu schöpfen und oft muss ich schon sagen, sie sind ja gar keine großartigen Anpassungen die benötigt werden.

00:36:54: Mir klar.

00:36:54: Es ist jetzt nicht so, dass du plötzlich die ganze Firma auf den Kopf stellen musst nur weil jemand mit Autismus bei dir arbeitet.

00:37:00: Ja ja klar völlig.

00:37:01: Ich glaube auch da wieder Paulina, das schließt sich der Kreis es braucht Sichtbarkeit auch für das Thema in der Jobwelt.

00:37:07: Weil ganz ehrlich Aufklärung ist halt das Wichtigste und ich glaube dieses Thema deswegen bin ich Gott froh drum, dass wir uns auch unterhalten.

00:37:13: hier bei mir wird halt sehr selten einfach immer wachsenen Alter irgendwie auf ein Schirm gebracht umso weniger wahrscheinlich wie Du jetzt auch erzählt hast in der Berufswelt.

00:37:21: also selbst wenn ich jetzt keinen damit Autismus im Job habe.

00:37:25: Oder nicht davon weiß, was man eher so, weil er sich gut maskiert?

00:37:30: Dann kann es ja auch schon mal eine coole Idee sein einfach zu sagen ich mache vielleicht sogar mal ein Input oder irgendwie einen Workshop oder irgendwas zu dem Thema.

00:37:36: Weil aus doppelter Erfahrung die Person, die das vielleicht betrifft traut sich eher der Sache anzunehmen und sozusagen öffne mich und spreche vielleicht darüber und andersrum werden halt auch einfach.

00:37:46: das ganze Team wird ja auch sensibilisiert im Umgang.

00:37:48: also das finde ich auch wichtig.

00:37:50: Und man muss ja davon ausgehen... Also von der Prävalenz her, ja?

00:37:54: Sidi-Sidi zahlen.

00:37:55: Das heißt das ist die amerikanische Gesundheitsbehörde.

00:37:59: Eins von einunddreißig Kindern hat eine Autismusdiagnose.

00:38:04: Nur damit man mal weiß wovon wir sprechen wenn du das auf einem Zweihundert Mann Betrieb umlegst sind es gute sechs Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen statistisch gesehen, die du jetzt schon hast im Spektrum!

00:38:16: Und ein Großteil davon wird es von sich selbst gar nicht wissen weil Bis vor Kurzem waren die Diagnose-Kriterien auf auffällige, fünfjährige Jungs gemünzt.

00:38:29: Alle anderen, die quasi das Beste nach außen im Maskieren haben können und so mit sozial nicht falsch aufgefallen sind, sind durchs Raster gefallen, obwohl sie genau dieselben Struggles und Herausforderungen haben aber das vom Verhalten her nicht gestört haben.

00:38:49: komplett auf sich selbst projiziert haben und intern quasi dann in Depressionen oder was auch immer gerutscht sind.

00:38:57: Und das heißt, man muss davon ausgehen dass man eben wahrscheinlich schon welche Autisten im Team hat genauso wie ADHSler da ist die Prävalenz eins von neun Kindern.

00:39:06: Das heißt jede Maßnahme die man setzt um seine Teamarbeit neuro inklusiv zu gestalten wird dem Unternehmen jetzt schon Profit bringen Weil einfach dann diese Personen viel besser arbeiten können, weniger Energie fürs Tragen und sozial kompatibel sein investieren müssen.

00:39:27: Und mehr Energie über haben für die eigentliche Arbeitslöster.

00:39:31: Absolut.

00:39:32: Ja klar und ich denke selbst, wenn ich jetzt die Diagnose habe ist es ja trotzdem nicht mein Ziel dass ich dann in meiner Firma auf ein Extrapodest gestellt werden will.

00:39:38: also das müssen wir auch mal betonen.

00:39:40: Ich möchte weiterhin einfach meinen Job machen aber einfach mit vielleicht mehr Verständnis oder auch mehr wie soll man sagen?

00:39:46: Ja mehr Informationen gegenüber auch meinen Kolleginnen und Kollegen Das ist ja auch wichtig oder Kunden beispielsweise Naja

00:39:52: und vor allem auch mit Unterstützung Weil so viel muss ich schon sagen.

00:39:56: In meiner Meinung nach ist Autismus nicht umsonst im diagnostischen Handbuch drinnen, weil es IST einschränkend!

00:40:04: Du

00:40:05: hast Einschränkungen?

00:40:06: Ich kann nicht auf jeden Ort gehen... Es gibt Orte an denen bräche ich dir innerhalb von einer halben Stunde aufgrund vom sensorischen Overload zusammen.

00:40:14: Ja klar.

00:40:15: Ich kann keine Überstunden machen, Hab die Energie einfach nicht, es geht nicht.

00:40:23: Und nein ich kann die Mittagspause nicht ausfallen lassen weil wenn ich nicht zumindest physische Energie auflade dann bin ich um zwei erst recht weg.

00:40:33: und weißt du das sind so Sachen.

00:40:34: also brauche gewisse Unterstützungsleistungen.

00:40:39: Ich kann nicht in einem Meetingraum sitzen, der zu einer stark befahrenden Straße rausgeht und das Fenster offen ist weil es keine Klimatisierung gibt.

00:40:47: Weil Straßenlernen ist mein Kryptonit.

00:40:49: nach einer halben Stunde bin ich dir im Meld da.

00:40:51: Ja krass!

00:40:52: Und weißt du?

00:40:53: Das sind halt alles so Sachen, das muss man ganz klar auch hier sagen, dass nichts Optionales, wenn man drunter fehlt sondern das sind wie unsere Krücken.

00:41:04: Das brauchen wir, um in der Welt eine hohe Lebensqualität auch zu haben.

00:41:09: Keinen Schaden zu nehmen.

00:41:11: Ich finde es gerade spannend, du hast vorhin noch einen Satz gesagt das ja oftmals die fünfjährigen schwierigen Jungs irgendwie darunter in die Schublade gesteckt werden.

00:41:19: Mir ist schon auch aufgefallen in meiner Recherche so ein bisschen rund um das Thema dass ja auch häufiger eher Männer zuerst auch im Erwachsenenalter diagnostiziert werden als Frauen.

00:41:27: Ist es dann doch so, dass die Frauen weiß ich nicht die waske besser aufrechterhalten können?

00:41:31: oder warum ist es so?

00:41:32: Also nickt schon!

00:41:35: Ich habe den ersten Diagnoseversuch, den ich gestartet habe, Schluck fehl.

00:41:41: Da kam raus... Wie ist das nochmal?

00:41:45: Ich bin nicht interessiert an sozialen Kontakten statt ich will aber ich tue mir schwer.

00:41:51: So!

00:41:52: Ich hab diese Diagnos gelesen und hat mir gedacht, dass bin ich nicht.

00:41:56: Das war übrigens mit dem gängigsten Diagnositool diagnostiziert, das ist ADOS II Und mit mir haben sie nämlich den Kinderteil gemacht.

00:42:04: Sie ist kein Scherz, ich habe ein Bilderbuch bekommen und da sind fliegende Frösche drinnen... Was?

00:42:09: ...um hab mit Spielzeug eine Geschichte erzählen müssen!

00:42:13: Lauter Sonnenschmarrn, wo ich sage, ich meine, ich war damals fünfunddreißig, wollte mich verarschen.

00:42:18: Bis dorthin habe ich es geschafft zu maskieren und nach außen hin auch so erfolgreich zu wirken.

00:42:24: und dann wollen die mich mit einem Bilderbuch diagnostizieren.

00:42:28: Also ja kann ich bestätigen Bei mir ist die erste Diagnose eben eine Fehldiagnose und dadurch, dass das so was Falsches rauskommt.

00:42:37: Also wirklich so falsch!

00:42:40: Wo ich sage, das will ich auch nicht in Menagte als letztgültige Diagnosis stehen haben.

00:42:46: Ich bin noch mal zu einem zweiten Institut gegangen.

00:42:49: Das war eben das in Wien und das Erste, da wollte ich die Abkürzung nehmen, habe einen örtlichen Psychologie-Gemeinschaftspraxis.

00:43:00: Und die haben überhaupt nicht umgehen können mit einer wachsenden Autistin.

00:43:03: Weil ich kann ja Blickkontakt erhalten und ein wechselseitiges Gespräch führen und deswegen bin ich nicht autistisch.

00:43:13: Ja, ich glaube also die haben ja echt diagnostiziert und wahrscheinlich Big Bang Theory angeguckt.

00:43:17: Haben sich Schelden Kuba angeguckt dann gesagt ne passt nicht.

00:43:22: Obwohl Schelde gar nicht so weit weg ist finde ich er ist eine Hollywood Figur überzeichnet.

00:43:27: aber wenn sie mal autistische Verhaltensweisen von ihm drinnen haben das sind gar nicht soweit weg von der Realität finde ich in der Masse halt sehr überwältigend.

00:43:36: also dass es die Überzeichnung aber einzeln isoliert gar nicht zu weit weg.

00:43:41: Ja, man muss auch sagen.

00:43:42: Er spielt das natürlich auch genial!

00:43:44: Also, ist schon echt cool.

00:43:46: Ja okay krass aber dann passt es doch jetzt sehr gut liebe Paulina denn ich habe ja hier meine Adrian Late-Ein Community eingeladen mehr oder weniger?

00:43:54: Ja mir fragen einfach auch rund um das Thema Autismus Neurodivergenz und eben auch den Berufsalltag zu schicken was sie vielleicht immer mal schon interessiert hat oder wo Sie jetzt vielleicht selber sagen, finde ich interessant würde ich mal gern mehr wissen.

00:44:07: vielen Dank erstmal natürlich an alle die auch mitgemacht haben Und ich hab jetzt ein paar Fragen ausgesucht.

00:44:11: bitte verzeiht mir Ich kann nicht alle mit der Paulina Sprechen.

00:44:13: wir, dann sitzen wir vielleicht in vier Stunden noch hier.

00:44:16: Aber danke, dass ihr so neugierig seid!

00:44:18: Vielleicht gehen wir noch ganz kurz aufs Thema Neurodivagenz ein, liebe Paulina, bevor wir starten?

00:44:22: Weil jetzt haben mal viele Begriffe gehört Autismus, ADHS, Neuro-Divagents

00:44:26: etc.,

00:44:26: können man das mal noch so ein bisschen auseinander tröseln?

00:44:30: Natürlich natürlich also Neurodiversität mehnt uns alle und Neurodiwagenz Da war in der ursprünglichen Definition, waren drinnen Autismus, ADHS und die vier Ds.

00:44:45: Das ist im Deutschen das Legas-Denis, dyspraxie und dyscalculi wobei im englischsprachigen Bereich wird nämlich die Legas Denis auf zwei aufgeteilt.

00:44:54: deswegen die Vier D's Und nach Neuer.

00:44:57: diese Definition erweitert sich aber immer wieder.

00:45:00: inzwischen zählen so Neurodivergenz auch zum Beispiel Borderline Teilweise wird auch Epilepsie dazu gezählt usw.

00:45:08: Wer mehr wissen will, ich habe auch dazu schon mal ein Video gemacht.

00:45:12: Es lohnt sich einzuschalten auf deinem Kanal!

00:45:15: Wo das eben so ein wenig aufgedrüsselt wird.

00:45:17: Ja okay wie gesagt sie hat ja auch einen Podcast.

00:45:19: so viel zum Thema als er andere Podcasts lieb haben denn hier dürfen natürlich auch gerne bei der Paulina einschalten.

00:45:24: Ich verzei euch dass fremd gehen hier von Adriane ein.

00:45:28: Nein ich werde natürlich alle Kanäle von dir Paulina wieder in die Show-Notes stellen weil wenn ihr euch dann da weiter informieren wollt oder so gerne, gerne einschalten bei der Lieben Paulina.

00:45:36: Okay danke dir nochmal fürs Aufdröseln weil ganz ehrlich mir fiel das auch nicht einfach das alles zu sortieren.

00:45:41: ich start mal hier mit einer Frage an dich und zwar habe ich eine Frage bekommen finde irgendwie spannend zu dem Thema.

00:45:48: Ich habe manchmal auch das Gefühl schon mein ganzes Leben lang irgendwie anders zu sein.

00:45:53: woran merke ich?

00:45:54: ob ich mich einfach nur wieder erkenne oder ob eine Diagnostik vielleicht doch sinnvoll wäre.

00:46:00: Es gibt im autistischen Bereich eine Creator aus Amerika, Mom on the Spectrum.

00:46:08: Und die hat das finde ich mal so treffend formuliert in einem ihrer Videos und möchte sich hier zitieren aber auf Deutsch sehr gesagt wenn du dir all diese Videos ansiehst und all diese Bücher liest und du erkennst dich darin wieder dann weißt du es Weil.

00:46:26: das ist auch so eine zutiefst autistische Seite.

00:46:31: Wir lesen uns nicht einen Zettungsartikel durch, sondern wir arbeiten ganz tief in das Thema ein.

00:46:36: Also als ich damals den Zettung-Artikel gelesen habe folgte darauf eine mehrwöchige Recherchephase wo ich mal alles was ich online gefunden habe gelesen haben.

00:46:46: Das war sehr unbrifriedigend.

00:46:47: dann hab' ich angefangen dass ich mir Bücher bestelle unter anderem SP Girls, glaube ich heißt es.

00:46:55: Es ist über Autisten und bei Frauen, wo wirklich jede einzelne Zeile auf mich zugetroffen hat, dann habe ich mir ein medizinisches Buch bestellt was von dem autistischen Mediziner geschrieben wurde, wo mein Mann gesagt hat du bist das völlig wahnsinnig flestermedizinische Buch auf Englisch!

00:47:11: Und hab halt auch alles Graters geschaut.

00:47:14: was gibt also im Mama und des Backstrums und Autism... Na wie heißt er?

00:47:22: Also Paul, die das Thema unterwegs sind kennen ihn und Orion von Australien.

00:47:28: Und weil hier auf dem deutschsprachigen Bereich gab es nicht wirklich viel.

00:47:32: Galaxy Asperger gab's damals, die hab ich gesehen und so.

00:47:35: Und auch Nikot zum Beispiel den habe ich auch gesehen.

00:47:38: also er hat sehr viel Zeit verbracht.

00:47:42: Das ist der Tipp, den ich machen würde.

00:47:44: Wenn du dich nicht nur wiedererkennst sondern plötzlich anfängst sich fast manisch einzuarbeiten Und eigentlich fast allen wieder erkennst, dann weißt du es.

00:47:53: Okay, ja gut!

00:47:55: Dann finde ich das ganz interessant.

00:47:56: Wir hatten uns vorhin schon mal so rund ums Thema Arbeitsleben.

00:47:59: Da fragt eine Person, muss sich meinem Arbeitgeber sagen?

00:48:04: Also muss ich meinen Arbeitgebersagen, dass ich Autistin oder Autist bin?

00:48:08: Nicht, dass Ich wüsste.

00:48:09: Dass ich kann jetzt nur für Österreich sprechen.

00:48:12: So werde ich wissen, muss man es nicht angeben.

00:48:15: Wenn man natürlich vielleicht schon über den Autismus einen schwer behinderten Ausweis hat, empfiehlt es sich weil man halt mehr Dinge durchsetzen kann.

00:48:25: Aber auch da würde ich sagen ist es wirklich eine eigene Ermessensfrage, weil nicht jeder soziale Raum ist für eine autistische Person auch sicher Und wir wissen, wo wir sicher sind und wo nicht.

00:48:43: Und wenn man das Gefühl hat hier glaube ich dass ich mehr Nachteile habe als wie Vorteile wenn ich das öffne und vielleicht sogar dann eben sozialen Sektionen ausgesetzt bin wirklich folgt eurem Instinkt.

00:48:55: der ist auch bei uns sehr gut.

00:48:57: er wird uns abtrainiert folgt da eurem instinkt und weht selbst ab.

00:49:05: Aber vielleicht passt die Folgefrage eigentlich ganz gut dazu.

00:49:08: Und zwar geht es da eher unterstützen, also wie kann ich oder auch meinen Kolleginnen und Kollegen quasi unterstützend erklären oder mehr helfen?

00:49:15: Warum eben bestimmte Situationen für Menschen, die das betrifft anstrengend sind ohne dass sich die Person quasi ständig rechtfertigen muss?

00:49:22: Das ist ja eine super Frage!

00:49:24: Bin nicht aufteu,

00:49:25: oder?!

00:49:25: Wer auch immer die gestellt hat, schon mal Dankeschön da ihr da scheinbar eine autistische Person in der Nähe habt und da die unterstützen wollt.

00:49:34: Das ist super!

00:49:35: Also da schon einmal großes Dankeschönen.

00:49:38: Ist natürlich keine einfache Frage weil ich gar nicht weiß welche konkreten Herausforderungen diese Person im Arbeitsalltag hat.

00:49:47: Grundsätzlich würde den Weg gehen, wenn es möglich ist wieder einen Profi an Bord zu holen.

00:49:53: Also zum Beispiel in dem Fall eine Jobcoach oder auch ein Sozialarbeiter der für Unternehmen das auch anbietet und mit ihm quasi so vorgefertigte Antworten auszuarbeiten wo man weiß Die werden gut angenommen von der Gegenseite, aber spiegeln auch wirklich die Wahrheit wieder.

00:50:12: Also was weiß ich zum Beispiel so aus wie bitte nur schriftliche Kommunikation?

00:50:17: Weil spontane Telefonanrufe einfach die autistische Person auf hundert Prozent engseitig raufschießen.

00:50:25: Aufgrund der Spontanität weil das einfach mit diesem Gehirn- und Nervensystem sehr schwierig bis unmöglich ist je nachdem wo man im Spektrum angesiedelt ist.

00:50:35: Das heißt Das ist so ein Tipp, mit einem Profi davor gefertigte Antworten ausarbeiten um die dann auch kommunizieren zu können.

00:50:43: Ja einfach in der Hinsicht vorbereitet zu sein dass man sich da eben nicht ständig rechtfertigen muss oder nochmal erklären muss ja passt vielleicht gerade aber auch die nächste.

00:50:52: da geht es jetzt eher so bisschen um Partnerschaft und Familie.

00:50:55: wie kann ich als Partner oder auch Familienmitglied eine Person unterstützen ohne diese zu bevormunden?

00:51:02: Das ist auch ne gute Frage!

00:51:04: Auch sehr individuell.

00:51:06: Ja, vor allem geht es eher um ein Kind.

00:51:08: Da muss man halt trotzdem noch teilweise mehr bevormunden oder geht schon um einen erwachsenen Menschen.

00:51:14: ist jetzt so pauschal nicht beantwortbar was mir mein Mann so schildert im Umgang mit mir.

00:51:20: ja da kann ich halt das nur als zweiter Hahn sagen weil ich bin die artistische Person in der Beziehung.

00:51:26: er hat gesagt ihm hat diese Diagnose auch sehr geholfen weil bei vielen meiner Reaktionen hat er geglaubt, er hat das falsch gemacht.

00:51:34: Jetzt weiß er dass das einfach über Forderungsreaktionen waren von meinem autistischen Erfensystem und er kann jetzt viel besser einschätzen wie es mir gerade geht und da entsprechend auch Maßnahmen setzen ist.

00:51:46: Zum Beispiel wenn er merkt ich bin grad überfordert mit der Situation weil zu laut, weil zu viele Informationen, weil spontane Planänderung dann weiß er er hört auf zum Reden und lässt mich einfach mal.

00:52:00: Noch ein paar Minuten reguliert sich mein System wieder, und erst dann reden wir darüber, weil er sagt egal was er da dann sagt es verschärft die Situation nur, weil ich im Automatismus drinnen bin.

00:52:11: Ich kann's nicht steuern!

00:52:12: Ja ja klar du bist eh schon overload ne?

00:52:15: Und dann kommt er noch dazu her.

00:52:17: Aber wie schön ist das aber auch dass er ja auch mit dir acht Teile

00:52:21: Ja ist das super und er hat da viele Maßnahmen, also er weiß auch inzwischen gewisse Orte.

00:52:26: Da gehen wir einfach nicht hin.

00:52:28: oder auch wenn die Rahmenbedingungen nicht passen.

00:52:31: Oder auch zum Beispiel ich sage es doch immer, wenn ich wo eingeladen bin, gerade Bruchzeiten oder Geburtstag oder so.

00:52:37: Hey!

00:52:38: Es kann sein dass ich einfach früher heim fahre.

00:52:41: ja weil wenn ich merke, dass meine Energie runtergeht dann muss ich gehen.

00:52:46: Früher bin ich geblieben und dann bin ich eine Woche krank gewesen wegen dem Overload, jetzt gehe ich und kann das gut ausregulieren.

00:52:54: Das sind halt so kleine Maßnahmen aber wie gesagt ist es sehr individuell.

00:52:59: So Konzerte und sowas sind wahrscheinlich auch herausfordernd.

00:53:02: oder mit vielen Menschen?

00:53:03: Nein

00:53:03: geh

00:53:04: ich

00:53:05: weil die anderen Menschen sind mir wurscht!

00:53:08: Ich muss mit denen ja nicht interagieren.

00:53:10: Stimmt

00:53:11: Und das ist nämlich zum Beispiel auf beruflichen Events oder auch so privaten Feiern, was ganz anderes.

00:53:17: Gerade berufliche Events – ganz schwierig für mich!

00:53:20: Weil du gehst dort rein, es kann dich im Grunde jeder ansprechen und du weißt im Vorhinein nicht, ist es ein privates Thema?

00:53:28: Ist es ein berufliches Thema?

00:53:29: oder noch schlimmer?

00:53:30: Wechseln wir in jeden Satz das Thema.

00:53:33: Ja.

00:53:35: Das ist das, was mir dann die Energie total runterzieht Und deswegen sind zum Beispiel so Konzerte für mich gar nicht so problematisch.

00:53:43: Ja, da sind viele Leute aber mit denen muss ich nicht interagieren die sind mir völlig egal und normalerweise schaue ich auch bei Konzerten dass sich die Rahmenbedingungen so schaffen das es mir gut geht.

00:53:53: Das heißt an dem Tag arbeite ich nicht Wir fahren gemütlich hin mit genug Puffer Dann schlafen wir wahrscheinlich sogar vor Ort dort, weil bei uns in Konzerte messen sie in Wien und fahren erst am nächsten Tag wieder heim.

00:54:06: Das heißt doch am nächsten Tage habe ich dich nicht.

00:54:09: Ja voll gut ja aber auch cool dass du das es stimmt macht der Sinn.

00:54:12: auf dem Konzert musst du ja gar nicht mit anderen interagieren.

00:54:14: Klar aber so eine Netzwerk-Fanschein zum Beispiel die ist halt dann einfach ein absoluter Abschluss.

00:54:19: vermutlich für dich verstehe ich absolut Ich finde es ja manchmal schon anstrengend und denke oh nee ich hab jetzt keinen Bock mehr irgendwie zu reden.

00:54:26: Okay, dann schließen wir doch mal die Frage an.

00:54:28: Finde ich ganz interessant weil ich habe es dir im Vorgespräch ja auch einmal gestellt da hat man nämlich man hört immer mal wieder heute plötzlich so offen der Diagnose ADHS oder Autismus wie wird das genau?

00:54:41: Wird das wirklich häufiger oder ist einfach jetzt häufiger diagnostiziert?

00:54:46: was

00:54:46: hatten wir schon so ein wenig vorher?

00:54:48: also

00:54:49: Sowohl

00:54:50: bei Autismus als auch bei ADHS waren bis vor kurzem die Diagnosekriterien ausgerichtet, und das ist wirklich kein Scherz.

00:54:59: Auf auffällige fünfjährige Jungs!

00:55:03: So, das heißt wenn du zwar die Herausforderungen hattest und die Struggles hattet aber nach außen hin niemanden gestört hast sondern nur hin-und wieder mal komisch rüberkommst.

00:55:13: Und ist du vollkommen alleine damit gelassen?

00:55:17: Jetzt sind die Diagnosekriterien erweitert worden so bei Beide.

00:55:22: Das ist der Neuersten.

00:55:23: übrigens kann man noch beide Diagnosen bekommen und die meisten meiner Coaches haben auch beides.

00:55:32: ist aufgrund der neuersten Forschung einfach da, dass geöffnet worden.

00:55:36: Zum Beispiel beim Autismus steht jetzt auch drinnen das Autismus – also die Symptome von Autismus sich erst später manifestieren können nämlich dann wenn die äußeren Anforderungen die eigenen Kapazitäten übersteigen.

00:55:54: und das ist so ein kleiner aber wichtiger Satz, der stand früher nicht drin.

00:55:58: Das bin nämlich ich!

00:56:00: Ist das dann auch der Unterschied zwischen ADHS und Autismus?

00:56:04: Nein, nein.

00:56:05: Also da müssten wir uns wirklich eine Mediziner fragen.

00:56:09: aber ADHS- und Autismus ist es ein bisschen schwierig weil die neueste Forschung merkt jetzt dass es extrem viel Überschneidung gibt.

00:56:20: ja Aber soweit ich in Erinnerungen habe ist der Unterschied einfach die Art und Weise wie Signale im Gehirn verarbeitet werden.

00:56:29: Bei ADHS hast du eine Störung, glaube ich vom Noa-Adrenalin.

00:56:32: Wenn ich es richtig in Erinnerung habe bitte nagelt mich nicht drauf fest ist nicht mein Schwerpunkt und bei Autismus ist das einfach generell wie Informationen generell verarbeitet werden nämlich hier.

00:56:44: Das heißt es ist neurologisch anders wobei scheinbar sehr viele Überschneidungen sind.

00:56:49: Inzwischen geht man davon aus dass sechzig Prozent der Autisten auch ADHS haben Und durch diese geöffneten oder der neuersten Forschung entsprechenden Diagnose-Kriterien, erkennt man jetzt halt viele Leute die bisher durchs Raster fielen.

00:57:05: Und es mögen viele sagen ist ja nicht so schlimm.

00:57:07: dann möchte ich die Autismus Suizidrate daneben hinstellen die die höchste und da ein Bevölkerungsgruppen ist und das ist auch die einzige Bevölkerungs Gruppe wo die Suizide Rate unter Frauen höher ist wie bei Männern Und viele, viele Autisten und Autistinnen übrigens auch bei ADHS weil einfach sagen wir nach außen hin nicht zu sichtbare Varianten davon unbehandelt bleiben.

00:57:32: Entwickeln dann zusätzliche psychische Krankheiten wie Depression zum Beispiel.

00:57:38: Viele von uns werden zuerst mit Depressionen Diagnostiziert und behandelt löst aber gar nicht das Problem.

00:57:44: Und erst, wenn dann die richtige Diagnose kommt und somit die richtige Behandlungsform auch kommt auf einmal löste ich auch die Depression auf.

00:57:53: Das heißt ja dass ist eben der Grund warum es mehr diagnostiziert werden und vor allem auch immer wachsenden Alteres so viel nachdiagnostiziert werden.

00:58:00: weil wir gehören zu den sogenannten Lost Generations wo's halt geheißen hat.

00:58:05: eine reiste ich halt zusammen halt doch mal still geht dort hin spielen Spiel mit ihnen!

00:58:11: Ja.

00:58:12: Und änglich, dass alles gar nicht so so ernst genommen wurde und viel auch auf uns abgeladen wurde, das wir halt über Armpassung das regulieren?

00:58:21: Dann habe ich jetzt noch eine Frage im Gepäck.

00:58:23: wie gesagt Ich kann nicht alle jetzt mit ihr besprechen.

00:58:25: Es geht noch ein bisschen in die Richtung Kind aber das finde ich jetzt auch nicht so schlimm.

00:58:29: Vielleicht gibt es so einen Rat, ich mein Rat ist ja immer was schwieriges.

00:58:33: Aber gibt's vielleicht so ne Rat Was du an Eltern vielleicht weitergibst deren kind eben vielleicht sogar gerade die Diagnose Autismus bekommen hat?

00:58:40: Also Kinderanbelang kann ich leider gar nicht so mitsprechen, nachdem ich selbst keine habe und ja mein Schwerpunkt auch der Erwachsenen sind.

00:58:47: Da würde ich wirklich empfehlen sich an die Empfehlungen der Fachpersonen gerade wenn er Diagnostik gemacht wurde zu halten.

00:58:55: Ich weiß zum Beispiel bei unserem Diagnose-Institut beim herzigen Brüdern das es da immer sehr intensive Nachgespräche gibt und die besonders für Kinder sehr viele Behandlungsmöglichkeiten dann auch Angebote haben, die man dann in Anspruch nehmen kann.

00:59:14: Viel mehr ist was es bei Erwachsenen gibt!

00:59:17: Okay.

00:59:17: Hey also erst mal vielen, vielen Dank an alle die hier die Fragen eingeschickt habe.

00:59:21: ich finde es total gut und ich finde auch dass solche Fragen Paulina zeigen ganz ehrlich das ist ja auch echtes Interesse zu dem Thema einfach inzwischen groß geworden ist und gleichzeitig natürlich auch Ja es gibt einfach Unsicherheit Es ist klar sie besteht immer noch mehr haben vorhin drüber gesprochen.

00:59:36: es braucht Sichtbarkeit es braucht Einmal Menschen die da auch drüber sprechen oder in dem Fall wie du ja auch mit Menschen arbeiten ja Du hast ja selbst erlebt muss man ganz ehrlich sagen wie wichtig es ist aus seinen eigenen Weg damit zu finden.

00:59:47: und ich denke deswegen an der Stelle möchte man einfach auch noch mal sagen es ist dein Weg, deine Geschichte.

00:59:52: Du hast schon gesagt das ist ein ganz breites Spektrum.

00:59:55: Es kann sich bei jedem Menschen anders irgendwie äußern oder anders verhalten.

00:59:59: Deswegen es ist Paulinas Weg.

01:00:01: Und jetzt die Antwort von Paulina.

01:00:03: wenn dann noch was offen geblieben ist oder ihr noch Fragen habt Ich habe ja wie gesagt ihre Kontaktdaten in den Shownots Dann meldet euch bei ihr und ich bin mir sicher dass sie eure Fragen da auch noch darüber hinaus beantworten.

01:00:14: Ja, dann gehe ich mit dir noch mal zum Thema Beruf.

01:00:16: Was würdest du sagen Paulina?

01:00:17: Du bist ja jetzt inzwischen selbstständig.

01:00:19: Aber das ist in deiner Selbständigkeit.

01:00:21: Ist die Selbstständigkeit mit Autismus der Weg oder für dich auch eine Erleichterung und wenn ja warum?

01:00:27: Man glaubt gar nicht wie viele von uns in der Selbstständlichkeit landen weil eben die Barrieren am ersten Arbeitsmarkt so hoch sind.

01:00:33: Wir haben ja vorher nur ganz kurz angeteasert da gibt es ja noch viel mehr.

01:00:38: Viele, so wie ich haben dann einen bewegten Lebenslauf und haben halt regelmäßig Arbeitgeber gewechselt.

01:00:43: Und irgendwann steht man dann halt an dem Punkt und sagt sich okay es ist wirklich überall gleich und nämlich so dass ich nicht langfristig dort arbeiten

01:00:51: kann.

01:00:52: Ja?

01:00:53: Ich stand eben nach meinem Börnort an diesem Punkt wo ich mir da quasi wusste jetzt woran's liegt diese wirklich schmerzhafte Erfahrung des Börnsorts habe weil das ist echt psychisch und physische Hardcore, was da in einem abläuft.

01:01:08: Und dann auch ... Was man alles an Energie investieren muss um rauszukommen.

01:01:12: Ich wusste ich kann nicht so weitermachen wie bisher.

01:01:15: Es geht nicht!

01:01:16: Ja?

01:01:17: Und so bin ich eigentlich in die Selbstständigkeit gekommen... und hab sie jetzt sehr zu lieben gelernt.

01:01:23: Weil ich habe jetzt alle Dinge in der Hand.

01:01:26: Heißt du?

01:01:28: Vieles, was ich eben absolut gar nicht beeinflussen konnte.

01:01:32: Zum Beispiel Arbeitsraum.

01:01:33: Ich war vorher in Großraumbüroß.

01:01:35: Ohne meine Noise-Känseling ober ihres konnte ich so oder so nicht arbeiten.

01:01:41: und ich hatte früher auch die Situation, dass ich vom Meeting zu Meeting wirklich gehetzt bin.

01:01:45: Und das heißt als Artistin fällt es mir schwer quasi Themen zu wechseln.

01:01:51: wenn du dann aber im halben Stunden der Stundentag das machst dich für alle anstrengend.

01:01:55: Für mein artistisches Gehirn absoluter Overload.

01:01:57: Ich lag oft bis spät in den Nacht noch wach weil mein Gehirntas alles nachverarbeitet.

01:02:02: an dir.

01:02:02: Informationen Kann ich nicht abstellen, ja.

01:02:05: Also nicht Gedanken Karussell sondern Nachverarbeitung der Informationen.

01:02:10: das ist was anderes, ja?

01:02:12: Gedanken Karusell hab' ich auch aber es geht wirklich um die klassische nach Verarbeitung und ich habe jetzt zum Beispiel auch in der Hand mein Energiemanagement.

01:02:22: ein größtes Problem ist nämlich dass die Erwartungshaltung in der Arbeitswelt ist man hat da quasi so die Linie der Produktivität und dass man so leicht rundherum pendelt.

01:02:30: Ich habe extreme High Peak Phasen und dann, wo ich wirklich unten bin und den Alltag aufrecht erhalten

01:02:36: kann.

01:02:37: Und mit Alltag meine ich nicht Berufsalter.

01:02:40: So.

01:02:41: Und das ist absolut unvorhersehbar, wie es mir geht.

01:02:44: Ich kann's ein bisschen steuern weil ich jetzt eben schon Methoden gelernt habe.

01:02:48: aber das war mein größtes Problem so in der Anstellung.

01:02:51: also das Problem du hast einen Vertrag über thirty-neinhalb Stunden wie ich ihn immer hatte.

01:02:55: Du musst in die Arbeit selbst wenn du da herunten bist und weißt eigentlich kann ich heute Alltag machen?

01:03:00: Aber nicht mehr.

01:03:01: Das heißt ich bin ins Energiedefizit gegangen bis mein Körper dann wieder gesagt hat so und deswegen wir uns nieder und ist das mal achtunddressig Grad für eine Woche.

01:03:10: Und jetzt in der Selbstständigkeit kann ich das aber auspendeln, weil ich habe selbst in der Hand, wie ich quasi meine Termine lege.

01:03:19: Ich kann mir die Pausen, die ich brauche dazwischen legen damit ich eben auch gar nicht so den in diesen Crash-Rennen komme sondern dass auspendle.

01:03:29: und wenn ich wirklich mal einen Energielos oder sogar eine energielos Phase habe dann hab' ich selbst in Wie viel Energie habe ich?

01:03:39: Geht es sich zumindest aus, dass das was schon eingetragen ist zum Beispiel an Coachings.

01:03:43: Dass ich das mache aber dafür alles andere wie Marketing-Streche oder muss ich wirklich meinen Coaches schreiben heute geht's nicht.

01:03:52: bitte tragt euch einen neuen Termin ein.

01:03:56: Ich habe dazu auch in meinem Erfolgsgeld, den man sich kostenlos runterlesen laden kann die Minimumstrategie entwickelt.

01:04:03: Also ich habe zum Beispiel für meinen Marketing mir überlegt was ist die Ausprägung für mein Online-Marketing?

01:04:11: Was das Optimum ist dass ich quasi die Reichweite erhalte Also quasi die Reichweite denke ich ausbaue.

01:04:18: Und dann habe ich eine Minimumversion, was muss ich Minimums tun damit ich nicht aus der Reichweitte rausfalle?

01:04:24: Aus den Algorithmen und je nachdem wie es mir an dem Tag geht mache ich quasi die Vollausprägung oder ich mach halt das ein Minimuum.

01:04:36: Und das sind jetzt nur kleine Beispiele.

01:04:39: Das sind alles Dinge, die einfach in der Anstellung nicht gegangen wären.

01:04:41: Es wäre einfach nicht gegangen.

01:04:44: und auch zum Beispiel ich bin ja auch als Freelancer tätig, nicht nur als Business Coach.

01:04:49: Ich kann da erst auch viel besser mich abgrenzen und viel mehr sagen hey ihr habt mich für das beauftragt?

01:04:55: Das mache ich!

01:04:56: Diese Aufgabe ist für mich nicht vom Vertrag getickt, mache ich euch nicht.

01:05:01: Und als Angestellte kannst du das nicht machen weil wenn es eine verwandte Aufgabe ist dann musst du dich an die Wäsung halten.

01:05:08: Ja klar.

01:05:10: Das heißt du hast schon angesprochen?

01:05:11: Du bist ja Business Coaching für Neurodivergente Hype Performer muss man auch dazusagen.

01:05:16: Das ist ja kein klassisches Business Coachin in dem Sinne.

01:05:20: Das heisst nimm uns mal mit in diese Welt Paulina.

01:05:22: wer kommt zu dir?

01:05:23: also wen unterstützt du wenn?

01:05:25: begleitest du wie

01:05:26: Ganz verschiedene, also wirklich viele Männer Kunden und Kundinnen sind Coaches.

01:05:31: Also Coaches jeglicher Couleur ob sie Sozialarbeiter sind, Businesscoaches sind dann habe ich auch Leute drinnen die zum Beispiel aus dem Designbereich kommen Ich habe aber auch Teela dabei so wirklich ganz breit.

01:05:50: Das, was uns alle eint ist dass wir spätdiagnostiziert wurden und viele von denen sind wirklich ganz am Anfang der Diagnostik wo sie schön langsam durch die Einarbeitung in das Thema erkennen deswegen was so hat.

01:06:04: Und Sie auch in der Selbstständigkeit oft einfach versucht haben klassische Methoden umzusetzen die sich selbst aber gar nicht lang durchhalten.

01:06:12: also so tipps wie fast dreimal die Woche wenn du halt so ein Energieflow hast funktioniert nicht.

01:06:21: Wo mit wir meistens anfangen, ist mal dieser Bauchladen den wir haben weil eben durch unsere wechselnden Spezialinteressen wo wir uns Wochen oder Monate oder vielleicht sogar jahrelang damit beschäftigen und wirklich auf Expert Levelmitreden können und gegen dem Mythos sind wir nicht eins davon sondern wenn wir halt in unseren Dresdekern-Vierzigern sind schon mehrere davon.

01:06:41: das heißt wir können sehr viel und es fehlt uns oft schwer uns festzulegen was davon bieten wir an?

01:06:47: Das ist meistens so das erste, dass wir rausschneiden was bieten wir an und was dann auch Anklang finden kann.

01:06:55: Das worum wie wir uns oft dann auch schwer tun ist Zielgruppe ansprechen ja?

01:07:00: Wir sind nun mal neurodivergent die klassischen manipulativen Verkaufstaktiken können.

01:07:07: da können wir uns gar nicht dazu überwinden weil unsere Gerechtigkeit sind quasi sich meldet und sagt es ist unmoralisch.

01:07:13: das

01:07:13: kann ich nicht machen.

01:07:14: Ja, dann ist halt die Frage wie kommst du sonst zu deinen Kunden?

01:07:19: oder wie baust du sonst deine Zielgruppe auf?

01:07:22: und da arbeiten wir eben jeweils wirklich individuell raus.

01:07:26: Was kann denn die Person?

01:07:29: Wenn die Person sagt hey ich bin eigentlich gern unter Leuten ja aber nicht unbedingt Netzwerken Events werden mit so viel Energie kosten habe ich halt gerne Vorträge.

01:07:40: Dann kann man sich überlegen, ob man nicht in der örtlichen VHS oder auch wie haben wir in Österreich die Wecker?

01:07:45: Oder ist die Wirtschaftskammer da vorträge halten können genau für seine Zielgruppe.

01:07:49: Für sein Thema und quasi gar nicht denen was verkaufen muss sondern durch den Informationsweiter gab er quasi auffällt uns so die Kunden herkriegt

01:07:57: ja.

01:07:58: Oder ob man sagt, so wie es ich mache.

01:08:00: Ich kann gar nicht so persönlich wohin gehen weil mich einfach die Geräusche das nicht, die vielen Menschen so dermaßen stressen dass sich drei Tage im Bett liegen.

01:08:09: dann gehen wir eher auf eine Online-Strategie

01:08:12: Ja klar.

01:08:13: Und auch was dann so die Arbeitsstruktur anbelangt, viele versuchen halt dann so dieses klassische Nine to Five Wetter zu leben wo ich sage naja überlegen wir mal oder beobachtet dich mal wo ist denn eigentlich deine Fokusphase?

01:08:25: und einige kommen dann drauf dass sie endlich nachts

01:08:27: ist.

01:08:28: Ja, also wir hatten ja schon im Vorgespräch manche Schmunzler gelichert.

01:08:32: Hab mich an vielen Punkten auch!

01:08:33: Also ich bin ja auch so ein Abendflummi und dann abends lauf ich nochmal auf Hochtouren auf und mir geht es manchmal auch ähnlich dass ich dann... Es ist echt kurios obwohl ich ja so gerne auch beruflich auf Bühnen stehe mit Menschen

01:08:44: etc.,

01:08:45: aber ich merke dann im privaten ist bei mir völliger Rückzug angesagt und da gibt's dann auch echt Momente wie du sagst Da geht dann auch mal nichts mehr.

01:08:54: Also da bin ich ja auch ehrlich, die Energie ist völlig flöten weil ich sie halt bei den Menschen lassen auf der Bühne lasse etc.

01:09:00: oder im Podcast je nachdem.

01:09:02: also das ist schon krass.

01:09:03: deswegen kann ich das ansatzweise nachvollziehen was du da beschreibst.

01:09:06: Da hatte ich letztens mal jemanden im Erstgespräch, der hat mir eine Situation aus seiner Jugend geschildert.

01:09:11: Der war Segler Also Segelboot.

01:09:14: Und er hat gesagt, damals hat er sich schon immer gedacht, er findet das so komisch weil wenn er sagt ich bin müde und muss mich jetzt hinsetzen dann gab es keine Energie mehr da er noch Wetter macht.

01:09:25: Wenn andere aber gesagt haben sie sind müde, haben die noch eine Stunde Wetter gemacht.

01:09:29: Und ja an dem Punkt, wenn er an den Punkt ist und sagt Ich bin müder, geht's einfach nicht mehr!

01:09:34: Und er hat gesagt, das sind so Rückblick in seine ersten eigentlich Erkenntnisse wo er sich schon gesagt hat okay irgendwas ist komisch an mir oder anders zumindest.

01:09:46: Gibt's

01:09:47: so persönliche Geschichten jetzt auch in der Zusammenarbeit mit deinen Klientinnen und Klienten, wo du sagst, da bin ich extrem stolz drauf.

01:09:54: Weil sich vielleicht für die Personen plötzlich ein anderer Himmel in der Berufswelt aufgetan hat oder wenn man plötzlich einen Aha-Moment hatte, wo man gemerkt hat, oh wow!

01:10:03: Ach krass ja?

01:10:03: So geht es ja auch.

01:10:05: Ehrlich gesagt bei jedem einzelnen Männercoaches, weil ich muss schon sagen das ist halt das.

01:10:10: Das gibt mir auch so viel, weil in meinem früheren Job da bist du halt viel mit Befindlichkeiten und Office Politics beschäftigt in der IT und wenig mit dem dass du wirklich Menschen hilfst ja?

01:10:23: Und gerade was das Coaching von den neurodivergenten Selbstständigen anbelangt und High-Performern anbelangen Da kann ich halt wirklich Menschen helfen Und auch in Kontext setzen, wenn sie mir dann Situationen aus ihrem Berufsleben schildern.

01:10:39: Egal ob selbstständig oder noch angestellt, weil viele kommen zu mir und wollen die Selbständigkeit vorbereiten.

01:10:46: Also vom Job in die Selbstständigkeit und sie schildern mir dann oft ihre Situationen.

01:10:53: Und durch mein Wissen, was ich mich halt jetzt angeeignet habe über Autismus oder auch ADHS im Job kann ich dann sagen okay weißt du wahrscheinlich liegt das an dem und dem autistischen Trade?

01:11:05: Und probier mal das und dass aus!

01:11:08: Ja und auch mega, dass du ja im Prinzip Also, ich kann das wieder nur betonen.

01:11:12: Deinen Weg genutzt hast um ja auch anderen Menschen beruflich da weiter zu helfen und sie zu unterstützen was sehr super ist weil ganz ehrlich du bist das perfekte Rollmodel.

01:11:22: ja also wenn man mit jemandem tatsächlich dann wahrscheinlich darüber sprechen kann und sich da entwickeln kann dann mit dir.

01:11:27: ja weil Du hast ja gezeigt dass es möglich ist und dass es da auch Mittel und Wege gibt.

01:11:31: Und Ich kann da alle nur ermutigen Ja, dass ihr da einfach ist ja wie so eine Art kollegiale Beratung im Prinzip Wer hat das ja da wirklich miteinander sprecht und einfach offen drüber redet?

01:11:40: Nur dann, wenn wir uns gemeinsam unterstützen und oftmals denkt man ja eben so viel zum Thema ich bin allein damit.

01:11:45: Nee ist man nicht einfach miteinander reden und dann merkt man Ups!

01:11:49: Ich bin ja gar nicht alleine.

01:11:50: Das

01:11:50: ist genau der Punkt.

01:11:51: Ich dachte auch immer lange ich bin mit alleine mit dem.

01:11:54: Und seit ich offen damit umgehe und jetzt so oder so seit es öffentlich ist merk ich eigentlich sind total viele so.

01:12:01: ganz ehrlich auch einige meiner ehemaligen Kollegen und Kolleginnen haben sich gemeldet und gesagt du weißt die?

01:12:07: Ich vermutz bei mir oder ich bin gerade in der Diagnostik, oder ich melde mich an.

01:12:10: Oder mein Kind ist diagnostiziert worden und das ist eigentlich genau wie ich.

01:12:14: Also wahrscheinlich bin ich es auch!

01:12:17: Und da merke ich jetzt, wie viele eigentlich davon betroffen sind und dass diese Zahlen vom CDC die ich vorher schon mal genannt habe stimmen.

01:12:24: Ja?

01:12:25: Und viele einfach bisher undiagnostiziert selbst irgendwie durchs Leben gestolpert sind.

01:12:30: Und wir eben durch das, dass wir solche Formate erst machen, also danke schön, dass sich darüber sprechen durfte bei dir.

01:12:35: Da einfach mal das bekannt machen, sichtbar machen und eben auch zeigen.

01:12:40: Für viele von uns gibt es durchaus Möglichkeiten mit einer hohen Lebensqualität finanziell unabhängig zu

01:12:46: sein.".

01:12:47: Ja klar!

01:12:48: Und ich möchte noch ergänzen vielleicht auch dazu anregen dass ich nicht im negativen Sinne über das Thema spreche sondern einfach wirklich bescheid weiß als es geht um Wissen ja?

01:12:58: Das heißt... Es geht nicht darum zu sagen, ich kann jetzt jemanden erkennen.

01:13:02: Der autistisch ist und der ist doof oder der gehört nicht dazu?

01:13:06: Nein!

01:13:07: Wie kann ich damit besser umgehen?

01:13:09: Was kann ich dem Menschen Gutes tun?

01:13:11: Wie kann die Person unterstützen?

01:13:13: Oder vielleicht auch das Arbeitsumfeld einfach besser machen?

01:13:15: Das ist doch mega!

01:13:17: Hey Frau Lina, bevor ich mit dir in Entweder-Oder gehe möchte ich mal noch so eine philosophische Frage zum Schluss zu unserem Gespräch stellen.

01:13:25: Aber was würdest du sagen?

01:13:26: Was bedeutet Erfolg heute für

01:13:28: dich?!

01:13:29: Für mich bedeutet heute Erfolg, dass es mir gut dabei geht.

01:13:34: Also natürlich ist der eine Punkt finanziell so gestellt zu sein, dass ich mir das Leben leisten kann.

01:13:42: aber Geld ist nicht alles sondern ich weiß jetzt wie er sich anfühlt zu leben und nicht mehr nur im Überlebensmodus zu sehen.

01:13:53: Und das möchte ich nicht mehr missen.

01:13:55: Genau das bedeutet jetzt der Volk für mich so zu leben und zu wirtschaften, dass ich eine hohe Lebensqualität habe.

01:14:02: Super!

01:14:03: Wie schön.

01:14:03: Und dass du ja viele Menschen auch begleitest, dass sie diese ja auch bekommen ist ja auch total cool.

01:14:08: Ach Mensch Paulina, danke erstmal für den Ausflug in das echt super wichtige und spannende Thema auch.

01:14:13: Danke dass du Menschen unterstützt ja auf ihrem Weg und auch auf ihren beruflichen Weg.

01:14:18: wie gesagt alle Kontaktdaten von dir sind in den Show Notes.

01:14:21: wenn jetzt doch irgendetwas aufgeblieben ist oder ihr sagt Mensch ich bin aber richtig im thematrain jetzt will ich mehr wissen dann kontaktiert bitte die Paulina.

01:14:29: da folgt Ihren Kanälen bis.

01:14:30: er hat es ja schon angesprochen Videos Podcast also da ist sicherlich noch mehr dabei dass Ihr auch noch mehr dazu lernt super super gerne.

01:14:37: Jetzt möchte ich mit dir aber noch mal in Entweder oder flüchten.

01:14:41: Und zwar geht es einmal natürlich um dich, Paulina ganz klar wie sie denn so lebt und wieso ihr Lifestyle ist!

01:14:46: Und natürlich habe ich auch noch was aus deinem beruflichen wo ich gerne wissen wollen würde.

01:14:50: du darfst dich immer entscheiden aus dem Bauch heraus für welche Seite du grad sagst ja finde ich gut und dann kannst du natürlich auch wenn du magst gerne etwas dazu sagen musst aber nicht passt.

01:15:00: Okay, dann fangen wir mal noch in persönlichen oder Lifestyle an.

01:15:03: Ist die Paulina eine Frühaufsteherin?

01:15:06: Oder eine Nachtäule?

01:15:07: Früher auf Steherinnen zwischen.

01:15:10: Um fit zu sein, Kaffee oder Tee?

01:15:12: Kaffe.

01:15:13: Dann doch ihr!

01:15:15: Reisen oder Zuhause?

01:15:17: Das ist eine schwierige Frage.

01:15:19: Weiß.

01:15:20: Weil es kommt irgendwie nicht drauf an.

01:15:23: ich reise gerne aber so... Autismus, ich muss da ein paar Sachen berücksichtigen.

01:15:30: Das heißt bei mir sind die immer geplante Reisen.

01:15:33: Aber ich brauche halt auch zu Hause viel Down Time um trotzdem meinen High Performance Job den ich ja nach wie vor habe und auch meine sozialen Aktivitäten, die ich ja trotzdem auch habe.

01:15:44: Ich hab einen guten Freundeskreis

01:15:46: usw.,

01:15:47: dass ich das trotzdem aber auch auspendle.

01:15:49: Das heisst ich brache auch sehr viel Down time zuhause.

01:15:52: Ja, klar.

01:15:53: Also es muss wahrscheinlich ein guter Mix sein, dass du halt einfach ... Na ja!

01:15:57: Dann wenn's in den Urlaub geht?

01:15:59: Gehts dann eher... Ich weiß, dein Heimatland gibt das her aber vielleicht flüchtet man da auch Berge oder mehr.

01:16:04: Weder noch ich bin eine städte Ressente.

01:16:07: Ah

01:16:07: okay!

01:16:08: Das hätte ich jetzt weniger vermutet weil du vorhin mit vielen Menschen und so.

01:16:11: aber stimmt Du musst ja nicht mit ihnen interagieren.

01:16:13: sind wir wieder bei dem Punkt.

01:16:14: Hab schon gelernt Okay!

01:16:17: Dann möchte ich von dir wissen Wenn's dann kulinarisch wird ist die Paulina eher süß- oder herzhaft

01:16:21: Herzhaft.

01:16:22: Aha, okay!

01:16:24: Bist du eher Typ Sommer oder Winter?

01:16:26: Eigentlich eher Frühling und Herbst weil der Winter ist bei uns so viel grau in grau im Grau und so wenig Licht und der Sommer ist mir zu heiß.

01:16:35: also da bin ich eigentlich die meiste Zeit im gekühlten Innenraum.

01:16:38: das heißt ich bin eher so Frühlingsherbst Mensch.

01:16:40: Okay.

01:16:41: So

01:16:41: zwanzig fünfundzwanzig Grad das ist ideal.

01:16:43: Ja, ja so ganz heiß brauche ich es dann auch nicht.

01:16:45: Dann reicht's mir dann auch irgendwann mal.

01:16:47: Ich mag zwar die Sonne aber... Okay, dann gehen wir mal nochmal in einen kurzen beruflichen Exkurs hier mit dir.

01:16:55: Bist du eher der Typ Kopf oder Bauch?

01:16:58: Kopf!

01:16:59: Achja okay.

01:17:01: Zuhören oder erzählen?

01:17:02: Es ist jetzt ein bisschen schwierig, weil sie so als YouTuber reden.

01:17:06: Aber zumindest ist mir oft schon gespiegelt worden dass ich eine gute Zuhörerin bin.

01:17:11: dann, wenn du die Wahl haben müsstest.

01:17:13: Ich kenne dir an, das wird eh schon als letzte Frage bei entweder oder Selbstständigkeit oder angestellten Verhältnissen?

01:17:19: Definitiv selbstständig.

01:17:20: Definitif

01:17:21: selbstständigkeit!

01:17:22: Ja es sei dir auch nicht zu verübeln ich meine ich bin ja selber auch selbständig und ich kann einfach nur sagen... also immer wieder komme ich einen Punkt der sagt ne also bei allem Risiko allem was damit einher geht aber die Freiheit einfach in dem Moment.

01:17:35: so sieht mein Tag heute aus oder meine Woche ist schon echt geil.

01:17:38: Also muss er einfach sagen.

01:17:40: Und auch das Thema, weißt du?

01:17:42: Wenn ich jetzt sage, ich will jetzt Webinare anbieten oder ich will einen Online-Kurs machen... Ich muss das nicht erst mit zehn Leuten abzubrechen, ob ich darf!

01:17:51: Ich muss die Zeit finden und die Energie finden, das ist das Einzige.

01:17:55: aber dass ich es mache, darf ich selbst entscheiden.

01:17:59: Ja, bei mir ist das ja in der Moderation genauso.

01:18:01: Ich entscheide ja eigentlich auch mit wem ich arbeite oder halt auch nicht wenn ich was völlig daneben finde.

01:18:05: Ich habe nur ein wie eine Art Manage-Band weil die Managerin liebe Kursan meine Liebe Tatiana diskutiert dann oft mit mir weil ich wieder mal zu nett bin und irgendwas zusagen für irgendwelche Konditionen oder so.

01:18:18: Eigentlich muss sie sagen sagst einmal spinnst du?

01:18:21: Aber ja das ist die einzige die mich reguliert.

01:18:26: Ich danke dir dafür.

01:18:27: Von ganzem Herzen auf jeden Fall!

01:18:29: Liebe Paulina, jetzt hast du die Ehre noch dir eine Frage quasi zu wünschen nämlich entweder aus der Kategorie gestern heute oder morgen über die wir sprechen.

01:18:37: Das ist ne Kategorie über...morgen

01:18:41: Über morgen?

01:18:42: Okay, wir blicken mal in die Zukunft.

01:18:43: also ich werde auch mischeln hier.

01:18:45: Du bist leider nicht physisch bei mir.

01:18:46: man muss sagen du bist zugeschaltet hier wie Assum.

01:18:49: aber auch hier gelten die Regeln und ich werde nichts manipulieren.

01:18:52: Und werdet ihr auch blind eine Karte aus dem Stapel ziehen?

01:18:56: So, jetzt ist eine sehr... Ui!

01:18:59: Bin ich gespannt was kommt.

01:19:01: Und zwar hier steht die Frage für dich im Morgen, liebe Paulina.

01:19:05: Hast du eine leise Ahnung wie du sterben wirst?

01:19:09: Makaba.

01:19:11: Nein aber ich weiß dass ich es ohnehin nicht beeinflussen kann dann als.

01:19:15: ich habe halt auch schon mehrere Familienmitglieder jung verloren und deswegen lebe ich mein Leben jetzt so dass ich wenigmal eine entsprechende Diagnose bekomme oder es ganz, ganz schnell zu Ende sein sollte zum Beispiel durch einen Umfall.

01:19:30: Dass ich mir nicht vorwerfen muss das ich sage Ich habe etwas nicht tun können im Leben sondern alles was jetzt im Bereich natürlich von meinen finanziellen Möglichkeiten ist mache ich jetzt.

01:19:41: Und da sind wir wieder bei mehr Erfolg und bei der Lebensqualität.

01:19:44: Ich lebe mein Leben jetzt schon so, dass ich es voll auskoste und nicht sagen muss hätte ich's mir doch nicht zur Pension aufgespart sondern jetzt schon gemacht, sondern ich machs

01:19:54: jetzt schon.

01:19:54: Mega!

01:19:55: Es gibt nichts Besseres wie diese Erkenntnis im Leben zu bekommen.

01:19:58: das ist wirklich so... Wir wissen leider alle nicht wann unser Stündchen kommt und deswegen baut euer Leben so auf.

01:20:04: genießt es so wie es ist Wissen alle nicht, ob wir krank werden hoffentlich nicht.

01:20:09: Also Gesundheit ist das Allerwichtigste und deswegen genießt es Leben einfach soweit ihr das könnt.

01:20:14: also ich habe die gleiche Erfahrung.

01:20:15: ich hab meine Mama plötzlich verloren ja von vor jetzt inzwischen auch schon wieder fünf Jahren her.

01:20:20: Das hat mir so viel zum Denken gegeben wo ich heute sage hey bei allem Gerenne und Gemache und Gemachel ist es wichtig.

01:20:28: Ja wir müssen Geld verdienen.

01:20:29: ja es gehört dazu sonst haben wir keine Brötchen.

01:20:31: irgendwie.

01:20:32: aber Hey!

01:20:33: Es gibt doch noch ein Leben und das ist echt wichtig.

01:20:35: Ach Mensch Paulina, also ich weiß auf jeden Fall denn meine leise Ahnung ist tatsächlich kann ich dir auch verraten.

01:20:40: Ich werde tatsächlich wahrscheinlich echt mal in so einem richtig dumm schusslichen Moment ja es ist bin so typisch typisch ich.

01:20:46: Es könnte mir echt passieren.

01:20:48: Wahrscheinlich noch beim Abgang von der Bühne oder so einfach die Treppe runter.

01:20:51: Da finde ich

01:20:52: nicht!

01:20:52: Nee wir wollen jetzt nicht den Teufel an die Wand machen.

01:20:56: Gut, dann darfst du abschließend, liebe Paulina noch die Frage, die Kettenfrage von meinem letzten Gast nämlich der Petra Rinklin beantworten und sie hat natürlich eine Frage für dich hinterlassen.

01:21:05: Jetzt bin ich gespannt was davon dir kommt!

01:21:08: Sie möchte nämlich von dir wissen Thema Bucket List.

01:21:11: Was steht bei dir noch ganz oben auf deiner Bucketlist?

01:21:14: Und was du vielleicht unbedingt noch in deinem Leben erleben möchtest oder machen möchtes?

01:21:19: Wie gesagt, ich lebe mein Leben so dass ich gar keine Bucketlisten habe.

01:21:24: Deswegen kann ich das jetzt gar nicht beantworten, sondern ich bin jetzt dank der Diagnose und Dank dem dass ich mein ganzes Leben auf meine Bedürfnisse ausgerichtet habe.

01:21:36: Beruflich privat war es schon länger so aber vor allem auch beruflich.

01:21:39: Bin ich jetzt an den Punkt dass ich sagen kann Ich fühle mich einfach sowohl in meinem Leben Und hab Gott sei Dank auch den finanziellen Background, dass ich mir all das was ich haben will einfach kaufen kann.

01:21:52: Dass ich wirklich keine Bucketlist mehr habe.

01:21:55: Schön!

01:21:56: Also es ist schön du lässt das Leben quasi deinem Bucket-Lest von alleine schreiben und das ist auch schon mal richtig cool.

01:22:01: Jetzt darfst Du aber natürlich eine Frage für meinen nächsten Gast hinterlassen, von dem Du natürlich nicht weißt wer kommen wird Aber Ich bin sehr gespannt was Du mitgebracht hast.

01:22:10: Ja und so habe ich die folgende Frage mir überlegt, die vor allem für mich sehr spannend ist.

01:22:16: Welche Alltagshilfe oder welches Werkzeug hat dein Leben deutlich einfacher gemacht?

01:22:22: Oh wow!

01:22:23: Spannend.

01:22:23: Da bin ich natürlich jetzt echt gespannt was kommt.

01:22:26: da muss ich mal für mich selber nochmal überlegen.

01:22:27: hey danke

01:22:29: gerne.

01:22:30: Hey Paulina vielen vielen Dank dass du hier bei mir bei Adran nicht einzugast warst wichtige und ein interessantes Thema gesprochen hat.

01:22:38: Danke auch an euch, die hier die Fragen geschickt haben finde ich richtig richtig cool.

01:22:41: also ich bin ja immer ganz beseelt über meine Community.

01:22:44: diese Treue hier einschalten immer wieder.

01:22:46: wie gesagt ich empfehle euch gerne auch Paulinas Podcast oder YouTube Kanal.

01:22:50: schaut da mal rein da könnt ihr mehr erfahren.

01:22:52: ich werde alle Kontakte wieder für euch verlinken.

01:22:55: natürlich dürfte auch mir schreiben.

01:22:56: also ich gebe auch Fragen an Paulina weiter falls ihr euch nicht traut oder irgendwie was ist.

01:23:00: aber sie ist ganz lieb.

01:23:01: so viel kann ich versichern nach dem Gespräch mega Spaß gemacht.

01:23:06: Vielen vielen Dank auch und es ist so schön immer was für Menschen, ich für tolle Menschen nicht kennenlernen darf hier das Format jetzt auch wieder dich ja im schönen Österreich.

01:23:13: also vielen vielen dank und ich hoffe dass du ganz ganz viele Menschen weiterhin begleiten kannst und dass du einfach da deinen Weg machst und bin mir zu hundert Prozent sicher also richtig cool.

01:23:24: danke dir!

01:23:25: Für mich war's auch ganz ganz toll super Gespräch.

01:23:27: Danke schön dass ich hier sein durfte

01:23:30: von Herzen gern.

01:23:30: Wer weiß, vielleicht machen wir ja auch mal noch eine weitere Folge irgendwann wieder rund um das Thema.

01:23:35: Das bleibt hier nie aus und es könnte gespannt sein.

01:23:38: Vielleicht wird Paulina bei mir zu Gast sein.

01:23:41: In diesem Sinne danke dir, Paulina!

01:23:43: Danke euch allen fürs Einschalten.

01:23:44: Wir hören uns definitiv bei der nächsten Folge wenn ihr wollt und ansonsten dürft natürlich auch den Podcast fleißig weiter empfehlen und natürlich die Folge mit der Paulina denn es kann ja sein.

01:23:53: Ihr kennt Menschen, die sich dafür interessieren.

01:23:57: Dann würde ich sagen, ist es doch jetzt die Gelegenheit, die Folge zu teilen an der Stelle.

01:24:01: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

01:24:03: Tschüss Paulina und tschüß ihr Lieben, die eingeschalten haben.

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