... Birgit Mertens, Selbstwirksamkeit statt Fehlervermeidung & moralisierender Moralismus
Shownotes
In dieser Folge ist Birgit Mertens bei mir zu Gast – ehemalige Bürgermeisterin, seit über 30 Jahren in der öffentlichen Verwaltung tätig und heute Mentorin für BürgermeisterInnen und MandatsträgerInnen. Wir sprechen darüber, warum Politik nicht erst in Berlin beginnt, sondern genau dort, wo Menschen leben: im Rathaus, im Gemeinderat, auf dem Marktplatz und mitten im Alltag.
Birgit gibt einen ehrlichen Einblick in ihren Weg durch unterschiedliche Ebenen der Verwaltung – von der Bundeswehrverwaltung über die Polizei bis hin zur Kommune. Dabei wird schnell klar: Verwaltung ist weit mehr als Akten, Paragrafen und Dienst nach Vorschrift. Es geht um Menschen, Verantwortung, Organisation, Krisenmanagement und darum, Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Ein großes Thema ist der Mensch hinter dem Mandat. Birgit erzählt, wie herausfordernd es sein kann, wenn plötzlich nicht nur Entscheidungen, sondern auch die eigene Person, Familie, Kleidung, Auftreten und Lebensweise bewertet werden. Gerade als Bürgermeisterin steht man oft zwischen Erwartungen, Kritik, Gesetzen, Menschlichkeit und der eigenen Belastungsgrenze.
Wir sprechen außerdem über Führung, Selbstführung und Resilienz. Für Birgit ist klar: Wer Verantwortung trägt, muss den eigenen Wertekompass kennen und gut für sich sorgen. Denn nur wer selbst stabil bleibt, kann auch andere führen, klare Entscheidungen treffen und mit Kritik umgehen.
Auch gesellschaftlicher Wandel, Polarisierung, Social Media, Fehlerkultur und der Umgang mit jungen Menschen spielen eine wichtige Rolle. Birgit spricht darüber, warum wir wieder mehr echten Dialog brauchen, warum „moralisierender Moralismus“ sachliche Gespräche erschwert und warum Kommunen mutige, kreative und selbstwirksame Menschen brauchen.
Die Quintessenz dieser Folge: Politik ist nicht abstrakt, sondern zutiefst menschlich. Sie beginnt vor Ort und sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich einbringen und bereit sind, das eigene Umfeld aktiv mitzugestalten. Oder wie Birgit es am Ende so schön auf den Punkt bringt: Lass dich mal auf das Experiment ein, der andere könnte recht haben.
Mehr zu Birgit und ihre Kontaktmöglichkeiten findest du wie folgt:
Webseite: www.birgitmertens.com Instagram: @birgit_mertens_mentoring Facebook: @Birgit Mertens LinkedIn: @Birgit Mertens
Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen hier zu einer neuen Folge von Adriane Laet ein.
00:00:04: Und wenn wir über Politik sprechen, meine Lieben, dann denken viele natürlich sofort an Berlin oder sie denken an irgendwelche Talkshows und hitzige Debatten an Parteiprogramme.
00:00:13: doch so viel sei gesagt.
00:00:15: Politik beginnt eigentlich viel früher Denn sie beginnt dort, wo Menschen nämlich leben.
00:00:21: Sie beginnt bei uns vor Ort zum Teil auch schon ja wie gesagt im Rathaus auf dem Marktplatz oder in irgendwelchen Gemeinderatssitzungen.
00:00:28: Nämlich dort wo eben Entscheidungen getroffen werden die unser tägliches Leben unmittelbar beeinflussen.
00:00:34: und genau dort und das wird leider oft vergessen stehen nämlich Menschen, Menschen die oft zwischen allen Fronten irgendwie stehen ja zwischen Gesetzen und dann auch gleichzeitig Menschlichkeit Erwartung und Realität zwischen Kritik und Verantwortung.
00:00:47: Gast so viel Zeit gesagt kennt genau dieses Spannungsfeld.
00:00:51: Sie war selbst zum einen einmal Bürgermeisterin und arbeitet seit über dreißig Jahren in der öffentlichen Verwaltung, heute begleitet sie – das finde ich sehr spannend – Bürgemeisterinnen und Bürgmeistern aber natürlich auch Mandansträgerinnen und Mandantsträger dabei nämlich ihren eigenen Führungsstil zu finden mutige Entscheidungen zu treffen und dabei vor allem eines nicht zu verlieren, nämlich sich selbst.
00:01:13: Und außerdem möchte sie Menschen wieder Lust darauf machen das finde ich toll Verantwortung zu übernehmen und sich eben genau für Verwaltung Politik und unsere Gesellschaft wieder einzusetzen!
00:01:23: Ich freue mich unglaublich auf dieses Gespräch.
00:01:25: und darf Sie jetzt herzlich willkommen bei Adriane Laet-Einheisen.
00:01:28: die Birgit Merzens ist bei mir.
00:01:29: hallo Birgitt.
00:01:30: Hallo Adriane wow was für ein Intro.
00:01:33: danke schön schon mal
00:01:35: dafür.
00:01:35: ja natürlich sehr sehr gerne und ich meine also ihr Lieben ihr wart jetzt nicht bei unserem Vorgespräch aber ich darf so viel verraten.
00:01:41: Es wird sehr versettenreich heute mit dir, liebe Birgit und ich finde deinen Blickwinkel total spannend denn ich habe es schon im Intro angekündigt wir sind ja oft wenn es um dieses Verwaltungsleben Behördenpolitik geht sehr ja ich würde mal sagen verstaut noch unterwegs in unseren Glaubensätzen und Vorurteilen und meistens ist so immer dieses Ja das ist halt auf der Behörde und die ist immer schlecht drauf oder der.
00:02:02: und dann kannst du eh vergessen die machen nur dienst nach Vorschrift und wir räumen heut ein bisschen mit dem ganzen Thema auf, lieber Birgitt
00:02:09: Das tut mir, das tut wir weil es sind wirklich sehr motivierte tolle Menschen die sich in den Dienst der Bürgerinnen und Bürger stellen da am Start.
00:02:20: Absolut.
00:02:21: Und ich denke, bevor wir beide, liebe Birgit jetzt über Führung und Politik nochmal ganz im Detail sprechen möchte ich natürlich zuerst mal noch einmal deinen eigenen Weg verstehen oder auch mein Beleuchten hier für alle.
00:02:30: Jetzt kann man ja sagen oh je wenn man sich für die öffentliche Verwaltung entscheidet dann muss man irgendwie keine Ahnung keine Lust zu arbeiten haben ist immer das Vorurteil beamten Mikado.
00:02:39: aber ich denke du hast ganz bewusst dein Weg gewählt in die öffentlichen Verwaltungen.
00:02:43: nehmt uns doch mal mit wie bist du ursprünglich da hingekommen?
00:02:46: Ja das ist tatsächlich spannend weil als ich angefangen habe Ich bin tatsächlich wirklich mit einem hohen klassischen Sicherheitsbedürfnis in die Verwaltung gestartet.
00:03:08: Meine Mutter war alleinerziehend, meine Oma war alleineerziehend und irgendwie ... bin ich da sehr geprägt auf.
00:03:14: Frau muss immer gucken, dass sie unabhängig von Männern ist.
00:03:17: so und ich wollte was mit Menschen machen.
00:03:19: Ich wollte aber auch einen sicheren Arbeitsplatz und dann ist natürlich die Öffentlich-Verwaltung kredestiniert.
00:03:25: Ich habe in der Bundeswehr Verwaltung angefangen.
00:03:30: Da wusste ich vorher tatsächlich gar nicht das es da behauptenverwaltungsfrei gibt weil man ja immer nur Bundeswehr gleich Soldaten, gleich Krieg oder Frieden verbindet.
00:03:39: Aber das da natürlich im Hintergrund auch Menschen wirken damit es überhaupt möglich ist von der Infrastruktur und dem... den Rahmenbedingungen.
00:03:47: Das habe ich gelernt, weil mein damaliger Freund war Soldat und der Vater meinte dann naja da kannst du ja auch bei uns in der Verwaltung anfangen.
00:03:53: Das fand ich ziemlich interessant und das hab' ich dann auch wirklich gemacht.
00:03:56: bis zwei tausend zehn also sehr lange mich da wirklich drum gekümmert worden Personalabteilung über Kreisersatzamt was man halt auch so kennt wenn man ein junger Mann ist.
00:04:06: Kreis- ersatzamt, Personalabteilung, Haushalt innere Organisationen, dass das Gebäude funktioniert Alles organisatorisch läuft.
00:04:15: Bis hin, dass ich auch mal Bezirksverwalterin war ... Da war ich dann schon im Schwartfall.
00:04:22: Ich komme ursprünglich aus NRW und hab die Hohenberg-Kaserne in Horf am Neckar betreut von der Liegenschaft her.
00:04:29: Und da muss man sich das so vorstellen.
00:04:31: Die ganzen Hausmeisterdiensts, den Winterdienst, die Reinigung, die Veranstaltungen da also, dass der Soldat Klopapier hat?
00:04:37: Ich sag's jetzt mal ganz brutal!
00:04:39: Also das war damals auch mit Teil meines Zuständigkeitsreis.
00:04:43: Sicherheitsbegehung, Kommunikation mit den Bauämtern.
00:04:46: also auch wer denkt, Verwaltung sei langweilig.
00:04:49: Gerne meine vier Augen gespürt ich mit mir führen weil es ist extrem facettenreich was im Hintergrund an Schrücken gezogen wird.
00:04:56: und so habe mich damals angefangen und sagte ja wohl ich bin als Allrounder ausgebildet auch wirklich als All Rounder immer eingesetzt gewesen.
00:05:04: Ich bin dann von der Bundeswehr zur Polizei in die Verwaltung ähnliches.
00:05:08: Immer auch schon Mitarbeiter und ich habe einiges immer ein bisschen anders gemacht, von der Führung das schon mal so vorabgeteasert genau als dann die Polizeireformen Baden-Württemberg mich quasi meinen Job gekostet hat.
00:05:20: Dies ist wohl Ihnen jetzt?
00:05:22: Und dann bin ich das erste Mal tatsächlich auf die Kommune gekommen!
00:05:26: und habe als Hauptamtsleiterin in einer Kommune gestartet.
00:05:29: Das war im Jahr zwei Tausend vierzehn, also vom Bund über das Land zur Kommunen.
00:05:33: Ich kenne jede Größe von Behörde mit den dazugehörigen Herausforderungen und hab mich auch schon einige Male wegen irgendwelchen Transformationen neu erfinden dürfen.
00:05:45: Das glaube ich dir aufs Wort.
00:05:46: Ja, weil da gibt es ja auch immer wieder die manchmal plötzlich Veränderungen wo man dann mitgehen muss und überlegen muss wie kriegen wir unsere Strukturen dahingehend angepasst?
00:05:56: Und das ist alles funktionieren.
00:05:58: Irgendwann habe ich schon gespoilert kam der Wunsch oder ich weiß nicht ob es ein Wunsh war Bürgermeisterin zu werden oder ein Muss keine Ahnung was damals deine Motivation war.
00:06:08: Wie kam's denn dazu?
00:06:10: Also tatsächlich war ich Hauptamtsleiterin in Neut-Buhlach.
00:06:13: Das ist hier im Nordschwarzwald, ein kleiner Kurort, fünf und ein halb tausend Einwohner.
00:06:18: Und mein Bürgermeister der mich damals geholt hat immer gesagt sie werden mal auch noch Bürgemeisterin weil Sie machen das die Menschen sich zu Hause fühlen so und das fand ich eine sehr schöne Perspektive auf diesen Job irgendwo auch.
00:06:32: Der wurde dann leider nicht ganz so schön abgewählt wie was halt auch dazu gehört wenn man in diesem Job geht Es ist ja ein Wahlmandat und übrigens verliert man auch sein Lebenszeitbeamtenstatus.
00:06:43: So ging es mir, also wenn man dann Bürgermeisterin wird, ist man Beamte noch Zeit.
00:06:48: Vorher war man Beamtin auf Lebenszeit, also man würde quasi Co-Amtes rausgeschmissen kann man sagen?
00:06:54: Dann kam eine Bürgemeisterin und wir haben uns einfach gut verstanden und es ist so ein bisschen so halbfriedlich sage ich mal weil sie meinte irgendwann ich sei zu beliebt in der Bevölkerung und sie wolle dass ich mir was Neues suche.
00:07:07: Und dann stand ich da und dachte, was mache ich denn jetzt?
00:07:10: Und so bin ich dann drauf gekommen als Gut.
00:07:12: Dann jetzt all in!
00:07:14: Jetzt gehe ich auch in die erste Reihe und kannitiere als Bürgermeisterin – das habe ich dann auch aus dem Jahr zwei Tausend Sechzehn gemacht – und war von zweitausend sechzehnt bis vierundzwanzig Bürgemeisterin einer zwölftausend sechshundert Einwohnergemeinde.
00:07:29: Es ist ja schon krass, oder?
00:07:31: Wie du auch gesagt hast.
00:07:32: Du bist zu nett für die Bürgerinnen und Bürger!
00:07:35: Das finde ich ja schon auch heftig was dieses Vorurteil manchmal so ein bisschen unterstreicht.
00:07:40: Ich meine klar da sind wir eigentlich schon in diesem Spannungsfeld was wir heute auch beleuchten wollen weil es geht ja schon darum auch zu gucken naja ab wann bin ich im Anführungszeichen zu netz und versuche everybody Starling zu sein und ab wann schütze ich mich selbst?
00:07:53: also das ist ja auch ein legitimer Punkt
00:07:55: Absolut.
00:07:56: In dem Falle ging es jetzt darum, dass die Bürger halt gerne zur Hauptamtsleiterin gegangen sind und das ist auch natürlich ein Thema.
00:08:03: was Bürgermeisterinnen oder Bürgemeistern vor allen Dingen verbinden ist war diese Machtposition, die man inne hat Und Es ist halt tatsächlich nicht jeder indem man da den Teamplayer.
00:08:15: Also Die Frage ist immer und Das Ist Auch Jetzt Kern meiner Arbeit Heute Mit Welcher Motivation Bin Ich Gestartet und Wofür nutze ich?
00:08:25: Die Macht und die Potenz, die ja dieses Mandat auch irgendwo mit dringt.
00:08:29: Weil du bist ja der Bürgermeister oder die Bürgemeisterin.
00:08:34: Das heißt, du bist der Meister der Bürger.
00:08:36: Du bist der erste Bürger des Ortes.
00:08:39: Da
00:08:39: hast du eine besondere Verantwortung.
00:08:41: Du hast aber auch eine besonderen Gestaltungsmöglichkeit gemacht und kannst natürlich auch wirklich was bewegen.
00:08:48: Und dann ist die Frage... Wie bewegst du, mit welchem Führungsstil bewegst du?
00:08:53: Und das ist so das Thema.
00:08:54: Ich brenne schon immer für eine ermächtigende Führung also auch schon bei der Bundeswehr und bei der Polizei, dass ich immer in Führungenpositionen gesagt habe, ich nehme meine Mitarbeitenden mit auf dem Weg.
00:09:06: Also es herrscht große Transparenz, wo geht die Reise hin?
00:09:10: Es steht auch immer die Frage im Raum wen kann ich wie mitnehmen?
00:09:14: Ja, du hast jetzt schon vorhin noch kurz angesprochen.
00:09:16: Find ich interessant zu sagen mit welcher Motivation trete ich an?
00:09:20: Was war so deine Motivations?
00:09:22: Also bei mir war es tatsächlich dann der Gedanke was gestalten zu können.
00:09:26: also ich hätte ja dann auch sagen können okay dann gehe ich aber irgendwie als Sachverarbeiterin ins Landratsamt der auch von einer Qualifikation gegangen bin ja von Hause aus Diplom Verwaltungswirtin habe das studiert.
00:09:38: also von daher hätte ich auch irgendwo ins Landratsamt gehen können und ich hab mich dann aber bewusst entschieden mich dann auch in den Dienst der Gesellschaft weiterhin zu stellen und zwar in die erste Reihe.
00:09:48: Und das ist halt vorher schon so gewesen, also viele gucken ja auf Beamte eher ein bisschen abwertend im Sinne von Ja, die haben da einen sicheren Job und so.
00:09:57: Fakt ist halt du bist auch ein bisschen im goldenen Käfig.
00:10:00: Also ich bin ja jetzt Unternehmer drin und merke tatsächlich wie viel Freiheit ich auch habe in der Gestaltung meines Lifestyles sage ich mal provokant Das hast du als Beamter eher begrenzt, ne?
00:10:12: Weil als Beamtin hast du halt ganz klare Rahmenbedingungen in denen du dich bewegen darfst oder eben auch nicht.
00:10:18: Und das hat mich jetzt ich bin jetzt dreieinfünfzig schon das ein oder andere Mal auf ordentlich an meine Grenzen gebracht.
00:10:25: mental weil wenn man was bewegen will und dann in dem System ist indem er halt ständig irgendwie eine Tür zugeht braucht man einen langen Atmen sehr viel Geduld und extrem viel Eigenantrieb um wirklich etwas zu bewegen.
00:10:39: Ja, und ich könnte mir auch vorstellen oder nimm uns da nochmal gerne mit.
00:10:42: Du bist ja dann auf einmal wie du schön beschrieben hast wirklich in der ersten Reihe ganz voran gestanden.
00:10:47: Absolut!
00:10:48: Kannst du dich dann noch so an deinem ersten Tag im Abend erinnern?
00:10:51: Also war das dann so wie erhofft oder haste erst mal einen Schreck bekommen?
00:10:55: Nee es war vor allen Dingen so für ein Witzig klar.
00:10:57: jetzt die Wahlphase ist sehr intensiv.
00:11:00: Ich betreue gerade auch jemanden in seinem Wahlkampf Und darf damit wieder eintauchen.
00:11:04: also es ist wirklich sehr intensi Menschen kennen, du bist irgendwie ab und zu vierzehn Stunden gefühlt nonstop immer unterwegs.
00:11:14: Ich habe auch meinen normalen Job noch gemacht und gleichzeitig fünfzig Kilometer entfernt diesen Wahlkampf und wir waren sieben Kandidaten und dann ist dieser Wahlabend und jeder geht davon aus.
00:11:23: Naja, braucht halt bestimmt noch einen zweiten bei so vielen Kandidatinnen und ich hab das dann aber im ersten Wahlgang geschafft mit knapp über fünfzig Prozent Und das war dann so bam.
00:11:34: Dann ist es erst mal wirklich wie alles hat sich aufgelöst, die ganze Anspannung war weg und ich hatte Gefühl zum Dauerkrinsen einmal ums Gesicht ja?
00:11:42: Ja!
00:11:43: Das hat mich auch wirklich die ganze Zeit immer getragen.
00:11:47: Und dann war dieser erste Tag da und ich dachte jetzt gehe ich ins Rathaus, gestalte ich was.
00:11:53: Ohne Witz, ich war noch drei Stunden fertig weil... Die waren alles super organisiert.
00:11:59: Mein Vorgänger war im Amt, die brauchten eigentlich überhaupt keine Steffeln, die sich jetzt da vorne hinsetzt und ihnen erzählt wie die Welt läuft.
00:12:08: Und ich kam da an und hab dann meine Untersuchtsmappen alle liegen gehabt, habe sie dann so in Ruhe durchgeguckt und nach drei Stunden war so alles abgearbeitet.
00:12:18: groben Überblick, was heute, ich sag bewusst heute eben auf der Agenda steht.
00:12:22: und dann saß ich da und dachte so hm.
00:12:25: Ich kann jetzt hier durchs Rathaus laufen, fünffünfzig Menschen Schaluh machen ja und irgendwie Fragen stellen aber die wollen ja alle ihren Job arbeiten.
00:12:32: Was mache ich denn jetzt?
00:12:34: Und dann bin ich ins Vorzimmer gegangen für mich auch völlig neu.
00:12:37: Auf einmal hast du jemanden der für dich anruft, wer dich fragt ob du einen Kaffee möchtest.
00:12:41: Ja also Eine Woche später so ein Kleid, wo der Saum runtergefallen ist.
00:12:46: Der dann organisiert, dass du abends zu aller Pretty Wummen wieder das schicke Kleid im Schrank hängerst.
00:12:51: Also wirklich eine persönliche Assistentin für die neue Welt.
00:12:55: und dann sagt sie zu mir, ja!
00:12:58: Dann gehen Sie halt jetzt mal wieder nach Hause.
00:13:01: Sie werden sehen... Jetzt kommen noch Tage, da sind Sie froh wenn sie nach drei Stunden fertig werden.
00:13:05: Ja natürlich!
00:13:07: Und das war dann so mein erster Tag im Abendbruch.
00:13:09: So dachte Krass jetzt also ich habe hier ein Team was sehr gut ohne Milch funktionieren kann weil der Vorgänger in acht und dreiß Jahren halt tausend Zusatzaufgaben inzwischen hatte.
00:13:19: Weil das hab' ich dann auch gelernt Bürgermeisterinnen haben ja nicht nur diese Funktion das Rathaus zu leiten den Gemeinderat zu organisieren für die Bürger da zu sein und die Staat zu repräsentieren.
00:13:32: Da kommt ja später noch dazu, vielleicht bist du noch im Kreistag?
00:13:35: Dann gibt es Zweckverbände um was zu organisieren wo du dich mit einbringst.
00:13:40: also Die Aufgaben wachsen mit der Zeit im Amt kann man sagen
00:13:45: Und eben ich glaube also viele Menschen haben das auch gar nicht.
00:13:47: oder Klar, wir kennen das schon.
00:13:49: Dann hat der Kleintier-Zuchtverein noch ein Jubiläum und die Feuerwehr noch irgendwas.
00:13:53: Manchmal muss man sich dann auch wirklich entscheiden kann ich jetzt da überhaupt überall hin?
00:13:57: Also du hast ja auch eine richtige Repräsentanz vor Ort und die erwarten natürlich alle.
00:14:03: Die Bürgermeisterin muss natürlich zu uns kommen weil es ist super wichtig dass wir jetzt vierzig Jahre kleine Zuchtvereinen wie auch immer haben.
00:14:10: Und da auch abzuwähgen und zu gucken was kann ich da alles leisten.
00:14:13: Was auch das?
00:14:14: Das würde mich jetzt interessieren was dich vielleicht an dieser Aufgabe meist über dass du vielleicht gedacht hast, oh jetzt komm ich und dabei hast du gemerkt hey dein Team ist einfach so genial ja das es halt auch manchmal eben Tage gibt wo du halt eben nach drei Stunden durch bist.
00:14:26: Also für mich da ich sowieso aus dem Führungsstil komme der immer darauf wertgelegt hat, dass die Mitarbeitenden so frei wie möglich agieren können.
00:14:35: Für mich war's eher ein Geschenk weil ich gesagt habe mega!
00:14:39: Ich hab hier einen Vorgänger der thirty- acht Jahre und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
00:14:44: der gewesen ist, der seinen Rathaus schon so aufgestellt hat dass die ganz gut auch ohne ihn klarkommen.
00:14:53: Also ich habe es eher tatsächlich als Freiheit empfunden jetzt ganz langsam auch anzukommen und mich in jedes Thema auch gut reinzuarbeiten und auch Zeit zu haben in demamt anzukomen und auch diese Außentermine alle gut wahrzunehmen.
00:15:07: Wir mussten ja dann noch mit der Familie fünfzehn Kilometer umziehen.
00:15:11: wir haben ein Haus gebaut um in dem Ort zu wohnen indem ich dann Bürgermeisterin war.
00:15:16: Also insofern hat mir das viel Freiheit gegeben.
00:15:20: Ich weiß aber aus der Arbeit jetzt mit Bürgermeisterinnen und Bürgemeistern, es ist durchaus eine Herausforderung dann auch seine Rolle in diesem System zu finden weil natürlich einige Kolleginnen und Kollegen auch mit dem Ansatz kommen ohne mich läuft hier nichts und da hinzukommen und festzustellen oh!
00:15:40: Es läuft ja wohl und dann kommt halt die Feststellung so nach ein paar Wochen Aber es läuft halt nicht so wie ich mir vorstelle und dann hast du schon die ersten Konflikte.
00:15:50: Das ist eigentlich das, was sich am herausforderndsten finde.
00:15:54: Für mich war auch eher so, ich gucke jetzt mal, wie sind sie hier aufgestellt?
00:15:58: Und dann frage ich ganz viel warum!
00:16:00: Warum macht ihr das so?
00:16:02: Wie ein Dreijähriger, der rankommt und sagt warum.
00:16:06: Und ich glaube auch oft... Ich weiß nicht mehr, wie siehst du es.
00:16:09: Viele Menschen unterschätzen auch, wie emotional dieses Amt sein kann.
00:16:13: So viel zum Thema Bürokraten.
00:16:17: Du hast ja schon gesagt was auf dich einprasselt.
00:16:20: Wahnsinn!
00:16:21: Das ist tatsächlich den Punkt, den ich jetzt auch nicht so eingeschätzt habe.
00:16:27: Also ich wusste es ein Stück weit, weil in dem kleinen Ort vorher Hauptamtsleiterin zu sein ist ja auch... du bist ja auch schon bekannt.
00:16:34: Du bist beim Einkaufen erkannt und so weiter.
00:16:37: Ich wusste schon in etwa was kommen aber wie viel auch meine Person bewertet wird und zwar völlig unabhängig von meiner Fachkompetenz.
00:16:49: Hat sie jetzt locken?
00:16:50: Hat die glatte Haare?
00:16:51: Ich hatte dann mal eine Zeit lang wirklich die Haare glatt.
00:16:54: Da wurde gefragt, ob mein Charakter sich jetzt mitgeändert hätte.
00:16:57: Man hätte auf den Lockenkopf gewählt!
00:16:59: Ja ich hatte zwei Teenager die waren vierzehn und siebzehn als ich ins Amt kam.
00:17:03: da wurde dann natürlich geguckt ach der Sohn arbeitet ja an der Tankstelle.
00:17:06: warum arbeitet er an der Tanksstelle?
00:17:08: Mein Mann ging mit den Hunden spazieren.
00:17:11: dann wurde ich auf angesprochen, ja ihr Mann könnt hier auch mal besser grüßen wenn da mit den Hunden Gassi geht.
00:17:17: Also was mir wirklich nicht klar war und das ist das wo ich heute halt auch merke dass in den Jahren seit Jahrzehntausendsechzehn, Sechzehntein, Achtzehn noch viel mehr zugenommen hat ist wirklich die Bewertung des Menschen der dieses Mandat trägt.
00:17:30: Ja also gerade ich habe ja jüngere Kolleginnen gehabt die dann auch Kinder bekommen haben, da kriegt quasi das ganze Dorf des Kindes.
00:17:37: Und jeder weiß wie sie das zu erziehen hat ja?
00:17:39: Die Kinder einfach im Verein oder nass in der Disko abholen, dass man dann sagt jetzt bin ich halt Mama!
00:17:45: Also du hast halt oftmals Rollenkonflikte weil du bist halt Mutter, du bist Ehefrau.
00:17:52: Ich war dann relativ schnell auch Kreisgärtin Bürgermeisterin.
00:17:55: Dann wirst du als Mentorin wahrgenommen für viele junge Frauen Weil es gibt tatsächlich heute immer noch Mehr Bürgermeister, die Thomas heißen
00:18:04: als Frauen
00:18:05: in dem Job.
00:18:07: Und dann wirst du natürlich ganz schnell auch zur Emanze abgestempelt weil du jetzt halt vielleicht klarer in der Kommunikation bist durchsetzungsstark und dann wird bewertet ob du dieses Gleit aus dem Pressefoto schon zum dritten Mal anhast.
00:18:21: Ob du der Rock zu kurz ist, ob das Gleid zu eng ist, Die habe ich so nicht eingeschätzt.
00:18:32: Du arbeitest wirklich, also du arbeitst ja nicht sondern du dienst und der Begriff Dienende trifft es wirklich sehr gut weil du bist ja vierundzwanzig sieben, neun Stopp im Einsatz!
00:18:42: Also wenn der Feuerwehreinsatz am Sonntagabend um zwanzig ufemundvierzig kommt und dein Handy klingelt fährst du dahin Weil du entscheiden musst, ist die Familie aus dem Haus zu evakuieren wegen einer CO-Zweiwarnung oder so.
00:18:57: Und da ist auch völlig irrelevant... Ich habe das gehabt, dass du vielleicht eine halbe Stunde vorher bei minus sieben Grad noch auf irgendeiner Baustelle gestanden bist um zu entscheiden wie gehen wir hier weiter vor?
00:19:08: Weil uns führt alles ein und ich war ja Bürgermeisterin.
00:19:12: während der Flüchtigskrise gibt es ja nonstop seit zwei Jahrzehnten war die Hochphase Dann Corona-Krise, Energiekrise, Ukraine Krieg.
00:19:23: Eigentlich sind Bürgermeistern nur Krisenmanager die ganze Zeit also der normale Alltag den wünscht sich jeder aktuell wieder herbei.
00:19:31: Ja ja voll und weil du es jetzt auch vorhin angesprochen hast mit deinem Mann ja da könnt ihr auch mal mehr grüßen.
00:19:35: oder deine Kinder man darf hier auch nicht vergessen.
00:19:37: Die Familie wird ja plötzlich ich sage jetzt mal der Mann von der Bürgermeisterin, die Kinder von der Bürgermeisterin.
00:19:43: Ja das heißt wenn sie sich irgendwo daneben benehmen dann heißt ja gleich Die Kinder von einer Bürgemeisterin haben sich aber so und so.
00:19:49: Also es wird immer mit deinem mit einem Amt quasi verbunden.
00:19:53: Die sind nicht mehr frei von diesem Amt.
00:19:56: Ich weiß auch tatsächlich von Kolleginnen die gesagt haben wir hören dann auf weil tatsächlich unsere Familie ist uns wichtiger als das Mandat und es kann nicht sein dass hier meine Kinder im Kindergarten Die werden nicht so eingeladen wie andere Kinder und es wird halt bewertet, sind die Sonntags in der Kirche brav oder nicht?
00:20:13: Sitzen sie still in einer Kirchenbank oder nicht.
00:20:16: Also... Es kann natürlich auch positiv sein.
00:20:18: Also mein Sohn hat ja dann da wie gesagt an der Tankstelle gearbeitet, weil er eben einen Motorrad als Hobby hatte und ich gesagt habe wenn du ein teures Hobby hast musst du halt auch gucken, dass du Geld verdienst Wie alle anderen Eltern auch Und das ist sehr gut angekommen.
00:20:32: Als so'n alter Bürger ihn dann mal fragte und es ist klar meine Mama sagt Du musst halt Geld verdienen Wenn du ein tores Hobby hast und da hat er mir plus Punkte eingebracht, sage ich mal.
00:20:41: Obwohl er da ja gar keinen Ansinnen hatte.
00:20:44: aber dieses Spannungsfeld ist auch das warum mich so gerne jetzt auch vielen Dank dafür in Podcasts eingeladen bin weil ich einfach möchte dass auf Bürgerinnen und Bürgern den Menschen hinter diesem Amt sehen weil es halt wirklich ein riesen Spannung fällt und nicht erst wenn es eine Katastrophe gibt sowie jetzt aktuell die Waldbrände oder die Murenabgänge oder eben SA-Teil, wo dann das Wasser auf einmal unberechenbar wird.
00:21:14: Also da hat jeder den Fokus drauf in der Katastrophe.
00:21:17: wie reagiert die Person?
00:21:19: Eigentlich ist es ein Dauerzustand gerade, Katastrophen irgendwie zu regeln und zu organisieren und Krisenmanagement zu machen.
00:21:27: Ich habe jetzt zwei junge Bürgermeisterinnen im Jahresmentoring und es ist wirklich Multi Level Management!
00:21:35: Also vom Kindergarten bis zur Kläranlage, vom Straßenbau bis zur Personalabteilung.
00:21:41: Ich sag's nur so ich bin jetzt ja Unternehmerin kein Unternehmer.
00:21:46: gerade dieses Verantwortungsspektrum was ein Bürgermeister oder eine Bürgemeisterin tagtäglich bespielen muss.
00:21:54: Ja, eben und dann sagt man ja so Salop vielleicht mal Danzträgerinnen sind auch Menschen.
00:21:59: Ja klar das ist eigentlich selbstverständlich.
00:22:01: aber an deinem Beispiel merkt man halt dass es dann doch oft vergessen wird oder einfach in einen falschen Konsens auch mit reingepackt wird.
00:22:08: zum Beispiel.
00:22:09: also ich frage mich dann aber immer wie vielleicht auch gerne deine Meinung aus deiner Erfahrung warum fällt uns das gerade im Bereich so schwer?
00:22:15: Dass wir da wirklich den Mensch sehen Das ist immer das Gefühl, gerade auf diese Person wird dann eben nicht mehr so dieser Salot besatzt.
00:22:24: Mandatbegründräger sind auch nur Menschen.
00:22:26: Der gilt dann plötzlich nicht mehr!
00:22:27: Also ich hatte das tatsächlich im Freundeskreis mal diese Diskussion und der Bekannte war der Meinung, dass Politiker zu geschimpfen ein Preis ist den Politiker bewusst zahlen indem sie das Mandat annehmen.
00:22:45: Und wir haben da wirklich einen Abendheiß darüber diskutiert, weil er meinte naja du machst das ja freiwillig.
00:22:52: Du weißt ja wie es ist also hast du ja bewusst entschieden diesen Weg zu gehen.
00:22:59: und das ist so ein bisschen wie wenn ich denke an meine Zeit als ich bei der Bundeswehr in der Verwaltung war.
00:23:04: In derzeit wurde die Wehrpflicht abgeschafft und auf einmal war's nicht mehr relevant für Eltern wo die Bundeswehr im Einsatz ist Weil es kein Risiko mehr gab dass der eigene Sohn da eingesetzt werden würde.
00:23:18: Ich habe das wirklich in Gesprächen mit führenden Soldaten damals sehr intensiv mitbekommen, was sie gesagt haben uns gegenüber entsteht eine Gleichgültigkeit.
00:23:30: wo ist eigentlich die Bundeswehr im Einsatz?
00:23:34: und ähnlich würde ich sagen kann man es auch bei diesen Mandatsträgern sehen oder einen Mandatsträgerinnen egal ob Landtag, Bundestag oder jetzt in der Kommune.
00:23:46: Und in der Commune wahrscheinlich noch deutlicher, weil halt der direkte Kontakt da ist, dass das halt das Mandat und das eigene Interesse immer wieder mal kollidieren.
00:23:58: Und da ist auch tatsächlich so.
00:24:00: wir wissen das.
00:24:01: also ich sage jetzt mal bewusst wie ja, weil ich jetzt auch mit den Menschen immer noch arbeite Wir wissen das wohl und gleichzeitig müssen wir immer wieder den Respekt einfordern.
00:24:11: Und es braucht auch inzwischen ja leider extra Anlaufstellen beim LKA, extra Einsätze als Bereiche die über den Staatsanwaltschaft bevorzugt darauf reagieren.
00:24:22: und ich bin tatsächlich gut durch meine acht Jahre gekommen kann man nicht anders sagen.
00:24:27: also viele Kollegen haben da viel mehr außer mal so ein paar Kommentare bei Social Media und einmal so eine Haterbrief also Postkarte bei mir zu Hause im Briefkasten.
00:24:38: Also, wo ich beschimpft wurde und da hab' ich Anzeige erstattet weil es bei mir zu Hause war.
00:24:43: Hätte ich nicht das ins Radhaus bekommen hätte ich gesagt ach komm ne der Aachener sagt los mit jetzt.
00:24:48: ne also vergiss es.
00:24:50: Ich bin hier im Rathaus in meinem Amt Und du kannst mich blöd finden und du kannst mal das auch schreiben.
00:24:54: Das ist okay für mich.
00:24:55: ähm...ich weiß ja dass sich da im Prinzip als Bier nix dafür kann Sondern das is halt die Rolle.
00:25:01: Aber dadurch, dass die Karte an meinem Geburtstag bei mir zu Hause Briefkasten gelandet ist.
00:25:06: Wo meine Familie auch lebt habe ich gesagt jetzt ist eine Grenze überschritten und ja also Ich hab damals Anzeige gegen unbekannt erstattet Und das ist jetzt so, dass dann tatsächlich auf die Staatsanwaltschaft arbeitet und nicht ich als Privatperson weil halt mein Amt und Nicht ich angegriffen wurde.
00:25:23: Wir haben ihn gefunden.
00:25:24: den Verursacher hat die neunhundert Euro gekostet die Postkarte zu schreiben
00:25:28: Okay, war teures Porto auf jeden Fall.
00:25:30: Also ich denke das will er sich behalten haben als Denkzettel hoffentlich!
00:25:34: Ja aber wie du sagst du bist halt auch da leider Gottes dann eine Art Projektionsfläche in diesem Amt wo du gar nicht drumherum kommst und viele Menschen wie jetzt auch Du ihr wollt gestalten, ihr wollt helfen.
00:25:45: und gleichzeitig muss man ja aufpassen dass man sich da auch nicht selbst verliert bei diesem ganzen Spagat.
00:25:50: Wie würdest du sagen?
00:25:50: Wie kann es gelingen jetzt aus Deiner Erfahrung dieser Spagate zwischen Verantwortung und eben auch der nötigen Selbstfürsorge
00:25:57: Also was tatsächlich wirklich wirksam ist, dass man die Menschen ein Stück weit mit ins eigene Leben reinnimmt.
00:26:05: Das machen ja viele Kolleginnen und Kollegen inzwischen so, dass sie auch auf Social Media sichtbar sind.
00:26:10: Auch zum Beispiel mit Themen wie ich habe geheiratet.
00:26:13: Wir bekommen ein Baby, also das einfach auch den Bürgersichtbar präsent vor Augen geführt wird.
00:26:21: Die Bürgermeisterin ist auch eine Privatperson.
00:26:24: In dem man ganz bewusst sagt die Menschen ein Stück weit mit in mein Leben, weil ich weiß es interessiert sie.
00:26:31: Ich habe gesagt du bist wie so ein B-Kommi ja an denen man jetzt halt auch rankommt.
00:26:35: zum anderen ist es tatsächlich wirklich das Thema Eigenverantwortung und Resilienz.
00:26:40: also ich muss nicht in der gleichen Zeit im Rathaus sitzen wie meine Mitarbeitenden.
00:26:45: Weil im Gegensatz zu meinen Mitarbeitern gehe ich nicht um siebzehn oder hause und habe Feierabend.
00:26:51: Also das ist wirklich schon der erste Schritt wo ich auch im Bestech mit Kolleginnen Immer wieder mich doch gewundert habe, wenn ich dann gesagt hab so.
00:26:59: Ich gehe am Dienstagmorgen um elf Uhr zum Friseur und die Kollegin sagte Boah!
00:27:05: Wie kannst du unter der Woche zum Frizeur?
00:27:06: Das mache ich am Samstag und ich dann gesagt habe ne warum?
00:27:09: also ich soll ja hübsch aussehen.
00:27:12: Ich geh auch am Donnerstag habe ich einen Personal Trainer, der mit mir arbeitet morgens um zehn.
00:27:17: Dafür sitze ich aber halt auch am Samstag, am Sonntag beim Festlöhr, am Dienstagsabend noch bis drehnundzwanzig Uhr für dich in einer Gemeinderatssitzung Am Sonnersdag bei der Feuerwehr, am Montag beim weiß ich was vereint.
00:27:31: Also das
00:27:32: heißt ich muss selber über ein extrem gutes Zeitmanagement verfügen.
00:27:38: und lasse sich auch immer sagen Prio-Eins ist halt egal wer du bist.
00:27:44: Immer die Führungskraft selber.
00:27:45: also Selbstführung ist der erste Schritt zu guter Führungen und Ich bin die Tankstelle an der hier in diesem Ort alle Menschen andocken wollen.
00:27:55: Also ist es meine Verantwortung gut dafür zu sorgen, dass die gefüllt ist?
00:27:59: Absolut.
00:28:00: Ja und ich mein das gibt ja sicherlich auch manchmal Entscheidungen kann ich mir vorstellen da gibt's halt einfach keine richtige Lösung.
00:28:05: also das kommt ja auch noch dazu.
00:28:06: du musst ja echt abwägen oder ich weiß nicht wie trifft man oder wie hast du das auch erlebt?
00:28:11: wie trifgt man jetzt Entscheidung wenn man eigentlich weiß theoretisch eigentlich kann jede Entscheidung direkt schon wieder Kritik auslösen.
00:28:17: ja aber wir mal ehrlich sind
00:28:18: Ja, das ist nicht eigentlich.
00:28:19: Das ist tatsächlich so... Ich habe jetzt einen tollen Podcast gehört und wir sind ja beide so Podcast-Fans.
00:28:24: Da hat ein Psychologe gesagt die Summe der Menschen, die dich doof findet bleibt immer gleich groß weil es ja tatsächlich so ist.
00:28:31: du kannst es sowieso nicht allen Menschen recht machen.
00:28:34: also von daher entscheidest Du als Mensch in der Politik sag ich jetzt mal was ist egal ob im Land oder Bund oder eben eine Kommune Du entscheidest nach der Aktenlage und nach dem Bedarfen, die zu dem Zeitpunkt gerade aktuell vorliegen.
00:28:51: Mit Blick in die Zukunft.
00:28:52: also du machst dir natürlich schon Gedanken drum welche Auswirkungen hat meine Entscheidung?
00:28:57: Ob das nachher wirklich so eintritt oder nicht Das kannst du nicht urteilen.
00:29:01: Also ich mache mal ein praktisches Beispiel.
00:29:05: Wir haben uns in der Gemeinde irgendwann auf den Weg gemacht.
00:29:08: wir wollen Nahwärme in der Kommune etablieren.
00:29:12: Also haben wir da Peiß drüber diskutiert, machen wir das?
00:29:15: Machen wir das nicht.
00:29:16: Haben dann auch gesagt es macht total Sinn vom Schulgelände aus wo daneben noch die Sporthalle ist.
00:29:22: Dann ist doch das Freibad und das Heilenbad also ein großer Energiefaktor sehr komprimiert plus darum rum viele alte private Häuser.
00:29:32: Also haben Wir natürlich entschieden ja gut das machen wir.
00:29:35: Und dann ging's in die Ausschreibung.
00:29:37: und dann kam parallel der Ukraine Krieg.
00:29:40: Das heißt, alle Materialien wurden exorbitant teuer.
00:29:44: Aber sie waren halt tatsächlich.
00:29:45: das Verfahren lief schon.
00:29:47: Also haben wir natürlich trotzdem weitergemacht und haben gekauft.
00:29:50: Bisgleich könntest du machen mit Dukaus Strom ein, weil ich hab Stadtwerke gehabt.
00:29:55: Du kaufst Strom ein fürs nächste Jahr und für's übernächste Jahr.
00:29:58: Und in der Zeit ist der Strompreis halt hoch!
00:30:01: Da sind immer so Faktoren.
00:30:03: hast du wenig Einfluss drauf ja?
00:30:05: Weil wir auch nicht spekulativ arbeiten dürfen als Kommune.
00:30:09: Das heißt im Endergebnis aber, wenn die Kosten dann umgelegt werden auf die Allgemeinheit und es dann wieder im Außengünstiger ist.
00:30:18: Hast du halt immer das Spannungshalt, wie erkläre ich jetzt dem Bürger?
00:30:22: Dass die Betriebskosten von diesen Wärmenetz-Are jetzt höher sind als drei Ortschaften weiter weil du musst halt für alle Bürger dann die Kosten trotzdem auf die, das da Nutzen umlegen.
00:30:35: Du kannst in bestimmten Teilen auf die ganze Kommune verteilen aber wenn nachher die Nutznieße auch nur zwanzig Prozent aller Einwohner sind können nicht hundert Prozent alle Kostentragen.
00:30:45: und das war wirklich ganz am Ende meiner Amtszeit und sicher auch ein Grund dafür dass sich danach mit nicht mit gewählt wurde weil halt tatsächlich da viel Unmut dann kam.
00:30:55: Aber das ist halt genau das, weil du jetzt gerade gesagt hast.
00:30:58: Das ist vielleicht ein Grund, warum ich da auch nicht mehr gewählt wurde oder so, wo ich dann denk wow also hey Leute erlebe ich ja selber und da gibt es ja auch noch teilweise wenn wir zum Beispiel in der Corona-Krise reingucken gab's ja auch Regeln.
00:31:10: Also das heißt du kannst ja nicht einfach sagen naja ich finde aber meine Gemeinde so nett und deswegen isst es mir jetzt egal und ich machs einfach anders.
00:31:16: Du hast ja dazwischen Regeln und Menschlichkeit einen so riesen Spektrum und dann gibts das halt auch einfach so.
00:31:23: Dann kann ich jetzt nicht sagen ja aber warum macht Die Bier gibt es jetzt für uns nicht möglich, das ist aber doof.
00:31:27: Ja
00:31:28: also du bist halt wirklich in so einer Sandwich-Position.
00:31:31: Also du kriegst die gesetzlichen Vorgaben, du setzt sie um und gerade deshalb ist es ja auch heute mein Anspruch dass sich die Jungführungskräfte wenn ich die begleite zu der Resilienz begleitet, dass die Haltung haben dies ihnen ermöglicht auch mit der Kritik klarzukommen.
00:31:49: Dies ihnen ermöglich auch Entscheidungen zu treffen, die immer vertreten können egal was passiert Und vor allen Dingen den Ermessensspielraum, den es ja doch auch in jeder Gesetzeslage gibt.
00:32:01: Auch auszunutzen zum Wohle der Bürgerinnenweite.
00:32:04: Das ist zum Beispiel das was ich auch bei Corona wirklich viel gemacht habe zwischen den Zeilen zu lesen um auf gangbare Praxisfälle zu kriegen und das hab' ich nicht alleine.
00:32:16: also Ich sag heute ganz bewusst Diese Krise wurde auf kommunaler Ebene rettelt, sage ich jetzt mal.
00:32:23: Weil halt jeder Bürgermeister und Bürgemeisterin mit denen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich aus der Zeit geholt hat.
00:32:33: Und das wird halt diese Kompetenz wirklich den Mut auch mal unkonventionelle Entscheidungen zu treffen haben.
00:32:41: Es wird in nächster Zeit noch viel mehr an Bedeutung gewinnen Weil wir haben das ja alle jetzt in der Presse mitgekriegt, oder wer nicht kann ja mal googeln.
00:32:49: Die Kassen der Kommunen auch im Bahn-Württemberg und im Bayern sind halt so langsam leer Und die Aufgaben werden aber nicht weniger im Gegenteil, es ist total immer mehr.
00:32:59: Also brauchst du unkonventionelle Lösungsansätze.
00:33:03: um unkonventionelle Lösungen zu treffen, zu finden brauchst Du kreative Köpfe die den Mut haben, auch mal eine Entscheidung zu treffen, die der ein oder andere vielleicht doof findet.
00:33:15: Ja?
00:33:16: Und du kommst also an doelren Entscheidungen, ich sag's jetzt mal so wie der Bürger blöd findet, du kommest nicht mehr vorbei!
00:33:22: Also du wirst es nie allen recht machen können.
00:33:25: und das ist halt umso wichtiger wenn jetzt gerade sehr viele junge Bürgermeisterinnen und Bürgemeister auch neu ins Amt kommen dass die dann auch den Support- und Rückendeckung und Supervision von Profis bekommen.
00:33:38: und steht ja gar nicht nur von mir Sondern generell gibt es ja mittlerweile viele Angebote, dass sie das auch nutzen ohne Bewertung von außen.
00:33:45: Weil das ist bei jedem Unternehmer im Spitzenamt absolut normal, dass der Berater hat, dass er Supervisionen hat und jemand mit dem der Inspiring gehen kann.
00:33:56: Und in der öffentlichen Verwaltung hat immer noch so ein Duktus von, wenn ich mir eine Coach nehme, dann heißt es sich drauf oder ich kann's nicht... Und das ist halt Blödsinn.
00:34:07: Ja, voll und ich glaube auch... Ich meine es ist zwar ein Modewort aber du hast es jetzt eigentlich schon schön umschrieben muss man eigentlich sagen.
00:34:13: also die Führungskompetenz auf dies glaub ich zukünftig noch mehr ankommt ist eben nicht reines Fachwissen oder an sich sondern wirklich dieses Modewort.
00:34:20: ich muss es einfach bringen die emotionale Intelligenz
00:34:23: Absolut.
00:34:24: Und ich sage mal Bürgermeister haben die immer schon, weil du musst ja diese Stimmung aus deiner Bevölkerung mitnehmen und wahrnehmen.
00:34:30: Also selbst, die jetzt seit vierzig Jahren im Amt sind wo man von außen vielleicht sagt voll Patriarchicht geprägt.
00:34:37: also kannst du mir glauben auch die kriegen mit wenn da halt irgendwie die Stimmungen im Ort gibt ob sie darauf reagieren.
00:34:43: das war was anderes.
00:34:44: aber also die jüngeren Kolleginnen und Kollegen und mit Jünger meine ich auch die wie in meinem Alter Anfang fünftig Ja durchaus Die gehen alle auf Team, also im Sinne von ich kann das nicht alleine schaffen.
00:34:56: So eine Kommune musst du mit einem Team steuern!
00:34:59: Du brauchst eine gute Kooperation mit dem Gemeinderat und du brauchst ein guter Führung bei dir im Haus.
00:35:07: die bildig auch entsprechend aus dass sie entschränkungswirksam sind weil die Gallup Studie sagt nur fünf zehn Prozent aller Führungskräfte sorry sind überhaupt führungswirksam.
00:35:20: Der Rest verwalteten Status quo und hofft den Tag zu überleben.
00:35:24: Und jetzt denke ich mir ja klar, das Ganze als Gallop-Studie geht ja bei alle Bereiche also auch Unternehmen.
00:35:29: nur wenn das in unseren Kommunen, in unseren Rathäusern der Fall wäre dass wir nur noch Gesellschaft gestalten dann wird es halt wirklich hart für jeden einzelnen Bürger und deswegen habe ich auch so Bock darauf du hast es im Introjahr gesagt wieder Spaß an diesem Thema Führung, Liegeship Verantwortung, auch zu wecken und zu sagen hey wenn du was bewegen willst ja fangen bei dir im Ort an.
00:35:55: Hör auf!
00:35:55: Wir hatten es ja im Vorgespräch, hör auf die große Politik zu schimpfen ist.
00:36:00: ich finde auch nicht alles gut was da entschieden wird.
00:36:02: ja und nichtsdestotrotz ändert das ja nix daran dass sich schauen muss was kann ich denn in meinem Umfeld machen?
00:36:09: wie kann ich mich einbringen?
00:36:11: Kann ich als Gemeinderat irgendwo mich aktiv engagieren?
00:36:15: kann ich in dem Verein eine verantwortliche Position übernehmen.
00:36:18: Weil das Thema haben ja auch Vereine, dass sie keine Leute mehr finden die sagen hey ja klar!
00:36:24: Ich habe immer Bock erst auf Vorstand zu sein und ich will unbedingt den Schatzmeister hier im Verein machen.
00:36:30: Ja es wird ja eher so, dass auch Verene sich zusammenschließen müssen um diese ganzen Verwaltungsorganisationen zu übernehmen bis hin zu das Kommunen Und da auch wieder Stapro-Esenamtsbetreuer hauptamtlich einstellen die Vereine dies noch gibt am Ort zu unterstützen oder eine Stelle zu schaffen, die dann auch unterstützt letztendlich.
00:36:55: komplettes gesellschaftliches Zusammenleben zusammenbrechen?
00:36:58: Absolut.
00:36:59: Ich sehe das ja allein schon bei uns im Gemeindeverband, ja in dem Ort wo ich dann denke so hey also da ist halt Unmut zum Beispiel gegenüber jetzt Bundesebene.
00:37:06: Ja also zum Beispiel jetzt unser Amtierender Kanzler Friedrich Merz hat jetzt die Entscheidung getroffen finde ich jetzt doof und dann geht es tatsächlich schon los hier in der Kommune zu sagen wenn das so weitergeht dann trete ich aus und das finde ich so schade wo ich mir denk hey also unser Gemeindeverband ist ja was anderes erst mal ja hier kommunal vor Ort wie die Bundespolitik auch nicht alles toll, was dort passiert.
00:37:27: Und gleichzeitig merke ich aber wie wertvoll mein Einsatz ist hier vor Ort wenn ich mich irgendwo beteilige, wenn ich mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt komme.
00:37:34: Ich habe eine ganz andere Wirksamkeit weil du es jetzt schon angesprochen hast, auch hier im Ort ja?
00:37:38: Das finde ich einfach schön.
00:37:39: und dann denke ich mir so hey also natürlich macht nicht immer jeder alles korrekt und ich finde dann alles toll und so und gleichzeitig kann ich trotzdem an meinem Amt bleiben hier vor ort.
00:37:48: Also das finde ich auch nochmal ein wichtiger Punkt.
00:37:50: und wie du ja auch gesagt hast Führung beginnt ja auch ein Stück weit immer bei sich.
00:37:54: Ja, also du hast es ja betont.
00:37:55: Also wirklich dieses Vitik ich eigentlich selber in diesem ganzen Konstruktien, den ich da sowieso schon drin bin und auf alle Menschen irgendwie alles recht machen soll.
00:38:04: Was denkst Du jetzt?
00:38:06: Gerade dieses Thema, wie ticke ich eigentlich selbst?
00:38:08: Was kann man den Leuten mitgeben?
00:38:10: Wie entwickle ich da wirklich meinen authentischen Führungsstil wo man sagt, ja, da bin ich selbst wirksam?
00:38:16: Was extrem wichtig ist, ist ja seinen eigenen Wertekompass zu kennen!
00:38:20: Also wirklich zu wissen... Was sind Kernwerte, die mir viel bedeuten?
00:38:25: Also für mich ist das je älter ich werde immer mehr der Wert Integrität.
00:38:31: Den hätte ich wahrscheinlich mit Mitte zwanzig noch nie mal gekannt so ungefähr also ich sag's mal wie es ist da war ich ganz junge Mama und so da hätt ich wahrscheinlich eher Loyalität oder Verpflichtung oder Verbundenheit gesagt.
00:38:42: heute ist für mich ja wirklich Integrität Wort geben, Wort halten.
00:38:46: wenn ich sage Ich mache dies dann mach' dich das auch oder ich kommuniziere wirklich zumindest mal, warum ich es jetzt nicht mache.
00:38:54: Also dass ich auch eine klare Transparenz daran schaffe.
00:38:57: also wenn ich meinen eigenen Wertekompass kenne und das ist auch der Bogen den ich mal bei dir zur Politik schieben will.
00:39:06: Ich bin ja selber verteilos habe aber durchaus auch ein Wertekontext der mich jetzt auch nicht mit Arsch-Deland zum Beispiel zusammenarbeiten lässt und auch nicht mit utopisch orientierten Linksmenschen.
00:39:22: Also ich bin da sehr pragmatisch sterilistisch, aber ich finde tatsächlich der Wertekompass ist definitiv was wo man in jedem Gemeinderat auch eine Mehrheit bekommt egal welches Parteibuch wir haben weil so manche Werte wiederholen sich ja tatsächlich.
00:39:37: vor allem der Demokratiegedanke wiederholt sich bei zumindest mal den drei großen sage ich jetzt mal die wir so haben, auch in Deutschland immer wieder.
00:39:49: Und am Ende ist es dann der Mensch, der diese Werte mit Leben erfüllt.
00:39:55: und ich möchte noch mal auf das Mandat letztendlich selber eingehen.
00:39:58: du bist da auf Zeit gewählt!
00:40:00: Und tatsächlich war für mich immer relevant dass ich zu jedem Zeitpunkt mir selber meine Werte kommt was treu geblieben bin und auch in dem Wissen, dass die Konsequenz sein könnte.
00:40:13: Das sehe ich kurz vor Schluss.
00:40:15: Also, ich sag's mal so... Irgendwas mache oder entscheide wo jemand sagt ne also die kosten immer wähle, gell?
00:40:20: So.
00:40:21: und genauso ist es ja auch gekommen weil ich hatte dann ein Angebot als Oberbürgermeisterin zu kandidieren Weil mein Führungsstil überregional aufgefallen ist Und mich die CDU damals gefragt hat ob ich für sie in Leinfelden echter Dingen Als Oberbürgermeisterin antreten möchte.
00:40:38: Jetzt hatte ich folgende Fakten Du hast selber im halben Jahr Wiederwahl könnte durchaus ein Problem werden.
00:40:44: Du hast aber auch immer in Mentorin-Programm jungen Frauen vor allen Dingen gesagt, wenn euch solche Chancen geboten werden bei so wenig Frauen in der Politik dann nutzt die egal wie hoch der Preis ist.
00:40:56: das Leben geht weiter es geht nach anderer Tür auf.
00:40:58: also dieses Mainz hatte ich im Hintergrund in dem halben Jahr ist deine eigene Wiederwahl und dann kam meine Integrität Weil was ich natürlich dann als Beratung bekommen habe, ist hier geht das macht man nicht.
00:41:11: Man lässt sich erst wieder wählen in die zweite Amtszeit und dann kandidiert man als Oberbürgermeisterin damit man auf alle Fälle noch den sichteren Job in seinem eigenen Ort hat.
00:41:23: Das war bei mir wo ich gesagt hab, nein!
00:41:25: Ich weiß um das Risiko, ich mach's trotzdem... Und heute, also jetzt ist ja fast drei Jahre, es war ja im Herbst.
00:41:33: Heute sage ich gut genau so wieder entscheiden und dadurch hadere ich auch mit nix und das ist glaube ich wirklich was dass man allen Menschen mit auf den Weg gehen kann.
00:41:45: meine Bürgerinnen und Bürger haben sich dann für die Stabilität im Ort entschieden.
00:41:49: sie haben meinen Mitarbeiter gewählt der auch schon bei meinem Vorgänger im Rathaus war.
00:41:53: wir haben ein super Verhältnis das verstehen viele Menschen auch nicht.
00:41:56: Ich schätze Ruhe wirklich sehr.
00:41:58: Das ist ein super kompetenter Bürgermeister jetzt, der meine Werte auch ein Stück weit weiterträgt.
00:42:04: also von daher alles gut.
00:42:07: Ich schätzte auf den Bürgemeister, der dann den Oberbürgermeisters geworden ist in Leinfelden.
00:42:12: Echte Dinge finde ich alles gut was er macht.
00:42:13: aber auch denen schätze ich als Menschen sehr und das geht nur weil ich mir immer selber einen Spiegel gucken konnte für jedem Zeitpunkt und das ist das was sich wirklich auch jede Menschen mitgebe.
00:42:26: Wenn du Entscheidungen träfst, guck in den Spiegel, guckt dir ins Gesicht und verspricht dir selber dass du dir treu bist.
00:42:33: Dann musst du später auch nicht hadern!
00:42:36: Ja, absolut.
00:42:37: Und ich meine du hast es schon angesprochen gerade zu Themen wie also nicht nur Rechtsruck ist auch teilweise extremer Linksruck Polarisierung gesellschaftlicher Wandel.
00:42:45: Also wir erleben das ja alle auch im Moment.
00:42:47: ja das Miteinander hat sich schon echt verändert muss man einfach sagen.
00:42:50: Ich finde auch so Thema Polarisierungen oder sachliche Dialog Das fällt mir auf der sachlichen Dialoge wird echt immer schwieriger.
00:42:58: Es wird gleich persönlich und hier und dings, dann gibt es nur die eine Seite und nur die andere Seite.
00:43:03: aber irgendwie man hört sich gar nicht wirklich zu.
00:43:05: ja wie erlebst du das vielleicht jetzt auch aus kommunaler Sicht?
00:43:08: was brauchen Kommunen heute mehr denn je?
00:43:11: Auf alle Fälle brauchen sie Resilienz, die brauchen auch Humor und auch so ein bisschen Selbstironie sagt ihr mal liebe Volljahr und das haben die meisten auch.
00:43:22: also wirklich wenn man mal Aktiv den Fokus da drauf richtet, dann sind da aktuell viele junge engagierte Menschen am Start die auch sichtbar und präsent sind.
00:43:35: Die auch transparent sind, die auch Fehler Kultur haben weil das ist auch was wo ich sage Da können wir noch viel mehr von etablieren in ganz Deutschland eine Fehlerkultur.
00:43:47: Wir sind ja ganz groß darin, Schuldige zu finden, Schuldigen zu verurteilen und die eigene Beteiligung abzustreiten.
00:43:55: Aber wirklich zu sagen ich bin hundertprozent selbst wirksam.
00:43:59: Ich nehme die Verantwortung für meine Entscheidungen und ich habe auch keine Angst vor Fehlern weil tatsächlich ist es so wenn wir alle keine Fehler machen würden würde die Welt stillstehen.
00:44:13: Die größten Erfindungen sind aus irgendwelchen Fehlern entstanden.
00:44:16: Und trotzdem sind wir feim in Deutschland geneigt, immer nur den Fokus darauf zu legen.
00:44:22: Wir zeigen einen Feuerwehrmann an der über Rote über die Ampel gefahren ist statt darüber nachzudenken ob er jetzt sinnvoll am Einsatzort war.
00:44:30: Also wir zeigen auch den Kommandanten an wenn die Kameraden beim Unglück stündlich vor Unglück sind nicht dass sie ja schon traumatisiert genug wäre weil er kameraden verloren hat muss er sich dann auch noch mit einer Anzeige rumschlagen.
00:44:46: Ja, das ist auch ein Teil unserer Demokratie.
00:44:50: zu sagen wir sorgen hier für den rechtssicheren Rahmen eines jeden Einzelnen.
00:44:54: aber ich sag auch ganz provokant Individualisierung frisst Demokratie zum Frühstück Und das ist halt, dass wir haben.
00:45:03: Wir wollen alles haben, but not in my backyard so
00:45:06: gefährlich.
00:45:06: Ja genau richtig und ich finde aber auch was denn wie du dazu stehst?
00:45:09: Ich finde auch das Medien auch eine extreme Rolle dabei spielen.
00:45:12: ja also ich find es manchmal schon erschrecken wo ich dann sagen muss die picken dann echt auf jemandem rum.
00:45:17: ja also da stellt sich mir oft die frage okay also berichterstattung hin oder her finde ich gut aber ab wann ist sie noch hilfreich und ab wann wird's dann auch problematisch?
00:45:25: weil ich finde die trage auch sehr viel dazu bei wie ich dann jemanden in der öffentlichkeit wahrnehme und was sich dem zuschreibt.
00:45:32: zum Thema Fehlerkultur.
00:45:33: Also das finde ich schon auch sehr mächtig.
00:45:35: tatsächlich, die Rolle weiß ich nicht wie stehst du dazu?
00:45:38: Die hat ja schon auch Bedeutung!
00:45:40: Ja also du stehst oder fällst auch durch eine Presseberichterstattung vor allem wenn du so einen Mandat hast.
00:45:45: Tatsächlich habe ich aber gute Erfahrungen auch damit gemacht der Presse- oder den Journalisten immer erstmal auch einen Vertrauensvorschuss zu geben und mit ihnen auch Transparenz zu kommunizieren warum, was davon jetzt in die Zeitung darf und was eher eben nicht.
00:46:03: Aber damit sie die Zusammenhänge verstehen und auch einen gleichen Berichterstattung leisten können das ist auch manchmal nach hinten los gegangen will ich jetzt sich sagen Und dass es genau wie mit den Bürgermeistermandaten oder mit den Bundes- und Landtagspolitikern Du hast halt Menschen, die sind halt sacher orientiert und du hast Menschen die sind eher Schlagzeilen orientiert.
00:46:23: Da ist auch wieder das, was wir ganz am Eingang hatten.
00:46:25: mit welcher Motivation sind die denn in den Job gestartet?
00:46:30: Sind hier in den Jobs gestartet, um sich selber den Polizerpreis an Land zu ziehen und möglichst viel Aufmerksamkeit als Journalist zu bekommen.
00:46:36: Weil sie es halt irgendwie anders machen?
00:46:38: oder sind Sie auch... Und das sind ja die meisten an Land also in den job gegangen, um Transparenz herzustellen in der Berichterstattung alle mitzunehmen und das Gemeinwohl eher zu fördern als zu volkutieren.
00:46:51: Es ist aber schon auch Teil der Gesellschaft zu verantworten ob diese Medien überhaupt überleben können.
00:46:57: Also da muss ich sagen, da würde ich alle einen Schritt vorher ansetzen.
00:47:00: Wenn ich eine gute Berichterstattung möchte dann muss sich auch die Verantwortung tragen meine Lokalzeitung zu unterstützen damit es die überhaupt gibt weil man... Es gibt schon Studien das in den Regionen in denen die Lokalpresse weggebrochen ist der Anfall an rechtsradikal wesentlich höher ist Weil die Propaganda läuft viel über Social Media.
00:47:24: Und wenn halt keine neutrale Berichterstattung von Lokaltesse mehr vorhanden ist, dann ist halt so... Wo kriegen Menschen ihre Informationen her?
00:47:32: Die kriegen sie dann halt vom Stammtisch oder aus Social Media.
00:47:36: Ja und das finde ich gut, dass du schon angesprochen hast weil Social Media ist ja schon eine wichtige Säule geworden auch für Mandatsträgerinnen und Mandatsträger.
00:47:42: also zu sagen da mache ich einen Mittanschützig mich von Anfang an nur mal vor Hasskommentaren es ist ja kaum noch möglich.
00:47:47: also da musste schon irgendwie ein Stück weit auch eine Sichtbarkeit haben inzwischen.
00:47:51: und gleichzeitig ist die Schwierigkeit da.
00:47:53: ja da sind sehr viele Hobbyjournalisten sag' ich jetzt mal ja und er wird auch vielzeug verbreitet wo ich inzwischen auch leider durch KI manchmal Nimmer weiß.
00:48:01: Ist es jetzt wirklich so oder ist das irgendwelche Fake News, irgendwelchen Videogenerierungen die gar nicht so stattgefunden haben?
00:48:08: Also da ist ja auch ein riesen Thema was sich auf mich einprasselt wenn ich da in einem Amt bin und da frage ich mich okay also wie erlebst du das?
00:48:16: oder wie rätst du das?
00:48:17: vielleicht auch deinen Mantis du begleitest weil ich muss ja irgendwie ein Stück weit dort stattfinden.
00:48:22: und gleichzeitig wie gehe ich mit Hasskommentaren um wie schütze ich mich selber?
00:48:26: Ja, da sind wir wieder beim Führungskernprinzip.
00:48:28: Also im Sinne wenn deine innere Haltung gut positioniert ist und du auch weißt an welcher Stelle bin ich leicht zu triggern?
00:48:36: An welcher stelle bin ich?
00:48:38: eh kann nicht auch eher gelassen bleiben.
00:48:40: das ist die Kompetenz die ich ausbilde.
00:48:42: Ich kann nicht ausbilden die kompetenz.
00:48:44: hier redet jemand mit mir wie kommentiert jemand unten drunter?
00:48:50: was wird an KI fakes über mich verteilen?
00:48:55: Welche politischen Stränge sind vielleicht auch im Hintergrund aktiv?
00:48:58: Deswegen gehe ich wirklich hin.
00:49:00: Habe ich immer selber schon, habe ja Kollegen mit, macht das ja auch nicht erst seit gestern.
00:49:04: Ich hab meine erste Trainerausbildung in den Jahr zwei Tausend zwölf gemacht.
00:49:08: Da war ich noch voll im Berufsleben.
00:49:09: also bin jetzt nicht irgendwie Bürgermeisterin fertig, jetzt Coach geworden sondern das was ich gelernt habe, habe ich immer schon auf selber angewendet, Inventorenprogramm auch weitergegeben und natürlich auch im privaten Umfeld weiter gegeben.
00:49:22: Jetzt mach ich es halt hauptberuflich und da ist wirklich der Kern immer wieder zu sagen, was ist mein innerer Haltung?
00:49:31: Was sind meine Werte.
00:49:33: Was sind meinen Glaubenssätzen?
00:49:35: Was denke ich auch über mich selber?
00:49:36: Weil das sind immer die Punkte... Da kann jemand besonders gut ansetzen und triggern!
00:49:41: Und in dem Moment wo ich mich triggert lasse kommt eine Emotion weil die Emotion ist ja nichts anderes als ne Folge meiner Bewertung über eine Situation Und diese Emotion weicht von meinem inneren Kompass ab.
00:49:56: Und in dem Moment kann ich es in der Regel das Gespräch nicht mehr halten,
00:50:00: d.h.,
00:50:01: je besser ich das trainiere, dass es viel Holzsack und Wassertragen sage ich immer, je besser Ich tatsächlich mich selber kenne, meine Emotionen kennen, meine Triggerpunkte kenne weiß was ich über mich denke, desto besser bin ich von außen geschützt.
00:50:15: also die Resilienz ist natürlich Sport, Achtsamkeit, Zeit mit der Familie etc.
00:50:21: nimm dich mal raus!
00:50:22: Aber noch viel wichtiger ist wirklich, schwitze diesen inneren Kern und zwar nicht so dass du eine harte Mauertrumpe aus, das haben ja auch viele, dass sie dann so untouchable wirken und dass du ja auch keine Nähe mehr zu Menschen hast sondern tatsächlich, dass das Vertrauen in Menschen nicht mehr erschüttert werden kann weil du weißt im Kern bist du nicht zu verletzen.
00:50:45: Ja klar und gleichzeitig du hast das beschrieben, es verändert.
00:50:47: aber auch finde ich eine Art und Weise wie auch politische Kommunikation stattfinden muss.
00:50:52: Gerade auf Social Media weil wenn ich da oft sehe das finde ich schon manchmal bedenklich wie auch junge Menschen auf gewisse Form von Marketing im politischen Sinne ja reinfallen muss man einfach ganz klar sagen dass erschreckt mich schon.
00:51:05: also ich glaube da müssen auch andere wirklich gut gucken.
00:51:08: okay wie gehen wir in Zukunft vor hinsichtlich politischer Kommunikations?
00:51:11: Ja, du sprichst einen ganz wichtigen Punkt an den ich auch als Bürgermeisterin selber immer forciert habe.
00:51:18: Den ich ja jetzt durch Ehrenamt weiterforsiere ist dieses im Dialog mit der Jugend bleiben.
00:51:24: Also in dem Podcast, den ich letztens gehört hab hat auch der Psychologe erzählt, in Taiwan arbeiten die Schulen tatsächlich mit der Politik zusammen im Sinne von... dass die Jugendlichen im Rahmen der Wahlkämpfe, die Fake News checken auf ihren Wahrheitsgehalt wie so eine Art innerer Kontrollinstanz.
00:51:42: Das heißt man vertraut den Jugend an zu überprüfen ob das was die Politiker sagen denn Fakten entspricht.
00:51:49: Das heisst ich hole die Politik in die Schule und ich habe das als Bürgermeisterin aktiv auch selber gemacht.
00:51:55: Ich weiß es ist einige Kolleginnen und Kollegen aktiv machen, wirklich zu sagen wir gehen auch Landräte.
00:52:02: Wir gehen in die Schulen, wir gehen in den Diskussion.
00:52:05: Die können alle Fragen stellen.
00:52:06: Und ich bin jetzt im Ehrenamt bei LiveTeachUs.
00:52:09: Das ist so eine Organisation, die quasi Menschen aus dem Leben in die Schule bringt
00:52:13: damit man sagt
00:52:14: was hättest du als Schüler gerne gelernt?
00:52:16: Und das finde ich es eine mega Aktion um auch zu sagen hey wir müssen das Leben in der Schule bringen.
00:52:22: also der Inhalt den die Schüler heute bekommen ist nicht mehr der den unser Gesellschaft braucht.
00:52:27: Jetzt kann ich wieder anfangen, mich auf die Bundespolitik einschießen.
00:52:31: Warum der Bildungsplan so ist?
00:52:33: Kann die Landespolitik auch gleich mit reinnehmen, weil es ja auch Länderunterschiede gibt.
00:52:37: und Fakt ist warum nicht ich selber?
00:52:40: also warum nicht mein Know-how in die Schule bringen, in die Kita bringen, den Verein bringen, ne?
00:52:46: Weil diese Steuerung über Social Media ist ja auch nur deshalb möglich, weil wir diese Brandmauern, die wir zur AfD aufbauen gegenüber unserer Jugend aufbauen, so nach dem Motto ich nehme die nicht für voll.
00:52:59: Ich weiß ja wie das Leben läuft, warum solche jungen Menschen fragen und ich muss ehrlich sagen, ich bin Großmutter und Mutter!
00:53:05: Meine Kids sind im Jahr zweiundzwanzig, dieses Jahr.
00:53:08: meine Enkeltochter ist sechs.
00:53:10: Ich finde es so unfassbar spannend mit der wieder ins Lernen einzutauchen und zu sehen was sie mit ihren sechs Jahren für Perspektiven auf manche Sachen hat.
00:53:20: Wir sind Kanu gefahren, da probiert ihr das Wasser aus.
00:53:23: Physikalisch was passiert wenn ich da das Ruder wie Reintour ruhig so dachte?
00:53:27: Das ist so krass und wir waren schon auch beide auch mein Mann und ich so ein bisschen geneigt da jetzt so rein zu grätschen und so nach wo du näherst musst du anders paddeln bis ich irgendwann das klatscht ist doch blöd!
00:53:38: Wir sitzen hier auf dem Boot.
00:53:40: es ist total schön.
00:53:41: lass das Kind doch paddlen wie sie will werden halt nicht voran kommen.
00:53:44: genießen mir einfach mal den Moment und die Umgebung ja.
00:53:48: Aber
00:53:48: man muss sich da wirklich selber auch immer wieder kurz zurücknehmen und sagen, warte mal.
00:53:53: Also es gibt das Wort Man's Planning, aber vielleicht sollten wir das Gesellschaftsplanning nennen.
00:53:57: Definitiv!
00:53:58: Du hast mal im Vorgespräch ein ganz spannendes Wortkonstrukt aufgemacht und zwar hast du den moralisierenden Moralismus in den Raum geschmissen.
00:54:06: Vielleicht für alle die einschalten?
00:54:07: Vielleicht können wir das nochmal kurz aufmachen weil ich finde, das trifft einfach so gut was da auch gesellschaftlich stattfindet und wo wir aber auch echt genau hingucken müssen in Zukunft nicht nur jetzt wie du sagst ja sondern auch mit der Jugend mit allem was das betrifft.
00:54:20: Ja, der moralisierende Moralismus.
00:54:22: Also grundsätzlich sollte man über Moral mal nachdenken weil Moral oder Moralisieren ja immer trennt.
00:54:31: also das heißt du musst dich immer für eine Seite entscheiden.
00:54:35: Also entweder bist du moralisch auf der Seite und auf der seite.
00:54:39: damit ist auch ne sachliche Diskussion nicht mehr möglich.
00:54:43: um die Brücke zu schlagen zu dem was du eben gesagt hast.
00:54:47: wie kriegen wir das hin dass wir wieder sachlich diskutieren?
00:54:50: Der erste Schritt wäre halt, ich akzeptiere erstmal zu hundert Prozent was mein Gegenüber mir gerade sagt.
00:54:57: Gehe davon aus das ist für ihn grade die Wahrheit.
00:55:02: also ich muss das nicht gut finden aber nichtsdestotrotz in die Wertschätzung gegenüber zu bringen dass das was er sagt jetzt die Wahrheit ist, das anzuerkennen.
00:55:13: Also ich erkenne an das Argument was er mir bringt.
00:55:16: so!
00:55:16: Ich habe vielleicht ein anderes aber ich erinnere es erstmal an und wenn ich moralisiere... Bin ich da schon raus?
00:55:22: An der Stelle, weil ich halt der Meinung bin.
00:55:24: Das ist richtig!
00:55:25: Das ist falsch!
00:55:27: Das gehört so!
00:55:28: Ja wir brauchen Moral um auch ein Stück weit zu sortieren.
00:55:31: unser Verstand will überleben.
00:55:34: dementsprechend sortiert er in einer Windeseile alles immer ein damit wir möglich für uns den richtigen Weg einschlagen und es ist immer der den wir schon kennen bei der hat uns bis heute überleben lassen.
00:55:45: deswegen tun wir uns auch so schwer mit Veränderungsprozessen Moral als Sortiersystem nutzen, indem wir sagen so ja, so nein.
00:55:58: Ist das ja erst mal nur was, was wir persönlich tun?
00:56:01: In dem Moment wo wir aber moralisieren, weil andere das tun sind wir halt völlig aufm Holzweg!
00:56:08: Weil wir dann davon ausgehen unsere Moral ist die Bäckermoral als die der anderen.
00:56:13: und dann fangen wir an die Moral zu moralisiren in jeglichem Drama gefangt, ohne sachliche Diskussion.
00:56:21: Also moralisierender Moralismus, Kild gesellschaftliches Zusammenleben und auch tatsächlich das was du ja auch gesagt hast jede Sachdiskussion auf der ganz normalen Fakten Ebene.
00:56:35: Also
00:56:36: ich sage in den Trainings immer was es wirklich passiert?
00:56:39: Und dann gibt's ganz viel Geschichte!
00:56:41: Ganz viel Geschichte so.
00:56:43: und dann sag' ich immer okay und was davon kannst Du wirklich durch eine Kamera Sehen, also wir werden das ein Stumpffilm wäre.
00:56:51: und dann kommt so ja warte mal zwei Menschen Bewegen ihre Lippen.
00:56:56: Das sag ich auch.
00:56:57: Und und dass ist das was ist und alles andere was da noch drum rum ist es deine Interpretation von der Situation.
00:57:05: und diese Interpretations führt zu einer bewertung zum moralismus zu Emotionen.
00:57:10: und dann denkst du die emotionen wären die Wahrheit sind sie aber nicht weil sonst hätten alle Menschen Angst davor einen Aufzug zu steigen.
00:57:18: Kommen sie aber nicht,
00:57:19: so!
00:57:19: Ja voll absolut ich bin ja ewig an den Feld davon nicht.
00:57:23: also ich bin das echt genial.
00:57:24: jetzt können die jetzt auch noch stundenlang mit ihr drüber debattieren.
00:57:27: aber es ist wirklich so.
00:57:28: Ich bin immer der Meinung dass unsere Gesellschaft einfach wieder mehr Neugier statt Verurteilung braucht.
00:57:33: Guck mal, was Menschen auch so für Zeug machen.
00:57:36: Ich mach Zeug, du machst Zeug und der Nachbar macht Zeug.
00:57:38: Ach guck mal!
00:57:39: So kann man die Hecke auch schneiden.
00:57:41: Das ist ja spannend.
00:57:42: Könnt ihr ihn ja mal fragen warum er die so schneidet oder warum der die nicht schneidet?
00:57:45: Statt jetzt aus Amt zu gehen?
00:57:47: vielleicht hat der gerade ein Nest da drin entdeckt und sagt nächste Woche schneide ich sie aber das ist jetzt grad nests drin.
00:57:53: also viel mehr miteinander wirklich reden und zwar nicht mehr reden um das Leben wie Linz sondern weil ich etwas zu sagen habe und ansonsten wirklich Klappe halten.
00:58:04: Also das hat ja glaube ich Dieter nur oder so schon gesagt, wenn du keine Ahnung hast einfach mal die Klape halten und da ist echt viel Wahres dran!
00:58:11: Ich finde wir sollten insgesamt viel mehr schweigen um wirklich zu sehen was der andere möchte.
00:58:18: Definitiv, also bin ich völlig bei dir.
00:58:20: Ich finde es auch weil du jetzt voll gesagt hast dass wir wegen ja auch mal zu Vertrauen.
00:58:23: jetzt Thema Jugend das die das schon auch hinkriegen und ihr eigenes System vielleicht finden.
00:58:28: Also ich fand so lustig.
00:58:29: Es passt jetzt auch gerade witzigerweise dazu.
00:58:31: Ich hatte gestern erst einen Diskurs mit meinen eigenen Vater.
00:58:34: muss man sich mal überlegen.
00:58:35: Es ging darum, dass er sich beschwert hat.
00:58:37: Er müsste jetzt noch den Garten mit dem Garten bewässern und dann müsste aber nur auf ein Friedhof und jenes und das.
00:58:43: und dann sage ich zu ihm Du dann geh doch du auf den Friedhof ich bewässer bei uns die Gartneranlage.
00:58:47: Dann ist eine diskussion ausgebrochen darüber, dass er gesagt hat ne das muss ich dir zeigen da gibt es ein System.
00:58:54: Ja und jetzt überleg mal und ich kenne diese Gespräche natürlich auch aber wir waren ja auf mein Jugend und wir hätten uns ja auch und wünscht es doch heute, dass man uns für voll nimmt.
00:59:07: Also jeder Mensch möchte per se egal wie alt er ist egal ob drei oder dreieinachtzig er möchte ernst genommen werden Und das um den Wogen zum Bürgermeister zu schicken, dass ist halt die große Hulkunst.
00:59:21: Dass du auch wirklich wenn jemand in der Bürgersprechstunde kommt für jeden genau das Ohr hast, dass du das erstmal ernst nimmst was die Person dir sagt.
00:59:32: Du hast aber trotzdem leider unter Habe ich auch so meine eine oder andere Erfahrung gemacht.
00:59:37: Du hast ja leider keinen Einfluss darauf, ob dir das immer gelingt und ob es das ist was der Mensch dann auch wirklich von dir erwartet hat.
00:59:44: Ja klar!
00:59:44: Ich möchte mal ganz kurz mit ihr die Brille der Frau als Bürgermeisterin angucken.
00:59:48: Birgit, was ist los?
00:59:49: Also warum haben wir so wenig Frauen als Bürгermeisterinnen?
00:59:52: Oder was siehst du dafür hören?
00:59:55: Sind's denn irgendwelche...ich weiß nicht dass man das nicht zutraue mit Familie und keine Ahnung war es oder was muss sich da
01:00:01: verändern?!
01:00:01: Das ist eine spannende Frage, der gehe ich wirklich schon sehr lange Zeit auf die Spur.
01:00:06: Und ich bin auch tatsächlich überhaupt... Auch wenn viele denken vielleicht ne Feministin, bin überhaupt keine Feministen.
01:00:12: Ich bin tatsächlich jemand, der sehr für geschlechter Frieden geht und ich hatte auch immer Männer an meiner Seite, die mein Potenzial gefördert haben, muss man auch so sagen.
01:00:22: Aber ich habe aber auch tatsächlich im Mandat dann diese gläserne Decke selber erlebt, wenn es um die Besetzung von Positionen gibt wie gut Männer dann doch organisiert sind.
01:00:33: Von daher engagiere ich mich natürlich auch dafür dass Frauen mehr in diese Führungsposition gehen.
01:00:40: Es ist tatsächlich so das in den Studiengängen Die eigentlich prädestiniert sind um Bürgermeisterinnen zu werden Tatsächlich fast auf sich bis neunzig Prozent Frauen sind aber in den Eltern selber keine zehn Prozent.
01:00:53: Also, was ich mir selber vorstellen könnte ist aber meine persönliche Einschätzung.
01:00:57: Ich glaube, valide Studien gibt es auch nicht wirkliches.
01:01:00: Es ist tatsächlich erstens eine Frage des Selbstwertgefühles.
01:01:05: also Mädchen und Frauen werden und wurden so kann man sagen immer noch gesellschaftlich eher als angepasst erzogen also im Sinne von schauen was die Gruppe braucht und das entsprechend bringen wohingegen bei Männern und Jungs, das sehe ich auch.
01:01:25: Ich bin ja auch Mutter und Großmutter.
01:01:26: Das ist bis heute noch so die Förderung des Individualismus größer.
01:01:32: Also würde ich jetzt... Und das sage ich nicht als Wissenschaftlerin, sondern das sage Coachings und Trainings mit den Bürgermeisterinnen.
01:01:54: Und Bürgemeistern.
01:01:55: mitbekommen ist tatsächlich, dass das Thema Abgrenzen bei den weiblichen Kandidatinnen und Teilnehmerinnen ein größeres Thema ist als bei dem männlichen.
01:02:06: also es ist viel das Thema Macht und Potenz was ja erstmal nur ein männliches und weibliches Prinzip ist und trotzdem wird die Potenz eher dem Mann zugeschrieben.
01:02:15: wenn die Frau sich durchsetzt gilt sie als hysterisch Und ich glaube, es ist tatsächlich immer noch ein bisschen abschreckend.
01:02:23: Also es ist immer noch dieses Abschreckende will ich in die erste Reihe, will für alles bewertet werden?
01:02:29: Ich will nicht als Zicke oder irgendwie egoistisch selbst herrlich die Frau darin setzten.
01:02:37: und das ist auch spannend weil also wenn ich kandidiert habe beim Oberbürgermeister-Wahlkampf war das kein Thema aber beim Bürgermeistersinnenwahlkampf im Jahr waren meine Kinder ja noch Teenager, vierzehn und siebzehn.
01:02:52: Und ich bin tatsächlich mehr von Frauen darauf angesprochen worden wie ich mir das denn in meiner Rolle als Mutter vorstelle.
01:03:02: Also das war spannend.
01:03:03: Die Männer haben da gar keine Frage dazu gehabt, weil für die war eher die Frage der Kompetenz, was haben sie denn gelernt?
01:03:11: Was sind sie denn für Erfahrungen?
01:03:12: Für die Frauen waren dann wirklich eher die Social Skill-Frage.
01:03:16: Wie machen Sie das denn?
01:03:17: Sie wohnen ja jetzt auch weiter weg und ziehen sich dann um und ihre Kinder gehen doch noch zur Schule!
01:03:21: Und ich könnte mir schon vorstellen aus Gesprächen mit jungen Frauen, die ich in den Mentoringprogrammen geführt habe... dass das ein Thema ist, dass sie sagen ich weiß noch nicht so genau wie ich es dann mit der Familie vereinbaren soll oder ich hatte auch mal eine die hat gesagt bei uns in der Familie ist mein Mann schon der an der Front ist.
01:03:41: In Anführungsstrichen war Unternehmer.
01:03:43: da muss ich mich auch noch.
01:03:44: einer muss ja gucken dass das zu Hause läuft.
01:03:46: also ich glaube es ist kein Allheil mittel irgendwo wir was hinkriegen.
01:03:51: wichtig wäre mal als grundsätzlicher Schritt dass Frauen noch Frauen wählen.
01:03:56: Also das ist tatsächlich, was ich so in den, ich war ja auch so im Trainings für politische Bildung durchaus als Teilnehmerin und auch als Mentorin.
01:04:05: Und da gibt es andere Experten als mich in dem Kontext aber die halt auch wirklich sagen Frauen wählen immer noch eher Männer.
01:04:12: Und
01:04:13: das ist natürlich doof weil wenn wir fünfzehn Prozent der Bevölkerung ausmachen also ich sage jetzt nicht dass alle Frauen immer Frauen wähln müssen, denn es gibt ja auch Männer die offensichtlich Frauen wähle sonst wäre ich ja ein Bürgermeister geworden.
01:04:24: Aber die Frage ist schon Warum wählen Frauen keine Frauen oder warum?
01:04:30: Also finde ich noch viel wichtiger als die Frage, warum stellen sich keine Frauen zur Wahl.
01:04:34: Weil da sehen wir ja schon auch einen Trend, dass sie sagen Ja, ja und in kleineren Kommunen sind es ja auch schon einige Und es gibt doch schon Kolleginnen, die haben durchaus in ihrer Zeit Kinder bekommen sehr erfolgreich und die kriegen das organisieren.
01:04:46: Da geht der Mann in Elternzeit.
01:04:48: Aber ich werde halt auch also bin auch gefragt von was macht eigentlich ihr Mann so den ganzen Tag.
01:04:53: Der arbeitet halt.
01:04:56: Habt ihr auch keiner den Bürgermeister?
01:04:57: Was macht denn jede Frau so den ganzen Tag?
01:04:59: Ne,
01:04:59: genau.
01:05:00: Aber das finde ich schon spannend jetzt.
01:05:01: Das ist eine interessante Frage.
01:05:02: Warum Frauen eher weniger dazu neigen dann auch eine Frau zu wählen?
01:05:06: Ob es vielleicht sogar der eigene Konkurrenzdruck oder so ist keine Ahnung.
01:05:11: Das finde ich aber schon ein Phänomen.
01:05:12: Das erlebt man ja oft abseits von Kommunen
01:05:15: etc.,
01:05:16: erlebt man das ja auch auf den Betrieben.
01:05:18: Dass Frauen einander in leider Gottes diese Führungspositionen nicht gönnen oder nicht zuschreiben wollen.
01:05:24: Und ich versteh's gar nicht, weil also ... Ich bin ja auch dann immer wieder mal in Frauennetzwerken organisiert gewesen im Amt.
01:05:32: Um einfach auch da das Thema aktiv als Rollmodel zu unterstützen.
01:05:37: und ist auch einer meiner Bewegkunde, warum ich sage?
01:05:40: Ich bin zum Beispiel bei Mentormie ehrenamtlich als Mentorin im Einsatz für junge Frauen, weil ich finde mehr junge Frauen in die Führung ist auch mehr Vielfalt in Entscheidungsprozessen einfach.
01:05:51: Ja, ich finde, fünfzig Prozent der Frauen sollten in Aussichtshelten- und Führungspositionen generell auch vertreten sein aber nicht weil ich denke wir machen das irgendwie besser sondern weil ich schon denke Wir machen manche Sachen anders.
01:06:06: also wir haben einen anderen Blick auf manche Themen Und das habe ich auch bei mir festgestellt, wir sind im Sprengel.
01:06:12: Das ist ja so dieser Kreisbürgermeisterin und Bürgermeisters.
01:06:15: Ich war manchmal die einzige Frau von achtundzwanzig also sieben, zwanzig Männer und Bier geht und am Ende waren wir vier.
01:06:22: Also vier Kolleginnen und immer noch dann entspricht drei zwanzige Männer, nevieren zwanzigen Männer Aber jetzt sind es fünf, zwanzig Männer wieder und noch drei Kolleginnen.
01:06:32: Also es ist tatsächlich so das hat was in der Gesprächskultur verändert und auch vom Lösungsfokus her weil wir schon andere Perspektiven mit einbringen und im Sinne der gesellschaftlichen Vielfalt fände ichs schön wenn wir wirklich alles und ich sage jetzt mal bewusst alles weil es gibt ja auch noch das Thema divers irgendwo vertreten haben in auch Führung und Entscheidungsfunktionen.
01:06:58: Ja, absolut.
01:06:59: Also ich würde mir das auch sehr wünschen dass da noch mal mehr weibliche Power oder generell vielfältigere Power rein kommt auf jeden Fall.
01:07:06: Mir geht bevor ich mit dir jetzt noch einen Blick persönlich nach vorne werfen will möchte man natürlich auch nochmal den Nachwuchs ansprechen.
01:07:11: ja weil viele Kommunen es ist so suchen wir auch Nachwuchse also nicht unbedingt nur für Bürgermeisterinnen und Bürger sondern tatsächlich auch sich in öffentlichen Leben da irgendwie zu engagieren.
01:07:22: was würdest du jemandem mitgeben der vielleicht ja tatsächlich noch ein bisschen ambivalent drüber nachdenken in den öffentlichen Dienst zu gehen und vielleicht auch denken, oh je.
01:07:31: Soll ich das wirklich mal wieder noch so jung?
01:07:32: Ja!
01:07:33: Und
01:07:34: tatsächlich ist es ja gar nicht mehr so dass man sich auch im öffentlichen Dienste ein Leben lang verpflichtet.
01:07:40: Klar bei der Beamtenlaufbahn ist es schon das Ziel.
01:07:42: also ich würde wirklich einen Werbeappell an aufrufen und sagen wenn du Gesellschaft aktiv mitgestalten willst und die Zukunft deines Landes um deine Kinder mit gestalten will dann engagiere dich wirklich in der Kommune vor Ort, im Landratsamt und geh'n die öffentliche Verwaltung.
01:08:00: Also nicht nur zur Feuerwehr, nicht nur zum THW, gerne da auch aber unbedingt!
01:08:06: Geh'n das Rathaus wo die Schaltstelle ist und lass nich locker die Frage zu stellen warum machen wir das hier so?
01:08:14: Das is wirklich die Magic-Frage.
01:08:17: Es gibt zwei, die eine ist Warum machen wir dass meistens oder viel kommt?
01:08:21: weil wir das immer schon so gemacht haben?
01:08:23: Und die zweite Frage, die noch größer ist, da habe ich jetzt gerade auch ein Fattartikel drüber geschrieben.
01:08:28: Womit könnten wir denn mal aufhören?
01:08:30: Weil wir hier eine Vorschrift nach der anderen irgendwie als Ergänzung zur Ergänsung der Ergängstung schreiben stattmal zu hinterfragen womit könnte man immer aufführen?
01:08:39: und dafür brauchen wir tatsächlich intelligenten und kompetenten Nachwuchs in allen Behörden jeder Größe.
01:08:46: also Wir brauchen einen jungen Nachwuchser steht voll.
01:08:50: Wir brauchen euch, wir brauchen eure Sicht auf die Welt.
01:08:52: Wir brauchen euren Work-Style.
01:08:56: also ich sage jetzt nicht extra Balance sondern ich sag wirklich die Art zu arbeiten ist eine andere.
01:09:00: Also ich hab ja tatsächlich ne Tochter die Bachelor auf Mechatronik und Robotik ist und so ein Erzieher isst Und ich sehe halt wie die auch mit gesellschaftlichen Themen umgehen Mit ihren Partnern jeweils und Partnerin Das ist komplett anders mega, das macht so Spaß dazu zu gucken wie die das alles in Balance kriegen.
01:09:22: Wie die planen, wie die organisieren, wie auch technischen Fortschritt nutzen.
01:09:27: also sinnvoll nicht mit Angst sondern wirklich mit diesen Entdeckerköpfe.
01:09:31: den hatten wir ja eben schon.
01:09:33: Wir brauchen alle viel mehr Entdeckerköpfe
01:09:35: Voll!
01:09:35: Und ich bin jetzt nochmal mit dir.
01:09:36: einen Blick noch mal nach vorne, liebe Birgit.
01:09:39: Nämlich... Ich weiß ja auch du arbeitest ja aktuell an einem Buch das wird es ja auch geben.
01:09:43: Ja also nimm uns doch da nochmal mit in diese Welt.
01:09:45: worüber schreibst Du und warum gerade jetzt?
01:09:51: Ja, das ist ja lustig.
01:09:51: Das Buch ist ja schon ein bisschen länger im Werden muss man ganz ehrlich sagen.
01:09:55: also ich bin in zweiter Ehe verheiratet und hat meinen Ghostwriter geheiratelt.
01:09:59: Also von daher verheiralte es ziemlich schon drei Jahre.
01:10:03: aber das Buch ist noch nicht fertig Es ist aber jetzt tatsächlich in den letzten Zügen und in dem Buch wird genau das Thema gehen was wir heute angesprochen haben nämlich diese Selbstwirksamkeit statt Fehlervermeidung und wie wir öffentliche Verwaltung, Gesellschaft denken und strukturieren müssen damit wir künftig den Entwicklungen nicht mehr hinterherrennen.
01:10:24: Weil wir sind ja tatsächlich immer nur am Feuer löschen und dahinter herrennen und das frustriert die Mandatsträger, die Mitarbeiter und die Gemeindrähte im Ehrenamt allesamt und deswegen geht es in dem Buch drum Welche Stellschrauben können wir aktiv bremen, um wieder in den gestalterten Modus zu kommen?
01:10:41: Also es lohnt sich auf jeden Fall dich weiterzuverfolgen meine Lieben.
01:10:44: Denn dann könnt ihr auch erfahren wann das Buch rauskommt und wo ihr das überall bekommen könnt.
01:10:48: Weil du das jetzt schon angesprochen hast ja wie könnten wir das tun?
01:10:51: möchte ich mit dir bevor es natürlich auch für Dich entweder oder geht hier bei Adrian nicht ein die Bebirgit nochmal deine Vision kriegen.
01:10:57: wenn Du jetzt mal zehn Jahre vorausblicken darfst Wie sieht denn für dich die Arbeit oder generell Verwaltung und Politik in zehn Jahren aus?
01:11:04: Oh, starke Frage.
01:11:06: Tatsächlich glaube ich, dass der Faktor Bürgerbeteiligung massiv zunehmen wird und das der Faktor-Bürger-Beteiligungen auch ein digitaler Prozess wird – und zwar in viel früheren Stadien als aktuell ist.
01:11:22: Der Fall ist aktuell müssen ja die Bürger aktiv werden?
01:11:26: In meiner Vision dreht sich das also zu politischen Entscheidungen wird explizit der Rad von Experten mit eingezogen und eben von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern.
01:11:40: Und in meiner Zielvision haben wir auch tatsächlich keine Parteistruktur mehr, wie wir sie im herkömmlichen Sinn haben sondern vielmehr wirklich Themen spezifische Fachexpertise um das Land wieder innovativ nach vorne zu bringen.
01:11:56: Ich glaube, dass Parteibuch ist dann eher zweitrangig Und ich sag jetzt mal provokant, als wäre ich im Verein habe ich halt auch ein paar Teilbuch um mich werteorientiert zu äußern.
01:12:09: Ich glaube aber dass viel mehr wirklich die Fachkompetenz, Expertise und auch die Präsenz des Politikers im Vordergrund steht.
01:12:20: Absolut, ja.
01:12:20: Also die Persönlichkeit dahinter und nicht mehr das Parteilebis sage ich jetzt mal an Sie.
01:12:25: Ja genau.
01:12:26: Und ich sehe es auch jetzt... also ich habe jetzt echt schon mit ein paar Leuten gesprochen auch in der Schweiz zum Beispiel.
01:12:30: da gibt's ja diese Bürger entscheidet tatsächlich also auch wirklich wenn Gesetze teilweise reformiert werden etc.
01:12:35: finde ich schon spannend.
01:12:36: Da funktioniert das ja wirklich gut!
01:12:38: Ja gut wir haben jetzt komplett anderen Hintergrund.
01:12:41: dass ist genauso wie wenn ich jetzt mit einem Krankenversicherungssystem und Estland anfangen würde.
01:12:47: Vieles ist ja auch historisch gewachsen.
01:12:49: Nichtdestotrotz ist die Individualisierung unseres Landes, also jeder einzelne wo bin ich in der Gesellschaft ein ganz großer Punkt vor.
01:12:59: euch sagt mal zwanzig Jahren hat unser gesellschaftliches System noch so funktioniert.
01:13:03: Ich helfe dir dann hilfst du mir!
01:13:05: Also es war ein Koabhängigkeitssystem.
01:13:09: Heute ist die erste Frage, die man ja auch als Führungskraft mit Nachwuchstalenten immer hat.
01:13:15: What's in for me?
01:13:16: Also wo finde ich mein Platz in der Gesellschaft?
01:13:19: Das heißt, die Gesellschaft ist das Habitat was halt den Rahmen stellt und ich selber will mich da eingringen und zwar aktiv mit allem was ich kann, was ich leiste, wo ich Kompetenzen drin habe.
01:13:32: Und das ist etwas, was sich bei den jüngeren Menschen viel mehr jetzt schon sehe Und da wird sich die Gesellschaft insgesamt in den nächsten zehn Jahren hin entwickeln müssen, was sie wirklich sagt.
01:13:43: Was ist denn wirklich Ziel für und was ist dann wirklich effektiv?
01:13:48: Also wir sind gerade noch sehr auf effizient und ich glaube das Wort der Zukunft wird sein effektif im Sinne der Wirksamkeit.
01:13:56: Definitiv ja!
01:13:59: spannender Abschnitt noch sein wird, so die nächsten zehn Jahre.
01:14:02: Ich glaube auch dass da viel im Wandel sein wird und auch muss völlig zu Recht ja?
01:14:06: Und ich finde es umso schöner liebe Birgit!
01:14:08: Es ist also ohne Witze so ein spannender Einblick einmal von dir so praxisnah auch was du erlebt hast.
01:14:14: Ja auch gerade dieses Spannungsfeld zwischen Menschlichkeit ja und dann Die andere Seite natürlich auch.
01:14:19: ja die Erwartung die da alle auf dich einprasseln Natürlich auch die Regeln.
01:14:22: irgendwie ja das muss ja irgendwie schon auch so funktionieren.
01:14:24: Also danke dass wir erst mal bevor ich jetzt mit ihr entweder oder geh so einen tollen Einblick bekommen haben und ich hoffe, dass alle die hier einschalten jetzt auch ab sofort eine andere Sicht auf Menschen die eben ja in diesen Bereichen tätig sind entwickeln.
01:14:37: Und ich glaube das schönste also ist einmal das Wort effektiv was tatsächlich passieren muss und auch dieses ja was wir vorhin eigentlich gesagt haben dieses Miteinander weder mehr in einem sachlichen basierten Dialog zu gehen und wirklich diesen moralisierende Moralismus abzustellen.
01:14:53: also in jeder hinsicht sei es jetzt Politik oder auch so im gesellschaftlichen miteinander Glaube immer noch irgendwie ein bisschen dran, dass unsere Gesellschaft es auch schafft.
01:15:01: Jede einzelne hat's in der Hand!
01:15:03: Absolut!
01:15:04: Liebe Birgit du hast das jetzt in der hand auf jeden fall was du bei entweder oder wählen möchtest.
01:15:09: ich werde dir jetzt immer zwei wahlenmöglichkeiten stellen und du darfst ganz aus dem bauch heraus entscheiden für was zu dich entscheidend magst Und wenn Du magst natürlich auch noch etwas dazu sagen musst aber nicht.
01:15:18: also wir fangen mal an.
01:15:19: wir gehen hier so ein bisschen Richtung urlaub oder freizeit.
01:15:22: liebe birgit wenn du wählen müsstest wandern oder städtereise?
01:15:25: Wandern Ah ja, die Natur auf jeden Fall.
01:15:27: Herzdeaden geteilt!
01:15:28: Dann werden wir mal kulinarisch hier.
01:15:30: süß oder herzhaft?
01:15:34: Süss!
01:15:34: Schokoladen Krieg.
01:15:35: Schokoladen, okay.
01:15:36: Ruhe oder Trubel?
01:15:38: Oh das ist schwierig.
01:15:40: Bevorzuge je älter ich werde immer mehr ruhe Ja...
01:15:44: Ich versteh nicht so gut.
01:15:46: Lieblingsrestaurant oder selbst kochen
01:15:49: Restaurant.
01:15:49: Ich hab immer, also ich habe einen Mann der kann kochen und ich koche nicht gern.
01:15:52: Ah, aber das ist doch toll!
01:15:54: Also ein Mann, der kochen kann es, ja okay.
01:15:57: Alles richtig gemacht.
01:15:58: Definitiv.
01:15:59: dann haben wir noch die Wahl für dich Spaziergang oder Sofa?
01:16:02: Ich nehme das Sofa weil ich war ja schon Wandern.
01:16:06: Genau nach dem Wandern geht's aus Sofa.
01:16:08: Ja sehr gut.
01:16:10: Okay wenn du ganz auf dich vertrauen musst, ist es das Bauchgefühl oder die Analyse?
01:16:14: Das Bauch gefühlen
01:16:15: Definitiv, okay.
01:16:17: Zuhören oder sprechen?
01:16:18: Auch hier zuhören inzwischen im Alter.
01:16:22: Und du hast ja auch schon gesagt, dass deiner beruflichen Erfahrungen gedürfen alle wieder mal ein bisschen mehr schweigen und gut tun.
01:16:27: Konsens- oder klare Entscheidung?
01:16:29: Klare
01:16:29: Entscheidung.
01:16:31: Sicherheit oder Veränderung?
01:16:32: Veränderungs... Ja auf jeden Fall!
01:16:35: Mut oder Harmonie?
01:16:36: Mut.
01:16:37: Ja bin ich auch dafür vielmehr mutwiederzunehmen.
01:16:40: Verantwortung übernehmen oder delegieren
01:16:42: verantworten oh das ist Also dann würde ich sagen Delegieren, weil ich habe trotzdem die Verantwortung.
01:16:50: Das ist das Spannungsfeld der Bürgermeisterschlechtin.
01:16:53: Eben!
01:16:54: Deswegen hab' ich gedacht, die muss ich mit reinpacken.
01:16:56: Diplomatie oder Klartext?
01:16:58: Klartex immer.
01:16:59: Absolut.
01:17:00: Mensch, wir Gedanken Klarteks haben wir jetzt hier noch bei.
01:17:02: gestern heute oder morgen wir zwei denn du darfst nämlich dein eigenes Schicksal wählen und zwar darfst du sagen Möchten wir über eine Frage sprechen im Gestern Heute Oder Morgen
01:17:12: auch?
01:17:12: nimm doch das Morgen.
01:17:14: Okay, dann guckt mal doch in die Zukunft wir zwei!
01:17:16: Alles klar?
01:17:17: Ich werde auch für dich hier wieder schön mischeln damit es nicht heißt ich habe ja was manipuliert.
01:17:22: Ja also auch die Birgit muss sich der Knalladen wahrstellen Und ich ziehe für Dich weil du bist hier zugeschalten aus dem Stabel morgen.
01:17:33: Eine spannende Frage Für das Ausleben.
01:17:36: liebe Birgitt welcher Fantasie müsstest Du viel riskieren?
01:17:40: Tatsächlich für diesen Diese Vision des gesellschaftlichen Wandels riskiere ich durch die Sichtbarkeit natürlich auch wieder ein Stück weit die Privatsphäre.
01:17:51: Also ich war ja zwei Jahre eher bisschen zurückgezogen unterwegs, aber dadurch dass sich wirklich für diesen gesellschaftlich wandelbrennende Selbstwürzigkeit statcheler Vermeidung Das riskiere ich schon auch meine Ruhe.
01:18:06: Also meine Zeit auf dem Sofa, so sagen wir.
01:18:10: Ja ganz klar es ist eine Entscheidung.
01:18:12: also für alle jetzt die da sagen hey im Bereich Mandatsträgerinnen und Träger es ist ne Entscheidung in dem Moment du riskierst völlig klar deine Privatsphäre dein Bubble, deine Ruhe.
01:18:22: erstmal ja und dann muss man wissen will man das oder nicht?
01:18:26: Ja und auch dieses dass zu halt auch wieder Angriffssfläche Es gibt, weil mein Lieblingssatz ist ja Frieden durch Konfrontation.
01:18:33: Deswegen Klarheit und Frieden-durchkonfrontation heißt halt auch, es findet nicht jeder gut was du tust.
01:18:41: Ja
01:18:41: klar!
01:18:42: Und das auszuhalten?
01:18:43: Klar!
01:18:43: Das kann auch manchmal anstrengend sein.
01:18:47: Ach Mensch liebe Birgit, jetzt hast du doch zum Abschluss hier bei Adrian Let Ein die Ehre.
01:18:50: Die Kettenfrage von meinem letzten Gast nämlich der lieben Natja Klars zu beantworten.
01:18:55: und ich finde es eigentlich ganz gut weil vielleicht matchst sogar ein bisschen mit deiner Vision oder da wo du hin willst ja auch was du bewegen willst.
01:19:01: und zwar hat die Natja mir die Frage hinterlassen welche Superkraft würdest Du Dir auswählen wenn Du freie Wahl hättest und alles möglich wäre?
01:19:10: Ich würde gerne machen dass die Menschen genauso schnell verstehen wie ich spreche Also das nicht so, wie es gibt auch diese, bei Men in Black gibt's doch dieses Click-Click wo die vergessen was sie alles gerade erlebt haben.
01:19:22: Ich würde gerne ein click-click haben, was sich über die Menschen geben kann dass sie in dieser Erkenntnisprozesse noch viel schneller einsteigen könnten.
01:19:32: Das wäre eine Super Magic Kraft wenn ich so wie Ginny Blinschen könnte und mein Gegenüber hätte ich schon verstanden bis ins Tiefstermarkt was ich ihm gleich erzählen will.
01:19:41: Ja und läuft quasi schon los und geht voll in die Umsetzung Ja.
01:19:43: Letztes
01:19:45: Jahr nicht mehr aufhalten, finde ich super!
01:19:47: Finde ich mega ja.
01:19:48: Das wäre echt eine coole Geschichte.
01:19:50: wie oft redet man da auch manchmal echt im Kreis herum und dann denkt man oh es könnte eigentlich schon lang umgesetzt sein aber das ging überhaupt irgendwie noch nicht.
01:19:56: den Kern der Message verstanden so...ja bin ich auch bei dir, bin ich ausso ungeduldig manchmal als Erste.
01:20:02: Ich freu' dich doch für weniger Worte, ich find's auch viel effektiver.
01:20:05: Voll absolut, aber er gibt's irgendwann keine Podcasts mehr wenn wir nur noch wenige Worte brauchen ist auch blöd.
01:20:10: Ja, stimmt
01:20:11: auch wieder.
01:20:12: Wir eliminieren uns halt selber hier weg aus dem Podcast.
01:20:14: Ist
01:20:14: übrigens eine Kernkompetenz und Führungskreppen sich selbst überflüssig zu machen?
01:20:18: Ja das stimmt!
01:20:19: Das ist allerdings wahr... ja jetzt liebe Birgit, jetzt hast du ja noch die Ehre ne Kettenfrage zu hinterlassen für meinen nächsten Gast.
01:20:25: wohl nicht wissen wer da sein wird aber ich bin natürlich gespannt.
01:20:29: Ich würde tatsächlich die Frage stellen, die ja die Frage aller Fragen ist Womit könntest Du denn mal aufhören?
01:20:36: Find' ich gut.
01:20:37: Also, womit können wir aufhören?
01:20:38: Wir hören jetzt dann auch gleich mit der Folge auf.
01:20:40: Aber nicht weil es blöd ist oder weil sie langweilig ist und ganz im Gegenteil meine Lieben!
01:20:44: Ich hoffe ihr wart mindestens genauso gespannt hier mit dabei wie ich auch Birgit und das ganze Thema jetzt erlebt hat.
01:20:50: Weil ich finde's einfach so wichtig und ja auch ich habe teilweise Menschen die in diesen Funktionen stecken auch ins Schubladen schon gesteckt und es zeigt ja umso mehr dass wir miteinander reden müssen und das ist einfach das Wichtigste glaube ich.
01:21:01: Und vielleicht ja liebe Birge du hast es ja eigentlich schon angedeutet aber als letzte Frage wenn Du jetzt den Menschen einschalten, noch irgendeinen Gedanken mit auf den Weg geben kannst.
01:21:09: Wie säht denn der aus?
01:21:12: Lass dich mal auf das Experiment ein!
01:21:14: Der andere könnte Recht haben.
01:21:16: Oh ja schön... Ach, Mensch!
01:21:19: Ich weiß gar nicht, welche Folgentitel ich hier entwickeln soll.
01:21:21: Weil du so viel coole Sätze hier heute rausknallst.
01:21:24: Hey liebe Bier geht.
01:21:25: vielen herzlichen Dank an dich wirklich für dieses also für mich unglaublich spannende und auch sehr menschliche Gespräch rund um dieses ganze Thema Verantwortung Politik.
01:21:33: Und ja, ich finde es einfach so wichtig auch was du machst.
01:21:36: Ich glaube wir haben heute echten Blick gerade auch auf Politik und Verwaltung geworfen.
01:21:41: Ich glaube schon, den viele von uns noch nie so erlebt haben.
01:21:44: Das finde ich auch wirklich toll!
01:21:45: Denn wir reden heute nicht über Schlagzeilen oder irgendwelche Parteipolitik und das soll es auch gar nicht gehen und das wollte ich auch nie hier bei Adrian Lett ein, sondern mir geht's echt um die Sicht der Menschen... Die tagtägliche Verantwortung, du hast sie beschrieben?
01:21:58: Dass wird das einfach nochmal anders wahrnehmen vielleicht in Zukunft ja.
01:22:01: und ich kann nur noch jetzt an der Stelle nochmal die Erinnerung an die Show-Notes geben denn wenn Leute dabei sind, die sagen hey ich hab noch Fragen oder ich find' es so spannend oder vielleicht seid ihr selber Ich würde sagen an der Stelle.
01:22:30: danke dir Birgit und ich habe mich sehr gefreut, dass du mein Gast gewesen bist bei Adrien Lett ein.
01:22:35: Vielen Dank, dass sich bei dir sein durfte!
01:22:37: Ja, ganz klar.
01:22:38: Ich wünsche dir viel Erfolg für alles!
01:22:39: Für alle Menschen die du noch begleitest weiterhin und ich... Ja, also bin mir sicher das wirst du mehr den Jesuber machen.
01:22:44: Also ich werde auch gerne glaube ich Bürgermeister unter deiner Mentor schafft auf jeden Fall und ja euch allen natürlich auch die einschalten hier.
01:22:52: vielen vielen Dank und ich denke wenn ihr das ist ja auch ein Appell an euch Menschen kennt die vielleicht in diesem Bereich tätig sind oder die vielleicht diesen Impuls hier denn wir mit Birgit heute hatten in der Folge auch mal hören müssen dann teilt gerne die Folge!
01:23:05: Also dafür ist es ja auch da dass wir da Geschichten von Menschen weiter tragen und ihr dürft natürlich auch sehr gerne podcast weiter empfehlen und natürlich auch fleißig abonnieren, denn dann verpasst ihr auch keine aktuelle Folge mehr hier von Adrian Lett ein.
01:23:17: Also in diesem Sinne vielen Dank Birgit!
01:23:19: Vielen dank euch allen fürs Zuhören und ich würde einmal mal sagen bis zur nächsten Folge bei Adrian Lette ein Tschüss!
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