... Luca Thiel, Olivetti, drei Worte & Eierkuchen

Shownotes

n dieser Folge ist Luca Thiel bei mir zu Gast. Er ist Dichter, Performer und der Kopf hinter „rent your poet“ beziehungsweise seiner Schreibmaschinenpoesie. Menschen begegnen ihm, geben ihm drei Begriffe oder ein Stück ihrer Geschichte mit und wenige Minuten später entsteht daraus ein individuelles Gedicht auf der Schreibmaschine.

Wir sprechen darüber, wie Luca bereits in der Schulzeit zum Schreiben kam, warum ihn Reime, Metrik und das Experimentieren mit Begriffen fasziniert haben und wie aus ersten eigenen Texten später eine echte Poesie-Performance wurde. Die Schreibmaschine ist dabei nicht nur Werkzeug, sondern Teil der Begegnung: ihr Klang, das Papier, der Anschlag, das Unperfekte und die Nostalgie machen jedes Gedicht zu einem kleinen Unikat.

Besonders spannend ist Lucas Blick auf die drei Begriffe, die Menschen ihm mitgeben. Für ihn ist die Geschichte oft schon in dem Moment angelegt, in dem die Worte genannt werden. Aus Gefühlen, Farben, Namen, Pflanzen oder scheinbar völlig unterschiedlichen Begriffen entstehen Figuren, Bilder und kleine Welten. Am häufigsten begegnen ihm laut eigener Auswertung Begriffe wie Liebe, Freundschaft, Sommer, Sonne und Namen von Personen.

Natürlich sprechen wir auch über die emotionale Seite seiner Arbeit. Luca erzählt von Menschen, die durch seine Worte berührt werden, von sehr persönlichen Geschichten und davon, warum Zuhören für ihn eine der wichtigsten Fähigkeiten geworden ist. Wer Gedichte für andere schreibt, muss erst einmal aufnehmen, was zwischen den Zeilen mitschwingt.

Ein weiteres Thema ist die digitale Welt. Luca sieht KI nicht als direkten Ersatz für seine Arbeit, sondern beschreibt seine Schreibmaschinenpoesie eher als Gegenpol: nicht schnell, nicht perfekt, nicht beliebig reproduzierbar, sondern persönlich, analog, nahbar und bewusst entschleunigt. Gerade deshalb passt seine Kunst auf Hochzeiten, Geburtstage, Firmenfeiern, Kulturveranstaltungen, Produkt-Launches oder besondere Events.

Die Quintessenz dieser Folge: Worte können etwas hinterlassen. Manchmal braucht es keine große Bühne, kein WLAN und keinen perfekten Text aus dem Computer, sondern einen Menschen, der zuhört, drei Begriffe, eine Schreibmaschine und den Mut, daraus etwas Persönliches entstehen zu lassen.

Ihr wollt mehr zu Luca und seinen Angeboten erfahren?

Dann geht´s hier zu seinen Kontaktmöglichkeiten: Webseite: https://www.rentyourpoet.de/ Instagram: @rentyourpoet LinkedIn: @Luca T.

Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: info@adrian-hoffmann.de

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, herzlich willkommen meine Lieben hier zu einer neuen Folge von Adrian Laet ein.

00:00:04: und jetzt mal eine ganz ehrliche Frage an euch alle.

00:00:07: Wann habt ihr eigentlich zuletzt ein Gedicht geschrieben?

00:00:10: Und nein ich mein nicht irgendwie drei Emojis oder so und LG noch per WhatsApp schnell mal rüber geschickt sondern wirklich einen Gedicht.

00:00:18: ja und ich glaube tatsächlich das Poesie etwas ist was viele von uns und da nehme mich gar nicht raus immer noch so'n bisschen mit ihrer Schulzeit verbinden.

00:00:25: also wir kennen es alle Gedichte analysieren Reimschema und dann irgendwie anschließend Versuchen herauszufinden, was vielleicht der Dichter uns damit sagen wollte.

00:00:36: Aber mein heutiger Gast, mein Lieben macht etwas ganz anderes daraus.

00:00:39: Bei ihm wird nämlich Poesie zu einer wirklichen Begegnung zu einem Moment und zu etwas das tatsächlich ganz individuell für einen Menschen entsteht – und das finde ich so schön!

00:00:49: Und ihr glaubt es kaum.

00:00:50: wir brauchen dafür keine KI, braucht doch keinen Laptop und er braucht nicht mal WLAN sondern etwas was glaube ich in unserer leider immer digitaleren Welt schon ein bisschen aus der Zeit gefallen scheint … und zwar eine Schreibmaschine ja?

00:01:02: Ihr habt richtig gehört, eine Schreibmaschine.

00:01:05: Sein Konzept nennt sich Rent Your Poet beziehungsweise Schreib-Maschinen.

00:01:08: poesi und Menschen begegnen ihm erzählen ja ein Stück ihrer Geschichte geben die manchmal einfach auch nur drei Worte mit und in wenigen Minuten steht dann daraus wirklich ein individuelles Gedicht!

00:01:19: Und gerade diese drei Wörter muss ich schon sagen finde ich wirklich faszinierender.

00:01:23: Taurich nachher noch mal mit ihm ein denn mein Gast selbst sagt sinngemäß zwei Wörtern können ausreichen um auf einem Blatt Papier eine Gans Welt entstehen zu lassen.

00:01:33: Wahnsinn, oder?

00:01:34: Ja was muss in einem Kopf passieren meine Lieben damit aus drei völlig unterschiedlichen Begriffen plötzlich poesiv wird?

00:01:40: kann man Kreativität eigentlich auf Knopfdruck abrufen?

00:01:43: das will ich mit ihm besprechen.

00:01:44: und was macht eine Schreibmaschine mit Worten was vielleicht ein MacBook oder ein anderer Laptop von uns nicht kann?

00:01:50: Ja und wir brauchen tatsächlich in einer Zeit von ChatGbt, Social Media etc.

00:01:54: Sprachnachrichten.

00:01:55: ihr kennt das alle einfach bewusst.

00:01:57: vielleicht auch nochmal dieses Analoge und das ist Verlangsamte und darüber möchte ich heute mit ihm sprechen aber natürlich auch über den Menschen hinter der Schreibmaschine.

00:02:05: ja in dem Sinne ich heiße ihn jetzt einfach herzlich willkommen.

00:02:08: wir hauen in die Tasten sozusagen hier bei Adriathlet ein.

00:02:11: schön dass du mein Gast bist.

00:02:12: Herzlich Willkommen Luca Thiel.

00:02:14: Hi

00:02:14: Ja, grüß dich.

00:02:15: Hallo!

00:02:16: Ich freue mich sehr dass du mein Gast bist.

00:02:17: und hey Luca also ganz ehrlich das Thema das fand ich ja so spannend was du da machst und wir hatten ja schon im Vorgespräch ein bisschen drüber gesprochen wie es aus sein kann.

00:02:25: Da tauchen wir doch heute mal einfach tiefer mit ein weil ich denke alle die einschalten haben wahrscheinlich genauso wenig Ahnung davon wie ich als ich dich kennengelernt habe was eigentlich dein Beruf heute ausmacht.

00:02:35: Nimm uns doch mal mit vielleicht an den Anfang deines Weges wo Du gemerkt hast Hey Worte sind für mich ja schon ein bisschen mehr als eben nur Mittel zu kommen Kommunikation.

00:02:44: Hast du das, hast du schon als Kind oder Jugendlicher geschrieben?

00:02:47: Wie fing das an?

00:02:48: Also

00:02:48: es ging tatsächlich in der Schulzeit los.

00:02:50: deswegen ist es witzig dass du das auf die Schulzeiten ziehst weil das Gedichte schreiben an sich habe ich ja so ungefähr ne neun oder zehnten Klasse angefangen und zwar aufgeheiß meines damaligen Deutschlehrers und dem Thema der Gedichtinterpretation in der Schule.

00:03:11: Und es ging dann erstmal um die Theorie.

00:03:13: Unser Lehrer hat uns aufgefordert, in der Praxis Gedichte zu schreiben und bei mir ging das super schnell von der Hand.

00:03:22: Ich meine mich zu erinnern genau... Er hatte dann mich aufgeforderd einen Gedicht zu schreiben über dass wir dann nächste Stunde jemanden aus der Klasse abfragen und tatsächlich eine damalige Schulkollegin von mir mein Gedicht interpretiert Oh wow.

00:03:38: Ohne dass mein Name drunter stand, das heißt niemand wusste, dass eigentlich mein Gedicht ist und es war dann irgendwie schon ein bisschen... Ja, es waren coole Momente dort in der Klasse zu sitzen und dieses Gedicht abgefragt zu bekommen Und ich habe da eine sehr lange für mich selber Gedichte geschrieben.

00:03:57: Das war bestimmt fünf, sechs, sieben, acht Jahre und ich hatte dann recht früh auch schon meine erste Schreibmaschine.

00:04:06: Mit dieser Schreibmaschine habe ich dann immer kleinere Kurztexte gemacht, die ich mir dann daheim an den Schrank gehangen hab.

00:04:11: Also ich hatte so einen Ikea-Schrank mit den trüben Gläsern drin und das war mir irgendwann zu langweilig.

00:04:16: Dann habe ich angefangen da so kleine Collagen hinzubasteln.

00:04:19: Und diese ganze Schrank voll mit Schreibmachinen Texten und Gedichten und alle möglichen... ...und während meines Studiums hat sich es dann so entwickelt dass daraus quasi ja diese Schreibmachine Poesie geworden ist.

00:04:33: also das kam dann eigentlich erst Viel, viel später.

00:04:37: Ich nenne dich noch mal ganz kurz mit weil du gesagt hast so an diese Gedichtwelt schon in der Schule.

00:04:41: Witzig das ja ich das eigentlich auch damit verbinde dieses Schulthema.

00:04:45: was würdest du sagen?

00:04:46: Ich war zum Beispiel so ein Aufsatzkind also ich habe wahnsinnig gern Aufsätze geschrieben.

00:04:50: Du sagst du hast sich jetzt irgendwie in die Welt schon damals der Gedichte verliebt und bist da mehr eingetaucht.

00:04:55: Was hat dich da so fasziniert an der Welt?

00:04:57: Also

00:04:58: ich fand tatsächlich Den Aufbau immer interessant und ich hatte die Reinstruktur sehr interessiert oder die Metrik, wie man sagt.

00:05:08: Und ja mir ist es dann irgendwie damals auch schon relativ leicht gefallen Reime zu finden und das hat sich irgendwie immer recht intuitiv angefühlt und sehr machbar für mich und Ich habe aber tatsächlich sehr schnell gefallen an der Praxis gefunden und weniger an der Theorie.

00:05:28: also die Theorie hat dann tatsächlich mich weniger interessiert und ich habe mich dann auf das Schreiben an sich fokussiert.

00:05:35: Ja ja, weil ich könnte mir vorstellen am Anfang oder war es bei dir auch so dass man ist oder ich kenne es ja auch von so klassischen Familienfeiern dieser typische Haus-Maus-Reim?

00:05:44: Also hast du da auch schon angefangen zu probieren auszuprobieren oder war das schon dieses klassische noch wie wir es alle kennen?

00:05:49: Ehrlich

00:05:50: gesagt weiß ich das nicht mehr.

00:05:51: Ich fraue

00:05:53: mal die Anfänger erinnern, ich weiß nur noch diese Szenare für mich mein... Deutschlehrer am Ende des Unterrichts lobte, dass ich dieses Gedicht so schnell geschrieben habe und auch so gut geschrieben hatte.

00:06:03: Ich wünschte, ich hätte es auch noch!

00:06:04: Ich weiß nicht mehr was für ein Gedicht das war.

00:06:06: Schade

00:06:08: sein also es muss irgendwo sein.

00:06:12: Aber was mich interessiert hat, war eigentlich das Schreiben an sich und das Experimentieren mit Begrifflichkeiten.

00:06:18: Irgendwo auch das Verschachteln so ein bisschen.

00:06:20: Ja, ja.

00:06:21: Und jetzt hast du schon die Schreibmaschine in den Raum geworfen?

00:06:23: Du hast dann quasi deinen eigenen Kehrschrank damit als Collage versehen.

00:06:28: Wo kam so dieses analoge Instrument her?

00:06:30: War das denn irgendwie durch die Familie?

00:06:32: War es ein Erbstück?

00:06:33: oder wieso hast du die Schreibtmaschine für dich entdeckt?

00:06:35: Ich war

00:06:35: irgendwann mal auf dem Flummer und hab da eine Schreibt- maschine entdeckt und es dürfte eine Olympia gewesen sein Meine allererst Olympia, auf der habe ich sehr viel geschrieben.

00:06:48: Die habe ich auch nicht mehr, die habe ich dann bei einer damaligen Freundin gegen einen Kunstwerk getauscht und also ich hatte immer eine Schreibmaschine seitdem.

00:06:59: Also mittlerweile habe ich vier Stück Und ich schaffe mir gerade die fünfte an, also ich habe inzwischen einige.

00:07:06: Ist das

00:07:07: auch so wie bei einem Instrument dass man zum Beispiel sagt hey jetzt ist irgendwie eine andere.

00:07:11: weiß ich den anderen Anschlag?

00:07:12: oder die fühlt sich besser an beim Schreiben?

00:07:14: Ja

00:07:14: also auf jeden Fall es hat anderes Gewicht andere Farbe andere Marke und natürlich auch ne andere Schriftart.

00:07:24: schon es gibt sehr unterschiedliche Schreibmaschinen.

00:07:26: Es gibt sogar Schreibschrift-Schreibmaschine.

00:07:29: Die sind etwas seltener und etwas teurer.

00:07:31: Die sehen natürlich total toll aus, also das Schriftbild sieht total toll.

00:07:35: Und ich bin großer Fan von den Olivetti-Schreibmaschinen und ich habe mich da irgendwie mit angefreudet und jetzt ist bei mir mal so ein bisschen Olympia schrägstich, Olivetti sind eigentlich so...

00:07:49: Die Favorisierten.

00:07:50: Ja, ja, jetzt hast du schon gesagt nach dem Studium wurde es dann eigentlich oder ziemlich konkret dass du gemerkt hast hey da will ich irgendwie mehr draus machen.

00:07:58: Jetzt gibt's ja inzwischen auch dich wirklich als rent your poet.

00:08:01: Wann war so der Moment wo du vielleicht zum Beispiel auch zum ersten mal für einen fremden Menschen Gedicht geschrieben hast?

00:08:07: wie hat sich das entwickelt?

00:08:08: Also das war während meines Bachelorstudiums.

00:08:12: Ich hab Kulturmanagement studiert

00:08:13: Okay

00:08:14: Und ich habe mich außerhalb meines Studiums engagiert bei einigen Kulturprojekten und Vereinen.

00:08:23: Ein Projekt war das Zukunftsvisionenfestival, und es war ein riesiges Kulturfestival mit Kunst-, Musik- und Performances, und das ging über mehrere Tage hinweg.

00:08:35: Bei einem dieser Events dürfte so zwanzig-einundzwanzig gewesen sein.

00:08:41: Da wurde ich eben gefragt, ob ich im Teil des Rahmenprogramms eine Performance machen möchte.

00:08:48: Und ich habe dann mir eine Performance überlegt.

00:08:50: die war am Anfang noch weit aus komplexer als es jetzt mit der Schreibmaschinen-Posie der Fall ist.

00:08:57: also das was von der Schreibt Maschinen Posi ursprünglich noch übrig ist eigentlich nur ein kleiner rudimentärer Bestandteil weil die Performance die ich am Anfang aufgeführt hab die war wesentlich umfangreicher Und da konnte man würfeln und das Würfelergebnis hat dann bestimmt welche Kulturform ich improvisiere.

00:09:17: Dann hatte ich ein Klavier, eine Leinwende, Theatermasken oder eben eine Schreibmaschine.

00:09:25: Aus diesen Improvisieren heraus habe ich gesagt es ist wesentlich einfacher nur mit der Schreib Maschine zu machen.

00:09:32: Da muss ich nicht jedes Mal eine Leinenwende und einen Piano mitschleppen.

00:09:36: Ja doch bisschen stärker so ein Piano!

00:09:39: Ich habe diese Performance noch ein paar Mal gemacht, jetzt dieses Jahr in Italien und die kamen wirklich sehr gut an.

00:09:45: Und ich mache sie auch sporadisch ab und zu.

00:09:50: Aber das ist nicht mein Hauptaugenmerk.

00:09:53: Genau.

00:09:53: aber ich hab eben auf diesem Festival gemerkt dass die Leute das total cool fanden und dann habe ich das mit der Schreibmaschine weiter verfolgt.

00:10:02: Daraus haben sich dann mehr und mehr Möglichkeiten für mich geboten, dass ich angefragt wurde.

00:10:08: Und das ich auch realisiert habe, dass man damit eben auch sich nebenbei was dazu verdienen kann.

00:10:14: Und natürlich war es eine schöne Möglichkeit einfach gewärtschützt zu werden und Gedichte zu schreiben für die Gäste.

00:10:19: Absolut!

00:10:20: Weil du hast schon gesagt sie waren begeistert ne?

00:10:21: Wie war so aus deinem Blickwinkel jetzt diese Reaktion?

00:10:25: War das dann schon auch emotional wenn die gemerkt haben wow Du hast jetzt irgendwie aus diesen Worten dann doch etwas echt Tieferes Gezaubert.

00:10:32: Also die allererste Performance war vor allem unterhalbs, unterhaltsam und da haben die Gäste sich für Lachen gekringelt weil das war halt in so einem ganz kleinen Szenario.

00:10:42: aber es waren dann auf einmal dreißig oder fünfunddreißig Leute um mich herum.

00:10:47: Und ich habe später erst dann gemerkt was für einen Einfluss ich auf die Leute nehmen kann mit dem Gedichte schreiben.

00:10:55: Weil dieses Konzept mit den drei Worten kam auch erst danach, also bei meiner allerersten Performance war das eben nur ein Schlagwort und dazu improvisiere ich dann was.

00:11:03: Und dass mit den Drei Begriffen kam erst darauf hin.

00:11:09: Das war aber auch nie mein vollkommenes Augenmerk weil ich zu der Zeit anderweitig selbstständig war und ich habe halt Kunstausstellungen organisiert und ich hatte noch Mode Label.

00:11:19: Dann war es mit den Gedichten eher so ja noch so'n Hobby Und das kam dann erst viel später, dass ich wirklich auch gemerkt habe was man damit alles erreichen kann.

00:11:30: Finde ich toll.

00:11:30: gehen wir doch mal rein mit diesen drei Worten.

00:11:32: Ich hab's ja schon im Intro angesprochen.

00:11:34: Das klingt jetzt vielleicht so vermeintlich einfach jemand hau dir drei Wörter hin und ich sage mal fünf Minuten später steht da irgendwie ein Gedicht.

00:11:41: Du hast gesagt am Anfang war es nur einen Wort Nimm uns mal mit Jetzt kommt ein Mensch zu dir Ja und der gibt dir drei worte und was passiert dann?

00:11:49: Also

00:11:49: im Prinzip ist die Geschichte Fertig in dem Moment, wo die drei Worte genannt werden.

00:11:55: Wow!

00:11:56: Okay...

00:11:57: Ich habe da halt ein sehr intuitives Vorgehen.

00:12:01: aber jede gute Geschichte hat natürlich irgendwo etwas Protagonistisches und du kannst eigentlich aus jedem Wort das dir genannt wird einen Protagonisten machen sei es ein Gefühl eine Farbe eine Pflanze Ein Tier Ein Name Ein Zustand Eine Empfindung.

00:12:20: also Du kannst Jedes Wort, dass keine Person es grundsätzlich personifizieren und dadurch zum Protagonisten machen.

00:12:29: Und das ist sehr oft bei mir der Fall wenn jetzt mir jemand einen Gefühl nennt und ich keinen anderen Anhaltspunkt habe als Person dann mache ich halt das Gefühl zur Person.

00:12:42: Ich kompliziere das Gefühl und die anderen Worte sind ja die Umstände oder die Zustände die sich quasi Darum herum abspielen.

00:12:53: also ich habe sehr, sehr oft eben dieses dieses Personifizieren von mindestens einen der Begriffe das bei mir eine große Rolle spielt.

00:13:01: Und dass es ein Ansatz und ein anderer Ansatz ist im Prinzip ne ganz simple Erzählung ohne das Protagonistische indem ich quasi so ein bisschen ins Märchen hafte rein gehe oder in eine Farbelerzählung reingehen oder so was.

00:13:19: Gibt's da sowas?

00:13:19: Also das fände ich jetzt interessant, so gesellschaftspsychologisch drei Wörter die dir im Verhältnis relativ oft irgendwie begegnen?

00:13:27: Ich führe ja tatsächlich statistische Aushaltung davon über welche Worte wie oft genannt werden.

00:13:31: Okay!

00:13:34: Ich glaube die ersten drei bis fünfhundert Gedichte habe ich leider nicht aufgezeichnet weil da war ich noch... Da habe ich das weniger ernst genommen und hab einfach die Gedichte geschrieben.

00:13:46: Und ich bin dann irgendwann nach, ich glaube ein oder eineinhalb Jahren erst darauf gekommen... ...dass ich mir die Gedicht auch abfotografiert habe.

00:13:54: Ah cool ja!

00:13:54: Und

00:13:55: dadurch dass ich dann alle Fotos gesammelt habe.. ..und inzwischen auch auswerten kann,... ...kann ich sagen welche Worte am häufigsten sind?

00:14:05: Also Number one für den Fall Nummer eins ist definitiv Liebe.

00:14:09: Okay ja!

00:14:13: dürfte vermutlich Freundschaft und Sommer sein.

00:14:19: Und auf Nummer drei ist Sonne, die Nennung von Personen.

00:14:28: Wenn jemand etwas widmen möchte, dann werden auch Personen genannt und das ist auch sehr häufig der Fall.

00:14:33: Es ist schon häufig ein Thema Sehnsucht vielleicht dabei mit Liebe oder vielleicht auch Sommer könnte ich mir vorstellen die Sehmsucht nach diesem schönen Ort ja die erste Liebe.

00:14:43: wie auch immer finde ich schon interessant dass da irgendwie Menschen sich ähneln wenn sie in die poetische oder auch musikalische Richtung hat man das oft in Musiktiteln.

00:14:51: genau diese Welt die da entstehen Gibt so einen Moment, wo du vielleicht auch sagst, hey Leute, also ernsthaft.

00:14:56: Mit dem soll ich jetzt was machen und dann bist du grundsätzlich, dass du sagst ne, meine Preativität kriege ich eigentlich immer

00:15:02: abgerufen.".

00:15:02: Also ich

00:15:02: bin extrem froh wenn Leute sich ein bisschen zum Experimentieren verleiten lassen oder einfach sagen, wie mir jetzt irgendwas komplett bescheuert ist.

00:15:12: Natürlich habe ich dann so Auseinandersetzungen, neulich war ich hier in Düsseldorf am Rhein-Ufer und dann kam da einen jungen Gesellenabschied.

00:15:23: Alle acht kannte ich ein hinter die Beene gepegelt, dementsprechend waren auch deren Worte.

00:15:31: Schreibt mal was!

00:15:32: Ja ja also da waren dann... Ich will gar nicht sagen was doch nun genannt worden ist so aber es war auf jeden Fall sehr vulgaer.

00:15:43: Und natürlich bin ich Künstler und ich setze mir selber auch keine Grenzen.

00:15:51: acht junge Herren um mich herumstehen, dann schreibe ich den Haltengedicht dazu.

00:15:56: Und dann haben die mir acht Worte genannt und dann habe ich für das Junggesellen dieses Gedicht geschrieben.

00:16:03: Wirklich, die haben sich kaputt gelacht.

00:16:07: Da war der nächste Songtext von Bushido fertig hier.

00:16:12: Ich bin diesem sprachlichen Niveau ja!

00:16:14: Geil okay aber das ist jetzt schon interessant ne?

00:16:17: Ich könnte mir vorstellen ich mein klar du bist sehr sehr kreativ.

00:16:19: allein schon berufsbedingend gibt es so Tage oder kannst du wirklich echt immer dann sofort loslegen oder wo du dann merkst boah ey also heute brauch ich mal ein bisschen extra Anlauf.

00:16:28: Ja es ist so ein bisschen wie so'n kalter Traktor Porsche Motor.

00:16:32: Also ich brauche ab und zu schonmal meine Start Versuche, vor allem wenn ich jetzt irgendwie nicht ganz ausgeschlafen bin oder so ein bisschen neben mir bin.

00:16:44: Oder selber auch irgendwas habe was mich vom Kopf her beschäftigt.

00:16:48: Normalerweise komme ich immer relativ schnell rein selten auch sozial von den menschen erschöpft und habe eigentlich grundsätzlich viel energie mich zu unterhalten.

00:16:59: Und so interagieren.

00:17:00: deswegen ist das eigentlich gar kein problem für mich krass,

00:17:03: weil es ist ja schon muss man ehrlich sagen eine höchstleistung.

00:17:06: da kommt jemand schmeißt hier drei worte hin du schmeißt den motor an wie du sagst und dann geht's los ja und dann entsteht ein paar minuten später in gedicht und wie ist es dann danach also Und kriegt ja das Gedicht dann offensichtlich von dir?

00:17:19: Liest du die denn irgendwie noch vor oder sprecht ihr darüber, was sind da so die Momente, die dann stattfinden.

00:17:24: Also

00:17:24: es hängt ein bisschen vom Setting ab.

00:17:26: also es gibt definitiv Veranstaltungen bei denen ich mir die Zeit nehme die Gedichte auch fortzulesen.

00:17:32: wenn ich jetzt aber auf dem Event bin wo ich nicht viel Zeit habe und ich merke okay da bildet sich vielleicht eine kleine Schlange und sowas Ich mache das manchmal auch davon abhängig wie persönlich das Gedicht.

00:17:44: Weil manche Gedichte sind sehr, sehr persönlich und dann verzichte ich gerne darauf die Gedichte vorzulesen.

00:17:50: Manchmal merke ich aber auch selber dass sich das Gedichts super lustig finde und dann lese ich das Gedichtet halt auch zum Witz einfach so.

00:17:58: Könne

00:17:59: ich mir vorstellen, die Menschen erzählen dir ja meistens dann oft auch noch irgendwas dazu.

00:18:03: Was sie da jetzt gerade warum Sie diese drei Worte wählen oder so?

00:18:05: Also da kommt ja auch schon eine gewisse Nähe zu fremden Menschen.

00:18:08: Also

00:18:09: das auf jeden Fall!

00:18:09: Ich habe vermutlich einen der persönlichsten und den nahbarsten Berufe überhaupt weil... Die Geschichten, die die Menschen mir erzählen sind natürlich extrem persönlich und teilweise auch intim auf einer emotionalen Ebene.

00:18:24: Und das erfüllt mich natürlich mit einem Mit dem Stolz, dass die Leute mich für so vertrauensvoll halten.

00:18:33: Dass sie bereit sind, ihre persönlichen Gedanken so mit mir zu teilen und ich dann damit arbeiten darf.

00:18:38: Ja klar!

00:18:38: Also ich meine ein Stück weit ist es schon fast bisschen was wie den Gang zum Psychologen ne?

00:18:42: Die knallen dir da drei Worte hin und das steckt ja für die wahrscheinlich eine unglaubliche Tiefe dahinter Und du zauberst dann noch einen Gedichter draus.

00:18:48: also gab's da auch schon Ein Moment oder vielleicht irgendwas wo du sagst boah Das hat mich im nachhinein echt positiv natürlich auch berührt weil Du vielleicht durch deine Zeilen Den mensch auch Emotional so erreicht hast.

00:19:02: Was ich natürlich immer extrem bemerkenswert finde, ist der Moment wenn mir gegenüber jemand anfängt zu weinen oder wenn dann Trennen in den Augen stehen.

00:19:13: Weil ich merke dass Worte wirklich also schwer wiegen können und ich finde vor allem in einer Zeit in der... Ich meine in den Medien sieht man es oft genug das in der Politik einfach Worte rumgeschmissen werden und es geht gar nicht mehr so sehr um die Achtsamkeit dessen, was man sagt.

00:19:34: Sondern man will sein Ziel erreichen und dann ist das Wort nun Mittel zum Zweck Und... Das fällt mir oft auf, dass wenn ich dann Leute wirklich berühre, dass diese Worte wirklich sehr, sehr schwer wiegen können und das ist natürlich immer schön Wenn ich merke, dass ich da jemanden so berührt habe, dass dieser Person wirklich emotional Ja, berührt wird davon.

00:19:56: Ja absolut!

00:19:57: Ich meine ich glaube wenn ich mir noch richtig erinnere aus unserem Vorgespräch hast du ja schon mehr als oder für mehr als zweitausend Menschen Gedichte geschrieben.

00:20:05: Also man muss ja mal überlegen was das heißt auch an persönlichen Begegnungen?

00:20:09: Wir sind inzwischen bei drei tausend acht Hunde.

00:20:12: Okay

00:20:12: also ich werde dieses Jahr vermutlich die Achthundert-Gedichtemarke knacken pro

00:20:19: Jahr.

00:20:20: Wahnsinn, okay.

00:20:21: Also wie ist es für dich?

00:20:24: Hast du auch schon Momente erleben wenn du jetzt eben für andere Menschen schreibst die dir ja so persönliche Geschichten dann teilweise noch mitgeben dass du dein Merksport berührt auch dich zum Beispiel oder hast du da einfach so eine professionelle Distanz wo sagst ne ich bin der Künstler und der Moment gehört dem Menschen der mir das erzählt.

00:20:41: also ich hatte neulich ein sehr Intensive Erfahrung, wo eine junge Dame ein Gedicht über ihren Opa schreiben lassen wollen.

00:20:52: Und mein Opa ist dieses Jahr in die Ewigkeit gezogen.

00:20:54: deswegen war das natürlich dann für mich schon sehr emotional weil ich da natürlich direkt an meinen Opa denken musste.

00:21:00: aber es war sehr schön weil in dem Moment habe ich das Gedicht für Ihren Opa und von meinem Opa geschrieben und das war sehr sehr schön.

00:21:07: aber ich war dann natürlich schon in Trenn sehr nahe und ich konnte das Gedichte danach auch nicht vorlesen und musste mich dann kurz... ... eine Minute zurücknehmen und einmal kurz tief durchatmen, weil ich ja natürlich in dem Moment schon... ...zwar emotional ergriffen war.

00:21:22: Aber ich war natürlich auch gebucht als Dichte.

00:21:24: deswegen muss sich da natürlich professionell bleiben und... Ich habe dann den Moment kurz genossen und meinem Vater danach auch das Gedicht geschickt was er auch total schön fand.

00:21:35: aber das... Also das passiert sehr selten, dass mir emotional etwas nahegeht.

00:21:41: Es muss dann wirklich schon sehr konkret sein und in dem Fall waren diese Bedingungen halt erfüllt so und habe ich das schon gemerkt aber es ist wirklich super selten.

00:21:52: Ja, ich meine auch völlig verständlich.

00:21:53: Jeder von uns hat ja auch eine eigene Geschichte und das würde mir genauso gehen.

00:21:56: Ich hatte auch eine sehr enge Beziehung zu meinem OPA her.

00:21:58: also das ist halt einfach.

00:21:59: dann weg dir auch Erinnerungen.

00:22:01: Das ist ja auch klar ganz klar und ich mein du bist ja in dem Moment keine Maschine im wahrsten Sinne des Wortes sondern Du bist ja einfach ein Mensch was ja genau so.

00:22:09: Verbindungen zu bestimmten Begriffen oder Geschichten Ja, ja.

00:22:13: Du hast jetzt schon angesprochen was ich sehr wichtig finde gerade welche Macht auch Worte oder generell Sprache hat und das sehen wir immer wieder im Alltag leider Gottes.

00:22:22: du hast selber schon gesagt wie oft da auch mal ein bisschen unachtsam oder auch manchmal fahrlässig damit umgegangen wird was sich jemandem so hin knallt.

00:22:29: oder wir kennen es alle.

00:22:30: dann diese Reizüberflutung per WhatsApp und Insta und da noch überall und jeder schreibt dir oder knall dir etwas hin zwei Sekunden später ist die Nachricht eigentlich schon wieder weg hat die komplette Bedeutung schon längst verloren, weil man wieder weiterhasselt.

00:22:43: zum nächsten Thema.

00:22:44: Deswegen nimm uns mal mit Luca in die Welt du schreibst ja wie gesagt auch mir der Schreibtmaschine.

00:22:48: welche Bedeutung hat für dich vielleicht auch gerade diese Kombination?

00:22:51: würde deine Kunst funktionieren?

00:22:53: Für Dich wenn Du sagst ich mach das einfach am Laptop.

00:22:55: Die

00:22:55: Geschichte die diese Frage werde ich öfters gefragt und diese Geschichte ist im Prinzip was für mich eine Prinzipienfrage darstellt, weil Ich habe mit der Schreibmaschine angefangen.

00:23:08: Es ist tatsächlich auch eine körperliche Arbeit, die natürlich auf die... vor allem auf die Arme und auf die Finger geht.

00:23:14: Wenn ich dann mehrere Stunden am Stück Gedichte schreibe, das habe ich mir bestätigen lassen von einigen Gästen für dich gedichtige Schrieben hab, die beispielsweise früher im Büro gearbeitet haben und dann wirklich sechs, sieben, acht, neun Stunden am Tag auf der Schreibmaschine schrieben.

00:23:28: Das muss wirklich gelernt sein man muss auf die Technik achten Und ähm Für mich ist es irgendwie Also eine Frage der Treue, weil ich habe mit der Schreibmaschine angefangen.

00:23:40: Ich bleibe deswegen bei der Schreibt-Maschine und ist natürlich ein ganz anderes Empfinden wenn jemand am Laptop sitzt oder wenn jemand an einer Schreibt Maschine sitzt.

00:23:48: vor allem deswegen, weil die Schreibtmaschine heutzutage immer eine Art von Nostalgie hervorbringt.

00:23:57: Und für denjenigen, die eine Schreibt maschine nicht kennen, ich sage jetzt mal für die unter fünfzehnjährigen Für dies natürlich super interessant.

00:24:03: also ich hab öfters dann Familien vor mir stehen wo dann die Eltern kommen mit den Kindern und so ein bisschen erklären, ja das funktioniert dann so und so.

00:24:12: Und ich bin dann auch schon so gestrickt dass ich gerne mal eine Pause mache und die Schreibmaschine aufklagt... ...und den Kindern halt erklären wie so eine Schreib- maschine technisch überhaupt funktioniert.

00:24:22: Das würde alles gar nicht funktionieren wenn man das elektrisch macht.

00:24:26: Es ist für mich einfach eine Frage der Praktikabilität weil sobald ich jetzt jemanden sage Ja übrigens ich komme halt nicht mit der Schreibmaschine, sondern ich komm' mit dem Computer.

00:24:36: Aber ihr braucht dann auch noch einen Drucker und dann müssen wir uns lang machen um Strom... ...und dass ich voll geladenen Akku hab und bla bla bla.

00:24:44: Das ist mir da alles schon viel zuviel.

00:24:45: und dann soll ich einfach näher kommen.

00:24:47: Ich bleib dabei!

00:24:49: Das ist das, wo ich herkomme.

00:24:50: Ja und ich finde auch tatsächlich in so da immer digital werden Welt ist es dieses Analoge natürlich auch wie du sagst Schriftbild etc.

00:24:58: alles kommt direkt raus.

00:24:59: Du kriegst dieses Papier mit.

00:25:01: ja Ich kann mir jetzt vielleicht einrahmen oder was auch immer die Menschen damit machen Es hat einfach eine andere.

00:25:07: Es ist traurig, dass man das sagen muss.

00:25:08: Aber inzwischen noch eine andere Wertigkeit finde ich.

00:25:10: ne?

00:25:11: Weil du halt alles über die Displays, Handy, Laptop was weiß ich.

00:25:14: ja Ich glaube würdest Du mir das jetzt ausdrucken aus einer Wörterteil Das hätte nicht den gleichen Charme.

00:25:20: Also das was die Leute ja am meisten fasziniert ist Ja Dass sie schon von zehn Meter entfernen und das Tippen hören Und vieles sind dann interessiert.

00:25:27: ich lass mich auch oft nach sagen dass das tippen etwas sehr meditatives hat dieses rhythmische Gefühl, sehr ein sehr positives Gefühl auf die Leute hat.

00:25:38: Also einen sehr schönen Einfluss.

00:25:41: und ja ich bin einfach ein riesen Fan von der Schreibmaschine.

00:25:46: also es ist eine Maschine die sich in einem knappen Jahrhundert zu einem Top-Arbeitsmittel etabliert hat und dann aber auch genauso schnell wie sie gekommen ist wieder gestorben.

00:26:04: Also es ist auch

00:26:04: krass, dass

00:26:05: dieses Gerät überhaupt keine öffentliche Aufmerksamkeiten hat.

00:26:10: Sondern eben nur noch im künstlerischen Kontext ab und zu mal wieder vorkommt.

00:26:15: Und ja viele Leute sind auch verwundert wenn sie mich fragen wo kriegst du deine Schreibmaschine her?

00:26:21: Und ich sag dann also auf jeder kleinen Anzeigen kriegste wirklich... Wenn du Schreib Maschinen eingibst, hunderte!

00:26:28: Wirklich überall Schreib maschinen zu kaufen für Sportpreise.

00:26:33: Meine besten Schreibmaschinen teilweise für zehn Euro gekauft.

00:26:35: Wow, okay!

00:26:37: Ja ja und was ich vor allen Dingen auch finde also ich hatte auch noch in der Kindheit das erleben dürfen mein Vater hat er auch eine Schreib Maschine.

00:26:45: Das würde mich jetzt dein Blickwinkel interessieren.

00:26:47: sprichst du oder gehst du auch bewusster?

00:26:49: Ich sage mal mit Sprache um weil so ne Schreib-Maschine?

00:26:52: ja wir können alle bei WhatsApp schnell auf Löschen drücken.

00:26:55: in Word können wir auch schnell auf Return.

00:26:57: klar es gibt ja auch Schreibmachinen die korrigieren konnten.

00:27:00: das ist schon so.

00:27:00: aber merkst du, dass du bewusster schreibst oder auch Sprache wählst?

00:27:06: Nicht unbedingt.

00:27:07: Also ich bin dann automatisch in so einem State of Mind, indem ich weiß... Ich schreibe jetzt eben dieses Gedicht und das ist was sehr intuitives.

00:27:18: also ich muss da gar nicht irgendwie lange darüber nachdenken wie ich das jetzt mache oder welchen Ansatz ich jetzt angehe.

00:27:24: sonst ist es direkt.

00:27:27: Ja, in so ein Modus und diesen Modus ziehe ich dann knallhart durch.

00:27:32: Ich muss da gar nicht irgendwie zweimal drüber nachdenken.

00:27:34: Gibt es auch nicht eher die Angst zu sagen hey wenn ich mich jetzt vertippe oder so?

00:27:38: Dann habe ich das Gedicht versaut?

00:27:40: Nee, war nicht also... Das passiert so selten!

00:27:43: Wenn ich das gedicht richtig verhunst, dann tendiere ich schon dazu dass sich das mal komplett neu eintippen oder dass ich von vorne anfangen und das alte Blattpapier wegschmeiß.

00:27:53: Ja, ist aber nicht so oft der Fall und wenn ich so kleinere Buchstaben verhunzt dann tippe ich da einfach zehn, zwanzig mal drüber bis sich die neue Buchstabe etabliert hat.

00:28:02: Und das ist für mich viel schöner.

00:28:05: also das geht dich davon am Ende ruhig auch ein bisschen unschön aussehen bzw.

00:28:10: es sieht nicht unschöne aus sondern es sieht ja einfach... nicht perfekt aus.

00:28:13: und das ist quasi die Essenz des Ganzen.

00:28:15: Ich

00:28:16: glaube, dass es auch genau das ist.

00:28:18: Wir haben ja immer so das Gefühl ich muss möglichst perfekt sein oder toll sein.

00:28:22: aber ich glaube auch aus eigener Erfahrung habe ich gewerkt in der Wurderation.

00:28:25: Menschen lieben eher dieses auch mal Unperfekte, dieses Nahbare zu sein.

00:28:30: Mein Gott dann lacht man über sich selber.

00:28:32: Dann passiert mal irgendwie was Lustiges wie du auch sagst anstatt dieses Klatte immer Perfektes.

00:28:37: Und da kommt jetzt noch ein Zeitalter mit dazu.

00:28:40: Da würde ich auch gerne deinen Blick winkeln Dann nochmal mit reinholen, nämlich das Thema KI.

00:28:44: Also ich glaube wenn ich jetzt bei ChatGBT eingeben würde... Hier, ich geb dir mal drei Wörter und mach mir mal ein Gedicht raus.

00:28:49: Zag in Sekunden später habe ich da irgendwie einen Ergebnis.

00:28:53: Wie siehst du das ganze Thema?

00:28:54: Bedroht es aus deiner Sicht auch die Arbeit?

00:28:57: Die kreative Arbeit zum Beispiel ist auch von dir?

00:29:00: Man kann generell sagen, dass es ein sehr zweischneidiges Schwert ist.

00:29:05: ... von künstlerisch tätigen Personen schon beeinflusst, vielleicht auch zum Nachteil.

00:29:14: Also man merkt

00:29:15: z.B.,

00:29:15: ich war noch nicht hier auf dem Festival in der Gegend... Da war von jedem Markt stand das Plakat mit KI gemacht und da habe ich natürlich dann schon gemerkt okay einige meiner Freunde sind Grafik-Designer so klar.

00:29:26: Grafik Designer, Produkt Designer haben darunter mehr zu leiden als ich.

00:29:30: Ich bin klassischer Dichter und arbeite eben mit der Schreibmaschine als Medium Und was ich anbiete ist ja nicht nur das Schreiben, sondern die gesamte Erfahrung.

00:29:39: Dass du eben dieses Schreibmaschinen-Tippen schon vor zehn Metern Entfernung hörst... ...dass du diese persönliche Interaktion hast.

00:29:45: und mein Beruf an sich ist vermutlich einer der Berufe, die am wenigsten da von KI gefährdet sind weil ich spiele immer ein Stück weit mit der Nostalgie und bringe die Leute aus der Erinnerung in die Gegenwart zurück.

00:30:03: Das was ich mache ist eigentlich der Gegenpol zu KI, weil es soll nicht schnell gehen.

00:30:11: Es soll nicht perfekt sein sondern es soll sich Zeit nehmen und es darf auch Fehler haben und es da vorgelesen werden.

00:30:20: diese Erfahrung mit der ich das spiele das ist etwas glaube ich was sich Leute in Zeiten vom KI immer mehr und mehr wünschen werden.

00:30:26: diese persönliche Interaktion und es ist ja auch kein Geheimnis dass dass die Leute distanzierter leben, seitdem wir Social Media haben und jeder ein Stück weit in sich gekärter ist oder sich vielleicht doch der eine oder andere isoliert.

00:30:42: Das sind alles Nebeneffekte von sozialen Medien und auch von KI Und ich bin eigentlich da an der perfekten Schnittstelle das so ein bisschen aufzubrechen und den Leuten eben die Möglichkeit zu geben.

00:30:54: Ich

00:30:54: bin nicht völlig bei dir.

00:30:55: Ich glaube sogar ehrlicherweise, dass gerade was du jetzt beschrieben hast das genau dieser Zustand auch handgemachte Kunst in dem Moment wertvoller macht eben weil es ja schon bekloppt ist.

00:31:04: man muss sich überlegen, dass Social Media etc.

00:31:07: geschaffen wurde um Menschen zu verbinden und sich näher zu bringen und es passiert genau das Gegenteil.

00:31:14: also das ist ja schon erschreckend auch und wie du auch sagst ich glaubt du machst da eine schöne Brücke wo die Menschen wahrscheinlich auch mehr genau diese persönliche Begegnung.

00:31:22: Ich kann einen Menschen über eine Emotion, über eine Geschichte was erzählen.

00:31:26: Der hört mir zu und macht ein Kunstwerk draus handgemacht.

00:31:29: Ich glaube schon dass du sozusagen der Entgegner von der KI bleiben wirst.

00:31:34: ja also du kannst da nicht ersetzt werden.

00:31:36: Schwierig!

00:31:37: Also du müsstest ja im Prinzip... ich habe natürlich auch über solche Gedankenexperimente darüber nachgedacht und es gibt da total interessante Ansätze aus künstlerischer Perspektive für Performances oder für Installationen Und vielleicht werde ich irgendwann mal an einem Punkt sein, wo man sowas auch umsetzen kann.

00:31:55: Aber für mich ist KI auch eher ein Werkzeug.

00:31:57: also ich nutze es auch aktiv in meinem Arbeitsalltag vor allem so ein bisschen hinter der Kulisse, um Geschäftsprozesse zu optimieren und mir selber die Möglichkeit zu geben eine bessere Struktur aufzustellen.

00:32:13: aber das eigentliche Handwerk und die eigentliche Ausführung wird man auch nie trennen können.

00:32:22: also um das trennen zu können müsstest du ja auf einem event eine automatische schreibmaschine dastehen haben.

00:32:29: aber auch dass sind ansätze die theoretisch möglich sind oder möglich sein werden dich auch super super spannend finde, aber das sind dann weitaus künstlerische ansätze.

00:32:38: Und da geht es dann auch mehr um die Performance-Kunst, als um das Eigenschreiten.

00:32:42: Genau ich wollte gerade sagen, ich meine klar innerhalb von der Performance finde ich das auch mal interessant.

00:32:46: Könnte man ja vielleicht auch mal integrieren.

00:32:48: also Mensch versus KI wie sieht das ganze Thema aus oder so?

00:32:52: Aber ja also ich nutze es auch ein gutes Willen!

00:32:54: Klar ich sehe es wie du.

00:32:55: Ich habe es als Werkzeug ist es ein toller Helfer manchmal auch sehr zeiteffizient damit umzugehen.

00:33:01: aber ich benutze immer noch und da bin ich sehr dankbar meinen eigenen Verstand um zu prüfen was dabei rauskommt.

00:33:07: Das ist auch ganz sinnvoll.

00:33:09: Aber eben gut, dass du es gesagt hast.

00:33:10: Ich meine bei dir geht's ja schon klar das Schreiben an sich.

00:33:13: aber mit Rent your Poet bist du ja eigentlich auch ein Performer und Künstler.

00:33:17: Ja?

00:33:17: Das geht ja weit über das Schreiben hinaus vielleicht für alle die einschalten wenn man dich jetzt bucht oder wenn du irgendwo tatsächlich da bist um dazu performen.

00:33:26: wie kann man sich so eine Performance vorstellen?

00:33:28: Es ist ja mehr als das eigentliche Schreiben.

00:33:29: also ich nenne die Performance ja aktiv ProSie Performance.

00:33:34: Innerhalb der Posit-Performance habe ich dann quasi die Schreibmaschinenposi und ich hab die Posit Performance ein bisschen als Dachbegriff gewählt.

00:33:43: Und darunter biete ich quasi verschiedene Performances an, und eine davon ist die Schreibenaschinen-Posi.

00:33:48: Ich habe aber auch noch andere.

00:33:50: Wenn ich mit der Schreib Maschinenpoesie auftrete... ...dann ist es im Prinzip so wie du schon sagst, ich stehe zur Verfügung.

00:33:57: Die Gäste können mir drei Begriffe nennen.

00:34:00: Ich überleg dann kurz was ich mit den drei Begriffen mache und dann fange ich in Prinzip auch schon an zu schreiben ohne lang zu überlegen.

00:34:06: Und das Gedicht bekommen die Gäste dann im Schluss, am Schluss vorgelesen oder halt auch nicht je nach Rahmen und ich packte noch meinen Preigedruckstempel drauf und genau so läuft es dann den ganzen Tag überhin weg.

00:34:23: Ja

00:34:23: ist krass ne?

00:34:23: Du hast mir mal erzählt du hast sogar mal an einem Tag ich glaube über zweihundert Gedichte geschrieben.

00:34:28: Ja das war innerhalb von der Performance waren nicht am Tag zweihundert.

00:34:32: aber da habe Bei einem Theaterfestival in Görlitz habe ich an drei Tagen zweihundertvierzig Gedichte geschrieben und das lief dann so, ich glaube es waren so sechs, sieben Stunden pro Tag.

00:34:44: also insgesamt waren das an die, ja dürften an den neunzehn, zwanzig, einzwanzig Stunden Schreibzeit gewesen sein.

00:34:51: Und da war ich wirklich sehr, sehr tief im Fokus und sehr beschäftigt an den drei Tagen.

00:34:56: Ich habe für mich auch so einen kleinen Rekord aufgestellt.

00:35:00: Das ist ja Wahnsinn!

00:35:01: Wie kann man sich ein Tag danach vorstellen?

00:35:03: Da bist du doch leer oder könnte ich mir vorstellen muss erst mal auftanken.

00:35:06: Also am Beispiel von letzter Woche... Ich hab letzte Woche an vier Tagen insgesamt dreißig Stunden die Dichte geschrieben Und da brauche ich auf jeden Fall immer mindestens ein, zwei Tage um einfach mal zu resetten.

00:35:19: Wahrscheinlich keine Menschen oder keine Gespräche also...

00:35:23: Ja das nicht unbedingt aber ich schlafe halt viel.

00:35:25: Also ich hab dann wirklich falle dann kurz so einen Tiefschlafmodus und schlaf ich eins, zwei tage und es ist dann wie so ein Respawn irgendwie

00:35:33: Ja, kann ich verstehen.

00:35:35: Selbst nach einer Moderation bin ich blatt erst mal.

00:35:37: Also das ist einfach Energie was da ja auch stattfindet und anstrengend kognitiv.

00:35:42: Wenn jetzt ich dich buchen möchte oder vielleicht auch Menschen die einschalten und sagen wow das finde ich total interessant welche Veranstaltung oder auch welche Kunden buchendichten?

00:35:53: Inzwischen

00:35:53: ist meine Breite eigentlich ganz unterschiedlich.

00:35:58: viele Privatkunden Geburtstage oder Hochzeiten.

00:36:04: Diese Woche bin ich zum Beispiel auf einem runden sechzigsten Geburtstag, nächste Woche auf einer Hochzeit und es ist natürlich auch superinteressant also ich habe das hier schon erlebt dass sich zu Gästen nach Hause eingeladen wurde auf den private Geburtsagsfeier und dann wurde ich dort vorgestellt und hab dann so eine kleine Ecke bekommen und da quasi in den Privaträumen der Gäste Gedichte geschrieben.

00:36:28: Und auch bei Hochzeiten ist es natürlich super, super interessant.

00:36:31: Weil ich biete auch bei hochzeiten unterschiedliche Konzepte an also einerseits dass sich quasi für die Gäste eingedicht schreibt das die geste mit nach Hause nehmen andererseits dass die Geste mir Schlagwörter nennen können oder gemeinsame Erinnerungen mit dem Hochzeitpaar und so schreibe ich dann quasi aus Perspektive der eingeladenen Gäst über das Hochzeitspaar Und dann kann sich das Hochzeitspaar das am Ende auch zum Beispiel binden lassen, wenn ich die Gedichte zur Verfügung stelle oder so was.

00:36:58: Wow voll schön!

00:37:00: Ja da kommen ja auch Jagd natürlich weil das ist ja oft so.

00:37:03: ne es braucht Paar weiß ja manchmal gar nicht was für Erinnerung hat jetzt jemand mit mir?

00:37:07: Ja richtig

00:37:08: Toll, das heißt einfach wenn jetzt im Business Kontext wie kann man oder wie indikierst du da zum Beispiel?

00:37:15: Deine Poesie geht es darum dass Du halt auch wahrscheinlich nur Firmenfeier können nicht mehr vorstellen.

00:37:19: Oder dass Du da bei solchen Events auch ein poesie mit einbringst?

00:37:22: Genau ich mach Firmen feiern Ich mache Weihnachtsfeiern jubiläne und ich mache auch product launches.

00:37:31: Wenn es zb markt Neuheiten von einer spezifischen firma veröffentlicht werden dann biete ich auch Konzepte an, wo ich ganz spezifisch auf diese Produkte eingehe.

00:37:42: Sehr beliebt bei mir sind da Duftbrands oder Brands die Marken, die Parfüm vertreiben und entwickeln.

00:37:50: Und dann gibt's dann zum Ende vielleicht mal so einen kleinen Parfum auf das Gedicht drauf und sowas.

00:38:00: Dann bin ich auch als Ghostwriter tätig.

00:38:01: also das heißt sich entwickelt quasi Poesie explizit für Werbekampagnen Versucht dann da quasi so ein bisschen die Lyrik in die Werbung reinzubringen.

00:38:16: Aber das ist auch wirklich, also das vermutlich was ich am sporadischsten mache.

00:38:21: Ja ja ok und jetzt wird es mich mal interessieren deine Erfahrung?

00:38:24: Also ich war ja auch mit meiner Werbung lange unterwegs im kreativen Bereich.

00:38:29: Wie schwer fällt's einem oder viel ist dir auch für die poesie sagt jetzt mal den preis anzusetzen.

00:38:35: also es hat sich auf jeden fall über einen längeren zeitraum.

00:38:40: ich meine ich mache das seit zwanzig einundzwanzig und ich habe das immer nebenberuflich gemacht bis dieses jahr februar.

00:38:47: seitdem bin ich in vollzeit tätig als dichter

00:38:50: cool

00:38:51: und es war auf jeden fallen sehr sehr sehr langer prozess.

00:38:54: also ich hatte glücklicherweise die möglichkeit das erstmal nebenberuflich zu machen, beziehungsweise die ersten zwei Jahre wo ich damit angefangen habe waren eigentlich kaum kommerziell geprägt.

00:39:06: Da hab' ich das eher zum Spaß gemacht und irgendwann kam dann erst der Punkt wo ich quasi von größeren Institutionen oder Vereinen oder Firmen angefragt worden bin und da habe ich irgendwas angesetzt.

00:39:19: und dann letztes Jahr hatte ich dann kurzzeitig so etwa für neun Monate mal ein Manager.

00:39:27: Das war ich gut mit ihm zusammenzuarbeiten, weil er hat in mir schon was größeres gesehen und mich dann auch so ein bisschen darauf vorbereitet.

00:39:34: Er konnte natürlich seine Erfahrung mitteilen wie viele andere Artists aus ähnlichen Berufen als Honorar oder als Gage nehmen.

00:39:43: Und mittlerweile bin ich nur noch alleine tätig und berate mich aber durchaus also mit einigen Personen im Umfeld die auch künstlerisch selbstständig sind.

00:39:54: So habe ich jetzt für mich eigentlich Eine gute, also eine gute

00:40:01: Gartenlauch.

00:40:02: Einen

00:40:03: guten Stundenlohn irgendwie für mich festgestellt wo ich weiß den kann ich rechtfertigen weil was natürlich viele auf einen ersten Blick auch bei Privatkunden erst mal nicht sehen ist was alles noch dahinter steckt weil Ich habe natürlich meine laufenden Kosten und ich hab meiner Buchhaltungsprogramme, meine Softwareprogramme monatlich Ich habe meine Tarife und die sind schon gerechtfertigt dadurch, dass man natürlich kalkulieren muss.

00:40:28: Dass man eben selbstständig ist und man trägt das Risiko komplett alleine.

00:40:32: Und mittlerweile stehe ich auch zu mir selbst und weiß auch, dass diese stunden Vergütungen, die ich verlange... komplett legitim sind.

00:40:42: Eher man darf das nicht vergessen, also das ist zum Beispiel in meinem Job auch so dass die Leute sagen du hast jetzt nur eine halbe Stunde irgendwie moderiert oder so ne?

00:40:49: Ja ja aber was alles im Hintergrund abläuft und wie du auch sagst du bereitest dich vor etc.

00:40:54: pp ja du hast Equipment, du hast Kosten Das sehen die Menschen halt natürlich nicht sondern halt nur in den Moment dreißig Minuten.

00:41:01: Und da finde ich es richtig gut dass du auch sagt hey Du hast deinen Weg gefunden weil es ist total wichtig auch.

00:41:06: Es ist ja auch Wertschätzung dir selber gegen.

00:41:09: Also ich bin da froh, dass sich da so ein Prozess durchlebt habe.

00:41:13: Wo ich unterschiedliches ausprobieren konnte.

00:41:16: und letzten Endes ist es ja auch so das wenn sich der Preis etabliert hat dann selektiert sich das natürlich auch schon bisschen.

00:41:24: Wenn man eine Kunde sagt das ist mir vielleicht ein bisschen zu viel dann sage ich am Ende vielleicht trotzdem okay dann lass uns vielleicht doch die Stundenzahl runterschreiben runterschrauben, weil ich bin mir sicher dass es sich trotzdem für dich lohnen wird und auch für mich lohnt.

00:41:37: Und andere Kunden sagen dann direkt nö ist okay verstehen wir vollkommen und wir haben mit Leuten zusammengearbeitet die arbeiten in einer einigen preiskategorie.

00:41:47: also und Für mich ist natürlich auch so wenn wenn sich den Preis erst mal etabliert hat Dann legitimiert sich der natürlich auch und bereits in diesen preis zu zahlen dann weiß ich ok das ist definitiv der preis Den ich dafür verlangen kann.

00:42:01: So ein bisschen hatte ich Hilfe dadurch, dass sich im Kunsthandel gearbeitet hat.

00:42:04: Weil im Kunsthandel ist es ähnlich wenn jetzt einen Galerist... ...zehntausend Euro für'n Bild ansetzt von einem Künstler den noch niemand kennt und niemand zahlt diesen Preis von zehntausend Euro dann denkt sich der Galerister am Ende natürlich auch okay vielleicht ist der Preis ein bisschen zu hoch.

00:42:19: Wenn er den Preis aber auch fünftausend euro runterschraubt und dann merkt auf einmal das ihm die Leute in die Bude einrennen alle dieses Bild haben wollen dann merken sie sind zu niedrig angesetzt die ich vielleicht mal auf acht tausend.

00:42:29: und ähm durch diese Gedankenexperimente, die ich dann im Kunsthandel mitbekommen habe und so ein bisschen gespielt hab.

00:42:34: Habe auch schon gemerkt dass ich natürlich bin eigentlich mehr auf einer künstlerischen und lyrischen Ebene unterwegs als in Betriebswirtschaftlichen und deswegen Da eher so versucht man eine Strategie mehr aufzubauen.

00:42:47: Ja ja, verstehe ich völlig!

00:42:48: Also ging mir auch nicht anders in dem Bereich weil du musst ja mal ansetzen und dann musst du halt gucken okay wo spielen die anderen so in welcher Liga?

00:42:56: Und dann guckt man halt ok wo finde ich da meinen Platz?

00:42:58: ne das ist definitiv so.

00:43:00: Gibt es einen Ort oder so ein... Ich sage jetzt mal bewusst Schreibtisch an dem du mal noch irgendwann sitzen möchtest?

00:43:06: zu einem Traum.

00:43:07: Es gibt einige große Firmen für dich sehr gerne arbeiten würde.

00:43:12: Eine dieser Firmen ist Mont Blanc.

00:43:14: Oh wow,

00:43:29: herrlich.

00:43:39: Arbeite ich sehr gerne mit einigen großen Modemarken zusammenarbeiten.

00:43:47: Ich habe das nie gemacht, hatte da schon meine ersten Erfahrungen.

00:43:51: aber also... ...ich fände es super interessant mal bei einem Fashion Walk zu arbeiten für Paris Fashion Walk ist und da eine Brand ihre neue Kollektion vorstellt diese Kollektion quasi mit inspiriert habe und während dem Fashion Walk Gedichte schreiben kann.

00:44:11: Also

00:44:11: geil!

00:44:13: Es gibt da einige große Marken, die an dich mich ran tasten möchte.

00:44:17: aber natürlich sind das auch Projekte wo die Entscheidungsgewalt überhaupt nicht bei mir liegt und auch nicht bei mehr liegen wird sondern dass ist was sich komplett organisch entwickeln muss und entwickeln wird weil ich natürlich auch als Person wachsen muss, bevor ich an dem Punkt sein kann.

00:44:39: Dass das natürlich auch so ein gegenseitig Mehrwert hat wenn man zusammen mit solchen großen Marken macht.

00:44:46: Verstehe ich aber das sind ja wirklich coole, also finde ich toll coole Ziele.

00:44:51: Darf man das oder darfst du es überhaupt verraten was bisher dein größter oder besonders da Auftritt war?

00:44:58: Also ich spreche nicht offen über meine Klienten.

00:45:02: Also, man kennt meine Klienten schon.

00:45:04: Die großen Namen kennt man auf jeden Fall.

00:45:07: Ich mein die coolsten Events... Das kann man fast gar nicht sagen was die coolste Events sind weil bei jedem Event sind so viele kleine persönliche Geschichten und tolle Gedichte dabei.

00:45:18: Ähm das würde mir jetzt auch extrem schwer fallen mich da so zu entscheiden und zu sagen dass und das Event war, war das war das coolste so.

00:45:27: aber also Ich hab natürlich schon mal eine Erfahrung, wo auch das Surrounding einfach extrem krass ist.

00:45:33: Und ich habe das jetzt zum Beispiel neulich gemerkt, dass vielleicht ein ganz gutes Beispiel.

00:45:36: da war ich im Museum Lehmbrug in Duisburg.

00:45:39: Anisch Kapur Ausstellung und Anisch kapur ist ein Künstler der viel mit... optischer Wahrnehmung arbeitet und mit optischen Reizen.

00:45:50: Da reiche ich umgeben von riesigen tollen, wunderbaren Kunstinstallationen.

00:45:55: in dem Abteil wo ich da Gedichte geschrieben habe waren sehr große rosane Steinskulpturen aus Onyx und es einfach so ein Museum Gedichte zu schreiben das bringt auch schon viel Einfluss und viel Input.

00:46:15: Das sind ganz besondere Momente und ich bin auch sehr froh, dass sich mit solchen Museen zusammenarbeiten darf.

00:46:20: Ja, das ist schon interessant.

00:46:21: Also wie auch das Umfeld oder die Umgebung ein Automatisch in so einen State bringt wo man halt entweder schneller kreativ wird oder auch weniger ja also ich merke es auch.

00:46:31: Das ist echt entscheidend!

00:46:33: Wie sieht's um mich rum aus?

00:46:34: Wie ist der Saal?

00:46:34: Wir sind die Menschen und so... Das macht was komplett mit deiner Stimmung.

00:46:37: Das darf man nicht vergessen.

00:46:39: Es ist schon echt cool.

00:46:40: Und wie du auch sagst wenn du natürlich schon von Kreativität oder deinen Blick so ein bisschen verändert aufs Leben oder hast du so von diesen Menschen mitgenommen bisher?

00:46:51: was sich auf jeden Fall verändert hat beim Mühe über die Jahre im Weg ist, dass ich oder was mich selber geschult hat es besser zuhören zu können.

00:47:01: Weil wir tendieren dazu erstmal reden zu wollen und dann zuzuhören oder gar nicht zuzohören.

00:47:10: Und dieses Zuhören ist glaube ich etwas was wir viel zu wenig machen und was wir mehr machen sollten das wir halt wirklich erst mal unser gegenüber ausreden lassen Und das, also da habe ich auf jeden Fall sehr viel von gelernt.

00:47:25: Ich würde sagen früher war es um die Schulter und hab auch privat dazu geneigt erst mal drauf losreden zu wollen und vielleicht auch mich erstmal so beweisen zu wollen oder mich behaupten zu wollten und da bin ich mittlerweile etwas bescheidener geworden dass sich mehr auf das Wort meines Gegenübers achte Weil ich es eben durch das Gedichte schreiben, so... Es funktioniert nur so.

00:47:53: Also du musst erst zuhören können und um dann schreiben zu können.

00:47:58: Und also es ist natürlich... ...es macht auf jeden Fall schon sensibler für die Umwelt weil du nimmst Reize auf und du musst die Reize verarbeiten können.

00:48:08: Man muss auch zwischen den Zeilen lesen können.

00:48:12: Ich denke all das sind so... Angelegenheiten, die ich definitiv so ein bisschen gelernt habe und lernen werde.

00:48:20: Ja, ich

00:48:20: glaube das ist auch was wichtiges oder?

00:48:21: Was wir vielleicht allen die einschalten mitgeben können.

00:48:23: also das geht mir manchmal auch So ja dass sich dann tatsächlich mit jemandem spreche und dann bin Ich schon acht Gedanken weiter irgendwie ja.

00:48:29: Und dann hat man erschreckenderweise vergessen was die Person einem sogar gerade gesagt hat.

00:48:34: Also dieses wirklich mal bewusste zuhören und wie du vorhin auch schon gesagt hast dich bewusst Zu sein.

00:48:40: also ich sage es immer gerne Sprachenschaft auch realität ja also auch wie kommuniziere mit meinem Gegenüber und nicht einfach nur irgendwas rauszuknallen, um dann lass ich da irgendwo was stehen.

00:48:49: Das kann echt etwas mit meinem Gegend übermachen ja?

00:48:51: Und das muss ich mir bewusst sein!

00:48:53: Ich habe mit Sprache ein gewaltiges Mittel.

00:48:59: Vielleicht, das ist sehr philosophisch.

00:49:01: Aber ich nehme dich mit weil es hat auch was mit Poesie zu tun wenn wir irgendwann mal gehen müssen was für alle müssen denn unser Leben ist mein Gott einfach mal endlich ja.

00:49:09: und jemand würde fragen wer war eigentlich dieser Lukatil?

00:49:13: Was würdest du hier wünschen dass die Menschen dann darauf antworten?

00:49:16: also viele Leute wenn sie mich in köln beispielsweise im belgischen sehen sagen sie halt bist du nicht der schreibmaschinen dude.

00:49:27: Also ich fände es natürlich schön, wenn man meinen Namen direkt assoziiert mit jemanden der das Dichten in Deutschland so ein bisschen auf die Landkarte gebracht hat.

00:49:38: Weil Deutschland hat den Ruf vorne weg, dass man sagt wir sind das Land der Dichter.

00:49:43: und denke aber also wer dichtet bei uns und wer denkt bei uns noch?

00:49:47: Danke!

00:49:48: Gut gefragt, aber... Wenn ich jemanden sucht, der denkt.

00:49:55: Dann schlage ich eher das Buch eines deutschen Schriftstellers auf als deutsches Fernsehen anzumachen so und also klar Ich würde schon gerne irgendwie mein Fußabdruck hinterlassen dass die Leute ja was von mir haben und vielleicht meine meine Gedichte Noch darüber hinaus irgendwie eine Wirkung auf den Menschen haben und ich auch noch ein Stück weit in meinen eigenen Gedichten darin weiterleden darf.

00:50:24: Ja

00:50:25: ja, du hinterlässt dir auch was wundervolles.

00:50:27: Definitiv!

00:50:28: Das heißt also meine Lieben jetzt übrigens für euch auch ne?

00:50:31: Wenn ihr jetzt sagt boah... Also der Luca dem brauche ich für mein Firmen-Event oder was auch immer ansteht Hochzeit wie auch immer Ich werde alle deine Kontaktdaten auch wieder in die Show Notes packen.

00:50:40: das heißt wenn ihr Fragen habt an ihn dann bitte nutzt die Gelegenheit kommt in Kontakt.

00:50:44: Und ich finde es echt total genial weil ich habe davon von deiner Art und Kunst gehört, dass man das ja wirklich auch in Events integrieren kann.

00:50:52: Und ich finde es total spannend weil wie du sagst, du machst etwas für einen Menschen was so persönlich eigentlich ist, was ja für die Ewigkeit bleibt.

00:50:59: Wie du sagest, ich könnte mir vorstellen menschenrahmen sich das vielleicht ein oder sie verschenken zweiter über Generationen was sehr unglaublich schönes.

00:51:08: Ja, wow!

00:51:09: Ich sage euch tatsächlich echt oft und ich habe hier inzwischen Ja, einige Freundinnen und Freunde in Düsseldorf.

00:51:18: Die sammeln die natürlich auch schon so ein bisschen.

00:51:20: also gibt es schon die einen oder andere Personen, die haben schon so drei vier fünf Gedichte und Ich treffe ab und zu lustigerweise immer mal wieder Personen die dann Auch auf den selben Events unterwegs sind wie ich.

00:51:33: und ja okay lasse ich heute auch noch mein gedicht schreiben.

00:51:35: ich habe schon zwei irgendwie am kühlschrank hängen und Also viele leute oder fast alle leute Wissen das schon sehr sehr zu wert schätzen und viele Rahmen das auch ein oder hängen sich das irgendwie in die Wohnung.

00:51:46: Und klar ist es so, wenn dann irgendwann mal Umzug ansteht, dann tendiert man ja auch dazu viel altes Zeug auszusortieren.

00:51:56: Ich kann mir eigentlich zu hundert Prozent sicher sein dass meine Gedichte nie dazugehören weil wie du schon sagtest wird dann weitergegeben ist natürlich die Frage ob das wirklich von Generation zu Generation weiter gegeben wird.

00:52:08: aber ich kann es mir schon fast vorstellen Weil so etwas wie ein Gedicht hat nicht jeder an seiner Wohnung hängen.

00:52:14: Dementsprechend machst du das natürlich auch ein Stück weiter einzigartiger.

00:52:17: Ja, voll!

00:52:17: Und es ist ja eben wie du auch sagst nicht einfach irgendein Gedicht sondern dass es wirklich auf die Person abgestimmt wo du sagst in dem Moment ist das entstanden und das ist ja ein Unikat.

00:52:26: also es hat ja keiner so seiner Wand wie es jetzt von dir entstanden ist.

00:52:32: Also finde ich echt... Das hat einen Sammler wert.

00:52:33: Jetzt wappen wir ab.

00:52:34: irgendwann kriegen wir deine Gedichte Luca für zehn tausend Euro an der Wand.

00:52:37: pass auf?

00:52:38: Tatsächlich auf meiner Webseite kriegst du schon für siebentausend Euron-Gedicht.

00:52:43: Du kannst ja nach Laufmetern bei mir bestellen.

00:52:45: Lauf-Metern?

00:52:46: Okay!

00:52:47: Ja, das kommt so ein bisschen weil ich in der Textilbranche gearbeitet habe und da sind Laufmeter natürlich ein gängiger Begriff.

00:52:52: wenn du über Stoffe sprichst und... Ich hab es dann irgendwie adaptiert auf meiner Pursi Und du kannst bei mir bis zu zehn Meter Gedicht bestellen

00:53:02: Wow!

00:53:03: Dann

00:53:03: gibst du mir quasi im Thema vor und zu dem Thema schreite ich dir dann zehn Meter

00:53:08: Was?!

00:53:16: Wow, okay.

00:53:17: Das finde ich aber auch eine geniale Idee!

00:53:22: Hey Luca, erst mal vielen Dank an der Stelle für den ersten Einblick hier auch in deine Welt und was du machst.

00:53:27: Ich finde es mega cool!

00:53:28: Und ich kann euch allen echt nur den Rat geben wenn ihr da in irgendeiner Form sagt das wird mega bei uns reinpassen dann ladet euch den Luca ein.

00:53:35: wirklich also das ist so eine coole Geschichte.

00:53:37: ich war ja auch eben nach dem Vorgespräch auf deiner Webseite und überall unterwegs.

00:53:41: Du hast mir ja auch dein Portfolio im Prinzip zugesendet und jedem dem ich darüber berichtet fand das mega interessant.

00:53:47: Also ich bin auch fleißig hier in der Orte dass ich dich vielleicht mal hier sogar im Europaparker leben kann.

00:53:52: Das wäre ja auch mal cool!

00:53:56: Jetzt pass auf Leverluka, ich nehme dich noch mit in Entweder.

00:53:58: oder also du musst keine zehn Meter jetzt irgendwo schreiben sondern du darfst einfach aus dem Bauchgefühl heraus wählen.

00:54:04: Ich werde dir immer zwei Wahlmöglichkeiten stellen.

00:54:07: Sie haben natürlich auch was teilweise mit deinem Beruf zu tun ganz klar aber auch schon ein bisschen.

00:54:11: welcher Mensch sitzt denn heute bei uns und hier bei Adrian Lett ein?

00:54:15: Verlass dich ganz auf deinen Bauch-Gefühlen.

00:54:17: Also, ich bleibe mal noch in deinem beruflichen Thema.

00:54:20: Wenn du wählen müsstest, Schreibmaschine oder Füller?

00:54:23: Schreib Maschine.

00:54:24: Auf jeden Fall!

00:54:24: Du bleibst ihr treu.

00:54:26: Reim- oder freie Ferse?

00:54:28: Rein.

00:54:29: Ah doch okay.

00:54:31: Schreiben nach morgen oder mitten in der Nacht?

00:54:34: Mitten in einer Nacht.

00:54:34: Ja

00:54:35: ein Nachtmensch.

00:54:36: Poesie lesen oder poesi hören?

00:54:39: Hören.

00:54:39: Der perfekte Satz oder das perfekste Gefühl?

00:54:42: Der perfekt Satz.

00:54:43: Ha!

00:54:44: Ein Gedicht über die Liebe oder ein Gedicht darüber Leben

00:54:48: übers Leben.

00:54:49: Das denke ich auch noch mal sehr spannend, was daraus kommt!

00:54:53: Ein großartiges Gedicht für tausend Menschen schreiben oder tausende individuelle Gedichte für jeweils einen Menschen?

00:55:00: Tausend Gedichten.

00:55:03: Gibt es da nicht so ein Rekord den du dir aufgestellt

00:55:04: hast?

00:55:05: Ja also ich will in meinem... Also hunderttausend gedichte werden auf jeden Fall schon geil.

00:55:10: Ja,

00:55:11: das kriegst du hin.

00:55:12: Machen wir bei dir keine Gedanken.

00:55:13: Also

00:55:13: mein nächstes Schritt sind auf jeden Fall die Zehntausend?

00:55:15: Bist

00:55:16: ja schon da dran!

00:55:17: Da geht es sehr schön steilen Schritten voran.

00:55:20: Okay jetzt pass mal auf.

00:55:20: Wir werden noch ein bisschen privater hier nämlich.

00:55:22: ich möchte gern wissen wie da Luca denn so Urlaub macht ist es dann eher der Städtetrip oder den Natururlaub?

00:55:27: Städttrip.

00:55:28: Trotz deines Berufes so viel unter Menschen?

00:55:33: So mehr weil inzwischen nehme ich auch meine Städtitrips immer die Schreibmaschine mit.

00:55:38: Ich verreiß teilweise... Also wenn ich alleine Urlaub mache, verreise ich nicht mehr ohne Schreibmaschinen.

00:55:44: Wow!

00:55:45: Also die ist wirklich dein ständiger Begleiter?

00:55:47: Ja also und es ist dann auch gar kein Urlaub mehr.

00:55:49: Es ist dann eher so... Also ich habe jetzt neuerlich eine Europatur gemacht.

00:55:52: da war ich in zehn Städten.

00:55:55: Und das war eigentlich ursprünglich jetzt Urlaub gedacht.

00:55:57: Letzten Endes war's aber keine Urlaub sondern ich hab gesagt ok ich mach einfach eine Tour draus.

00:56:01: Dann bin ich mit der Schreibmachine rum.

00:56:04: Wirklich ein Haufen Tolle, die ich dir geschrieben

00:56:06: habe.

00:56:06: Da hast du dich einfach irgendwo hingesetzt.

00:56:08: oder hattest du dann auch echt mega?

00:56:10: Das glaube ich definitiv ja.

00:56:13: Okay, aber ganz krass!

00:56:14: Dann guck mal wie du den nächtigst.

00:56:15: ist es denn das Hotel- oder die Ferienwohnung?

00:56:18: Hm,

00:56:18: doch so würde ich ein bisschen mehr Space kochen oder bestellen.

00:56:25: Okay kommt drauf an wahrscheinlich auch wie voll die Woche da war letztendlich.

00:56:31: Ist es das Konzert oder der gemütliche Abend zu Hause

00:56:34: Konzert.

00:56:35: Hast du da so eine Lieblingsrichtung oder Querbeet?

00:56:38: Nein, ich habe zu neunzig Prozent klassische Musik und ich gehe auch regelmäßig in klassischen Konzerte also bestimmt zweimal Monat dreimal Monatt Wie

00:56:47: schön.

00:56:48: ja das ist auch sowas was irgendwie völlig weg vom Radar ist gelb bei den Menschen alle rennen irgendwie auf Rock oder so und Klassik.

00:56:54: wird er nicht völlig unterschätzt hab ich manchmal das Gefühl so in meiner Generation zumindest

00:56:58: Bei mir ist genauso als ich senke den Altersdurchschnitt jedes mal um drei Jahre.

00:57:02: Ich

00:57:03: denke, da hat er sich verlaufen.

00:57:05: Aber nee, diese Woche Tworzak's Ninth-Sinfonie höre ich mir an und Anfang der Woche war ich auch schon in Wuppertal beim Sinfonieorchester.

00:57:15: Ja was ja richtig schön ist!

00:57:17: Ist ja auch so ein Trend geworden sag' ich mal in der Musikbranche das voll oft ne Künstler mit Sinfonienorchestern was zusammen machen.

00:57:23: also es ist ja durchaus gar nicht so abzuschreiben.

00:57:27: jetzt passen wir auf wenn wir schon bei der Musik sind Venyl oder Spotify?

00:57:30: Venyl

00:57:31: Echt?

00:57:32: Bist du auch noch jemand, der ja...

00:57:33: Ja.

00:57:34: Versteh ich.

00:57:35: Gut, last but not least bei entweder oder hier Nachrichten schreiben oder anrufen.

00:57:40: Anrufen!

00:57:41: Wahrscheinlich auch aus deinem Beruf raus, oder dass du sagst hey weil eben alles so schnell irgendwie geschrieben wird, oder?

00:57:48: Es

00:57:48: ist viel einfacher.

00:57:49: für mich also für mich hat es einen höheren Mehrwert statt sieben mal die Woche am Tag ... zwanzig Nachrichten und herzuschreiben, einfach ein mal anzurufen... ...und einmal kurz einen Update zu geben was abgeht.

00:58:03: Und fertig!

00:58:04: Ja voll.

00:58:05: Man ist wirklich effizienter ja?

00:58:07: Also wenn ich überlegt wie oft man da hin und her dattelt... Ein Anruf zack boom erledigt.

00:58:12: Aber

00:58:13: auf Freunde mit denen schreibe ich fast gar nicht und das natürlich auch.

00:58:18: Wesentlich besser, wenn man einfach mal anruft alle paar Wochen.

00:58:20: Definitiv!

00:58:21: Du lach nicht?

00:58:22: Wir hatten das im Freundeskreis da haben zwei also ich und noch eine Bekannte von uns unabhängig jemanden versucht zu erreichen und irgendwann haben wir beide Schiss bekommen weil wir nie ne Antwort gekriegt haben.

00:58:32: Ja ja du weißt ja auch manchmal nicht was ist da los und dann ist halt so ein Anruf doch nochmal ganz gut zwischendurch Da darf man auch nicht verkennen.

00:58:40: Luca, du hast jetzt die Ehre zumindest noch aus deinem Orakel selber zu wählen nämlich wir besprechen eine Frage im Gestern heute oder morgen und manche kenne ich schon, manche kennen aber noch nicht basiert nichts Schlimmes.

00:58:52: Aber du darfst natürlich wählen über was wir sprechen übers gestern Heute Oder Morgen.

00:58:55: Lass uns über das Morgensprechen.

00:58:57: Blick

00:58:57: in die Zukunft finde ich gut.

00:58:59: Gehen wir rein hier in die zukunft.

00:59:01: Ich werde auch hier.

00:59:02: du siehst Du bist mir zugescheint Ich mische für dich dass ihr keiner sagen kann Hier ist irgendwas vorbereitet oder so So Und ich ziehe dir blind wegschauend, eine Frage aus dem Morgen.

00:59:12: So!

00:59:14: Das ist jetzt natürlich spannend aber irgendwie auch cool.

00:59:17: also Luca wir sprechen im morgen über was wirst du wem vererben?

00:59:22: Also meinen Kindern werde ich auf jeden Fall wirklich einen Haufen Bürokrams verergen und noch so andere Collectibles, die ich tendiere zu sammeln.

00:59:35: Und dann hoffe ich natürlich dass sich der Verallgemeinheit meinen Schriftgut vererben darf.

00:59:40: Dann klar!

00:59:41: Eigentlich vererbst du ja jetzt schon ganz ganz viele Erinnerungen und Momente an Menschen.

00:59:46: Ja das stimmt mega.

00:59:49: hey.

00:59:50: dann hast du jetzt noch die Ehre die Kettenfrage von meinem letzten Gast zu beantworten lieber Luca Und darfst natürlich dann auch eine Frage gerne hinterlassen für meinen nächsten Gast.

00:59:58: Und zwar war der Andreas Roschka hier bei mir, er ist ehrenamtlicher Hospizbegleiter und auch Gründer des Vereins.

01:00:04: zusammen erreichen wir mehr EV.

01:00:06: Ich habe mit ihm gesprochen und der Andreas ja natürlich hilft ganz vielen Menschen in ihrem Alltag möchte jetzt von dir wissen was bedeutet helfen für dich und wie setzt du es im Alltag?

01:00:18: Ich achte natürlich auf meine Mitmenschen und schaue, dass wenn ich merke, dass es jemandem nicht gut geht.

01:00:23: Dass ich ein offenes Ohr hab.

01:00:25: Das ist eigentlich immer das A&O oder mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

01:00:31: Und davon abgesehen unterstütze ich monitär auch einige Hilfsorganisationen.

01:00:39: sich natürlich dann in der Stanz abspielt, aber so als Zeichen des guten Willens.

01:00:44: Ja, mache ich tatsächlich auch und ich muss ehrlich sagen... Ich glaube auch ein Stück weit durch deine Poesie hilfst du auch Menschen mit Sicherheit?

01:00:50: Ja, situativ vielleicht.

01:00:52: Worte haben wir ja schon gesagt können echt viel bewirken!

01:00:55: Und ich kann mich noch erinnern bei mir war ja der Joachim Harmes jetzt auch schon zweimal zu Gast.

01:00:59: und wenn er mir damals berichtet hat von seinem Flowmarkt Moment wo eine Frau eigentlich Ja, für sich selber ein ganz komplett eigenes Zugeständnis gegeben hat.

01:01:07: Man gesagt hat ich darf und hat daraufhin ihr Leben ihre ganze Einstellung verändert ist es ja wahnsinnig was so etwas machen kann auch mit Menschen.

01:01:16: cool Luca, es hast du natürlich die Ehre.

01:01:18: Du darfst eine Frage in den Ring werfen für meinen nächsten Gast was immer dich auch interessiert, Sockenfarbe wie auch immer oder Kühlschrankstand oder natürlich auch etwas ja das vielleicht sogar deine Arbeit betrifft.

01:01:30: Ich glaube ich würde etwas thematisch Bedingtes nehmen.

01:01:33: Wann hast du das letzte Mal jemanden ein Gedicht geschrieben?

01:01:38: Ich beriehe die Person ja dazu wenn die Antwort etwas Jahrzehnte voraus länger ausfällt.

01:01:44: mal wieder einen Gedicht zu schreiben

01:01:45: Finde ich sehr gut und zwar nicht mit ChatGbt, meine Lieben.

01:01:50: Ach Mensch Luca!

01:01:51: Dann erstmal vielen Dank an dich wirklich für dieses... Echt tolle Gespräche mit dir, den Einblick in deine Welle.

01:01:56: Ich drück dir von Herzen die Daumen, dass alles das was du ja vorhin beschrieben hast wahr wird für dich, dass wir dich hoffentlich bei Mont Blanc auf dem Firmen-Event sehen und bei ganz vielen coolen Veranstaltungen noch treffen werden.

01:02:07: Ja!

01:02:07: Und ich glaube jetzt als Abschluss möchte ich dir einfach auch mal die Chance geben wenn du jetzt so dein bisheriges Leben eben mit genau diesen drei Worten, die dir die Menschen immer nennen irgendwie beschreiben müsst.

01:02:18: Was kommt dir da so spontan im Sinn?

01:02:19: Ähm...

01:02:21: Olivetti Nummer eins.

01:02:25: Nummer zwei Indigo, also ein blau Ton ist und Nummer drei Eierkuchen weil man sagt immer viele Freude Eier kuchen.

01:02:37: mit Eier Kuchen wissen alle was damit gemeint ist.

01:02:40: Mega!

01:02:41: Die nehmen wir doch mit.

01:02:42: vielleicht baue ich die sogar einen folgen Titel noch mit ein hier.

01:02:45: Find' ich geil.

01:02:47: Hey Luca tausend Dank wirklich und auch wirklich den Appell an euch alle.

01:02:50: wenn ihr Luca näher kennenlernen wollt oder seine Arbeit irgendwie auch bei euch mit integrieren wollt Ja, ab in die Show-Notes.

01:02:57: Ich packe euch da alles rein, dass ihr ihn erreichen könnt und dir einfach vielen, vielen Dank für das dabei sein hier bei Adrian Laet ein!

01:03:02: Und hoffentlich begegnen wir uns ja auch mal persönlich dann in live und dann werde ich mir auf jeden Fall auch drei Worte für dich überlegen.

01:03:10: Sehr gerne eine gute Zeit dir und meine Lieben, danke euch fürs Einschalten.

01:03:14: Wie gesagt, die Kontaktdaten sind für euch reingepackt und ich freue mich natürlich auch wenn ihr jetzt sagt Boah, ich kenne da jemanden der sollte unbedingt die Folge mit dem Luca hören weil es passt super Dann schickt ihm doch einfach die Folie Ja, also dafür ist es ja auch da.

01:03:26: Und in diesem Sinne danke ich euch bis zum nächsten Mal und danke dir Luca und bis ganz bald!

01:03:31: Macht's gut!

01:03:32: Tschüss!

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