... Oliver Mertens, der Weg zurück ins Fühlen, Bedürfnisse & warum Männer anders trauern
Shownotes
In dieser Folge ist Oliver Mertens bei mir zu Gast.
Wir sprechen über eine Frage, die auf den ersten Blick groß klingt und im Alltag doch ständig mitschwingt: Wann ist ein Mann eigentlich ein Mann? Stark sein, Gefühle zeigen, Halt geben, verletzlich sein, funktionieren – viele Männer bewegen sich genau zwischen diesen Erwartungen.
Oliver erzählt sehr persönlich, wie die Krankheit und Sterbebegleitung seines Vaters für ihn zu einem Wendepunkt wurden. In dieser Zeit merkte er, wie schwer ihm der eigene Umgang mit Emotionen fiel und wie sehr ihn auch das geprägt hatte, was er selbst über Männlichkeit, Wut und Gefühle gelernt hatte.
Ein großes Thema ist Männertrauer. Oliver beschreibt, dass Männer oft anders trauern als Frauen: weniger über Gespräche, häufiger über Rückzug, Handlung, Projekte oder Verdrängung. Dabei geht es nicht darum, Trauer in richtig oder falsch einzuteilen, sondern besser zu verstehen, welche Wege Menschen finden, um mit Verlust, Ohnmacht und Schmerz umzugehen.
Wir sprechen außerdem über Bedürfnisse. Für Oliver liegt darin ein wichtiger Schlüssel: Was brauche ich wirklich gerade? Ruhe, Berührung, Austausch, Bewegung, Nähe, Rückzug oder Unterstützung? Gerade Männer haben oft gelernt, über eigene Bedürfnisse hinwegzugehen – bis der Körper, die Beziehung oder das Leben irgendwann deutlichere Signale sendet.
Auch Männerbilder und gesellschaftliche Erwartungen spielen eine große Rolle. Zwischen gefühlvollem Mann und toxischem Alpha-Männchen gibt es viel Raum dazwischen. Oliver macht deutlich: Männlichkeit ist nicht per se toxisch. Entscheidend ist, wie ein Mensch mit sich, seinen Gefühlen, seinen Grenzen und anderen Menschen umgeht.
Die Quintessenz dieser Folge: Trauer, Gefühle und Bedürfnisse gehören zum Menschsein dazu, auch und gerade bei Männern. Stark sein bedeutet nicht, alles allein auszuhalten. Manchmal beginnt Stärke genau dort, wo wir ehrlich hinschauen, uns berühren lassen und uns fragen: Was brauche ich wirklich?
Mehr zu Oliver und seiner Arbeit findet ihr über die nachfolgenden Links: Webseite: https://oliverweg-e4y4ei4z.manus.space/ Instagram: @om_oliver_mertens LinkedIn: @Oliver Mertens
Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, herzlich willkommen meine Lieben zu einer neuen Folge von Adrian Lät ein.
00:00:05: Ich stelle euch mal eine Frage heute in den Raum, denn wann ist ein Mann eigentlich?
00:00:09: Ein Mann.
00:00:10: Ja und ich weiß jetzt spätestens haben vermutlich die meisten von euch irgendwie die Zeile von Herbert Grönemeyer im Kopf.
00:00:15: aber keine Sorge wir werden heute nicht irgendwie hier anfangen zu singen bei Adrian Lädt ein.
00:00:20: doch die Frage dahinter finde ich tatsächlich ziemlich spannend denn wenn wir ja auch unter Männlichkeit verstehen dass man besonders stark sein muss vielleicht habt ihr das alle schon in eurer Kindheit gehört ja ein Mann weint nicht etc.
00:00:32: pp.
00:00:33: oder vielleicht müsste man sogar sagen Wir sind ja gerade, ehrlicherweise gesellschaftlich auch mitten in einer ziemlich großen Diskussion rund um auch das Thema Männlichkeit wieder.
00:00:41: Denn ein Mann soll irgendwie stark sein aber bitte natürlich auch Gefühle zeigen er soll uns selbstbewusst sein ganz klar aber bitte auch nicht zu dominant.
00:00:49: Er soll irgendwie erfolgreich sein Aber natürlich soll er seinen Wert natürlich nicht ausschließlich über seinem Beruf definieren er darf verletzlich sein soll aber gleichzeitig Halt geben Ja.
00:00:58: und dann gibt es halt eben auch Situationen im Leben in dem Ja, manchmal solche vorstellen oder klaren Vorstellungen eben auf die Probe gestellt werden.
00:01:06: Dann zum Beispiel wenn ein Mensch den wir beispielsweise verlieren und den wir lieben schwer erkrankt ist, wenn wir Abschied nehmen müssen mit jemandem stirbt oder wenn auch das Thema Trauer plötzlich im Raum steht.
00:01:16: Was bedeutet denn dann eigentlich dieses Starksein?
00:01:19: Und wie trauern Männern in einer Gesellschaft ja in der viele von uns immer noch eben solche Sätze hören oder mit Vorstellungsaufgewachsen sind, die ihnen vermitteln dass sie funktionieren sollen, dass sie Lösungen finden sollen und dass sie irgendwie ihre Gefühle auch nicht mit sich selbst ausmachen sollen.
00:01:34: Und genau diese Verbindung finde ich heute besonders spannend hier bei Adrien Lett ein, denn mein heutiger Gast, so viel darf ich schon spoilern, er beschäftigt sich eben nicht nur mit dem Thema Männlichkeit und den Rollenbilder unserer Zeit sondern eben ganz stark auch mit dem thema Trauer.
00:01:47: Auch Tod ist ein Thema und die Bekleidung von Menschen in solchen Ausnahmesituationen.
00:01:53: Damit treffen heute hier bei Adrian Lett einen ja eigentlich zwei Themen aufeinander find' ich sehr spannend die viel mehr miteinander zu tun haben als wir vielleicht zunächst vermuten.
00:02:02: Ja, denn meine Lieben wenn wir darüber sprechen wie Männer mit Verlust oder auch Ohnmacht Angst oder auch Traurigkeit umgehen dann müssen wir darüber sprechen.
00:02:10: das bleibt nicht aus was Männer überhaupt gelernt haben mit ihren Gefühlen so zu machen oder eben auch nicht.
00:02:16: und gleichzeitig erleben wir gerade ja auch eine interessante gesellschaftliche Gegenbewegung.
00:02:20: Ich habe es schon öfters auch auf Social Media mitbekommen.
00:02:23: Auf der einen Seite sprechen wir immer häufiger darüber, dass Männer Gefühle zeigen sollen sich öffnen Hilfe annehmen verletzlich sein dürfen und auf der anderen Seite kurioserweise begegnen uns ja leider Gottes auch wieder Männerbilder die genau teilweise das eben infrage stellen.
00:02:37: Und ich sage euch ehrlich Wir gucken heute mal hinter die Fassade was heißt es eigentlich wirklich für uns Männer?
00:02:43: Ja auch mit dem Thema gefühl Emotionen und auch Trauer natürlich umzugehen mit Verlust, mit Tod und eben nicht nur herauszufinden wie ein Mann denn so zu sein hat.
00:02:52: Darum soll es nicht nur gehen hier heute bei Adrian Nett ein.
00:02:55: Wir sprechen auch über Sozialisationen und auch gesellschaftliche Erwartungen über den Einfluss auch Ja, das interessiert mich von Frauen auf diese Männerbilder.
00:03:04: Also wie trauern eigentlich Männer wirklich?
00:03:06: Und da habe ich heute keinen besseren Gast bei mir als... ja, ich heiße ihn herzlich willkommen den Oliver Mertens!
00:03:13: Hallo schön dass du hier bei Adriane Lat ein dabei bist.
00:03:15: Hallo Adrian vielen Dank für die Einladung.
00:03:17: Ich freue mich unglaublich.
00:03:18: und Oliver wir hatten ja schon in einem ultra spannenden Vorgespräch für mich zumindest sehr viele Aspekte von genau diesem Thema was ich jetzt im Intro angesprochen habe miteinander besprochen.
00:03:29: Ja, und ich würde jetzt einfach mal mit dir gerne einsteigen.
00:03:32: Wie wurden denn aus Männlichkeit tot und trauer deine Themen?
00:03:35: Also wie kam es dazu dass du gesagt hast hey Ich will mich auch beruflich dieser Frage oder diesen Themen?
00:03:40: ja das ist eine Geschichte von Von umwegen die insgesamt die Ortskenntnis deutlich erhöhen.
00:03:48: Ich habe mal angefangen als Journalist Und Ein Ja ein knackpunkt In meiner persönlichen Wieter ist die Krankheit meines Vaters.
00:04:04: Der ist krank geworden, der hatte Lungenkrebs.
00:04:08: Da war ich gerade am Ende meines Studiums und ich habe mich dann entschieden mit ihm die Sterbebegleitung zu machen.
00:04:20: Es war klar Heilung ist nicht möglich, haben wir damals zumindest so gedacht.
00:04:28: Dieser Prozess hat so rückblickend bei mir alles andere angeschoben.
00:04:36: Zum einen die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben, zum anderen auch meine eigene Persönlichkeitsentwicklung weil ich dann durch diese Sterbebegleitung gemerkt habe dass sich selber große Probleme haben mit meinen Emotionen.
00:04:53: Ich habe dann so ein bisschen meinen Vater nachgeeifert, der hatte auch kein so gutes Management.
00:05:00: Was das angeht?
00:05:01: Der hat ewig lange nichts gesagt und dann ist er explodiert wie sein Volker an.
00:05:07: Ja und ich habe immer gedacht, ich bin ganz anders!
00:05:09: Ich mache das völlig anders als er.
00:05:12: und irgendwann habe ich gemerkt ne, ich mach es doch so wie ich's quasi von ihm durch abgucken gelernt hab.
00:05:21: dann habe ich nach wegen geguckt, wie das für mich ändern kann und so bin ich in die Persönlichkeitsentwicklung gekommen.
00:05:30: Ich finde es sehr, sehr spannend und tatsächlich finde ich da auch Parallelen zu mir.
00:05:34: Also mein eigener Vater ist auch so ein Typ ja der das dauert sehr lange und er spricht sehr wenig über seine Emotionen oder seine Gefühle.
00:05:41: kann man ja auch sagen wissen die Artrearnät einen Zuhörerinnen und Zuhöhrer?
00:05:44: wir hatten ja auch einen schweren Verlust.
00:05:46: Das ist meine Mama respektive seine Frau verstorben Und ich fand es so wahnsinnig spannend zu sehen wie er mit diesem Thema Trauer umging.
00:05:54: damals.
00:05:54: Er hat sich sofort in Arbeit gestürzt.
00:05:57: Der hat sofort eine To-Do Liste rausgepackt was gibt's alles zu organisieren, während ich noch völlig im Nebel war.
00:06:02: Ich wusste eigentlich gar nicht wo vorne und hinten ist.
00:06:05: Und gleichzeitig habe ich mich aber dann im Nachhinein auch ertappt dass ich auch recht wenig über meine Emotionen gesprochen habe.
00:06:11: also ich finde es ja witziger... Also witzig ist ja eigentlich nicht!
00:06:14: Aber sehr erschreckend das man sich dann doch mehr ähnelt als einem denn dann doch lieb isst ne?
00:06:18: Auch so wie du jetzt beschrieben hast
00:06:22: Ja und im Grunde ist das genau diese Spannungsfeld in denen wir Männer alle sind weil wir es nicht gelernt haben, über Gefühle zu sprechen.
00:06:35: Also das männlich konnotierte Gefühl per se ist ja gut und Wut ist per se ja nicht schlecht sind denn Wut is ja ein Antreiberwut zeigt mir an hier stimmt was für mich nicht und gibt mir die Energie etwas zu verändern.
00:06:55: Es ist halt wie immer die Frage nach der Verhältnismäßigkeit.
00:06:58: wenn wenn ich die Wut erst dann zulasse, wenn sie sich quasi selber Bahn bricht.
00:07:07: Dann wird es ein Stück weit unkontrolliert mit entsprechenden Kollateralschäden was man dann so verbal sein liebsten an den Kopf wirft häufig und dann ist das aber eigentlich schon zu spät.
00:07:21: Die Kunst ist ja die Signale früher zu merken dann den Raum zu geben und zu sagen, okay ich bin jetzt wütend.
00:07:34: Was ist da für ursächlich?
00:07:36: Und dann kann man ja Schritt weitergehen!
00:07:38: Ja, absolut.
00:07:39: Bevor wir einen Schritt weitergehen, Oliver, möchte ich mal mit dir eben in deine jüngeren Zeiten reingucken?
00:07:44: Eben das was du beschrieben hast wo du gesagt hast Mensch ja Ich war da auch irgendwie geprägt von bestimmten Glaubenssätzen Mit Sicherheit oder Vorstellungen von Männlichkeit Kannst du das noch betiteln rückblickend Was waren das so für Glauben setze Oder für Vorstellung von Mänlichkeit die Du einfach mitbekommen hast und aber dann auch irgendwann selber aufgebrochen hast?
00:08:04: Also ich könnte jetzt nicht sagen dass sich davon völlig frei bin.
00:08:08: Ich bin heute in der Lage, mir beim Denken zuzuhören und dann bei bestimmten Situationen merke ich dann so ach guck mal jetzt werte ich den anderen ab dafür dass er sich gerade so und so zeigt oder das und das sagt.
00:08:26: Und das passiert tatsächlich bei allem was wir Männer als unmännlich Bezeichne.
00:08:39: Weil wir sind ja nicht geprägt durch männliche Vorbilder oder nur zu einem kleinen Teil, sondern wir sind durch Nichtvorbilder geprägt.
00:08:53: also wer ist da?
00:08:55: In der Regel wenn wir klein sind die Mutter.
00:08:59: Die ist kein Mann, die ist ein Nichtmann.
00:09:01: dann kommen wir in Kindergarten Da sind in der Regel Kindergärtnerinnen auch Nichtmänner und in der Schule, in allem was mit Kommunikation zu tun hat.
00:09:11: Das ist ein weibliches Feld und deshalb fehlen da die also für Kinder- und Jugendlichen männliche Identifikationsfiguren genau.
00:09:27: Und zwar solche, die jetzt nicht rechts oder links vom Pferd fallen.
00:09:32: Also das eine Bewegung ist ja der gefühlvolle Mann Ja, der so auf der weiblichen Seite vom Pferd fällt und auf der anderen Seite haben wir so diese Tate Brüder die auf der toxischen Alpha-Männchen Seite.
00:09:50: Vom Pferdd fallen und beides ist ja nicht die Wahrheit sondern Wir haben Beides in uns und wenn wir es gut machen dann integrieren wird es so dass wir unsere natürlichen Männlichkeit leben Wie du ja auch warst, verdammt nicht einfach.
00:10:10: Ja das ist verdammт nicht einfach!
00:10:13: Ich gehe nämlich mit dir auch gleich sowieso in unserem nächsten Themenblock mal zum Thema Männlichkeit rein.
00:10:19: jetzt möchte ich davor noch wissen... Jetzt hast du es ja schon beschrieben aus deinem eigenen Weg ja auch in der Begleitung deines Vaters.
00:10:25: wie wurde jetzt daraus schließlich ja der Punkt wo du gesagt hast hey dass wird meine Arbeit oder mein berufliches Feld?
00:10:34: Ja, wie gesagt Auslöser.
00:10:36: der Tod meines Vaters und meine Erkenntnis.
00:10:42: so wie ich mit Gefühlen umgehe ist es nicht hilfreich wieder für mich noch für meine Partnerin.
00:10:49: Und dann habe ich angefangen mal hinzugucken.
00:10:54: Ich hab eine systemische Ausbildung gemacht also Familienstellen im weitesten Sinne, vier Jahre lang.
00:11:01: Weil als Journalist gehe ich den Dingen natürlich auch gerne dann tief auf den Grund.
00:11:07: Und wenn man auf einem Bein nicht stehen kann habe ich dann auch eine Heilpraktikerausbildung gemacht die ich allerdings wegen Corona dann nicht mit einer Prüfung abgeschlossen hat weil die zweimal verschoben wurden und dann hatte ich keine Lust mehr weil man ja so bulimisch lernen muss.
00:11:25: also viel rein Und schnell raus und ein drittes Mal hatte ich dann nicht die Energie dafür.
00:11:30: Ja, das ist auch ganz schön schwierig muss man ganz ehrlich sagen.
00:11:32: Die Heilpraktiker Ausbildung also das echt viel zu tun
00:11:36: ja im Grunde es ist medizinisches Grundstudium von der Fachlichkeit her.
00:11:45: ja.
00:11:45: und dann habe ich weil ich gemerkt hab dass das Denken das Problem ist habe ich dann noch eine Coaching und Mentoring Ausbildung gemachte, denn wenn wir uns verändern wollen dann wären wir das nicht auf der Inhaltebene tun können.
00:12:05: Sondern wenn ich andere Ergebnisse will muss sich mein Denken und meine Haltung ändern.
00:12:13: Ja und dann habe ich so angefangen zu coaching, zu coachen, zu coaches und es waren immer mehr Männer bei mir im Coaching die dass sie den Problem mit ihrer Trauer hatten.
00:12:30: Und jetzt muss ich noch zwischenschieben, während Corona habe ich auch noch ein dreiviertel Jahr im Bestattungshaus gearbeitet, wobei mir so ein paar journalistische Aufträge weggebrochen sind.
00:12:43: und ja da hab' ich auch einen guten Zugang zum Thema Tod-und-Sterben bekommen.
00:12:51: Ja, es ist ja auch spannend wie du beschreibst.
00:12:53: Jede Person jetzt mal abseits von Männlichkeit oder Weiblichkeit macht das Thema Trauer oder Tod für sich selber nochmal ganz anders aus.
00:13:00: Definitiv, da lebe ich auch in meinem Umfeld sind Frauen deutlich kommunikativer.
00:13:04: Hast Du ja auch schon bestätigt?
00:13:06: Allein schon beruflich gesehen was Du aufgezählt hast.
00:13:09: Wie wir sozialisiert werden ja schon im frühen Kindesalter.
00:13:12: Jungs sind da eher doch mal hier Bolzplatz und was weiß Ich war's unterwegs.
00:13:17: Das heißt eigentlich kann man sagen dass die Theoretische Frage rund um deine Arbeit, die ergarnelt aus diesem was es eigentlich Männlichkeit entstanden ist.
00:13:24: Sondern wirklich aus dieser Erkenntnis auch, dass wir ja auch lernen mit unseren Emotionen umzugehen und spätestens ja dann ziemlich, würde ich mal sagen spielt das eine Rolle?
00:13:33: Eben gerade wenn das Leben nicht mehr nach Plan läuft oder wenn's nach Planläuft sind alle immer super mit dabei.
00:13:38: aber wenn sie eben nicht nach Plan läuft, dann merkt man plötzlich oh na wie gehe ich denn da nicht mit meinen Emotions?
00:13:43: Ja genau also deshalb komme ich eigentlich von dieser Männercoach-Ecke her, sondern ich bin Trainer für Kommunikation.
00:13:55: Und Kommunikations hat auch immer mit Emotionen zu tun.
00:13:59: so über diese Schiene hat sich das entwickelt.
00:14:04: und ja wir Männer haben ... Wir gehen eher in die Handlung und in die Körperlichkeit.
00:14:11: genau du hast es schon gesagt Bolzplatz dieses aneinander Reiben, sich aneinandermessen Das ist für uns ganz, ganz wichtig.
00:14:23: Und das hat auch damit zu tun Frauen können sind in der Lage Nähe zu erzeugen übers Reden über den Austausch über Kommunikation.
00:14:36: auf hormoneller Irgendeine sieht man da wird oxytocin ausgeschüttet das Bindungshormon.
00:14:42: wir Männer Wir können stundenlang uns dem Mund fusselig reden da passiert hormonell mit Obstitozin gar nichts.
00:14:52: Wir kriegen Nähe über Körperlichkeit, das ist natürlich auch Sexualität.
00:14:59: aber es ist vor allen Dingen Anfassen angefasst werden und sich reiben, sich berühren lassen, sich massieren lassen solche Dinge.
00:15:12: Und wenn man das weiß dann Merkt man auch schnell, okay.
00:15:18: in welche Richtung gehen denn so die Bedürfnisse eines Menschen der eines Mannes, der trauert oder in einer Krise ist.
00:15:28: Es ist nämlich genau das berührbar sein, berührt werden dass es was ganz wichtig ist und wenn's nur ist, dass ein Freund uns eine Hand auf die Schulter legt.
00:15:41: Und gleichzeitig finde ich es sehr interessant, weil das eine sind ja auch hormonelle Sachen die da passieren.
00:15:46: Cocktails die da gemixt werden und auf der anderen Seite ist es schon so mit diesen Aussagen ein Mann muss stark sein.
00:15:53: also wie wir eigentlich auch Männlichkeit lernen oder gelernt bekommen, weil ich sage mal so wenn wir auf die Welt kommen sind ja alle erstmal wie ein unbeschriebenes Blatt.
00:16:01: Also da steht noch nicht viel drauf klar!
00:16:03: Wir haben Hormone in uns, wir haben Gene alles okay das ist natürlich da.
00:16:07: und trotzdem gibt es ja dann auch keine fertige Vorstellung irgendwie von Wettlichkeit.
00:16:11: Wenn wir auf der Welt kommen, wir lernen ja quasi auch vieles davon wie wir Männlichkeit zu lesen haben, zu verstehen haben... Wie siehst du das heute drückblickend?
00:16:19: Auch jetzt in deinem beruflichen Erfahrungsschatz?
00:16:22: Was bedeutet heute zum Beispiel eben für dich dieser Begriff Männlichkeit?
00:16:26: Weil wie stark siehst du es werden Jungs noch immer anders sozialisiert, eben wie die Mädchen.
00:16:31: Ja
00:16:32: ich sag mal ob man will oder nicht das passiert immer noch.
00:16:35: Ich habe neulich eine Studie gelesen Die hat beobachtet wie Mütter mit Töchtern und mit Söhnen umgehen.
00:16:46: Und Es ist anders.
00:16:53: Mit Töchtern wird im Babyalter schon viel mehr gesprochen als mit Söhnen.
00:16:59: Also das ist total spannend.
00:17:00: und da können wir uns hinstellen und noch so sehr sagen, ja, wir tauschen jetzt die Farben.
00:17:06: Der Junge kriegt auch was rosa an und das Mädchen was hellblaues.
00:17:11: Es scheint in uns irgendwo drin zu stecken.
00:17:17: Ich behaupte mal ... die wenigsten Mütter sich bewusst hinstellen und sagen, du bist ein Sohn mit dir redig weniger.
00:17:29: Wahrscheinlich nicht.
00:17:30: Nee,
00:17:31: nee.
00:17:32: Genau!
00:17:33: Und ich glaube der Schlüssel für das Ganze sind Bedürfnisse.
00:17:39: Wir kriegen ja.
00:17:40: Männer wie Frauen also Jungs wie Mädchen kriegen in ihrer Kindheit Bedürfnisse so ein bisschen aberzogen, weil Kinder mit Bedürfenissen sind ja auch anstrengend.
00:17:55: Sei nicht zu viel, ne?
00:17:57: Ja genau.
00:17:58: und man denkt ja so an den vierjährigen in der Trotzphase, der an der Kasse unbedingt das Überraschungsei haben will und dann irgendwie sich auf dem Boden schmeißt und rumschreit und die Mutter ist peinlich berührt und alle anderen rundum denken, die hat ihr Kind nicht im Griff.
00:18:17: Also versuchen Eltern unbewusst ihren Kindern die Bedürfnisse so ein bisschen auszureden.
00:18:24: Das hat im Erwachsenenalter führt es dazu, dass wir heute alle nicht uns selber artgerecht halten sag ich mal ist ja ist allein schon daran abzusehen das seventy fünf Prozent der über fünfzigjährigen eine chronische Krankheit haben Und das war früher deutlich weniger und es wird prognostizierbar in den nächsten zehn Jahren deutlich mehr werden.
00:18:54: Weil wir nicht für uns sorgen, weil wir das Gespür für unsere Bedürfnisse so ein bisschen verloren haben.
00:19:02: Das ist um auf deine Frage jetzt nochmal zurückzukommen Es ist für mich bei Männern der Schlüssel Welches Bedürfenes habe ich?
00:19:14: ist es jetzt tatsächlich so, dass ich das Bedürfnis habe über meinen Schmerz hinwegzugehen oder über meine Kraft die mir gerade zur Verfügung steht.
00:19:27: hinaus zu geben weil irgendwas unbedingt fertig muss?
00:19:34: und ich glaube wenn wir wieder lernen also das erfordert viel üben aber dann ist es machbar Wenn wir wieder lernen, einen Zugang zu kriegen.
00:19:46: So wenn wir kurz innehalten können und... und dann fragen können, was ist denn jetzt gerade mein Bedürfnis?
00:19:53: Und bei mir ist es jetzt gerade... Mein Mund wird ein bisschen trocken weil ich viel geredet habe.
00:19:58: Also trinke
00:20:02: ich einen Schluck
00:20:05: Wasser.".
00:20:18: Haut ist mein Katalysator um mir zu sagen, hey jetzt pass mal auf hier meine Ampel.
00:20:23: Aber es ist schon erschreckend.
00:20:25: ja wenn ich dann rückblickend schaue was passiert da eigentlich gerade?
00:20:28: Dann kann ich dir keine Ahnung gefühlt schon tausende Momente aufzeigen wo ich einfach über meinen Bedürfnis hin weggefegt bin.
00:20:35: Einfach vielleicht auch mal zu sagen hey nee ich brauche jetzt Ruhe!
00:20:37: Ich will jetzt den Abend für mich nicht telefonieren.
00:20:40: zack, so geht's ja auch weiter am Alltag und wie du sagst viele Menschen werden krank inzwischen.
00:20:46: das weiß man ja auch.
00:20:47: dass.
00:20:47: zum Beispiel ist ja inzwischen sogar auch ein Riesenpunkt, was aus unterdrückten Emotionen, Wut etc.
00:20:55: entstehen kann und dann wirklich wuchert.
00:20:57: im wahrsten Sinne des Wortes wenn Menschen ihr Leben lang über Bedürfnisse drüber gefahren sind oder sie ignoriert haben definitiv
00:21:04: Ja.
00:21:04: also die Weltgesundheitsorganisation führt so eine Liste die heißt ICD-Zen da werden alle Krankheiten beschrieben Da kann man nachgucken, die Liste der psychosomatischen Krankheiten.
00:21:18: Also Psychosele, Soma-Körper von der Seele in den Körper wird halt immer länger.
00:21:26: Und warum?
00:21:27: Weil wir gegen unsere Bedürfnisse leben und bei dir ist es die Haut das Organe der Abgrenzung.
00:21:33: da geht's für dich.
00:21:34: darum würde ich jetzt mal so als unzulässige Ferndiagnose schneller reinwerfen sich abgrenzen auch mal Nein sagen Gut für sich sorgen.
00:21:47: Definitiv.
00:21:47: Also es gibt wirklich, ich hab's schon ein paar Mal hier in den Ring geschmissen aber für alle die es noch nicht gehört haben habe ich mal einen Buch entdeckt.
00:21:52: wir haben uns auch im Vorgespräch kurz drüber unterhalten Oliver und zwar ist das wie eine Art Lexikon.
00:21:57: ja wo dann wirklich jedes Symptom was auftauchen kann von sogar Akne irgendwie bis hin zu Knieschmerzen aufgelistet wird und zwar mit dem energetischen Hintergrund.
00:22:06: also meint nichts anderes als das was du gerade beschrieben hast wo man wirklich nachgucken kann.
00:22:10: okay der Form ist jetzt ja mein Körper dann auch der Barometer meiner Seele.
00:22:15: doch tatsächlich so, was will mir jetzt dieses Symptom oder dieser Schmerz oder was auch immer gerade mitteilen?
00:22:22: und wenn man das sich mal durchliest und dann aber wirklich ehrlich reflektiert.
00:22:25: Was war in den letzten Tagen, Wochen, Monaten los?
00:22:28: Dann ist es erschreckend einfach wirklich so ja!
00:22:31: Und wie du sagst bei mir ist es definitiv Thema Abgrenzung.
00:22:34: also ich habe langen Sprachfehler gehabt Ich hab das Wort nein nicht gekannt in meinem Wortschatz.
00:22:38: Es wird besser.
00:22:39: Aber genau das ist der Punkt.
00:22:41: Ja, ich habe halt immer so dieses People-Pleasing Ich mache's allen recht, ich will's jedem Recht machen und so, dabei habe ich mich völlig vergessen.
00:22:47: Und die Haut hat halt irgendwann gesagt okay pass mal auf Junge wenn du dich nicht abgrenzt sei es jetzt gegenüber Menschen die dich nicht richtig behandeln oder sonstigem dann mache ich das jetzt für dich.
00:22:56: Ja genau.
00:22:59: Genau.
00:23:01: Und nun nennst es erschreckend.
00:23:02: ja dass ist es auf der einen Seite.
00:23:04: auf der anderen Seite ist es aber auch erschreckende einfach um das zu ändern weil ich sage Es scheitert ja nicht an der Erkenntnis, sondern es scheiterte halt am täglichen Tun.
00:23:22: Und da gebe ich so meinen Klienten dann auch gerne mal mit, stell dir jede Stunde den Timer auf das und du kannst das auch bei der Arbeit und das Ding muss ja nur oft vibrieren stellen.
00:23:38: Das geht nur darum dass du das zu kurzen Reminder kriegst.
00:23:41: und immer wenn das Ding rüttelt... dann denkst du, was ist jetzt gerade mein Bedürfnis?
00:23:48: So am Anfang fällt es schwer weil man noch nicht so den Zugang hat.
00:23:52: Aber je öfter man das macht... Also das ist ein Handwerk und einen Handwerk lernt man durch tun und perfektioniert man durch Tunen.
00:24:03: Und je öftere man das Machtest du eher kann man sich seine Frage beantworten.
00:24:08: und dann ist natürlich die Entscheidung zu treffen gehe ich meinem Bedürfeness jetzt nach oder nicht.
00:24:16: Manchmal kann man das nicht, also wenn mein Bedürfnis jetzt gerade ist ich muss unbedingt ans Wasser oder in den Wald dann würde mir mein rationales Ich sagen ja später weil jetzt bin ich grade im Podcast.
00:24:33: Ja klar!
00:24:34: Also es wäre schlecht wenn du uns aufstehst und gehst.
00:24:37: Ja genau aber es geht einfach um eine Sensibilisierung.
00:24:44: Was braucht mein System?
00:24:46: Ja und ich finde es interessant, weil du vorhin schon das Thema Wut in den Raum geschmissen hast.
00:24:49: Auch das ist ja wie du auch gesagt hast was man eher der männlichen Seite zuschreibt.
00:24:54: aber Frauen empfinden natürlich genauso gut!
00:24:56: Und auch da ist es echt interessant dass man eher weniger Angstunsicherheit oder so bei den Männern lässt oder Thema Traurigkeit bei den Männern lässt.
00:25:04: und Frauen ist selbstverständlich und umgekehrt wenn die Frau den Wudausbruch bekommt dann sagt man dieses nicht mehr ganz dicht also sehr auch völlig Verkehr, was da passiert auch mit dem Bedürfnis Wut.
00:25:14: Ja und daran kann man schön erkennen wie Geflächter sich gegenseitig dafür abwerten anders zu sein.
00:25:24: also wir Männer... Also ich fahre allgemeiner jetzt mal unzulässig um es ein bisschen zu beeinfachten Neigen dazu die frauen dafür abzuwerten dass sie frauen sind und dass sie sich wie frauen benehmen.
00:25:40: und sie Benehmen sich nun mal anders als wir Und die.
00:25:45: also deshalb wenn eine frau sie wüten zeigt oder so dann konnotieren wir das mit Die furie oder die ist hysterisch So was Auf der anderen seite wenn wir männer uns mal leiden zeigen dann sagt die frauenseite gerne mal so was wie Männer schnupfen.
00:26:07: Ja
00:26:08: genau, ja, die Männerkrippe.
00:26:10: Also deshalb ist für mich dieses... Diese simple Frage, was sind meine Bedürfnisse ist für mich der Schlüssel zum Geschlechterfrieden.
00:26:21: Also wenn wir jetzt mal ein bisschen größer denken gesamtgesellschaftlich?
00:26:25: Ja
00:26:25: und ich denke auch dass es sehr ausschlaggebend ist auch nochmal beim Thema Trauern übrigens aber generell jetzt auch bedürfnete welche männlichen Vorbild an der Form zb durch meinen Vater oder so habe Ich als ich merke zum Beispiel oft das ich natürlich auch gestresste Tage habe oder manchmal echt für dich durch bin und dann will ich so ein bisschen ihm erzählen davon fangen an und sagen das war heute echt einen Marathon.
00:26:47: Und dann kommt er oft um die Ecke, also mein Bedürfnis da jetzt einfach vielleicht auch mal zu hören, vielleicht oh Gott ja das glaube ich dir oder so was man ja so hören will dann du Armer und so.
00:26:56: Kommt direkt ums Eck und der erste Satz ist tatsächlich Ja!
00:26:59: Ich habe heut auch schon ziemlich viel gemacht weißt Du?
00:27:02: Und da muss ich immer schmutzend denken okay dass es hier gerade kein Wettbewerb wäre hier heute am meisten gemacht und vielleicht auch einfach nur zu sagen, ja das glaube ich dir.
00:27:10: Krass!
00:27:11: So weißt
00:27:12: du?
00:27:12: Ja das ist so ein Partiewert null.
00:27:14: Ja genau, also denke ich wäre sehr Glückwunsch.
00:27:18: Aber jetzt gerade, jetzt gehen wir doch mal in die Situation eben wenn Männer trauern rein, weil es ist finde ich nochmal eine ganz eigene Prüfung würde ich mal behaupten.
00:27:25: Gerade in dieser Sozialisation haben wir ja schon gesagt, wenn eben die Lebenssituation kommt, die wir alle nicht gerne haben zum Beispiel einen Mensch stirbt.
00:27:33: Jetzt würde man ja sagen, du hast es ja auch schon in Raum geschmissen.
00:27:36: Männer trauern da schon auch tatsächlich anders als Frauen im Anführungszeichen.
00:27:40: oder müssen wir jetzt bei der Aussage auch schon wieder aufpassen dass man die nächste Schublade aufmachen?
00:27:44: das wäre so die Frage weil welche Unterschiede beobachtest du konkret jetzt so bei deiner Arbeit?
00:27:50: Also ich denke man kann das schon so sagen dass Männer grundsätzlich anders traueren als Frauen.
00:27:57: Das ist auch ein bisschen das Problem.
00:28:01: Männer fallen bei normalen Trauerangeboten durchs Raster.
00:28:06: Wie äußert sich die Trauer bei Frauen?
00:28:09: Frauen haben die Tendenz, es sich von der Seele zu reden.
00:28:15: Sie haben eine Freundin, die nutzen ihr soziales Netzwerk Die kommunizieren sehr viel.
00:28:24: Männer hingegen ziehen sie zurück haben so die tendenz sich von einem abzuschotten und sich ein projekt zu suchen.
00:28:40: also man könnte auch sagen männer verdrängen.
00:28:44: das ist so ein bisschen war wie bei dinner for one der battler der fällt ja irgendwann immer über diesen tiger kopf uns stolpert und dass es so ein bischen mein bild für für uns Männer und das Verdrängen ein unangenehmes Thema kommt.
00:29:03: Und wir machen den Teppich hoch, den Dreck drunter, den Teppe wieder drüber.
00:29:08: Das kannst du auch mal zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre machen.
00:29:13: aber irgendwann ist so viel Dreck unter dem Tepp ich dass wir auch immer stolpern wenn wir drüber laufen und irgendwann liegen wir dann mal auf der Nase und spätestens dann ist halt mal Zeit so unter den Teppen zu gucken.
00:29:29: Und so was es auch immer gibt, ist dass der Mann wenn er übrig bleibt sich sehr schnell wieder eine neue Frau sucht.
00:29:38: Wenn da ein Kinder da sind dann sagen die Papa wie kannst du und das geht noch nie Mutti ist noch nicht mal ein halbes Jahr unter der Erde oder noch nicht man ja unter der Erde und dann wird diese ganze moralische Sauce über ihn ausgekippt.
00:29:56: Und letzten Endes ist auch so eine nächste Beziehung dann in der Regel ein Verdrängungsprozess.
00:30:06: Ich glaube, man muss mal unterscheiden dass nur weil jemand nicht weint beispielsweise kann man nicht unterstellen er trauert nicht.
00:30:11: ja also jetzt mal ganz plump gesagt sondern jeder wie gesagt macht das für sich aus und Männer Nämlich schon auch wahr.
00:30:17: Die sprechen seltener über solche Verluste, ja?
00:30:20: Also da muss man wirklich nachbohren wenn man das will und dann passiert genau das.
00:30:23: wie du gesagt hast Dann ziehen sich die Leute auch eher zurück.
00:30:26: Ja Du hast auch gesagt die Trauerbegleitung die holt Männer hier eigentlich in dieser Welt gar nicht so wirklich ab ne?
00:30:32: Die ist ja schon sehr auch auf dieses kommunikative Und ich kenne viele Männer die dann wirklich zurückschrecken und sagen heute ich rede doch jetzt da nicht über meine gefühle also So ein Quatsch mach ihr es gar nicht mit.
00:30:43: Ja also deshalb gibt es zum Glück Organisationen wie dem Bundesverband Männer Trauer, wo ich auch das Glück habe zuzugehören.
00:30:54: Die sich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigen.
00:30:58: und dann mache ich jetzt eine Jahresfortbildung zum Thema Geschäfter spezifisches Trauern.
00:31:06: da freue ich mich schon sehr drauf.
00:31:09: Ja man muss Männer anders ansprechen, anders abholen also macht das auch gerne in Verbindung mit Stabfechten.
00:31:18: Also ich bin Trainer für Stabfächten, das hat ein Freund von mir der Arne Schneider, hat das entwickelt und dass eine Fechtmethode die man schnell lernen kann und wo man ohne Körperschutz mit Ratternstäben sehr sicher frei fechten kann und das nutze die Männer an ihre Gefühle ranzubringen, zum Beispiel.
00:31:47: Also wirklich auch das körperliche wieder anzuregen?
00:31:50: Ja genau also Männer kriegt man durchs Erleben.
00:32:00: und wenn ein Mann nicht zu sagen was fühlen wir?
00:32:07: Zum Beispiel Wut hatten wir ja.
00:32:10: Und da hat mir eine gute Freundin, die ist auch Systemikerin.
00:32:15: Die hat mir mal gesagt Ja aber welches Gefühl liegt denn unter dieser Wut?
00:32:21: Da musste ich auch erst einmal lange überlegen und dann habe ich gesagt Traurigkeit.
00:32:26: Aber das ist so...die Schwierigkeit ist wirklich diesen ersten Impuls Mal gehen zu lassen und dann zu gucken was liegt denn darunter können?
00:32:38: mit weiblich konnotierten Gefühlen Hilflosigkeit ohne Macht, können wir nicht umgehen.
00:32:48: Weil wir ja gepolt sind auf Wir haben die Kontrolle und wenn wir plötzlich nicht mehr die Kontrollen haben Wenn uns der Boden unter den Füßen weggezogen wird dann suchen wir Ausweistrategien.
00:33:07: und das ist der eine stürzt sich in die Arbeit, der zweite sucht sich ein Projekt.
00:33:14: Der dritte heiratet schnell neu, der vierte zieht sich komplett zurück und geht in die Depression.
00:33:20: also da gibt es alle möglichen Varianten.
00:33:25: Ja, ja und man darf auch nicht vergessen das muss mal leider auch ansprechen viele verfallen ja auch in Süchte.
00:33:29: dann um diese Gefühle wegzudrücken oder nicht fühlen zu müssen.
00:33:33: also Alkohol ist ein Thema oder auch Drogenmissbrauch ist ein thema ja oft gerade beim Männern weil sie eben versuchen dieses diese Emotionen wegzutrücken und so zeigen ich habe alles im Griff.
00:33:44: Genau!
00:33:44: Also jede Form von Sucht ist ja auch eine Verdrängung.
00:33:49: Das heißt, wenn wir es jetzt mal ganz praktisch machen wollen Oliver.
00:33:52: Jetzt auch aus deiner Erfahrung heraus, wenn ich auf einen Menschen treffe in meinem Umfeld gerade respektive Mann ja wo jetzt jemand vielleicht verstorben ist und die Person vermeintlich trauert was sollte ich tun?
00:34:06: oder eben dann doch nicht dieses klassische Gespräch ist?
00:34:09: Was kann ein Mann helfen sich da zu öffnen?
00:34:12: Also ich würde Ihnen nicht fragen wie gehts dir?
00:34:17: Also ich sag, meistens wenn ich das gefragt werde sage ich setz dich hin halt die Klappe.
00:34:24: Sei einfach da und wenn der Trauerende das mag dann leg ihm die Hand auf eine Schulter, auf den Rücken, auf dem Arm.
00:34:35: Wenn er es nicht mag dann lässt es ansonsten.
00:34:38: lasst die Hand einfach da liegen Und dann ist deine Schwierigkeit das auszuhalten Und zwar alles auszuhalten, was dann vielleicht irgendwann kommt.
00:34:48: Also das ist jetzt auch nicht einfach aber... Ja, es ist auch eine gute Übung.
00:34:53: Klar natürlich absolut!
00:34:55: Ich kann mich noch sehr gut erinnern dass meine beste Freundin wir kennen uns seit der Schulzeit eben über zwanzig Jahre jetzt und ich bin ein kommunikativer Typ also ich laber wirklich auch viel überall und kann da mich gut philosophierend in Gespräche stürzen.
00:35:06: Da ist leider Gottes vor einigen Jahren ein sehr sehr guter Freund von uns beiden mit dem wir auch in der gleichen Klasse waren ist verstorben.
00:35:14: sie ist mit ihm schon früh im Kindergarten gegangen und so natürlich.
00:35:17: das hat sich sehr beschäftigt.
00:35:18: Wir haben uns da getroffen haben darüber geredet was jeder so damit Verbinden auch mit ihm verbunden hat und so.
00:35:24: Ich weiß noch, das werde ich nie vergessen!
00:35:26: Sie hat das überhaupt nicht verstanden und nachvollziehen können?
00:35:29: Ihr Partner der hat einfach irgendwann mega genervt gesagt also er versteht jetzt gar nicht warum wir da jetzt stundenlang die ganze zeit drüber reden.
00:35:36: es ist jetzt wie's is ja und es macht ihn ja jetzt auch nimmer löpeln nicht.
00:35:39: und dann dachte ich mir oh Gott und sie war da völlig erschüttert der wie er sowas sagen kann und sie will doch jetzt darüber reden und Ding.
00:35:46: also da merkt man auch so dies einmal mal hinsitzen und die Klappe halten das manchmal auch nicht schlecht
00:35:50: Und der hat das ja auch gar nicht böse gemeint, sondern es ist einfach seine Strategie, das zu rationalisieren.
00:35:57: Das ist so wie wenn dein Hund stirbt und jemand sagt dir Ja, das tut mir leid aber hey seien ich traurig Es war doch nur ein Hund.
00:36:10: Super Satz!
00:36:12: Ja,
00:36:15: nicht.
00:36:15: Und wie du sagst vielleicht ist es auch in dem Moment für ein Mann jetzt beispielsweise wichtig?
00:36:19: Wie du sagest einfach nur da zu sein oder vielleicht keine Ahnung zusammen Sport zu machen was zu reparieren oder so und gar nicht so.
00:36:25: dieses typische Erzähl mal wie geht's dir hier zum Dings?
00:36:28: und das kann ja auch schon helfen was gemeinsam zu tun?
00:36:31: Genau genau also einfach dass der Mann aus seiner Isolation rauskommt und dann kannst Du Angebote machen.
00:36:42: Vielleicht noch eins, wir Männer neigen ja auch gerne dazu in Lösungen zu denken.
00:36:47: So was mit Frauen ja immer zu Problem führt.
00:36:51: eine Frau erzählt mir etwas schüttet mir ihr Herz aus und ich habe das früher immer wieder gemacht.
00:36:57: Ich hab dann den Lösungsmodus angeschaltet und hab gesagt naja dann versucht er das oder zieht diese Konsequenz.
00:37:04: Und irgendwann hat meine Freundin gesagt ich will mich hier nur aus kotzen auf Deutsch gesagt, ich will keine Lösung von dir.
00:37:12: Und da habe ich das erst verstanden, dass diese Kommunikation einen anderen Zweck erfüllt und wir Männer sind ja so lösungsorientiert.
00:37:27: deshalb neigen wir dann dazu auch zu sagen Ja, da machst du dies, da machst du jenes weil das für uns natürlich auch eine Form des Ausweichens ist Und Trauer ist jetzt nichts, vor dem du dauerhaft weglaufen kannst.
00:37:45: Also wenn du Trauer nicht bearbeitest dann ist sie wie so ein Dekubitus, wie eine offene Wunde die nicht zugeht.
00:37:54: Die ist immer da!
00:37:56: Ja, aber es finde ich gut dass du es jetzt ansprichst Oliver weil ich glaube an irgendeinem Punkt also kommen wir dann auch wahrscheinlich nicht drum um.
00:38:02: wenn wir jetzt bemerken jemand hat diese offene Wunde ja und die fängt meinetwegen schon an zu eitern ja und wir können das schon von Weiten beobachten ab.
00:38:09: welchen Punkten würdest du sagen okay braucht's aber dann auch wirklich eine therapeutisch oder auch eine professionelle Unterstützung?
00:38:14: Also ich glaube in den allermeisten Fällen braucht es das nicht denn Trauer ist einfach was, man kann nicht sagen Trauer dauert ein halbes Jahr oder ein Jahr oder zwei Jahre.
00:38:32: Das kommt immer drauf an und Trauer empfindet auch jeder individuell.
00:38:40: Der eine stürzt sich sofort in die nächste Ehe der andere zieht sich völlig zurück und erst mal ist das alles in Ordnung.
00:38:53: Also es geht ja nicht darum zu sagen, du trauerst richtig oder du traurst falsch.
00:38:58: Man empfindet so wie man empfindete.
00:39:01: also wenn man seine Empfindungen auf die Spur kommt und dann tut man was man tut und man kann ja auch direkt nach einer Frau Feier in den Urlaub fahren und sonst was machen.
00:39:17: Da haben
00:39:19: manche Menschen eine Bewertung drüber.
00:39:21: aber hey!
00:39:22: Wenn du das brauchst, wenn dir das gut tut dann mach das.
00:39:25: Weil Bedürfnisse erfüllen ist einfach wichtig.
00:39:29: Ja ja
00:39:31: und also wenn man das nicht tut sind die Auswirkungen halt gravierend.
00:39:36: Also wir Männer haben, wenn unsere Partnerin stirbt ein siebzig Prozent höheres Sterberisiko.
00:39:43: Puh!
00:39:44: Und da ist es halt richtig viel
00:39:47: aufgrund dessen dass wir eben wie du sagst ne?
00:39:50: Die bedürfnisse zurückträngen oder dem Ja, einfach ausweichen wollen in irgendeiner Form.
00:39:55: Ja genau und deshalb heißt Trauern auch angucken und aushalten Und das ist nicht schön und es macht auch niemand gerne.
00:40:09: Aber Trauer ist Teil des Menschseins.
00:40:12: also kein Mensch wird niemals trauer erleben und wir sind dafür gemacht dass auszuhalten.
00:40:20: Wir haben nur ein bisschen das Problem gesamtgesellschaftlich so völlig an den Rand geschoben ist.
00:40:29: Wir wollen uns mit dem Thema nicht beschäftigen, deshalb wissen auch so viele Menschen nicht mehr wie sie damit umgehen sollen.
00:40:36: das war früher anders da gehörte das zum Leben ganz normal dazu
00:40:40: Absolut, ganz klar.
00:40:41: Ja das ist so.
00:40:42: ich meine alle die einschalten in der Folge Ich halte es mit ihr auch schon drüber Olle war im Vorgespräch.
00:40:47: In der folge von mit dem Andreas Ruschka ja der ja als ehrenamtlicher Hospizbegleiter arbeitet hatten wir sehr auch darüber dass wir dieses thematot immer alle wegschieben.
00:40:57: also ist schon kurios und gleichzeitig gehört genau So präsent wie noch nie in unser leben dazu.
00:41:03: Es ist Fakt Wir kommen hier nicht lebend raus Punkt egal wer von uns ja Und trotzdem schieben wir es irgendwie alle immer möglich weit weg.
00:41:10: Das ist ja schon echt ein Phänomen und gleichzeitig, wie du sagst, das war früher nicht so.
00:41:14: Also irgendwo sind wir da auch mal irgendwo abgebogen.
00:41:17: ich weiß nicht kannst du dir es erklären?
00:41:19: Ist es medial oder woher kommt das?
00:41:20: Ich denke es hat mit den Strukturen zu tun.
00:41:24: Früher haben wir in der Großfamilie gelebt, da wurde in der Regel zu Hause gestorben und dann wurde der oder die Verstorbene Zuhause aufgebahnt ein paar Tage lang.
00:41:37: Dann kam Familie, Freunde, Nachbarn haben Abschied genommen und dann gab es den Leichenzug vom Haus zum Friedhof durch die ganze Stadt.
00:41:49: Da hat noch jeder Abschied genommen und dann zuletzt auch dem Friedhof bei der Beisetzung.
00:41:55: Und all das ist schon Trauerarbeit gewesen und vieles davon fällt heute weg.
00:42:07: Ja, weil wir leben als wären wir unsterblich.
00:42:13: Und deshalb ist dieser Gedanke sterblich zu sein und im Grunde haben wir über nichts eine Kontrolle.
00:42:21: uns kann ja irgendwas auf den Kopf fallen und dann sind wir tot von jetzt auf gleich.
00:42:29: Und das zu akzeptieren, ist halt ja das Eingeständnis dass wir letztlich über nichts die Kontrolle haben und das macht Menschen Angst.
00:42:43: zu dir kommen und wo löst sich's dann auch manchmal wirklich an diesem Punkt?
00:43:02: Trauer plötzlich?
00:43:03: Ja, es ist unterschiedlich.
00:43:05: Also oft sind das erst mal andere Themen und dann stoßen wir ah da ist noch eine Trauer die nicht bearbeitet ist.
00:43:17: Manchmal ist es auch dass die Frau gesagt hat so sucht ihr aus geht zum Coach oder Scheidungsanwalt okay Ganz krass, ja.
00:43:28: Also oft ist es tatsächlich so dass die Frauen ihre Männer zu mir steuern und manchmal ist das auch direkt der Anlass der Trauer.
00:43:40: allerdings kommen Männer sehr spät also mindestens ein halbes Jahr nach dem Sterbefall.
00:43:53: Ich habe neulich mal in einer Studie gelesen, da hieß es grundsätzlich vom ersten Symptom bis zu ich tue was vergeht beim Männern ein Zeitraum von vierzig Monaten.
00:44:07: Das
00:44:08: glaube ich dir leider auf das Wort!
00:44:11: Ist doch kein Wunder, dass wir früher sterben als Frauen.
00:44:14: Ja ist so!
00:44:14: Also beobachte ich in meinem eigenen Umfeld genauso und dann nehme ich mich gar nicht raus.
00:44:18: also wenn ich nicht wirklich gebrügelt werde von Menschen die es gut mit mir meinen die dann mal sagen hey jetzt geh doch mal zum Arzt und lass das mal abklären dann bin ich auch so ein Kandidat wo dann echtes weg ignoriert und sagt ach's geht ja noch und geht ja nach und ich will ja die betrieblichen Abläufe jetzt nicht stören wegen so einer Lappalie so ne aber das ist schon so'n Phänomen.
00:44:37: ja ihr das wird es lange lange weggeschieben.
00:44:39: nur eine Frau Gegensatz, eigentlich sehr zeitnah oder sofort reagiert.
00:44:43: Ja genau also Meine Frau hat auch ziemlich viel Druck ausgeübt, dass ich jetzt mal so Vorsorgeuntersuchungen machen lasse.
00:44:50: Ja
00:44:50: ja gut recht hat sie.
00:44:51: Deine Frau war ja übrigens auch schon hier bei Adrian Lett ein nämlich die liebe Birgit Mertens an der Stelle die begrüße da hat sich ganz schön Recht gehabt.
00:44:59: das macht weil es ist echt wichtig und man darf's nicht unterschätzen weil gerade auch Männer im Thema Vorsorge sind manchmal so fahrlässig und da kann man halt echt schon frühzeitig soviel erkennen ohne dass gleich die mega schlimme Diagnose rauskommt.
00:45:13: aber ein Appell bitte auch an alle Männer geht zur Vorsorge, das ist echt
00:45:17: wichtig.
00:45:17: Ja absolut!
00:45:18: Und es spannt mich zu einem schönen Bogen wo ich auch mal gerne mit dir reinblicken will weil ich erlebe es oft gerade so in Social Media so viel zum Thema geht zur vorsorge und so dass man auf der einen Seite hat man die Fraktionen Männer sind zu weich geworden ja es gibt ja teilweise wirklich es schockiert nicht immer wieder aber Coaching-Angebote um Männer in die richtige Männlichkeit zu bringen.
00:45:38: Also Thema Alpha-Mann und so, ja es ist wenig gruselig also ich finde das echt krass.
00:45:43: Und auf der anderen Seite gibt's ja genau die Ecke, die sagt hey nein guck da mehr auf deine Bedürfnisse und schau da auf dich nicht nur Thema Trauer aber natürlich auch Trauerumgang mit Trauer.
00:45:52: Deswegen frage an dich jetzt wie siehst du das ganze Thema?
00:45:56: Also gerade auch so das Thema Männlichkeit sind Männer heute verweichlicht oder was braucht ihr da auch um vielleicht auch gerade bei Social Media dass die Männer überhaupt noch eine Orientierung haben.
00:46:06: Ich glaube, diese Extreme sind sehr schlechte Ratgeber.
00:46:12: Also wie immer sind Extreme extreme und die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte weil habe ich eine weibliche Seite?
00:46:22: Ja natürlich hab' ich die
00:46:23: ja
00:46:24: und habe ich einen männlichen Seite?
00:46:26: Die habe ich auch.
00:46:27: so.
00:46:28: und die Frage ist Also wir reden ja ganz viel von der authentischen Mensch.
00:46:36: Ja, wann bin ich denn authentisch?
00:46:39: Ich kann ja nicht nicht authentisch sein das ist erst mal so dieser Grundwiderspruch.
00:46:47: aber die Frage ist was ist mein natürlicher Zustand?
00:46:52: und da kommen wieder zu den Bedürfnissen.
00:46:55: welche bedürfnisse habe?
00:46:58: Sag du mir deine Bedürfnisse, dann sag ich dir was dein natürlicher Zustand ist.
00:47:04: Wenn dir als Mann entspricht... Was weiß ich?
00:47:09: Blödes Beispiel!
00:47:11: Du bist so dieser Handarbeitstyp, du strikst gerne, du häkelst gerne und du machst solche Dinge, du nähst gerne.
00:47:21: Das ist ja nicht unmännlich sondern du bist einfach ein Mann der diese Dinge gerne tut.
00:47:27: Ja, ja.
00:47:29: Und dann ist es so und du hast als Mann sicherlich auch eine andere Seite und dann machst Du halt auch andere Dinge.
00:47:39: Also ich glaube wenn wir über unsere Bedürfnisse irgendwann rausfinden was ist denn eigentlich so mein Persönlichkeitskern?
00:47:48: Also wenn Ich weiß was ich brauche dann weiß ich auch ungefähr wie ich ticke eine sehr harte Seite, die hart mit mir und hart mit anderen ist.
00:48:03: Und ich lieb es auch in Wettbewerbe zu gehen, auch wenn ich mit blauen Flecken rauskomme so über historische Fächten zum Beispiel wo man sich auch mal richtig mit Stahl auf die Ommel haut, wie ich Deutsch gesagt.
00:48:23: Dann gibt's auch blaue Flecken.
00:48:26: Ich mag das!
00:48:28: genauso sanft sein.
00:48:30: Ich mag meinen Hund streicheln, ich mag meine Frau streicheln.
00:48:34: Äh... Ich mag mich auch mal hilflos zeigen und dann meine Frau sagen du ich weiß nicht weiter hast du ein Ohr?
00:48:45: Und das alles gehört für mich zu meinem Mannsein dazu und da hat jeder Mann so seine eigene Zuschreibung für sich zu entdecken.
00:49:00: Deshalb kann man nicht sagen ein Mann ist so, sondern das ist ja unsere Entdeckungsreise auf die wir gehen.
00:49:09: Wer bin ich denn wirklich als Mensch und ein Teil meines Menschen sein?
00:49:14: Ist ja Mann sein!
00:49:14: Wie bin ich dann als Mann?
00:49:17: Gestatte ich es mir zu weinen?
00:49:19: oder wie denke ich denn über Männer die Weinen?
00:49:23: also bei mir war das wirklich sehr lange so ein Automatismus.
00:49:28: Ich verachte Männer, die sich schwach zeigen und dann war so aus meiner Persönlichkeitsentwicklung heraus diese Gegenbewegung.
00:49:40: So darf ich nicht denken.
00:49:42: aber das ist ja Blödsinn weil ich denke ja so und von daher ist es nicht die Frage ob ich so denken darf.
00:49:52: Aber ich habe dann irgendwann gelernt, so gelassen diesen Gedanken zuzulassen und dann zu sagen ja so habe ich gedacht.
00:50:01: Und jetzt denke ich anders.
00:50:05: Ja?
00:50:06: Ich empfinde Mitgefühl für den Mann der da vor mir sitzt und weint aber ich bin nicht frei davon dass das immer mal hoch popt.
00:50:14: Aber ich bin wach darüber weil ich mich weil ich mir einen Bewusstsein antrainiert habe.
00:50:20: Deswegen,
00:50:21: glaube ich das ganz Wichtige, dass man sich dessen bewusst wird also gar nicht dieses Ich darf das nicht mehr oder jenes nicht mehr und es geht sehr gar nicht.
00:50:28: sondern wirklich was bringt mich eigentlich an den Punkt?
00:50:31: Dass ich so denke oder handle oder fühle oder wie auch immer und deswegen auch Begriffe weißt du das umtreibt mich dann immer so.
00:50:37: wenn ich's dann sehe bei Social Media überall toxische Männlichkeit ja das ist ja schon Das Schlagwort hat schlecht hingeworben, wo ich mir denke, was heißt denn das?
00:50:46: Was bedeutet das?
00:50:47: und nur weil jetzt ein Mann mal seine Wut äußert oder so ist er ja nicht gleich toxisch männlich.
00:50:53: Oder weil er für sich einsteht und sagt, der ist für mich eine klare Kante.
00:50:57: Und da wird es so viel vermischt plötzlich oder auch wenn ich jetzt vorhin zu dir gesagt habe mit diesem wie kann ich ein richtiger Mann sein.
00:51:04: Influencer oder so die will das sagen muss ein richtigen Mann sein.
00:51:07: Da sind ja echt oft junge Männer total hyped dann mit diesen Leuten, die da drauf reinfallen.
00:51:13: Ich sage es jetzt wirklich mal bewusst auf diese Strategien und da frage ich mich immer welche Bedürfnisse holen sie dann dabei den jungen Männern zum Beispiel ab?
00:51:21: Ist das dieses gesehen werden oder um was geht's da?
00:51:24: Es ist eine sehr klare Positionierung.
00:51:28: von daher klare positionierung sind ja einfach noch dazu wenn sie extrem sind weil da gibt es dieser ambivalenz nicht die du normalerweise im leben hast sondern wenn du diese Dualität lebst, dann ist es schwarz oder weiß und dazwischen gibt es nichts.
00:51:47: Ja genau!
00:51:48: Und
00:51:49: wenn man schlau ist oder ein bisschen älter wird, dann merkt man halt naja... Es gibt halt auch eine ganze Menge da zwischen und da spielt eigentlich die Musik.
00:51:59: Also für mich hat mich lange sehr schwer getan mit dem Begriff der toxischen Männlichkeit.
00:52:06: ich finde Das gibt es und das ist genau dieses Alphamännchen, Alphamehl.
00:52:14: Ich
00:52:15: glaube
00:52:16: Alphamel so aller Tate Brothers.
00:52:21: Das ist für mich toxisch.
00:52:22: aber ansonsten ist männliches Verhalten kann toxisch sein.
00:52:31: Aber Männlichkeit ist nicht toxisch sondern Männlichkeitsmännlichkeit wie Weiblichkeit, Weibigkeit.
00:52:39: Ich kann einen toxischen Ausdruck dafür finden, der mir nicht gut tut.
00:52:46: Der anderen nicht guttut, der der Gesellschaft nicht gut und dann kann ich dem diese Zuschreibung geben es ist toxisch aber kein Mensch ist toxis absolut
00:52:56: Ja, nee klar.
00:52:57: Und ich finde da macht es auch einen richtigen wichtigen Punkt aus dass man da auch mal auf solchen Resultaten heraus erkennt was eine seriöse Begleitung ist.
00:53:06: Das ist ganz wichtig weil auch da gibt ja viele Angebote und ich denke du würdest jetzt niemals ein Mann der zu dir ins Coaching kommt sagen Du musst bis halt einfach keinen richtiger Watt oder nicht wendlich genug.
00:53:17: also das sind ja auch schon so Alarmglocken wo wir einfach mit Vorsicht genießen dürfen weil ich glaube für Menschen die dann eh haltlos sind hey wo bin ich gerade, sind halt dann solche vermeintlichen einfachen Angebote oftmals so dieses oh ja wohl da versteht mich jemand und der guckt mal aber nicht in die Tiefe wie du sagst sondern das ist diese schwarz-weißdenk.
00:53:37: Ja deshalb ist es so wichtig dass wir für die Jungs und für die jungen Männer so gute Rollmodels finden wie man so schön neudeutsch sagt.
00:53:49: Da gibt es ein paar Organisationen, die da gute Arbeit leisten.
00:53:53: Also Boys to Men zum Beispiel, die quasi Mentoren suchen für Jugendliche.
00:54:07: Die mit denen so aushandeln was ist denn Männlichkeit?
00:54:11: Was bedeutet das dann?
00:54:13: Ja, finde ich wichtig.
00:54:14: Finde ich toll!
00:54:16: Wir haben es ja vorhin schon angesprochen.
00:54:17: Unsere männlichen Vorbilder oder auch in dem Fall Vaterfiguren beispielsweise, die prägen uns natürlich schon enorm.
00:54:24: Genauso wie unsere Mütter auch.
00:54:26: Du hast es ja vorher schon angesprochene deswegen... Also eine Frau spielt ja auch eine extreme Rolle bei unseren Männerbilden.
00:54:32: Das darf man nicht vergessen.
00:54:34: Ich muss immer wieder schmunzeln.
00:54:35: Ich gehöre jetzt noch zu der Kategorie Single und das war wahrscheinlich hoffnungslos aber ich habe immer wieder ... Nein Spaß!
00:54:42: sprechen, die dann witzigerweise sagen ja der Mann muss eben so und so sein dass er auf die Frauen wieder so sind.
00:54:47: Der ist stark und groß und Schulter zum Anlehnen und so und beschützt nicht.
00:54:52: und dann kriegen sie manchmal echt ihre Männlichkeitsbilder wo man so am Punkt schon toxische Männlichkeit sind geliefert.
00:54:59: und dann heißt aber weder Ja bei eigentlich irgendwie du bist zu nett weißt du?
00:55:04: Wo ich da echt immer denke was denn jetzt?
00:55:06: Ja das ist der Spagat.
00:55:08: und da würde ich sagen Wenn sie sagt, du bist so nett ist sie nicht die Richtige.
00:55:15: Ja, weil ich glaube...
00:55:16: Schon kurios eigentlich, dass Sie sich dann genau diese Sorte von Mann aussuchen, die sie eigentlich nicht wollen und denjenigen wo sie sagen, hey der hört mir zu mit dem kann ich reden
00:55:24: etc.,
00:55:25: da sagen sie dann, er ist zu nett also... Ich
00:55:27: habe mich genau über das Thema norlich mit einer Frau unterhalten und dann sagte sie Ich war ganz schön doof damals, weil ich den Netten der alles für mich gemacht hat.
00:55:40: Der geguckt hat dass es mir gut geht für denen ich sein Universum war das sich den Links hab liegen lassen.
00:55:48: ja aber wir müssen alle lernen und also von daher Denk ich, wirst du auch die Richtige finden?
00:55:57: Ja ja, um Gottes Willen.
00:55:58: Mama da keine Sorgen Oliver alles gut!
00:55:59: Ich finde wohl nur auch mal diesen Kosmos aufmachen weil ich kenne viele Männer die das Thema umtreibt.
00:56:04: Die dann sagen ja dann sagt sie zu mir ich bin zu nett.
00:56:07: Wo ich mir denke ne du bist eigentlich genau richtig so.
00:56:09: Also ich glaube dass wir oft von eben diesen Influencern oder Social Media Themen so geblendet werden.
00:56:15: Dann nehme ich jetzt nicht nur alle Frauen sondern es sind auch Männer dabei die Umkehrschlussweiblichkeit dann wieder völlig falsch wahrnehmen wie sie sich denn toll finden sollen.
00:56:24: viel passiert, dass wir uns auch so stark dann auch ganz schnell mal beeinflussen lassen und plötzlich vielleicht merken hey Mensch die Person ist genau richtig.
00:56:31: Nur weil sie jetzt keinen Sixpack hat heißt es nicht das sie weniger toll ist.
00:56:36: Gefährliche Bilder einfach die da auch erzeugt werden.
00:56:38: ja das wirst du ja auch erleben in deiner Arbeit denke ich.
00:56:41: Ja also deshalb ist für mich der Schlüssel ein Selbstempfinden zu merken, was empfinde ich gerade nach seinen Bedürfnissen zu gucken und dann aus dieser Bewusstheit heraus eine Entscheidung zu treffen.
00:56:59: Ja, ist für mich letztlich der Schlüssel für alles.
00:57:04: Genau
00:57:04: und ich denke auch ein wichtiger Moment können wir allen mitgeben die einschalten einfach auch mal diese Erwartungen ja, die wir so an jemanden haben auch mal zu hinterfragen.
00:57:12: also was steckt da dahinter?
00:57:13: oder woher hab' ich die tatsächlich?
00:57:14: Weil es sind ja wie du auch sagst viele Bedürfnisse im Raum.
00:57:17: dann kann ich mich ja fragen warum habe ich diese Erwartung jetzt an den Mensch oder umgekehrt?
00:57:22: Und dann geht's ja gar nicht so sehr zu sagen Frauen gegen die Männer oder Männer gegen die Frauen sondern einfach mal generell zu gucken Was steckt denn da wirklich dahinter warum ich denn denke, dass die Person so sein muss.
00:57:32: Das heißt bevor ich mit dir lieber Oliver auch in Entweder-Oder husche was würdest du jetzt aus deiner heutigen beruflichen Erfahrung sagen?
00:57:39: Was brauchen Männer wirklich?
00:57:41: also es kann im Bereich Trauer sein.
00:57:43: oder was können wir den Leuten mitgeben die hier einschalten das ist...was sind's für Räume ja und denen sie wirklich ehrlich sein können?
00:57:50: oder vielleicht tiefe Freundschaften?
00:57:52: Ich weiß nicht was siehst Du da?
00:57:56: Also das erste für mich so die die Erkenntnis, es braucht was.
00:58:02: Das ist ganz witzig wichtig.
00:58:09: und dann sich solche Netzwerke rauszusuchen.
00:58:13: also es gibt ja das Männernetzwerk Es gibt viele lokale Männergruppen die dann was weiß ich in den Wald gehen und einfach du kannst da mitgehen reden, du kannst auch einfach die Klappe halten.
00:58:31: So wie es dir ist.
00:58:36: Ja und da fängt's halt an mit was ist denn mein Bedürfnis?
00:58:41: Mit welchen Männern möchte ich mich denn umgeben?
00:58:46: Und wenn ich das weiß dann kann ich gucken wo finde ich die denn?
00:58:50: also möchte ich in ein Männerkorr oder einen gemischten Korr?
00:58:58: möchte ich in einem Sportverein, will ich politisch debattieren?
00:59:05: Ziehen mich solche Männer an oder was auch immer.
00:59:09: Also da ist die Auswahl ja groß aber es fängt halt damit an dass ich mich frage was brauche?
00:59:16: Ja, ganz klar.
00:59:17: Ich glaube das könnte man allem entgegnen.
00:59:19: Also wenn jetzt jemand kommt der zu dir sagt Mensch Herr Mertens ich funktioniere irgendwie immer nur noch so ich habe es gefühlig funktioniert und auch ist ja genau die gleiche Frage eigentlich was brauchst du?
00:59:30: Genau!
00:59:30: Und musst du funktionieren?
00:59:33: Das ist ja dann auch erstmal die frage oder kannst du damit vielleicht mal aufhören?
00:59:40: Erst mal nach dir gucken.
00:59:41: Also ja, das ist ... Wenn ich mit einer Erschöpfungsdepression ... Da geht's nicht darum was kann ich leisten?
00:59:51: Weil du kannst dann nichts mehr leisten.
00:59:54: Dann geht es erst einmal darum dich auf die Füße zu stellen und in einem zweiten Schritt dafür zu sorgen dass du nicht wieder in das gleiche Muster fällst Was dich an diesen Punkt vorher gebracht hat.
01:00:07: Und das geht nur über bewusst sein.
01:00:10: und was mir in der Trauerarbeit noch wichtig ist, ist das am Ende eine Ausrichtung steht.
01:00:15: Also ich möchte nicht nur durch eine schwere Zeit begleiten sondern ich möchte auch dass meine Klienten dann für sich beschließen mein Leben soll sich hierhin oder dahin entwickeln, dass die Männer dann wieder Gestalter ihres Lebens werden können weil während ich in Trauer bin, dann werde ich quasi gelebt.
01:00:42: Da gestalte ich gar nix.
01:00:45: Ja ja und ich denke auch dass wir sehr gerne anfangen dürfen noch dieses Charme abzulegen als man zu sagen Ich gehe jetzt da irgendwo hin oder ich rede jetzt mit dem Oder ich geh ins in die Gruppe wie du auch schon gesagt hast Warum nicht?
01:00:57: Also woher kommt das Dass wir uns einreden lassen haben?
01:01:00: vielleicht auch dass Wir da nicht hingehen dürfen?
01:01:02: völliger Quatsch Ja, das ist richtig.
01:01:04: Oliver, wenn du jetzt in die Zukunft blicken kannst und sagst Hey Mensch!
01:01:07: In zehn Jahren oder vielleicht auch in fünfzehn gibt's da so eine Vision?
01:01:11: Oder so ein Wunsch wo du mit deiner Arbeit noch hin willst?
01:01:14: Ja
01:01:14: also ich möchte dass es in zehn Jahren ist vielleicht ein großes Ziel aber deshalb arbeiten wir ja auch im Bundesverband daran Dass es normal ist über Tod zu sprechen Und dass es auch normal ist darüber zu sprechen, was ein Mann braucht und was eine Frau braucht.
01:01:37: Also dass wir dahin kommen zu sagen okay die Geschlechter sind unterschiedlich und sie haben unterschiedliche Bedürfnisse und wir müssen uns um diese unterschiedlichen Bedürfenisse kümmern statt Sie gegenseitig abzuwerten.
01:01:53: Weil einen gesellschaftlichen Frieden und ich glaube wenn man sich so die politische Landschaft gerade anguckt ist Das Wichtiger denn je und wir kommen zu einem gesellschaftlichen Frieden nur über einen Geschlechterfrieden.
01:02:09: Ja absolut.
01:02:09: Nee, völlig!
01:02:10: Also ich glaube das Gegeneinander ist sowieso schon das Verkehrteste was wir tun können.
01:02:14: oder zu sagen Das sind die und das sind die Und in dem Fall dass sind die Frauen das sind Männer ja völliger Quatsch.
01:02:19: Sondern es geht wirklich darum einfach im Diskurs zu gehen wie da finde Ich einfach völlig wertfrei auch zu gucken okay?
01:02:24: Wie du sagst was brauchst Du was brauche ich und wie kommen jetzt da irgendwie miteinander zusammen?
01:02:29: Ja das fehlt mir auch ganz ganz stark Jetzt nicht nur in der Politik sondern sowieso gesellschaftlich und das würde ich mir auch sehr sehr wünschen Dass auch deine Vision da hoffentlich sich bewahrheitet ja von deinem weiteren weg weil es brauchen wir alle.
01:02:43: Ja, tut uns allen gut.
01:02:44: Oliver, dann habe ich jetzt noch entweder oder für dich hier mit im Gepäck und wenn du bereit bist, dann werde ich dir immer zwei Wahlmöglichkeiten geben und du darfst natürlich aus dem Bauch heraus entscheiden, für welche Seite du dich gerade entscheidend magst.
01:02:57: Immer doch so ein bisschen wieder die eine Seite gegen die andere aber natürlich in positiven Zähne!
01:03:02: Und ich hab was dabei natürlich rund.
01:03:03: auch nochmal zu deiner Arbeit, aber natürlich auch zum privaten Oliver Mertens wie der denn so lebt vielleicht auch gerne unterwegs ist.
01:03:11: Ich bleibe mal noch ein bisschen kulinarisch und will gern am Anfang von dir wissen, wenn du die Wahl haben müsstest Bier oder Wein?
01:03:18: Wein!
01:03:18: Aha
01:03:19: bist du der Weintrinker.
01:03:20: okay gibt's da so eine weiße Wein- oder Rotweintendenz?
01:03:23: oder ist das dir natürlich wurscht?
01:03:26: Nee Wurst ist es nicht.
01:03:28: also gut sollte sein im Sommer viel weiß und rosé Und im Winter darfst dann auch mal ein schöner Kaminwein sein, also so'n galtvoller Südfranzose-Rottyron.
01:03:44: Da mach ich nichts mit falsch!
01:03:47: Ja definitiv nicht.
01:03:48: Gehört auch irgendwie zum Winter oder zu ne?
01:03:50: So'n schöner Rotwein dann.
01:03:52: Also da bleiben wir doch mal noch kulinarisch.
01:03:54: Wenn du wählen müsstest Grillen oder Restaurant?
01:03:57: Restaurant.
01:03:58: Mhm, dann doch.
01:03:59: Okay gibt's so eine Lieblingsecke z.B.
01:04:01: italienisch oder so?
01:04:03: Nee tatsächlich... gerne auch asiatisch, weil ich finde das ist eine schöne leichte Küche.
01:04:10: Italienisch ist es immer schön aber gibt's ja an jeder Ecke und entsprechend viel.
01:04:18: deshalb auch gerne Asiatisch und lieber Restaurant als Grillenball.
01:04:25: Bei den Grillen stehe ich immer im Grill.
01:04:26: Ja, das will ich jetzt auch mal in der Lande brechen übrigens für alle die grillen.
01:04:30: ja dass ist wirklich so als ich mich hab dann immer echt so ein Mitleid mit der Person am Grill weil sie grillt sich ja wirklich den Wolf dann da ab und alle anderen essen schon und die kommt dann immer ganz zu Schluss dazu.
01:04:40: also von dem her denke ich mir ja es stimmt doch lieber Restaurant uns verwöhnen lassen haben wir uns dann auch bei so die ok bleiben wir noch einmal bisschen im Urlaub.
01:04:49: wenn du jetzt verreist ist dann eher berge oder mehr.
01:04:53: Da bin ich ambivalent, aber ich sage mal dann geht der Ausschlag doch eher zum Meer.
01:04:58: Ja
01:04:59: okay ja hat halt einfach was schönes ist.
01:05:01: so dieses Urlaubsthema oder Merke gehört irgendwie dazu?
01:05:04: Ja und ich mag auch gerne die Nordsee den Atlantik also da wo es auch ein bisschen kacheln wo's mal stürmt das finde ich ganz toll.
01:05:16: deshalb bin ich auch sehr gerne im Winter Mal auf auf den Nord- oder aus Frisischen Insel.
01:05:23: Da hast du aber dann die volle Packung her!
01:05:26: Ja, und man hat nicht viele Leute sonst da.
01:05:30: Das
01:05:31: stimmt.
01:05:33: Dann gehen wir noch mal so ein bisschen... ja ich weiß gar nicht ob das privat beruflich ist in die Richtung Kopf oder Bauchgefühl?
01:05:39: Früher ausschließlich Kopf heute immer mehr Bauch.
01:05:42: Hat ja auch meistens Recht unser Bauch, so ist es ja nicht.
01:05:46: Konkurrenz
01:05:49: Ja,
01:05:50: auf jeden Fall.
01:05:51: Bist du eher der Typ Abenteuer oder der Typ Sicherheit?
01:05:54: Ich komme aus der Sicherheit und bin jetzt Abenteurer.
01:05:57: Abenteuern
01:05:57: lustig geworden hier!
01:06:00: Wie siehst du das Thema ein Vorbild zu haben oder seinen eigenen Weg zu
01:06:04: gehen?
01:06:04: Mein eigenen Weg gehen.
01:06:06: Und wie tendierst Du Probleme zu besprechen oder erst einmal eine Runde für sich selbst rausgehen?
01:06:12: Ich mache das zuerst mit mir dann mit dir geht.
01:06:15: Ja, ja, okay, ja kenne ich!
01:06:17: Also ich mache es auch immer erst zu mir und dann gehe ich auf die Person zu Hause halt und vertraue mich dann an.
01:06:22: Okay jetzt mal schauen ob wir sportlich werden oder auch nicht.
01:06:25: Fitnessstudio oder Sofa?
01:06:27: Oh
01:06:27: das ist eine Wahl.
01:06:29: Ich gehe über.
01:06:30: also Fitnessstudioschließlich ausgehe ich überhaupt nicht gerne hin.
01:06:35: Sofa selten.
01:06:40: Also bei mir ist das dann eher raus mit dem Hund.
01:06:43: Ja
01:06:43: gut, mit Hund ja klar!
01:06:44: Da hat man natürlich immer fast schon gar keine Chance mehr zu sagen ich gehe nicht raus.
01:06:49: Ist aber auch gut so.
01:06:50: also was ich draußen war als wir noch einen Hund hatten, lang ist es her.
01:06:56: Inzwischen habe ich da doch das Sofa, aber ich bin auch überhaupt gar kein Typ.
01:06:59: Fitnessstudio wirklich nicht.
01:07:01: Ich weiß auch nicht warum mich... Also nee, ich fühle mich da absolut nicht wohl.
01:07:06: Ich kann die aber noch nicht mal sagen warum das so ist?
01:07:09: Ja, meint es auch nicht.
01:07:10: Ich hab mich zweimal angemeldet und habe einen Bandscheimvorfall.
01:07:15: Und ich war dann förderndes Mitglied.
01:07:20: Ich hab nur gezahlt und war nie da.
01:07:21: Ja, so wird's bei mir aussehen!
01:07:23: Ich habe ja einen Trainer zu dem ich einmal in die Woche gehe.
01:07:26: Das zum Beispiel mache ich super gerne weil das ist auch so ein Moment wo ich weiß, da kann ich den Kopf abschalten der ist nur für mich da hat es für mich vorbereitet und so weißt du?
01:07:34: Da geh' ich dann hin, dann habe ich meine Stunde Vollgas und dann gehe ich wieder heim.
01:07:37: aber ich habe mit einer Frau schon besprochen dieses Fitnessstudio reinzugehen, da muss ich mir einen Plan machen.
01:07:43: welche Übungen und wie mach ich die, mach ich sie richtig Und Dings, da habe ich schon keine Lust drauf Geht mir auch so.
01:07:50: Okay, dann sind wir da.
01:07:51: Ich dann
01:07:51: lieber so normal zum Sport.
01:07:52: Ja
01:07:53: genau!
01:07:53: So ganz gedien hier für uns... okay jetzt pass mal auf wenn du privat einen Ausflug machst ist es dann eher schonmal der Weg ins Fußballstadion?
01:08:01: oder darfst du auf ein Konzert gehen?
01:08:03: Konzerte gerne.
01:08:05: Und hast du da so eine Richtung Rock oder irgendwie was?
01:08:08: oder bist du da offen für alles?
01:08:09: Tatsächlich alles.
01:08:11: also wir gehen in die Oper Wir gehen im Sinfoniekonzert ein kleineres Konzert oder auch mal eine Punkband, so von früher also ganz unterschiedlich.
01:08:30: Wenn er dann dahin geht ist es dann eher Auto- oder Fahrrad?
01:08:36: Bahn ist das meistens.
01:08:38: Wir wohnen sehr verkehrsgünstig in Stuttgart.
01:08:42: Ich kann alles mit der Bahn machen.
01:08:44: Das ist natürlich auch dann sehr gut, also bei uns musst du dir teilweise schon überlegen wie du dann wohin kommst, das ist je nachdem schwierig.
01:08:50: Bist du eher der Typ Sprachnachricht oder Anrufen?
01:08:53: Sprachnenachricht!
01:08:54: Echt?!
01:08:54: Oh, da sind wir hier Brüder im Geiste mega.
01:08:57: Es gibt so wenige die sagen sie mögen Sprach Nachrichten aber ich liebe Sprach-Nachrichten.
01:09:03: Also Sie dürfen eigentlich zu lang sein.
01:09:05: Ja gut
01:09:06: ja Also ich kenne auch Leute, die reden mir dann zehn Minuten drauf.
01:09:12: Habe ich auch schon geschafft?
01:09:12: Ja
01:09:13: also ich steig dann meistens aus und sag mir schreib mir Bullet Points.
01:09:18: Ja
01:09:18: ja okay!
01:09:19: Die automatische Transkription bitte.
01:09:24: Bist du dann eher der Typ Buch oder Podcast?
01:09:28: Immer mehr Podcast muss ich sagen.
01:09:31: Es ist halt doch einfacher nochmal zu konsumieren überall so wo man sich bewegt.
01:09:35: Ja, genau.
01:09:35: Also ich höre Podcasts wenn ich wie heute zu BNI gehe, wenn ich in der Bahn unterwegs bin beim Kochen und ein Buch brauche ich ja gut.
01:09:49: Hörbuch höre ich auch.
01:09:51: aber also ich mag es dann auch gerne haptisch und dafür braucht man halt einen Sessel und
01:09:59: ruhigen
01:10:00: Augen decken.
01:10:01: Das ist so.
01:10:02: Ulke Augenblick fand ich jetzt toll, bist du der Typ Wochenende komplett durchplanen oder spontan schauen was so kommt?
01:10:09: Auch dachte bin ich so ein Ambivalent also... Ich tendiere zum Planen und nehme mich aber immer mehr aus der Planung raus sodass Spontanität größeren Raum kriegt.
01:10:24: Aber das ist tatsächlich immer so.
01:10:26: Ich merke sehr genau, aus welcher Ecke komme ich und wie habe ich mich weiterentwickelt?
01:10:32: Also früher hätte ich es durchgeplant.
01:10:34: Und heute sage ich da auch mal gucken was zukommt.
01:10:38: Gucken
01:10:38: was so kommt!
01:10:38: Genau dann bevor du eine Frage im gestern heute oder morgen noch für deinen Schicksal wählen darfst lieber Oliver bleib mal mit der letzten Entweder-Oderfrage nochmal ein bisschen.
01:10:47: vielleicht beruflich aber natürlich menschlich.
01:10:50: ist es die Umarmung oder gute Worte?
01:10:52: Das sind's
01:10:52: die um Armung weil... Wie ich ja schon gesagt habe, so Berührung löst was aus bei uns Männer.
01:10:59: Ja okay dann umarmen wir doch jetzt noch für dich die Kategorie gestern heute oder morgen Lieber Oliver.
01:11:05: du darfst deinen Schicksal natürlich selber wählen.
01:11:07: und zwar darfst Du mir sagen über welche Frage möchtest Du sprechen im Gestern heute?
01:11:11: Oder im Morgen?
01:11:12: Morgens.
01:11:13: So
01:11:13: gut!
01:11:14: Wir blicken zusammen in die Zukunft Der Oliver und ich.
01:11:17: Und ich werde natürlich auch... Du bist jetzt hier nicht vor Ort, so viel darf man spoilern!
01:11:20: Du bist mir ja personen zugeschalten.
01:11:22: deswegen ich mich mische hier wieder für dich ganz brav und werde auch nicht hinsehen weil du kannst es leider deine Karte nicht ziehen.
01:11:28: Ich ziehe sie für Dich.
01:11:30: und zwar der Oliver und Ich sprechen im Morgen über.
01:11:36: Oh spannend mit welchem Satz würde Deine Biografie beginnen?
01:11:40: Es war alles anders als gedacht.
01:11:43: Sehr schön.
01:11:44: Ja, aber manchmal sind es doch genau diese Umwege oder die uns an den Punkt bringen sowohl jetzt privat als auch bei dir jetzt beruflich wo wir vielleicht niemals dran gedacht hätten und dabei bewirkt man vielleicht unfassbar Gutes für andere Menschen.
01:11:56: das ist doch das Schöne.
01:11:56: Ja absolut und das ist für mich so ja letztlich der Schlüssel für meine Entwicklung.
01:12:04: also ich komme aus dem total rationalen.
01:12:07: Ich habe irgendwann in Jugendlichen Unsinn mal gesagt Wenn wir doch nur diese blöden Gefühle nicht hätten, wenn doch alle rational wären.
01:12:17: Was wäre das für eine bessere Welt?
01:12:20: Nein!
01:12:23: Das hat ein bisschen gedauert, bis ich auch darauf gekommen bin, dass sie da völlig aufm Holzweg war.
01:12:29: Ja, im Gegenteil, ich sehe es sogar immer mehr gerade durch diese Social Media-Welt und so.
01:12:33: Wie oft mal.
01:12:34: das habe ich mir jetzt auch neulich mal bewusst gemacht.
01:12:36: Wir liken ja da oder wir machen irgendwelche Lauchsmilies und so Aber wir fühlen das gar nicht mehr Sondern wir drücken drauf mit einer vermeintlichen Hey!
01:12:44: Ich freue mich aber dieses eigentlich Gefühl ist ja gar nicht da
01:12:48: Und
01:12:49: das finde ich so erschreckend.
01:12:51: Also wieder mehr ins Fühlen zu gehen, glaube ich.
01:12:53: Das tut uns allen gut.
01:12:55: Ja und da auch wieder nicht das schnelle, nicht dieser Dopamin-Kick, die es haben wollen, haben wollen.
01:13:03: Nicht wie Likes, sondern Serotonin.
01:13:06: So dieses Langsame.
01:13:08: Das ist, glaube ich der Schlüssel.
01:13:11: Bevor wir jetzt zu langsam werden, lieber Oliver habe ich noch eine Kettenfrage für dich und zwar dafür jeder Gast, der bei mir in einer Folge war für den nächsten Gast eine Frage hinterlassen so natürlich auch du gleich.
01:13:22: Zuvor habe ich für dich die Frage im Gepäck nämlich von Luca Thiel Rangio Poet.
01:13:26: Wir werden ihn in der Folge zuvor von dir gehört haben Und der möchte natürlich von dir wissen finde ich echt spannend weil er ist Poet.
01:13:33: Er macht das ganze sogar beruflich und zwar er geht mit der Schreibmaschine sozusagen von Event zu Event, du kannst ihm drei Wörter zuschmeißen und er schreibt dir da draußen ein Gedicht.
01:13:42: Also finde ich mega spannend!
01:13:45: Ja auch krass herausfordernd, sehr kognitiv und kreativ... Und er hat eine Frage mitgebracht für dich die nicht passend ans Gepäck passen könnte zu dem Thema was er macht denn er will von dir wissen Achtung Oliver wann hast Du das letzte Mal jemandem einen Gedicht geschrieben?
01:14:01: Und zwar nicht mit Chatchivity.
01:14:04: Oh das ist schon bisschen her.
01:14:08: Ich glaube, da war ich bis zehn oder so.
01:14:13: Also das ist schon sehr lange her!
01:14:15: Wahnsinn, gell?
01:14:16: Das hat mir aber auch noch mal den Impuls gegeben.
01:14:18: Stimmt also bei mir ist es mit Sicherheit seit der Schulzeit oder so das letzte Mal gewesen.
01:14:23: Dürfen
01:14:23: wir wieder Poeten des Alltags werden hier, glaub' ich, diesem Impulz?
01:14:27: Jaaa... Ja, absolut.
01:14:29: Ja Oliver jetzt bin ich natürlich gespannt was willst du von meinem nächsten Gast oder meiner nächsten Gästin wissen?
01:14:34: Das ist ganz einfach!
01:14:36: Was macht dich glücklich?
01:14:38: Oh wie schön.
01:14:41: Einfach und doch tief.
01:14:44: Nehmen wir mit, die Frage.
01:14:46: Was macht dich glücklich?
01:14:47: Sehr schön!
01:14:47: Oliver ich möchte sagen also wir haben heute echt über ziemlich viele Bereiche gesprochen, die aber eins irgendwie vereinen und ich glaube das haben wir gemerkt ja egal wie es geht letztendlich um unsere Bedürfnisse was steckt da in uns.
01:14:59: und von dem her danke dass du mit deiner Arbeit oder auch mit unserem Gespräch heute diesen tollen Blick einfach mal gerade nochmal beim Thema Trauern auch rund um Männlichkeit ermöglicht hast.
01:15:09: Ich finde das ganz ganz toll, also danke dass Du mein Gast warst
01:15:11: Danke dass Du mir diese Bühne gegeben hast Ja.
01:15:16: Für das Thema, dass ich einfach wichtig finde für uns
01:15:20: alle.
01:15:46: ganz wichtig, dass Menschen dann auch Themen weiter tragen und darüber sprechen.
01:15:49: Weil wie oft haben wir vielleicht zu einem Thema gedacht?
01:15:52: Wir wissen schon was oder wissen alles!
01:15:54: Und plötzlich rede ich hier mit einem Menschen ja rund um deinen Weg, rund um deine Arbeit und mir merkt krass das betrifft mich eigentlich auch.
01:16:00: Das finde ich ganz interessant und so soll es auch sein.
01:16:03: vernetzt euch in dem Sinne kontaktiert auch gerne ein Oliver an der Stelle.
01:16:06: Hier mal noch einen Appell in die Runde.
01:16:09: Oliver, ich danke dir.
01:16:10: Ich danke deiner Frau, weil die hat uns ja eigentlich zusammengebracht!
01:16:13: Muss man einfach auch mal sagen... Das ist
01:16:16: halt eine sehr gute Netzwerkerin.
01:16:18: Ja es ist sie definitiv und ich freue mich echt sehr dass unser Kontakt damit auch zustande kam.
01:16:23: also ich finde das wirklich schön.
01:16:25: wir bleiben natürlich im Kontakt das ist ganz klar.
01:16:27: also Danke für deine ja wirklich offenen Worte heute und ich glaube wir Männer dürfen uns da echte Scheibe abschneiden von dem Gespräch heute und einfach auch einmal gucken wie gehen wir denn damit um?
01:16:36: wenn nicht gibt's ja Leute wieder Oliver.
01:16:38: Die sind natürlich auch gerne zur Stelle.
01:16:39: Natürlich, sehr gerne!
01:16:41: Oliver von Herzen danke!
01:16:42: Vielen Dank Adrian Für das schöne Gespräch.
01:16:45: Sehr gerne, alles Gute dir!
01:16:46: Ich drücke die Daumen für deine Vision, dass wir hoffentlich in zehn Jahren uns nochmal unterhalten und es genauso ausgeht wie du's dir wünscht.
01:16:53: Und ich wünsche mir natürlich auch für uns alle ja weil du wünschst dir was sehr schönes, was wir alle gut gebrauchen können und von dem her macht's gut.
01:17:00: bis zum nächsten mal hier bei Adriane Lett ein.
01:17:02: Danke dir Oliver.
01:17:03: liebe Grüße an die Birgit und wir hören uns zur nächsten Folge Tschüss!
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