... Sebastian von Holtum, der Erfolgsrausch & das große Erwachen

Shownotes

Was passiert, wenn du alles erreicht hast – und trotzdem nicht glücklich bist?

Sebastian von Holtum kennt dieses Gefühl nur zu gut. Als Shootingstar im Vertrieb lebte er das, was viele als „Erfolg“ definieren: eine steile Karriere, Status, Anerkennung. Doch irgendwann kam der Punkt, an dem er sich fragte: War’s das jetzt?

In dieser Folge von „Adrian lädt ein…“ erzählt Sebastian von seinem persönlichen Wandel, vom Erfolgsrausch bis zum großen Erwachen, das ihn schließlich auf einen völlig neuen Weg führte…

Er spricht darüber, wie sehr Glaubenssätze und Kindheitsprägungen unser Denken beeinflussen und warum viele Menschen ihrem Leben hinterherrennen, ohne es wirklich zu gestalten. Sebastian erzählt von dem Moment, der ihn aus der Bahn warf, ihn zum Umdenken zwang und ihm bewusst machte, dass er sich über Jahre selbst belogen hatte – immer auf der Suche nach Bestätigung und Anerkennung.

Gemeinsam tauchen wir in die Frage ein, warum echte Veränderung oft erst dann passiert, wenn alles auseinanderzufallen scheint, und was es wirklich bedeutet, sein Potenzial zu leben.

Doch ein solcher Wandel bleibt selten ohne Folgen. Sebastian spricht offen darüber, wie persönliche Weiterentwicklung das Umfeld beeinflusst – besonders in Beziehungen. Was passiert, wenn sich einer verändert, aber der andere nicht mitzieht? Wie geht man damit um, wenn man merkt, dass alte Muster nicht mehr funktionieren? Und wie schafft man es, den eigenen Weg zu gehen, ohne dabei die Verbindung zu den Menschen zu verlieren, die einem wichtig sind?

Diese Folge ist eine Einladung, alte Denkmuster zu hinterfragen, sich selbst neu kennenzulernen und den Mut aufzubringen, aus dem eigenen Hamsterrad auszusteigen. Denn am Ende stellt sich immer wieder die große Frage: Wer bin ich eigentlich – und was will ich wirklich?

Neugierig geworden? Mehr über Sebastian und seine Arbeit findest du hier: www.sebastian-von-holtum.shp-potential.com oder folge ihm direkt auf **LinkedIn: ** Sebastian von Holtum

Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, hallo zusammen hier bei einer weiteren Folge von Adrian Lett ein und mit meinem heutigen

00:00:06: Gast spreche ich über einen Weg, den viele vielleicht auch selbst spüren sich aber vielleicht

00:00:11: auch nicht trauen zu gehen, nämlich den Weg zu sich selbst. Er hat erlebt, wie es ist,

00:00:17: sich mitunter auch an äußeren Erwartungen zu orientieren, nur um irgendwann festzustellen,

00:00:22: dass wahre Erfüllung vielleicht gar nicht im Auslieg, sondern eben im Inneren beginnt. Heute

00:00:28: unterstützt er auch mitunter beruflich andere dabei, ihr volles Potenzial zu entdecken und

00:00:33: wirklich das Leben zu leben, das ihnen entspricht. Doch wie erkennt man, wann es Zeit ist für

00:00:39: Veränderungen, was braucht es vielleicht auch, um sich von dem zu lösen, was nicht mehr passt

00:00:43: und wie schafft man es wirklich in seine eigene Kraft zu kommen? Ja, Fragen über Fragen, ich

00:00:49: würde sagen, freut euch auf ein spannendes Gespräch über Selbstfindung, die Entfaltung des

00:00:54: persönlichen Potenzials und auch die Kunst, sich selbst dabei treu zu bleiben. In diesem Sinne

00:00:59: herzlich willkommen hier bei Adrian Lettein Sebastian von Holthum. Grüß dich! Vielen Dank

00:01:05: für dieses herzerwärmende Intro, Adrian. Ich hätte es ja besser nicht anders ausdrücken können.

00:01:11: Ja, schön. Danke dir erst mal, dass du mein Gast bist, Sebastian, und du hast ja auch einen sehr,

00:01:16: sehr spannenden persönlichen Weg. Und ich glaube, da tauchen wir doch gleich mal zu Beginn des Gesprächs

00:01:22: tiefer ein. Natürlich möchte ich jetzt für alle hier die Einschalten von dir wissen, Sebastian.

00:01:26: Wie war denn so dein persönlicher Weg? Ich habe ja schon ein paar Sachen angerissen.

00:01:31: Wann hast du denn zum ersten Mal gespürt, dass du dein Leben eben, ja, sagen wir mal, doch neu

00:01:36: ausrichten möchtest? Zum ersten Mal gespürt, da gehe ich jetzt wirklich ganz weit zurück mit Anfang

00:01:43: 20, als ich noch bei der Marine war, zur Seege fahren bin, meinen Grundwehrdienst gemacht habe.

00:01:49: Und das könnte euch wirklich bildlich so vorstellen. Ich saß wirklich auf einem sehr,

00:01:54: sehr großen marineschiff vorne drauf, dem Sonnenuntergang entgegen. Und da habe ich mir mit 20

00:01:58: tatsächlich schon zum ersten Mal die Frage gestellt, wie soll es eigentlich weitergehen? Ich

00:02:02: habe das große Glück gehabt, möchte ich dazu sagen, dass meine Mama mich immer darin bestärkt hat,

00:02:07: zu sagen, Sebastian, hör auf dein Herz und mach das, was dich glücklich macht. Hat mich natürlich auch

00:02:13: immer auf alle damit verbundenen Konsequenzen aufmerksam gemacht und hat auch gesagt, wenn du

00:02:17: meinst, du musst jetzt keinen Abi machen, dann mach das, aber vielleicht kommt irgendwann der Moment,

00:02:22: wo du es bereuen wirst, aber nur, dass du es einfach mal gehört hast, aber mach das, was dich

00:02:26: glücklich macht und sowas mit 20 auch, weil ich bin mit 16 von der Realschule runter. Weil ich

00:02:31: unbedingt damals zur Feuerwehr wollte und die Voraussetzungen damals waren, um zur Feuerwehr

00:02:37: gehen zu können, dass du eine handwerkliche Ausbildung abgeschlossen haben musstest und

00:02:41: unserer damaliger Nachbar vielleicht kennt ihr eine oder andere das, guckst ihr dann so in

00:02:45: der Umfeld, wie machen denn so andere und der war halt auch bei der Feuerwehr und der hatte

00:02:49: eine Ausbildung zum Elektriker gemacht, dann habe ich gedacht, komm, dann machst du auch einfach eine

00:02:52: Ausbildung zum Elektriker, dann gehst danach zur Feuerwehr, passt und habe dann nur während meiner

00:02:57: Ausbildungszeit zum Elektriker bei der berufsfeuer bei der freiwilligen Feuerwehr ein bisschen rein

00:03:02: schnuppern dürfen und habe dann festgestellt, was so passiert, wenn du so als erster am Unfallort

00:03:06: zum Beispiel auf einer Autobahn ankommst und habt dann für mich festgestellt, da ist mein Gemüt vielleicht

00:03:12: ein wenig zu zart beseitet für und habe dann die Ausbildung trotzdem abgeschlossen, bin dann

00:03:19: zur Marine gegangen, weil ich unbedingt mal raus wollte, ich bin ländlich aufgewachsen,

00:03:22: hatte auch ein bisschen verbrannte Erde hinterlassen, möchte ich dazu sagen, weil meine Lehrer damals

00:03:27: schon gesagt haben, Sebastian hat sich ungebremst ausgelebt, also ich war bekannt auf Dorfwegen

00:03:34: und deshalb wollte ich weg und dann habe ich halt eben, als ich da auf dem Einsatzgruppenversorger

00:03:41: Berlin damals saß, es ist glaube ich bis heute noch das größte Schiff der deutschen Marine,

00:03:45: habe ich mir die Frage gestellt, was machst du jetzt eigentlich, du hast dich hier für ein Jahr

00:03:49: war das damals, hast du gesagt du machst hiermit und wenn du zurück kommst, wie geht es dann weiter

00:03:53: und dann habe ich zum ersten mal in mich reingefühlt und habe gedacht, okay, wenn es jetzt der Weg, den

00:03:58: du ursprünglich für dich vorgesehen hast, nicht ist, was hatte ich denn dein Leben lang glücklich

00:04:03: gemacht und dann war ich ganz schnell beim Thema Sport und ich habe mit sechs angefangen,

00:04:08: Fußball zu spielen, ich habe mit sieben angefangen, Tennis zu spielen, habe exzessiv meine ganze

00:04:13: Jugendzeit, Fußball und Tennis gespielt, also wenn ich nicht Party machen war dann so ab 16 war ich

00:04:19: irgendwo auf irgendwelchen Sportplätzen unterwegs und habe mich dann entschieden, Sportwissenschaften

00:04:25: zu studieren, also erst mal kam der Gedanke so, okay du willst einfach mit Sport machen, dann hörst

00:04:29: du dich so ein bisschen oben, dann hörst du irgendwann, ja es gibt eine Sporthochschule in

00:04:32: Köln, okay, Wild, Sporthochschule, bringt das Wort schon mit sich, okay, da brauchst du wahrscheinlich

00:04:38: dann doch dieses Abitur, von der die Mama dir immer wieder erzählt hat, dann habe ich halt mir eine

00:04:44: Erwachsenweiterbildungsschule gesucht und dann erst mal drei Jahre noch in Vollzeit mein Abi

00:04:50: nachzumachen an so eine Erwachsenweiterbildungsschule, um dann daraus resultierend wirklich noch mein

00:04:55: Sportstudium zu absolvieren, also das war so zum ersten Mal, war aber noch nicht an dem Punkt,

00:05:02: wo du wahrscheinlich auch hin wolltest, der mich zu dem Zeitpunkt, also ich da beruflich

00:05:07: mich immer weiter entwickelte, also ich habe dann Sport abgeschlossen, war in der Sportreha,

00:05:10: bin dann aber als Quereinsteiger in den Vertrieb über unterschiedliche Wege und habe mir dann die

00:05:18: große, also wirklich diese große Frage gestellt irgendwann genau an dem Zeitpunkt, als ich dann

00:05:25: in der Vertriebsorganisation von 2000 Leuten der erfolgreichste in einem Geschäftsjahr war und ja

00:05:34: so noch nicht auf der großen Bühne, aber nach dem Kater des nächsten Tages ist mir dann irgendwie

00:05:41: klar geworden, Scheiße, war das das jetzt, war das jetzt irgendwie alles so, du hast, ich habe

00:05:46: davor grob dreieinhalb Jahre wirklich rechts und links alles liegen gelassen, Freunde vernachlässigt,

00:05:51: Familie vernachlässigt, Gesundheit vernachlässigt, so dieses klassische alte Vertriebsmeinzett, du

00:05:58: musst morgens der erste sein und abends der letzte und wenn alle anderen Kaffee trinken gehen,

00:06:02: dann machst du erst recht noch deine Coldcolds und so habe ich es auch gelebt und so habe ich es

00:06:07: auch geschafft bis an die Spitze, habe dann aber ja mit Erschreckten feststellen dürfen, dass der

00:06:12: Preis, den ich in den zurückliegenden jetzt in dem Fall dreieinhalb Jahren bezahlt habe, schon

00:06:17: taktend zu teuer war und meine Partnerschaft dann auch in die Brüche ging und das war eigentlich

00:06:23: dann so der Obergaune, dieses einerseits strebst du seit vielen Jahren nach krassem beruflichen

00:06:29: Erfolg, nach der Anerkennung, nach der Wertschätzung hast irgendwie so die Hoffnung, dann bist du

00:06:33: endlich gesehen, dann fühlst du dich angenommen, dann fühlst du dich geliebt, was auch immer ich so

00:06:37: alles für Illusionen hatte, was alles für einen kurzen Moment der Fakt war, aber alle die aus dem

00:06:42: Vertrieb kommen wissen, da gilt auch häufig der Grundsatz, was interessieren mich die Zahlen von

00:06:46: gestern, das nächste Geschäftsjahr war gestartet und ist ja schön, statt gestern auf der Bühne,

00:06:51: aber heute starten, starten wir alle wieder bei null und das dann eben in Kombination mit dem

00:06:58: Scheitern meiner Partnerschaft hat mich dann sehr massiv zum Umdenken angeregt und ich war früher,

00:07:04: sage ich euch heute immer wieder, ich war früher wirklich so mit dieser ich einfach unverbesserlich

00:07:09: Haltung unterwegs, so mir braucht keiner was erzählen, ich war zwar immer der schlechteste

00:07:12: auch im Studium, konnte am besten Party machen, war aber von den Noten immer der schlechteste,

00:07:17: war aber dann sehr schnell aus dem Beruf raus der Erfolgreichste in meinem Bekanntenkreis und

00:07:23: deshalb habe ich ein ziemlich großes Ego aufgebaut in kurzer Zeit und war deshalb auch total

00:07:28: resistent gegenüber irgendwelchen Kumpels, die mir schon ein paar Warnsignale rüber spielen,

00:07:35: aber ich habe immer gedacht, erzähl du mir doch nichts, brauchst mir doch nichts erzählen und

00:07:38: das kam dann aber zum Glück dann geballt als dieser berufliche Erfolg, diese Ernüchterung mit

00:07:44: sich brachte und zusätzlich die Partnerschaft wieder in die Brüche ging. Ja, ich finde es so

00:07:49: spannend, weil du hast jetzt so ein paar Abbiegungen auf deinem Weg und immer mal wieder doch sehr

00:07:53: ja unterschiedliche Positionen, die du da auch beruflich auf deinem Weg hattest. Du hast schon

00:07:59: ein bisschen angesprochen mit gesehen werden oder was man auch immer da will, was denkst du denn

00:08:04: jetzt rückblickend oder vielleicht auch wenn du jetzt in deiner jetzigen beruflichen Expertise

00:08:08: ja handelst und lebst, ist es auch das, was die meisten tatsächlich antreibt, da vielleicht auch

00:08:14: in der Spur zu bleiben oder vielleicht auch was zu machen, was vielleicht dann doch tief im

00:08:20: Inneren gar nicht so wirklich zu zu ihnen gehört, ist es dieses gesehen werden oder um was um was

00:08:25: geht es da oft, was sind da oft Themen oder geht es um Liebe vielleicht auch anerkennung? Ja,

00:08:30: ja ich will es jetzt nicht zu tiefgründig aufbereiten, weil Liebe ist also wenn du gerade das

00:08:37: Thema Liebe ganz aktiv ansprichst, schlussendlich geht es uns allen doch darum geliebt zu werden.

00:08:42: Also jeder von uns will gerne in jeder zwischenmenschlichen Beziehungen, vielleicht sagt

00:08:47: das nicht, aber schlussendlich streben wir doch alle danach geliebt zu werden. Ich will es aber

00:08:51: versuchen so ein bisschen einfacher und greifbarer noch zu machen, wo glaube ich die Menschen im

00:08:56: Alltag viel mehr mit anfangen können, nämlich mit dem Thema, wann fühle ich mich geliebt,

00:09:04: wann fühle ich mich geliebt oder wir müssen es auch gar nicht als geliebt definieren,

00:09:08: sondern wir können auch sagen, wann fühle ich mich wohl, was tut mir gut, wenn andere mir etwas

00:09:12: zurückgeben. Ja und da ist ganz ganz häufig gerade bei uns dominanteren Uga-Uga-Männern,

00:09:17: ich beziehe dich jetzt einfach mal mit einadrian, siehst du nach, da ist ganz häufig das Thema

00:09:23: Lob und Anerkennung ist ein Riesentreiber. Also Lob und Anerkennung ist einer der größten

00:09:28: Treiber, stelle ich auch bei vielen meiner Kunden fest. Lob und Anerkennung ist schon so ein

00:09:32: Ding, wonach ganz viele streben und was viele antreibt. Dahinter hängen dann auch immer noch

00:09:37: viele monetäre Dinge, da hängen auch immer noch viele Dinge hinter das, was irgendwelche

00:09:43: Leuten noch beweisen wollen. Also kann auch aus einer unglücklichen Energie raus kommen,

00:09:48: so ich musste Papa unbedingt noch beweisen. In der Hoffnung, da er mich dann vielleicht ja doch

00:09:52: auch sieht und da er sagt, Jung hast du schön gemacht, denn wir streben, kannst du so auf Mutter

00:09:56: und Vater eigentlich so ein bisschen differenz sehen. Bei Müttern streben wir eigentlich,

00:10:00: wir streben eigentlich bei der Mama, streben wir sehr stark danach von ihr die bedingungslose

00:10:04: Liebe zu bekommen und wir Jungs vor allem streben bei den Vätern danach den Stolz des Vaters zu

00:10:11: bekommen. Also wir geben eigentlich alles unser Leben lang dafür, dass der Papa irgendwann sagt,

00:10:17: Jung ich bin stolz auf dich. Der eine oder andere hat es aber vielleicht auch schon gemerkt,

00:10:22: dass gerade unsere Väter aus dieser Generation, die haben das gar nicht so gut drauf und gelernt

00:10:29: irgendwie über ihre Gefühle, Emotionen und Anerkennung geben und so haben die alles nicht

00:10:33: so richtig gelernt. Deshalb haben wahrscheinlich die wenigsten auch das schon mal von ihrem Papa

00:10:37: gehört, dass er gesagt hat, ich bin wirklich stolz auf dich mein Junge. Genau, das ist also

00:10:42: dieses Thema Lob und Anerkennung ist ein Riesentreiber. Bei Männern vor allem, bei Frauen erlebe

00:10:48: ich das ganz häufig, dass für Frauen ganz andere Dinge wichtig sind. Da geht es viel mehr darum,

00:10:53: wahrgenommen und gesehen zu werden, uneingeschränkt. Also ganz, ganz häufig, vielleicht einen Vorsatz

00:11:01: noch wichtig daran, das sind jetzt so Themen, wo ich Häufigkeiten wahrnehme. Schlussendlich sind

00:11:07: wir alle mega individuell. Was ich sehr häufig auch bei Frauen erlebe ist, dieses Thema, die

00:11:13: fühlen sich total geliebt, wahrgenommen und wertgeschätzt, wenn die ungeteilte Aufmerksamkeit

00:11:18: bekommen. Also ich weiß ganz genau, wenn ich nach Hause komme, wenn ich irgendwie ein,

00:11:22: zwei, drei Stündchen nicht da war und ich komme rein, lasse mein Handy sofort weg, habe den Fokus

00:11:27: nur bei meiner Frau, schenke ihr nur meine Aufmerksamkeit, bin gedanklich nur bei meiner Frau,

00:11:33: nicht noch bei welchen Dingen ich noch so alle erledigen soll, dann sagt meine Frau dann nach

00:11:38: Beut, das war ein richtig tolles Gespräch, da habe ich mich jetzt richtig wohlgefühlt und das erlebe

00:11:43: ich bei ganz vielen Frauen auch aus unseren Trainings. Ja, ich meine jetzt geht es ja bei dir

00:11:47: witzigerweise ja um das Thema, wir haben schon angesprochen Potenzial. Jetzt stelle ich mir so

00:11:52: die Frage vielleicht auch aus gerne aus deiner Sicht, was verstehst du unter diesem Thema

00:11:57: Potenzial oder dein volles Potenzial zu leben und Frage auch dazu vielleicht anschließen,

00:12:04: kann denn jeder sein volles Potenzial? Also die Frage möchte ich schon mal sofort gar nicht

00:12:10: lange auf die Bank schieben, ich sage ja, denn und jetzt kommt aber auch was ist meine

00:12:17: Interpretation vor Potenzial und meine Interpretation ist eigentlich vollkommen scheißegal für alle

00:12:21: anderen Menschen, weil meine Interpretation vor Potenzial ist ja nur meine Interpretation vor

00:12:25: Potenzial. Schlussendlich ist das entscheidende, wie interpretiert jeder Mensch für sich sein

00:12:31: volles Potenzial, um es mal in einem anderen wording ein bisschen greifbarer zu machen. Wie

00:12:37: sollte denn aus deiner Sicht, kann sich jeder Mensch die Frage stellen, aus meiner Sicht mein

00:12:43: Leben ideal verlaufen? Ja. Wenn ich wünsch dir was spielen könnte, wenn hier die gute Fee steht,

00:12:50: die sagt Sebastian, Adrian, ihr habt drei Wünsche frei, wie soll euer Leben laufen ab morgen? Wie soll

00:12:55: es ideal? Mal angenommen, alles wäre möglich. Wie soll es ideal laufen? Ja. Jetzt gibt es ein paar

00:13:01: Leute, die sagen, ist alles so nicht realistisch, funktioniert doch nicht, ich höre auf mit so

00:13:05: weit ist da Quatsch, ne geht ja nicht, so ist das Leben ja nicht, ne. Die sind dann erst mal auf

00:13:09: Rebellion, es gibt aber viele, die öffnen sich dafür und sagen so, okay ich öffne mich mal für

00:13:14: den Gedanken mal angenommen, es wäre alles möglich. Und dadurch definiert jeder sein eigenes

00:13:19: Potenzial, in das er noch reinwachsen kann. Ja. Das ist nichts anderes als das volle Potenzial,

00:13:26: in das aus meiner Sicht jeder Mensch reinwachsen kann und das maße ich mir nicht an und ich hoffe,

00:13:31: es maß sich auch kein anderer an für andere zu bestimmen, in welches Potenzial wer noch

00:13:36: wachsen kann. Ich sehe natürlich, wenn ich Menschen kennenlerne, ich fühle sehr schnell Menschen und

00:13:41: ich sehe gewisse Dinge, wo ich sage so, boah krass, da geht schon noch ganz schön viel mehr, da kann

00:13:46: schon noch viel mehr raus entstehen. Schlussendlich ist es aber ganz wichtig, weil ich das auch am

00:13:52: eigenen Leib erfahren habe, mein Ausbilder ist 2016 mit mir zum ersten mal in Berührung gekommen,

00:13:57: wir haben drei Tage, drei Jahre in Rebellion, drei Jahre sehr intensiv miteinander gearbeitet. Und im

00:14:07: Zuge der Zeit habe ich immer mehr für mich erkannt, boah ich würde das auch gerne machen können,

00:14:11: aber die Erkenntnis kam aus mir, als ich irgendwann meinen Ausbilder damit konfrontiert habe, wo ich

00:14:16: gesagt habe, ich könnte mir vorstellen, dass mein Potenzial auch darin schlummert, auch so was machen

00:14:20: zu können, hat der gesagt, ich habe mir nichts anderes gewünscht, als würdest du das irgendwann

00:14:25: erkennen, aber du musst es selbst erkennen. Und das ist genau das Entscheidende, wir können

00:14:30: einem Menschen nicht eine Schablone überlegen und sagen, das ist dein Potenzial, das ist sein Potenzial,

00:14:35: sondern es darf jeder für sich selbst erkennen, was er noch in seinem Leben verwirklichen möchte.

00:14:42: Total und ich finde das auch so schön, dass du es vorhin angesprochen hast mit deiner Frau

00:14:46: beispielsweise, viele denken glaube ich auch diesen Erturm nur im beruflichen, das Potenzial

00:14:52: auszuschöpfen oder zu leben, vergessen das Private. Und das finde ich ganz ganz wichtig,

00:14:58: das nochmal zu betonen, dass es ja wirklich beide Bereiche oder alle Lebensbereiche betrifft,

00:15:02: sich nicht immer nur und da muss ich ehrlich sagen, oftmals ist es ja so gerade im Coaching oder so,

00:15:08: dass es sich sehr auf Business fokussiert, Business, Business, Business, und das Private

00:15:12: wirklich hinten runter kebt, wie du selber auch gesagt hast, es braucht ja beides. Du hast ja

00:15:16: auch die Erfahrung gemacht, mein Privatleben wurde ganz schön vernachlässigt. Genau, genau,

00:15:21: deshalb habe ich mich auf die Reise gemacht, mein volles Potenzial zu entdecken. Und bei vollem

00:15:26: Potenzial sehen wir das ganz genauso, deshalb war für mich die Reise damals auch spannend anzutreten,

00:15:31: weil ich wusste ja, wie ich beruflich in Erfolg produziere und ich bin mal ganz gemein und sage,

00:15:36: beruflich in Erfolg produzieren ist eigentlich gar nichts Schwieriges. Also es gibt gewisse

00:15:40: Gesetzmäßigkeiten, es gibt so viele gute Menschen da draußen, die dich gerne mit auf die Reise nehmen,

00:15:45: hin zum Erfolg. Ich sage es ganz bewusst so ein bisschen kätzlerisch, ich hoffe,

00:15:49: es kann jeder gut einordnen. Also das ist eigentlich gar nicht die große Kunst, die große

00:15:52: Kunst ist es ja eben genau, das hinzubekommen, wie du es gerade beschreibst. In einem Leben,

00:15:58: wo die Herausforderungen nur so zunehmen, wo die Erwartungen von außen nur größer zu erscheinen

00:16:06: werden, in der eine Social Media-Welt dazu beiträgt, uns zu suggerieren, was alles möglich ist,

00:16:12: zerren sie an allen Ecken und Enden an uns und wir wissen gar nicht, wie kriege ich das alles unter

00:16:18: einen Hut. Genau das ist die große Aufgabe, deshalb sind wir und das war auch das, was mich

00:16:23: damals für das Konzept der SAP Potenzial AG so begeistert hat, weil diese von Anfang an sagen,

00:16:28: wir definieren von Anfang an das volle Potenzial. Und wenn wir gewisse Ziele, Visionen uns anschauen,

00:16:36: wie unser Leben beruflich sich entwickeln soll, nehmen wir von Anfang an in Betracht,

00:16:41: welchen Preis bedeutet das im privaten Kontext. Bei Paaren gucken wir von Anfang an, mein lieber

00:16:47: Mann, wer du derjenige bist, der hier derjenige ist, der das ganze Ding nach oben skalieren möchte,

00:16:52: holen wir mal Jan zu schnell deine Frau mit an Bord und gucken, seid ihr eigentlich beide Paar-Rider

00:16:56: mit. Das ist natürlich jetzt nicht maximal angenehm für den einen oder anderen, aber nur so komme

00:17:01: ich ja voll umfänglich auch in das Potenzial, denn das hat ich selber schmerzig erlebt und das

00:17:06: haben ganz ganz viele Menschen erleben, dass jeden Tag da draußen schmerzig, dass es beruflich zwar

00:17:11: in vielerlei Hinsicht laufen mag, aber wenn sie nach Hause kommen, hängt der Haus sich schief.

00:17:16: Definitiv und ich nehme das gar noch raus in meinem Umfeld, wo ich das immer wieder beobachte,

00:17:21: dass beispielsweise jetzt auch zum Thema volles Potenzial ausschöpfen, dass an irgendeinem Punkt

00:17:26: sich einer oder eine von beiden auf den Weg macht und merkt, da gibt es noch was irgendwie,

00:17:32: wo ich hin will, da ist eben nicht Ende der Fahnenstange, dafür fühle ich wohl und einer bleibt

00:17:37: aber stehen und geht eben nicht mehr, dass kann man ganz viele Gründe haben, warum ja, dass dann

00:17:43: irgendwann so eine ganz komische Ambivalenz auftaucht und meistens leider Gottes scheitern

00:17:48: dann eben langjährige Beziehungen, wo du plötzlich merkst, okay, schade eigentlich,

00:17:52: aber genau da passiert eben das, dass der eine gar nicht da korre ist und mitgeht und der andere

00:17:57: aber sagt ja gut, aber ich will jetzt mein Ding machen, also das ist dann so. Ja, das passiert

00:18:01: leider wirklich sehr häufig. Ich sage aber trotzdem, weil ich auch ganz viele Gegenbeispielekenner

00:18:09: aus meinem direkten Umfeld, dass es trotzdem auch möglich sein kann, jedem seinen eigenen

00:18:14: Entwicklungsprozess und seine eigene Geschwindigkeit zu geben, denn schlussendlich ist ja der, der sich

00:18:20: weiterentwickelt, sollte ja auch der sein, der sich dahin geht, weiterentwickeln, mehr Verständnis

00:18:25: und Mitgefühl mit anderen zu entwickeln und in demnach vielleicht auch mehr und mehr hinnehmen

00:18:33: kann oder annehmen kann, dass ein anderer gerade noch nicht in der Geschwindigkeit ist. Ich sage

00:18:38: das deshalb auch wirklich sehr deutlich, weil ich das selber auch erlebt habe. Ich war drei Jahre

00:18:43: lang alleine auf der Reise, bevor meine Ehefrau mit aufgestiegen ist auf den Zug und die war auch

00:18:48: nicht immer unbedingt begeistert von dem Weg, den ich da eingeschlagen bin. Aber ich habe halt mehr und

00:18:54: mehr mit Tools angeeignet, wie ich ins Verständnis und Mitgefühl mit ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit

00:19:00: kam und bin nicht... Hat euch geholfen Sebastian, war das die Kommunikation oder was würdest du sagen?

00:19:06: Naja, das Entscheidende ist genau das, was ich gerade sage, Verständnis entwickeln. Also,

00:19:11: weil, also ich gehe mal anders rein. Ich erlebe das ganz viel, dass Menschen, die sich weiterentwickeln,

00:19:16: die mehr aus ihrer Komfortzone rausgehen, die mehr merken, boah, das tut mir gut, das tut mir

00:19:20: gut, ihren eigenen Weg gehen so ein Stück weit auch, dass die irgendwann in dieser Arroganz

00:19:24: übergehen, dass jeder das machen muss. Ja, ja, ja. Sondern aber wenn du das mit machst, dann bist du

00:19:30: halt ein Loser, ne? Ja, genau. Aber mir hat total gut geholfen, wirklich gut geholfen, Adran,

00:19:36: mich mal mit meiner Persönlichkeit zu verbinden, die ich vor der Reise war. Ich war vorher nämlich

00:19:43: genau so ein ignoranter Idiot, der allen gesagt hat, ich bin schon ein halbes Jahr vor, ich

00:19:49: könnte das 100 Prozent auch ganz genau sagen, ein halbes Jahr, bevor bei mir der große Knall kam,

00:19:54: ist von meiner damaligen Freundin, die beste Freundin, hat mir zum Geburtstag ein Buch zum

00:19:58: Thema Selbstliebe geschenkt. Ui, ja. Die schenkt mir dieses Buch, ich überhaupt nicht offen, ne? Noch

00:20:04: voll im Tunnel, noch nicht an meinem Ziel angekommen. Seh dieses Buch, was machen wir natürlich, was

00:20:09: haben wir ja gelernt, ne? Bedankt mich natürlich höflich, was habe ich am Abend gemacht, mit

00:20:13: meiner Freundin darüber hergezogen, was ist mit der, die hier in Ordnung geschickt sind, diese

00:20:17: spirituelle Truller, die sollen meditieren gehen, soll zu ihren Buddhas gehen, was weiß ich, bewerte

00:20:21: die bis aufs Blut, ne? Ein halbes Jahr später, als ich mega offen war, weil ich voll am Arsch war,

00:20:26: saß ich einen Abend, habe mich in Kumpel angerufen und sagte, ey, hier ist ein Vortrag von Subtypen,

00:20:30: habe ich gehört, soll voll toll sein, lass da hingehen, ich so, ja, ja klar, ich bin offen für alles,

00:20:34: ne? Ich war ja, hatte ja mein Ego um, habe ein bisschen zur Seite geschoben, ich sagte,

00:20:38: komm, gib mir alle Impulse von außen, also so dieses klassische, ich gehe auf alle Seminare,

00:20:42: ich lese alle Bücher, ich höre alle Podcasts, aber da sind ja ganz viele dann irgendwann so drin,

00:20:46: aber da sitze ich in diesem Vortrag und denke mir, was ein geiler Typ, so eine schöne Plauze,

00:20:50: glatze, in der Redepause, der hat so Vortrag in 2, 4, 3, 4 Stunden, steht ja draußen, pieft eine,

00:20:56: redet mit uns, ich so, alter, was ein geiler Typ, ey, wie kann, kann man so ein cooler Typ sein?

00:21:02: Und dann so, lass ich da vorne reden, am Abend komme ich nach Hause, setz mich, ich war ja dann schon

00:21:07: ausgezogen, setz mich an meine, in meine Wohnung, habe damals schon Dankbarkeits-Tagebuch geschrieben,

00:21:12: nehmen mein Buch aus dem Regal, da stand dieses andere Buch dann noch drin, was mir die beste

00:21:17: Freundin halbis ja vorgeschenkt hat und jetzt darfst du dreimal raten, Adrian, von wem dieses Buch war.

00:21:23: Von dem Typen. Von dem Typen, wo ich gerade auf Vortrag war. Gras, Gras, ja, siehst du, es basiert

00:21:29: nichts ohne Grund. So, jetzt, jetzt, aber weshalb ich, weshalb es mir auch so gut gelungen ist,

00:21:34: mittlerweile dann Verständnis zu entwickeln für die Menschen, die heute noch nicht so weit

00:21:38: bin, ich war ein halbes Jahr vorher genau an dem Punkt. So, ich bin aber dann, ich habe

00:21:43: das damals noch nicht so erkannt, heute rückblickend weiß ich einfach, jeder hat sein eigenes Tempo,

00:21:47: jeder hat seine eigene Reise, ich habe das damals aber auch noch nicht gesehen, ich habe all meine

00:21:51: Kumpels damals abrasiert und habe gesagt, ich will mit euch nichts mehr zu tun haben, ihr wollt

00:21:54: euch ja nicht mit weiterentwickeln, habt ihr wirklich alle, alle weg, ne? Hab gesagt, ich will

00:21:58: mit euch nichts mehr zu tun haben, wenn ihr euch nicht weiterentwickeln wollt, mein Weg ist jetzt klar,

00:22:02: ich gehe da lang. So, ne? Ist eine schwarzhafte Erfahrung gewesen, auch rückblickend heute,

00:22:07: ich habe irgendwann mich auch noch bei vielen wieder gemeldet und habe gesagt, du mit der Sicht

00:22:11: von heute würde ich es vielleicht ein bisschen anders machen, es hatte irgendwie einen tiefen

00:22:15: Grund, dass es so kommen sollte, aber ich würde es vielleicht ein bisschen anders machen. Also,

00:22:18: was will ich damit sagen, nochmal um zu deiner Frage zurückzukommen, wie gehen wir mit Paaren,

00:22:22: um wo der eine sich entwickeln will und der andere nicht? Ware, Größe und persönliche

00:22:27: weiterentwicklung zeigt sich aus meiner Sicht, bei dem der sich entwickelt, wenn er trotzdem weiter

00:22:31: verständnis und mitgefühlt für die Geschwindigkeit seines Partners hat. Ja, und halt eben, es gibt

00:22:36: ja auch Menschen, das ist ja auch völlig legitim, haben wir ja auch schon mal besprochen, wir

00:22:40: zwei an einer anderen Stelle, wenn es eben Personen gibt, die sagen, hey, ich bin völlig fein mit

00:22:45: allem so. Korrekt. Und ich will jetzt einfach auch gar nicht. Auch diese, ja, da ist ja auch zu diese

00:22:51: ja, Intoleranz auch manchmal, dass dann Leute sagen, ich verstehe das nicht, dass einer da sein

00:22:55: Leben lang so in seinem Leben bleibt und nichts verändern will und so, wo ich mir denke, wenn doch

00:23:00: die Person sich da wohlfühlt, ist doch okay. Korrekt. Ja, ja, das ist halt, wir müssen da wirklich

00:23:05: aufpassen, dass unser Ego da nicht auch wieder mit uns durchbrennt, nur weil wir jetzt glauben,

00:23:11: ein bisschen schlauer zu sein. Also mein Mentor hat damals zu mir gesagt, Sebastian, was meinst du

00:23:15: denn, wie deine Freunde dich fühlen? Du, derjenige, der die meiste Party gemacht hat, derjenige, der

00:23:21: den schlechtesten Studienabschluss gemacht hat, der jetzt auch noch Fettkarriere gemacht hat und

00:23:25: jetzt kommst du mit der nächsten Idee und sagst, ich hab da was, Jungs, da sollte ich mal machen. Die

00:23:29: fühlen sich doch scheiße, die fühlen sich doch schlecht, die wollen sich doch nicht, dass nicht

00:23:34: die Blöße geben, selbst wenn sie jetzt gerade für sich den Bedarf erkennen würden, würden sie sich

00:23:39: niemals die Blöße geben wollen. Ja, absolut. Ja, und auch da, das sind ja auch wieder Erwartungen,

00:23:44: im Prinzip vom Außen, egal ob es jetzt von uns kommt, die Person, ich geh weiter und ich mach

00:23:49: mein Ding oder halt Erwartungen von anderen, die dann sagen, ich verstehe, warum der jetzt so ein

00:23:53: Thema macht und ich fühle mich völlig wohl. Genau. Wie hast du das so ein bisschen geschafft,

00:23:58: auch zu sagen, hey, es ist ja gar nicht so einfach, ich mach mich frei von äußeren Erwartungen oder

00:24:02: ich lass die los. Ich glaube, dass das vielen Menschen schon, ich immer wieder kriege das mit,

00:24:07: sehr hinterherhängt, ja, dann doch die Erwartung von Eltern, von einer Partnerschaft. Ja. Das ist

00:24:12: auch immer her. Wie war das für dich? Ja, das ist bis heute und ich glaube auch bis an

00:24:17: unser Lebensende ist das eine Aufgabe, die uns begleitet. Weil wir sind soziale Wesen, die in

00:24:24: Interaktion, also wir brauchen das. Die Frage ist immer nur, in welcher Dimension brauche ich das?

00:24:31: Also brauche ich das, wie die Luft zum Atmen oder ist das ein nettes Bonbon und Top, so das Sahne

00:24:38: auf der, wie nennt sich das das Sahne auf der Torte, die Sahne auf der Torte oder so? Kirsch auf der

00:24:43: Torte, oder? Kirsch auf der Torte. Ja, immer, wenn eben die Torte ist, egal. Hier jemand mit der Torte,

00:24:49: also hier jemand noch, nice, nice und top. Genau. Das heißt, ich habe gerade gesagt,

00:24:55: viele streben ja auch nach dem Thema Lob und Anerkennung. Mach ich heute auch noch, wenn ich

00:24:59: vor meinen Seminargruppen stehe, dann bin ich immer noch mega happy, wenn die Leute sagen,

00:25:03: hey Sebastian, hast du cool gemacht und es trifft mich auch immer noch, wenn die Leute sagen,

00:25:07: hey, da fand ich jetzt nicht so cool. Also nur die Frage ist immer, in welcher Dimension erwischt

00:25:13: es mich? Lass ich mich davon so runterziehen, dass ich drei Tage lang mich weggeschließe, weil die

00:25:19: Welt komplett untergeht und ich dadurch komplett irgendwo in ein ganz altes Muster verfalle,

00:25:24: dass ich denke, bitte jetzt drei Tage, so war es nämlich früher bei mir auch, als ich noch im

00:25:31: Vertrieb war. Ich war jetzt noch ein alter Chef, der hat irgendwann zu mir gesagt, Sebastian,

00:25:34: ich weiß ganz genau, wenn du einen großen Deal nicht geholt hast, wusste ich genau,

00:25:38: ich brauchte dich drei Tage nicht anrufen. Du warst drei Tage nicht zu gebrauchen. Ich hatte

00:25:42: damals nämlich eine ganz gute Strategie und die liess ich ganz gut mit Alkohol und ich habe mich

00:25:48: dann zwei, drei Tage einfach voll besoffen. Das war richtig crazy. Also ich sprechte auch sehr,

00:25:52: sehr offen drüber, auch über meine Alkoholvergangheit. Ich habe nämlich sehr viel Alkohol getrunken und

00:25:57: sehr viel auch über Alkohol kompensiert und das war damals ganz genauso und das ist das, wo wir

00:26:05: daran arbeiten können, wo wir daran arbeiten können, dass wir einfach schauen, was sind denn genau

00:26:10: die Trigger, die mich da so reinschicken, dass ich einfach irgendwie für zwei, drei Tage abtauchen

00:26:15: muss. Viele kennen das so, wenn wir irgendwo im Austausch zwischen zwei Menschen sind, vielleicht

00:26:21: auch mit den Eltern, vielleicht mit nahestehenden Lebenspartnern, Freunden, die haben manchmal die

00:26:26: Fähigkeit durch ein Wort oder ein Satz und sowas von auf die Weißgut zu treiben. Ähnlich haben

00:26:32: es auch sehr gut. Genau, also das kennen wir alle, das kenne ich auch total nochmal. Da ist jetzt

00:26:38: einfach die Aufgabe, wie wir immer wieder die Erfahrung machen, dass es leichter wird im Leben,

00:26:42: dass wir mehr und mehr erkennen, was sind die Trigger. Es gibt Möglichkeiten, die passen aber

00:26:48: nicht heute in dein Podcast rein, wie wir die Trigger wirklich nachhaltig ruhen lassen können,

00:26:53: wirklich an der Wurzel packen können, dass es aufhört, also dass ich weniger Triggerpunkte

00:26:57: habe. Es kommen aber neue dazu, ich will dich beruhigen, also es bleibt spannend. Aber dass wir

00:27:02: da einerseits daran arbeiten können und dann gibt es aber gewisse Persönlichkeitsstrukturen,

00:27:06: so wie zum Beispiel, wenn wir eben das Thema Lob und Anerkennung sehr stark in uns verwurzelt haben,

00:27:11: was ich auch in mir verwurzelt habe, dann ist das Thema Kritik, wird dich dein Leben lang,

00:27:16: wird dich das treffen. Da gibt es halt unterschiedliche Herangehensweisen auch,

00:27:21: wie du damit umgehen kannst, dass es dich weniger trifft. Also dass du quasi zwei Fähigkeiten

00:27:26: erlernst. Einerseits die Zeitspanne zwischen "Es kommt ein Reiz und meine Reaktion folgt",

00:27:33: den weiter auszudehnen, dass ihr eine Herangehensweise und die andere Herangehensweise ist wirklich zu

00:27:39: schauen, welche Reize gibt es und wie kriege ich gewisse Reize wirklich auch komplett eliminiert.

00:27:46: Das geht auch, da müssen wir nur in die tiefen psychologische Thematik rein, dass, wie gesagt,

00:27:51: dann machen wir mit unseren Teilnehmern auch in der Zusammenarbeit. Nachher passt nur nicht

00:27:55: ich jetzt in den Podcast rein. Aber das ist, weil genau das ganz kurz, ich beende den Satz

00:28:00: noch ade an, weil deine Frage war ja, wie kriegen wir das mit den Erwartungshaltung hin? Weil

00:28:04: das Thema Erwartungshaltung hat ja auch diese ganzen Triggerpunkte. Ich mache ja gewisse Dinge um,

00:28:09: zu gefallen, um dies, um jenes, um es ihrem wem zu beweisen. Und solange ich da noch gar kein

00:28:15: Durchblick habe, ist der erste Weg immer der, mir klar zu machen, wer hat eigentlich die Kontrolle

00:28:21: über mich? Also wer steuert mich eigentlich unbewusst? Wem will ich es eigentlich unbewusst die

00:28:27: ganze Zeit beweisen? Es ist der Papa, es ist die Mama, es ist der Opa, die Oma, Geschwister. Im

00:28:34: Geschwisterkonstellation erleben wir immer wieder richtig viel Dampf. Die meisten kennen ja, die

00:28:41: Geschwister sind meist sehr unterschiedlich zu uns. Deshalb haben wir da auch häufig ein krasses

00:28:45: Konflikt vor, der Zerr, meine Schwester ist geil, die ist fünf Jahre älter. Die hat, als ich irgendwann

00:28:50: pubertären Alter meinen Vater besucht habe, die hat bei meinem Vater gelebt nach der Trennung,

00:28:54: die hat immer dann gesagt, ach ja, der Prinz aus Köln kommt wieder, da macht der Papa ja wieder

00:28:58: alles, was der Prinz aus Köln will. Da hängt richtig Dampf, Rauch, auf Geschwisterbeziehungen

00:29:04: auch. Also da erstmal ein Bewusstsein führt zu entwickeln, für wen mache ich das eigentlich

00:29:09: alles? Und da wirklich auch mal ehrlich hinzugucken, weil die meisten sagen, natürlich mache ich das

00:29:12: nur für mich, nee, wir machen das nicht nur für uns. Nein, absolut. Also zum Beispiel ich bin da,

00:29:17: nämlich da gar nicht raus, ich habe gelernt oder so bin ich aufgewachsen, wirklich so das Thema

00:29:21: Liebe gegen Leistung. Also und ich merke, dass verfolgt mich bis heute, also dass ich immer mal wieder

00:29:27: abdrifte in diesen Modus, wo ich merke, ich rödel, rödel, rödel, rödel und denke darüber kriege

00:29:32: ich dann die Anerkennung, weißte? Und das ist nichts anderes, wie halt mein Urbedürfnis als Kind.

00:29:37: Ich möchte Liebe bedingungslos, aber die Bedingung war natürlich, du musst erst mal leisten oder

00:29:42: du musst erst so dich verhalten, wie ich es gerne hätte, damit du geliebt wirst. Und das ist

00:29:47: natürlich krass. Also ich hatte mich heute daran, dann merke ich auch ganz schnell, oh,

00:29:50: halt, Moment, ja. Aber das habe ich lange Jahre gar nicht gecheckt, in was für einen völligen

00:29:55: Irrsinn ich da untergebracht war. Ja, ja. Was hat dir geholfen, dass du da größeres Bewusstsein

00:30:00: für entwickelt hast? Also was waren so erste Wege, die du eingetreten bist? Naja, im Prinzip ging es

00:30:06: mal da ähnlich wie dir, also wirklich mal dazu gucken, hey, wer bin ich überhaupt und wer will

00:30:10: ich überhaupt sein? Und dann habe ich ganz schnell gemerkt, okay, wer zieht und zertent da eigentlich

00:30:15: an mir und welche Erwartungen will ich da überhaupt erfüllen, die ich vielleicht gar nicht

00:30:19: erfüllen kann, also was für Läger Schwassen war. Und ich muss schon sagen, es war echt der Weg

00:30:23: mehr zu mir. Also wirklich auch mal zu überlegen, da wäre jetzt auch der nächste Punkt, was

00:30:28: bedeutet eigentlich Erfolg für mich. Und es eben nicht immer nur an monetär oder beruflich oder

00:30:33: also wirklich, frage schon, wer bin ich und wer will ich sein? Das war ganz wichtig. Und es war auch

00:30:38: ein echt langer Weg und auch Prozess. Ja, vielleicht für all deine Zuhörer nochmal ganz spannend.

00:30:45: Wir können sehr viele Antworten auch finden in den Familienkonstellationen. Wenn ich mir mal

00:30:50: anschaue, wie wurde mir denn vorgelebt, wie als Mann agiert wird, wie als Frau agiert wird, sehe

00:30:58: ich meinen Vater als Vorbild oder sehe ich meinen Vater als dem muss ich beweisen. Also wir haben

00:31:04: sehr, sehr häufig zwei unterschiedliche Interpretationen des väterlichen oder mütterlichen

00:31:09: Verhaltens entweder ich mache es genauso wie der Vater oder die häufigerere Variante. Ich mache

00:31:15: es auf jeden Fall genau entkingen gesetztes Vaters. Das sind ganz, ganz häufig die Spannungsfelder,

00:31:22: in denen sich Menschen aufhalten. Denn das, wenn ich alles genauso mache wie der Papa,

00:31:27: ist es häufig nicht das, weil du gerade die Frage hast, wer bin ich eigentlich, ist es häufig nur

00:31:32: eine Kopie des beim Vater abgeschauten. Und wenn ich komplett in die andere Richtung drifte, ist es

00:31:39: meist nur die Rebellion gegen den Vater. So, wer bin ich jetzt? Jetzt ist die große Frage, wer

00:31:43: bin ich denn? Wenn ich die einen entscheide, sich genauso zu sein, die anderen entscheiden,

00:31:47: ich muss auf jeden Fall dagegen sein, was ist, wer bin ich jetzt? Ja, und das ist die ganz spannende

00:31:52: Frage, mit der ich mich über drei Jahre beschäftigt habe. Weil ich musste erst in die Tiefe kommen

00:31:59: und ich musste erst erkennen, was ist mir eigentlich alles erklärt worden, wie das Leben

00:32:05: funktioniert, wie ich als Mann sein soll, wie das Verhältnis zu der Frau funktioniert,

00:32:10: wie Geld funktioniert, wie Erfolg funktioniert. All diese Dinge, die uns frühkindlich vorgelebt

00:32:17: werden und wo wir als Kinder einfach Interpretation vornehmen und sagen, okay, Papa verhält sich

00:32:22: so gegenüber der Mama, okay, wenn die streiten, dann redet Papa drei Tage nicht, okay, ja,

00:32:28: das scheint so zu sein, so muss ich mich als Mann verhalten, dann bin ich so. Meine Mutter hat

00:32:32: mir mit 15 zum ersten Mal ein Spiegel vorgehalten und hat mir mal erklärt, was hat mit ihr gemacht

00:32:36: hat, als mein Vater drei Tage mit ihr nicht gesprochen hat, Ignoranz ist nämlich die

00:32:41: schlimmste Strafe, die du einem Menschen antun kannst. Da habe ich angefangen, mich damit

00:32:45: auseinanderzusetzen, weil ich habe mich bei meiner ersten Freundin genauso verhalten. Ich wusste es

00:32:50: nicht anders. Also ich kann jetzt meinen Vater keinen Vorwurf machen, weil der hat es ja auch nur

00:32:54: ungefiltert übernommen von seinem Vater. Zum Glück hat mein Vater nicht mehr geprügelt, so wie mein

00:32:58: Opa das getan hat. Aber das ist das Entscheidende, dass wir uns anschauen, was habe ich eigentlich

00:33:06: alles ungefiltert übernommen und glaube jetzt, dass so die Welt ist. Und je länger ich in diesem

00:33:14: unbewussteren Zustand unterwegs bin und einfach alles so mache, wie ich es erlernt habe und alles

00:33:19: als gegeben hinnehme, solange bin ich nicht bei mir selbst. Das heißt jetzt nicht, dass ich dann

00:33:26: unglücklich bin. Bitte, das will ich jetzt noch mal sagen. Jeder darf sich nicht weiterentwickeln.

00:33:30: Ich kann ja in dem Zustand glücklich sein. Nur wenn ich zu mir selbst finden will, also ich

00:33:36: selbst bin mehr als die erlernten Prägungen, die ich von meinen Eltern bekommen habe. Ich selbst

00:33:41: bin in meinem Kern. Ich stelle mir das immer vor wie so eine Zwiebel. Ich bin in dem Inneren meiner

00:33:48: Zwiebel. Bin ich im Kern, das bin ich. Und darum sind aber all die Schalen des Erlernten, wie ich zu

00:33:55: sein habe. Wann bekomme ich Liebe, so wie du sagst. Wann werde ich gesehen? Wann werde ich wertgeschätzt?

00:34:00: Wann kriege ich Streicheleinheiten? Manche Leute haben immer gehört, sei immer schön lieb, brav und

00:34:04: nett. Was sollen denn die Nachbarn denken? Was weiß der Kuck? Was wir uns alle so überall eingefangen

00:34:09: haben. Und deshalb ist eigentlich die Lösung ist für all diejenigen, die sagen, hey, ich bin mit

00:34:15: meinem gegenwärtigen Zustand nicht zufrieden. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du zu viel

00:34:19: Dinge machst, die du einfach nur blind erlernt hast und zu wenig die Dinge machst, die du eigentlich

00:34:24: aus deinem Kern heraus machen willst. Wo du vielleicht auch so eine innere Stimme hörst,

00:34:28: die sagen, ich würde ja schon gerne aber. Ich würde ja schon gerne aber. Und das beschreiben

00:34:33: ganz viele dann so als diese innere Zarissen halt, dass sie sagen, ja, ich würde so gerne da und da

00:34:37: und da. Und dann kommen die ganzen Abers und all die Abers sind all die Zwiebelschalen, die ich auch

00:34:43: wirklich über drei Jahre konsequent abarbeiten musste, um irgendwann zu erkennen, wer bin ich jetzt

00:34:48: wirklich? Ja, definitiv. Und wie du auch sagst, diese Prägungen und auch diese Normen sind jetzt

00:34:54: teilweise auch gesellschaftliche Normen in der anderen Kultur, würde das vielleicht wieder

00:34:57: komplett anders aussehen. Wir sind ja sowieso hier in der Gesellschaft, da trägt unser Schulsystem auch

00:35:03: dazu bei, mitunter finde ich zumindest immer schön in der Spur zu funktionieren und halt wirklich

00:35:07: einfach zu leisten, zu leisten, zu leisten. Wir kennen ja nichts anderes. Also, was sollten wir jetzt

00:35:13: plötzlich aufwachen mit der Erfahrung zu sagen, ab heute ist alles anders. Also, es ist ein Riesenprozess,

00:35:18: der da stattfindet. Ja, absolut. Und vor allem dieser Prozess vielleicht noch ein weiterer Info,

00:35:23: die vor allem für die spannend ist, die vielleicht schon häufig versucht haben zu starten, aber

00:35:30: immer wieder zurückgelassen worden sind oder sich immer wieder haben zurückziehen lassen. Ganz

00:35:34: wichtig, weil ich weiß, da verfallen dann viele Menschen irgendwann auch in dieser Selbstverurteilung

00:35:39: und hauen sich noch selbst dafür in der Pfanne, dass sie das ja wieder nicht geschafft haben. Super

00:35:44: wichtiger Impuls. Das ist mittlerweile, das Schöne ist ja bei Persönlichkeitsentwicklung,

00:35:50: du musst mittlerweile nichts mehr glauben, sondern du kannst es wissen. Es gibt so viel

00:35:54: Wissenschaft, es gibt so viele Studien, es gibt so viele Neurowissenschaften, die wir alle uns

00:36:00: rauf geschafft haben ohne Ende, weil wir wissen, wie funktioniert das Gehirn, wie funktioniert

00:36:03: eine Hormone, warum, wieso, weshalb, wann, wann passiert was. Ganz wichtiger Aspekt in dem, in

00:36:09: dem Punkt, ganz einfache Info auch. In dem Moment, wo wir Dinge anders machen als bisher, löst das in

00:36:17: unserem Uhrzeit hier aus der Stierzeit, löst das die Ausschüttung von Stresshormonen aus. Das ist,

00:36:25: also das ist, es ist wirklich ein physiologischer, nachgewiesener Aspekt, der in uns stattfindet.

00:36:32: Also deshalb werden wir auch immer wieder zurückgezogen in die alten Verhaltensmuster, weil

00:36:37: dann merkst du sofort wieder, das kannst du mal ganz schön machen, wenn immer so deine Hände so

00:36:42: falt ist, das mache ich auch mit meinen Teilnehmern ganz häufig, falt mal die Hände in die eine

00:36:47: Richtung so zusammen, dann hat jeder so einen bevorzugten Daumen oben. Wenn es anders macht,

00:36:52: dann merkst du so, irgendwie ist irgendwas ist komisch. Jetzt gehst du wieder zurück und dann

00:36:56: kommt so ein Gefühl von, oh ja, jetzt ist es wieder okay. Das ist, alleine über dieses Beispiel

00:37:01: merkst du, was da auf physiologischer Ebene bei uns abläuft. Und dieses kleine Beispiel ist die

00:37:08: Erklärung dafür, warum so viele Menschen sich so schwer mit nachhaltiger Veränderung tun, weil

00:37:14: das einfach Stresshormone in uns auslöst. Ja, ja ganz klar. Und ich meine, weil du jetzt gerade

00:37:19: so schön angesprochen hast, ich krieg dann oft so die Frage von Leuten gestellt mit, oh, ich fühle

00:37:23: mich jetzt gerade in dem Moment, das ist wahrscheinlich dieser Stress oder das, was du beschreibst,

00:37:26: so richtig wie im Nebel oder bei mir funktioniert gar nichts mehr. Ich weiß jetzt gar nicht mal

00:37:31: wohin. Muss ich ehrlich sagen, es ging mir damals auch so, als ich mich aus meiner Komfortzone

00:37:36: wieder raus, ich hab plötzlich ganz viel sich verändert hat und das mit viele beginnt sich

00:37:40: ja dann zu verschieden, alle Richtungen. Da hab ich sich erst mal gar nichts mehr, als ich war eine

00:37:44: ganze Zeit lang völlig lost mit mir selber und dachte, okay, was passiert hier eigentlich gerade?

00:37:50: Und das war schon echt super anstrengend auch. Ja, das ist es auch, weil wir auf einmal öffnen

00:37:56: sich ja neue Felder, die für uns vorher verschlossen waren. Jetzt ist ja das verrückte,

00:38:00: Adrian, hat die Welt sich auf einmal komplett verändert? Nee. Nee, und das ist ja das verrückte,

00:38:06: das kennt jeder, der vielleicht schon Vater ist oder Mutter ist oder der sich ein neues Auto

00:38:12: gekauft hat. Was passiert in dem Moment, wo deine Frau oder jemand aus deinem Umfeld schwanger ist?

00:38:18: Du siehst überall nur noch Schwangere. Ja, genau. Was ist, wenn du dir gerade keine Ahnung und weißen

00:38:23: Mercedes bestellt hast, du siehst nur noch weiße Mercedes draußen rumfahren. Produzieren die auf

00:38:28: einmal mehr weiße Mercedes? Natürlich nicht, sondern du hast dein Bewusstsein verändert. Genau.

00:38:34: Und das ist genau das, was dann passiert. Und das hat natürlich, je nachdem wie viele Veränderungen

00:38:39: du auch auf einmal vornimmst, kann das schon manchmal echt wild sein. Deshalb, wir immer wieder die

00:38:45: Erfahrung machen, wir in unseren Trainings, die ich mache oder vorhin schon von meinem beruflichen

00:38:50: Kontext gesprochen, dass wir begleiten die Menschen wirklich auch über ein Jahr.

00:38:54: Wir machen nicht so "chaka-chaka-Wochenend"-Seminare.

00:38:57: Wir erobern die Welt und nächste Woche sind wir Millionäre und finanziell frei.

00:39:02: War zu alle immer wieder so schön erzählen.

00:39:04: Das ist nicht so der Ansatz, sondern was wir halt wirklich machen ist, dass wir die Leute

00:39:11: Schritt für Schritt über ein Jahr in Veränderungsprozessen, die sie selbst definieren, begleiten,

00:39:18: weil du da einfach eben den unterschiedlichsten Phänomen ausgesetzt bist in der Zeit.

00:39:23: Und den entsprechenden Support brauchst, um auch wirklich dran zu bleiben.

00:39:27: Du brauchst das Umfeld, um dran zu bleiben.

00:39:29: Raus aber auch die Sicherheit, dass der Weg, den ich da einschlage, das schon alles soweit passt.

00:39:35: Und ja, es ist wirklich nochmal, ich will das nicht oft genug erwähnen oder so oft wie möglich erwähnen,

00:39:46: so viel mehr, weil ich habe es gestern auch wieder mit meinen Langzeitennehmern gehabt,

00:39:49: dass ich gesagt habe, Leute sensibilisiert euch dafür, wir können aus Uhrzeiten her, können wir nicht anders.

00:39:56: Das war auch gestern, war ein Teil immer wieder dabei, der sagte danach,

00:39:59: "Siebastian, das gibt mir gerade so ein ruhiges Gefühl."

00:40:03: Es gibt mir natürlich auch die Erklärung, warum es wichtig ist, jeden Tag dran zu bleiben.

00:40:07: Aber den Kern dessen mal gesehen zu haben, dass wir eigentlich gar nicht anders können.

00:40:13: Dass es einfach auch so angelegt war in uns,

00:40:15: dass sich das Gehirn von der Steinzeit bis heute nicht weiterentwickelt hat.

00:40:19: Ja gut, aber alleine das auch zu wissen, ist ja auch schon der Erkenntnis wert.

00:40:23: Weil du hörst dann wenigstens auf, im besten Fall, dich selbst die ganze Zeit dafür noch zuhört,

00:40:27: sich an die Wand zu dübeln.

00:40:29: Also du haust dich einerseits in die Pfanne, dass du nicht durchgezogen hast

00:40:33: und dann haust du dich im schlimmsten Fall noch in der Pfanne,

00:40:35: wenn es schon zwei, drei mal Fitnessstudio-Anmeldung sind ja so die Klassiker,

00:40:39: schon zwei, drei mal probiert, aber wieder nicht durchgezogen.

00:40:42: Ja, weil die meisten zum Jahreswechsel nicht nur auf einmal von 0 mal Sport,

00:40:46: 10 mal Sport machen wollen die Woche,

00:40:48: nämlich zusätzlich wollen sie noch von tierischer Nahrung auf vegane Ernährung runtergehen,

00:40:53: wollen zusätzlich noch anfangen, fünf mal in der Woche zu meditieren und was weiß ich?

00:40:57: Also, was ich damit sagen will, wenn du dir zu viel drauf packst,

00:41:01: auf einmal rebelliert das Ding da oben und sagt, stopp, stopp, stopp, stopp, wir machen mal ja nix.

00:41:05: Ja, ja und da trägt ihr auch, wie du vorhin schon gesagt hast,

00:41:07: Social Media wirklich einen großen Teil dazu bei,

00:41:10: weil du ständig den Spiegel hingehalten,

00:41:12: schau mal, du kannst dich da noch optimieren und da noch optimieren

00:41:15: und das musst du noch tun und das musst du noch tun

00:41:17: und jubel man zwischendurch passiert man ja noch das Leben

00:41:19: und dann sich das auch schon erlebt, dass man sich die To-Do-Liste so vollpackt,

00:41:23: dass man zum Schluss eigentlich gar mal weiß, okay, wo fang ich eigentlich an, wo höre ich auf?

00:41:27: Und dieser typische Satz, sie müssen mal mehr auf ihren Ausgleich achten,

00:41:31: das ist ja auch so ein Thema, ja klar, nur wo finde ich jetzt die Balance,

00:41:35: wo geht es mir noch gut dabei? Das ist ja auch toll.

00:41:38: Ja, das ist also diese Weiterentwicklungsbranche oder die eigene Reise,

00:41:42: wenn du dann einmal angefangen bist, die wirklich auch Gefahren mit sich,

00:41:47: das sage ich auch wirklich, weil in dem Moment, wo du in diesen Selbstoptimierungswarn kommst,

00:41:51: hat da nämlich alles andere als Leichtigkeit.

00:41:54: Da bist du nämlich, da bist du zwar nicht mehr in dem Warn, in dem du vorher warst,

00:41:58: aber es ist einfach nur ein anderer.

00:42:00: Also da müssen wir auch immer wieder total aufpassen,

00:42:02: wir Menschen neigen auch immer so zu diesen Extremen,

00:42:05: ganz oder gar nicht, alles oder nix, jetzt oder nie.

00:42:08: Die Werbung spielt da übrigens sehr gut mit, weil da springen wir alle sehr gerne drauf an.

00:42:12: Black Friday und nur heute, was weiß der Kuckuck alles,

00:42:15: es gibt nämlich schon Teile in unserer Gesellschaft,

00:42:19: die wissen sehr gut auf, wie wir Menschen funktionieren.

00:42:21: Und wenn wir das aber selber über unsere Verhaltensweisen mehr durchblicken,

00:42:27: dann können wir uns auch immer mehr dafür sensibilisieren.

00:42:29: Ein Moment mal, jetzt war ich letzte Woche noch in der Richtung nur Business,

00:42:33: wenn ich jetzt über nächste Woche sage, jetzt nur noch Sauna, passt halt nicht.

00:42:39: Da sind wir wieder bei der besprochenen Waage,

00:42:42: da sind wir wieder dabei, wie kriege ich es ganzheitlich alles unter einen Hut.

00:42:46: Meistens Menschen tun sich sehr schwer damit, ihr Bestes geben zu definieren.

00:42:53: Also wirklich auch mal zu definieren, was ist mein Bestes geben?

00:42:56: Also wann kann ich am Ende eines Tages wirklich sagen,

00:42:58: ich habe heute mein Bestes gegeben?

00:42:59: Weil viele gehen ins Bett und sagen, ich hätte schon ein bisschen mehr machen können.

00:43:03: Ich hätte schon noch eine Schippe drauflegen können.

00:43:05: So, das hören wir ja ganz häufig.

00:43:07: Aber wann könntest du dann mit einem guten Gefühl ins Bett gehen?

00:43:10: Und jetzt kommt aber das Entscheidende.

00:43:11: Nicht nur im Business-Kontext, sondern auch was heißt,

00:43:15: wann hast du heute dein Bestes in der Bereich Partnerschaft gegeben?

00:43:17: Wann hast du dein Bestes gegeben für deine Gesundheit?

00:43:20: Wann hast du dein Bestes für dich selbst gegeben?

00:43:23: Wie viel Zeit hast du dir heute für dich selbst genommen?

00:43:25: Also ich stelle ganz bewusst mal so ein paar ketzerische Fragen,

00:43:28: weil ich weiß, dass Lüster bei dem ein oder anderen vielleicht was aus,

00:43:31: dass die Menschen da ein bisschen hingucken.

00:43:33: Weil das ist wirklich wichtig, um in die Balance zu kommen.

00:43:37: Absolut, und so dieses, weil du gesagt hast, dein Bestes zu geben,

00:43:40: ist ja auch immer so die Frage.

00:43:41: Also ich bin inzwischen an dem Punkt, weil es meint es mir auch zwischendurch,

00:43:44: damit mal gar nicht gut ging, weil ich immer mehr und noch mehr und noch besser,

00:43:48: wo ich dann gemerkt habe, ich habe heute, für mich heute an diesem Tag,

00:43:53: gebe ich für mich zumindest immer, weil das spielen viele Faktoren,

00:43:56: wie geht es mir, was sind die äußeren Umständen?

00:43:58: Und auch habe ich für mich das Beste gegeben, was möglich war im Rahmen meiner Möglichkeiten.

00:44:03: Weißt du, und so dieses, ich hätte aber auch noch können,

00:44:06: zwei E-Mails beantworten, ich hätte auch noch können,

00:44:08: das, ja klar, hätte, hätte Fahrradkette, aber in dem Moment,

00:44:11: mit den Umständen, wie es mir vielleicht ging oder was alles dazu gefiel,

00:44:14: war es das Bestmögliche für diesen Tag.

00:44:17: Und auch das mal anzunehmen und so sagen, es ist total okay.

00:44:19: Ja, ja.

00:44:22: Ja, natürlich, das ist total schwer,

00:44:24: weil wir haben ja eben diese Erwartungen, von denen du sprichst,

00:44:27: oder die wir, ich höre ja immer ganz viele, die sagen,

00:44:30: ja, ich guck mir das bei Social Media an, aber das ist ja eh alles Fake.

00:44:34: Da sage ich, ja, das sagt dein Verstand,

00:44:37: ich gebe dir nur einen Hinweis,

00:44:39: unser Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden zwischen Vorstellung und Realität.

00:44:44: Unser Unterbewusstsein sieht das und sagt, Scheiße, die sind in Dubai.

00:44:51: Warum häng ich hier im Land, in meiner Scheune oder woher?

00:44:54: Oder warum häng ich nur in Köln?

00:44:57: Ich könnte auch in Dubai sein.

00:45:00: Ja, und ich denke auch, viele Menschen erwarten oder warten immer

00:45:04: so ein bisschen auf den perfekten Moment.

00:45:06: So, jetzt, ich muss jetzt warten, bis das und das passiert

00:45:09: und dann begehe ich mich auf den Weg.

00:45:11: Ich glaube, also aus meiner Erfahrung auch,

00:45:13: es gibt diesen perfekten Moment einfach nicht.

00:45:16: Es wird auch immer wechseln,

00:45:19: also dass du plötzlich merkst, unfühle ich mich überhaupt noch wohl damit,

00:45:22: ja, nein, und dann einfach sich auf den Weg zu machen.

00:45:25: Ja, und dann einfach mal gucken, was passiert,

00:45:27: aber diesen perfekten Moment, wo man sagt, heute leg ich los,

00:45:29: den gibt's einfach nicht.

00:45:31: Adrian, ich pflichte dir zu einer Prozent zu

00:45:36: und gleichzeitig widerspreche ich dir zu einer Prozent,

00:45:38: aber wir sprechen genau eine Sprache, denn es gibt den perfekten Moment.

00:45:42: Ja.

00:45:43: Und der ist jetzt.

00:45:44: Ja, klar.

00:45:45: Wenn du das so formulierst, hast du natürlich recht.

00:45:47: Ja, ja, genau.

00:45:48: Ja, der perfekte Moment ist immer jetzt.

00:45:50: In dem Moment, wo ich den Gedanken habe,

00:45:53: ist genau jetzt der richtige Moment.

00:45:57: Das ist ein Leitsatz, den ich meinen Leuten immer mitgebe,

00:46:00: das war gestern bei uns auch wieder ein Riesenthema.

00:46:03: Lieber, ich starte unperfekt, als dass ich perfekt warte.

00:46:08: Ja.

00:46:09: Lieber unperfekt starten als perfekt warten,

00:46:12: bringt dir immer mehr Erfahrung, mehr Ergebnis,

00:46:15: mehr Erlebnis.

00:46:17: Und da kann ich fein justieren, da mache ich halt weiter.

00:46:19: Ganz ehrlich, du hast doch mit deinem Podcast,

00:46:22: als du deine erste Folge aufgenommen hast,

00:46:24: ist das, ist deine heutige Folge mit mir,

00:46:27: genau in der Qualität, genau mit dem Intro,

00:46:30: mit all dem Zipp und Zapp, mit all der Vermarktung,

00:46:32: mit all den Hashtags, keine Ahnung, was alles du da so machst.

00:46:35: Ist das genauso wie deine erste Folge?

00:46:37: Nein, natürlich nicht.

00:46:38: Natürlich nicht.

00:46:39: Ich habe ja auch, vielleicht dürfen wir gleich noch kurz so überschwenen,

00:46:42: ich bin jetzt bald bei meiner hundertsten Podcast-Folge.

00:46:44: Wenn ich mir meine erste anhöre,

00:46:49: da haben wir mehr rumgeeyert.

00:46:52: Da sind wir noch nicht so klar unterwegs gewesen,

00:46:54: aber jetzt sind wir bei der hundertsten.

00:46:56: Natürlich entwickelt sich das weiter,

00:46:58: aber die Entwicklung kann halt nur stattfinden,

00:47:00: wenn ich mich auf die Reise mache.

00:47:02: Absolut.

00:47:03: Ja, ja klar.

00:47:04: Und ich habe ja auch gemerkt, also das wirst du auch jetzt mal

00:47:06: von Podcast-Kollegin zu Podcast-Kollegin.

00:47:08: Man entwickelt sich ja auch in den Skills,

00:47:10: das heißt jetzt irgendwie, man entdeckt neue Technik

00:47:12: oder was auch immer dazu beiträgt.

00:47:14: Man guckt, wie machen es andere und das findet man auch interessant.

00:47:17: Und also wenn ich meine erste Folge,

00:47:19: wenn ich völlig bei dir heute anhöre, das war nett.

00:47:22: Anders.

00:47:23: Anders.

00:47:24: Das war einfach anders.

00:47:25: Genau.

00:47:26: Ich finde, ich bin cool, wie das sich weiterentwickeln

00:47:28: und auch übrigens immer noch weiterentwickeln.

00:47:30: Also ich habe noch so viele Ideen und so viele Pläne

00:47:33: und alles, wo ich dahin will, wo ich mir denke,

00:47:35: die Reise wird noch lange nicht zu Ende sein.

00:47:37: Das wird sie, glaube ich, nie.

00:47:38: Also weil du hast immer irgendwelche Einflüsse,

00:47:40: die dazu beitragen.

00:47:41: Ja, genau.

00:47:42: Das ist, das ist, das bin ich vollkommen bei dir genau,

00:47:44: meine Haltung.

00:47:45: Die Reise ist irgendwann für uns alle zu Ende.

00:47:47: Und ich glaube, dann hört auch erst die Entwicklungsreise auf.

00:47:50: Also ich sage das immer wirklich so deutlich.

00:47:52: Der letzte Tag, an dem ich mich weiterentwickeln werde,

00:47:55: wird der Tag sein, wenn ich meine Arschbacken zusammenknäuf.

00:47:58: Also wenn ich wirklich diesen Planeten verlasse und sage,

00:48:01: danke für dieses Game hier, hat Spaß gemacht, ich bin weg.

00:48:04: Auch da werde ich noch mal lernen.

00:48:06: Ich glaube sogar im Sterbeprozess werden wir noch was lernen.

00:48:08: Ich glaube ich auch.

00:48:09: Ich habe mich viel mit Nahtoderfahrungen beschäftigt.

00:48:12: Was da so passiert mit den Menschen.

00:48:14: Ich glaube, da haben wir noch, da haben wir vielleicht,

00:48:16: haben wir da sogar die größte Lernerfahrung,

00:48:19: die uns noch allen so bevorsteht.

00:48:21: Aber da will ich jetzt nicht tiefer reingehen.

00:48:23: Ich glaube ich tatsächlich auch.

00:48:24: Ich finde es immer interessant,

00:48:25: hier best neulich mit einer Freundin darüber gesprochen,

00:48:27: die, wo ich schon gemerkt habe, sie hat wahnsinnige Angst vor dem Thema Tod.

00:48:30: Ich zum Beispiel merke, eigentlich garnicht.

00:48:33: Also das ist auch echt interessant, weil ich so denke,

00:48:35: okay, ich habe aus irgendeinem Grund bin ich hier, den weiß ich,

00:48:38: vielleicht, vielleicht noch nicht.

00:48:41: Ich bin mir dann mein Gott.

00:48:43: Also ich würde jetzt heute am heutigen Punkt Gott sei Dank,

00:48:45: aber das war auch eine Reise dahin sagen,

00:48:47: wenn ich jetzt umkippe, ja, dann war es echt okay so.

00:48:50: Also ich habe alles so gelebt und tolle Menschen getroffen

00:48:52: und auch Sachen gelernt, wo ich so, ja, ich könnte jetzt auch gehen.

00:48:55: Ja, so es wäre jetzt okay, aber es ist immer schön,

00:48:57: mich lang hier bin, ja, alles okay.

00:48:59: Ja, ja, das ist ja mega, dass du an dem Punkt angekommen bist,

00:49:03: weil das ist so viel wert, weil das nimmt dir auch Druck.

00:49:07: Ja, das nimmt dir unfassbar Druck.

00:49:09: Ich bin ein riesen Freund davon, dass Menschen große Ziele,

00:49:13: große Visionen haben, was alles noch auf die Beine stellen wollen.

00:49:17: Gleichzeitig ist es aber wirklich wichtig,

00:49:19: im Hier und Jetzt irgendwie in den Zustand zu kommen und zu sagen,

00:49:22: es war aber auch bis heute okay.

00:49:24: Und mit all dem, mit dem ich noch nicht fein bin, was war,

00:49:27: aufzuräumen, weil alles das, was du noch mit dir rumschleppst,

00:49:30: hast du in deinem Rucksack, du hast es in deinem Rucksack

00:49:33: und je länger du die Klamotten mit dir rumträgst, ich sehe das,

00:49:36: je älter die Leute wären, wenn die zu uns kommen,

00:49:38: der ist so schwerer werden, die Lasten.

00:49:41: Das Zeug, was du mit dir rumschleppst, ich sage euch eins,

00:49:44: ihr könnt es nicht auch aus euch raus schieben,

00:49:47: ihr schiebt es in euch rein und das Paket wird größer.

00:49:51: Ich hatte das große Glück, dass meine Mama,

00:49:53: als sie gerade in Rente gegangen ist,

00:49:55: hat sie sich dazu entschieden, ins Coaching einzusteigen,

00:49:57: weil sie gesagt hat, ich will jetzt endlich aufräumen.

00:50:00: Ich merke jetzt, ich habe mein Leben lang die Lasten getragen

00:50:03: von all meinen Kindern, jetzt hat sie dann die Ehe wieder geschieden

00:50:06: und so was, also jetzt will ich aufräumen in meinem Leben.

00:50:09: Wenigstens jetzt die letzten 20, 30, wer weiß, wie viel ich noch habe,

00:50:12: will ich aufräumen.

00:50:14: Ich kann euch alle nur diesen Podcast hören ermutigen,

00:50:17: macht es lieber gestern als übermorgen.

00:50:20: Es bringt wiederum viel mehr Leichtigkeit nach vorne raus.

00:50:24: Auch das ist Potenzialentwicklung,

00:50:27: indem ich alte Energieräuber aus der Vergangenheit löse

00:50:31: und voll in meine Kraft komme, weil das schlummert auch richtig für mich.

00:50:35: Es schlummert auch richtig viel, was uns davon abhält,

00:50:38: richtig in die Power reinzukommen.

00:50:40: Wie finde ich denn den richtigen Coach?

00:50:42: Würde ich mich mal jetzt an dich frage.

00:50:44: Also ich habe dazu eigentlich nur noch eine Antwort,

00:50:48: ganz ehrlich, such dir Menschen, die schon positive Erfahrungen

00:50:52: mit Coaches gemacht haben.

00:50:54: Also ich mache über 80 Prozent meiner Kunden,

00:50:57: sind Kunden, die andere Kunden von mir kennen,

00:51:00: oder die ich mit Kunden auch connectet habe.

00:51:04: Weil der Markt ist zum Glück durch Corona sehr bereinigt worden,

00:51:11: der Coachingmarkt, weil da ganz viele nicht durchgekommen sind

00:51:15: durch die Zeit, aber es gibt immer noch viele.

00:51:18: Und ich maße mich nicht an zu sagen, wer ist gut, wer ist schlecht.

00:51:22: Die Frage ist immer, also das vielleicht als ausgehende Frage,

00:51:25: stellt ihr die Frage, vor welchen Herausforderungen stehe ich gerade

00:51:29: und dann mache ich auf die Suche, danach Menschen zu finden,

00:51:32: die diese Herausforderungen schon gelöst haben

00:51:34: und fragt sie, wen sie sich an Unterstützung geholt haben.

00:51:37: Weil also ich erlebe es immer wieder viele, die zu uns kommen.

00:51:40: Ich selber bin auch über ein Jahr lang zum Psychologen gegangen.

00:51:42: Für ein Jahr war das für mich der richtige Weg,

00:51:45: weil ich zum ersten Mal jemand hatte, mit dem ich überhaupt mal gesprochen habe

00:51:48: über die Themen, die mich beschäftigt haben.

00:51:50: Ich habe dann halt irgendwann da keine Lösungen bekommen,

00:51:52: wie ich die haben wollte.

00:51:53: Ich konnte über alles reden, konnte heulen, alles wunderbar, war toll.

00:51:56: Dann habe ich aber gesagt, wie gehe ich jetzt damit um?

00:51:58: Wie kriege ich die Energie jetzt freigesetzt von all den Lasten,

00:52:01: die da irgendwie noch schlummern?

00:52:03: Da habe ich keine Lösungen bekommen und dann bin ich halt,

00:52:05: bin auch ich über einen Bekannten zu dem heutigen Coaching-Konzept gekommen,

00:52:10: durch das ich selber die ersten drei Jahre gelaufen bin,

00:52:12: bis ich mich dann in die dreijährige Ausbildung begeben habe,

00:52:15: um jetzt dann seit drei Jahren mittlerweile auch hauptverantwortlich

00:52:18: selber Trainer sein zu können.

00:52:21: Und ich mache die meisten meiner Neugeschäfte, Neukunden,

00:52:25: kommen wirklich über persönliche Empfehlungen von anderen,

00:52:28: die bei uns schon positive Erfahrungen gemacht haben.

00:52:31: Und wenn du so jemanden nicht kennst, such dir Menschen,

00:52:34: die irgendwo eine Verbindung dazu haben.

00:52:37: Also ich würde mich schwer damit tun, auf irgendwelche Züge aufzuspringen,

00:52:43: die marketingmäßig gut aufbereitet sind.

00:52:45: Ich sage das ganz bewusst so, weil Social Media da Fluch und Segen zugleich ist,

00:52:50: dass jeder irgendwie seine Botschaften verbreiten kann.

00:52:53: Es wird sehr viel mit kurzfristigem Erfolg.

00:52:57: Genau, schnell erfolgreich.

00:53:00: Ich komme zu mir in zwölf Wochen von A nach B und was weiß der Kuckuck.

00:53:04: Ich sage immer, unser Konzept ist für klassische Social Media Vermarktung

00:53:10: eigentlich gar nicht geeignet, weil wir sagen halt, Entwicklung braucht Zeit,

00:53:15: Entwicklung braucht Geduld, Entwicklung braucht Vertrauen.

00:53:18: Also logisch, wir machen fast alles im eins zu eins.

00:53:22: Da muss jemand eine Verbindung herstellen können zu mir.

00:53:25: Und es gibt nicht diesen einen Weg.

00:53:30: Also wir haben bei uns super viele positive Erfahrungen.

00:53:34: Wir haben eine weitere Empfehlungsrate.

00:53:36: Also wenn du so diese Sterne bewertet und die auf proven expert und so was anguckst,

00:53:40: sind wir irgendwie bei 98,5 oder so.

00:53:42: Also ich glaube, wir liefern sehr, sehr gut ab.

00:53:45: Auch schon seit vielen Jahrzehnten.

00:53:47: Und vielleicht das, wenn du keinen kennst, dann lass dir wirklich Referenzen liefern.

00:53:54: Ich mache das wirklich auch so.

00:53:55: Ich lerne ja auch Leute neu kennen im Unternehmernetzwerk oder so.

00:53:58: Und die haben halt diese Vorbehalte gegenüber dieser Coaching-Szene.

00:54:01: Und ich sage dann einfach immer, okay, welche Themen hast du aktuell?

00:54:04: Und dann überlege ich, wen kenne ich aus meinem Kundenkreis, den ich mit denen connecten kann.

00:54:08: Ich connecte die ganz transparent mit all meinen Kunden, ganz viele.

00:54:12: Ich weiß nicht, ob das BNI-Netzwerk hier bei deinen Hörern ein Begriff ist.

00:54:17: Genau, da sind ganz viele meiner Kunden kommen aus diesem Netzwerk.

00:54:21: Wenn du in diesem Netzwerk bist, hast du schon mal per se und länger als ein Jahr da bist.

00:54:26: Ich bin jetzt in dritten Jahr.

00:54:27: Hast du per se schon mal eine Daseinsberechtigung, weil du dich da jedes Jahr bewirbst.

00:54:33: Demnach musst du scheinbar auch gute Arbeit leisten, sonst würden sie dich nicht verlängern.

00:54:37: Also such dir irgendwo Anknüpfungspunkte, worüber du Vertrauen gewinnst zu dem, was da passiert.

00:54:44: Und frag wirklich ganz konkret auch ruhig nach.

00:54:47: Also das ist mein Thema. Also der Anbahnungsprozess bei mir, sprich ich ganz offen darüber.

00:54:52: Der geht über zwei Gespräche.

00:54:54: Erst mal machen wir eine Stunde nur kennenlernen und dann machen wir nochmal in einem zweiten Gespräch über anderthalb Stunden.

00:54:59: Brauchen wir da meist schon, bevor ich überhaupt irgendwann erzähle, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann.

00:55:04: Also geht es erstmal nur ums kennenlernen.

00:55:06: Da geht es erstmal nur, dass die Leute auch ein Gefühl für mich bekommen.

00:55:09: Weil das ist das Allerwichtigste.

00:55:11: Und gleichzeitig muss ich auch ein Gefühl für die bekommen, weil ich arbeite nachher ein Jahr mit den Menschen zusammen.

00:55:15: Ich will mir da selber ja auch kein Ei ins Nest legen.

00:55:20: Absolut, ja. Und ich denke, aber da würde man jetzt zu tief reingehen.

00:55:23: Es gibt ja manchmal auch Angebote mit, keine Ahnung, ich begleite dich im Bäntering, zahlen mir 120.000 Euro.

00:55:29: Das sind halt einfach Sachen, da musst du mal gucken, wo ich einfach sage, wie du auch sagst, schau dir das an.

00:55:34: Und pass da aber auch ein bisschen auf so.

00:55:36: Du, also schlussendlich ist ja immer die Frage, wenn derjenige, der 120 im Jahr vor mir haben will,

00:55:42: mir mindestens fünf nachweisliche Referenzen bringt, die denjenigen von 120 Invest zu 5 Millionen Umsatz gebracht hat.

00:55:50: Final Case, alles cool.

00:55:53: Wir haben da auch eine ziemlich andere Philosophie.

00:55:57: Wir werden immer wieder darauf angesprochen, dass die Leute sagen, ihr seid zu günstig.

00:56:01: Der Coachingmarkt gibt viel mehr her.

00:56:04: Ihr könnt locker fünfstellig nehmen, womit jetzt schon erwähnt sei,

00:56:07: wir haben noch nicht mal fünfstellig für eine Jahresbegleitung.

00:56:10: Aber ihr könnt locker fünfstellig, ihr liefert das locker.

00:56:13: Und wir sagen seit Jahren, wir haben in den letzten neun Jahren, haben wir 18% Preissteigerung gemacht.

00:56:18: In den letzten neun Jahren war all dem, was passiert ist.

00:56:21: Also wir sind zwei Jahre im Durchschnitt, angestiegen pro Jahr.

00:56:25: Und das hat einen ganz speziellen Grund, weil wir sagen, wir sind schon seit über 30 Jahren am Markt

00:56:30: und wir wollen auch noch 30 Jahre am Markt sein.

00:56:32: Und nur weil gerade ein Boom da ist und die Bereitschaft vielleicht von dem ein oder anderen sogar auch unsere Leistung auch dem entspricht,

00:56:39: wir mehr kriegen könnten, machen wir es nicht.

00:56:41: Weil lieber haben wir einen AHA-Effekt während der Zusammenarbeit und die Leute sagen,

00:56:46: boah krass Alter, hätte ich niemals gedacht, habe ich letzte Woche wieder einen Anruf bekommen.

00:56:49: Warum macht ihr das nicht öffentlich, wie toll ihr die Ergebnisse sind?

00:56:52: Wieso? Nee, lieber hast du jetzt das AHA-Erlebnis und lieferst mir noch drei deiner Kumpels,

00:56:56: die von einem ähnlichen Thema stehen, bring mir die, dann können wir auch denen helfen, alles cool.

00:57:00: Ja, finde ich toll. Also finde ich einen guten Ansatz, den auch ich verfolge, ehrlich gesagt, in meinem Business immer wieder.

00:57:06: Und das jetzt schon seit zehn Jahren. Ich freue mich lieber, wenn Menschen langfristig mit mir quasi als Partner irgendwie gehen,

00:57:13: wie das ich sage, jetzt habe ich schnell ganz viel Umsatz und dann hole ich mir halt wieder den nächsten so.

00:57:17: Also, ja, ist glaube ich aber auch eine Haltungssache, eine Wertsache, die jeder einfach mit sich selber ausmachen muss.

00:57:23: Die ethischen Werte spielen da eine große Rolle, die wir auch in unserem Trainings, unseren Leuten als Oberstes Gebot mit auf den Weg geben.

00:57:32: Das ist definitiv. Weil nochmal Geld verdienen kannst du überall, heutzutage noch viel leichter als wann auch immer.

00:57:39: Und dass wir immer wieder jeden Abend in den Spiegel gucken können, vielleicht ein letzter Hinweis dazu.

00:57:46: Ich stelle mir bei allen Entscheidungen, die ich treffe, immer vor meine beiden kleinen Kinder, vier und fünf sitzen mit am Tisch.

00:57:52: Und den gegenüber müsste ich die Entscheidung, die ich jetzt gerade treffe, auch rechtfertigen, wenn sie es schon verstehen würden.

00:57:57: So kannst du dich super gut challenginen. Ist das gerade hier Grauzone oder ist das wirklich in Ordnung, was ich mache?

00:58:03: Egal. Super wichtig. Es ist Karma. Es ist einfach Karma. Der eine oder andere hat schon mal von Karma ist ein Bitch gehört.

00:58:10: Ich glaube da sehr stark dran, dass ich aussende. Das kommt zurück. Aber das Schöne ist, mit welchen Vorzeichen die es aussende, genau so kommt es auch zurück.

00:58:18: Das heißt, ich kann es auch für mich wohlvollen nutzen.

00:58:20: Stimmt. Danke, dass du jetzt schon die tolle Metapher mit dem Aussenchen gesprochen hast. Nimm uns mal ganz kurz mit. Du hast ja ein Podcast, da sendest du auch aus.

00:58:28: Ja, stimmt. Ich geh' nicht alle über. Leck mich doch.

00:58:34: Ne, nimm uns mal ganz kurz mit. Und was geht's in deinem Podcast und warum sollt ihr oder darf der eine oder andere auch bei dir gerne einschalten?

00:58:42: Ja, unser Podcast MindMatters ist ein Potenzial-Podcast, wo wir Tipps und Tricks und täglich umsetzbare Tools auch rausgeben, wie es zu mehr Leichtigkeit in unserem Leben kommt.

00:58:55: Also wie wir mehr in unser Potenzial wachsen können, wie das Leben immer leichter wird. Denn wir stellen immer wieder fest Potenzialentwicklung.

00:59:03: Hat auch geht ein Herr mit, es wird leichter im Leben. Das Gegenteil, kennen viele, schwere Lasten tragen, Montagsmorgen ist nicht zur Arbeit gehen wollen.

00:59:12: Das ist alles schwer. Und wir tragen dazu bei, dass es leichter wird und das eben in einem sehr ähnlichen Small-Tag-Format, wie wir beide das machen.

00:59:20: Das mache ich mit dem Nils, ist einer, den ich auch zum Trainer ausbilde, der parallel positive Psychologie studiert, der aus einem sehr stark lastigen Zahlendatenfakten-Umfeld kommt.

00:59:31: Ich liebe es, weil ich bin so ein intuitiver Typ, zahlendatenfakten kann ich nichts mit tun. Und wir beide ergänzen uns total, weil wir sind auch zwei unterschiedliche Generationen.

00:59:39: Er ist Mitte 20, ich bin ja schon über 40. Und wir machen Smalltalk einfach darüber, was hat er für Erfahrungen gemacht, was habe ich aus meiner Praxiserfahrung, kann ich mit reinbringen.

00:59:47: Und wir stellen uns immer so vor, so wie du es mir auch gesagt hast, wir stellen uns einfach vor, wir sitzen zusammen beim Kaffee und plaudern ein bisschen.

00:59:54: Und das haben wir auch vor dem Podcast schon immer gemacht und so ist auch die Podcast-Idee entstanden.

00:59:59: Da hast du gesagt, wir philosophieren so häufig über das Ideen. Meinst du, das will nicht vielleicht auch jemand hören.

01:00:03: So kann man auch mehr Wert mit schaffen, oder? Und so ist unsere Podcast-Idee auch entstanden.

01:00:09: Cool, Mind Matters werde ich natürlich verlinken.

01:00:12: Mind Matters, sehr gerne.

01:00:13: Also wenn jetzt jemand sagt, oh, darf ich mal einschalten, dann kann ich euch empfehlen, klickt in die Show Notes rein und dann findet ihr auch den Link.

01:00:19: Sehr gerne. Auf allen Podcast-Plattformen und seit dem Jahreswechsel zum Thema Weiterentwicklung, launsen wir sogar auch auf YouTube.

01:00:27: Also wir sind sogar auch dabei zu sehen.

01:00:29: Wow, sehr gut.

01:00:30: Ich würde sich auch gucken.

01:00:32: Wäre ich auf jeden Fall verlinken, Sebastian.

01:00:34: Jetzt vielleicht noch abschließend an dich, das finde ich einfach jetzt eine schöne Anekdote, bevor wir entweder oder einsteigen, auch mit dir.

01:00:40: Was würdest du jetzt am heutigen Punkt rückblickend oder welche Botschaft an dein früheres Ich rechten wollen?

01:00:47: Mach alles genauso wie du es getan hast.

01:00:50: Okay.

01:00:51: Also das ist die Botschaft aus dem Grund, weil ich fein bin mit allem was war, weil ich weiß, wenn all das nicht gewesen wäre, wäre ich heute nicht der, der ich bin.

01:01:01: Und ich bin so dankbar für mein Leben heute, wenn ich gleich wieder runtergehe, meine beiden kleinen vier- und fünfjährigen Kids sehe, meine wundervolle Frau.

01:01:08: Und nach einem Gespräch mit dir, wo ich gerade während ich das Ausspreche Gänsehaut habe, ich bin sehr dankbar für mein Leben.

01:01:16: Und deshalb würde ich alles genau so machen, wie ich es gemacht habe, weil sonst wäre ich heute nicht der, der ich bin.

01:01:22: Und es wäre nicht diese Begegnung mit dir entstanden und alleine dafür bin ich gerade sehr, sehr tief dankbar.

01:01:28: Das stimmt. Dankeschön. Das darf ich zurückgeben.

01:01:30: Und ich sehe das heute auch so.

01:01:31: Ich glaube, alles gehört zu unserem Weg dazu und zu uns und macht uns auch zu der Person, die wir heute sind.

01:01:37: Ja.

01:01:38: Schön.

01:01:39: Jetzt gehen wir beide doch in Entweder oder auch für dich.

01:01:42: Ich habe mir ein paar Fragen überlegt.

01:01:44: Okay.

01:01:45: Du hast einen Bauch heraus natürlich entscheiden, für welche Seite du dich gerade entscheiden magst.

01:01:49: Und wenn du willst, darfst du natürlich auch noch was dazu ausführen an der einen Stelle,

01:01:53: damit hinter dem Business oder hinter deinem Weg noch besser kennenlernen.

01:01:57: Okay.

01:01:58: Gut, dann steigen wir ein.

01:02:00: In Entweder oder für dich, Sebastian, mit der Frage Frühaufsteher oder Nachtäule?

01:02:04: Frühaufsteher.

01:02:05: Ganz früh, 4.30 Uhr, starte ich aktuell mit einer dreifelstündigen Meditation in den Tag.

01:02:13: Dr. Jody Spencer, sehr zu empfehlen.

01:02:17: Oh ja, habe ich schon oft gehört jetzt und ich habe selber auch mal reingehört, ich mag ihn sowieso.

01:02:21: Also sowieso sehr, sehr cool.

01:02:23: Berge oder Meer?

01:02:26: Meer.

01:02:27: Au.

01:02:28: Also die Berge im Winter auf jeden Fall zum Skifahren wandern nicht, aber Meer ist, also Sonne ist absoluter Favorite.

01:02:35: Meer auf jeden Fall.

01:02:36: So ein Sonnenanbet hat jetzt.

01:02:38: Lesen oder Hörbuch?

01:02:40: Mittlerweile Hörbuch.

01:02:42: Früher habe ich ganz viel gelesen.

01:02:44: Mittlerweile bin ich eher der Hörbuch-Fan.

01:02:46: Ach krass, okay.

01:02:48: Ja, ich habe früher sehr viel gelesen.

01:02:50: Aber mittlerweile denke ich mir irgendwie, nee, das muss, ich will, oder wollte effizienter werden.

01:02:56: Und das hat für mich mehr Effizienz.

01:02:58: Es gibt, wie ich heiße, nochmal diese eine App.

01:03:00: Ich habe die schon lange nicht mehr gehört.

01:03:02: Ich höre jetzt mittlerweile, hör ich wieder ganz normale, audible Hörbücher.

01:03:05: Diese eine App, die so komprimierte Bücher in einem halben von 5 Minuten oder 10 Minuten oder so.

01:03:11: Die ist genial.

01:03:12: Also die Kernaussagen eines Buches zusammengefasst sind.

01:03:17: Kannst du vielleicht nochmal recherchieren.

01:03:19: Ich habe die auch schon gehabt, aber ich komme jetzt auch noch mal drauf, wie sie heißt.

01:03:22: Ich habe mein Handy auch nicht hier.

01:03:24: Wir recherchieren es, wir.

01:03:25: Ja, das finde ich ganz cool.

01:03:27: Also da kriegst du viele Informationen in kurzer Zeit.

01:03:30: Ja, ja.

01:03:32: Du hast schon gesagt, sportlich hatte ich schon immer begeistert, Yoga oder Krafttraining?

01:03:36: Krafttraining.

01:03:37: Meine Frau ist Yoga.

01:03:38: Ich bin Krafttraining.

01:03:40: Wir sehen uns ja gerade.

01:03:42: Ich schieb lieber ein paar Eisen von rechts nach links.

01:03:45: Yoga habe ich mit meiner Frau eine Zeit lang gemacht.

01:03:48: Ja, war schön, um es gemeinsam zu tun, aber Krafttraining.

01:03:52: Lieber ein paar Eisen bewegen.

01:03:55: Tee oder Kaffee?

01:03:58: Kaffee.

01:03:59: Meine größte Sünde.

01:04:01: Ich habe so lange Grün-Tee getrunken.

01:04:04: Das hat mir so gut getan, aber du hast es vorhin gesehen.

01:04:07: Mittlerweile bin ich auf koffi-infreien Kaffee umgestiegen,

01:04:10: aber immer auch so mit so einem Latte-Macchiato, so ein bisschen Hafermilch dabei.

01:04:14: Kaffee komme ich so schwer von weg.

01:04:17: Also wenn ein Zuhörer Tipps hat, wie ich von Kaffee weg komme,

01:04:20: ich bin so offen dafür.

01:04:22: Okay, ihr könnt ja das gerne bei mir einreichen.

01:04:25: Ja, sehr gerne.

01:04:27: Oder direkt an Sebastian über seine Kontakte.

01:04:30: Ich bin auch so, mittlerweile trinke ich auch mehr Tee.

01:04:33: Das hat manchmal auch mit der Stimme zu tun,

01:04:36: weil Kaffee tut meiner Stimme gar nicht gut.

01:04:39: Ich mag halt auch Kaffee.

01:04:42: Stadt, Leben oder Landleben?

01:04:45: Ich liebe die Stadt.

01:04:48: Wir leben mittlerweile zwischen Köln und Düsseldorf.

01:04:51: Er ist ein bisschen ländlicher mit der Familie.

01:04:54: Er ist auch wunderschön für unsere Kinder.

01:04:57: Er ist auch sehr cool im Gebiet.

01:05:00: Er ist auch verkehrsberuhigt.

01:05:03: Alles cool, aber ich bin jedes Wochenende in Köln.

01:05:06: Wir fahren jedes Wochenende nach Köln.

01:05:09: Wir gehen dazu, unserem Lieblingsbecker nach Köln-Ernfeld.

01:05:12: Wenn irgendwelche Zuhörer aus Köln sind,

01:05:15: findet mich bei der Mehlwerkstatt in Köln-Ernfeld.

01:05:18: Regelmäßig, da wie Stammgast seit vielen Jahren, sind wir da.

01:05:21: Pizzaressen, näherpolitische Pizza gibt es so viele.

01:05:24: Köln ist hässlich.

01:05:27: Ich glaube, Köln ist die hässlichste Stadt Deutschlands.

01:05:30: Aber die geilste Stadt ever, weil ich die Menschen so liebe.

01:05:33: Ich fahre dich gar nicht.

01:05:36: Architekturisch gibt es schon nicht so viel.

01:05:39: Aber die Menschen machen alles Wett.

01:05:42: Die deutsche Musik, da geht mir das Herz auf.

01:05:45: Unsere Kids hören schon kölschische Lieder.

01:05:48: Mein Kleiner ist vier.

01:05:51: Ich habe mich immer dabei.

01:05:54: Das ist das Brief.

01:05:57: Die Höner sind aber auch wirklich cool.

01:06:00: Das ist einfach die ganze Kölschermusik.

01:06:03: Da gibt es so viele cool, auch jüngere Bands.

01:06:06: Ich mag auch die Menschen, die frohe Natur.

01:06:09: Ich fände es auch toll.

01:06:12: Ich bin über die Gebäude hinweg.

01:06:15: Dann möchte ich noch von dir noch ein bisschen kochen.

01:06:18: Ich habe ein bisschen zu viel zu essen gehen.

01:06:21: Ich bin ein schlechter Koch.

01:06:24: Null mit Tomaten und dann hört es auf.

01:06:27: Auch normal.

01:06:30: Wenn du Urlaub machst, ist es der Abenteuer- oder Wellness-Urlaub?

01:06:33: Früher Abenteuer, heute Wellness.

01:06:36: Ich muss unterscheiden.

01:06:39: Was wir mittlerweile wirklich lieben,

01:06:42: ist Robinson Club mit den Kids.

01:06:45: Die Kids haben Spaß in der Rubik-Club-Begleitung.

01:06:48: Wir haben Spaß beim Sportprogramm, beim Wellness-Programm.

01:06:51: Das ist schon eher Wellness.

01:06:54: Ich liebe auch Abenteuer.

01:06:57: Wir haben auch schon andere Reisen gemacht.

01:07:00: Du bei New York, das ist eigentlich kein Abenteuer.

01:07:03: Aber ich bin schon eher auf Entspannung mittlerweile aus.

01:07:06: Ich brauche es nicht mehr so wild.

01:07:09: Podcast hören oder Musik hören?

01:07:12: Musik, tatsächlich.

01:07:15: Ich höre nicht so viel Podcast selber.

01:07:18: Ich höre aber jeden Tag Musik.

01:07:21: Also unsere Alexa, die feuert unten im Wohnzimmer.

01:07:24: Sobald ich wach bin, meine Frau könnte mich manchmal dafür lündchen.

01:07:27: Die braucht gerne ein bisschen mehr Ruhe.

01:07:30: Aber ich bin totaler Musik.

01:07:33: Macht halt auch was mit einem.

01:07:36: Sommer oder Winter?

01:07:39: Das kam aus der Pistole heraus.

01:07:42: Kinoabend oder Theaterbesuch?

01:07:45: Kino, Theater.

01:07:48: Ich bin so was von einem Kultur-Banause.

01:07:51: Kino am liebsten, Couch mit meiner Frau.

01:07:54: Alles ist gut.

01:07:57: Ich weiß gar nicht, ob ich das letzte Mal im Kino war.

01:08:00: Ich glaube nicht.

01:08:03: Ich glaube bei "The Greatest Showman" oder wie der damals ist.

01:08:06: Aber bestimmt schon zehn Jahre.

01:08:09: Wir waren einmal noch als unsere Kleine.

01:08:12: Oder heute große.

01:08:15: Da waren wir zum ersten Mal wieder als Mama und Papa weg.

01:08:18: Oder als Junge und Mädchen.

01:08:21: Nicht in der Mutter-Vater-Rolle.

01:08:24: Aber nee.

01:08:27: Am liebsten Couch.

01:08:30: Und als Alternativesprogramm "Chokken oder Spazieren gehen".

01:08:33: Ich habe ein Sport-Wissenschaften studiert.

01:08:36: Ich habe kurz angedeutet.

01:08:39: Ich bin auch schon Marathon gelaufen.

01:08:42: Ich bin schon sehr viel gejockt im Köln.

01:08:45: Super viel in den grünen Flächen.

01:08:48: Heute schwieriger.

01:08:51: Aber früher massiv viel.

01:08:54: Auto oder Fahrrad?

01:08:57: Ja.

01:09:00: Ich würde gerne mehr mit dem Fahrrad fahren.

01:09:03: Aber viel mit dem Auto.

01:09:06: Ich habe diese Woche bei "The Kids" mit dem Fahrrad.

01:09:09: Aber wieder von der Kita abgeholt.

01:09:12: Am Freitag.

01:09:15: Jetzt wird es schon schöner.

01:09:18: Aber ich bin eher zu viel mit dem Auto unterwegs.

01:09:21: Auch für kurze Strecken.

01:09:24: Ich habe mich auch gerade mit dabei.

01:09:27: Ich habe noch Potenzial.

01:09:30: Potenzial.

01:09:33: Meditation oder Power-Nap?

01:09:36: Da kann ich mich nicht entscheiden.

01:09:39: Beides ist ein wichtiger Bestandteil.

01:09:42: Ich habe gerade angedeutet.

01:09:45: Morgens Meditation ist für mich so ein Muss.

01:09:48: Dadurch, dass ich durch dieses "Wenn wir zu unseren Unternehmer treffen gehen"

01:09:51: dann stehe ich auf 4.30 Uhr auf.

01:09:54: Ich habe auch einen Tag unterwegs.

01:09:57: Ich brauche auch mittags den Power-Nap.

01:10:00: Wie lange geht es bei dir?

01:10:03: 22 Minuten.

01:10:06: Wie kommt es zu dieser Phase?

01:10:09: Ich habe mich mit dem Thema "Schlaf" und "Schlafphasen"

01:10:12: und "90 Minuten Zuglinnen" zu klicken.

01:10:15: Da war etwas drin,

01:10:18: dass du bis zu 20 Minuten noch nicht in diese "Tiefschlafphase" kommst.

01:10:21: Wenn du dich da rausreißen,

01:10:24: dann bist du komplett matche.

01:10:27: Das Power-Nap ist wohl nur diese 20 Minuten.

01:10:30: Deshalb gebe ich mir eine Karenz von 2 Minuten bis ich weg bin.

01:10:33: Dann sage ich, dass es 22 Minuten kommt.

01:10:36: Dann passt das.

01:10:39: Wenn du eine Stunde mittags schlaf machst,

01:10:42: dann bist du komplett matche.

01:10:45: Da denke ich immer, wer bin ich, wenn man wie viele.

01:10:48: Dann ist der Typ "Analog" oder "Digital"?

01:10:51: Ich schreibe noch sehr viel.

01:10:54: Das ist unterm Bewußtein.

01:10:57: Es ist besser programmierbar.

01:11:00: Wenn du mit der Hand schreibst.

01:11:03: Ich habe noch einen anderen Tag.

01:11:06: Ich habe noch einen anderen Tag.

01:11:09: Das ist noch eine Zeit.

01:11:12: Es ist viel zu lange.

01:11:15: wenn du mit der Hand schreibst. Und deshalb hab ich ganz viele Zell überall rumfliegen.

01:11:22: Aber viel digital, meine Frau unterstützt mich mittlerweile glücklicherweise, in dem ganzen Bereich

01:11:28: auch viel. Aber ich bin viel analog. Okay. Sebastian, jetzt darfst natürlich auch du noch wählen zur

01:11:35: letzten Kategorie hier, nämlich eine Frage darfst du dir jetzt wünschen aus der Kategorie gestern,

01:11:40: heute oder morgen, die wir dann abschließend miteinander besprechen?

01:11:43: Gestern. Oh, gestern. Wir reißen in die Vergangenheit hier mit dir heute. Ja, hohe.

01:11:52: So, dann du bist jetzt zwar nur per Zoom, aber ich mische und du siehst es, also es ist nichts hier

01:11:58: für dich vorab präpariert. Und ich werde jetzt blind. Sebastian, siehst, eine Frage für dich ziehen,

01:12:05: weil über Zoom funktioniert schwierig, dass du siehst, die wir abschließend besprechen in der

01:12:10: Kategorie gestern. Und das finde ich auch sehr spannend, weil wir es vorhin schon eher besprochen

01:12:18: haben, in welche Richtung du gehst. Erinnerst du dich eher an die glücklichen oder an die unglücklichen

01:12:24: Momente? Mittlerweile glücklicherweise wieder auch viel an glückliche. In der Vergangenheit war es viel

01:12:34: immer so, dass Blöde aus der Vergangenheit gesehen zu haben. Aber das ist der Prozess von

01:12:41: persönlicher Weiterentwicklung. Je mehr du dir die Unglücklichen anschaust und sie in den Frieden

01:12:47: bringst, desto mehr öffnest du dich auch wieder in deinem Bewusstsein für die schönen Momente,

01:12:52: weil du musst dir das vorstellen, das ist wie so ein Cutter. Wir haben von unseren Prägungen her,

01:12:59: haben wir eine gewisse Ausrichtung und so sagen wir, so war die Welt. Und dann sehen wir auch nur

01:13:05: diese ganzen Ausschnitte. Jetzt passiert aber Folgendes. In dem Moment, wo ich die nicht

01:13:09: wünschenswerten vergangenen Erlebnisse immer mehr in den Frieden bringe, in Harmonie bringe,

01:13:13: öffnet sich auf einmal der Kanal wieder viele Sachen, ich kann mich an nichts mehr erinnern. Ich

01:13:18: sage, ja, warte mal ab, lass mal ein bisschen zusammenarbeiten und dann wirst du merken,

01:13:21: irgendwann kommen die Erinnerungen und stehst du unter der Dusche, dann gehst du spazieren und

01:13:25: auf einmal kommt da wieder eine Erinnerung, da, oh, jetzt weiß ich, oh, ja, da, da, mein Papa

01:13:29: mich doch mal in Ahm, genau, und da, und dies und jenes, und deshalb sind mittlerweile sehr,

01:13:32: sehr viele schöne Erinnerungen wieder da, wohingegen die früher eher nicht so schön sehr präsent

01:13:41: war, wo ich aber sehr, sehr viel aufgearbeitet habe, um diese Energie halt frei zu setzen,

01:13:45: wo wir schon drüber gesprochen haben. Und es ist, denke ich auch, also wie du sagst,

01:13:48: ich habe zum Beispiel Anfang des Jahres habe ich eine Übung gemacht, wo ich wirklich mal alle

01:13:51: Misserfolgen, Anführungszeichen notiert habe und im Gegenzug dazu auf der anderen Seite der

01:13:57: Waage alle Erfolge. Und es war am Anfang gar nicht so einfach, weil da ist ja auch wieder die Frage,

01:14:02: was definiere ich als Erfolg. Ich habe wirklich von ganz klein bis zu, oh, das war toll. Und war

01:14:08: selber überrascht, wenn ich so mein Lebensweg zurückgehe, was da eigentlich schon alles Tolles

01:14:12: stattgefunden hat und diese Waagschale, dieser positiven Bereiche so überwogen zum Schluss,

01:14:19: dass ich mir gedacht habe, ach, guck mal, wenn man sich das mal wieder wirklich bewusst macht,

01:14:23: was da alles schon Schönes war, dann sind die sogenannten vermeintlichen Misserfolge oder

01:14:28: unschönen Momente gar nicht mal so gravierend im Gewicht. Ja, ich praktiziere das mit all meinen

01:14:33: Teilnehmern jedes Mal, wenn wir uns sehen. Und das ist auch eine der To-do's, die ich den meisten

01:14:38: mitgebe, wo ich sage, setz dich abends hin und schreib die Erfolge des Tages hin. Und dabei ist

01:14:43: ein Erfolg, ist ein Erfolg, ist ein Erfolg, ist ein Erfolg. Alles das, was du als Erfolg definierst,

01:14:49: ist ein Erfolg. Ich habe jetzt vor vier Wochen hatten, war ein Treffen, da war einer dabei, ja,

01:14:53: ich freue mich total, wir sind schwanger und ich kriege ihn Mädel. Ich sage, oh, ja, cool,

01:14:57: alles super. Die nächste, oh, ja, ich war gerade in Bucharest, glaube ich, war die, bin Europameisterin

01:15:02: geworden. Ich sage, oh, ja, ist cool. Und da musste ich aber erst mal die Gruppe wieder ein,

01:15:06: oder musste sagen, Leute, ein Erfolg ist ein Erfolg, ist ein Erfolg, ist ein Erfolg. Es geht

01:15:09: nicht darum, die Dinge zu toppen. Es geht darum, mir einfach nur bewusst zu machen. Der nächste,

01:15:15: der sagt, oh, jetzt muss ich aber Zwillinge versuchen zu zeugen, damit ich hierauf herbeizutragen

01:15:18: habe. Der darum geht es nicht. Es geht darum, mir selber mehr und mehr bewusst zu machen, wo habe

01:15:23: ich kleine Erfolgserlebnisse? Denn dieser beschissene, innere Kritiker in uns ist darauf,

01:15:30: auch aus Uhrzeiten programmiert, uns immer darauf hinzuweisen, wo es noch nicht gut ist. Und das

01:15:35: macht uns irgendwann fertig. Deshalb, das kannst du wirklich trainieren. Jeden Tag, jeden Tag aufs

01:15:40: Neue. Wo habe ich heute wieder ein Erfolg zu feiern gehabt? Wo habe ich mir heute gut gefallen,

01:15:45: gerade für all die, die so selbstkritisch sind. Das ist gelebte Praxis. Das können wir uns nicht

01:15:51: häufig genug vor Augen führen. Wir sagen nicht, renn zur Dompl, auf die Kölner Domplatte mit einem

01:15:55: Megaphone und erzähl das allen. Darum geht es gar nicht. Also kannst du auch machen, aber die meisten

01:16:00: meinen so, ja, Eigenlob stinkt doch, kann ich da nicht machen. Ist doch kein Erfolg. Nein,

01:16:03: lass dich doch gewinnen. Lass dich doch gewinnen. Du verhausst dich sowieso automatisch immer in

01:16:08: der Pfanne. Also schreib doch einfach mal auf, was du gut gemacht hast. Ja, definitiv. Und wie du auch

01:16:12: sagst, dann nicht immer versuchen, sich nochmal zu toppen und zu toppen. Auch die kleinen Dinger

01:16:16: im Laufe des Tages mal zu sehen. Und sei es in irgendein Kompliment oder jemand hat mich

01:16:20: angelächelt oder was weiß ich. Genau. Sebastian, vielen, vielen Dank für den

01:16:27: Utertönen. Für mich zumindest Ausflug. Für mich auch. Der Potenziale und alles auf deinem Weg

01:16:33: natürlich auch. Ich fand super, super schön. Und wie gesagt, ich werde ja alle deine Kontaktdaten

01:16:37: inklusive auch deinem Podcast hier in den Show Notes verlinken. Das heißt, wenn jetzt ihr

01:16:42: irgendwie hier die einschaltet Fragen habt noch oder was offen geblieben ist oder vielleicht sogar

01:16:46: auch sagt, hey, ich finde den Sebastian super. Der darf auch mein Potenzial Entwicklungspartner

01:16:51: werden. Dann meldet euch sehr, sehr gerne bei ihm. Und wenn ihr natürlich auch noch Fragen

01:16:55: zum Thema habt, umso mehr. Danke dir, Sebastian, dass du mein Gast warst. Bei Adrian lädt ein und

01:17:01: offensichtlich, wie du vorhin schon gesagt hast, hat es dir auch gefallen hier. Vielen Dank,

01:17:06: dass ich da sein durfte, Adrian. Es war wirklich wunderwundervoll und ich darf es schon ganz

01:17:10: kurz zuletzt ankündigen. Du wirst auch der Gast in meinem Podcast sein. Ich habe es dich ja schon

01:17:15: wissen lassen. Da dürfte euch auch alle freuen. Freue ich mich auch von dir noch viel, viel mehr zu

01:17:20: erfahren. Ganz liebendankt, dass ich da sein durfte. Danke für die Zeit. Danke an jeden Zuhörer,

01:17:24: der bis jetzt noch zugehört hat. Schön, dass es euch gibt. Definitiv. Vielen, vielen Dank. Und

01:17:30: wie du es auch schon gesagt hast, danke, dass ihr eingeschalten habt. Auch jetzt wieder bei der

01:17:33: aktuellen Folge von Adrian lädt ein. Ich freue mich natürlich auch schon auf meinen

01:17:37: nächsten Gast und bis dahin dürft ihr gespannt sein, wer das sein wird und natürlich fleißig

01:17:42: den Sebastian und mich hier verfolgen. Bis dahin. Alles Gute und danke dir. Tschüss.

01:17:46: Tschüss.

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