... Susanne Nett, Fernsehen, der Geschmack der Kindheit & ich seh’ keinen Vogel!

Shownotes

Von der Weinkönigin zur TV-Moderatorin, von Kochbüchern bis hin zum eigenen Gin – Susanne Nett hat in ihrer Karriere schon viele spannende Wege eingeschlagen.

Bekannt aus „Die Rezeptsucherin“ und „Heimatküche“ im SWR, bringt sie die Menschen mit ihrer nahbaren und charmanten Art zum Erzählen – und vor allem zum Kochen.

Doch hinter den Kulissen steckt weit mehr als nur Kulinarik: Es geht um Begegnungen, Heimatgefühle und den Zauber, den Essen in uns auslösen kann.

Susanne erzählt, wie sie durch "Zufall" ins Fernsehen kam, warum sie früher als Weinkönigin manchmal auch unterschätzt wurde und welche Hürden sie in der Moderation genommen hat – trotz fehlender journalistischer Ausbildung.

Wir sprechen über ihre persönlichen Lieblingsrezepte, warum bestimmte Gerichte uns direkt in unsere Kindheit katapultieren und wie sie einmal vor laufender Kamera von den eigenen Gefühlen überrollt wurde…

Außerdem verrät sie, warum sie bei einer Schneckensuppe tricksen musste, was sie an alten Familienrezepten so sehr liebt und warum ihre Heimatküche für sie weit mehr ist als nur Kochen. Gemeinsam tauchen wir in die Frage ein, wie Tradition und Genuss zusammenhängen – und warum manche Gerichte einfach bleiben müssen!

Zum Schluss sprechen wir über ihre Arbeit hinter der Kamera, ihre leidenschaftliche Liebe zum Wein, wie sie ihren eigenen Gin kreiert hat und warum sie auch heute noch immer neue Projekte anstößt, statt sich auf dem Erfolg auszuruhen.

Neugierig geworden?

📍 Mehr über Susanne und ihre Projekte findest du auch auf ihrem offiziellen Instagram-Kanal: @susannenett

Eine Ehre für mich, dass sie mein Gast bei "Adrian lädt ein…" war und danke für diese so sympathische und schöne gemeinsame Folge, liebe Susanne!

Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: info@adrian-hoffmann.de

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ja hallo zusammen hier bei einer weiteren Folge von Adriane Läthein. Ich für mich habe heute

00:00:08: einen ganz besonderen Gast, denn sie ist Moderatorin und ich verfolge sie und auch ihre Expertise.

00:00:14: Ja schon auch eine ganz schön lange Zeit und ich muss sagen, sie beeindruckt mich mit ihrer

00:00:20: authentischen, doch auch nahbaren Art immer wieder und wenn ich sie sehe, muss ich sagen,

00:00:24: das ist einfach eine sympathische Leichtigkeit, die ich da wahrnehme und die sie auch für mich

00:00:29: eben zu einem sehr, sehr spannenden und auch einer super sympathischen authentischen Persönlichkeit

00:00:33: im Fernsehen macht. Sie ist bekannt für ihre kulinarischen Entdeckungsreisen, so viel darf

00:00:38: ich schon verraten, hat selbst so, merke ich das auch eine Leidenschaft, denke ich, für gutes Essen

00:00:43: und teilt diese auch mit ihrem Publikum eben in TV-Formaten. Doch hinter dieser Sendung steckt

00:00:49: weit mehr als nur Kochen, meine Lieben. Es geht um Begegnungen, es geht um Heimat und Tradition

00:00:55: und sicherlich auch die Liebe zum Detail. Heute sprechen wir bei "Atrean Let 1" einmal natürlich

00:01:00: über ihre Arbeit als Moderatorin, den Entstehungsprozess hinter vielleicht auch ihrem TV-Format

00:01:06: und natürlich über ihre persönlichen Leidenschaften, so viel darf ich spoilern von Kochbüchern bis hin

00:01:12: zu ihrem eigenen Chinn. Freut euch auf ein inspirierendes Gespräch über Fernsehen,

00:01:17: kulinarik, die Kunst, Menschen zusammenzubringen und einfach auch einen kollegialen Austausch.

00:01:23: Ich freue mich unglaublich, dass sie mir zugesagt hat und darf jetzt hier herzlich willkommen bei

00:01:28: "Atrean Let 1", die Moderatorin, Kochbuchautorin, Chinnproduzentin und vieles mehr Susanne

00:01:34: net begrüßen. Hallo Susanne. Hallo, Adrian, ganz lieben Dank, wow, also, dass ich so viel schon

00:01:39: gemacht habe. Du hast ja grad alles schon erzählt, sehr wahnsinn. Das ist immer schon fertig, nein,

00:01:44: Spaß. Nein, Gott, ich habe noch ein bisschen was zu erzählen, so ist es nicht. Ja, das finde ich

00:01:49: toll, Susanne. Ich habe ja schon ein bisschen gespoilert im Intro. Ich verfolge dich ja tatsächlich

00:01:53: schon eine Weile auch nicht nur im TV, sondern auch über deine Social Media Kanäle und wie gesagt,

00:01:58: ich kann es nur noch mal sagen, deine sympathische Art und Weise, die man zumindest im TV direkt spürt,

00:02:03: die fand ich einfach schon immer beeindruckend natürlich auch hier jetzt aus Moderator zur

00:02:07: Moderatorin Sicht. Deswegen, nimm uns doch mal mit auf deine Reise quasi oder auf deine

00:02:12: verschiedenen Facetten. Wie kam es denn überhaupt dazu, dass du zum Beispiel jetzt als TV-Moderatorin

00:02:17: heute tätig bist? Ja, also da muss ich mal so ein bisschen zurückspulen, Adrian, das ist schon

00:02:22: ziemlich lange her. Ich war mal Weinkönigin erst in Rhein-Hessen, weil ich aus Oppenheim komme,

00:02:30: das ist in Rheinland-Pfalz und Rhein-Hessen eben in der Nähe von Mainz und dann wurde ich noch

00:02:36: Deutsche Weinkönigin so. Und da ist man natürlich mit der Weinbranche und vielen,

00:02:42: vielen Menschen unter anderem auch vom Fernsehen connectet und dann hatte sich damals der

00:02:48: Wolfgang Junglas und der Hermann Götz ein neues Format für den SWR ausgedacht und da bin ich

00:02:55: wohl vorher als Weinkönigin aufgefallen, ich hoffe doch positiv und dann hatten die mich gefragt,

00:03:02: ob ich Lust hätte mal mit ihnen zwei Piloten zu drehen, das war 2008, also schon eine ziemliche

00:03:09: Zeit zurück und da habe ich gesagt ja super gerne, weil ich ja sowieso in der Fastnacht unterwegs

00:03:15: war und nie Probleme hatte vor vielen Menschen zu sprechen oder vor der Kamera und da habe ich

00:03:19: gesagt, das mache ich und dann ging die Reise erst mal los. Ja, okay, und dann hat ja, hat da schon

00:03:26: dein Format begonnen, weil man kennt dich ja für alle die jetzt hier einschalten im SWR, oder kenne

00:03:32: ich das Format von dir, die Rezeptzucherin, war das so der Start deiner Reise oder gab es da noch

00:03:37: andere Formate? Das war eigentlich so mit der Start meiner Reise. Vorher gab es noch keine Formate,

00:03:43: ich wurde mal angefragt als Zugreporterin, das sind die Menschen, die zum Beispiel bei großen

00:03:49: Umzügen auf die Wagen springen und so kurz Interviews führen, aber da muss ich sagen, das habe ich

00:03:55: zwei Jahre gemacht und dann hatte ich einmal, weil ich eben keine gelernte Moderatorin oder

00:04:00: Journalistin bin, habe ich es mal richtig verbockt, weil die Person, die mit mir sprechen sollte beim

00:04:05: Vorgespräch sehr gesprächig war und als die Kamera angehen, kamen nichts mehr raus und da

00:04:11: war ich natürlich total überfordert. Ja, ja, klar. Ja, dann hat sich der SWR nicht mehr gemeldet

00:04:16: einfach und habe ich gedacht, gut, dann soll das nicht sein und dann kam sie eben 2008 mit diesem

00:04:22: Fernsehformat auf mich zu. Okay, und was ich mein, du hast gesagt, du hast eigentlich schon immer

00:04:27: vor Menschen gesprochen oder die, sagen mal, die Angst vor der Kamera war jetzt nie groß da.

00:04:31: Ich könnte mir trotzdem vorstellen, wenn man dann plötzlich ein eigenes Sendungsformat bekommt

00:04:36: und da quasi wirklich vor der Kamera moderiert und ein Publikum erreichen soll, wie war das für dich?

00:04:41: Also, wie hast du da auch so deinen Weg gefunden? Ich hatte natürlich große Unterstützung von dem

00:04:46: Team, das immer mitgegangen ist. Wir waren eigentlich so eine feste Truppe und die haben

00:04:52: mir immer so ein bisschen die Angst genommen und mir natürlich dann auch so Anweisung gegeben,

00:04:55: worauf ich ein bisschen achten muss, dass ich nicht einfach drauf losbappel, sondern schau,

00:04:59: dass die Kamera dann auch an ist und die alle mit können und das aufzeichnen können. Aber mir

00:05:07: ist es einfach noch nie schwer gefallen. Ich habe auch früher, vielleicht hast du das auch gemacht,

00:05:11: wer es noch kennt, die Kassettenrekorder mit dem Mikrofon, ja, persönlich reingesungen und so

00:05:18: Sachen gemacht und das hat mir schon immer Freude bereitet und deshalb habe ich auch sofort

00:05:23: gesagt, klar, mache ich das und ohne Probleme eigentlich. Okay, ja, gib mir jetzt heute Rückblickend,

00:05:29: du hast jetzt Erfahrung, gibt es so was, wo du sagst, boah, da musst du dich erst reinwachsen,

00:05:33: so gerade was man vor der Kamera macht oder vielleicht auch nicht, du hast schon gesagt,

00:05:36: einfach drauf losbappeln, wäre nicht so gut, ja, sondern also, wie wurdest du da so ein bisschen,

00:05:41: was hast du da gelernt vielleicht auch im Laufe der Zeit? Was ich vor allem gelernt habe,

00:05:46: ist, wenn man lernt ja so ein bisschen die Körpersprache der Menschen mit der Zeit kennen, ja,

00:05:51: wenn jetzt zum Beispiel eine große Truppe auf dich zuläuft mit einem Mikrofon und Kameras hinten

00:05:56: dran, das mögen nicht alle, die wechseln dann die Seite, die lasse ich dann auch in Ruhe, das sind

00:06:00: alles so Dinge, die ich mit der Zeit auch lernen musste oder wenn jemand gesagt hat, er möchte

00:06:06: nicht mit mir jetzt sprechen, weil hinten dran noch so viele Menschen stehen, ich habe das früher

00:06:10: immer sehr persönlich genommen und habe gedacht, boah, die wollen nicht mit mir reden und habe es

00:06:15: dann aber auch mit der Zeit aus anderen Perspektiven eben gesehen, ja, und das hat mir unheimlich

00:06:21: geholfen. Ja, das habe ich jetzt verfolgt, als du als Rezeptsucherin unterwegs warst,

00:06:25: da musste ich schon als manchmal schmunzeln, wie du dann durch die Straßen gegangen bist auf

00:06:29: der Suche nach jemandem, der mit dir ein bestimmtes Rezept kocht und da hat man wirklich manchmal

00:06:33: gesehen in den Gesichtern, wie die Leute da ganz schnell, oder da haben sie plötzlich Termine gehabt,

00:06:38: die sie vorher nicht hatten, also drum geht es. Termine sind immer beliebt, ja. Genau. Wie kriegt man

00:06:45: das hin oder wie kriegst du das hin da so ein bisschen? Also das ist natürlich für viele unangenehm,

00:06:49: das merke ich nicht, jeder funktioniert vor der Kamera oder am Mikrofon, wie kann man da oder

00:06:54: wie entwickelt man da so ein bisschen ein Icebreaker, wie ich mal sagen würde, bis du da auf die Menschen

00:06:58: zugegangen? Man muss immer so ein bisschen Blickkontakt schaffen, also das ist schon mal das erste und

00:07:04: Lachen. Also die Leute anlachen, auch die, die so ein bisschen Muffel weggucken, ja, und dann so ganz

00:07:09: freundlich auf sie zugehen und auch den Kameraleuten mal sagen, lasst mich erstmal so ein bisschen

00:07:14: vorgehen und kurz erklären und dann kann man auch ins Gespräch gehen, bei denen, wo man merkt,

00:07:20: denen könnte es schwerer fallen, aber die hätten vielleicht den perfekten Tipp für mich, ja. Ja,

00:07:24: klar. Ich meine, ich sage mal, ich weiß jetzt nicht, wie fern, aber wenn du jetzt da unterwegs

00:07:28: warst und hast die Leute gesucht, dann bist du ja mit denen nach Hause oftmals, in die eigene Küche,

00:07:33: ist ja auch noch eine ganz andere Intimität, da jemand in privaten Bereich zu lassen und dann

00:07:37: noch ein Kamerateam. War das dann in irgendeiner Form wahrscheinlich schon, denke ich mal,

00:07:43: gescriptet oder war das schon eher alles sehr spontan? Das war alles sehr spontan. Also wir

00:07:49: haben natürlich dann, wenn wir jemand gefunden haben, haben wir eine Uhrzeit ausgemacht, die

00:07:52: wenigsten haben gesagt, kommt sofort mit. Okay. Und so hatten die Leute, die mit mir dann im Endeffekt

00:07:58: gekocht haben, nochmal vielleicht eine Stunde oder zwei Zeit gehabt, nochmal ein bisschen sich in die

00:08:03: Reihe zu machen, nochmal durch zu atmen oder vielleicht die Küche doch nochmal ein bisschen

00:08:07: auf Hochglanz zu bringen oder einfach auch nicht. Ja. Aber ich muss sagen immer, wenn wir dann irgendwo

00:08:13: waren, die Leute plänten dann auf einmal die Kameras aus. Ja. Also es ist ein sehr schönes

00:08:20: Miteinander und mein Team hält sich auch sehr zurück und ist nicht so präsent, dass jemand da

00:08:26: immer Angst hat, was Falsches zu sagen oder was auch immer. Und ich glaube, dieses Zusammenspiel

00:08:32: hat den Leuten auch eine Sicherheit gegeben und dann fangen die auch wirklich an zu plaudern,

00:08:37: also aus dem Nähekästen und sagen, im Nachhinein das wollte ich eigentlich gar nicht so alles

00:08:41: erzählen, aber das ist so wie, als würden wir mit einer Freundin kochen und das ist eigentlich

00:08:45: das größte Lobphase, mir und meinem Team geben konnten. Absolut. Ja, ja. Also ich merke das immer

00:08:51: hier in meinen Podcasts gesprochen, wenn dann die Leute irgendwann sagen, ich habe das Mikrofon

00:08:55: völlig vergessen und es war, als hätten wir einen Kaffee miteinander getrunken, wo ich dann

00:08:59: denke, das kann ich teilen. Das schönste Gefühl ever, wenn man das schafft, dass ein Mensch sich so

00:09:04: entspannt, dass er plötzlich keine Angst mehr hat und einfach erzählt und erzählt. Also das ist

00:09:09: schon sehr, sehr wertschätzend, ja, auf jeden Fall. Absolut, ja. Die Rezept-Souverän, sagen wir

00:09:15: Susanne, was macht es für dich so besonders oder was macht dieses Format für dich aus? Das ist

00:09:20: einfach die Spontanität. Ich bin ja, ich habe es ja eben schon gesagt, ich bin keine gelernte

00:09:24: Moderatorin, das heißt, mir fehlen rhetorisch viele Dinge und vielleicht auch so gewisse Abläufe,

00:09:30: die immer wieder stattfinden. Mich lässt man einfach laufen und ich gucke dann, was passiert

00:09:37: und das macht eigentlich dieses Format aus und dass die Leute, die wir treffen, auch spontan sind

00:09:43: und so wie sie sind, ja. Also da sagt keiner jetzt redet den Satz mal in Hochdeutsch oder macht

00:09:49: das nochmal anders oder der Topf muss besser gespült sein, sondern man kann sein, wie man ist

00:09:54: und das glaube ich kommt unheimlich gut an. Ja, ja. Und weil du gesagt hast, du bist keine

00:10:01: gelernte Moderatorin, finde ich spannend, weil ich verbinde immer so das Mysterium hinter dem

00:10:06: Fernsehding, dass irgendwie jeder gelernte Moderator oder Moderator ist. Wie nimmst du das?

00:10:11: War es der Praxis? Bist du eine der einzigen? Nee, wahrscheinlich nicht, oder? Ich denke,

00:10:15: da gibt es bestimmt noch andere. Mir fällt jetzt aber spontan niemand ein, die, die ich kenne,

00:10:19: die sind alle gelernt und haben Journalismus oder Politikwissenschaften, Studium hinter sich

00:10:24: gebracht. Also damit kann man mich jagen, noch länger die Spunfang zu drücken, das wäre nichts für

00:10:29: mich. Kann ich sehr gut verstehen und ich glaube auch, also es kommt wahrscheinlich auch aufs Format

00:10:34: drauf an, was man da bekommt. Also sicherlich ist ein Background im Bereich Journalismus oder so

00:10:39: durchaus wichtig auch. Wobei ich gerade wenn es zu einem Unterhaltungsbereich geht, wahrscheinlich

00:10:44: eher weniger. Also da geht es wirklich um die Skills, kann ich da irgendwie Menschen erreichen und

00:10:48: bin ich da authentisch. Genau. Und du, ich habe ja eine Hotelfachausbildung gemacht. Also die schönste

00:10:54: Zeit war eigentlich auch für mich in der Küche. Ich hatte auch mal selbst ein Restaurant und habe

00:10:59: auch einen Koch ausbilden können und alles. Und insofern habe ich ja da, was das Kochen betrifft,

00:11:04: ein gutes Background. Aber natürlich habe ich auch viele Fragen gestellt, die ich selber schon

00:11:10: wusste. Aber wo ich dachte, ich muss das aus der Perspektive von Leuten auch fragen, die sich

00:11:16: vielleicht nicht so gut auskennen. Und das macht es dann einfach aus, diese Offenheit und das

00:11:23: interessiert sein. Ja, ja. Und ich denke auch dieser Art, wenn du da aus dem Bereich kommst,

00:11:28: auch eine Gastgeberhaltung oder Gastgeberinhaltung, so ein bisschen wie gehe ich auf Leute zu, dass

00:11:32: die sich wohl fühlen, hat das sicherlich auch in die Karten mitgespielt. Ja, auf jeden Fall.

00:11:37: Jetzt ist es ja das Format Heimatküche. Also wie kam jetzt dieser Switch zustande? Beziehungsweise,

00:11:44: ich kann mir gut vorstellen, natürlich, Fernsehen verändert sich im Laufe der Zeit. Also das wird

00:11:48: sicherlich eine Rolle gespielt haben. Es geht ja aber eigentlich schon noch ums selbe Prinzip. Oder

00:11:52: hat sich da inhaltlich was verändert? Es hat sich schon sehr, sehr viel verändert. Also einmal bin

00:11:57: ich von 30 Minuten auf 4,5 Minuten runter gestrücken worden. Das ist für mich schon ein krasser

00:12:03: Einschnitt und natürlich kannst du so viele Gespräche dann, die vorher die Rezeptsuchersendung

00:12:09: ausgemacht haben oder die Suche, bis man jemanden gefunden hat, der dieses Rezept kennt. Das fällt

00:12:16: alles weg. Es war ein langer Prozess. Die Landesschau wurde umgestellt. Die ist eine halbe Stunde länger

00:12:23: und somit ist praktisch der Kulinarikplatz weggefallen. Das wollte ich nicht, ist ja ganz klar.

00:12:29: Und viele andere auch nicht, deren Sendung gestrichen wurde. Aber ich hatte sozusagen das Glück,

00:12:35: dass man AG gegründet hat und die sich um das Thema Kulinarik noch mal gekümmert haben, weil man

00:12:43: doch gemerkt hat, das darf irgendwie nicht fehlen. Auf allen Kanälen kannst du diese tollen

00:12:47: Kochsendungen sehen und der SWR braucht auch so was. Ja und das kam dann letztes Jahr erst. Also ich war

00:12:54: sozusagen anderthalb Jahre ohne Sendung. Was für mich schon sehr schwierig war, weil das ist

00:13:00: schon eine schöne Abwechslung zu meinem normalen Alltag. Und die wurde dann ins Leben gerufen und

00:13:08: die Heimatküche ist so, ich bin schon verabredet. Ja also ich werde nicht einfach auf die Straße

00:13:13: gelassen und muss mir jemand suchen, sondern ich bin schon verabredet. Aber es geht um Heimatküche.

00:13:18: Also auch alte Sachen, die vielleicht auch neu interpretiert sind. Also das Thema Heimat und

00:13:26: Kochen hat auch diesen großen Stellenwert wie in der Sendung davor. Okay, weil du jetzt schon gesagt

00:13:32: hast, eine schöne Abwechslung zu deinem Alltag. Wie kann man sich das vorstellen? Wie oft dreht

00:13:37: ihr dann oder wie oft bist du dann unterwegs? Also es kann sein, dass ich mal zweimal die Woche

00:13:42: unterwegs bin. Die Sendung, die kommt jede Woche, wird die einmal ausgestrahlt. Es sei dann,

00:13:48: es ist irgendwie ein FußballwM oder was politisch wichtig ist, dann fällt die natürlich auch mal

00:13:53: weg. Aber in der Regel wird es einmal in der Woche Donnerstags oder Freitags im Rahmen der

00:13:58: Landesschau ausgestrahlt. Ja. Das heißt, wir drehen jetzt dieses Jahr ungefähr, weil wir noch ein

00:14:04: bisschen vorproduziert hatten und haben noch ein paar in der Pipeline. Drehen wir, lasst mich mal

00:14:11: überlegen, wie viel war es denn? Ich glaube, 18 Sendungen in Rheinland-Pfalz und dann nochmal 18

00:14:17: Sendungen in Baden-Württemberg. Und also ich meine, weil du jetzt vorhin gesagt hast, deine Sendezeit

00:14:23: wurde zwar gekürzt, man muss ja was sehen, der Aufwand bleibt ja gleich, vermutlich. Es ist

00:14:28: sogar ein bisschen mehr, habe ich den Eindruck. Also von der Zeit, bis ich weggefahren bin und

00:14:33: abends wieder zurück, ist es teilweise sogar ein bisschen länger. Weil in dieser Sendung wird

00:14:39: ein bisschen mehr Wert drauf gelegt, nicht auf das spontane und so kurz schneiden die Filme,

00:14:45: sondern eher auch darauf, dass so schöne Beauty Shots gemacht werden, so heißt es. Also dass

00:14:50: zum Beispiel eine Zwiebel so toll aussieht, dass man Lust hat, da direkt rein zu beißen. Und das

00:14:55: ist natürlich vom Kameratechnischen ein größerer Aufwand, wie das, was wir davor gemacht haben.

00:15:01: Ja, ja. Das heißt, so ein Drehtag geht im Schnitt, was könnte man das sagen? Also mit an

00:15:08: Abreise teilweise, nachdem wo es hingeht, kann es mal 10 Stunden, mal 12 sein, können aber auch nur mal

00:15:13: 8 sein. Also es kommt ganz drauf an. Ja, ja. Okay. Und jetzt, wie kann man das sich vorstellen, wenn

00:15:19: ihr jetzt das plant? Das heißt, ihr habt zum Beispiel gesagt 18 Sendungen rein am Falz. Dann

00:15:24: geht es los. Wie läuft denn so der Prozess ab? Sagt mal, von der ersten Planung bis dann jetzt

00:15:29: endlich Ausstrahlung? Wo bist du beteiligt? Wo auch nicht? Also wie kann man sich das vorstellen?

00:15:33: Also ich werde, ich recherchier auch natürlich manchmal, wenn es heißt, wir wollen zum Beispiel

00:15:39: was zum Thema Spargel drehen in der Spargel-Saison. Dann gucke ich natürlich auch und fahre mal die

00:15:43: Fühler aus, kenne ich jemand, der das machen kann. Dann können sich aber auch die Leute bewerben

00:15:49: und sich anmelden und sagen, ich habe ein tolles Rezept, das gibt es nur bei mir und das wird

00:15:54: jede Woche aufgeteicht, wenn Spargelzeit zum Beispiel ist. Und dann wird recherchiert von einem

00:16:00: Redaktionsteam. Das ist ein ziemlich großes Team. Ich habe so ungefähr sechs Redakteure, die sich

00:16:06: darum bemühen, die sich aber auch dann erstmal eintragen, wann haben die Zeit und dann werden

00:16:11: diese Termine vergeben und dann wird geguckt. Okay, derjenige, der sich jetzt gemeldet hat,

00:16:17: hat ein tolles Rezept. Der wird erstmal kontaktiert. Dann gibt es so ein Vorgespräch, dann gibt es

00:16:24: eine Vorbesichtigung, dann fährt der Redakteur dorthin und schaut, wie sind die Leute? Da haben

00:16:30: die ein bisschen Angst, kann ich denen Angst nehmen oder diese Aufregung vorweg? Wie ist die

00:16:34: Küche ausgestattet? Weil da muss man natürlich auch schauen, dass es jetzt keine Pantry-Küche ist

00:16:40: mit zwei Platten und der Kameramann hat keine Möglichkeit, da irgendwie mal mit der Kamera

00:16:46: die Zutaten und was auch immer abzufilmen. Und wenn das alles entschieden ist mit Termin und alle

00:16:53: Können, Kamerateam ist Gebuchtredakteur und so weiter, dann geht es da zum Drehen.

00:16:58: Hattet ihr das auch schon, weil du jetzt gesagt hast, die Küche bestimmt logischerweise,

00:17:02: muss ja schon einiger maßtauglich sein. Hattet ihr das schon, dass ihr gesagt habt,

00:17:06: komm, wir war ich ein Auß in der Showküche oder so? Nee, das müssen die immer irgendwie

00:17:11: hinkriegen. Also da sind die kreativ genug und wenn sie sich mal auf die Arbeitsplatte legen

00:17:15: und irgendwas filmen, also meine Leute sind da so gut und flexibel, dass die das hinkriegen.

00:17:22: Natürlich fluchen die auch mal und sagen, boah, das ist jetzt aber wirklich eine Herausforderung,

00:17:26: aber im Endeffekt schaffen sie es immer. Ja, klar, weil ich könnte mir gerade vorstellen,

00:17:30: diese älteren Küchen noch, die sind ja jetzt nicht so schön luxuriös mit so Inseln oder so,

00:17:35: wo man schön filmen kann, sondern da hast du echt eine Herausforderung, auch lichttechnisch

00:17:39: teilweise. Ja, aber Adriane, du weißt selbst, die Technik ist heute schon so weit, dann nehmen

00:17:44: sie GoPro mit und hängen die über die Dunstabzugshaube oder machen eben andere Dinge, wo sie mit einem

00:17:51: Ständer der aufgebaut wird und dann guckt die Kamera von oben in den Topf. Also da gibt es so

00:17:55: viele Sachen, müssen sie halt ihr Equipment mal ein bisschen mehr ausfahren. Ja, das stimmt. Susanne,

00:18:02: wenn du jetzt so eine oder wenn du jetzt jemanden besuchst, du hast ja schon so viele Menschen,

00:18:07: denke ich, jetzt kennengelernt und auch Geschichten gehört, über alle möglichen Sachen in Bezug auf

00:18:12: vielleicht Tradition oder Heimat, gibt es da so Geschichten wahrscheinlich unendlich viel,

00:18:16: aber eine, die du vielleicht noch abrufen kannst, wo du sagst, wow, die hat mich schon irgendwie

00:18:21: besonders berührt vielleicht auch oder überrascht? Also es gab mal eine Sache zum Beispiel, das war

00:18:27: im Baden-Württembergischen, da habe ich mit der Ellie Eis, mit 2S geschrieben, nicht wie das Eis,

00:18:33: sondern mit 2S, mit der durfte ich Ofen schlupfer zubereiten und ich kenne das als Battle Student.

00:18:40: Also es gibt ja Gerichte, die haben in verschiedenen Regionen auch verschiedene Namen, aber es ist

00:18:44: dann doch irgendwie das Gleiche, es sind so alte Brötchen in Zimtzucker und Milch eingeweicht und

00:18:50: die werden im Ofen mit Apfelschnitzen überbacken. So, das ist so Resteverwertung. Das gab es bei

00:18:57: mir zu Hause früher immer, gibt es auch heute noch, aber meine Mama hat das immer gemacht und

00:19:03: meine Oma und ich habe das nie so richtig hingekriegt, dass das genauso schmeckt und diese Ellie,

00:19:09: als ich den ersten Bissen genommen habe, das war wie so, das hat mich total geflecht,

00:19:16: habe sofort angefangen zu weinen. Das war so schlimm, es war so ein Aha-Effekt für mich,

00:19:21: wo ich dachte, das gibt es doch nicht, ich fühle mich gerade in meine Kindheit zurückversetzt.

00:19:26: Das war natürlich für die Ellie erst mal ein Schock, weil Dienert wusste,

00:19:31: warum ich anfange zu heulen. Während der Sendung und den Träarbeiten,

00:19:34: mein Redakteur ist um mich rumgesprungen, hat mich gefragt, es ist okay und ich so,

00:19:38: ja, ich brauche jetzt mal gerade einen Moment. Ich sehe gerade meine Oma, meine Mama irgendwie so

00:19:43: und habe diesen Geschmack im Mund und das war aber so schön, ich meine am Schluss haben

00:19:48: wir alle gelacht, aber das war was, das war mega. Absolut, ich kann so so vielen Ebenen

00:19:56: zu gut nachvollziehen, weil ich weiß noch, als 2021 ist meine Mama verstorben tatsächlich und ich

00:20:02: habe mich noch an Gerichte erinnert und ich muss echt sagen, ich kriege sie einfach nicht mehr so

00:20:06: hin, wie sie das mal gekocht hat und wenn ich dann doch mal ab und zu so ein bisschen den Ansatz

00:20:12: davon erwische, es ist einfach auch Wahnsinn, wenn man jetzt so beim Thema essen sind oder auch

00:20:16: generell Genuss, was das auch für Anekdoten, für Erinnerungen hervorrufen kann. Das ist ja

00:20:21: wirklich Kindheit teilweise für Menschen, krass. Absolut, ja und man sieht es, ich sehe es auch an

00:20:28: meinen Kindern, wenn meiner Tochter es man jetzt so gut geht, dann sagt sie, oh ich hätte gern

00:20:32: Kartoffelprämer mit den in Butter gerösteten Semmelbröseln, die kommen dann oben drauf,

00:20:39: das reicht er dann schon, ja und das sind so Kleinigkeiten, wo ich mich auch, wie du jetzt

00:20:44: sagst an deine Mama erinnert, das tu ich auch, meine Mama ist auch leider sehr früh gegangen und

00:20:50: das brauchen wir dann, das ist so dieses Seelenfutter, ja, so nenne ich das mal und leider haben sie

00:20:57: nie aufgeschrieben richtig, wie es geht und deshalb tun wir uns da manchmal so schwer,

00:21:01: diese Geschmäcker wieder zu finden. Ja, absolut, heute denke ich mir, man hätte auch mehr aufgeschrieben

00:21:07: oder einen Kochbuch, du hast jetzt Kochbücher mit unter auch geschrieben, aber wahrscheinlich dann

00:21:13: eher auch aus der Vielfalt entstanden oder, dass du vielleicht gesagt hast, ich möchte das festhalten

00:21:17: oder wie kam es dann zu deinen eigenen Kochbüchern? Ja, es war so, ich wurde halt immer wieder gefragt

00:21:23: im Laufe der Jahre, gibt es denn einen Kochbuch aus der Sendung und ich habe gesagt, ne leider

00:21:28: nicht und das wurde nie so richtig zustande gebracht, ich hatte dann aber das Glück,

00:21:32: einen Food-Photografen den Oliver Goetz kennen zu lernen, der war früher in Fören, jetzt ist

00:21:38: er in die Pfalz gezogen, also jetzt ist er endlich mal ein bisschen näher bei mir und mit ihm habe

00:21:43: ich ein anderes Projekt, ein Buchprojekt durfte ich mitbekleiden mit einem Rezept und dann haben

00:21:48: wir so ein bisschen rum erzählt beim Kleschen Bein und haben gesagt, warum haben wir nicht

00:21:53: eigentlich was zusammen, haben uns einen Verlag gesucht, in der Eifel ist der, der Regional

00:21:59: ja apart und die haben sofort angebissen und gesagt ja klar, machen wir und so kam es dann auch

00:22:05: aufgrund der vielen Rezepte, die ich in den vielen Jahren gesammelt habe, dass wir dieses Buch

00:22:10: herausgegeben haben. Ja, natürlich auch deine Rezepte da festhalten, wenn deine Tochter schon sagt,

00:22:17: sie hätte gerne deinen Kartoffel prei, ist das auf jeden Fall da rein, dass uns das nicht

00:22:21: passiert, wie jetzt zum Beispiel bei unseren Eltern oder Großeltern, ja das ist echt, also ich freue

00:22:26: mich immer darüber, wenn ich dann noch mal ältere Rezepte bekomme, ich bin tatsächlich auch mal

00:22:30: hier jetzt im Ort auf die Suche gegangen, was ist eigentlich hier so typisch bei uns und echt

00:22:35: faszinieren, weil wenn du nicht wirklich noch ältere Menschen in Anführungszeichen findest,

00:22:40: kann dir kaum noch jemand was typisch regionales sagen, wo ich immer wieder erschrocken bin und

00:22:44: selbst die älteren Leute, die gucken mich da manchmal mit Fragezeichen an und sagen, oh Gott,

00:22:48: ist aber nicht mal wie wir das gemacht haben oder so, also wie wertvoll das ist, das festzuhalten,

00:22:54: das ist ja eigentlich ein Kulturgut, was sich da weiter trägt. Ja, deshalb findest

00:22:58: es auch sehr schön, wenn es auch so Landfrauenverbände gibt, die bringen ja manchmal selbst ihre

00:23:02: Kochbücher raus, wo sie so einen Aufruf starten und sagen, jeder soll mal ein Rezept irgendwie

00:23:07: beisteuern, das wird dann so ganz normal gebunden, also jetzt nix Hochklansmäßiges und da stehen

00:23:15: die schönsten Rezepte drin, ja und das muss erhalten bleiben einfach, weil wir wollen ja diesen

00:23:19: Geschmack irgendwie haben und wenn es die Menschen nicht mehr gibt, die es gekocht haben und nicht

00:23:24: aufgeschrieben haben, ist er einfach weg. Ja, absolut. Gibt es für dich so eine Zutat oder

00:23:30: vielleicht auch ein Gericht tatsächlich, wo du sagst, da habe ich besonders viel Heimatgefühl?

00:23:35: Ja, das ist Sauerbraten mit Knödel, ja, also den haben meine Eltern vor allem einen Vater, der war

00:23:42: nämlich bei dem Club der kochenden Männer, der hat den immer zu Weihnachten oder auch mal so

00:23:48: gemacht, der muss schön lang eingelegt werden, aber es ist kein klassischer reiniger Sauerbraten

00:23:53: mit Pferdefleisch, sondern zwar Rindfleisch. So Pferd hätte ich nicht gegessen, ich bin früher

00:23:58: geritten, das würde man mir nicht servieren dürfen. Verstehe ich, ja, ich finde sowieso,

00:24:04: ich meine, man merkt ja schon auch, dass sich das verschiebt, weg vom Fleisch immer mehr. Ich

00:24:09: meine, wie nimmst du das wahr, ist das auch jetzt, wenn du in deinem Format unterwegs bist,

00:24:12: da ein Unterschied vielleicht noch zu den Anfängen oder ist da eigentlich die Tradition immer gleich

00:24:17: geblieben? Also so die älteren Semester immer Fleisch, ganz Fleisch oder wenn halt arme Leute

00:24:23: essen war, viel mit Kartoffeln, aber irgendwie muss dann doch ein bisschen Speckwetter mit dran,

00:24:27: ja. Und ich muss sagen, also ich hoffe jetzt nicht, dass ein paar Leute bei dir abschalten,

00:24:32: wenn ich das jetzt so kundt, ich werde niemals veganer, das klappt bei mir nicht und ich muss

00:24:39: mal sagen, ich habe mal Saumagen gemacht und da wurde in dem Moment eine Kuh beim Metzger

00:24:45: reingefahren und die hat mich mit wunderschönen Augen angeschaut, die kam aber frisch von der

00:24:49: Weide, also die hatte keinen langen Transportweg, muss man auch sagen, es war alles regional,

00:24:54: aber das hat mich so nachhaltig traurig gemacht, ich habe es aber nur drei Monate durchgehalten,

00:25:02: kein Fleisch zu essen. Und da sage ich immer, es ist wichtig, dass du weißt, woher es kommt,

00:25:07: ja und da achten wir hier bei uns zu Hause extrem drauf, also lieber ein bisschen weniger,

00:25:13: aber ich weiß, das Tier hat keine Schmerzen, haben sie bestimmt, wenn sie, du weißt schon.

00:25:20: Ja, klar, aber ich sehe es schon wie du, also ich kann es verstehen und also es gibt ja,

00:25:26: das müssen wir uns bewusst sein, ich glaube dieses Bewusstsein über das Fleischessen ist einfach

00:25:30: wichtig, was nicht gleich heißt, dass wenn du Fleisch ist, dass du ein böser Mensch bist,

00:25:34: sondern einfach glaube ich, wie du auch sagst, ausgewählt, woher kommt, was sind das für

00:25:38: Bedingungen, wie lebt das Tier und es gibt natürlich auch in dem Bereich Prozesse des

00:25:42: Sterbens, die weniger schlimm sind und halt auch welche, die wirklich Masse, Masse, Masse

00:25:46: und um das geht es ja, dass man da einfach einen bewussteren Umgang auch mit dem Thema Fleisch

00:25:51: kriegt. Absolut, ja. Und ich mein früher war es ja eigentlich genauso, da haben sie ja zu Hause

00:25:57: geschlachtet, also von dem her, da war es ja nochmal eine ganz andere Nummer, ich habe mal einen Format

00:26:01: von dir gesehen, ich glaube es war Heimatküche, auch wenn du bei einem Metzger warst, diese Metzelsuppe

00:26:06: gemacht haben. Ach ja. Boah, habe ich mir gedacht, also weiss ich, ich habe es schon mal gerichtet,

00:26:12: du vielleicht dann mit jemandem gekocht hast, wo du gemerkt hast, das ist jetzt gar nicht so

00:26:16: meinst, aber ich esse es halt jetzt. Ja, aber ich habe ja auch mal manchmal ein bisschen tricksen

00:26:21: dürfen, also innereien, das sind Sachen, da kannst du mich mit jagen und ich musste mal eine

00:26:26: Schneckensuppe machen. Und das, also ich komme ja aus einem Weingut und habe früher die Weinbergschnecken

00:26:33: gesammelt und mit dem gespielt sozusagen und die gefüttert, aber essen mag ich es nicht und

00:26:39: da kannst du so viel Kräuterbutter reinhauen, wie du willst, ich habe mir dann eine Marone auf den

00:26:45: Löffel gelegt, eine gekochte Marone, die sieht so ähnlich aus wie eine gekochte Schnecke und hab

00:26:51: dann so getan, als schmeckt es. Mittlerweile darf ich aber auch im Fansign sagen, nö, das probiere ich

00:26:57: jetzt nicht, das schließe ich mir nicht, aber ich möchte es gern zeigen, wie es geht, weil ich

00:27:00: das für wichtige erachte. Ja, okay, wow, das gebe ich nicht bei dir, hätte ich glaube auch nicht gegessen,

00:27:08: aber es ist ja schön, dass du dann auch die Alternative bekommst und einfach nur für das

00:27:12: Fernsehen, sage ich jetzt mal, was essen musst du, was du, ja, jetzt hast du vorhin schon angesprochen,

00:27:17: es gibt noch einen anderen Alltag wie nur vor der Kamera sozusagen. Was machst du denn, wenn du nicht

00:27:24: vor der Kamera stehst? Ja, guten Eindruck, nee, ich mache. Ich wusste ja immer, also das Fernsehgeschäft,

00:27:32: ich bin da freie Mitarbeiterin, also wenn nichts ausgestrahlt wird, verdient es auch kein Geld,

00:27:37: ja, habe ich immer gedacht, ich muss so ein bisschen zurück zu den Wurzeln und so eine Basis haben,

00:27:42: eine sichere Basis und ich bin glücklicherweise hier von einem Weingut gefragt worden, Oliver

00:27:47: Ceter in Neustadt, ob ich da arbeiten möchte, als die ihre Vino-Tee geöffnet haben und das hat

00:27:56: mich riesig gefreut und seitdem bin ich auch dort und mache halbtags meine Arbeit, also ich mache

00:28:02: Weimproben, ich mache so ein bisschen Eventplanung, ein bisschen Social Media, alles Mögliche, weil wir

00:28:07: eben ein kleiner Betrieb sind und es macht es interessant, da kannst du in alle Bereiche so mit

00:28:11: eintauchen und das mache ich noch und dann habe ich ja selber noch Kinder und die sind zwar gut,

00:28:18: die Maya macht gerade Abitur, aber mein Sohn der ist 16, wer weiß, was das heißt in dem Alter,

00:28:25: ich habe also viel Freude und Spaß mit meinen Kindern und das muss man ja auch irgendwie noch

00:28:32: wuppen und mache eben noch Gin, wie du vorhin kurz angekündigt hast und habe immer so paar Ideen

00:28:38: im Kopf einfach, was ich noch machen möchte. Ja, genau, du hast den Gin jetzt schon angesprochen,

00:28:43: war das dann auch so ein Produkt, sage ich mal aus der Zeit noch im Weinbereich oder kam das dann

00:28:47: auch durch die TV-Geschichten, wie war das da für dich das eigene Produkt zu entwickeln?

00:28:52: Es kam, ich sage mal so, den Wilfried Völkern, mit dem ich das zusammenmache, der ist auch

00:28:57: Winzer, mein Name ist auch Völker, mein Mädchenname, nur ohne CK geschrieben,

00:29:02: ihn schreibt mal mit CK und wir haben uns damals beim ZDF Fernsehgarten kennengelernt, da gab es

00:29:09: so eine Winzer-Olympiade und da war ich eben als Weinkönigin-Moderatorin neben der Ramona

00:29:14: Lais und der Wilfried war mit den Winzern da und da haben wir uns so angefreundet,

00:29:18: halt über Namen, haben wir die Freundschaft begonnen und ich bin ja dann irgendwann in die

00:29:25: Pfeils gezogen, ganz in seine Nähe und ich habe immer, wir haben immer Gin Tonic getrunken und

00:29:32: und zwar ist alles immer zu süß, zu viele Botanicals und so weiter und irgendwann habe

00:29:36: ich ihn gefragt und habe gesagt, Wilfried soll immer nicht unseren eigenen Gin machen und da

00:29:40: war er sofort Feuer und Flamme und so kam Hölzchen auf Stöckchen und seitdem gibt es dieses

00:29:46: Don't Mixed Trucks, so heißt der Gin, weil eben keine Botanicals drin sind. Und da haben wir die

00:29:53: Firma gegründet und haben eben noch den Gin, also es ist im Prinzip ein Herzensprojekt gewesen.

00:30:00: Wobei, wenn du jetzt hast schon gesagt, die Kochbücher, die du entwickelt hast,

00:30:05: dann den Gin im Weinbereich, bist du glaube ich auch unterwegs, richtig?

00:30:09: Ja, da hatte ich mir mal eine eigene Linie abfüllen lassen von Oliver Zeta, weil ich eben da

00:30:14: auch arbeite und die sind aber mittlerweile ausverkauft, aber es wird Ende des Jahres, da

00:30:20: möchte ich so eine Sonderfüllung im Rotweinbereich aber ein bisschen hochpreisiger machen und der

00:30:26: kommt dann aber erst in 1, 2 Jahren, wird der in limitierte Auflage dann verkauft oder selbst

00:30:33: getrunken, mal schauen. Ja, nee, aber ich meine, ist der Hinsicht bis zu ja auf ein Stück Unternehmerin,

00:30:40: ne? Ja, so ein bisschen schon, bleibt zwar nicht so viel bei Hängen, muss man erst mal sagen,

00:30:44: wenn man so in allen Bereichen tätig ist und sich nicht immer auf eins konzentriert, aber ich

00:30:50: mache das alles mit viel Spaß und Liebe und das lasche ich mir halt auch nicht nehmen und dann

00:30:56: ist es auch okay. Ja, klar, auf jeden Fall. Nee, ich denke, es sind ja auch zwei Welten,

00:31:00: das eine ist TV und das andere ist wirklich im Unternehmertum zu sein und dazu gucken,

00:31:05: die mit den Produkten. Du hast ja dann auch ganz verschiedene Facetten von dir, die du je nachdem

00:31:08: einbringen musst, könnte ich mir vorstellen. Genau, aber das macht es einfach auch so vielseitig.

00:31:14: Ich meine, du bist ja auch sehr viel unterwegs und hast verschiedene Dinge und ich finde,

00:31:18: das macht Leben auch so ein bisschen aus, dass es spannend ist. Also ich könnte jetzt zum Beispiel

00:31:23: nicht, da sage ich immer Hut ab, wer das macht in der Fabrik arbeiten, 8 Stunden am Tag oder 8

00:31:30: Stunden am Tag irgendwas programmieren, da würde ich durchdrehen. Also ich brauche die

00:31:36: Abwechslungen, vor allem merke ich auch so diese Begegnung, die ist dann damit

00:31:40: irgendwie auch einhergehen, die Menschen, die man trifft, die Gespräche, die man führt,

00:31:44: die ganze Galle sind welchen Bereich. Die sind ja alle sehr individuell und vielzeitig und

00:31:48: manchmal ist das auch anstrengend, wenn man da viel davon hat, muss man ehrlich sein. Und manchmal

00:31:53: ist es aber auch für mich ein Punkt, wo ich sage, das würde ich niemals missen wollen in meinem Leben,

00:31:57: weil das einfach so schön abwechslungsreich ist und eigentlich ist kein Tag wieder andere.

00:32:01: Richtig. Manchmal wünscht man sich, dass mal so ein bisschen so eine Entspannung reinkommt. Ich

00:32:08: bin jetzt 50 Jahre, aber dann denke ich, ich glaube mir wäre auch richtig langweilig, wenn so paar

00:32:14: Projekte wegfallen. Es geht gar nicht. Ja, ja, ja. Hat man in deinem Bereich, wenn man ja eigentlich

00:32:19: jetzt schon Fernsehluft geschnuppert hat oder schnuppert, hat man da im Prinzip noch Angst vor

00:32:24: irgendwelchen Kameras oder bist du da schon so routiniert, dass du sagst, alles klar, jetzt geht's los?

00:32:28: Ich habe da, also ich sage mal so, ich habe keine Angst mehr. Was ich immer noch nicht so mag,

00:32:33: ist meine Stimme im Fernsehen oder im Radio hören. Ich war ja auch mal im Radio unterwegs für

00:32:38: Kaffeekuchen. Okay. Aber nee, da habe ich einfach keine Bedenken mehr. Da konzentriere ich mich lieber

00:32:44: auf die Leute, die mit mir drehen und nehme denen so ein bisschen die Entspannung raus. Für mich ist

00:32:50: es okay. Okay. Schaust du Sendungen von dir an? Alle nicht. Also alle schaffe ich nicht, aber ich

00:32:58: versuche sie dann in der Mediathek nochmal anzugucken, um auch so ein bisschen selbst zu

00:33:02: reflektieren. Was habe ich da gut gemacht? Was muss ich besser machen? Wieso haben die das jetzt

00:33:06: einfach rausgeschnitten? Ich fand es gut, wenn die Sendung zusammen gebastelt wird, damit ich eben

00:33:13: auch so eine kleine Gesprächsgrundlage habe, wenn man sich im Meeting miteinander austauscht, was wir

00:33:18: anders machen können. Und dann gucke ich es natürlich auch mal an. Ja, es gibt ja echt durchaus Menschen,

00:33:24: die sagen, also ich gucke mir niemals irgendwas von mir an. Ich dreh das und dann sage ich tschüss.

00:33:28: So und vielleicht durch Zufall kommt es dann irgendwann mal im TV und dann zieht man auch, das

00:33:32: habe ich ja auch gemacht. Ja, also aber ich finde es toll, weil ich kann den Gedanken nachvollziehen.

00:33:37: Ich mache das auch eher aus, was könnte ich besser machen oder was habe ich jetzt vielleicht

00:33:41: zum hundertsten Mal wiederholt gemacht, wo ich merke, ach Mensch, beim nächsten Mal vielleicht

00:33:45: andere Füllwörter oder gar keins oder so. Genau. Da bin ich dann eher kritisch mit mir anstatt

00:33:49: ich das als Unterhaltung irgendwie sehr. Ja. Bist du auch oder andersherum bist du dann in der Welt,

00:33:55: wenn du da unterwegs bist, hast du da noch Vorbilder, wo du sagst, wow, zum Beispiel jetzt im

00:34:00: Moderationsbereich, so würde ich gerne moderieren oder würde ich gerne hin wollen?

00:34:04: Eigentlich nicht. Ich gucke gar nicht so viel Fernsehen, muss ich jetzt mal sagen, aber ich

00:34:10: gerne so die Zeit für, wenn dann dann gucke ich mal irgendwelche Serien, aber ich lese in letzter Zeit

00:34:15: lieber Bücher. Das macht mir viel, viel mehr Spaß. Wenn ich jetzt sehr inspirierend und toll

00:34:22: finde, das ist der Vincent Kling nach wie vor. Mit dem durfte ich ja auch mal eine zwei Jahre

00:34:28: eine Sendung bespielen. Die hieß echt gut, Kling und nett. Er war so der badische Part und ich

00:34:34: der Pfälzer-Part und das hat wahnsinnig Spaß gemacht. Leider wurde die Sendung auch abgesetzt,

00:34:40: weil man immer wollte, dass im Studio produziert wird und da gab es aber leider keinen Ersatz für

00:34:46: und er ist für mich auch so jemand, der ist wahnsinnig authentisch und er ist nie belehrend,

00:34:53: weißt du? Also wenn ich mit ihm kochen durfte, der hat auch auf so eine spielerische Art und Weise

00:34:58: dir gesagt, wie du es besser machen kannst, aber du hast dich nicht wie so ein kleines Mäuschen

00:35:01: neben dran gefühlt und das ist für mich ein ganz großartiger Mentor gewesen in der Zeit.

00:35:08: Das finde ich jetzt spannend. Hast du das auf deinem Weg erlebt, dass da auch ein Gefälle ist,

00:35:13: vielleicht sogar mein Frau in dem Bereich, gerade im Fernsehen? Nein, überhaupt nicht. Also ich verstehe

00:35:20: schon, dass das heutzutage ein Thema ist. Das sprichste gerade so an, gell? Auch wegen Geld,

00:35:27: wer was verdient, das kann ich nachvollziehen, aber ich habe nie irgendwie das Gefühl gehabt,

00:35:32: dass ich da in der Nahrungskette weiter unten bin. Ja, spannend. Ich habe nämlich schon Interviews

00:35:39: gehört, auch mit Leuten, die in dem Bereich groß geworden sind und jetzt auf gleich, die schon sagen,

00:35:44: okay, früher war das zum Beispiel ganz, ganz krass, dass man da eher die Frauen hinten angestellt

00:35:49: hat oder die waren halt dann die Schönen, sag ich jetzt mal, die ein schönes Leben geben sollten

00:35:53: und die Männer wurden dann ernster genommen im Bereich Inhalt. Aber ich glaube, da hat sich schon

00:35:56: einiges verändert in der Zeit. Ja, das war eher so, das kann ich mal sagen, als ich Weinkönigin war,

00:36:01: da war ich 24 Jahre alt und wenn du dann auf irgendwelche Veranstaltungen geschickt wurdest oder

00:36:07: Weinproben gehalten hast, da war es schon so, dass die Politiker, die dabei waren, die waren

00:36:12: natürlich, die haben dich manchmal so ein bisschen abgesaut, ja, so kann man es sagen, um wieder beim

00:36:17: Thema Essen zu bleiben. Die haben, die haben schon so ein bisschen ihre Macht ausgespielt, aber ich habe

00:36:26: eigentlich immer dann meinen Mund aufgemacht und habe gesagt, da mache ich jetzt nicht mit und

00:36:29: weißte, wenn es so drum ging, ein Pressefoto zu machen, da hat der eine zu mir dann gesagt, hier ist

00:36:35: das vögelchen Kugelsimmer rein und da habe ich gesagt, ich sehe keinen Vogel und bin dann einfach

00:36:39: gegangen. Aber das liegt dann auch vielleicht wieder dran, dass ich einfach in der Fassnach groß

00:36:44: geworden bin, dass mich das alles nicht irgendwie beeindruckt hat, wer da vor mir steht. Ja, und

00:36:50: ich glaube, es braucht auch so eine gewisse Spontatität und Schlagfertigkeit, um halt einfach

00:36:54: damit auch gut umzugehen. Ich habe das Beispiel aufgrund meiner Körpergröße, ich bin 1,65 m,

00:36:58: was meinst du, wie viel Sprüche ich mir schon angehört habe dann wegen der Körpergröße und

00:37:03: so, inzwischen nehme ich das einfach als meine Stärke und mündst es dann irgendwie um, in 1,5 m

00:37:08: geballte Power oder so. Echt hast du. So Sahne vielleicht noch so ein bisschen gibt es noch so

00:37:17: ein Projekt oder ein Format, wo du sagen würdest, das würde mich noch reizen, das würde ich gerne

00:37:21: machen. Ich hätte unheimlich Lust irgendwie noch so eine Kindersendung zu machen, egal in was für

00:37:27: ein Bereich, aber mit Kindern zusammenzuarbeiten, ob das essenkulinarisch ist oder Spiele oder

00:37:32: irgendwas vorstellen, da hätte ich richtig Bock zu. Das würde ich sehr, sehr gerne machen.

00:37:37: Ja, und jetzt, ich meine, Glaslinie Jahre Fernsehen hat sich schon verändert, wahrscheinlich würde

00:37:42: dann eher so Richtung Streaming mal interessant werden oder in die Richtung? Ja, vielleicht,

00:37:46: wobei man muss auch sagen, der SWR, der arbeitet schon in vielen Bereichen jetzt, aber es könnte

00:37:53: ein bisschen schneller sein. Ja, ich denke, bis das mal kommt, da bin ich dann schon Rentnerin.

00:37:58: Da will mich dann auch teiner mehr. Ach jetzt aber, hör auf. Gibt es da einen Alter,

00:38:07: wo man sagt, da will dich kein Fernsehen mehr? Nee, oder? Ich weiß nicht. Also, ich finde,

00:38:11: man muss auch irgendwann vielleicht mal Platz machen fürs junge Gemüse, die da in eine andere

00:38:15: Richtung denken und innovativer sind. Ich bin da schon mehr oldschool. Das sehe ich auch,

00:38:20: wenn ich das Handy bediene, Computer oder Instagram-Kanal, meine Kinder, die schmunzeln dann schon

00:38:27: immer und da sage ich, ja, aber ich schreibe halt nach wie vor lieber Briefe. Ich denke schon,

00:38:33: dass irgendwann ist die Zeit gekommen, da entscheiden dann die jungen Abteilungsleiter des

00:38:39: Gesichtes zu alt. Das ist einfach so. Okay, ja gut. Das hoffen wir jetzt bei dir bitte ganz, ganz

00:38:45: lange nicht. Ja bitte nicht. Nein, was, das hast du ja schon ganz viele Facetten von der

00:38:51: Weinkönigin über TV-Formate, über eigene Produkte, Kochbücher. Mich interessiert es einfach,

00:38:56: weil ich die Frage gerne stelle, weil sie jeder anders beantwortet. Und der Form,

00:38:59: was bedeutet Erfolg für dich? Was bedeutet Erfolg für mich? Erfolg bedeutet für mich,

00:39:08: wenn, wenn, also jetzt im Berufsleben. Beruf, beruflich oder persönlich, ja, ganz egal.

00:39:15: Wenn ich ausgeglichen bin und das, was ich mache, immer mit Freudetour und morgens aufstehe und sage,

00:39:23: was steht an, ich habe da richtig Bock drauf. Das ist für mich Erfolg. Ja, verstehe ich. Und

00:39:28: auch wahrscheinlich so diese Freiheit, wie wir sie vorhin beschrieben haben, dass wir eben das

00:39:32: machen dürfen, wo nach unser Herz streben. Ja, genau. Also es ist nicht monetär irgendwie verhaftet,

00:39:38: sondern eher dieses Glücklichsein und eine Wertigkeit auch von anderen erleben, dass das,

00:39:43: was man macht, auch gut ist, ja. Ja, das stimmt. Wie ist es denn im privaten Erkennen dich,

00:39:49: Leute? Wirst du angesprochen? Ja. Ja. Auch im Supermarkt und überall, das ist ganz lustig. Also

00:39:56: manchmal hätte ich nie gedacht, dass die Sendung auch, also im Regionalfansin so ein Bekanntheitsgrad

00:40:03: hat. Natürlich werde ich jetzt nicht erkannt, wie Vincent Kling oder wie jemand, der bei ZDF oder

00:40:11: ARD im Fernsehen ist. Aber man merkt, dass es doch sehr viele schauen und wir kommen dann aber auch

00:40:18: immer ins Gespräch. Also die Leute trauen sich auch, mich dann anzusprechen. Das finde ich ganz

00:40:22: goldig und wollen mir dann Rezept verraten oder was auch immer. Und das macht echt Spaß. Das

00:40:28: glaube ich ja. Und ich glaube, das ist ja auch nochmal, also ich könnte mir vorstellen, ich musste

00:40:31: da erst mal mich dran gewöhnen, dass plötzlich Leute mich ansprechen und sagen, hey, dein Podcast,

00:40:35: den höre ich auch, dann denke ich mir, okay, ich weiß nicht, wer du bist. Ja, schon eine verschobene

00:40:39: Welt, wo man plötzlich merkt, man wird schon so eine Art, sei es nur im kleinen Person des

00:40:44: öffentlichen Lebens, ja, wo Menschen dich da auf dem Schirm haben und wollen vielleicht sogar ein

00:40:48: Foto mit dir oder was auch immer, wo du dir denkst, also im Moment, ich bin ganz normaler Typ. Ja,

00:40:52: wie gehst du damit um? Also bist du da auch erst mal noch verwirrt oder gewöhnt man sich da auch dran

00:40:57: ein Stück weit? Also ich gewöhne mich da gar nicht dran. Ich bin dann immer so ein bisschen auch peinlich

00:41:02: berührt. Also ich mache das sehr gerne. Aber ich glaube, ich werde auch noch ein bisschen rot dabei.

00:41:07: Ja, weil irgendwie, ja man fühlt sich halt nicht als WIP oder als Promi, aber in dem Moment, wo die

00:41:15: Leute dann ein Foto mit dir machen können, dann merkst du, wie sie so strahlen und glücklich sind

00:41:19: und dann mache ich das sehr gerne. Ich hatte zum Beispiel, das war jetzt erst kürzlich, ich war in

00:41:23: der Sauna, ich hatte mein Handtuch noch drum und dann kommt auf einmal eine Frau zu mir, guckt mich

00:41:31: so an und sagt, also Frau Net, Sie müssen mal ein Restaurant aufmachen mit so guten bodenständigen

00:41:37: Sachen und Heimatgerichten. Und dann bin ich natürlich erstmal erschrocken und denke, ja super,

00:41:42: jetzt sitze ich hier im Handtuch und jetzt erhalten wir ein Gespräch über Essen und Restaurant, aber

00:41:47: im Nachhinein, als die Frau dann weg ist, das war eigentlich total lustig gerade. Ja, das ist

00:41:52: glaube ich auch gut. Ja, die zur Assyration. Ja, aber abtropos, es wäre doch mal was oder

00:41:59: dein eigenes Restaurant? Du, das hatte ich alles schon. Das hatte ich alles schon. Manchmal kitzelt es

00:42:06: mich immer noch so ein bisschen und ich denke, ich hätte da mal wieder Lust, was Gastronomisches

00:42:10: zu machen, aber ich weiß, was da hinten dransteckt und wie viel Kraft und Zeit das kostet und es

00:42:16: wird ja immer schwieriger, ob das jetzt Betriebskosten sind oder gute Leute zu finden, die nicht nur

00:42:21: Work-Live-Balance haben wollen, sondern auch mal schaffen möchten. Deshalb, nee, momentan nicht.

00:42:30: Ja, okay, Work-Live-Balance ist gut. Wie gehst du dafür dich gut um? Das ist dir, weil ich mein,

00:42:35: du bist ja viel unterwegs und du erlebst viel. Was hilft dir? Ich mein, Sauna hast du schon

00:42:39: angesprochen, bitte. Ja. Gut dich auf. Immer mal so kleine Auszeiten. Für mich ist auch schön, wenn

00:42:45: ich mal am Wochenende Zeit habe, mal was anderes zu kochen, wie immer so Spinat mit Spiegel,

00:42:51: allen Kartoffeln, um es mal so da runter zu brechen. Ich gehe gerne auch mal laufen. Ich mache ein

00:42:58: bisschen Sport mittlerweile, hatte ich immer so ein bisschen abgelehnt, aber es tut auch im Rücken

00:43:03: gut, ab einem gewissen Alter. Und ich mache jetzt demnächst mal so ein Achtsamkeitsseminar. Ich

00:43:10: nehme mal eine Woche, das erste Mal seit ganz vielen Jahren, nehme ich mir eine kleine Auszeit,

00:43:15: ohne Handy, ohne alles und gehe ganz viel laufen und mal schauen. Das habe ich heute gebucht.

00:43:21: Sehr gut. Ja, da bin ich für keinen erreichbar und da freue ich mich mega drauf und hoffe,

00:43:28: dass das was Positives bewirkt, dass man eben in diesem Alltag, wo man manchmal so ein bisschen

00:43:32: verhaftet ist, auch mal andere Ideen wieder bekommen. Ja, das ist auch so wichtig. Also ich

00:43:39: glaube gerade, wenn man so viel Energie reinsteckt in gewisse Projekte oder wenn man mit vielen

00:43:43: Menschen zu tun hat, also mir geht es da auch so. Ich gehe dann eher in die Stille oder ich

00:43:46: brauche Zeit mit mir und viele wollen ja dann noch mehr unter Leute und so, wo ich oft merke,

00:43:51: ne, dann genieße ich einfach mal nur die Couch oder die Stille mit mir und gerade auch das

00:43:55: unser kleiner Alltagsbegleiter, unser Handy, wo ich echt sagen muss, boah, ich bin da echt froh,

00:44:00: wenn ich es einfach mal nicht sehe. Also ich glaube, das ist eine sehr gute Entscheidung.

00:44:03: Ja, genau. Also mal sehen, ob es durchschaltet. Das ist ja gar nicht so einfach, aber ich freue

00:44:09: mich da mega drauf und hoff ma's Beste. Ich wünsche dich eine erholsame Zeit auf jeden Fall.

00:44:14: Dankeschön. Susanne, wenn du jetzt als Moderatorin mit TV-Erfahrung einem jungen Menschen oder vielleicht

00:44:21: in meiner Form einen Moderator in den Anfängen einen Tipp mitgeben würdest oder einfach ein,

00:44:26: ein vielleicht was dir geholfen hat, was würdest du sagen, ist hilfreich, um da eben vielleicht

00:44:32: auch sich eine Karriere oder ein Weg im Fernsehen aufbauen zu können? Ich denke mal, dass man

00:44:40: selbstbewusst, wenn man weiß, das kann man, das auch kommunizieren sollte, aber immer mit einer

00:44:47: gewissen Wertschätzung den Kollegen gegenüber. Ja, also das finde ich ganz, ganz wichtig, weil mir

00:44:54: ist ganz oft fällt mir auf, dass in diesen Kreisen, wo ich mich auch bewege, viel auch einfach mal

00:45:02: gelästert wird. Wo's heißt ja, warum macht er das nicht richtig? Hat er das nicht gesehen, wo ich

00:45:07: denke, jeder gibt irgendwie sein Bestes und das, was der eine nicht so gut kann, kann der andere

00:45:12: besser und fängt es dann auf und das muss man einfach auch sehen und immer offen umgehen und

00:45:17: ich glaube, wenn man authentisch ist und das mit vollem Herzblut macht, dann kann da nix schief

00:45:25: gehen. Absolut, ja und ich denke einfach, Mensch zu bleiben, wahrscheinlich auch auf dem Weg, weil

00:45:29: ich nehme das halt zwar durch meine Tätigkeit bei immer wieder Sonntags, da sind ja, boah,

00:45:34: gefühlt 300 Leute beteiligt, ja und dann man nimmt ja immer nur die wahr, die halt dann in dem

00:45:39: Moment ganz, ganz krass im Of dann da zu sehen sind, aber es gibt Menschen, so wie kleine Zahnräder,

00:45:45: wenn die da nicht da wären, dann würde das alles gar nicht funktionieren, wo ich mir denke,

00:45:49: hey auch da, das hab ich auch, diese Demut hinzugehen, zu sagen, hey cool, danke, dass du mich

00:45:54: jetzt da unterstützt, obwohl das so ein unscheinbarer Job in dem Moment ist, aber er ist unglaublich

00:45:58: wichtig. Absolut, ja ich hab das immer so mit bei uns im Restaurant früher, der Tellerwäscher,

00:46:05: der bei anderen immer zu wenig Trinkgeld gekriegt hat oder gar nix, es gab's bei uns nicht,

00:46:12: der hat auch Trinkgeld gekriegt, weil er Teil des Teams ist, ja und wenn dann, wenn es hieß, ja der

00:46:16: hat die Teller mal da so hingeknallt oder nicht so richtig gemacht, dann sag ich, aber der ist

00:46:21: mit am wichtigsten, weil wenn der Teller nicht sauber an den Tisch kommt, da kann der Koch drauf

00:46:25: batchen, was er will, wenn er schmutzig aussieht, ja, also muss man diese Wertschätzung auch dieser

00:46:32: Person weitergeben, ja und das ist mit allem, mit allem im Leben. Ja, absolut und gerade auch

00:46:38: über euch jetzt auch im Produktionsbereich, das ist ja schon auch stressig, das muss man einfach

00:46:42: sehen, ja ihr müsst ja da in wie gesagt 8, 9, 10 Stunden tragen, dann wird noch geschnitten,

00:46:47: dann wird das und jenes, also es ist ja schon ein Riesenaufwand dann im Prinzip und dann wird

00:46:51: da fein ja eigentlich nur die auf, die dann vor der Kamera stehen in dem Fall, aber was da alles

00:46:55: hinten dransteckt, ist ja unglaublich, ja. Ja, das ist schon Wahnsinn, auch bis dann so ein Film

00:47:00: abgenommen ist, bis der geschnitten ist vorher, bis jeder irgendwie da dran rumgeschraubt hat, bis

00:47:06: es gesendet werden kann, das ist schon ein sehr, sehr langer Prozess und viele Leute arbeiten einfach

00:47:11: mit, ne. Ja, definitiv. Liebes Susanne, bevor ich für dich auch in Entweder oder Gehe gibt, so eine

00:47:17: Anekdote, wo du vielleicht sagen würdest, das war nachhinein vielleicht besonders lustig oder auch mal

00:47:22: eine Panne oder irgendwas, was du erlebt hast. Ja, ich hatte mal mit einem Künstler zusammengekocht,

00:47:28: dem Herr Elzer in Andernach und wir sollten Bienenstich machen. So, wir sind aber erst mal durch den

00:47:36: Ort gelaufen, haben niemand gefunden, der das machen wollte, dann haben wir ihn getroffen und

00:47:39: kennst du Findus und Patterson? Ja. So, und er sieht, wer ist das? Der Patterson ist der Mann,

00:47:45: gell? Ja, ja. Und der hatte so einen Hut auf, hat so einen Rauschubat gehabt und der sah aus wie

00:47:50: der Patterson. Er hat cool und der hat dann gesagt, ich mach das mit euch, ich back mit euch den

00:47:57: Bienenstich. So, und dann sind wir bei dem ins Atelier gekommen und der war Junggeselle, weiß, der hat

00:48:03: eigentlich von der Küchenausstattung nichts gehabt und der hat sich halt auf seine Malerei

00:48:10: konzentriert und das hat man halt auch in der Küche gesehen. So, ja. Und dann war es so, wir mussten

00:48:17: Sahne schlagen und er hatte kein Gretchen, nichts und dann haben wir uns einen Schneebesen ausgeliehen,

00:48:23: dann ist es aber erst zu Butter geworden, beim zweiten Mal ist es auch zu Butter geworden und

00:48:28: dann kannst du das ja nicht verwenden. Dann hat er gesagt, so, und ich habe noch eine Idee, wir haben

00:48:34: hier eine Eisdiele im Ort und dann geht ihr da mal hin und da haben wir dann die Sahne geschlagen,

00:48:39: gekauft, das war dann die dritte Schagesahne und als wir den Kuchen dann auseinander nehmen wollten,

00:48:46: aus der Form ist er auseinander gelaufen, weil er noch zu warm war und dann hat er nur so gesagt,

00:48:52: ach, das ist ja herrlich, das sieht ja aus wie Wolken mit den Mandeln. Ich weiß es noch ganz

00:49:02: genau und dann haben wir probiert, aber das war der beste Bienenstich, den ich je gegessen habe.

00:49:06: Der hat so lecker geschmeckt. Ja, das vergisst man halt nie wieder, aber cool, wie er es dann auch

00:49:12: aufgenommen hat, gell? Ja, absolut und der war so cool, also das hat er nicht rausgemacht,

00:49:19: hat alles nicht gejuckt, ob er die Sachen leihen muss oder nicht, das war einfach herrlich.

00:49:24: Ja, ich finde es cool, aber ich glaube, Männer sind da e-teilweise nochmal pragmatisch hintergelegt.

00:49:29: Ja, genau. Du hast ja vorhin auch erwähnt, es gibt solche Kochklubs und so ja auch für Männer

00:49:33: inzwischen, ich glaube, das hat sich schon auch wieder gut gedreht, dass Männer da durchaus auch

00:49:38: im Hobbybereich gerne wieder kochen. Absolut, ja, und die können Sachen kochen, du, da kannst

00:49:43: ich manche Hausfraume mal die Scheibe abschneiden. Ja, das stimmt. Aber du, die machen das ja auch

00:49:49: nur weil sie Lust drauf haben und wollen und müssen das nicht im Alltag jeden Tag der Familie

00:49:53: servieren, das ist ja dann auch nochmal ein Unterschied. Ja, und ich sage dir ganz ehrlich,

00:49:57: also ich wohne noch im gleichen Elternhaus, quasi mein Papa wohnt in der Wohnung über mir und ich

00:50:01: habe die untere Wohnung und wir gucken immer so ein bisschen, weil ich halt viel unterwegs bin und

00:50:05: er, naja, kommt somit Nudeln ganz gut klar und danach ist das auch Ende, dass wir immer so ein bisschen

00:50:11: einmal kochen, ich und einmal kocht er was und ich merke oft, wie anstrengend es ist, die überhaupt

00:50:15: mal zu überlegen, was kochen wir heute und wie und was und das nimmt schon Zeit in Anspruch,

00:50:20: das muss man sich ganz klar sein. Ja, und wenn du dann weißt, was du kochst, musst du erst mal

00:50:24: gucken, hast du überhaupt alles da oder musst noch mal einkaufen gehen, ne? Genau, ja, also das ist

00:50:28: schon durchaus auch Herausforderung mit Kindern noch und so, dann haben sie auf das vielleicht

00:50:32: keinen Lust oder auf jedes also, ja. Gut, so sagen, dann würde ich dich entführen in entweder oder hier

00:50:39: bei Adrian Läth ein. Okay. Und du kriegst immer zwei Wahlmöglichkeiten, wie das Prinzip schon heißt

00:50:45: und darfst dich natürlich frei entscheiden zwischen der einen oder anderen Seite und es wäre natürlich

00:50:50: cool, wenn du magst, wenn du an einer oder anderer Stelle sagst, da erzähle ich auch noch, warum

00:50:55: ich vielleicht die Wahl getroffen habe. Okay. Gut, wir starten mal ganz oft, alles Guterum, was nicht

00:51:01: schlimm ist, der ersten Frage an dich, kochen oder moderieren? Boah, beides, kann man beide nehmen,

00:51:09: nein. Beides bei den wir da oder wird oft gewählt, letzter Zeit. Wie denn mache ich kochen? Ich mache

00:51:14: kochen, ja. Okay, also du würdest dann kochen vorziehen, letztendlich. Ich würde kochen vorziehen, genau,

00:51:19: da kann ich auch runterfahren, ich kann meiner Leidenschaft nachgehen, dabei kann ich ja auch

00:51:24: erzählen, es ja fast wie moderieren, deshalb kochen. Ja, okay, nachvollziehbar, alles gut.

00:51:30: Ja. Live Sendung oder vorproduziertes Format? Live Sendung. Oh, ja. Ich finde dich eigentlich viel

00:51:38: cooler, weil dann ist gesagt, was gesagt wurde und das macht dann manchmal auch ganz lustig,

00:51:43: weißt du? Ja, das stimmt. Ja, das andere kannst du ja dann wieder schneiden, so wie es passt,

00:51:48: das heißt über live. Und es ist auch nicht so, wobei es natürlich auch live ist natürlich schon

00:51:55: auch heftig, wenn du oft merkst, du hast ja gewisse Zeit vorgaben, wo du dann einfach da auch auf

00:51:59: den Punkt kommen musst, da kannst du dich halt weniger verzetteln, wie wenn du jetzt merkst,

00:52:02: da kann man noch schneiden zur Not, ja, irgendwie. Ja, das stimmt, aber du, der Adrenalin-Gehalt ist

00:52:08: höher und das macht dann auch wieder aus, ne? Ja, absolut, also wenn ich da als Warm-Upper,

00:52:13: als raus musst du, also ich kann dir sagen, du bist ganz allein und bespaßt dann da die Menschen,

00:52:17: also da geht was, ja, an Energie, ich glaube, in dem Moment. Wein oder Chin? Ja, Wein,

00:52:28: erst mal Wein. Ich bin Winzestochter, ich bin damit groß geworden, ich arbeite im Weingut,

00:52:33: es muss Wein sein. Hast du so eine, also hast du halt mal dann so eine Lieblingsorte, zum Beispiel

00:52:38: eher weiß Wein, eher rot Wein oder bist du da ganz entspannt? Ich bin eigentlich entspannt und offen,

00:52:44: aber meine Lieblingsrebsorte ist eigentlich Riesling im gereiften Bereich, lieber ein Reifer-Riesling

00:52:51: und ich finde halt Sauvignon Blanc, das ist auch bei mir im Weingut, das ist so der Sauvignon Blanc

00:52:56: Papst in der Pfalz, der hat in verschiedenen, ja, verschiedenen, das kannst du nicht raus schneiden

00:53:07: jetzt, gell? Nein, das ist live, leidspatt. Jetzt habe ich gerade einen Hänger. Ne, also wir haben

00:53:13: in verschiedenen Bereichen haben wir Sauvignon Blanc mal im Holz ausgebaut oder im Edelstahl

00:53:18: und deshalb liebe ich auch Sauvignon Blanc. Ja, finde ich auch geschmacklich echt selber auch als

00:53:23: Wein-Sorte, wie sagt man das, ja, Wein-Sorte ist ja durchgekommen. Ja, wirklich auch für mich immer so ein

00:53:30: Wein, wo ich sage, hm, den trink ich gerne, so, also. Ja, ist sehr facettenreich und super lecker,

00:53:35: vor allem im Sommer. Ja, definitiv. Dann gehen wir jetzt wieder drauf zu, Mensch. Dann gibt es

00:53:39: schon endlich. Dann möchte ich von dir kulinärisch noch wissen, Susanne, süß oder herzhaft?

00:53:45: Herzhaft. Ich esse lieber Bratwurst, wobei wenn ich früher im Restaurant war, habe ich auch

00:53:51: zweimal Nachtisch bestellt. Das ist, ah, nee, da müsste ich eigentlich beides wählen, aber wenn

00:53:57: es dann Spitz auf Knopf, Knopf kämen müsste, ist herzhaft sein, ja. Ja, okay, ja, kann ich auch

00:54:04: nachvollziehen. Spontane Gespräche oder durch geplante Interviews? Spontan. Okay, selbst kochen oder

00:54:12: bekocht werden? Bekocht werden. Wartrücklehnen, einmal nichts machen, ich koche ja so viel,

00:54:21: dann liebe ich es lieber auch mal bekocht zu werden. Ja, das verstehe ich. Das glaube ich dir jetzt aus

00:54:27: Wort hier. Markthalle oder Sternerestaurant? Markthalle. Umgut, regionale Sachen, alles,

00:54:33: Sternerestaurant, habe ich schon so viel gegessen und ich brauche, ich finde es toll, was da gemacht

00:54:40: wird, aber mich kannst du mit einer Bratwurst und Bratkartoffeln oder ein Stückchen Käse aus der

00:54:45: Region mehr begeistern. Ja, verstehe ich absolut. Also ich finde es immer toll, welche Kunstwerke

00:54:51: gedänzt werden in den Sternerestaurants, also gut ab vor jedem in dem Bereich, aber mir würde

00:54:57: jetzt auch Schnitzeln mit Pommes definitiv siegen. Ja, jetzt gehen wir mal in die Getränke Richtung,

00:55:05: Kaffee oder Tee? Kaffee, ohne Kaffee morgens geht nichts. Ist ja auch so mein Motor tatsächlich,

00:55:14: um den Tag zu gucken. Tee ist bei mir immer so, wenn ich krank bin, also weißt du, die Verbindung

00:55:19: komischerweise. Ja, wobei im Winter trinke ich auch ganz gerne Nachmittagstee, da trinke ich aber

00:55:25: Schwarzen mit Milch und Honig. Ja, und dann natürlich ein süßes Teilchen dazu. Ja, klar.

00:55:31: Okay, dann haben wir regionale Küche oder internationale Spezialitäten? Boah, das ist

00:55:41: jetzt auch wieder so eine gemeine Frage. Es ist sehr, sehr viel regional, aber ich liebe es auch

00:55:48: international zu essen, um einfach über den Tellerrand zu schauen und bei dir ist bestimmt

00:55:52: auch Pasta auf dem Tisch und alles Mögliche oder mal Asiatisch, das muss auch sein, aber zu 80%

00:55:59: regional. Ja, ja, ich bin so ein Sushi oder halt auch hier Thailandisch oder so, damit kriegste

00:56:07: mich auf jeden Fall Fernsehen oder Social Media? Fernsehen. Okay, dann doch eher nochmal das Fernsehen.

00:56:18: Morgen-Sendung oder Abendshow? Abendshow. Okay. Lieber Abends. Ja, morgens bin ich noch nicht so fit.

00:56:26: Ich bin ein Langschläfer, wenn ich dürfte. Wenn du dürftest, okay, ja, ja, das wäre jetzt die

00:56:31: nächste Frage gewesen. Ja. Frühaufstärin oder Nachtäule, dadurch eher nochmal. Nachtäule,

00:56:37: definitiv, ja. Ja, gut, aber ich glaube, ich merke das selber an mir, wenn ich frühmorgens Gespräche

00:56:43: führe. Ja, muss erst mal warm werden. Genau, ich mag es auch nicht, wenn man morgens schon,

00:56:49: ich gehe auch extra früh auf die Arbeit, da mache ich mir einen Kaffee und dann bin ich auch viel,

00:56:52: viel besser aufgestellt und kann schneller arbeiten, wie wenn ich jetzt morgens erst mal voll

00:56:58: getextet werde. Das geht gar nicht. Ja, ich glaube, das ist auch so ein Vorurteil, was man oft hat.

00:57:04: Zumindest wird es mir übertragen, nur weil ich jetzt beruflich viel spreche, dass ich dann auch so

00:57:08: immer dauernd sprechen muss und will. Es geht mir gar nicht so. Also, wenn ich privat unterwegs

00:57:13: bin, bin ich eher ruhiger tatsächlich. Wirklich? Ja. Adrian, das hätte ich jetzt auch nicht vermutet,

00:57:18: ja. Sag mal mal so, mich kann man schon gut an den Tisch setzen, man weiß die Unterhaltung,

00:57:22: behält ihre Kontinuität, ja. Nur manchmal habe ich da echt Momente, wo ich denke,

00:57:26: oh, ich möchte jetzt einfach auch mal nicht derjenigen sein, der das gespricht. Zum

00:57:30: Leben erhält. Zuhörer nur, ja. Ja, genau. Ja, ja, du. Landküche oder gehobene Sterneküche?

00:57:37: Landküche. Immer, durch und durch. Ja. Wenn du wählen müsstest, eine Reise für eine Reportage

00:57:44: oder ein entspanntes Wochenende zu Hause? Reise für eine Reportage. Oh, okay. Fände ich super cool,

00:57:51: einfach raus und was Neues kennenlernen, das wird mich daran reizen. Gibt es da so was, wo du sagst,

00:57:57: da willst du mal gern hin? Vielleicht ein Land oder irgendwie was? Ich würde sehr, sehr gerne mal nach

00:58:02: Neuseeland oder nach Irland. Oh, ja. Ja, so die irische Küche und die rauere Küste, das wird

00:58:09: mich mal sehr interessieren. Ja, ja, es soll ja auch wunderschön sein. Also alle, die schon

00:58:14: dort waren, die ich kenne, sagen, landschaftlich auf jeden Fall mega. Also das steht noch auf

00:58:19: meiner Bucketliste, ja. Okay, sehr gut. Dann Chin-Tasting oder Weinverkostung? Weinverkostung.

00:58:28: Chin habe ich ja jetzt mal in eignen. Weinverkostung finde ich immer spannend, was man alles für Aromen

00:58:35: rausschmecken kann und was die Winzer immer wieder Neues aus dem nächsten Jahrgang zaubern. Ja, das

00:58:42: finde ich wahnsinnig spannend und es ist ja jedes Jahr anders. Und wenn der Wein auch gereift,

00:58:48: ist wie er sich entwickelt, deshalb auf jeden Fall Weinverkostung. Ja, das stimmt und da kann

00:58:52: ja manchmal von einem Jahr auf das nächste der Geschmack komplett variieren. Das finde ich auch

00:58:56: total interessant. Okay, und last but not least, wenn du wählen müsstest oder dürftest, dann in

00:59:02: dem Fall eher Rezeptsucherin oder Heimatküche. Rezeptsucherin. Wegen 30 Minuten, ja. Ich

00:59:11: finde, ich verstehe es aber so, weil wenn du so viel Herzgut da reinsteckst und dann, das ist ja

00:59:15: wirklich Arbeit, egal ob jetzt vier Minuten oder 30 Minuten, dann ja, da schlägt es Herz einfach

00:59:20: dafür, absolut für die Sendung. Ich hätte halt gerne, dass die ganzen Gespräche länger gezeigt

00:59:24: werden, die ich mit den tollen Leuten habe. Ja, und das ärgert mich halt so ein bisschen, dass das

00:59:29: so auf der Strecke bleibt. Und das hätte ich gerne wieder. Ja, Mensch, können wir da eine

00:59:34: Petition starten für dich? Ja, es gibt ja noch andere Sendeplätze. Es muss ja nicht der Donnerstagsplatz

00:59:40: wie früher sein. Bin ich auch da bohr ich immer mal wieder ein bisschen und habe aber noch keinen

00:59:46: Erfolg, leider. Also wir werden es auf jeden Fall so machen, dass sich alle in der Kontakte

00:59:52: hatten in die Shownotesstelle in der Folge. Und dann werden wir hoffentlich genug Leute mobilisieren,

00:59:57: die das wieder ermöglicht. Nee, stimmt, aber es wäre doch schön. Also ich finde, es fand es auch

01:00:00: toll, die Gespräche. Ja, uns vom Matlief super. Also insofern, man soll auch mal an so alten Besen

01:00:06: festhalten, ja. Ja, ja. Und ich glaube, es tut uns allen gut, einfach mal wieder mehr Geschichten

01:00:10: von Menschen und Gespräche zu erfahren, wie immer nur diese Schnelligkeit und weiter,

01:00:15: weiter, weiter. Also, wirklich. Ja. Susanne, jetzt gibt es natürlich Last but not least,

01:00:20: ja noch eine Kategorie. Nämlich darfst du wählen aus einer Frage zwischen oder ums

01:00:25: gestern, heute oder morgen. Über was sollen wir sprechen? Morgen. Morgen? Okay, wir schauen

01:00:33: in die Zukunft. Vielleicht Sendezeit für Zeptzurer? Nein. Was nicht Schlimmes. Ich mische

01:00:39: auch, damit mir auch hier bei dir keiner unterstellen kann. Ich hätte es gefällt. Wenn mir es nicht

01:00:44: gefällt, kann ich ja de dumm sagen und dann nimmst du die nächste Frage, oder? Genau. Nein,

01:00:50: passiert nichts Schlimmes, aber ich kenne die Fragen manchmal auch noch nicht. So, ich ziehe

01:00:54: blind. Oh, ist aber... Wer hat die denn dann geschrieben, die Fragen, wenn du sie auch noch nicht kennst?

01:01:00: Die gibt es fertig, tatsächlich. Oh, okay. Das ist ein A-Geset und zwar dem Podcast Hotel Matze.

01:01:04: Ja. Matze. Der hat auch wieder immer wieder diese Fragen mit in seiner Folge und ich fand

01:01:09: die so cool, weil sie immer so ein bisschen rund um gesellschaftspolitische Themen sind oder

01:01:14: auch philosophisch werden könnte, wie in diesem Falle. Das nämlich ich von dir wissen möchte,

01:01:19: weil wir reden ja über's Morgen. Was oder wer möchtest du gewesen sein? Ich wäre ganz gern

01:01:27: der Dai Lai Lama. Der Dai Lai Lama? Ja. Ganz spontan der Dai Lai Lama. So einfach reduziert

01:01:37: aufs Wesentliche konzentriert. Ja. Das finde ich cool. Ja. Stimmt. Ja. Es stimmt. Ja, einfach mal

01:01:45: nur auf das Wesentliche und so. Ja, ich finde den auch wunderbar. Und wenn man dich fragen würde,

01:01:50: wenn du als Susanne nett irgendwann mal, ja, wie wir alle, müssen ja auch mal irgendwann gehen,

01:01:55: wer willst du denn dann gewesen sein? Ich sage immer, ich wäre gern ein Schmetterling. Ja,

01:02:01: aber die werden ja so schnell gefressen, dann werden Adler vielleicht besser, aber die sind

01:02:05: sehr einsam. Also, lieber ein Schmetterling. Okay. Eilen wir uns auf ein Schmetterling. Ja.

01:02:10: Liebe Susanne, ich möchte mich von Herzen bei dir bedanken, dass du dir die Zeit genommen hast,

01:02:15: um hier zu Gast zu sein bei Adrian Lette ein. Es war mir wirklich eine Ehre, also echt cool.

01:02:19: Danke, danke. Hat mir voll Spaß gemacht und noch viel Erfolg für dich. Dankeschön. Ja,

01:02:25: vielleicht sehen wir uns mal beim Kochen irgendwann zusammen. Ja, sehr gerne. Wie gesagt, ich gehe

01:02:29: weiter auf die Suche, was ich dir anbieten könnte, vielleicht sogar aus unserer Region. Und wer weiß,

01:02:34: vielleicht sehen wir uns auch auf anderen Wegen mal in irgendeinem Zuge. Und ich wünsche dir auf

01:02:38: jeden Fall ganz viel Erfolg weiterhin. Ich werde dich eifrig verfolgen. Mach das. Wenn wir auf jeden

01:02:43: Fall allen weiter erzählen, dass wir wieder sende Platz für die Rezeptsucherin brauchen. Ja,

01:02:48: weiß, vielleicht begegnen unsere Wege sich nochmal an anderer Stelle. Ich freue mich. Stimmt,

01:02:52: ich danke dir, Adrian. Danke schön. Susanne, eine gute Zeit und alle, die hier einschalten,

01:02:56: ich darf euch einladen natürlich auch Susanne und ihre Formate weiter zu verfolgen. Wie gesagt,

01:03:01: ihre Social Media Kontaktdaten stelle ich euch in die Show Notes und schalte da auch fleißig ein

01:03:06: bei der Landesschau, wenn sie zu sehen ist mit ihrem Format Heimatküche. Und bis dahin und

01:03:11: auch bis zur nächsten Folge wünsche ich euch eine wundervolle Zeit und danke dir, Susanne,

01:03:15: bis zum nächsten Mal bei Artrearn.net. Tschüss. Tschüss.

01:03:18: Tschüss!

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